Namibia für Anfänger

Reisebericht 146 Antworten · 52,6k Aufrufe · gestartet 14. Jan. 2013 von TiaRosario
Themenstarter215 Beiträge · seit 201214. Jan. 2013 · #1
Liebe Fomis,

da wir schon sehr lange Eure Reiseberichte "verschlingen" und auch die ganzen anderen Beiträge nach Informationen durchforsten, wird es wirklich Zeit, dass wir uns vorstellen.

Meine Freundin wohnt und arbeitet auf Kreta (geboren in München) und ich bin Österreicherin, aber schon sehr lange in München zuhause und hier selbständig tätig. Wir beiden haben je einen Sohn, die aber jetzt in einem Alter sind, dass wir uns zu zweit allein auf die Reise machen konnten. Und diesmal sollte es Namibia sein.

Zuerst war eine Kleingruppenreise geplant, bis eine Bekannte mir das Buch "Hummeldumm" zum Lesen brachte. Nach Seite 40 stand fest - das gefällt uns gar nicht! Das schaffen wir auch alleine!!! Wir planten schon rechtzeitig die Reise - immer wieder im Forum stöbernd - und bekamen auch alle Wunschquartiere. Den Flug buchten wir bei Air Berlin, da zu diesem Zeitpunkt noch München - Windhoek aktuell war. Die Reise sollte relativ entspannt sein, also mit mehr als einer Übernachtung an einem Ort. Wir haben viel von Euren Anregungen übernommen. Und das war gut so.

Genug geschwatzt. Ich stelle jetzt den ersten Tag unserer Reise vor und versuche mich dann im Bilder einfügen. Da seh ich allerdings rabenschwarz!!!

Ihr habt allerdings die Latte bei den Reiseberichten so hoch gehängt, dass ich echt Bedenken habe. Aber es gibt ja die "Ausschalttaste" für Euch.
Es ist übrigens ein reiner Erlebnisbericht geworden, ohne genauere Erklärungen zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten. Das haben viele vor mehr besser gemacht, als ich es könnte (z.B. Guggu).



München- Berlin – Windhoek....

Reise vom 12. bis 27.August 2012.

1 Ü. Anib Lodge
2 Ü. Canon Lodge
3 Ü. Klein-Aus Vista
2 Ü. Koiimasis
2 Ü. Hoodia Desert Lodge
1 Ü. Cornerstone Guesthouse
2 Ü. Erongo Wilderness Safari Lodge
1 Ü. Ondekaremba Guest Farm.

Und los geht’s.

Start von zuhause um 12.00 Uhr, Richtung MUC. Wir dürfen ja – bevor es nach Windhoek geht – noch einen Kurzbesuch in Berlin absolvieren. Gebucht wurde noch München-Windhoek direkt. Deshalb auch die Air Berlin. Danke an Herrn Mehdorn. Super – genau das, worauf wir richtig süchtig waren. So ein 10-Stundenflug ist ja langweilig. Die Würze ist da ein kleiner Umweg über Berlin mit Wartezeit von 4 Stunden. Ha, da kommt Freude auf.

Wir landen auch pünktlich in Berlin und dann - ja, was dann? Der Flughafen ist einfach nur grausig. Rundherum geht’s, aber das war es auch schon. Eine Brotzeit gekauft und dann zum zweiten Mal durch die Kontrolle.

Getränke gab es dann leider keine, da der Duty Free Shop geschlossen hatte (machte kurz, sehr kurz vor Boarding auf). Aber man kam sofort mit den Mitreisenden ins Gespräch, die auf der Suche nach einem Getränkeautomaten oder einer Toilette auf dem winzigen Areal herumirrten.
Ungewollt wurde ich der „Hit“ der Mitfliegenden, da ich einen Getränkeautomaten im Obergeschoß entdeckt hatte. Der hätte mir allerdings beinahe die Hand zerstümmelt, da ich das Wechselgeld aus einem Schacht nehmen wollte, der eine „Henkersklappe“ runterfallen ließ. Boahh – wenn ich schon dazu zu dusselig war, wie würde es dann im fernen Afrika werden. Meiner Freundin waren die ersten Zweifel bereits ins Gesicht geschrieben.

Und dann …..ohhhhh – lauter Jägersleute aus Österreich. Mit zünftigen kurzen Lederhosen und einem kecken Hütchen auf dem Kopf. Meine Gedanken waren sofort – sprich hochdeutsch, damit du nicht sofort als Austrianer identifiziert wirst.
Was mussten die in Windhoek bei 3 Grad Ankunftstemperatur gefroren haben.

Dann ging es endlich los. Das Angebot an Spielfilmen, Musiksendern, Spielen und Auskünften, wo wir gerade drüber fliegen, war enorm. Das Personal war ausgesprochen freundlich und aufmerksam. Irgendwie kam Stress auf. Sollten wir einen Film anschauen und wenn welchen , einen Spider spielen, Essen, Trinken oder vielleicht am besten doch schlafen??? Fürs Schlafen haben wir uns zwar dann entschieden, aber irgendwie gelang das nicht richtig. Überall flimmerte es über die Monitore und alle waren mächtig beschäftigt. Nur im hinteren Teil des Flugzeugs schlummerten ALLE selig vor sich hin. Aber wirklich ALLE!


13.August 2012. Hosea Kutako – Kalahari Anib Lodge. Ca. 310 km.
Fahrzeit ca. 4 Stunden.

Unsere Jägersleute trafen wir erst wieder am Flugplatz in Namibia. Als sie ihre Ausrüstung am Sonderschalter in Empfang nahmen. Unseres wäre das nicht! Und irgendwie waren die mit ihren kurzen Hosen ziemlich peinlich. Und die Hütchen...Egal!

AFRIKA – wir sind da! Raus aus dem Flieger und die müden Knochen einmal durchgestreckt. Aber die 3 Grad Aussentemperatur haben uns schnell aufgeweckt. Dann gings mit ca. 300 Mitreisenden in die Ankunftshalle. Irgendwie sind wir inmitten der Leute gestrandet, die alle ihren Stempel im Pass wollten, aber wir beiden waren dann so ziemlich die letzten, die dran kamen. Ich entlockte der finster blickenden, mit Pudelmütze bestückten „Stemplerin“ ein mitleidiges Lächeln. Hatte ich doch – man will ja bei der Ankunft jeden Ärger vermeiden – alle Lodges aufgeführt, die wir aufsuchen wollten. Das Formular war allerdings nicht richtig dafür gedacht und meine Schrift wurde immer enger und kleiner. Sie meinte „Only one is ok.“ So wurde ich mit einem freundlichen Lächeln in Afrika begrüßt. Hat doch auch was.....

Dann gings weiter. Handy aufladen war angesagt. Namibische Rand hatten wir schon zuhause gewechselt. Dank dem Forum wussten wir, dass unsere Master-Cards flughafenuntauglich waren. Dann weiter zum Budget Schalter. Jede Menge Leute vor uns. Erstes Afrikafeeling stellte sich ein. Geschwindigkeit zurückschrauben!
Da wir uns mit Brotzeit für die Fahrt eindecken wollten, ging meine Freundin auf die Pirsch (ja auch wir sind Jägersleut´) nach Sandwiches. Es dauerte ca. 30 Minuten, bis die Gute – sie linste immer zwischendurch ums Eck, wie weit ich mit dem Mietauto gekommen war – stolze Besitzerin zweier Toasts war. Eben Afrikafeeling.

Naiv wie wir waren, hatten wir einen tollen Zeitplan aufgestellt. Landung 5.20 Uhr, 1 Stunde für Einreisestempel, 1 Stunde Autoübernahme. Super, kommen wir spätestens um 9.00 Uhr auf die Piste. Wir mussten ja noch zur Anib Lodge. Dann hätten wir noch genügend Zeit für den 1. Sun Downer.

Wir hatten einen Nissan X-Trail geordert. Ein total freundlicher Mitarbeiter – ich nannte ihn Klein Obama, da er dem USA-Präsidenten sehr ähnlich sah - teilte uns freudestrahlend mit, wir hätten ein Up-Grade auf einen Allrad-Nissan bekommen. Ich sah mir das Ungetüm an. Hatte zwar funkelnagelneue Reifen und sah auch sonst sehr ordentlich aus.


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ABER – ich wollte meinen Nissan X-Trail. Es gab bloss keinen. Der Budget Mitarbeiter erzählte uns, dass so ein Wirbel wie heute selten sei. Sie wären total überfordert. Und dann nach endlosen Diskussionen „You get your Nissan“. Nach 2 Stunden kamen sie dann an. Klein Obama mit einem Traum von Nissan. 14.000 km, Neuwagenduft, ein paar Kratzer auf der linken Seite, aber sonst.... Super.
Nach Prüfung – habe Liste, die ich aus dem Forum zusammengestellt habe, Punkt für Punkt abgehakt – wurden wir in die unbekannten Weiten Namibias entlassen.

Habe übrigens kein einziges Mal gewischt statt geblinkt!!! Des Rätsels Lösung, denn so superschlau bin ich auch nicht, ich bin Linkshänderin. Und damit waren das Auto und ich sehr schnell dicke Freunde.

Dank Iwanowski´s Reisebeschreibung fanden wir unseren Weg Richtung Anib Lodge auch ganz schnell. Die ersten Affen entgingen meiner Freundin leider, da sie völlig vertieft in die Routenbeschreibung war und wir doch ziemlichen Respekt vor Windhoek hatten.

Dann kam die B 1. Gerade, geradeaus, schnurgeradeaus.
Bald kamen wir auch an den Wendekreis des Steinbocks. Ausgestiegen, Fotoapparat gezückt und ….. keine Touristen..... ist das noch vertretbar? Unsicherheit machte sich breit. Prompt kam ein Fahrzeug. Wir rein ins Auto, waren aber bloss zwei Südtirolerinnen mit Guide, denen wir noch öfter den Weg laufen würden. Anfangs waren wir doch sehr verunsichert, was die Sicherheit anging. Hat sich aber schnell gelegt.

Nach 2 Stunden Fahrt überkam mich die Müdigkeit. Ein Blick auf meine Freundin – Ablöse beim Fahren nicht in Sicht – deren Kopf taumelte schlaftrunken von einer Seite auf die andere. Dann eine leise Ahnung, dass das der 1.Fehler bei der Reiseplanung war. Nach so einem langen Flug ist eine Fahrt von ca.300 km nicht sehr schlau.

Im Forum wurden ja schon ein paar Arme verbal „niedergemetzelt“ wegen ihrer Sicherheitsanfragen und Bedenken. Diese Bedenken hatten wir auch – 2 Frauen alleine unterwegs – und bestärkt in unserem Wunsch allein durch Namibia wurden wir familienmäßig zuhause auch nicht gerade.
Also, nirgends halten, wo nicht andere Touristen sind usw. usw. In Kalkrand wurde die Müdigkeit indessen so groß, dass unser Wunsch nach einem Kaffee jegliches Sicherheitsbedürfnis ins Nichts verjagte. Ein kleines Minigeschäft mit zwei freundlich winkenden Afrikanerinnen lud uns zu einem Einkehrschwung ein. Der erste Kontakt mit den Einheimischen war total positiv. Sie fragten ein paar mal, ob wir den Kaffee wirklich hier trinken wollten, oder „to go“? Nahedran eine Tankstelle mit nicht sehr vertrauenswürdig erscheinenden Gestalten. Wir wurden noch gebeten, ein Foto von der netten Besitzerin zu knipsen und ihr dasselbe doch zuzusenden. Haben wir auch gerne gemacht.

Dann gings koffeingestärkt weiter zur Anib Lodge. Sun-Downer – gestrichen. Zu spät, zu müde. Unser Zuhause für eine Nacht begutachtet und geduscht. Inzwischen war es schon 16.00 Uhr.
Während meine Freundin duschte, saß ich auf der Veranda und da...!!!!! Eine erste Halblöwensichtung!!! Im gelben Gras eine gelbe Mähne und ein Schweif! Ich die Flucht ins sichere Innere unserer Wohnung angetreten. „Susi! Da draussen ist ein gelbes Viech!!!“ Schaut aus wie ein Löwe, aber die gibt’s doch hier nicht, ODER DOCH?“
Vorsichtig durch den Türspalt linsend, fluchtbereit.... die Aufregung war immens! ABER
kommt doch da glatt ein Golden Retriver aus dem hohen Gras angetobt.
Erleichterung machte sich breit.
Nicht zu erwähnen brauche ich unser Schuhwerk. Hochgeschlossen und geschnürt, lange Hosen, also immerzu abwehrbereit. Nach 2 – 3 Tagen gabs Outdoor-Sandalen und die letzten Tage Flip-flops. Das habe ich doch irgendwo hier in einem Reisebericht auch schon gelesen, oder?

Dann ab an die Bar und unseren ersten entspannten Weißwein – für mich – und Rotwein für meine Freundin geordert und ein – Wow, Afrika gefällt uns ganz toll!
Abendessen war sehr lecker, schönes Feuer in der Mitte des Raumes, wir haben uns hier sehr wohl gefühlt. Das Personal war ausgesprochen freundlich.

Und jetzt kümmere ich mich um´s Bilder einfügen. Morgen gehts weiter.
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/280227-namibia-fuer-anfaenger-teil-ii-der-norden 2013 Namibia für Anfänger Teil II - der Norden 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/270318-namibia-fuer-anfaenger.html 2012 Namibia für Anfänger 2012
zuletzt bearbeitet 23. Juli 2013
111 Beiträge · seit 201214. Jan. 2013 · #2
Fängt gut an, super! Freue mich auf deine Bilder und die Fortsetzung 🙂

Lg
Themenstarter215 Beiträge · seit 201214. Jan. 2013 · #3
Du bist der Erste, der antwortet! Hatte schon riesige Bedenken, dass mich jeder gleich "wegdrückt!" Pahhh, bin ich erleichtert.
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/280227-namibia-fuer-anfaenger-teil-ii-der-norden 2013 Namibia für Anfänger Teil II - der Norden 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/270318-namibia-fuer-anfaenger.html 2012 Namibia für Anfänger 2012
3'080 Beiträge · seit 200914. Jan. 2013 · #4
Hier wird nichts weggedrückt, wir freuen uns über (fast) jeden Bericht, ich hab zwar nicht "auf schwarz geklickt" aber hab dich abonniert, freue mich auf mehr.

lg sasowewi
1'362 Beiträge · seit 201114. Jan. 2013 · #5
Herzlich Willkommen im Forum !😁
Also, ich bin auch dabei ... Gefällt mir, wie du schreibst !
Kann weitergehen, und bitte viele Fotos 😉 😁
LG, Nane 🙂
Meine Reiseberichte - Namibia/ Südafrika
111 Beiträge · seit 201214. Jan. 2013 · #7
Haha, du bist doch verrückt😄

Den Versuch am Flughafen vor manchen Mitreisenden seine Nationalität zu verbergen kenne ich nur zu gut 😈 ....und ihr habt bestimmt noch viel erlebt.... Ich freue mich 🙂
1'483 Beiträge · seit 200914. Jan. 2013 · #8
Hi,
ich Linkshänder bin auch neugierig! Ich kann zwar selbst nicht schreiben, fahre aber gere mit.

Gruß Piscator
250 Beiträge · seit 200815. Jan. 2013 · #9
Schöner Anfang, wann kommt mehr?
Tom
Themenstarter215 Beiträge · seit 201215. Jan. 2013 · #10
Hallo Piscator, hallo Tom,

bin am Bilder verkleinern und am Nerven weg schmeissen. Sobald ich die Bilder im Griff habe, geht es weiter.

Viele Grüße, Irene.
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/280227-namibia-fuer-anfaenger-teil-ii-der-norden 2013 Namibia für Anfänger Teil II - der Norden 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/270318-namibia-fuer-anfaenger.html 2012 Namibia für Anfänger 2012
Themenstarter215 Beiträge · seit 201215. Jan. 2013 · #11
Bin noch immer am Bilder verkleinern. Stelle jetzt die nächsten zwei Tage ein und füge die Bilder anschließend ein. Wenn ich das je schaffen sollte!!!

14.8.2012, zur Canon Lodge. Kilometer 420.

Nach dem reichhaltigen Frühstück war Tanken und Vorräte bunkern in Mariental angesagt. Davor hatten wir Riesenrespekt. Reiseberichte sind toll, aber manchmal lässt man sich zu sehr verunsichern. Das Tanken war überhaupt kein Problem. Der Supermarkt war bewacht und wir hatten zu keiner Zeit ein ungutes Gefühl.

Wasser, Wein, Kekse und ein paar Kleinigkeiten wollten wir besorgen. Wir schleppten jede einen Kanister mit Wasser an die Kasse – Wasser ist in der Wüste überlebensnotwendig, wie wir uns angelesen hatten. Wein auch, eh klar. An der Kasse erstaunte Blicke auf unsere Wasserkanister. „You want do buy this? Are you sure? „ Und ob wir „sure“ waren. Aber so einfach ließ uns die Kassiererin nicht davon kommen. Inzwischen hatten wir die Aufmerksamkeit von den Nebenkassen auch auf uns gezogen. Ohnehin schon vom ersten Einkauf im fernen Afrika verunsichert, gab uns das fast den Rest. Aber auch dieses Rätsel hatte seine Lösung. Wir hatten ESSIG-Kanister an die Kasse geschleppt. War außer uns schon einmal jemand so dusslig?

Aber durch unsere Dussligkeit hatten wir immer freundliche Gesichter um uns.

Dann gings weiter auf die B 1. Da muss man durch. Auch das haben wir gelernt. Aber das Neue und die völlig unbekannte Landschaft hatten auch was. Afrika!!!

Da wir eine relativ lange Strecke vor uns hatten, schränkten wir unsere Fotostops nach der ersten Stunde dann doch ein. Und dann gings kurz nach Keetmanshop ab auf unsere erste Gravelroad Richtung Canon Lodge. AFRIKA!


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Wir sind da! Und wir sind begeistert. Die Farben und die Landschaft. Und die Stille. Die Fotostops uferten allmählich aus. Eine von uns beiden hatte immer ein super Motiv vor Augen. Aber wir kamen doch irgendwann an.

Alle Beschäftigten sehr nett und hilfsbereit. Wir bekamen eines von den 3 Häuschen, die auf jeder Werbung zu sehen sind. Unsere Begeisterung nahm ungeahnte Dimensionen an. Die roten Felsen rund um die Anlage, die liebevoll eingerichteten Häuschen und überhaupt! AFRIKA!


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Uns hatte der Virus am zweiten Tag voll erfasst. Dass dieser Virus ein sehr teurer ist, bzw. in Zukunft wird war uns aber auch da schon klar.

Ausgepackt und dann die Bergschuhe (2.Tag, Vorsichtsmaßnahmen alle ausgeführt) geschnürt und eine Runde um die Anlage gedreht. Unser Tempo wurde durch eine bedrohliche Wolkenwand etwas angefacht! Kaum hatten wir die Hauptlodge erreicht, fing es auch schon an zu schütten. Später erfuhren wir, dass es in Swakop geschneit hatte und auch in Aus 10 cm Schnee gefallen sind.

Abendessen war gemütlich mit offenem Feuer in der Mitte des Raumes. Nachspeise wurde ausgelassen, da wir von Suppe und dem übrigen Essen pappsatt waren. Da ich noch meinem Laster frönen und eine Zigarette rauchen wollte, verzogen wir uns in die entsprechenden Räumlichkeiten. Dort trafen wir auf eine Swakopmunder Familie, die noch eine Rundreise durch Namibia machte, bevor sie sich in Paris aus beruflichen Gründen niederlassen wollten. Auch Stefanie kam noch zur äußerst interessanten Runde. Von Stefanie bekamen wir noch viele wertvolle Tips für die weiteren Tage. Unter anderem auch zur Klimaanlage in den Häuschen....... (inzwischen war es schon ziemlich kalt).
Plötzlich kamen auch noch zwei Frauen, die meinten „Seid ihr die beiden mutigen (?) Frauen, die allein hier unterwegs sind?“ Es waren die beiden Südtirolerinnen mit Guide vom Wendekreis des Steinbocks.

Dann gings mit einigen Verirrungen zu unserem Zuhause für diese Nacht. Zweimal standen wir vor fremden Hobbits-Häuschen. Dann eingemummelt in warme Decken noch ein Gute-Nacht-Weinchen genossen mit Blick auf den Wahnsinns-Sternenhimmel.
Keine Sattelschrecken-, keine Schlangen- und auch keine Skorpionbegnungen zu verzeichnen! Ist doch was.

Uns gefällt es hier total gut! Morgen geht’s zum Fish River Canyon.

15.8.2012 Canon Lodge – Fish River Canyon. 50 km.

Kalt, kalt, kalt.

Nach Frühstück – am Nebentisch hatten wir Franzosen, von denen einer nach dem Essen genüsslich den Teller abgeschleckt (!!!) hat, wir konnten es einfach nicht glauben – Richtung Fish River Canyon gestartet.
Eine völlig neue Eigenart von meiner Freundin entdeckt. Plötzlich fängt sie mit beiden Armen an zu rudern – als wenn sie wegfliegen wollte. Ich instinktiv auf die Bremse getreten! „Stehen bleiben, stehen bleiben, ein Viech!!! „ Die „Viecher“ bekamen im Laufe der Reise auch alle eine richtige Bezeichnung. Am Anfang taten wir uns damit etwas schwer. Ausser bei den Straußen. Die wurden von Anfang an richtig identifiziert. Man geht ja nicht umsonst in den Zoo in München.
Der Fish River Canyon war interessant, hat uns aber nicht soooo besonders beeindruckt.
Wahrscheinlich war es uns auch einfach nur zu kalt, trotz Zwiebellook.

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Haben die Rückfahrt im warmen Auto sehr genossen. Die Landschaft einfach umwerfend. Die Fotostops uferten aus. Aber wir hatten ja Zeit! AFRIKA!

Zurück bei der Lodge wärmten wir uns bei einem Cappuccino auf und erforschten anschließend die Umgebung dieser schönen Lodge. Entdeckten den Swimmingpool und die vielen anderen in die Felsen integrierten Hexenhäuschen.

Nach dem guten Abendessen ging es zurück zu unserem Zuhause und es wurden die Unmengen von Bildern abgeladen und gesichert. Ein Albtraum, wenn nur eines davon abhanden kommen würde.
Morgen geht es weiter zum Eagles Nest in Aus. Darauf freuten wir uns schon riesig. Und die Erwartung, welches Häuschen wir ergattern würden, war groß.
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/280227-namibia-fuer-anfaenger-teil-ii-der-norden 2013 Namibia für Anfänger Teil II - der Norden 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/270318-namibia-fuer-anfaenger.html 2012 Namibia für Anfänger 2012
zuletzt bearbeitet 23. Juli 2013
1'483 Beiträge · seit 200915. Jan. 2013 · #12
Danke, Irene!
Eine Neugierfrage: Hattet ihr in der Canon Lodge auch die Spatzen auf dem Buffet?
Reinhard
8'672 Beiträge · seit 201015. Jan. 2013 · #14
Hello Irene, da bin ich doch glatt auch mit dabei! Weckt Eure Tour bei mir doch viele Erinnerungen - wobei ich es für euch ja schon sehr schade finde, dass in der Canon Lodge keine Sattelschrecken waren 😛 !

Interessant ist für mich auch die "2 Frauen in Afrika"-Variante, die für mich dieses Jahr ansteht (allerdings eine Weichei/Warmduscher-Reise ohne Selberfahren) - und in Zukunft - je nachdem wen ich bequatschen kann - sicher auch wieder eine Option sein wird.... 😎 Oder ich zieh ganz alleine los, da hab ich auch schon was im Kopf 🤪

Aber genug gequasselt - ich will dich nicht länger am Weiterschreiben hindern 🙂 - dein Stil gefällt mir sehr gut! Und irgendwann kommen ja dann auch die Fotos, richtig? 😛 😎 😗 (denn es klappt ja und sieht vielversprechend aus!)

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 15. Jan. 2013
730 Beiträge · seit 200615. Jan. 2013 · #15
Hallo Irene,

ich bin dann auch dabei. Toller Bericht. Du hast ja eine herzerfrischende Artr zu schreiben. Macht Spaß. Ein paar Eurer Stationen kenne ich auch (Anib, Canon Lodge, Koiimasis) und da ist es immer schön, mal wieder etwas davon zu hören/sehen.

Freue mich auf die Fortsetzung.

Viele Grüße
ina
Unsere Website - Reisen ins südliche Afrika: www.inado.de => SCHWERPUNKT KGALAGADI
Themenstarter215 Beiträge · seit 201215. Jan. 2013 · #17
Hallo Bele, hallo Ina,

Bele, deinen Reisebericht habe ich auch verschlungen. Kenne Euch alle durch das Mitlesen richtig gut. Es freut mich, dass Ihr mit dabei seid.
Mit den Bildern klappt es - meinem Sohn sei Dank!!! - hoffentlich ohne dessen Hilfe in Zukunft auch.
Morgen gehts weiter.
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/280227-namibia-fuer-anfaenger-teil-ii-der-norden 2013 Namibia für Anfänger Teil II - der Norden 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/270318-namibia-fuer-anfaenger.html 2012 Namibia für Anfänger 2012
1'159 Beiträge · seit 200715. Jan. 2013 · #18
Hallo,

schön zu lesender Bericht! Aber
TiaRosario schrieb:Später erfuhren wir, dass es in Swakop geschneit hatte
ist wohl eine Fehlinformation. Durch den Benguela Strom vor der Tür ist es im Sommer hier nicht so heiß und im Winter nicht so kalt. Obwohl der letzte Winter schon recht ungemütlich war; geschneit hat es in Swakopmund nicht.

Sonnige Grüsse!
Oshivambo Enda nawa Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)
5'479 Beiträge · seit 200916. Jan. 2013 · #19
TiaRosario schrieb:
IMG_0092.jpg

...und den habt Ihr ausgeschlagen. 😮 Die meisten hier im Forum träumen von solch einem Upgrade.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
2'396 Beiträge · seit 201116. Jan. 2013 · #20
Hallo Irene,

ich klemme mich dann auch mal in Euren kleinen Nissan X-Trail, auch wenn mir, da muss ich Topobär recht geben, der große lieber gewesen wäre. 😎
Die Geschichte mit dem Essig war gut! 😄 Véro hat in Kenia mal Pflaumen in Dosen statt Tomaten erwischt, sah auf dem Etikett aber auch ähnlich aus. Leider hat uns an der Kasse niemand gewarnt. 😕 Als alle anderen Vorräte alle waren, gab es dann Spaghetti in Pflaumensauce! 🤢 Véro behauptet heute noch, dass es so schlecht nicht war! 🤩 Nachkochen soll ich das Rezept trotzdem nicht! 😄

LG aus dem grauen Hamburg,

Karsten
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