Namibia per Anhalter bzw. zu Fuß

221 Antworten · 21,0k Aufrufe · gestartet 09. Dez. 2015 von BerLin
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Themenstarter100 Beiträge · seit 201509. Dez. 2015 · #1
Ich und mein Freund (und vielleicht noch ein paar andere Leute) wollen nach Namibia im Februar/März. Wir werden in Namibia v. a. per Anhalter oder mit der Eisenbahn unterwegs sein und sind gerade in der heißen Phase unserer Reisevorbereitung.
Hat jemand ein paar Tipps zu Wanderrouten in Namibia, v.a. in der Nähe von Sesfontein? Wir denken dabei vor allem an ein- bzw. zweitägige Wanderungen. Gibt es in Sesfontein günstige Übernachtungsmöglichkeiten (z. B. bis 20 Euro/Doppelzimmer)?
Wie sieht es aus mit Brandberg und Damaraland? Gibt es auf den hinführenden Straßen Verkehr? Muss man dort für den Eintritt zahlen?
War jemand auf Erongo-Plateau? Lohnt es sich, dorthin zu fahren? (Landschaft? Tiere?)
Wie sind in Wirklichkeit die Temperaturen in der Wüste um diese Jahreszeit? Ich frage, weil ich von langen Wartezeiten beim Trampen schon gelesen habe.
Welchen Tieren wird man am wahrscheinlichsten begegnen, wenn man wild campt?
33,1k Beiträge · seit 200609. Dez. 2015 · #2
Hallo BerLin,

Namibia eignet sich denkbar Schlecht als Reiseland ohne eignen fahrbaren Untersatz. Züge fahren nur in wenige große Orte und meist nur alle paar Tage - Fahrgeschwindigkeit 30km/h. Fahren per Anhalter ist verboten, wenig praktikabel und kann gefährlich sein. In Nationalparks kommt ihr so auch nicht rein. Und das ganze dann nach zum Höhepunkt der Regenzeit... viel Spaß 😉

Es gibt in Sesfontein die "Fort Sesfontein Lodge" - ansonsten hat die Häuseransiedlung nichts zu bieten. Die einzigen Touren bietet auch die Lodge an.

Also: so planlos (sorry für die deutlichen Worte) wie ihr da rangeht, werdet ihr keinen Spaß haben. Auf vielen Straßen in Namibia kommt alle Stunden mal ein Auto vorbei; dass Euch das gerade mitnimmt ist auch eher unwahrscheinlich.

Wild campen ist in Namibia zwar erlaubt, praktisch aber kaum möglich, da in Nationalparks, privatem Farmland und Kommunalgebieten verboten bzw. nur mit Genehmigung gestatte..

Vielleicht wäre Südafrika, z.B. mit dem Bazbus (www.bazbus.com) die bessere Option.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 09. Dez. 2015
Themenstarter100 Beiträge · seit 201509. Dez. 2015 · #3
Züge fahren nur in wenige große Orte und meist nur alle paar Tage - Fahrgeschwindigkeit 30km/h.

Kennt jemand vielleicht eine Website, wo man den Fahrplan nachschauen kann?
Fahren per Anhalter ist verboten,
Wie ist denn möglich, dieses Verbot praktisch umzusetzen?
wenig praktikabel und kann gefährlich sein.
Sprichst du da aus eigener Erfahrung? Warum soll das gefährlicher sein als Mietauto zu fahren?
In Nationalparks kommt ihr so auch nicht rein.
Wieso?
Und das ganze dann nach zum Höhepunkt der Regenzeit... viel Spaß 😉
Das wäre die nächste Frage - wie ist tatsächlich das Wetter in welcher Region?
Wir wollten ursprünglich auch in den Caprivi-Zipfel, haben aber auf diesen Plan verzichtet - genau wegen der Regenzeit.
Also: so planlos (sorry für die deutlichen Worte) wie ihr da rangeht, werdet ihr keinen Spaß haben.
Planlos? Wir haben die Route eigentlich in Details geplant. Nein, Unterkünfte ein Jahr im Voraus reservieren wie es viele hier machen, werden wir sicher nicht.
Auf vielen Straßen in Namibia kommt alle Stunden mal ein Auto vorbei; dass Euch das gerade mitnimmt ist auch eher unwahrscheinlich.
Warum ist das unwahrscheinlich? In Mongolien, dem Land mit der vergleichbaren Bevölkerungsdichte, funktioniert Trampen auf Anhieb. Lange Wartezeiten nehmen wir natürlich in Kauf.
Wild campen ist in Namibia zwar erlaubt, praktisch aber kaum möglich, da in Nationalparks, privatem Farmland und Kommunalgebieten verboten bzw. nur mit Genehmigung gestatte..
Ist diese Aussage auch durch praktische Erfahrung begründet? Wenn ja, welche und bei wem soll man ggfs. die Genehmigung holen?
Vielleicht wäre Südafrika, z.B. mit dem Bazbus (www.bazbus.com) die bessere Option.
Nein, nach Südafrika wollen wir nicht. Mein Freund braucht außerdem als russischer Staatsangehöriger ein Visum für Südafrika, das äußerst umständlich zu bekommen ist.
Extra für Touristen entwickelte Strukturen meiden wir in der Regel - wir reisen und leben meistens überwiegend so, wie es auch die Einheimischen tun. Dafür brauchen wir natürlich mehr Zeit und nehmen das wie gesagt in Kauf
zuletzt bearbeitet 09. Dez. 2015
1'794 Beiträge · seit 201309. Dez. 2015 · #4
Hallo BerLin, ich kann Christians Ausführungen nur bestätigen!

...und ich muss mich jetzt zusammen nehmen,um nicht noch deutlichere Worte zu verlieren 😐 😗 🤩 !

LG NOGRILA
2'512 Beiträge · seit 200909. Dez. 2015 · #5
Hi BerLin,

wenn die "heisse Phase" eurer Planerei den Kauf und das folgende Lesen und Verstehen eines Reiseführers beinhalten sollte, wären 99 % deiner Fragen beantwortet. Christian hat es nur etwas freundlicher verpackt, lies seine Aussage nochmals in Ruhe durch.

Ich habe mal einen gestrandeten Hitcher auf Drängen von Beamten am Vet Fence mitgenommen, weil er da längere Zeit nicht weg kam. Und ihr wollt gleich zu mehreren trampen?

Ich würde ein Buch drüber schreiben an deiner Stelle, wenn du zurück bist. Wäre mal was Neues.

kopfschüttelnde Grüsse,
fotomatte
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
1'287 Beiträge · seit 200809. Dez. 2015 · #6
Hallo BerLin,
BerLin schrieb:
Fahren per Anhalter ist verboten,
Wie ist denn möglich, dieses Verbot praktisch umzusetzen?
Das musst Du wohl selbst entscheiden. Christian (travelnambia) hat Dich nur darauf hingewiesen, dass dies im Land verboten ist.
BerLin schrieb:
wenig praktikabel und kann gefährlich sein.
Sprichst du da aus eigener Erfahrung? Warum soll das gefährlicher sein als Mietauto zu fahren?
Nun Du weisst eben bei per Anhalter fahren nicht bei wem Du einsteigst. Du bist den "Fahrkünsten" ausgeliefert und bist im Zweifel mit technisch sehr fragwürdigen Fahrzeugen unterwegs.
BerLin schrieb:
In Nationalparks kommt ihr so auch nicht rein.
Wieso?
In Nationalparks darf man als Reisender nur mit dem eigenen Auto fahren. Alternativ wären geführte Pirschfahrten. Die könnten aber im Zweifel Eurer Budget sprengen, ausserdem müsstet Ihr auch irgendwie zu den Startpunkten dieser Hirschfahrten kommen.
BerLin schrieb:
Also: so planlos (sorry für die deutlichen Worte) wie ihr da rangeht, werdet ihr keinen Spaß haben.
Planlos? Wir haben die Route eigentlich in Details geplant. Nein, Unterkünfte ein Jahr im Voraus reservieren wie es viele hier machen, werden wir sicher nicht.
Nun eine Tour per Anhalter zu planen ist ja eher kontraproduktiv. Hier solltet Ihr wohl eher sehen was geht. Die Unterkünfte sind zum Teil sehr abgelegen, da müsstet Ihr auf jeden Fall im Vorfeld wissen wann ihr wo sein werdet (mit der Unsicherheit die Per Anhalter-Fahrend mit sich bringt. Aus Zeitgründen kann man u.U. keine Alternativen anfahren (oder in Eurem Fall trampen)
BerLin schrieb:
Auf vielen Straßen in Namibia kommt alle Stunden mal ein Auto vorbei; dass Euch das gerade mitnimmt ist auch eher unwahrscheinlich.
Warum ist das unwahrscheinlich? In Mongolien, dem Land mit der vergleichbaren Bevölkerungsdichte, funktioniert Trampen auf Anhieb. Lange Wartezeiten nehmen wir natürlich in Kauf.
Viele der Autos sind z.T. schon voll (mit Menschen, Tieren, Sachen) oder es sind Touristenautos. Diese nehmen i.d.R. keine Anhalter mit.
BerLin schrieb:
Wild campen ist in Namibia zwar erlaubt, praktisch aber kaum möglich, da in Nationalparks, privatem Farmland und Kommunalgebieten verboten bzw. nur mit Genehmigung gestatte..
Ist diese Aussage auch durch praktische Erfahrung begründet? Wenn ja, welche und bei wem soll man ggfs. die Genehmigung holen?
Auch hier gibt es praktische Probleme. gerade im Süden sind die Farmen wirklich groß. Selbst wenn Ihr im Erlaubnis ob des Campen fragen wolltet, müsstet Ihr die 10km zum Haus von der Strasse auch irgendwie überwinden. Wir haben einmal im Süden versucht irgendwo mit einem Wohnmobil zu campen und haben über viele km nur Farmland (eingezäunt) vorgefunden.

Gruß
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
zuletzt bearbeitet 09. Dez. 2015
5'538 Beiträge · seit 200809. Dez. 2015 · #7
Guten Tag, BerLin,

dass Ihr per Anhalter fahren wollt, macht Ihr ja wohl aus Kostengründen. Eine Alternative zum Weiterkommen ist die, dass Ihr mit den "Ovambotaxis" fahrt, die von fast allen größeren Städten nach Norden oder Süden fahren. Feste Abfahrzeiten haben die aber nicht. Ihr müsst an eine der Halte-/Sammelstellen in Katutura (Windhoek) oder Mondesa (Swakopmund), den Preis zu Eurem Ziel aushandeln und dann einsteigen und warten, bis der Bus voll ist. Das kann 10 Minuten, aber auch 5 Stunden dauern, denn der Bus fährt erst, wenn auch der letzte Platz verkauft ist.

Allerdings kommt Ihr damit nicht in die Nationalparks, weil diese Fahrzeuge dort nicht reinfahren. Aber ohne Fahrzeug (ob Bus oder eigenes Fahrzeug) kommt Ihr nicht in die NPs (außer vielleicht Sossusvlei und Fish River Canon), da die Fahrzeuge wegen der wilden und nicht ungefährlichen Tiere keinesfalls verlassen werden dürfen. Das gilt insbesondere für die Etosha - und Namibia ohne Etoscha ist wie ein Apfelkuchen ohne Sahne.

Alles in allem finde auch ich Eure Idee als so gut wie nicht durchführbar an.

Liebe Grüße
Gerd
33,1k Beiträge · seit 200609. Dez. 2015 · #8
Hallo BerLin,

vorab: Du kannst mir, der hier in Namibia lebt, glauben... oder Euren Urlaub an irgendeiner Straßenecke oder Tankstelle in Windhoek mit "dem Daumen raus" verbringen. Nehmt Euch einen Mietwagen! DIe Mongolei ist komplett anders struktuiert und viel mehr auf Backpacker ausgerichtet - hier gibt es keine Backpacker in Namibia.
Warum ist das unwahrscheinlich? In Mongolien, dem Land mit der vergleichbaren Bevölkerungsdichte, funktioniert Trampen auf Anhieb. Lange Wartezeiten nehmen wir natürlich in Kauf.
Ok, wenn "lange Wartezeiten" auch mal ein Tag sein kann, ist das ja kein Problem. ein Farmer nimmt Euch vielleicht mal von einem Dorf mit zum Tor seiner Farm. Da steht ihr dann, bis vielleicht in 2 oder 3 Tagen mal ein Auto vorbei kommt.
Wie ist denn möglich, dieses Verbot praktisch umzusetzen?
da wo Leute (Enheimische!) dazu tendieren auf eine Mitfahrgelegenheit zu warten, stehen große Verbotsschilder. An jeder größeren Ausfallstraße z.B. um Windhoek gibt es Polizeikontrollen.
Kennt jemand vielleicht eine Website, wo man den Fahrplan nachschauen kann?
www.TransNamib.com.na - steht übrigens auch in jedem Reiseführer.
Sprichst du da aus eigener Erfahrung? Warum soll das gefährlicher sein als Mietauto zu fahren?
eine ernsthafte Frage? Du willst mit wildfremden Menschen fahren und schätzt deren Verhalten genauso ein, als wenn Du mit Dir selber fährst. Na dann.
Wieso?
Glaubst Du im Ernst, dass Euch ein Tourist mitnimmt, wenn es durch Etosha geht? Utopisch!
Das wäre die nächste Frage - wie ist tatsächlich das Wetter in welcher Region?
Regenzeit - mehr kann man nicht voraus sagen. Es kann alles unter Wasser stehen oder es gibt eine Dürre und alles ist trocken.
Ist diese Aussage auch durch praktische Erfahrung begründet? Wenn ja, welche und bei wem soll man ggfs. die Genehmigung holen?
Gesetz. Nationalparks nur auf erlaubten Campingplätze, bei privatem Farmland den Farmer um Erlaubnis fragen (faktisch also ausgeschlossen - da Du ja nicht weiß welchem Farmer das Land gehört), Kommunalland (Dorfältesten fragen - faktisch ausgeschlossen, wie solltet ihr den finden - ohne Fahrzeug?).

Also, mein gut gemeiner Ratschlag: Mietet Euch ein Auto und guckt dann, was ihr aufgrund der Regenzeit machen könnt.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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zuletzt bearbeitet 09. Dez. 2015
Gast09. Dez. 2015 · #9
Leute, die sind jung, unerfahren, unbefangen,mutig und scheinbar auch unbelehrbar, kommen aus dem wilden Berlin und er ist sagar aus dem noch wilderem Russland. Lasst sie doch ihre eigenen Erfahrungen machen und sich die Hörner abstoßen. Wie sie das ganze Trinkwasser transportieren wollen weiß ich allerdings auch nicht..... 🙁

Hurryup
Themenstarter100 Beiträge · seit 201509. Dez. 2015 · #10
"Ich würde ein Buch drüber schreiben an deiner Stelle, wenn du zurück bist. Wäre mal was Neues."
Einige Bücher darüber existieren schon - die Mitglieder der Russischen Academy of Free Travels waren in Afrika schon vor zehn Jahren per Anhalter unterwegs. Unsere Freunde waren sogar drei Jahre in Afrika mit dem Budget von 1 Dollar/Tag für zwei Personen; wir sind da weniger eingeschränkt, ein Mietauto kommt für uns jedoch nicht in Frage, da keiner von uns einen Führerschein besitzt.
Dass wir Etosha besuchen wollen und Spaß haben wollen, habe ich übrigens in keiner meiner Fragen erwähnt.
Das Problem mit dem Trinkwasser ist uns bewusst, mit der Entfernung zu den Unterkünften auch.
Eine Alternative zum Weiterkommen ist die, dass Ihr mit den "Ovambotaxis" fahrt, die von fast allen größeren Städten nach Norden oder Süden fahren. Feste Abfahrzeiten haben die aber nicht. Ihr müsst an eine der Halte-/Sammelstellen in Katutura (Windhoek) oder Mondesa (Swakopmund), den Preis zu Eurem Ziel aushandeln und dann einsteigen und warten, bis der Bus voll ist. Das kann 10 Minuten, aber auch 5 Stunden dauern, denn der Bus fährt erst, wenn auch der letzte Platz verkauft ist.
Genauso funktioniert das, wenn man per Anhalter fährt, nur muss man nicht warten, bis etwas voll ist und nicht dafür zahlen 🙂
eine ernsthafte Frage? Du willst mit wildfremden Menschen fahren und schätzt deren Verhalten genauso ein, als wenn Du mit Dir selber fährst. Na dann.
Ich bin schon zig mal getrampt in verkehrstechnisch viel gefährlicheren Gegenden, wie z. B. die Ukraine, Balkanländer oder Südostasien. Wenn man selbst am Steuer sitzt, ist man dem unvorhersehbaren Verhalten anderer Fahrer bzw. Tiere genauso ausgesetzt. Autofahren ist generell gefährlich, aber leider gibt es noch keine alternative Technologie, mit der man größere Distanzen überwinden könnte.
33,1k Beiträge · seit 200609. Dez. 2015 · #11
Hi BerLin,
Russischen Academy of Free Travels waren in Afrika schon vor zehn Jahren per Anhalter unterwegs
Afrika ist ein Kontinent mit 52 Staaten. Keiner hat gesagt, dass Du nicht in Afrika (irgendwo) trampen kannst - in Namibia aber nicht. Dann schließt Euch einer Tourigruppe an, wenn ihr nicht fahren dürft.
Genauso funktioniert das, wenn man per Anhalter fährt, nur muss man nicht warten, bis etwas voll ist und nicht dafür zahlen.. / Ich bin schon zig mal getrampt in verkehrstechnisch viel gefährlicheren Gegenden, wie z. B. die Ukraine, Balkanländer oder Südostasien.
Du musst es ja wissen 😉 Nur mal so zum Nachlesen (übrigens stehen "Ovambotaxis" auf Platz 1 der Negativstatistik): "Verkehrstote weltweit - Verkehrstote weltweit" http://www.welt.de/motor/news/article125050897/Verkehrstote-weltweit.html

Gute Reise wünscht
Christian
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zuletzt bearbeitet 09. Dez. 2015
Themenstarter100 Beiträge · seit 201509. Dez. 2015 · #12
kommen aus dem wilden Berlin
Wieso denn das? Ich komme aus München.
5'538 Beiträge · seit 200809. Dez. 2015 · #13
Genauso funktioniert das, wenn man per Anhalter fährt, nur muss man nicht warten, bis etwas voll ist und nicht dafür zahlen

Nein, so funktioniert das eben in Namibia nicht. Es gibt ganz selten mal Autofahrer, die Anhalter mitnehmen. Und wenn ein schwarzer Autofahrer wirklich mal anhalten sollte, dann fragt er Dich zuerst, was Du zu den Spritkosten beisteuerst. Umsonst - fast undenkbar.

Aber Du kannst ja völlig neue Erfahrungen sammeln - ich wünsche Dir und Deinem Freund viel Spaß dabei.

Liebe Grüße
Gerd
Themenstarter100 Beiträge · seit 201509. Dez. 2015 · #14
Afrika ist ein Kontinent mit 52 Staaten. Keiner hat gesagt, dass Du nicht in Afrika (irgendwo) trampen kannst - in Namibia aber nicht. Dann schließt Euch einer Tourigruppe an, wenn ihr nicht fahren dürft.
Doch, mit Namibia hatten die meisten Hitchhiker gute Erfahrungen - man wartet zwar lange, aber fährt dann schnell und effizient.
Dass man ausgerechnet in DEM Land, wo man trampen will, nicht trampen kann - das bekommt man als Tramper auch über so ziemlich jedes Land zu hören. Spricht da eigentlich jemand aus eigener Erfahrung?
224 Beiträge · seit 201309. Dez. 2015 · #15
Hallo BerLin,

ihr seid bestimmt nicht die ersten oder letzten Reisenden, die Namibia als Anhalter durchqueren wollen.....aber ihr seid eine absolute Rarität.
Das gibt insbesondere für euer Vorhaben fürs Damaraland, als Brandberg bis hoch nach Palmweg und Sesfontein.

Wenn Ihr es wirklich durchzieht, dann schreibt hier bitte einen Reisebericht. Aber Euer Unternehmen hat eher etwas von einer extremen körperlichen und psychischen Herausforderung.

Das Wetter kann niemand für nächstes Jahr voraussagen. Aber Namibia ist für Extreme bekannt. Also Temperaturen jenseits der 40°C und teilweise Tagesamplituden von über 30°C.
Dieses Jahr herrscht horrende Trockenheit (und viele Veldbrände). Keiner weiss, ob die Regenzeit noch mal richtig kommt. Oder, wenn sie kommt, ob nicht gleich wieder in apokalyptischer Dimension.

Der Wasserverlust durch Schwitzen wird auch häufig unterschätzt, weil der Schweiss schneller verdunstet als er nachproduziert wird. Also das T-Shirt bleibt schön trocken aber die Salzränder werden immer grösser.
Ich komme auf 2,5 bis 5 Liter Flüssigkeit pro Tag und Person, plus Kochsalz und Magnesium zum Ausgleich.

Noch etwas: spätesten oben im Damaraland braucht ihr ab Einbruch der Dunkelheit ein Zelt als Barriere bei Tierkontakt.

Zum Thema Auto/ Trampen. Namibia hat eine bedauerliche Unfallstatistik. Das liegt an vielen Ursachen u.a. Trunkenheit, Drogenmissbrauch, Raserei auf Schottenpisten, gefährlichen Überholmanövern, Tierkontakt.
Häufiger Unfallmechanismus ist das seitwärts Überschlagen (sogenanntes Rollen) nach Ausweichmanövern oder Reifenpatzern.
Korrekt gegurtete Insassen können so etwas mit einiger Wahrscheinlichkeit überleben. Personen auf der Ladefläche kommen meisten nicht so gut weg. Steht mindestens einmal im Monat in der AZ, häufig mit vielen Toten und vielen Schwerverletzten.

Wie gesagt, ich will Euch den Spass nicht verderben.
LG, RB
1'667 Beiträge · seit 201109. Dez. 2015 · #16
Hallo BerLin,

da Du ja anscheinend sowieso alles schon besser weißt, verstehe ich Deine Fragen nicht. Umso mehr bewundere ich die Geduld einiger Fomis, die hier ernsthaft und mit großer Sachkenntnis antworten. Vielleicht solltest Du Dich für die ernstgemeinten Hinweise zumindest bedanken.

Mach einfach Dein Ding wie geplant, alle hier würden sich dann danach über einen kurzen Bericht freuen.

LG

Montango

P.S. andere afrikanische Länder würden sich für Dein Vorhaben sicher besser eignen. Namibia ist m.E. dazu die schwierigste Wahl.
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
zuletzt bearbeitet 09. Dez. 2015
1'086 Beiträge · seit 200909. Dez. 2015 · #17
Hallo zusammen,

BerLin will das durchziehen.

Je mehr ihr davon abgeraten wird desto stärker ihr Wille es zu machen und sei es aus Trotz. Das ist halt so, da kann man nichts machen. Möglich ist es, aber nicht so einfach wie sie es sich vorstellt. Man weis ja nicht wem sie da etwas beweisen möchte. Ich habe jedenfalls vor jemandem der auf solche Art Namibia bereisen möchte keinen Respekt.

Gruß Klaus
Themenstarter100 Beiträge · seit 201509. Dez. 2015 · #18
da Du ja anscheinend sowieso alles schon besser weißt, verstehe ich Deine Fragen nicht. Umso mehr bewundere ich die Geduld einiger Fomis, die hier ernsthaft und mit großer Sachkenntnis antworten. Vielleicht solltest Du Dich für die ernstgemeinten Hinweise zumindest bedanken.
Ich habe am Anfang folgende Fragen gestellt:
Hat jemand ein paar Tipps zu Wanderrouten in Namibia, v.a. in der Nähe von Sesfontein? Wir denken dabei vor allem an ein- bzw. zweitägige Wanderungen. Gibt es in Sesfontein günstige Übernachtungsmöglichkeiten (z. B. bis 20 Euro/Doppelzimmer)?
Wie sieht es aus mit Brandberg und Damaraland? Gibt es auf den hinführenden Straßen Verkehr? Muss man dort für den Eintritt zahlen?
War jemand auf Erongo-Plateau? Lohnt es sich, dorthin zu fahren? (Landschaft? Tiere?)
Wie sind in Wirklichkeit die Temperaturen in der Wüste um diese Jahreszeit?
Davon wurde konkret nur eine Frage beantwortet.
Ob Namibia zum Trampen geeignet ist, habe ich nicht gefragt, zumindest nicht diejenigen, die damit selbst keine Erfahrung haben.
Wenn ich überlebe (ich habe ohnehin vor all den Sachen Angst, und laut euren Antworten wäre die Entscheidung, Namibia ohne eigenes Auto oder zumindest Car-Sharing zu bereisen fast wie ein selbstausgesprochenes Todesurteil), schreibe ich hier natürlich einen Reisebericht.
785 Beiträge · seit 200809. Dez. 2015 · #19
Hi BerLin,

wie heißt der Spruch: "Alles geht,nur der Frosch hüpft"!

Klar geht es auch per Anhalter irgendwie durch Namibia zu kommen, ob dies aber sinnvoll ist und ob ihr bei dieser Art des Reisend Spaß haben werdet, hm, keine Ahnung!!

Es gibt ja auch Menschen, die stehen gerne in der Bullen-Hitze an Tankstellen und warten stundenlang auf was weis ich!

Für mich währe es auf jeden Fall nix, da würde ich lieber zuhause bleiben, oder mich einer Drifters-Gruppe ( oder ähnlich ) anschließen!

Euch dennoch alles Gute und viel Spaß, ihr solltet allerdings die wirklich gut gemeinten Ratschläge meiner Vorredner vielleicht doch noch mal überdenken und an eurem "Konzept" feilen!!


Viele Grüße


Markus
33,1k Beiträge · seit 200609. Dez. 2015 · #20
Hi BerLin,

Ich hatte deine konkreten Fragen beantwortet, dachte ich. Außer einem Campingplatz findest du nichts in Namibia zum Übernachten für 20 Euro. In der Gegend Kaokoveld, Damaraland und Brandberg kannst du dich ohne eigenen fahrbaren Untersatz nicht fortbewegen.

Ich spreche ubrigens aus 20 Jahren Erfahrung im namibischen Tourismus- und Transportgewerbe 😉

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 09. Dez. 2015