Wechselkurs EUR zu NAD/ZAR über 1:13

106 Antworten · 15,3k Aufrufe · gestartet 01. Juni 2013 von Guido.
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2’346 Beiträge · seit 200624. Jan. 2015 ·
Hallo "Fruchtsalat",

mal ein konkretes Beispiel. Wenn du die - nicht ganz billige - Khowarib Lodge bei Sesfontein für zwei Nächte mit zwei Personen und Halbpension für Mai 2015 direkt buchst, bezahlst du dafür 5.376 N$. Beim aktuellen Wechselkurs wären das bei Zahlung per Kreditkarte rund 420 Euro. Bei großen deutschen Reiseveranstaltern steht die gleiche Leistung für 356 Euro im Katalog. Wenn du dann noch ein paar Prozente aushandelst, landest du leicht bei 340 Euro oder weniger. Das wären - unter der natürlich sehr theoretischen Voraussetzung, der Kurs würde sich bis zum Reiseantritt nicht mehr verändern - gerade mal 80 Euro für zwei Nächte gespart.

Viele Grüße
Armin
2’855 Beiträge · seit 201124. Jan. 2015 ·
oT. 🙁
Hallo Armin,

kann man wirklich bei den Anbietern Nachlässe aushandeln? Auf die Idee bin ich noch nie gekommen?
Eine interessante Rechnung, die Du aufmachst - bislang habe ich immer lieber direkt gebucht, da ich bei meiner ersten Buchung über einen Einzelbaustein Katalog auf die Nase gefallen bin.

(Meine Aussage bezog sich auf ein Gesamtpaket - individuell erstellt.)

Viele Grüße
Strelitzie
Gast24. Jan. 2015 ·
Hallo Armin,

du bist ja ein richtiger Sparfuchs! 🙂

Die großen deutschen Anbieter machen viele attraktive Lodges über lange Zeit mit ihren Blockbuchungen "dicht" . Sie reservieren viele Zimmer, manchmal alle und drücken als "Großkunde" den Preis. Oft bekommen sie die Zimmer dann doch nicht los und geben sie kurz vorher wieder frei oder verscherbeln sie zu Einkaufspreisen. Leider bekommen die Lodges die kurzfristig freigegebenen Zimmer dann manchmal nicht mehr vermarktet. Direktbucher haben teilweise keine Chance an Zimmer zu kommen, weil die großen Unternehmen sie blocken.

Mir geht diese Schnäppchenjagd ziemlich auf den Senkel, besonders bei Leuten, die teure Unterkünfte buchen (und es somit wahrscheinlich gar nicht nötig hätten).

Irgend einer oder irgend etwas bleibt bei dieser ewigen Preisdrückerei auf der Strecke, aber warum sollte man darüber nachdenken! Wir sind ja alle arme Harz4er, denen es viel schlechter geht, als den Namibianern....

Hurryup
ThemenstarterGast24. Jan. 2015 ·
Hallo,
hurryup schrieb:Die großen deutschen Anbieter machen viele attraktive Lodges über lange Zeit mit ihren Blockbuchungen "dicht" . Sie reservieren viele Zimmer, manchmal alle und drücken als "Großkunde" den Preis. Oft bekommen sie die Zimmer dann doch nicht los und geben sie kurz vorher wieder frei oder verscherbeln sie zu Einkaufspreisen. Leider bekommen die Lodges die kurzfristig freigegebenen Zimmer dann manchmal nicht mehr vermarktet. Direktbucher haben teilweise keine Chance an Zimmer zu kommen, weil die großen Unternehmen sie blocken.
Kein namibischer Anbieter ist gezwungen, diese Praxis mitzumachen. Viele namibische Anbieter stellen aus unbegreiflichen Gründen ihre Unterkünfte nicht auf Plattformen wie booking.com ein, obwohl das Einstellen typischerweise weder Gebühren noch monatliche Festkosten verursacht. Nur bei tatsächlichen Buchungen wird eine Provision fällig. Damit fehlt enorm Reichweite und man ist dann häufig auf Vermarktungspartner angewiesen (Reiseveranstalter, Touroperator, Buchungsagenturen), die deutlich höhere Rabatte einfordern, als Online-Buchungsplattformen an Provisionen verlangen.
hurryup schrieb:Mir geht diese Schnäppchenjagd ziemlich auf den Senkel, besonders bei Leuten, die teure Unterkünfte buchen (und es somit wahrscheinlich gar nicht nötig hätten).

Irgend einer oder irgend etwas bleibt bei dieser ewigen Preisdrückerei auf der Strecke, aber warum sollte man darüber nachdenken! Wir sind ja alle arme Harz4er, denen es viel schlechter geht, als den Namibianern....
Solange namibische Anbieter es sich leisten können, Namibiern für exakt die gleichen Leistungen nur die Hälfte zu berechnen wie uns Europäern, muss meines Erachtens niemand ein schlechtes Gewissen haben, wenn er nach Sparmöglichkeiten sucht.

Beste Grüße

Guido
5’538 Beiträge · seit 200824. Jan. 2015 ·
Hallo Zusammen,

@Guido:

Viele namibische Anbieter stellen aus unbegreiflichen Gründen ihre Unterkünfte nicht auf Plattformen wie booking.com ein, obwohl das Einstellen typischerweise weder Gebühren noch monatliche Festkosten verursacht.


Wie Du aber sicher weißt, haben booking.com oder hrs.de sogenannte Bestpreisklauseln, d. h. dass die Anbieter der Unterkünfte niemanden anders günstigere Preise anbieten dürfen. Dagegen versuchen zwar derzeit einige beim BGH in D vorzugehen, aber sie gelten dann immer noch außerhalb Deutschlands. Und das hieße zum Beispiel, dass all die Angebote für Einheimische dann Allgemeingültigkeit bekommen würden. Dann sind die Lodgen möglicherweise voller, aber der Gesamtertrag ginge in den Keller.

Damit fehlt enorm Reichweite und man ist dann häufig auf Vermarktungspartner angewiesen (Reiseveranstalter, Touroperator, Buchungsagenturen), die deutlich höhere Rabatte einfordern, als Online-Buchungsplattformen an Provisionen verlangen.

Das mag durchaus stimmen, aber m. E. ist der Hauptgrund für die von Armin geschilderten Abweichungen der Kursverfall. Wie Hurryup richtig schreibt, blocken die großen Anbieter die Unterkünfte schon 12 - 18 Monate im Voraus und sie haben auch die Preise auf so lange Sicht kalkuliert. Und sie decken sich deshalb häufig auch schon im Devisenterminhandel mit den erforderlichen Devisen ein. Und wenn dann der Kurs nicht stabil bleibt, dann sind die großen Anbieter entweder günstiger (wie jetzt, weil der € so schwach wird) oder teurer (in Zeiten steigender €-Kurse). Da wird übrigens im Gegensatz zu Hurryup (fast) nichts zu Einkaufspreisen verscherbelt, denn zum überwiegenden Teil sind Unterkünfte bei den Großveranstaltern so ab drei Monate vor Termin nur noch auf "Anfrage" zu bekommen, was nichts anderes heißt, als dass die Kontingente ausgebucht sind.

@hurryup
Du hast ja "erfrischende" Ansichten, aber wenn Du mit solchem "Charme" wie bisher bringst, wirst Du von den wenigsten Fomis wirklich ernst genommen.

Liebe Grüße von der sonnigen Atlantikküste
Gerd
Gast24. Jan. 2015 ·
Hallo Guido,

vielleicht denken namibische Unternehmer einfach nicht so wie europäische. Mir ist das sehr sympatisch! 🙂

Hast du bezüglich der Rabatte für Namibianer mal darüber nachgedacht, was der "normale" Namibianer im Verhältnis zu einem Deutschen im Monat verdient? Die freiwillige Regelung Einheimischen Rabatte zu geben, ist mir deshalb auch sehr symatisch! Aber vielleicht schaffen wir Europäer es ja noch, dass diese Rabatte eingestellt werden, denn ich glaube, dass es nur über eine Mischkalkulation möglich ist. Also lasst uns alle die gleichen Rabatte fordern, damit die Lodges endlich gleiche Preise für alle machen, nämlich hohe!
Für mich hört sich das nicht nur neidisch, sondern auch mißgünstig an!

Hurryup
Gast24. Jan. 2015 ·
Danke Gerd,

aber ich habe es aufgegeben everybodys darling sein zu wollen. Ich schreibe was ich denke, auf meine Art und manchmal ganz bewußt mit Ironie. Manche verstehen es, manche nicht und manche auch erst etwas später... 🙂

Hurryup
ThemenstarterGast24. Jan. 2015 ·
Hallo Gerd,
Gerd1942 schrieb:Wie Du aber sicher weißt, haben booking.com oder hrs.de sogenannte Bestpreisklauseln, d. h. dass die Anbieter der Unterkünfte niemanden anders günstigere Preise anbieten dürfen. Dagegen versuchen zwar derzeit einige beim BGH in D vorzugehen,
Da wird nicht mehr versucht dagegen vorzugehen, sondern die ist seit 2013 höchstrichterlich (BGH) verboten. Wie das international im Einzelnen gehandhabt wird, weiß ich nicht. Aber definitiv hat booking.com für unzählige Hotels weltweit regelmäßig nicht den niedrigsten Preis.

Davon abgesehen heißt eine Bestpreisklausel ja, das man bei den auf booking.com eingestellten Preisen keinen einzigen Cent Rabatt gewähren muss. Nur dann, wenn man man auf anderen Vertriebswegen bisher ohnehin schon günstigere Preise einräumt, dann muss man diese Preise auch auf booking.com gewähren.

Gästefarmen in Namibia operieren häufig mit Auslastungen von 15-20% im Jahresmittel. Die Auslastung zu erhöhen, ist da eigentlich der alles entscheidende Punkt. Wenn die sich bisher nur selbst vermarkten und meinetwegen 150 EUR pro Nacht und Zimmer verlangen, dann können sie exakt diese 150 EUR auch auf booking.com verlangen und wären im Einklang mit einer etwaigen Bestpreisklausel. Gewinnen tun sie dabei eine unglaubliche Reichweite und eine Buchungsoption in 42 Sprachen und eine Buchungsbetreuung durch ein Call-Center in 40 Sprachen. Das alles bei 0 EUR Investitionskosten und 0 EUR Fixkosten pro Jahr. Verstehe ich dann nicht, warum das nicht genutzt wird.

Um mal ein positives Beispiel zu nennen: Taleni in Namibia ist nach meinem Eindruck sehr gut positioniert und gemanagt. Das Desert Camp ist auf Bewertungsplattformen besser bewertet, als viele Luxusunterkünfte in der Umgebung, weil das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt. Die sind häufig ausgebucht und dürften im Jahresschnitt eine sehr hohe Auslastung haben. Ist sicherlich nicht der einzige Faktor, aber ist sicher auch kein Zufall, dass die über booking.com und andere Plattformen buchbar sind. Die machen es nach meinem Eindruck sehr richtig und mehr solche Angebote wären gut für den Tourismus in Namibia.

Mit den Wechselkurseffekten und dem Hedging bei großen Anbietern hast Du Recht. Das spielt natürlich auch eine Rolle.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 24. Jan. 2015
1’927 Beiträge · seit 200824. Jan. 2015 ·
Klasse, Net-Kurs 12,8, ich denke am Flughafen werden bestimmt 13 N$ für den Euro bezahlt !!

Wenn die Harz-Knete rechtzeitig kommt, kanns nächste Woche losgehen mit der Schnäppchen-Safari.

Als erstes wird in den Hinterhöfen von Katutura gleich mal ein Nam-Pass besorgt, dann lacht der Local-Bonus.

Freue mich schon auf die geldgierigen Schlaffis an den Rezeptionen. Ich werde sie drücken bis das Blut kommt, feilschen bis sie weinen und am Ende noch ein Upgrade verlangen....gratis versteht sich, so spielt die Musik in der Nebensaison.

Für was sonst macht man Ferien..... 😛
ThemenstarterGast24. Jan. 2015 ·
Hallo Hurryup
hurryup schrieb:Hast du bezüglich der Rabatte für Namibianer mal darüber nachgedacht, was der "normale" Namibianer im Verhältnis zu einem Deutschen im Monat verdient? Die freiwillige Regelung Einheimischen Rabatte zu geben, ist mir deshalb auch sehr symatisch!
Ich habe das schon x-mal hier geschrieben: Ich habe jedes Verständnis, wenn Namibier weniger oder gar keinen Eintritt für Etosha, Sossusvlei etc. bezahlen und Ausländer wie ich da kräftiger als bisher zur Kasse gebeten werden. Diese Sehenswürdigkeiten gehören Namibia und den Namibiern. Sollte sich jeder ohne zusätzliche finanzielle Hürden dran erfreuen können.

Bei Lodges etc. geht es um puren Luxus. Warum u.a. die doofen Deutschen da das Doppelte bezahlen und somit solidarisch den Luxus für Namibier, Südafrikaner usw. quersubventionieren sollen, erschließt sich mir nicht. Es geht eben nicht um essentielle Dinge des Lebens (Brot, Wasser, Bildung, medizinische Versorgung), bei denen ggf. Solidarität eingefordert werden kann, sondern um Luxus.

Mir ist auch noch nicht aufgefallen, dass Hotels in Deutschland für Deutsche nur die Hälfte dessen berechnen, was Gästen z.B. aus Katar in Rechnung gestellt wird. Solche Regelungen sind international absolut unüblich, weil sie eben logisch und betriebswirtschaftlich keinen Sinn machen.

Unterkünfte in Namibia werden häufig für ein schlechtes Preis-/Leistungsverhältnis kritisiert, d.h sie sind für die gebotene Leistung zu teuer. Die Anbieter argumentieren dann, dass sie einfach nicht günstiger anbieten können. Für bestimmte Kundengruppen können sie aber problemlos haargenau die selben Leistungen zum halben Preis erbringen, obwohl diese exakt die selben Kosten verursachen. Da komme ich logisch nicht so ganz mit - ist vermutlich ein persönliches Defizit von mir.

Wenn ich Namibier wäre, würde ich die angebotenen 50% Rabatt natürlich auch dankend mitnehmen. Es muss da niemand ein schlechtes Gewissen haben. Namibia als Tourismusstandort tut sich damit meines Erachtens aber überhaupt keinen Gefallen.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 24. Jan. 2015
5’538 Beiträge · seit 200824. Jan. 2015 ·
Hallo Guido,

Solche Regelungen sind international absolut unüblich, weil sie eben logisch und betriebswirtschaftlich keinen Sinn machen

jetzt spielst Du aber ganz bewusst den Dummen. Das ist in ganz Afrika so üblich, zumindest kenne ich das von Kenia, Zimbabwe, Südafrika, Botswana und Ägypten (ist allerdings gut 25 Jahre her). Und auch in den südamerikanischen Ländern Chile und Argentinien habe ich das kennengelernt. Normalerweise geht es hier gerade NICHT um die Luxusunterkünftem (denn die gewähren tatsächlich in den seltensten Fällen Sonderkonditionen), sondern um die Standard-Unterkünfte. Gondwana z. B. ist zwar gepflegt, aber ist das in Deinen Augen Luxus? Und dann scheinen mir die Deutschen auch nicht so doof wie Du das hinstellst. Du brauchst ja nur mal in diesem Thread (und vielen anderen) nachzulesen, wie die feilschen.

Auch betriebswirtschaftlich machen diese Rabatte Sinn. Denn häufig gelten sie nicht in der Hauptsaison und sie sorgen dann dafür, dass auch während dieser Zeit eine halbwegs vernünftige Auslastung besteht und die Angestellten nicht nach Hause geschickt werden müssen.

Aber ich weiß, dieses Thema und Air Namibia sind für Dich offensichtlich Reizthemen und da bist Du - genau wie ich - voreingenommen. In der Politik würde ich das jetzt eine Standpunktfrage nennen.

Liebe Grüße von der sonnigen Atlantikküste
Gerd

Gästefarmen in Namibia operieren häufig mit Auslastungen von 15-20% im Jahresmittel. Die Auslastung zu erhöhen, ist da eigentlich der alles entscheidende Punkt.

Meines Erachtens ein schlechtes Beispiel, denn bei den meisten (Gäste-)Farmen sind die Einkünfte aus Gästebeherbung Nebeneinkünfte. Die leben von der Landwirtschaft oder der Jagd. Wenn Du wirklich die Auslastung erhöhen willst, musst Du mehr Gäste ins Land bringen oder einfach viele Betriebe schließen (ich plädiere für die zweite Alternative, wenn es tatsächlich um die Auslastung geht). Und booking.com oder hrs.de oder Agoda.com bringen keine neuen Gäste ins Land, sondern sie fördern nur die Schnäppchenjäger übrigens mit jeder Menge von Rabatt- und Sonderangeboten, wie ich fast täglich aus deren Newletters ersehen kann. Anders aber TUI oder besser noch Berge und Meer, weil sie in Deutschland bzw. Europa mit den Reisebüros über ein dichtes Vertriebsnetz verfügen, dass auch von den nicht so Internet-Erfahrenen genutzt wird. . Die bieten Pauschalreisen an zu Preisen, an die selbst ein Schnäppchenjäger nicht dran kommt.
33,2k Beiträge · seit 200624. Jan. 2015 ·
Moin Guido,
Viele namibische Anbieter stellen aus unbegreiflichen Gründen ihre Unterkünfte nicht auf Plattformen wie booking.com ein, obwohl das Einstellen typischerweise weder Gebühren noch monatliche Festkosten verursacht.
das ist sogar weitestgehend (außer z.B. da, wo man keine Echzeitbuchund aufgrund von Kommunikationsproblemen abwickeln kann) absolut unverständlich. Wobei man sagen muss, dass mehr und mehr namibische Unterkünfte auf eine solche Lösung setzen. Nightsbridge, durch die man ja mit zig Portalen wie booking.com verbunden wird, hat in den letzten 2-3 Jahren als Lösung sich ungefähr in Namibia verzehnfacht. Ein richtiger Schritt wie ich finde!
Warum u.a. die doofen Deutschen da das Doppelte bezahlen und somit solidarisch den Luxus für Namibier, Südafrikaner usw. quersubventionieren sollen, erschließt sich mir nicht.
das Thema hatten wir ja schon häufiger. Du musst mal versuchen es aus anderen Sicht zu sehen. Du zahlt nicht das Doppelte, sondern den normalen Preis. Wir bekommen hingegen 30-50 % Rabatt. Für Dich würde sich bei Abschaffung des Namibier/SADC-Rabatts nichts ändern (außer vielleicht ein Gefühl der Genugtuung), denn es ist ja ein Irrgedanke, dass sich die Preise irgendwo dazwischen treffen würden. Alles was Du erreichst ist, dass den Lodges auch noch die paar Buchungen von Namibiern - die für den Cashflow von Gondwana & Co extrem wichtig sind - durch die Lappen gehen (weil sie Normalpreise zahlen sollen, dieses aber nie könnten).
Anders ist es z.B. bei einigen Ärzten in diesem Land. Die berechnen den Normalpreis bei einer Konsultation... außer es kommt ein Angolaner, der bekommt den Preis, nur dass N$ durch US$ ersetzt wird. Der sollte sich eher aufregen, da er drauf zahlt!
Mir ist auch noch nicht aufgefallen, dass Hotels in Deutschland für Deutsche nur die Hälfte dessen berechnen, was Gästen z.B. aus Katar in Rechnung gestellt wird.
Müssen sie ja auch nicht, könnten sie aber. Haben es aber wohl derzeit nicht nötig, was an der Kaufkraft des Lokalmarktes Deutschland liegen muss, diese anzubieten. Viele Freizeiteinrichtungen machen es hingegen. Ob man nun Rentnern, körperlich eingeschränkten Personen oder Staatsbürgern einen Rabatt gibt macht ja keinen Unterschied. Die Rentner in Deutschland sind zum Großteil die mit extrem viel Geld (warum ja auch die werberelevante Zielgruppe von 14-49 auf 14-65 erhöht wurde). Haben die Rabatte nötig, hat das Unternehmen was davon?

Viele Grüße aus Windhoek (immer noch dickste Wolken, aber es will kein Regen fallen)
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 24. Jan. 2015
ThemenstarterGast24. Jan. 2015 ·
Hallo Gerd,
Gerd1942 schrieb:Auch betriebswirtschaftlich machen diese Rabatte Sinn. Denn häufig gelten sie nicht in der Hauptsaison und sie sorgen dann dafür, dass auch während dieser Zeit eine halbwegs vernünftige Auslastung besteht und die Angestellten nicht nach Hause geschickt werden müssen.
Zum einen gelten 50% Rabatt für Namibier bei NWR, Gondwana usw. ganzjährig. Und natürlich macht es betriebswirtschaftlich absolut Sinn, in der Nebensaison mit günstigeren Preisen für eine gewisse Auslastung sorgen zu wollen. Aber auch mehr Ausländer würden da die Auslastung erhöhen, warum dann günstigere Preise nur für Namibier?
Gerd1942 schrieb:Aber ich weiß, dieses Thema und Air Namibia sind für Dich offensichtlich Reizthemen und da bist Du - genau wie ich - voreingenommen.
Vielleicht bin ich voreingenommen. In dem Punkt kann man sich selbst schlecht objektiv beurteilen. Ansonsten Reizthema? Nö. Ich diskutiere sicher gern "engagiert". Namibia ist für mich nach wie vor ein wunderschönes Land, das grundsätzlich als Reiseziel immer interessant ist. Aber ich war ein paar mal da, habe alles, was mich besonders interessiert, mehrfach besucht. Ich habe das Gefühl, nicht mehr zwingend hin zu müssen. Insofern kann ich mir das mit den Preisen und sonstigen Entwicklungen relativ entspannt angucken. Wenn das Gesamtpaket gerade für mich passt, fahre ich nach Namibia, sonst bringe ich mein Geld halt woanders hin. Es gibt genug Alternativen und in den letzten 2 Jahren hat es mit Namibia für mich halt nicht gepasst.
Gerd1942 schrieb:Wenn Du wirklich die Auslastung erhöhen willst, musst Du mehr Gäste ins Land bringen
Einerseits zeigen Statistiken, dass der Camping-Tourismus in Namibia stark wächst. Ich glaube nicht, dass das alles Hardcore-Camping-Fans sind, sondern das viele campen, weil Unterkünfte ihnen zu teuer sind. In den letzten 2 Jahren hat es sich ein bisschen umgedreht, weil die (extern ausgelösten) Wechselkurseffekte Unterkünfte in Namibia erheblich billiger gemacht haben. Davon abgesehen: Wie viele Gäste nach Namibia kommen, hängt ja auch sehr stark davon ab, wie teuer Namibia als Urlaubsziel ist, wie teuer eben auch Unterkünfte sind. Günstigere Preise würden natürlich die Auslastung erhöhen.

booking.com ist meines Erachtens nicht billiger als andere Plattformen und bedient nicht nur Schnäppchenjäger. Ich nutze das, weil Suche und Filteroptionen besser als auf anderen Plattformen sind, weil die Informationen zu Unterkünften in gut strukturierter Form geliefert werden, die mich wirklich interessieren. Und die Bewertungen auf booking.com sind auch glaubwürdiger, weil anders als bei Tripadvisor oder holidaycheck eben nur Diejenigen anschließend bewerten können, die die Unterkunft wirklich über booking.com gebucht haben.

In der Namibian Sun wird übrigens gerade Gitta Paetzold von HAN ausführlich zitiert und sie spricht dabei meines Erachtens zu 100% die richtigen Punkte an: Namibische Anbieter müssen ihr Online-Marketing verbessern. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist angesichts des globalen Wettbewerbes häufig ein Problem für Namibia. Im Hype um neue Märkte sollte man bloß nicht die etablierten Märkte (das ist bisher primär Deutschland) vergessen. Die regelmäßig wiederkehrenden Besucher sind ein extrem hoher Wert für Namibia.
http://www.namibiansun.com/environment/international-tourism-rankings-how-they-benefit-namibia.75880

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 24. Jan. 2015
Gast24. Jan. 2015 ·
Hallo Guido,

wie weit wir in der "westlichen Welt" mit deiner hochgepriesenen Logig gekommen sind, kann ja wohl jeder selbst sehen.

Warum erwarten wir eigentlich immer, dass alle anderen die gleichen Fehler machen sollen wie wir.....?

Wenn ich Lodgebetreiber wäre, würde ich auch versuchen die Preise auf einem guten Niveau zu halten, statt mich zu verrammschen. Dann lieber mal etwas weniger Auslastung, etwas Zeit zur Ruhe und für Reparaturen oder das Personal mal ein paar Tage zur Familie fahren lassen. Namibianer sind halt (zum Glück) keine Europäer!

Ich ess nicht jeden Tag Filet-Steak oder Scampies, warum also muss Namibia so billig sein, dass man teilweise sogar zweimal im Jahr hier Urlaub machen kann (wie einige Fomies).
Da wird auf hohem Niveau gejammert, denn es gibt auch genügend Menschen, die sparen einige Jahre, um sich das erlauben zu können. Vielleicht genießen/bewerten sie es dadurch aber auch mehr....

Hurryup
1’927 Beiträge · seit 200824. Jan. 2015 ·
travelNAMIBIA schrieb:
Zitat Guido:
Warum u.a. die doofen Deutschen da das Doppelte bezahlen und somit solidarisch den Luxus für Namibier, Südafrikaner usw. quersubventionieren sollen, erschließt sich mir nicht.
das Thema hatten wir ja schon häufiger. Du musst mal versuchen es aus anderen Sicht zu sehen. Du zahlt nicht das Doppelte, sondern den normalen Preis. Wir bekommen hingegen 30-50 % Rabatt......
Die Argumentation ist nicht richtig, weil Du ein europäisches Preisgefüge unterstellt, dies ist aber nicht der Fall.

Wir sprechen über eine Dienstleistung, die in Namibia vor Ort erbracht wird. Preisrelevante Faktoren wie Löhne, Fleischpreise, Energiekosten etc. sind wesentlich niedriger und rechtfertigen oft nicht einmal den Localtarif.

Bei nationalen, steuerfinanzierten Projekten mag das angehen, für private Unternehmen gibt es nicht den geringsten Ansatz, Einheimischen ganz unverblümt Rabatte einzuräumen.
ThemenstarterGast24. Jan. 2015 ·
Hallo Christian,
travelNAMIBIA schrieb:Du musst mal versuchen es aus anderen Sicht zu sehen. Du zahlt nicht das Doppelte, sondern den normalen Preis. Wir bekommen hingegen 30-50 % Rabatt.
😎
Ich versuche angestrengt eine andere Sicht zu bekommen. Aber wie ich es auch drehe und wende: Am Ende bleiben 200 Taler einfach das Doppelte von 100 Talern.
🤩
travelNAMIBIA schrieb:Müssen sie ja auch nicht, könnten sie aber.
Ja, könnten sie. Machen sie aber nicht. Warum wohl nicht? Weil der Katarer sich unwillkommen bis diskriminiert fühlen könnte, wenn er feststellt, das ihm ohne ersichtlichen Grund immer das Doppelte von dem berechnet wird, was ein Deutscher für exakt das selbe Hotelzimmer in Deutschland zahlt. Genau die gleiche Wahrnehmung kann man angesichts der Bepreisung in Namibia haben.

Aber siehe oben: Ich halte das zwar für grundfalsch und schädlich für den Tourismus, aber sollen sie das eben so machen. Es betrifft mich kaum. Ich glaube die Argumente sind hinreichend ausgetauscht und wir finden da halt keinen Konsens, was auch nicht schlimm ist. Es ab und an wieder zu thematisieren, ist vielleicht trotzdem nicht schlecht. Nicht das in Namibia der Eindruck entsteht, dass das eine durch und durch super Idee ist. Mit NWR zu kommunizieren ist ja komplett sinnlos, aber vielleicht sollte man mal Gondwana mal um eine Erklärung bitten.

Beste Grüße

Guido
Gast24. Jan. 2015 ·
Man man man, das ist kaum zu fassen....!

Um dies (Guido: Reiseberichte (einige): Namibia 2007+2011+2012 | Marokko 2008 | Südafrika/Botswana/Simbabwe 2009+2013+2014 | Oman 2010+2011+2012+2013+2014) alles machen zu können, bedarf es schon eines gewissen Vermögens (zumindest im Verhältnis zum normalen Volk) und wenn es dann aber für die wirklich teuren Sachen nicht reicht (oder man sich selbst gegenüber zu geizig ist....), dann sollen die Lodges ihre Preise rechtfertigen!

Hurryup
4’450 Beiträge · seit 200824. Jan. 2015 ·
hurryup schrieb:Man man man, das ist kaum zu fassen....!

Um dies (Guido: Reiseberichte (einige): Namibia 2007+2011+2012 | Marokko 2008 | Südafrika/Botswana/Simbabwe 2009+2013+2014 | Oman 2010+2011+2012+2013+2014) alles machen zu können, bedarf es schon eines gewissen Vermögens (zumindest im Verhältnis zum normalen Volk) und wenn es dann aber für die wirklich teuren Sachen nicht reicht (oder man sich selbst gegenüber zu geizig ist....), dann sollen die Lodges ihre Preise rechtfertigen!

Hurryup
Hallo Hurryup,

ich glaube nicht , das wir nun hier unsere Signature "erklären" oder rechtfertigen müssen 😉
Es geht hier einzeln und alleine um unterschiedliche Preise für unterschiedliche Nationen und ob man sich mit den Unterkünfte bzw Mietwagenfirmen auseinandersetzt ob man einen Preisnachlass bekommt. 😉 😉

Es gibt den Spruch , "wer den Mund nicht aufmacht , macht das Portemonaie auf "

Gruß
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
zuletzt bearbeitet 24. Jan. 2015
33,2k Beiträge · seit 200624. Jan. 2015 ·
Hi Guido,

klar, es ist das doppelte. Aber ich verstehe schlichtweg nicht, was das Problem ist. Was für einen Nachteil hast Du konkret davon, wenn Namibier etwas günstiger bekommen? Keinen! Den einzigen Nachteil haben die, die es uns günstiger geben... und die haben wohl ihren Grund warum sie es machen...
Namibische Anbieter müssen ihr Online-Marketing verbessern.
das ist absolut richtig was Gitta sagt. Und es gibt auch schon einige - zugegeben sehr wenige - die Online-Marketing äußerst professionell nutzen. Dazu zählen z.B. O&L Leisure (die so schätzungsweise 90 % ihres Marketingbudgets und -aufwandes in Online stecken) und Gondwana. Für viele Hobby-Hoteliers (Gästefarmen etc.) ist und bleibt Online-Marketing aber, wohl aufgrund von Unwissenheit und Desinteresse, ein No-Go.


Hi Peter
Die Argumentation ist nicht richtig, weil Du ein europäisches Preisgefüge unterstellt, dies ist aber nicht der Fall.Wir sprechen über eine Dienstleistung, die in Namibia vor Ort erbracht wird. Preisrelevante Faktoren wie Löhne, Fleischpreise, Energiekosten etc. sind wesentlich niedriger und rechtfertigen oft nicht einmal den Localtarif.
Ich unterstelle gar kein Preisgefüge von irgendwas. Zudem ist die Preisfindung etwas weltweit in der Marktwirtschaft gleiches: Angebot und Nachfrage. Wenn ich mit meinem gegebenen Preis die Nachfrage international erreiche, ist es ok. Wenn ich mit dem Preis meine Nachfrage im Inland nicht erreiche, dann nehme ich eben weniger.
Übrigens stimmt das mit den Löhnen nur bedingt. Klar, jeder einzelne Arbeiter ist günstig, ist aber ungefähr 1/10 so produktiv wie jemand in Deutschland. Oder warum denkst Du, stehen hier in Restaurants 30 Kellner rum? Aber das ist ein anderes Thema 🙂

Viele Grüße
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
ThemenstarterGast24. Jan. 2015 ·
Hallo Christian,
travelNAMIBIA schrieb:klar, es ist das doppelte. Aber ich verstehe schlichtweg nicht, was das Problem ist.
Wenn ein Hotel in Hamburg auf das Preisschild schreibt:
Deutsche 100 EUR
Namibier 200 EUR

Dann zahlst Du natürlich anstandslos 200 EUR und fragst nicht mal nach, was das soll, wo Du doch schließlich nur exakt die gleichen Kosten wie der Deutsche verursachst. Glaube ich ehrlich gesagt nicht so ganz. Und ja, ist ein theoretischer Fall. Vermutlich brauchst Du in Hamburg kein Hotel und vermutlich wäre so eine Bepreisung in Deutschland durch das AGG gesetzeswidrig.

Das Problem habe ich ansonsten versucht zu erklären: Man fühlt sich ggf. unwillkommen, abgezockt wenn man nur aufgrund anderer Herkunft das Doppelte bezahlen soll.

Beste Grüße

Guido