ganz lieben Dank für die wunderbaren Fotos aus dem Murchison Falls NP. Diese Wasserlandschaften dort sind einfach grandios und das kommt auch sehr gut in deinen Fotos rüber.
Herzliche Grüße Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
Raoul DukeThemenstarter44 Beiträge · seit 201315. Mai 2014 · #22
Hallo zusammen,
vielen Dank für euer Feedback. So macht es natürlich noch mehr Spaß die Reise noch mal Revue passieren zu lassen.... 🤪
Elsi2013116 Beiträge · seit 201315. Mai 2014 · #23
Hallo Raoul,
möchte mich Deiner Uganda-Reise anschließen. Bin sehr begierig auf Deine Erfahrungen, da wir nächstes Jahr ebenfalls nach Uganda reisen wollen.
Danke für Deine super Eindrücke vom Murchison. Es hilft die Zeit, bis wir selbst dort sein dürfen, zu überbrücken. Die Vorfreude steigt. Bitte schnell weiter schreiben.
Liebe Grüsse Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
Raoul DukeThemenstarter44 Beiträge · seit 201315. Mai 2014 · #25
Tag6: Goodbye Nile Safari Lodge. Wir haben unseren Aufenthalt hier wirklich genossen. Mit drei Nächten vor Ort für uns auch die längste Zeit an einem Ort auf unserer Reise. Es folgt der längste Fahrtag der Reise. Wir benötigen fast zehn Stunden für die 350 km, da die Straßen größtenteils schlechter sind als unsere deutschen Feldwege. Aber da das Auto ja repariert wurde, sind wir anfangs noch frohen Mutes und genießen die Fahrt, bei der wir das tägliche Leben der Menschen in Uganda beobachten können. Nach kurzer Zeit fängt es an zu regnen und hört auch erst am Abend wieder auf. Die ersten vier Stunden nicht weiter schlimm, doch dann fallen die Scheibenwischer aus. Erisa fährt tapfer weiter bis wir zu einem im Schlamm feststeckenden Lkw kommen. Er versucht unser Auto teils im Graben vorbeizumanövrieren und dann kam es wie es kommen musste…. Das Auto stellt sich quer und wir fahren uns ebenfalls im Schlamm fest. Kein Problem, kurz aussteigen und den Allradantrieb einschalten. Doch als Erisa die Zündung betätigt passiert…… Nichts! Glücklicherweise haben an dieser Stelle ein paar Einheimische schon eine Geldquelle gewittert und schieben uns an, was sich als nicht ganz einfach herausstellt, da die Reifen sich ja im Schlamm festgefahren hatten. Aber schlussendlich springt die Kiste wieder an und wir können aufatmen. Erisa bezahlt die Helfer, was diesen aber nicht genug ist und so wird wild diskutiert, bis einer auf’s Auto klettert und uns nicht weiterfahren lassen will. Erisa, wenig zimperlich, fährt einfach los, und so muss der erboste Helfer abspringen. Irgendwann hört auch endlich der Regen auf und wir legen die letzte Etappe durch riesige Teeplantagen zurück. Ziemlich kaputt erreichen wir schließlich das Chimpanzee Guesthouse kurz vor Fort Portal. Auch hier wieder sehr freundliche Begrüßung. Oh Wunder, wir sind die einzigen Gäste, bekommen ein Banda mit fantastischem Blick auf den Wald der wohl schon zum Kibale Nationalpark gehören muss. Nach einem sehr guten Abendessen fallen wir müde in’s Bett und können hier auf Grund des angenehmen Klimas (sehr viel kühler als im Murchison) wirklich gut schlafen. Unser Guide Erisa musste am Abend das Auto wieder reparieren lassen und kam demnach erst um 23 Uhr aus Fort Portal zurück, hatte als keine ganz so gute Nacht wie wir.
Raoul DukeThemenstarter44 Beiträge · seit 201315. Mai 2014 · #26
Glücklicherweise haben an dieser Stelle ein paar Einheimische schon eine Geldquelle gewittert und schieben uns an, was sich als nicht ganz einfach herausstellt, da die Reifen sich ja im Schlamm festgefahren hatten. Aber schlussendlich springt die Kiste wieder an und wir können aufatmen. Erisa bezahlt die Helfer, was diesen aber nicht genug ist und so wird wild diskutiert, bis einer auf’s Auto klettert und uns nicht weiterfahren lassen will. Erisa, wenig zimperlich, fährt einfach los, und so muss der erboste Helfer abspringen.
Haha, die sind also immer noch so geschäftstüchtig!!! 😈 🤪 😈
Jede Wette, dass die dort (N0 48 10.5 E30 44 45.5) die Pad noch zusätzlich künstlich bewässern. Uns haben sie auch schröpfen wollen. Soweit ich mich erinnere, war das 2012 unsere einzige etwas unangenehmere Begegnung mit den Menschen in Uganda, nicht wahr Picco?
Herzlichen Dank für die Fortsetzung und Grüße Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
Butterblume schrieb:Soweit ich mich erinnere, war das 2012 unsere einzige etwas unangenehmere Begegnung mit den Menschen in Uganda, nicht wahr Picco?
So ist es! 😄 Ich hab beim lesen die Bilder des im Schlamm steckenden Lieferwagens vor uns vor dem geistigen Auge gehabt... Wobei die Umfahrung ja eher schlimmer war und Jochen eine blutige Backe davontrug... 🤩
Raoul DukeThemenstarter44 Beiträge · seit 201317. Mai 2014 · #29
Tag7: Heute geht es weiter über Fort Portal und Kasese zum Queen Elisabeth National Park. Gerade in der Nähe von Kasese haben wir während der Fahrt einen wunderbaren Blick auf die Ausläufer des Ruwenzori-Gebirges. Eine mehrtägige Trekking-Tour zu den Gipfeln wäre sicher einer der besten Gründe dieses Land noch mal zu bereisen. Auf der Fahrt passieren wir eins der zwei Äquatordenkmäler in Uganda und knipsen, wie alle Touris, natürlich ein schönes Foto. Schon vor Erreichen des Nationalparks können wir von der übrigens sehr gut geteerten Straße aus eine Herde Elefanten sehen. Diese scheint es wenig zu stören, dass sie sich unweit einer viel befahrenen Straße aufhalten. Im Queen Elizabeth übernachten wir in der Kyambura Game Safari Lodge, die wieder traumhaft schön ist. Da man um zur Lodge zu kommen durch ein kleines Dorf fährt, ist hier der Unterschied besonders krass von Lehm- und Wellblechhütten zu schönen Pandas und Pool. An ebenjenem Pool relaxen wir dann auch erst mal ein bisschen und genießen bei einem kalten Getränk den Ausblick in den National Park. Am späten Nachmittag brechen wir zu einer Abendpirschfahrt auf. O-Ton Erisa: Haltet nach Löwen Ausschau, die anderen Tiere sehen wir sowieso….. Und tatsächlich, schon auf dem Weg zum Park sehen wir wieder Elefanten an der Straße und nach etwas Suchen dann auch die ersehnten Löwen. Außer uns steht noch ein weiteres Safarifahrzeug bei den Löwen, bei welchem der Fahrer leider den Motor laufen lässt, was die Löwen nach kurzer Zeit vertreibt. Allerdings fahren wir etwas später noch mal an die selbe Stelle und diesmal sind sogar fünf Löwen da, die faul im Gras liegen, sich gegenseitig putzen und sich von den schlussendlich zwölf Safarifahrzeugen nicht stören lassen. Wir beobachten die Löwen bis Sonnenuntergang und lassen, nach einem guten Abendessen, den Abend in der Lodge vor dem Kamin gemütlich ausklingen.
Raoul DukeThemenstarter44 Beiträge · seit 201317. Mai 2014 · #30
Raoul DukeThemenstarter44 Beiträge · seit 201317. Mai 2014 · #31
Raoul DukeThemenstarter44 Beiträge · seit 201319. Mai 2014 · #32
Tag 8: Pirschfahrt um halb sieben heißt Frühstück um sechs und Aufstehen um fünf! Es sind größtenteils die gleichen Safarifahrzeuge wie am Vortag unterwegs und alle auf der Suche nach den Löwen. Leider erfolglos. Trotzdem ist es schön im Morgengrauen durch den Park zu fahren der ebenfalls größtenteils aus Savanne mit einigen Bäumen und Büschen besteht. Wir beobachten die allgegenwärtigen Antilopen und sehen auf dem Weg zu einem Kratersee eine Hyäne die Straße kreuzen. Nach einem kurzen Besuch in einem Fischerdorf, machen wir uns auf den Rückweg zur Lodge. Am Nachmittag steht wieder eine Bootsfahrt auf dem Programm, diesmal auf dem Kazinga Kanal, der den Lake George mit dem Lake Edward verbindet. Nach anfänglicher Enttäuschung, da das Boot wirklich extrem langsam fährt, wird es eine sehr schöne Fahrt. Sehr lange halten wir uns auf der gegenüberliegenden Uferseite zur Mweya Safari Lodge auf, da sich hier eine große Herde Büffel Abkühlung verschafft. Kommentar eines amerikanischen Touristen zu einem im Wasser schwimmenden Büffel, umringt von Krokodilen: „He’s chilling in the river because of the heat“, Antwort Guide: „No, he’s dead!“ Wir sehen neben den Büffeln viele Vögel, Krokodile, Hippos, Elefanten und als absolutes Highlight einen Leoparden mit Beute im Maul (Manguste), der am Hang entlangläuft. Big Five completed! Auf dem Rückweg sehen wir wieder jede Menge Elefanten. Nach einem Busch steht unser Auto direkt neben einem großen Bullen, so nah, wir hätten ihn fast anfassen können. „Greifen Elefanten Autos an?“ frage ich Erisa. „Die warnen vorher“ meint er ganz entspannt. Wir musterten uns gegenseitig, schnell ein paar Fotos und dann weiter bevor er sich gestört fühlt und sich doch dafür entscheidet unser ohnehin schon etwas lädiertes Auto weiter zu demolieren.
Raoul DukeThemenstarter44 Beiträge · seit 201319. Mai 2014 · #33
Raoul DukeThemenstarter44 Beiträge · seit 201319. Mai 2014 · #34
Raoul DukeThemenstarter44 Beiträge · seit 201320. Mai 2014 · #36
picco schrieb:Hoi Roul
🤩 Ich hab ja schon viele Leo's gesehen, aber: -Noch nie einen in Uganda! -Noch nie einen mit Beute im Maul!
🤩 NEID!!! 🤩
War schon wirklich toll und wir haben halt auch gar nicht damit gerechnet. Auch in der Lodge mussten wir den Angestellten die Fotos zeigen, damit sie uns geglaubt haben..... 😄
Raoul DukeThemenstarter44 Beiträge · seit 201321. Mai 2014 · #37
Tag 9: Weiterfahrt in den Südteil des Queen Elisabeth Nationalparks, genannt Ishasha, nach dem Ishasha Fluss, der von Uganda in die demokratische Republik Kongo fließt. Nach ca. zweieinhalbstündiger Fahrt durch die schöne Landschaft und dichten Wald inklusive immer wieder Pavianhorten auf der Straße, starten wir gleich mit einer ersten Pirschfahrt. In Ishasha sind alle Safarifahrzeuge auf der Suche nach den nur hier lebenden Baumlöwen (Löwen die auf Bäume klettern, was Löwen normal nicht tun, weiß auch keiner wieso sie das gerade hier machen). So telefoniert Erisa ständig mit den anderen Guides, ob denn jemand Löwen gesichtet hat. Und tatsächlich, sie wurden gefunden, allerdings nicht im Park, sondern in der Nähe der Straße, von der wir kamen. Also fuhren wir wieder ein ganzes Stück zurück und ca. 150 Meter von der Stelle an der wir unterwegs „Pinkelpause“ gemacht haben liegen vier Löwen im Baum, allerdings leider etwas weit weg und Erisa will mich auch nicht zu Fuß etwas näher gehen lassen um bessere Fotos machen zu können. Weiter geht die Fahrt in’s Savannah Hotel, einchecken, Käffchen trinken und dann steht auch schon wieder eine Abendpirschfahrt auf dem Programm. Wir scheinen das einzige Safarifahrzeug im Park zu sein und es herrscht nach dem gerade herniedergegangenen Regen eine ganz spezielle Stimmung. Wir nehmen die Gerüche der Savanne intensiv wahr und die wunderschöne antilopengesäumte Landschaft erstrahlt in weichem Licht. An einem abgelegenen Campingplatz, der allerdings momentan nur von Pavianen bewohnt wird, führt uns eine Rangerin zu einigen Hippos im Ishasha-Fluss. Die ganze Zeit hören wir immer lauter werdendes Geraschel neben uns in den Büschen und als wir gerade gehen wollen, brechen zwei große Elefanten ein paar Meter neben uns durch’s Unterholz. Wir checken unsere Fluchtmöglichkeiten ab und entscheiden uns besser nicht loszurennen (Buchtipp: Don’t run, whatever you do!). Als die Elefanten uns sehen, sind sie wohl ebenso erschrocken, machen kehrt und verschwinden wieder im Dickicht. Glück gehabt! Zurück im Hotel geht’s zum Abendessen und da das Savannah Hotel internationale Küche bietet, können wir hier mal wieder ein leckere Pizza genießen…mmmmhhhhh
Raoul DukeThemenstarter44 Beiträge · seit 201321. Mai 2014 · #38
THBiker1'366 Beiträge · seit 201122. Mai 2014 · #39
Raoul Duke schrieb:Tag 9: ..auf der Suche nach den nur hier lebenden Baumlöwen (Löwen die auf Bäume klettern, was Löwen normal nicht tun, weiß auch keiner wieso sie das gerade hier machen). ...
Zuerst mal danke für den Bericht. Baumlöwen gibt es auch woanders. Anscheinend versuchen die Löwen den lästigen (Tsetse-)Fliegen zu entkommen, indem sie in höhere Regionen klettern und dort wohl etwas ihre Ruhe haben.