Wechselkurs EUR zu NAD/ZAR über 1:13

106 Antworten · 15,3k Aufrufe · gestartet 01. Juni 2013 von Guido.
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1'182 Beiträge · seit 200626. Jan. 2015 ·
Hallo hurryup,

Deine Überlegungen kann ich durchaus zu großen Teilen nachvollziehen, allerdings nicht die Art der Präsentation. Mich stört besonders, wie das Engelstrompete auch schon gesagt hat, dass Du hinter dem Schleier der Anonymität nach allen Seiten austeilst - und zwar ziemlich grob. Wenn man das will, sollte man es mit offenem Visier machen. Sonst empfinde ich es als unverschämt, auch wenn der Inhalt zumindest teilweise verständlich ist.

Gruß,
Bernd
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4'142 Beiträge · seit 200926. Jan. 2015 ·
Hallo,
ging es hier nicht mal um den Wechselkurs???????
Ich kann so gar nicht nachvollziehen, was hier so angegenseitigen Gemeinheiten ausgetauscht wird.
Daher mal zurück zum Thema:
Natürlich ärgere ich mich sehr über den derzeitigen Verfall der Euro. Davon betroffen sind vor allem meine Planungen für 2016 in den Ländern, wo in Afrika mit US$ umgerechnet wird, das macht manches schon erheblich teurer.
Auch gibt der Euro gegenüber dem Rand nach. Ich habe aber mal nachgeschaut, was ich bei meinem ersten Namibiaaufenthalt im Jahr 1998 gezahlt bzw. umgetauscht habe. Da stand der Nam$ zur Mark(!) 3 : 1 !!! Das heißt, ich habe für meine gute alte DM nur 3 Nam$ bekommen!
Da kann ich dann zur heutigen Situation - auch wenn sie mich persönlich auch ärgert - nur sagen, es wird auf einem sehr hohen Niveau gejammert!
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
ThemenstarterGast26. Jan. 2015 ·
Hallo,
Burschi schrieb:Ich habe aber mal nachgeschaut, was ich bei meinem ersten Namibiaaufenthalt im Jahr 1998 gezahlt bzw. umgetauscht habe. Da stand der Nam$ zur Mark(!) 3 : 1 !!! Das heißt, ich habe für meine gute alte DM nur 3 Nam$ bekommen!
Da kann ich dann zur heutigen Situation - auch wenn sie mich persönlich auch ärgert - nur sagen, es wird auf einem sehr hohen Niveau gejammert!
Bei solchen Vergleichen kommt es (wie bei Aktienkursentwicklungen) für die gewünschte Aussage nur darauf an, den richtigen Referenzzeitpunkt zu wählen 😉.

Zur Euro-Einführung 1999 stand der Wechselkurs zu ZAR/NAD bei knapp 1:7. Die kumulierte Inflation in Deutschland seit 1999 liegt bei etwa 35%, die in Namibia bei etwa 300%. Ein vergleichbarer Wechselkurs wäre dann bei etwa 13,6 gegeben und insofern ist es aktuell teurer als vor 16 Jahren 😉

Beste Grüße

Guido
ThemenstarterGast26. Jan. 2015 ·
Hallo,


Ich habe bei Gondwana mal freundlich nach einer Erläuterung gefragt und prompt eine Antwort bekommen.
gern nehmen wir Stellung zu Ihrer Anfrage. Vielen Dank, dass Sie uns die Möglichkeit geben, unsere Position darzulegen. Wir möchten zunächst betonen, dass uns alle unsere Gäste herzlich willkommen sind, damit natürlich auch unsere deutschen Besucher.

Zu unserer Preisstruktur: 90% unserer Gäste werden durch lokale Reiseveranstalter auf unsere Lodges gebracht. Unsere lokalen Reiseveranstalter arbeiten wiederum mit Reiseveranstaltern in Übersee zusammen, die ihre Kundschaft aus Reisebüros beziehen. Da wir als Lodgegruppe am Ende dieser Kette stehen, müssen wir unseren lokalen Reiseveranstaltern 30-40% Provision zahlen. Uns bleibt also letztlich nur 60-70 Prozent des Übernachtungspreises.

10% unserer Gäste sind Direktbucher. Diese Direktbucher sind durch die oben genannte Preisstruktur natürlich furchtbar im Nachteil. Wir beraten bei Gondwana schon seit einiger Zeit darüber, wie wir dem Direktbucher im Einvernehmen mit unseren Partnern in der Tourismusindustrie finanziell entgegenkommen können. Da von unserer Seite eine gewisse Abhängigkeit besteht, ist das gar nicht so einfach, ohne jemanden zu verärgern. Wir hoffen sehr, für Online-Direktbucher bald mit einer Lösung aufwarten zu können.

Nur 5% unserer Gäste sind Namibier, sie machen damit die Hälfte der 10% Direktbucher aus. Und das, obwohl wir bereits 2006 die Gondwana Karte mit 50% Rabatt für die lokale Bevölkerung eingeführt haben. Damit wollen wir Namibiern das Reisen im eigenen Land ermöglichen und gleichzeitig das Bewusstsein unserer Landsleute für die Natur, ihre nachhaltige Nutzung und den Naturschutz stärken. Das Durchschnittseinkommen hier in Namibia ist wesentlich geringer als in Europa oder Nordamerika. Das Reisen im eigenen Land ist für Namibier kaum erschwinglich, wie man an der geringen Buchungsrate deutlich sehen kann. Deshalb haben wir uns auch entschlossen, namibischen Direktbuchern nicht nur 30 sondern 50 % Rabatt zu gewähren. Daran verdienen wir nicht mehr viel.

Ferner ist es uns mithilfe dieses Rabatts für Namibier möglich, in der Nebensaison ( Januar bis Juni) unsere Bettenbelegung zu steigern. Diese Monate sind die Hauptreisezeit für unsere lokale Bevölkerung, während Gäste aus Übersee eher in der zweiten Jahreshälfte anreisen. Auf diese Weise können wir unser Personal durchgehend beschäftigen, gut schulen und den lokalen Gemeinschaften in der Umgebung unserer Lodges ein geregeltes Einkommen sichern.

Sie sehen also, wir wollen Sie keinesfalls für „dumm“ verkaufen oder Sie aufgrund Ihrer Herkunft diskriminieren. Wir würden uns sehr freuen, wenn unsere Antwort Sie zufriedenstellt und wir Sie wieder als Gast begrüßen dürfen.

Sie können unsere Antwort gern in den sozialen Medien veröffentlichen. Bitte lassen Sie uns die Links zukommen, damit wir die Diskussion verfolgen können.
Pluspunkt 1 für Gondwana: Man hat überhaupt geantwortet und sich nicht weggeduckt.
Pluspunkt 2 für Gondwana: Man hat sehr schnell geantwortet.
Pluspunkt 3 für Gondwana: Im Rahmen dessen, was man auf so eine für den Anbieter unangenehme Anfrage hin erwarten kann, ist das eine ziemlich smarte Antwort.

Logischerweise bin ich immer noch kein Fan der doppelten Preise, aber viel besser reagieren und kommunizieren, als Gondwana das hier tut, kann man nicht. Respekt.


Beste Grüße

Guido
5'538 Beiträge · seit 200826. Jan. 2015 ·
OFF TOPPICS:

Liebe Fomis,

die ganze Diskussion über Rabatte und Feilschen und ich weiß nicht alles - ich verbinde die Diskussion hier nämlich gleich mit dem Thread von namiblandy Preise kein Thema - fand ich anfangs sehr interessant. Die Tonlage aller Diskussionsteilnehmer war zwar nicht immer sehr fein geschliffen, aber gut erträglich. Langsam, aber sicher werden beide Threads/ Diskussionen aber zu einer Farce, weil - wie immer - von unverrückbaren Standpunkten aus diskutiert wird, ohne dass man sich auch nur einen mm bewegt. Dafür wird dann der Ton schärfer und/oder es wird, um seinen Standpunkt zu untermauern, mit Unterstellungen gearbeitet, die ich absolut nicht nachvollziehen kann.

Nehmen wir das Beispiel von Peter 08 - bitte nicht böse sein, aber es lässt sich an diesem Beispiel so schön verdeutlichen, was ich meine.

Ausländische Gäste werden bereits via Preistafel öffentlich zu Melkkühen, über die Gefühlslage der Einheimischen in den billigen Betten lässt sich nur spekulieren.

Wieso lieber Peter, glaubst oder unterstellst Du diese Denkweisen. Warum welcher Lodgebesitzer was bei seiner Kalkulation gedacht hat, das entzieht sich doch eindeutig unserem Wissen. Ob er sie als '"Melkkühe" ansieht oder ob er einfach - wie es fast im ganzen Afrika üblich ist - für Leute aus hochindustrialisierten Ländern einen der Konkurrenz angeglichenen Preis verlangt, das entzieht auf jeden Fall unserer Kenntnis. Es sei denn, wir hätten ihn gefragt und er hätte uns das gesagt.

Und wieso - zumindest interpretiere ich Deine zweite Aussage so - soll sich ein Einheimischer in den billigen Betten schlecht fühlen? Ich jedenfalls tue das nirgendwo auf der Welt. Denn die billigen Betten bekommt man - wie schon mehrfach angeführt - überall - in Afrika, in Europa und in Amerika. Allerdings ist es z. B. bei dem Hotel in HH eben ein persönlicher Rabatt, weil der Gast clever genug war, den Listenpreis nicht zu akzeptieren und zu verhandeln, während die "schweigende Mehrheit" den Listenpreis akzeptiert hat. Und bei einigen Hotels und Lodges hier (oder auch Hotel-/Lodges-Gruppen) wollen die Verantwortlichen halt nichtmit jedem Gast diskutieren müssen und gewähren deshalb Resident- und manchmal wie in Kenia noch zusätzlich Citizen-Rabatte. Dass Ausländer auch hier Rabatte bekommen können, darauf hat Armin schon hingewiesen.

Das war nur ein Beispiel. Aber ich weiß, dass einige von Euch das einfach nicht akzeptieren wollen und werden. Und da frage ich mich wirklich, warum? Ist es Neid, der nach meiner Interpretation bei dem einen oder anderen Fomi durchdringt? Das würde ich schon gar nicht verstehen. Wisst Ihr eigentlich, wie wenig nicht nur die einfachen Menschen, sondern auch die sogenannte Upper Class in Namibia verdient? Das ist kaum mehr als ein gut verdienender Facharbeiter in Deutschland hat. N$ 600,000 oder sogar 800,000.00 hört sich zwar immer ganz horrend an, aber es sind kaum mehr als umgerechnet € 50.000,00 bis € 65.000,00. Hat da mal jemand von Euch drüber nachgedacht? Und das sind hier meistens Familieneinkommen, denn im Gegensatz zu Deutschland gehen hier die wenigstens Eherauen arbeiten. Eine Farmerfrau z. B. hat erstens den großen eigenen Haushalt, meist mindestens drei (oft auch mehr) Kinder zu betreuen und muss sich um den Gästebetrieb kümmern. Da hat sie für eine Anstellung außerhalb der Farm keine Zeit. Und wisst Ihr, was die Menschen hier für ihre Kinder an Schulgeld bezahlen müssen, an eigener Altersvorsorge jeden Monat zur Seite legen und was hier eine Krankenversicherung kostet? Rechnet das mal alles von dem Einkommen der Besser-Verdienenden ab. Da verbleibt garantiert nicht so viel wie bei der Facharbeiter-Familie, bei der die Ehefrau noch einen Halbtages- oder Ganztagesjob im Büro hat.

Guido, ich spreche ganz gezielt Dich an. Ich weiß, Du wirst all die Argumente nicht akzeptieren, denn Dir geht es um gleiches Recht für alle. Aber ist das dann gerecht?

Liebe Grüße (noch) von der sonnigen Atlantikküste
Gerd

Leider habe ich den Brief von Gondwana erst nach Absenden meines Statements gelesen.
Ob es dann sehr viel anders ausgefallen wäre, weiß ich nicht. Denn es bestätigt eigentlich alles, was ich gesagt habe - nur in viel besserem Stil und mit vielen zusätzlichen Argumenten (Veranstalterkosten!)
zuletzt bearbeitet 26. Jan. 2015
33,1k Beiträge · seit 200626. Jan. 2015 ·
Moin zusammen,

erstaunlich finde ich - auch wenn es komplett hier Off Topic ist 😉 - dass Gondwana den Buchungsanteil von Namibiern mit 5 % angibt. Wenn nicht zu Gondwana, wohin gehen dann meine Landsleute? Angeblich (laut HAN, NTB etc.) sind mittlerweile etwa 30 % der Übernachtungsgäste in Namibia lokale Personen. Frage mich dann wirklich, wo diese übernachten. Kann ja nicht nur an Ferienwohnungen für 2 Wochen in Swakopmund zur Weihnachtszeit liegen...

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
ThemenstarterGast26. Jan. 2015 ·
Hallo,
Gerd1942 schrieb: Wisst Ihr eigentlich, wie wenig nicht nur die einfachen Menschen, sondern auch die sogenannte Upper Class in Namibia verdient? Das ist kaum mehr als ein gut verdienender Facharbeiter in Deutschland hat. N$ 600,000 oder sogar 800,000.00 hört sich zwar immer ganz horrend an, aber es sind kaum mehr als umgerechnet € 50.000,00 bis € 65.000,00. Hat da mal jemand von Euch drüber nachgedacht? Und das sind hier meistens Familieneinkommen, denn im Gegensatz zu Deutschland gehen hier die wenigstens Eherauen arbeiten.
Das durchschnittliche Haushaltsnettoeinkommen (also aller Verdiener einer Familie) liegt in Deutschland bei 35.000 EUR und nicht bei 50.000 oder 65.000 EUR. Die Facharbeiter, die 50.000 oder 60.000 verdienen, mag es vereinzelt bei Audi und ähnlichen Arbeitgebern geben. Die Mehrheit der Facharbeiter kommt nicht mal auf die Hälfte davon. Und genau da liegt möglicherweise ein Problem: Es liegt der Irrglaube vor, das alle europäischen Namibiareisenden unendlich viel reicher als Namibier sind und deshalb viel mehr bezahlen können. In bezug auf Durchschnitssnamibier vs. Durchschnittsdeutscher ist das auch völlig zutreffend. Nur der Durchschnittsnamibier ist sowie so in keiner Lodge. Eine harte Statistik zur Untermauerung kann ich nicht liefern, aber ich unterstelle mal, dass der durchschnittliche namibische Lodgegast nicht ärmer ist, als der durchschnittliche deutsche Gast. Was ich so mitbekommen habe, fahren die deutschen Teilnehmer dieses Forums nicht alle eine Mercedes S-Klasse und residieren auch nicht alle in 500qm-Villen.
Gerd1942 schrieb:Guido, ich spreche ganz gezielt Dich an. Ich weiß, Du wirst all die Argumente nicht akzeptieren,
Gerd, ich diskutiere gern mit Dir, mit Christian und vielen anderen hier. Im Gegensatz zu einem Hurryup, der argument- und substanzfrei nur ein bisschen provozieren will und deshalb am besten ignoriert wird, begründet Ihr Eure Positionen. Das man am Ende keinen Konsens erreicht, finde ich nicht schlimm. Es hilft dann trotzdem, andere Positionen zu verstehen, zu begreifen, wie da die Gedankengänge sind. Ich bin im Übrigen auch nie jemandem böse, wenn er mir hier erbittert Kontra gibt.

Was die Frage nach gerecht oder ungerecht anbetrifft, müsste man für ein wirkliches Urteil über statistische Daten verfügen, die keiner hat. So gehen wir eben jeweils von unterschiedlichen Annahmen uns und natürlich glaubt jeder von uns ganz fest, das seine Annahme die richtige ist. 🙂

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 26. Jan. 2015
2'664 Beiträge · seit 201226. Jan. 2015 ·
travelNAMIBIA schrieb:Moin zusammen,

erstaunlich finde ich - auch wenn es komplett hier Off Topic ist 😉 - dass Gondwana den Buchungsanteil von Namibiern mit 5 % angibt. Wenn nicht zu Gondwana, wohin gehen dann meine Landsleute? Angeblich (laut HAN, NTB etc.) sind mittlerweile etwa 30 % der Übernachtungsgäste in Namibia lokale Personen. Frage mich dann wirklich, wo diese übernachten. Kann ja nicht nur an Ferienwohnungen für 2 Wochen in Swakopmund zur Weihnachtszeit liegen...

Viele Grüße
Christian
Hallo Christian,
ich erinnere Dich an einen früheren Beitrag, den Du so treffend formuliert hattest.

Nach meinen eigenen Erfahrungen: Wenn man in Beherbergungseinrichtungen, sei es im Caprivi oder Sonstwo, sog. Locals antrifft, sind es in der Regel Leute, die auf Staatskosten übernachten (Regional Councils, Windhoeker Beamte etc.) wie man unzweifelhaft an den GRN Kennzeichen ablesen kann. Solche Leute finden sich vermutlich auch in den Statistiken wieder.

Grüße
H.
2'338 Beiträge · seit 200726. Jan. 2015 ·
Hallo zusammen

Ich kann mich noch gut an die Zeit kurz vor der Unabhängigkeit Namibias erinnern, als die UNTAG- Friedenstruppen ins Land kamen. Gerade in Swakopmund war man ganz eilig damit beschäftigt, in Restaurants (könnte sie beim Namen nennen) neue Menue-Karten zu kreieren, eine Sorte für die Einheimischen, zu denen wir damals netterweise auch gezählt wurden 🙂 und eine für UNTAG-Mitglieder mit unvergleichlich höheren Preisen. Es bestand also bereits damals der Trend, gewisse Leute zu melken, da die UNTAG-Leute ja scheints zu den Besserverdienenden gehörten, und bei den Weissen eh nicht beliebt waren.
Das war dann wohl in Namibia Geburt des Zweipreise-Systems.

@Guido
Du sollst wissen, dass ich voll deiner Meinung bin und ich möchte mich bei dir mal für deine vielen äusserst informativen Beiträge bedanken. 😘

Herzliche Grüsse aus Kenia
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
1'927 Beiträge · seit 200827. Jan. 2015 ·
Lieber Gerd,

vielen Dank für Deinen mal wieder sehr moderierenden Beitrag.

Du wirst mir gestatten, eine Kleinigkeit Deines Kommentares zu meinen zitierten Beitrages zu ändern. Die unterschiedlichen Preise nach Nationalitäten entspringen nicht meiner Denkweise, sondern sind einfach Fakt! Damit kann ich gut leben, es wundert mich nur, mit welcher Selbstverständlichkeit dies in Namibia geschieht und von einigen noch vehement unterstrichen wird.

Gondwana (Danke Guido) hat in der Stellungnahme nun eine andere Tonlage angeschlagen, die ein gewisses Bewusstsein vermuten lässt. Interessant sind doch die Zahlen.

Die 5 % der ausländischen Selbstbucher sorgen für 13 % des Gesamtumsatzes, hatte ich auch so vermutet.

Erstaunlich wird es dann beim Cashflow. Wenn Gondwana kalkuliert, dass beim halben Einheimischenpreis noch etwas übrig bleibt - unterstellen wir hier mal 5 % - so bleiben beim Ausländer dann 55 % Gewinn, das ist das 11-fache 😉

schöne Grüße
Peter
zuletzt bearbeitet 27. Jan. 2015
5'538 Beiträge · seit 200827. Jan. 2015 ·
Danke, lieber Peter,

Du hast Recht.

Der Beitrag von Gondwana hat einige Punkte geklärt und - das hatte ich, obwohl ja früher selbst ein wenig in der Branche tätig, vergessen - ist der wesentliche Grund für den "Einheimischen"-Rabatt, dass bei denen keine Vermittlerkosten (deutsches Reisebüro, deutscher Veranstalter und namibischer Zwischenveranstalter) anfallen. Das sind natürlich enorme Beträge und ich finde es gut, dass Gondwana diese Ersparnisse bei Einheimischen weitergibt. Bei den deutschen Direktbuchern dürfen sie das garantiert aufgrund der Verträge mit den Veranstaltern nicht machen und deshalb müssen die darunter leiden.

Übrigens kenne ich mindestens eine Lodge, die unabgängig davon, ob man In- oder Ausländer ist, Direktbuchern (leider nur auf Anfrage) den gleichen Rabatt von ca. 25 % einräumt. Es wäre interessant zu hören, ob andere Fomis auch solche Unterkünfte kennen.

Liebe Grüße von der Atlantikküste
Gerd
557 Beiträge · seit 200927. Jan. 2015 ·
Hallo,

Gerd 1942 schrieb:
Übrigens kenne ich mindestens eine Lodge, die unabgängig davon, ob man In- oder Ausländer ist, Direktbuchern (leider nur auf Anfrage) den gleichen Rabatt von ca. 25 % einräumt. Es wäre interessant zu hören, ob andere Fomis auch solche Unterkünfte kennen.
bei ein oder zwei Reisen habe ich unerwartet und ungefragt 10 % Nachlass in unterschiedlichen Lodgen erhalten.

Freundliche Grüße

Eto
Reisebericht: Nördliches Tansania u. Sansibar 2010 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/153776-reisebericht-noerdltansania-usansibar-febr-2010.html
2'346 Beiträge · seit 200627. Jan. 2015 ·
@ Gerd
Gerd1942 schrieb:Übrigens kenne ich mindestens eine Lodge, die unabgängig davon, ob man In- oder Ausländer ist, Direktbuchern (leider nur auf Anfrage) den gleichen Rabatt von ca. 25 % einräumt. Es wäre interessant zu hören, ob andere Fomis auch solche Unterkünfte kennen.
...kenne ich auch welche 🙂

Gruß
Armin
Gast27. Jan. 2015 ·
Gerd schrieb:

Übrigens kenne ich mindestens eine Lodge, die unabgängig davon, ob man In- oder Ausländer ist, Direktbuchern (leider nur auf Anfrage) den gleichen Rabatt von ca. 25 % einräumt. Es wäre interessant zu hören, ob andere Fomis auch solche Unterkünfte kennen.


Armin schrieb:

...kenne ich auch welche 🙂

Eto schrieb:

bei ein oder zwei Reisen habe ich unerwartet und ungefragt 10 % Nachlass in unterschiedlichen Lodgen erhalten.

Na, dann veröffentlicht mal schön die entsprechenden Lodges. Die Touroperator, die von den Buchungsprovisionen leben werden sich freuen zu erfahren, welche Lodges sie "ausbooten"!

Es gibt Rack Rates für Privatpersonen und STO Rates für gewerbliche Bucher. Da ist auch Sinn dahinter, denn sonst müßten die Buchungsbüros ihren Aufschlag zusätzlich auf die Rack Rate aufschlagen. Für den Urlauber, der nicht selbst buchen möchte, würde es also teurer! Das ist den Schnäppchenjägern hier aber wahrscheinlich egal, denn es geht ja nur um sie.
Lodges, die STO Rates an private Kunden vergeben, graben sich langfristig ihr eigenes Grab, weil Buchungsbüros sie ignorieren werden.

Das war doch jetzt gar nicht so unfreundlich, oder? 🙂

Hurryup
5'538 Beiträge · seit 200827. Jan. 2015 ·
Hallo Zusammen,



nein - ich werde die Namen nicht veröffentlichen und zwar genau aus den Gründen, die hurryup hier nennt und ich denke, das werden die anderen Fomis auch nicht machen - zumindest nicht öffentlich hier im Forum.

Liebe Grüße von der Atlantikküste
Gerd
Gast27. Jan. 2015 ·
Hallo Cécile,

ich bin dir ja noch eine Antwort schuldig......

Du hast geschrieben:

nachdem Du zwar schon länger hier angemeldet bist aber erst in diese beide Posts sehr forsch ran gehst, erzähle dochmal was über Dich 🙂

Zu mir:

Ich komme aus dem südlichen Niedersachsen, bin 48 Jahre alt, wiege 85 kg, schon etwas grauhaarig, Schuhgröße 44, bin verheiratet und war schon ca. 15 mal im südlichen Afrika, davon die meiste Zeit in Namibia. Um mich privat zu kontakten, kann man mir jederzeit über die PN schreiben.

Reicht das für eine "Aufnahme" in diesem Forum oder möchtest du noch meine Telefonnummer? 😉

Für mich bedeutet "ein Volk zu respektieren" dass ich besuche, nicht nur, dass ich nicht "Neger" sage oder ab und zu mal ein paar Dollar oder Rand einem Watcher gebe oder Bleistifte, Süßigkeiten oder meine gebrauchten Sachen verteile. Dort wo ich hinreise fühle ich mich als Gast und freue mich, wenn ich willkommen bin. Ich akzeptiere die Vorschriften, Gewohnheiten und Lebensweisen dieses Volkes, denn schließlich erwarten wir das in unserem eigenen Land auch.
Ich mag Menschen nicht, die meinen immer und überall müßte es so sein, wie sie es für richtig halten und immer an irgend etwas herumkritisieren müssen. Insbesondere dann, wenn sogar versucht wird, auch andere davon zu überzeugen, um dann gemeinsam, also stärker, etwas zu ihren Gunsten zu ändern (natürlich betrifft das nicht menschenrechtliche Entgleisungen oder andere unmenschliche Rituale, wie z.B. Beschneidungen o.ä.)
Ich meine dieses ewige einmischen in die normalen Lebensgewohnheiten, das ständige feilschen um einen besseren Preis, das weitergeben von Tips, wie man noch mehr Geld sparen kann!

Warum gönnt man den Menschen in dem Land in das man reist nicht den Verdienst, der auch angemessen ist. Ganz schrecklich finde ich, dass es oft gerade für Menschen in guten Vermögensverhältnissen (das setze ich bei mehrmaligen Jahresurlauben voraus), ein Sport oder gar Spass ist immer den günstigsten Preis zu bekommen. Dabei spielt es dann anscheinend auch keine Rolle, ob der andere noch genug verdient!

Mich begeistert die Einstellung "Leben und leben lassen" und das würde ich mir von einigen anderen Fomies hier auch wünschen!

Nun noch kurz ein nochmaliger Hinweis auf "die Klicke" hier im Forum. Es ist mittlerweile doch wohl jedem klar, dass hier ein ganz kleiner Kreis von Menschen meint, dass es IHR Forum ist. Nur weil es diesen ca. 50 Leuten nicht passt, wie ich etwas schreibe oder kritisiere, manchmal bewußt ironisch schreibe oder nicht in ihr Forumsbild passe, bin ich doch ein Forumsmitglied und wie die meisten 12000 Mitglieder -mehr oder weniger- anonym angemeldet. Man kann sich zwar darüber aufregen, WIE ich meine Meinung sage, aber solange ich niemanden beleidige, ist das doch ok.

Und nun mag sich wieder jeder den Schuh anziehen, der ihm passt,

Hurryup
5'538 Beiträge · seit 200827. Jan. 2015 ·
Hallo hurryup,

Mich begeistert die Einstellung "Leben und leben lassen" und das würde ich mir von einigen anderen Fomies hier auch wünschen!

Ich denke, dass fast alle hier Deine Ansichten - nicht nur den obigen Satz, der mir am besten gefallen hat - teilen. Denn die wenigsten hier sind Schnäppchenjäger, auch wenn das in diesem und dem Thread von namiblandy manchmal etwas anders klinkt. Aber nicht jeder fährt hier fährt mehrfach im Jahr in Urlaub und die allerwenigsten mehrfach nach Afrika. Das sind die absoluten Ausnahmen. Die anderen müssen sich schon überlegen, was sie ausgeben. Dass es dann manchmal zu einer Pfennigfuchserei wird, das verdanken wir der deutschen Werbung. Wer Jahre lang auf "Geiz ist geil" gedrillt worden ist, der fragt dann manchmal Sparmöglichkeiten, die absolut irrelevant sind. Aber das ist so und da solltest Du nicht drüber verzweifeln.

Ich mag Menschen nicht, die meinen immer und überall müßte es so sein, wie sie es für richtig halten und immer an irgend etwas herumkritisieren müssen.
Das ist nun einmal die Natur des Menschen, dass er das Tun anderer mit seinen Maßstäben misst und es am liebsten sähe, wenn er andere auch davon überzeugen könnte. Das ist doch ganz normal. Die Frage ist halt oft der Stil, mit dem Überzeugungen vorgetragen werden. Und da habe ich den Eindruck, dass das im wesentlichen in Ordnung ist. Sehen wir mal von den paar Oberlehrern, zu denen ich mich leider manchmal auch geselle, ab, dann ist das ein prima Forum, in dem man herrlich diskutieren kann.

Liebe Grüße von der Atlantikküste
Gerd
4'451 Beiträge · seit 200827. Jan. 2015 ·
Hallo Hurryup,

vielen Dank für deine Antwort. 🙂

Meine Absicht war es nicht Dich auszuhorchen, ich wollte nur mal die „Schärfe „ aus diesem Post nehmen.

Danke für Deine so sehr persönliche Daten. 😁
Meine so sehr persönliche „Daten“ bekommst Du aber nicht 😛

Der grund , das ich mich da eingemischt habe ,
ich empfinde es einfach sehr schade, das spezial Du , wie ich schon schrieb, so forsch reagiert hast und auch einige Fomies schon persönlich angegriffen hast. 😉

Du fragst :
Reicht das für eine "Aufnahme" in diesem Forum oder möchtest du noch meine Telefonnummer?

Ich bin die Letzte die darüber zu „richten“ hat ob man in diesem Forum „aufgenommen“ werden kann, das musst Du Dir schon selbst erarbeiten. 🙂

Es sind hier in der Tat einige Fomies , die mit ihren Sachlichen und fachlichen Rat uns immer wieder helfen.

Dafür steht dieses Forum , weil auch ich habe schon sehr viel Information hier bekommen für all meine Reisen ins Südliche Afrika.

Du schreibst :
„Mich begeistert die Einstellung "Leben und leben lassen" und das würde ich mir von einigen Anderen Fomies hier auch wünschen!“

Schön, das ist auch meine Einstellung, vielleicht ,weil man Dich ja nicht kennt, kannste mal die Ironie, wie Du schreibst , ein wenig lassen und freundlich antworten sowie es die Anderen auch machen. 🙂

Hier herrscht Meinungsfreiheit und nochmals , wie anderen oder wie oft anderen verreisen ist einzig und alleine deren Sache.. 😉 Das ist auch eine private Sache und das gehört hier einfach nicht hin.

Auch dieses „Feilschen , was Dich so auf die Palmen bringt, das sind doch 2 Erwachsene Menschen, Kunde und Anbieter, Ich glaube nicht, das der Anbieter in Namibia so nennen wir es mal „nicht Geschäftstüchtig“ genug ist um nicht auch sein „Vorteil“ zu erreichen. 😎

Nachdem ich mich da so stark gemacht habe , habe ich auch entschieden hier zu antworten, nun denke ich sind wohl alle Unklarheiten geklärt. 😁

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
zuletzt bearbeitet 27. Jan. 2015
ThemenstarterGast27. Jan. 2015 ·
Hallo,
hurryup schrieb:Ich komme aus dem südlichen Niedersachsen, bin 48 Jahre alt, wiege 85 kg, schon etwas grauhaarig, Schuhgröße 44, bin verheiratet und war schon ca. 15 mal im südlichen Afrika, davon die meiste Zeit in Namibia.
Ich verstehe das richtig: Das bist gar nicht wie angenommen Namibier oder Deutscher der dauerhaft in Namibia lebt? Sondern Du lebst in Deutschland und bist wie die meisten hier nur ab und zu für wenige Wochen als Tourist im südlichen Afrika?

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 27. Jan. 2015
Gast27. Jan. 2015 ·
Hallo Cécile,

du schreibst:

ich empfinde es einfach sehr schade, das spezial Du , wie ich schon schrieb, so forsch reagiert hast und auch einige Fomies schon persönlich angegriffen hast. 😉

kann ich mich gar nicht dran erinnern..... 🙂

Ich bin die Letzte die darüber zu „richten“ hat ob man in diesem Forum „aufgenommen“ werden kann, das musst Du Dir schon selbst erarbeiten. 🙂

Sorry, aber du gehörst für mich schon zum "Kreis der 50", die von "bei uns hier im Forum" schreiben, somit bin ich da doch letztendlich auch auf dein "good will" angewiesen..... 🙂

Es sind hier in der Tat einige Fomies , die mit ihren Sachlichen und fachlichen Rat uns immer wieder helfen.

Dafür steht dieses Forum , weil auch ich habe schon sehr viel Information hier bekommen für all meine Reisen ins Südliche Afrika.


Gar keine Frage, aber darf man deshalb nicht trotzdem mal was kritisieren....? 🙂

Schön, das ist auch meine Einstellung, vielleicht ,weil man Dich ja nicht kennt, kannste mal die Ironie, wie Du schreibst , ein wenig lassen und freundlich antworten sowie es die Anderen auch machen. 🙂

Ganz klar nein! Warum auch? So kommt doch mal etwas Leben in die Bude! (Ironie aus) 🙂

Hier herrscht Meinungsfreiheit und nochmals , wie anderen oder wie oft anderen verreisen ist einzig und alleine deren Sache.. 😉 Das ist auch eine private Sache und das gehört hier einfach nicht hin.

Da hast du ja recht, aber wenn es ganz allein ihre Sache ist, warum müssen sie es dann unbedingt allen anderen mitteilen und sich damit brüsten? Hätt sich niemand mitgeteilt, hätt ich auch nix gesagt.... 🙂

Auch dieses „Feilschen , was Dich so auf die Palmen bringt, das sind doch 2 Erwachsene Menschen, Kunde und Anbieter, Ich glaube nicht, das der Anbieter in Namibia so nennen wir es mal „nicht Geschäftstüchtig“ genug ist um nicht auch sein „Vorteil“ zu erreichen.


Oh je, da gehen meine Nackenhaare schon wieder etwas hoch..... 🙂 Ich finde, der Vergleich ist nicht ok, freundlich ausgedrückt.... 🙂

Nachdem ich mich da so stark gemacht habe , habe ich auch entschieden hier zu antworten, nun denke ich sind wohl alle Unklarheiten geklärt.

Ja, finde ich jetzt auch...... 🙂

Liebe Grüße,
Hurryup