Namibia im Juni

8 Antworten · 3'629 Aufrufe · gestartet 11. Feb. 2017 von Dunsthi
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Themenstarter3 Beiträge · seit 201711. Feb. 2017 · #1
Hallo,
wir haben bereits die Flüge über Pfingsten (Anfang Juni) gebucht und nichts weiter organisiert. Nach längerer Bedenkzeit wollen wir mit Camper selbst fahren.
Müssen wir Camping Plätze im Juni reservieren?
Gibt es bei Familien beliebte Plätze (schön und natürlich, aber nicht überfüllt/künstlich) ?
Wir reisen 2 Erwachsene mit Kind 12 Jahre.
Auto mit Dachzelt oder Camper ? Es wird doch nachts kalt.
Ihr merkt schon. Ich als Mutter bin ziemlich unsicher.
873 Beiträge · seit 201612. Feb. 2017 · #2
Ich glaube, es ist am Besten, wenn Du erst mal ein bisschen hier im Forum herumstöberst.
Dann findest Du zu Deinen Fragen eine Menge Infos und teilweise auch sich widersprechende Meinungen. Bei den Fragen ist nämlich die Antwort sonst oft "Kommt darauf an ..."

Beim Reservieren kommt's darauf an, wo ihr hinwollt und ob ihr die Top-Adressen oder eher exotische Ziele ansteuern wollt. Juni ist jedenfalls nicht mehr weit weg.
Familientipps: Einfach mal nach 'Familie' hier im Forum suchen. Da kommt viel.
Dachzelt: Kommt drauf an. Habt ihr Campingerfahrung? Wie ist Euer 'Luxusbedürfnis'? Kalt wird's, aber es gibt Mittel und Wege dagegen (Lagerfeuer, gute Schlafsäcke etc..) Auch zu der Frage gibt's viel zu Lesen.

Viel Spaß beim Stöbern und Planen.


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2'391 Beiträge · seit 201612. Feb. 2017 · #3
Hallo Dunsthi,
als erstes solltest Du mal schauen, ob Du noch einen Camper bekommst und dann überlegen was ihr sehen wollt.
Ich weiß nicht wie kalt es Anfang Juni schon ist. Wir waren Juli August. Da campen viele. Mir persönlich wäre es zu kalt, aber das ich eben bei jedem anders. Und fällt unter "Kommt drauf an" 😐
Unsere Tochter ist jetzt 11 und fand die Robben- und Delfinbootstour toll, die Little Five, besonders begeistert war sie vom Quivertree Forest Restcamp, weil die 11 Hunde und ein zahmes Warzenschwein und ein großes Trampolin haben. Außerdem gibt es im Köcherbaumwald jede Menge Klipschliefer, die sind einfach süß.
Ihr hat das Living Museum der San sehr gefallen und natürlich die Tiere im Etosha und am Wasserloch der Hobatere Lodge.
Viele Grüße

Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
zuletzt bearbeitet 12. Feb. 2017
4'140 Beiträge · seit 200912. Feb. 2017 · #4
Hallo Dunstgi,
Beim Auto solltet ihr schnellstens schauen, was ihr noch bekommt. "Ein" Dachzelt für zwei Erwachsene und ein Kind mit 12 ist schon etwas eng. Mit Campern kenne ich mich nicht so aus, das musst du schauen, was auf dem Markt ist. Dass es im Juni schon nachts sehr kalt werden kann, stimmt. Mit Temperaturen um 5 Grad müsst ihr schon rechnen.
Was das Vorbuchen betrifft, so solltet ihr die Hotspots (Etoscha, Sossusvlei) auf jeden Fall vorbuchen. Eine weitere Hilfe sind dann vor Ort Trummis Liste oder die HP von Th. Richter mit allen Adressen von Campsites und Lodges, da könnt ihr dann am Tag vorher anrufen.
Auf jeden Fall solltet ihr euch trotzdem ein wenig beeilen.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
2'060 Beiträge · seit 201312. Feb. 2017 · #5
Burschi schrieb: Dass es im Juni schon nachts sehr kalt werden kann, stimmt. Mit Temperaturen um 5 Grad müsst ihr schon rechnen.
Hallo, wir waren im Juni 2013 in Namibia und haben uns gewundert, wo der viel besagte namibische Winter bleibt. Im Juni 2015 haben wir ihn dann zur Genüge kennengelernt. In der Onkoshi Lodge im Osten der Etosha Pfanne haben wir nachts bei minus 6°C erbärmlich gefroren, weil es durch die Bodenritzen gezogen hat. Danach in der Frans Indongo Lodge war das Gras früh mit einer Eisschicht überzogen. Wir konnten dort unser Häuschen mit der Klimaanlage einigermaßen warm kriegen, aber morgens und abends war es beim Essen recht frisch trotz eines Feuerchens im Kaminofen.

Wir erfuhren damals, dass es in einer dieser Nächte in der Gegend von Omaruru -14°C gehabt haben soll!!!

Trotzdem werden wir auch heuer wieder im Juni nach Namibia fliegen, allerdings gut ausgestattet mit warmen Sachen - obwohl wir Lodgehopper sind, aber auch da ist ja mal ein Tent dabei, das man nicht heizen kann.
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
33 Beiträge · seit 201620. Feb. 2017 · #6
Hallo hier Roger zu deinem Bericht - wir sind Mitte Juni bis Mitte Juli 2017 insgesamt 4 Wochen Lodge undTentHopper Klassische Namibia Tour ohne Nordenden.
gemütlich mit 2 Tagen pro Lodge.. Kannsr Du mehr schildern was du wegen Temperatur mitnehmen würden um es bequem und gesund vorzubereiten". Danke für jeden Tip roger
33 Beiträge · seit 201620. Feb. 2017 · #7
Hallo hier Roger zu deinem Bericht - wir sind Mitte Juni bis Mitte Juli 2017 insgesamt 4 Wochen Lodge undTentHopper Klassische Namibia Tour ohne Nordenden.
gemütlich mit 2 Tagen pro Lodge.. Kannsr Du mehr schildern was du wegen Temperatur mitnehmen würden um es bequem und gesund vorzubereiten". Danke für jeden Tip roger
2'060 Beiträge · seit 201320. Feb. 2017 · #8
Hallo Roger,

es hängt auch davon ab, wie verfroren man ist. 😉 Als Frau habe ich Leggings dabei, die ich unter die Jeans ziehen kann, für einen Mann gäbe es lange Unterhosen. 😉

Am besten ist ein Zwiebelschalen-Prinzip, also z. B. T-Shirt, Pulli, Fleecejacke, Windjacke/leichter Anorak. So kann man auf Temperaturwechsel rasch reagieren und Teile an- bzw. ausziehen. Ein warmer Schlafanzug kann nicht schaden, eventuell eine leichte Wolldecke - welche man aber auch in Namibia kaufen und am Ende verschenken kann - wie ich schon öfter hier gelesen habe. (In vielen Lodges bekommt man aber Wolldecken, oft auch Wärmflaschen.)

Solltet ihr Game Drives im offenen Wagen machen, die früh morgens beginnen oder bis in den späten Abend hinein dauern, empfiehlt es sich, Pulli und Jacke mitzunehmen; in offenen Schuhen bekommt man dann leicht kalte Füße. Manche Leute tragen dabei auch Mütze und Handschuhe, denn durch den Fahrtwind kann es schon recht kalt werden.

Kühl bis kalt wird es nur abends, nachts und morgens sein. Tagsüber ist es warm. Wir hatten aber nicht nur kalte Nächte auf der letzten Reise. Das Wetter kann man in Namibia genauso wenig auf Wochen vorhersagen wie daheim. 😉
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
zuletzt bearbeitet 20. Feb. 2017
463 Beiträge · seit 201520. Feb. 2017 · #9
Hallo,

Wir waren im Juni-Juli 2016 in Namibia unterwegs. Insgesamt 27 Nächte, davon 9 in Lodges und der Rest im Dachzelt.

Wir fanden es nicht kälter im Dachzelt zu schlafen als im Zimmer. Die Zimmer sind selten geheizt, war bei uns nur in Swakopmund der Fall. In Windhoek war es sehr kalt im Zimmer und auch im Speisesaal.

Natürlich ist es morgens beim Frühstück manchmal sehr kalt, aber man muss sich halt gut anziehen. Wenn die Sonne mal da ist, wird es schnell warm und man kann in Shorts und T-Shirts herumlaufen.

In vielen Lodges ist der Speisesaal offen, es ist also nicht unbedingt wärmer als wenn man ums Feuer sitzt.

Wir hatten gute Schlafsäcke mitgenommen, Odlo und Merino Skiunterwäsche. Von Asco erhielten wir nordische Decken. Eine legten wir auf die Matratze und die andere manchmal über den Schlafsack.

Wir hatten auch eine Trekkingjacke, einen Fleecepullover, warme Socken, eine Mütze und Handschuhe mitgenommen. Die Mütze und die Handschuhe brauchten wir nur zweimal.
Ich habe sehr schnell kalt, mein Mann schlief manchmal im T-Shirt. Kommt also auch darauf an wie schnell man friert.

Wir fanden das Campen toll, vor allem unseren Kindern (sind erwachsen) gefiel es weitaus besser als in den Lodges.
Ich persönlich würde nur noch die erste Nacht und die Nächte in Swakopmund in Lodges/Hotels nehmen. Aber das ist ja alles Geschmacksache. 😉

Liebe Grüße
Carmen
2016, Namibia, Botswana, Victoria Falls 2017, Uganda und Ruanda 2017, Kapstadt und Namibia 2018, Namibia und etwas Südafrika (Richtersveld, Augrabies, KTP)
zuletzt bearbeitet 20. Feb. 2017