KTP: Katzen bei Tag und Nacht + Mokala

145 Antworten · 19,7k Aufrufe · gestartet 11. März 2013 von cfm2010
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103 Beiträge · seit 201223. März 2013 ·
Hallo cfm2010,
auch wenn ich mich erst jetzt zuschalte, habe ich deinen Reisebericht mit sehr großem Interesse verfolgt. Wir sind auch gerade erst seit einer Woche zurück aus Namibia und träumen noch sehr viel von dieser schönen Zeit. Und auf unserer nächsten Reise steht der KTP auch ganz oben auf unserer Liste!

Eine Frage habe ich noch: Weißt du welche Schlange es war? Wir haben nämlich eine ähnliche im Etosha gesehen, ebenfalls als sie eine Eidechse fing. Leider hat sie sich für ein Foto nicht so gut positioniert, sondern hat sich zwischen den Felsen verkrochen. Ich versuche mal das Bild hoch zuladen.




Glaube das klappt nicht.
Vielen Dank für deinen Bericht
Grüße
Rudi7
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103 Beiträge · seit 201223. März 2013 ·
Noch ein Versuch!
CIMG8368.JPG
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1’525 Beiträge · seit 201124. März 2013 ·
Guten Morgen Rudi,

grundsätzlich sind längsgestreifte Exemplare (in Südwest) ungefährlich, das heisst nicht giftig....

genaue Bezeichnung bin ich aber nicht sicher......Whip-snake.....grassnake....und weitere Namen

sind anwendbar......und kursieren........


mit freundlichen Grüssen,

BMW
Themenstarter326 Beiträge · seit 201124. März 2013 ·
5. Tag – KTP von Grootkolk nach Gharagab

Ich wache auf und schaue mich um. Das Bild habe ich noch heute in meinem Kopf. Rechts neben mir ist die Wand. Unten zu und oben sind alle ‚Fenster‘ mit Gaze offen. Links weiter vorne kommt die Tür, auch unten vollflächig zu und oben mit Gazefenster. Geradezu steht der Kühlschrank. Hoch und weiß. Weiter links der wirklich schöne Schrank (gefällt mir wirklich gut). Irgendetwas ist anders als die letzten Tage. Ja, ich wache auf und kann alles um mich herum sehen. Es ist hell.

Klingt banal, aber es ist bereits hell. Sonst war es immer dunkel beim Aufstehen. Das Bett neben mir ist bereits leer. Also schnell mal in die Schuhe geschlüpft, noch was drüber gezogen und nachgeschaut. Da steht meine zweite Hälfte am Zaun vor der Hütte mit der Videokamera vor der Nase. Die so netten linken Nachbarn sind auch schon wach. Ich bin also die Letzte. Ich greife mir die Kamera vom Tisch, grüße die Nachbarn still und trete ebenfalls an den Zaun. Direkt 10 m vor uns steht im Morgenlicht eine braune Hyäne. Eine braune Hyäne nur für uns (ohne Vogelbeobachter mit komischem Lautsprechergeschrei). Es ist ruhig. Die Hyäne ist schön. Das struppige Fell mit modernem Fransenschnitt. Der kleine hundeähnliche Kopf. Die Ruhe, die die Hyäne ausstrahlt. Sie ist nur 10 m entfernt und zeigt keine Scheu. Die Sonne geht gerade auf. Es muss also gegen 6:30 Uhr sein.



Nachdem ich unsere Hyäne ausgiebig betrachtet habe, schweifen meine Blicke in die Ferne. Weiter links kann ich noch eine zweite braune Hyäne sehen. Später erscheint sogar noch eine dritte braune Hyäne. Sie kommen und gehen. Es scheint als verschwinden sie rechts aus unserem Blickfeld, um dann um das Camp herum zu laufen, und links wieder zu erscheinen. Hoffentlich hat unser ‚camp assistent‘ die Hyänen bereits gesehen, denn seine Hütte steht hinter unseren Hütten. Nicht dass er etwas müde seine Treppe heruntersteigt und dann der Hyäne direkt ins Auge blickt.







Neben den Hyänen gibt es drei Red Hartebeest am Wasserloch. Von rechts kommen mehrere Gnus (ist bestimmt die kleine Herde von gestern Mittag). Es gibt lustige Szenen als die beiden Tierarten am Wasserloch aufeinander treffen. Zwischendurch stehen die drei Hyänen so schön Links, Mitte und Rechts verteilt, dass es fasst so aussieht als wollten sie in gemeinsamer Jagd angreifen. Aber keine Angst, es sind braune Hyänen und die jagen nicht gemeinsam auf solche großen Tiere. Das machen nur Tüpfelhyänen.





Der Rest des Morgens ist wie im Fluge vergangen. Irgendwie müssen wir gefrühstückt, Morgentoilette verrichtet, gepackt und das Auto eingeräumt haben. Erinnern kann ich mich erst an unsere Verabschiedung von den linken Nachbarn. Und dann mussten wir leider los, da es bereits kurz nach 9:00 Uhr war und der ‚camp assistent‘ dringend auf die Freigabe unserer Hütte wartete. Ja, Grootkolk ist so begehrt und in der Kombination mit Urikaruus hatte ich leider nur eine Nacht erwischt. Wir sind ja inzwischen der Meinung, dass Sanparks als Minimum zwei Nächte je Camp vergeben sollte. So mussten wir weiter – schade.

Die Fahrt geht nordwärts. Unser Tagesziel ist das Camp Gharagab. Wir sind gespannt. Hier bekommt man bei Sanparks eigentlich immer eine Unterkunft. Es liegt aber auch etwas ungünstig lt. Karte. Es gibt nur einen Weg hin und einen zurück (jeweils Einbahnstraßen). Ein kurzer Morgen – oder Abenddrive ist gar nicht möglich. Man ist jedes Mal mindestens 100 km unterwegs. Wir sind jedoch neugierig. Wie sieht es dort aus. Und da uns Grootkolk ja ‚rausgeschmissen‘ hat, schauen wir nach vorne.
Als erstes sehen wir eine Gnu-Herde mit Nachwuchs. Dann untersuchen wir den Picknickplatz nach dem Wasserloch Geinab sehr gründlich. Hier war in den letzten Tagen eine Löwin mit drei Jungen gesehen worden. Heute nichts zu sehen.

Wasserloch Union’s End: hier wird gerade repariert. Ein Fahrzeug, Arbeiter und Rohre sind zu sehen.
Wir fahren weiter nach Norden, wollen bis an den Zaun nach Namibia.
Auf der anderen Talseite sehen wir unter Bäumen eine große Springbock-Herde auch mit Nachwuchs. Wir bleiben stehen und schauen etwas mit dem Fernglas. Und da wir gerade so schön im Schatten stehen und es hier oben keine Autos gibt, nutzen wir die Zeit und schreiben Tagebuch. Welch gute Entscheidung von uns – hier einfach stehen zu bleiben. Während wir geschrieben haben, und somit unser Auto ganz still stand, sind in 100 m Entfernung Erdmännchen aktiv geworden. Gleich rechts neben der Pad. Wir rollen langsam vor und können den lustigen Tieren einige Zeit bei ihren Tagesaktivitäten zusehen. Es ist immer wieder so ‚cute‘.



Wer findet das zweite Erdmännchen? 🙂

Die friedliche Szene wird je gestört als ein Raubvogel anschwebt. Oh, ihr kleinen Erdmännchen schnell zurück in die sicheren Höhlen. Die meisten folgen dem Rat und sind schnell verschwunden. Nur ein kleines Erdmännchen steht noch im Schatten und schaut. Bitte, bitte wir wollen keine Jagdszene sondern ein Happy End. Der Kleine steht für unsere Begriffe gut getarnt im Schatten. Der Vogel sitzt inzwischen auf einem Ast des großen Baumes. Und wir wissen ja, Vögel sollen ausgesprochen gut sehen können. Und der Kleine steht in Blickrichtung des Vogels. Bitte, bitte ein Happy End. Plötzlich verlässt der Kleine seinen Baumschatten und läuft über das freie sonnenbeschienene trockene Land. Hier gibt es kein Gras als Deckung, nichts. Wo will er hin? Er läuft auch noch auf den Baum mit dem Vogel zu. Und, plötzlich … … Der Vogel ??? Der Kleine ??? 🤢



Der Kleine ist in einem Loch verschwunden. Der Vogel sitzt auf dem Ast. Happy End!!

Wir fahren weiter Richtung Norden. Das Auto vom Wasserloch mit den Arbeitern und den Rohren überholt uns. Wo wollen die den hin? Wahrscheinlich dürfen solche Trupps doch zum Tor nach Namibia raus.
Da erscheinen rechts auf der Sandpad frische Spuren. Wir halten und schauen aus dem Fenster. Für uns sind das eindeutig Löwenspuren und zwar große und mehrere Kleine. Und die Spuren sind noch nicht von Reifen überfahren. Also noch frisch auch wenn sie ganz rechts am Rand der Pad sind. Die stammen bestimmt von der Löwenmutter mit den drei Jungen, die ja vorgestern am Picknickplatz gesehen worden sind. Wir halten Augen und Ohren (naja, die wohl eher nicht) offen und sehen ‚nichts‘. Die Spuren gehen nordwärts, wir folgen. Die Spuren gehen nordwärts, und wir dürfen nicht mehr folgen. Das Tor mit der Schautafel ‚Union’s End‘ ist erreicht.
Wir würden gerne weiter. Da vorne ist doch auch nur fester Sand, da kann man doch bestimmt gut nach Botswana fahren. Wir scannen den Rest vom Tal mit dem Fernglas zwei -bis dreimal ab und sehen leider nichts. Über unseren Köpfen schwebt ein Geier (white headed vulture). Nicht zu fassen. Hier am Ende schwebt nur noch ein Geier – übrigens mein erster Geier im Park.



Sollte uns das zu denken geben. Ein Geier. Wir scannen nochmal die Umgebung und machen dann kehrt. Die 4x4-Strecke nach Gharagab wartet auf uns. Neues Abenteuer – wir sind bereit.
Die Landschaft ist wunderschön. Es ist doch noch was anderes, wenn es nur zwei dünne Fahrstreifen für die beiden Reifen gibt. Sonst nur Natur. Die Büsche wachsen bis an den Rand der Fahrstreifen. Auch wenn hier einige Büsche noch von den Feuern des letzten Winters (wir hatten die Stories in Grootkolk gelesen) gezeichnet waren. Das Gras in der Mitte zwischen den dünnen Sandstreifen ‚kitzelt‘ das Auto von unten. Man kann es hören – das Auto lacht. Wir sehen frische Löwenspuren im Sand, die uns entgegen kommen. Wir sind definitiv das erste Auto, was heute den Weg fährt. Da es nur 4 Hütten gibt, sollten auch maximal 4 Autos pro Tag hier entlang fahren. Wir sind uns sicher. Die Löwenspuren sind mitten auf dem Sandweg und müssen von gestern Nachmittag bzw. Nacht sein. Dann enden die Spuren. Nach einiger Zeit finden wir neue Spuren – wieder von Löwen, sogar noch etwas größer – leider wieder entgegengesetzt. Wir schauen mal auf die Karte, ob die wohl zum Wasserloch am Grootkolk-Camp wollten?

Wasserloch Gharagab-Dam – kommt nach ca. 15 km auf der 4X4-Strecke und sollte lt. Karte in Nossob defekt sein. Von der Ferne sehen wir ein Auto direkt am Wasserloch stehen. Wo kommen die den her? Definitiv nicht von unserer Strecke. Das hat die Spurenanalyse eindeutig also zu 100% durch zwei unabhängige Eheleute ergeben. Wir fahren hin und man staune. Es ist das Auto mit den Arbeitern und den Rohren von vorhin. Dann sind die also nicht durch Tor (da gibt es inzwischen auch gar kein Tor mehr) raus nach Namibia sondern am Zaun entlang gefahren (geht viel schneller bestätigt uns der ‚camp assistent‘ später).

Unterwegs sehen wir mindestens 10 ‚Steenbok‘. Interessantes Verhalten. Die Tiere stehen 2m neben der Pad. Man sieht sie aus 10 Meter Entfernung und freut sich schon auf das Foto so nah am Weg, da die Tiere weiterhin ganz still stehen bleiben und dich anschauen. Wir fahren näher heran und die Tiere bleiben ganz ruhig stehen. Erst als wir stehenbleiben – spurten die Tiere los. Das hatten wir schon in anderen Nationalparks und das hat sich auch hier wiederholt so abgespielt. Irgendwann ist es uns doch geglückt ein Tier aus 7m-Entfernung zu fotografieren, wenn auch etwas im Gras versteckt.



Wir sehen noch ‚spotted Thick-Knee‘ und natürlich ein Schakal.





Die Temperatur steigt auf 42 Grad draußen. Noch sitzen wir im gekühlten Auto, doch bei jedem Fotostopp kommt die Hitze herein. Und dann sehen wir auch im Rückspiegel das nächste Auto. Ja, überholen geht hier überhaupt nicht. Die müssen sich wohl oder übel an unser Tempo inkl. Fotostopps anpassen. Weit weg vom Camp können wir auch nicht mehr sein.

Und richtig – gegen 14:00 Uhr kommen wir an und beziehen Hütte no.3 mit etwas eingeschränktem Blick auf das Wasserloch. Noch beim Abgeben des ‚Laufzettels‘ erscheint das nächste Fahrzeug. Und noch während wir auspacken, erscheinen die anderen zwei Fahrzeuge. So hat es wohl einen kompletten ‚Bettenwechsel‘ gegeben. Was sofort auffällt, ist die Ruhe. Es ist so ruhig. Es ist irgendwie eine solche Stille hier draußen. Es ist noch stiller als in Grootkolk. Es ist so still, dass ich instinktiv nur Flüstern möchte. Nur der Crimson-breasted Shrike (German bird) kommt zu Besuch.



Im Auto ist der Stromrichter schon den ganzen Tag dabei, die Batterien von der Videokamera aufzuladen. Da die Buschcamps ja keine Steckdose haben, muss eben die Autobatterie ran. Die 70 km heute haben noch nicht gereicht und die Fotokamera will auch noch neuen Strom. Ich starte in der Hütte mal gleich das Pfannenbrot. Schnell das Mehl, Salz mit der Hefe versetzt und mit Wasser zu einem Teig verrührt. Bei der Wärme wird das bis heute Abend gut aufgehen und wieder lecker werden. Der Camp-Assistent trägt eine Kap-Kobra stolz zu unseren neuen linken Nachbarn, die sonst gar nicht gesprächig sind.
Und es ist weiterhin so ruhig herum und die Dielen in der Hütte sind so laut am knarren. Bei jedem Schritt ‚knarr‘ – ‚knarr‘. Und wir hören nicht nur unser ‚knarr‘ – ‚knarr‘ sondern auch das der Nachbarn ‚knarr‘ – ‚knarr‘.

Die Zeit vergeht. Am Wasserloch gibt es nichts Interessantes. Die Nachbarn schauen mit dem Fernglas in die Ferne. Wir sehen nichts, da ein Busch die Sicht dahin versperrt. Wir essen, ruhen, trinken Kaffee und warten auf die Löwen. Es wird Abend. Da machen sich unsere Nachbarn doch glatt mit dem Auto auf den Weg. Wo wollen, besser wo dürfen die den hinfahren. In der restlichen verbleibenden Stunde schafft man die 100 km nicht. Das wird sich dann am nächsten Tag aufklären. Wir besichtigen mal die Aussichtsplattform und machen ein schönes Panoramafoto. Hier ist nichts – außer der Stille.



Also wer mal wirklich Abstand von der ‚lauten‘ Zivilisation braucht, der muss für ein paar Tage hierher kommen. Es ist einfach so unglaublich still.
Der Abend vergeht. Am Wasserloch nichts Besonderes. Irgendwann fallen uns die Augen zu und wir ziehen uns in die Hütte zurück. Der Wecker ist gestellt, da wir morgen eine lange Strecke vor uns haben. Wir planen um 6:20 Uhr beim ‚camp assistent‘ zu sein, um wirklich als erste auf die Ausfahrtstrecke gehen zu können. Wir wollen nicht die 30 km hinter jemandem her fahren und die Minuten verrinnen sehen.

Es ist sehr, sehr schön hier draußen. Einfach so still. Von meinem Bett habe ich eine gute Sicht auf das Wasserloch. Ich brauche nur kurz den Kopf zu heben und kann es durch die Gazetür sehen. Als ich in der Nacht etwas Gelbliches sehe, wecke ich sofort meine zweite Hälfte. Ein Löwe – ein Löwe. Wir packen die Ausrüstung und sind draußen. Da steht mein Wunschlöwe und entpuppt sich als Oryx – Fehlalarm. Die Sichtung wird als ‚Löwen-Oryx‘ notiert und wir schlafen wieder ein …

Tagestipp:
So, und mit dem heutigen Tag ist meine Frage von gestern – Wie schnell darf man fahren, um Erdmännchen zu sehen – beantwortet worden.
Es sind keine 30 km/h ,auch keine 10 Km/h, sondern es sind 0 km/h. Dies nur als Tipp für alle die Erdmännchen sehen wollen. Bleibt einfach stehen. Natürlich an der richtigen Stelle.
Nimm das Leben nicht so ernst, du kommst da doch nicht lebend wieder raus! Reiseberichte: KTP 2012 | Addo 2012 | Hluhluwe-iMfolozi 2013 | KTP 2013 | Mokala 2013 | Rundreise Südafrika 2013
zuletzt bearbeitet 24. März 2013
Themenstarter326 Beiträge · seit 201124. März 2013 ·
Rudi7 schrieb:Hallo cfm2010,
auch wenn ich mich erst jetzt zuschalte, habe ich deinen Reisebericht mit sehr großem Interesse verfolgt. Wir sind auch gerade erst seit einer Woche zurück aus Namibia und träumen noch sehr viel von dieser schönen Zeit. Und auf unserer nächsten Reise steht der KTP auch ganz oben auf unserer Liste!

Eine Frage habe ich noch: Weißt du welche Schlange es war? Wir haben nämlich eine ähnliche im Etosha gesehen, ebenfalls als sie eine Eidechse fing. Leider hat sie sich für ein Foto nicht so gut positioniert, sondern hat sich zwischen den Felsen verkrochen.
Hallo Rudi,
die Nationalparks mit ihren Möglichkeiten für Tiersichtungen sind eben doch etwas anderes als Hagenbecks & Co. 😗

Laut unserer persönlichen 'Schlangenexpertin' (Danke an beate2 🙂 ) ergeben sich folgende Bezeichnungen:
"Eure Schlange könnte eine Karoo Whip Snake oder Kalahari Sand Snake sein. Sind beide sehr schlank, mit großen Pupillen.
Die von Rudi ist schwer zu erkennen, ev. eine Western Whip Snake oder Western Stripe-bellied Sand Snake."
Würde ja auch zu der Meinung von BMW passen.
Noch einen schönen Sonntag.
VG
cfm
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2’780 Beiträge · seit 200724. März 2013 ·
hallo cfm
klamheimlich lande ich per Fallschirmabsprung auf euerer Safari, denn ich habe deinen tollen Bericht die ersten Tage total übersehen.Einmalige Bilder, unterhaltsam geschrieben, so richtig Sonntagmorgen-füllend wenn man erst bei Seite 18 dazustösst. Vielen Dank!
leona
Gruss Leona
1’674 Beiträge · seit 201224. März 2013 ·
Hallo cfm,

wieder ein schöner, weiterer Teil eurer Reise mit wiederum fantastischen Bildern.
Was für ein Glück ihr hattet, eine braune Hyäne so ausgiebig zu sehen.

Aber die Erdmännchen sind doch einfach sooo süüüüß 🙂

Danke dafür

Liebe Grüße
Dagmar
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
Themenstarter326 Beiträge · seit 201124. März 2013 ·
take off schrieb:
Was für ein Glück ihr hattet, eine braune Hyäne so ausgiebig zu sehen.
An dem Morgen in Grootkolk hatten wir sogar drei Hyänen gleichzeitig, die doch etwas gierig in Richtung Wasserloch geschaut haben. Aber die Leckerlie's lebten noch. 😉
Lebendig gefallen mir die Red Hartebeest und Gnus auch wesentlich besser... 🙂

Am Abend vorher hatten wir neben 'Rosa' auch noch eine braune Hyäne am Wasserloch. Leider ohne Bild.
Auf dieser Reise hatten wir doch ordentlich Glück mit den 'zotteligen Gesellen'. 😉

@franzicke: Die Reiseerinnerungen sind schon besser als dieses weiße Krümmelzeugs! Kenn' ich zum Glück nur noch vom Hörensagen. 😎

@La Leona: Auch Fallschirmspringer sind bei uns herzlich willkommen. Gerade im KTP sollte man dann auch zielgenau landen können, nicht dass es Löwenfutter gibt. 🤪
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Themenstarter326 Beiträge · seit 201125. März 2013 ·
6. Tag – KTP von Gharagab nach Kieliekrankie

Der Wecker klingelt. - ‚ssrrrss‘ –Es ist dunkel. Mein Arm geht nach hinten, um ihn auszuschalten. - ‚ssrrrss‘ – Ich finde ihn nicht gleich. - ‚ssrrrss‘ – Doch nach oben gestellt? - ‚ssrrrss‘ – Ich taste. Nein. - ‚ssrrrss‘ – Doch am Kopfende. - ‚ssrrrss‘ – Nein. Dabei hatte ich gestern Abend - ‚ssrrrss‘ – noch überlegt, wohin am - ‚ssrrrss‘ – am besten. - ‚ssrrrss‘ - - ‚ssrrrss‘ – wo ist mein headlight - ‚ssrrrss‘ – ach da und da der Wecker - ‚ssrrrss‘ - -- RUHE. Jetzt sind unter Garantie alle Nachbarn wach. Bei der Stille hier draußen, hat der Wecker wohl für alle gereicht.

Es ist 5:30 Uhr und wir haben heute 270 km vor uns. Da wir normalerweise nie über 20 km/h als Durchschnittsgeschwindigkeit herauskommen, wird das knapp bis zum Abend.

Geschlafen haben wir super, so mit den offenen Gazefenstern. Ist fast wie unter freiem Himmel.
Die Holzdielen knarren laut. Jeder Schritt wird von ‚knarr‘ begleitet. Unter ganz schlechtem Gewissen den Nachbarn gegenüber packen wir. ‚knarr‘ - ‚knarr‘ - ‚knarr‘ - ‚knarr‘
Am Wasserloch treffen sich im Schein des Lichtes (war die ganze Nacht an) immer mehr Oryx. Sie kommen aus allen Himmelsrichtungen. So viele auf einmal, haben wir hier in der Dünenlandschaft gar nicht erwartet. Es sind 10 und mehr, die wir beobachten können.

Um 6:30 Uhr geht es los. Können wir so früh am Morgen hier in der Wildnis unsere Hilfe ausschlagen? Natürlich nicht und so lädt der ‚camp assistent‘ noch zwei dicke schwarze Plastiksäcke mit dreckiger Wäsche in unser Auto – bitte einmal nach Nossob in die Wäscherei bringen. Na klar, wir sind schon auf dem Weg. Die 30 km oneway-Dünenpassage wartet auf uns. Das nächste Wasserloch Dankbaar ist nur 4 km entfernt. Aha, bis hier waren unsere Nachbarn gestern Abend auf ‚gamedrive‘. Die sind also ‚oneway‘ hin und zurück gefahren. Sonst nichts Besonderes.

Die Ausfahrtstrecke hat tolle Sanddünen. Diese gilt es diesmal bergan zu fahren. Bergan heißt mehr Schwung und Drehmoment und hat zu vielen Verwerfungen und Kuhlen in der Sandpad geführt. Ja, in diesem heutigen Zustand der Sandpad kann man wirklich von 4x4-Strecke sprechen. Es geht langsam los mit kleinere Dünen, dann werden diese länger. Es gibt auch Kurven in der Anfahrt. Die Dünen werden höher und die Dünen werden steiler. Noch eine Düne und noch eine Düne und die Strecke davor wird immer ‚ausgefahrener‘. Die Kuhlen immer tiefer. Bis zur Letzten.

Die bisher größte Herausforderung war wirklich die letzte Düne. Wir sind oben und denken, Mensch das war die Krönung der Strecke. Es ist bereits mehr als eine Stunde vergangen und mit gemütlichem Morgendrive hat dieses ‚Geholpere‘ nichts mehr zu tun. Tiere gibt es auch nicht.
(Nur zur Info. Hier sahen wir im Augenwinkel schon links neben der Originalstrecke zwei neue Fahrstreifen. Die sind wohl aus Verzweiflung mit dem x-ten Versuch da hoch zu kommen entstanden).

Auf der ‚Hauptstraße‘ angekommen entdecken wir am Picknickplatz zwischen Polentswa und Lijersdraai viele Spuren von Raubtiertatzen im Sand. So früh am Morgen sind wir die Ersten und wohl doch zu spät. Uns bleiben wie gestern nur die Spuren im Sand. Sie waren hier, doch wir waren nicht da. So, kann es auch sein.

Unterwegs Richtung Nossob: da rennt doch ein Karakal über die Pad – weg ist er – und es gibt kein Beweisfoto.

Wir halten in Nossob und tanken. Das Abliefern unserer Säcke wird schwierig. Kein Mensch will die Dinger haben und so trägt meine zweite Hälfte noch selber um den Auftrag zu erfüllen. Das Camp ist wie ausgestorben um diese Zeit. So kennen wir es gar nicht. Der Laden ist zu. Wir drücken die Klinke zweimal herunter und rütteln an der Tür. Als wir schon gehen wollen, kommt eine Dame von rechts und so können wir unseren Wein doch noch kaufen. Wir liegen gut im Zeitplan und fahren weiter.

Gleich nach Nossob: eine kleine Herde Red Hartebeest.



Auf der weiteren Strecke statten wir jedem Wasserloch einen Besuch ab, um die Eintönigkeit etwas zu durchbrechen. Aber nichts. Das Tal ist weiterhin sehr trocken. Es gibt hier unten nicht mal die einzelnen Springbock-Männchen als Revierhalter mit dem einzelnen Gnu als Begleitung.
Der Picknickplatz Dikbaardskolk zeigt uns eine kleine Oryx-Herde und viele Menschen. Es sind wirklich alle Picknicktische belegt.



Wir ziehen weiter gen Süden und sehen über zwei Stunden weder Tiere noch Autos. Ja, nicht zu glauben. Es kommt niemand vorbei. Wo sind die den alle?
Endlich, da vorne ein Auto. Wir sind kurz vor Kij Kij und wollen unbedingt wissen, ob es sich lohnt noch nach Rooiputs zu fahren, wo wir am ersten Tag die tolle Löwensichtung hatten. Wir stoppen das Fahrzeug. Unterhalten uns sehr nett mit zwei südafrikanischen Erstlingen im KTP. Nein, gesehen haben sie da unten nichts. Schade.
So fahren wir weiter und glauben es nicht, als wir bereits gegen 14:00 Uhr in Kieliekrankie ankommen. So kann es auch gehen. Wir wollten zwar fahren und nicht bei jedem Vogel anhalten. Aber wir wurden gar nicht in Versuchung geführt den Vorsatz zu brechen. Also so ein Tag, wie es ihn auch geben kann, oder?
Hey, nicht schlapp machen. Es ist zwar heiß und wir sind den ganzen Morgen gefahren, aber der Tag ist ja noch nicht vorbei.
Nimm das Leben nicht so ernst, du kommst da doch nicht lebend wieder raus! Reiseberichte: KTP 2012 | Addo 2012 | Hluhluwe-iMfolozi 2013 | KTP 2013 | Mokala 2013 | Rundreise Südafrika 2013
zuletzt bearbeitet 25. März 2013
Themenstarter326 Beiträge · seit 201125. März 2013 ·
Wem die 270km von Garagab an diesem Tag noch nicht genug waren - bitte wieder einsteigen!
Es geht weiter. 😎

6. Tag: Abend-Gamedrive ins Auob-Tal

Die Unterkunft Kieliekrankie ist aus Stein gemauert und bietet keinen guten Durchzug. Der Deckenventilator bringt ebenfalls wenig Kühlung. Trotzdem – ‚wir machen erst mal den Löwen‘ – und ruhen etwas aus. Den Kaffee packen wir ein und sind bereits um 16:00 Uhr wieder im gekühlten Auto – los zum Leobaum – auf zu Waruna – unserem Leopardennachwuchs. Die Erinnerung von vor 5 Tagen (sind wirklich schon fünf Tage vergangen?) ist noch wach.
Die Spannung steigt. Wir fahren von oben ins Auobtal hinein.
Ich blicke sofort nach rechts. Ich kann weit sehen. Kein Auto steht dort.
Dann blicke ich schnell nach links. Ich kann wieder weit sehen. Kein Auto steht dort.
Ich blicke das Stück nach vorne – ich blicke wie verzweifelt noch mal nach rechts – noch mal nach links und dann ist es Gewissheit. Es gibt keine Hilfe von Anderen. Wir müssen den Leo alleine suchen. Das tun wir dann auch. Fahren zur Höhle, fahren zum Leobaum, fahren zum Wasserloch. Und – heute kein Leopard.

Beim Kaffee aus der Thermoskanne vor der Höhle überlegen wir wie es weitergeht und entscheiden uns dann Richtung Süden zu fahren. Wir treffen auf eine große Springbockherde. Wir sehen den Kleinsten zu. Schau mal - der Eine hat ja glatt die Mauser. Es sieht so aus, als wenn das Fell oben wächst oder gerade ausfällt.





Weitere Springböcke kommen das Tal entlang. Wir schauen ihnen zu und beobachten das Treffen der Gruppen. Wir sind wieder begeistert in der Tierwelt angekommen. Böckchen hier und da. Und Große und Kleine. Ich brauche nicht mehr um glücklich zu sein.



Wir entdecken diesen grünen kleinen gefiederten Freund aus der Gruppe der ‚bee-eater‘. Und seinen Kumpel haben wir ein paar Bäume weiter auch noch entdeckt.



Und man glaubt es nicht. Wir haben für über eine Stunde wiederum kein Auto gesehen.
Als doch mal wieder eines erscheint, halten wir es sofort an und fragen. Hier kann man uns sehr präzise Auskunft geben. Der Fahrer schaut auf den Tacho und teilt mit. Wo?, wer? , wie gut ist die Sichtung?, lohnt es sich?. Wir hören und hören. Bedanken uns höflich und machen einen Freudenhüpfer.
Ja, was hatte man uns mitgeteilt.
In 15 km gab es einen Geparden. Etwas weiter weg auf der anderen Talseite. Und der ist bestimmt schon weiter gezogen.
In 10 km gibt es zwei Löwen. Gleich neben der Pad. Sehr schön zu sehen. Die sind auch bestimmt noch da.
Na, sind das nicht tolle Auskünfte und noch bessere Aussichten.
Wir sagen den Springböcken und den Vögeln ‚good bye‘ und fahren los.

Unterwegs: Was sitzt den da, direkt neben einer kleinen Pfütze – ein Brown Snake-eagle



Hey, da stehen alle unsere Autos. Hey, da vorne stehen sie. Und was sehen wir – zwei wirklich wunderschöne Löwenmännchen. Wir können uns einen Premium-Platz in der ersten Reihe suchen. Es ist erst 17:40 Uhr. Bis zur Parkschließung um 19:00 Uhr ist noch ausreichend Zeit. Und wir sind nur 20 km von Kieliekrankie entfernt.



Übrigens wir stehen direkt gegenüber vom Wasserloch ‚Monroe‘. Hier haben wir am ersten Abend zwei Löwen und zwei Weibchen auf der Pad unter einem Baum gesehen. Ob das die beiden Männchen sind? Wenn ja, wo sind die Weibchen? Sollten die sich fünf Tage nicht fortbewegt haben? Schon ein Zufall? Oder?
Egal, wir schwelgen im siebten Safari-Himmel. Die Sonne steht schön im leichten Gegenlicht. Wir saugen die Szene in uns auf. Die Löwen liegen so friedlich beieinander. Dann drehen sich beide fast gleichzeitig um. Der erste fängt an zu gähnen. Der zweite jetzt auch. Hey, das ist ja wie bei uns Menschen – gähnen ist ansteckend.





Der eine Löwe fängt an sich die Tatze zu schlecken. Immer und immer wieder. Die Videokamera ist fleißig am filmen. Und ab und zu kommt auch ein Klick-Klick der Fotokamera. Es ist alles perfekt.



Der eine Löwe erhebt sich, nur um sich gleich wieder hinzulegen.
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Themenstarter326 Beiträge · seit 201125. März 2013 ·
Der zweite Löwe erhebt sich, läuft zehn Schritte oder so ähnlich, und legt sich dann wieder hin. Toll, toll, toll.







Da haben wir sie wieder. Unsere Katzen – unsere Löwen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir 26 Löwensichtungen in den sechs Tagen.



Wenn es am schönsten ist – soll man gehen, hier besser fahren. Jetzt ist es kurz vor 19:00 Uhr und wir sind am Wasserloch Auchterlonie. Wir haben den Park für uns. Wo bist Du kleiner Leopard?
Wir finden Ihn nicht an diesem Abend. Die Springbockherde ist aus dem Tal in die Dünen gewandert. Wir sehen sie in der Ferne. Im Camp angekommen schmeckt der frisch gekaufte Wein. In der Ferne gibt es Blitze. Zuerst beobachten wir sie Richtung Süden Upington und dann auch Richtung Osten. Eindeutig Gewitter-Wolken. Ob die auch in den KTP kommen? Die ‚Regenzeit‘ ist ja überfällig.

Wir beobachten das Wasserloch mit unser Super-Nightshot-Funktion an der Videokamera. Es ist tatsächlich das Wasserloch in Kieliekrankie, das sich in einer Senke befindet, und kein Mondkrater.



Dabei entdecken wir Schakale, einen Vogel und ...



... etwas ‚Hüpfendes‘. Wir sind wie gefesselt.

Also es setzt sich hin. Sieht von der Silhouette aus wie ein Hase.
Es bewegt den Kopf immer hoch und runter, hoch und runter. – So ein Tier kennen wir nicht.
Der Kopf hat kleine spitze Ohren – sieht aus wie bei einer Katze.
Dann macht es einige kleine Hüpfer – hmm, Känguru? Hier?
Kopf hoch, Kopf runter – kennen wir nicht das Verhalten.
Beim nächsten Hüpfer erkennen wir einen Schwanz – also doch eine Katze?
Wir sind hin- und hergerissen. Wer hat es erkannt? Es ist eine‘ Hase-kenne-ich-nicht-Känguru-Katze‘.
An diesem Abend mit Wein im Blut und wider besseren Wissens entscheiden wir uns für eine ‚wild cat‘.





Huh, was für ein Tag. Aufstehen mit Oryx am Wasserloch. Die Dünen überquert. Die Löwenspuren gesichtet. Stundenlang durch trockene Landschaften gefahren (so muss es auf den Strecken in Botswana sein). In der Hitze geschwitzt. Die kleinsten Springböckchen in ihren ersten Lebenswochen beobachtet. Und den König der Tiere gesehen – sogar zwei davon. Zum Schluss noch ein unbekanntes Wesen beobachtet. Einfach ein perfekter Tag.

(Anmerkung: Rückblickend war es ein südafrikanischer Springhase, wie wir später im Mokalo Nationalpark direkt vor unserer Hütte gelernt haben – Reisebericht folgt im Anschluss.)

Tagestipp:
In Gharagab ist es so ruhig, dass man wirklich erst mit dem Morgenlicht den Tag beginnen sollte, aus Respekt den Nachbarn gegenüber. Ich sage nur – absolute Stille und knarrende Dielen. Das heißt dann in Konsequenz am Folgetag am Besten in Nossob übernachten.
Nimm das Leben nicht so ernst, du kommst da doch nicht lebend wieder raus! Reiseberichte: KTP 2012 | Addo 2012 | Hluhluwe-iMfolozi 2013 | KTP 2013 | Mokala 2013 | Rundreise Südafrika 2013
1’117 Beiträge · seit 201026. März 2013 ·
Einfach nur schön!!! 😁 😁 😁

LG
Beate
2’265 Beiträge · seit 201126. März 2013 ·
...schließe mich den 2 Vorschreiberinnen an 😄
Genial. Auch haben will 😗

LG Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
139 Beiträge · seit 200926. März 2013 ·
Hallo cfm

...super toll geschrieben, super tolle Bilder.

Ich habe in meinem Tiererkennungsbuch auch schon die "Hase-kenne-ich-nicht-Känguru-Katze" aufgenommen.

Jetzt brauche ich dazu nur noch eine verwertbare Großaufnahme.
😉

LG
Micha
LG Micha
Themenstarter326 Beiträge · seit 201126. März 2013 ·
@franzicke, Beate 2, guggu:
Danke für's direkte Feedback! Ja, diesmal hatten wir so richtig Glück mit unseren Katzen.
Am nächsten Morgen gab es im Auob-Tal zusätzlich noch eine weitere Überraschung zum Abschied aus dem KTP. 😉

@etosha-micha:
Im Mokala hatten wir dann noch das Glück solch eine "Hase-kenne-ich-nicht-Känguru-Katze" direkt vor dem Chalet zu sehen. Danach wußten wir auch was es war...



Schöne Grüße
cfm
Nimm das Leben nicht so ernst, du kommst da doch nicht lebend wieder raus! Reiseberichte: KTP 2012 | Addo 2012 | Hluhluwe-iMfolozi 2013 | KTP 2013 | Mokala 2013 | Rundreise Südafrika 2013
2’085 Beiträge · seit 201226. März 2013 ·
... ganz sicher bin ich nicht, aber ich glaube dass von den "Hase-kenne-ich-nicht-Känguru-Katzen" einige in diesen Tagen sogar in europäischen Gefilden und Gärten unterwegs sind ... Man bekommt sie gaaanz selten zu sehen, aber in ihrer Aufregung legen sie häufig bunte Eier, die man nach ihrem Besuch in Nestern findet 😎
Viele Grüße franzicke
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
Themenstarter326 Beiträge · seit 201130. März 2013 ·
franzicke schrieb:... ganz sicher bin ich nicht, aber ich glaube dass von den "Hase-kenne-ich-nicht-Känguru-Katzen" einige in diesen Tagen sogar in europäischen Gefilden und Gärten unterwegs sind ... Man bekommt sie gaaanz selten zu sehen, aber in ihrer Aufregung legen sie häufig bunte Eier, die man nach ihrem Besuch in Nestern findet 😎
Viele Grüße franzicke
Ich drücke die Daumen, dass das mit den bunten Eiern auch klappt. Nicht das unser "Hase-kenne-ich-nicht-Känguru-Katzen" womöglich noch in einer Scheewehe stecken bleibt. 😗


7. Tag – KTP von Kieliekrankie zurück in die Zivilisation


Da ist er also unser letzter Tag im KTP für diesen Besuch. Warum kann man nicht manchmal (wenn man es sich ganz stark wünscht) die Zeit anhalten. Ich würde an anderen Stellen einfach wieder was abgeben. So bliebe die Gesamtzeit unverändert gleich – nur eine kleine Verschiebung???

Die Nacht ist vorbei. Der Wecker klingelt und es ist immer noch dunkel draußen. Der erste Blick zum Wasserloch präsentiert den Mondkrater mit Licht ohne Lebewesen. Wir packen alles routiniert zusammen und als es langsam heller wird, verschwindet alles im Kofferraum. Der Kaffee ist gekocht und in der Thermoskanne noch gut und heiß aufgehoben. Die letzten Vorräte werden gesichtet. Bis zum Mittag muss es reichen.
Um 6:30 Uhr holen wir vom ‚camp assistent‘ unseren Laufzettel, der inzwischen schon einige Einträge hat. Die Temperatur beträgt noch 26 Grad. Der Himmel ist teilweise bedeckt und die Sonne..? Ja da irgendwo ist sie teilweise hinter den Wolken versteckt.
Das Auto fährt von allein in Richtung Auobtal als ob es keine Alternativen hätte und es kein Zurück gäbe. Wir fahren wie gestern Nachmittag von oben ins Tal. Es ist so ein Privileg um die Uhrzeit allein unterwegs zu sein. Ob wir wohl unseren Leoparden Waruna finden? Wir schauen mit unseren Augen, wir schauen mit dem Fernglas. Das Auto fährt als erstes in Richtung Höhle. Wir scannen die Gegend um die Höhle und finden nichts. Das Auto wendet und unsere Augen gehen von links nach rechts das Tal entlang. Da ist gar nichts. Nicht mal eine Fliege.

Unser Auto fährt weiter Richtung Süden zum Wasserloch Auchterlonie. Da rechts, sind frische Spuren im Sand. Sofort startet die Analyse. Ja, die Spuren sind sehr frisch. Noch kein Autoreifen drüber gefahren. Es sind Katzenspuren und es sind große und kleine. Könnte also Mutter mit Nachwuchs sein. Die Richtung zeigt zum Wasserloch. Wir folgen. Jetzt sind die Spuren weg – nein, da sind sie wieder, klar und deutlich Richtung Wasserloch. Dann queren die Tatzenspuren die Pad direkt Richtung Wasserloch. Unsere Augen folgen in die Richtung und wir scannen erneut erfolglos das Tal. Naja, sind wir wohl zu spät.

Weiter geht es in Richtung Süden. Da, neue Spuren im Sand. Die Analyse startet erneut – eindeutig frisch - sehen ebenfalls wie Katzenspuren aus – es sind mindestens zwei Tiere – keine Löwen – und auch eher keine Leoparden – dann halt was anderes. Die Spuren kommen von den Dünen und laufen Richtung Wasserloch. Und da, neue Spuren. Es ist wirklich aufregend anhand der Spuren zu sehen, was hier alles in der Nacht los ist.
Ich kann meine Augen gar nicht von den Tatzen lassen. Da sind sie rechts. Jetzt wechseln sie die Straßenseite. Das Auto fährt langsam und ich bin ganz konzentriert den Spuren mit meinen Augen am folgen – gefangen im Fährtenlesen, schaue ich gespannt auf die sandige Pad. Es gibt nur mich und die frischen Spuren im Sand. Plötzlich ein kleiner Aufschrei im Auto, das Auto bremst und kommt leicht schräg zum Stehen.

Da liegen vorne rechts von der Sonne durch einen Wolkenstreifen ins rote Licht getönt zwei wunderschöne große …Geparden.



Ich war in dem Moment wohl auf alles vorbereitet jedoch nicht auf Geparden. Der Adrenalinanstieg in meinem Körper kam so plötzlich und hat alle Routine der Tierbeobachtung auf Anfang gestellt. Hektisch wollte ich nur noch filmen, den Moment für immer festhalten. Die beiden großen männlichen Geparden lagen direkt rechts neben der Pad – wie eine Fata Morgana im Morgenlicht.

Doch auch die geht einmal vorbei. Der erste Gepard erhebt sich in aller Ruhe und schreitet über die Pad zum nächsten großen Baum.





Der zweite Gepard folgt ihm sofort. Anschließend schreiten beide Tiere auf die andere Talseite und legen sich dort gut getarnt unter den nächsten Baum.



Die Fata Morgana im Morgenlicht hat nur 5 Minuten gehalten.

Mein erster Instinkt möchte jetzt hier stehen an Ort und Stelle im Auto stehenbleiben und auf die Springbockherde von gestern Abend warten. Aber ich bin ja kein Gepard sondern ein Mensch, der heute noch in den Mokala Nationalpark möchte. Und meine Verpflegung liegt auch hinterm Autositz – ist heute vegetarisch und beinhaltet einen heißem Morgenkaffee.

Wir müssen weiter. Schauen wir doch mal zu den beiden Löwen von gestern Abend. Doch das Wasserloch Monro hat zwar ausreichend Wasser jedoch keine Tiere, die es trinken möchten. Zum Abschluss finden wir noch einen Oryx und stoppen für ein Abschiedsfoto.



Wie passend zum ‚Gemsbock Park‘ ist dies leider der Abschied für diese Tour.Gegen 8:15 Uhr verlassen wir den Park in Richtung Upington.
Für wunderschöne Tage sind wir in eine andere Welt eingetaucht. Haben unsere innere Mitte wieder gefunden, tolle Menschen kennengelernt und sind mit so vielen Tiersichtungen ‚beschenkt‘ worden. Danke, dass wir dies erleben durften.
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186 Beiträge · seit 201030. März 2013 ·
Hallo cfm,

vielen, vielen Dank für diesen sooo schönen RB. Wir werden im Oktober zum erstenmal im KTP sein
und die Vorfreude steigt langsam ins unermessliche. Ich hoffe wir werden auch so ein Glück mit den Tiersichtungen haben, und wenn nicht kommen wir so oft wieder bis es klappt 😄

L.G.
Maria