Mashatu, Krüger & Co - SAF 2012

103 Antworten · 34,2k Aufrufe · gestartet 01. Dez. 2012 von DocHoliday
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1’362 Beiträge · seit 201113. Dez. 2012 ·
Hallo Doc,
Bin wieder mal total begeistert von Deinen Fotos und Erlebnissen !! Und auf das Pafuri Camp ( wir sind 3 Nächte dort im Mai) freue ich mich jetzt um so mehr ... Kann ja wahrscheinlich nicht mithalten bei deinen Tiersichtungen in Mashatu, aber der direkte Kontakt im Camp hat doch auch etwas...
Und wann macht man schonmal Elefanten- Nacktbilder 😄 😄 😄 Hätt' ich gern gesehen... Den Elefanten natürlich...;) 😄
Morgen sollte es aber schon weiter gehen, oder ??
LG, Nane 🙂
Meine Reiseberichte - Namibia/ Südafrika
Themenstarter272 Beiträge · seit 200814. Dez. 2012 ·
Parfuri hat mir sehr gut gefallen. Landschaftlich schöne Ecke da oben und so wenig Tiere habe ich dort nun auch nicht gesehen. 😉
Gruß Dirk
Themenstarter272 Beiträge · seit 200814. Dez. 2012 ·
31.8.12

Morgens wieder die übliche Routine vor dem Game Drive. Heute ging es Richtung Norden zum Fever Tree Forest und zum Crooks Corner im Dreiländereck Simbawe, Mozambique und Südafrika.
Gleich nachdem wir die Lodge verlassen hatten, wartete ein Schakal auf uns und hinter dem nächsten Baum der erste Elefant des Tages.





Das ist übrigens Martin, unser Guide. Er ist Südafrikaner, der in England Karriere gemacht hat und dort offensichtlich gut verdient hat. Nachdem Haus und Auto bezahlt waren und seine Frau nach Erziehungszeit wieder arbeiten ging, hat er seinen Job an den Nagel gehängt und seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Man merkte ihm an, dass dies nicht nur ein Job zum Geld verdienen ist sondern wirklich seine Leidenschaft.



Der Fever Tree Forest hat mich fasziniert. Die Farben, das Licht, alles!






(Eine etwas größere Variante gibt es hier (noch mal auf das Bild klicken). Das Original hat 100 MP ;))

Im Fever Tree Forest begegenten uns zunächst einige Büffel



und dann zwei Elefantenbullen





Die beiden suchten sich genau die Fahrspur aus, um in Ruhe zu fressen. Wir hatten also viel Zeit, sie in ausführlich zu beobachten.




Nach unserer Kaffeepause am Ufer stiegen wir hinunter in das trockene Bett des Limpopo.



Ca. 50 m links von mir beginnt Simbabwe und geradeaus sind es 200m bis Mozambique. Diese Ecke hat schon immer Wilderer, Schmuggler und anderes zwielichtiges Volk angezogen, daher der Name Croks Corner. Auch heute noch sind Wilderer, die hier über die Grenze kommen, leider ein echtes Problem.

Der Luvuvhu River, der hier in den Limpopo mündet ist mit einem kleinen Damm aufgestaut und führt deshalb noch Wasser.





Leider nicht ganz scharf aber mit dem 500er aus der Hand ist das auch nicht so ienfach.

Nach einem letzteren leckeren Brunch war es vorbei mit dem angenehmen Rhythmus aus essen, Gamedrive, essen, Gamedrive, essen, schlafen, essen, etc., etc.
Die nächsten Tage musste ich selber fahren und in den stattlichen Restcamps dafür sorgen, etwas zu essen zu bekommen.

Mein Tagesziel für heute war Shingwedzi, auf direktem Weg ca. 90 km entfernt. Aber wer fährt im Krüger schon den direkten Weg?
Gleich nach verlassen des Camps musste ich an der Brücke über den Luvuvhu schon wieder anhalten, um diese Meerkatzen zu knipsen.





Hinter der Brücke bin ich links abgebogen um auf gut ausgebauter Schotterpiste (S63) den Luvuvhu River entlang noch einmal bis zum Crook Corner zu fahren. Dabei musste ich aufpassen, diesen Rock Monitor nicht unter die Räder zu bekommen, der direkt vor mir über die Piste lief.



Ganz schöner Brocken, sicher 2m lang.
Von den Aussichtspunkten am Fluss hatte man immer wieder einen Blick auf diverse Hippos, die faul in der Gegend herum lagen.



Einzig der neugierige Nachwuchs ließ sich gelegentlich zu etwas Bewegung hinreißen.



Auf dem Weg nach Shingwedzi über die H1 habe ich immer wieder Elefanten gesehen, mal einzeln, mal in Gruppen, mal von nah, mal von fern. Insgesamt habe ich sicher 100 Elis gesehen.



Aber ich will Euch nicht nur Elefantenbilder zeigen. Auch etwas kleinere Tierchen haben ja durchaus ihren Reiz. Zum Beispiel diverse Vögel, die mir vor die Linse flatterten, wie diese Gabelracke



oder ein Hornbill (Toko), mein Lieblingspiepmatz, der an einem Picknickplatz geduldig für mich posierte.



Sogar seinen deutlich selteneren Cousin, den Ground Hornbill (Hornrabe) bekam ich vor die Linse. So einen hatte ich bisher noch nie gesehen.



Als ich mich gerade von einer der vielen Elefantengruppen losgerissen hatte, sah ich rechts im Gebüsch ein paar Antilopen, die mir seltsam vorkamen. Seltsam deshalb, weil ich solche Antilopen noch nie gesehen hatten. Es waren Roan Antilopen (Pferdeantilopen). Wow, Glück gehabt, dass ich die entdeckt habe. Und noch mehr Glück, dass sie aus den dichten Mopane-Sträuchern heraus auf mich zu kamen.







Nachdem ich in Shingwedzi eingescheckt hatte und das nötige für den Abend gekauft hatte (Brot, Fleisch zum grillen, Rotwein, Bier, Wasser, Kohle, Anzünder, etc.), bin ich westlich vom Camp am Kanniedod Reservoir entlang gefahren.
Natürlich gab es auch hier Elefanten.





Aber ich bekam auch noch zwei Tierarten zu sehen, die ich bisher noch nicht vor die Kamera bekommen hatte. Zuerst die beiden Tsessebe (Leierantilope), die hier malerisch, den einhörnigen Wasserbock umrahmen



Und dann – im wahrsten Sinne des Wortes – kurz vor Toresschluss diese Marabus.



Hatte ich geschrieben, Geier seien hässlich? Ich möchte mich für die Aussage in aller Form entschuldigen und sie mit großem Bedauern zurück nehmen. Im Vergleich zu Marabus sind Geier liebliche Schönheiten!



Trotzdem mag ich sie, die Marabus.

Dank großzügiger Auslegung des Tempolimits habe ich es geschafft, 2 Minuten vor der Zeit wieder im Camp zu sein.
Es dauerte nicht lange, bis ich mit einem kühlen Bier in der Hand ins Feuer geschaut habe Die Kohle war schnell heiß und zum Abemdessen gab es Kudu und ein Gemüsecurry aus der Dose, begleitet von einem guten Rotwein. So lässt es sich aushalten!
Gruß Dirk
1’117 Beiträge · seit 201014. Dez. 2012 ·
Hallo Dirk,

danke für den interessanten Bericht und die Superfotos! 🙂

Von Mashatu hatte ich schon sehr Positives gehört - nun steht es definitiv mit auf der "Hin wollen Liste"!
Ich glaube, aus dem Hide wäre ich nicht mehr raus gekommen... 😗

Liebe Grüße
Beate
1’242 Beiträge · seit 200915. Dez. 2012 ·
Hallo Doc,

WOW, was für traumhafte Bilder 🤩 🤩 🤩 . Eins schöner als das andere.

Vielen vielen Dank dass du uns mitreisen lässt.

Liebe Grüsse
Lil
Namibia das 1. Mal http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/163129-namibia-das-1-mal-reisebericht.html Endlich Hippos - SA 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280235-endlich-hippos-sa-2013.html ZIM - BOT 2014 Träume werden wahr http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283689-zim-bot-2014-traeume-werden-wahr.html
326 Beiträge · seit 201115. Dez. 2012 ·
Danke für den genialen Reisebericht. Ist wie live dabei und dazu die perfekten Bilder.
Warte auch bereits sehnsüchtig auf die kommenden Tage...

Kurze Frage zur Fotoausrüstung. Mit welcher Kamera, Objektiv und Einstellung hast Du z.B. die Leo-Bilder in Botswana geschossen?

Nochmal Danke!
cfm
Nimm das Leben nicht so ernst, du kommst da doch nicht lebend wieder raus! Reiseberichte: KTP 2012 | Addo 2012 | Hluhluwe-iMfolozi 2013 | KTP 2013 | Mokala 2013 | Rundreise Südafrika 2013
zuletzt bearbeitet 16. Dez. 2012
1’115 Beiträge · seit 201015. Dez. 2012 ·
Hallo DocHoliday,

Da hast Du mit Deiner Roan-Sichtung wirklich den Vogel abgeschossen. Diese habe ich mindestens seit 10 Jahren nicht mehr gesehen im Krüger - sind seltener zu sehen als Geparde (oder wie im Moment geschossene Nashörner - vor 3 Wochen unmittelbar nach dem Timbavati Picnic-Platz im Krüger)!

Gruss Rajang
Themenstarter272 Beiträge · seit 200817. Dez. 2012 ·
cfm2010 schrieb:Kurze Frage zur Fotoausrüstung. Mit welcher Kamera, Objektiv und Einstellung hast Du z.B. die Leo-Bilder in Botswana geschossen?
Canon EOS 5DIII und 7D und daran meistens das 100-400mm oder das 500mm.
Rajang schrieb:

Da hast Du mit Deiner Roan-Sichtung wirklich den Vogel abgeschossen. Diese habe ich mindestens seit 10 Jahren nicht mehr gesehen im Krüger - sind seltener zu sehen als Geparde
De Roan-Sichtung war ein absolutes Highlight. Und das ganz direkt an der Hauptstraße!
Gruß Dirk
Themenstarter272 Beiträge · seit 200819. Dez. 2012 ·
1.9.12

Nach den üblichen Morgenverrichtungen rollte ich früh durch das gerade geöffnete Tor . Mein Tagesziel war heute das Mopani Camp aber zunächst bin ich ein Stückchen nach Norden gefahren und habe den Mphongolo Loop unter die Räder genommen (S56). Der verläuft durch mehr oder weniger dichtes Mopane Shrubveld entlang des gleichnamigen Flusses, auf den man von einigen Aussichtspunkten schauen kann. Außer mir schien niemand hier unterwegs zu sein. Zumindest habe ich die erste Stunde oder so kein anderes Auto gesehen.
Ganz alleine war ich aber zum Glück auch nicht. So begegnete mir zum Beispiel dieser Sharpe's Grysbock – schon wieder eine Premiere für mich.



Immer wieder habe ich auch ein paar Impalas gesehen aber allzu viel war nicht los. Dann erregte eine Bewegung im Gegenlicht meine Aufmerksamkeit. Bei genauerem hinsehen erkannte ich, dass eine Löwin direkt aus der tiefstehenden Sonne auf mich zu kam. Glücklicherweise lies sie sich von meinem Auto nicht stören und überquerte mit einem Antilopenbein im Maul direkt vor mir die Piste.



Dann verschwand sie im Unterholz. Ich konnte gerade noch erkennen, dass sie das Bein dort im Gebüsch abgelegt hatte. Als ich gerade weiter fahren wollte bewegte sich was im Unterholz und hintereinander tauchten 4 Löwenjunge auf, die sofort begannen sich um das Bein zu balgen. Nach kurzer Zeit blickten sie auf einmal erschreckt auf.



Als ich mich umsah, verstand ich warum. Eine Elefantenhorde kam schnurstracks auf sie zu. Ruck zuck waren die 4 verschwunden. Einer war dann aber doch mutig und am noch einmal zurück, um die Beute zu retten.



Dann waren sie alle im Gebüsch verschwunden und tauchten auch nicht wieder auf. Also bin ich weiter zu einem Wasserloch in der Nähe, wo als erstes die Störenfriede von gerade auftauchten.



Aber auch sonst war es ganz kurzweilig dort. Als erstes stille ein Tawny Eagle seinen Durst.



Dann schaute die Löwenmama von vorhin vorbei (ich nehme zumindest an, dass es die selbe war).





Aus sicherer Distanz beobachtete ein Bateleur (Gaukler) die Szene.



Nachdem ich die Hauptstraße wieder erreicht hatte, ging es jetzt nach Süden Richtung Mopani. In der Nähe von Shingwedzi konnte ich diesem Elefanten bei seinen recht akrobatischen Bemühungen beobachten. Zwischendurch stand er auch mal auf den Hinterbeinen um an höhere Äste ran zu kommen aber da war ich zu langsam mit der Kamera.




Unterwegs habe ich einen kleinen Abstecher auf die S52 und den 'Red Rock Causeway' gemacht, wo man vom Viewpoint eine ganz hübsche Sicht auf ein Wasserloch und – wie der Name schon sagt – rote Felsen hat. Ein paar Elefanten genossen hier das kühle Nass.





In Mopani habe ich meine Hütte bezogen nd erst einmal auf der Terrasse die Sonne und einen Kaffee genossen. Dabei konnte ich in Ruhe diese Echse beobachten, die sich gleich neben mir sonnte.



Nachmittags bin ich diverse Aussichtspunkte entlang des Tsende River und des Pioneer Reservoirs abgefahren. Dabei habe ich ein paar interessante Wasservögel gesehen. Zum Beispiel diesen Sattelstorch mit seinem schönen bunten Schnabel.



Dieser Storch hört auf den schönen Namen 'Mohrenklaffschnabel' (African Openbill), leider hatte er kein Glück beim Fischfang.





So langsam ging es jetzt auf den Sonnenuntergang zu und es war Zeit, mich wieder auf den Rückweg ins Camp zu machen.



Kurz vor dem Camp wartete noch eine Gruppe Tsessebes auf mich.



Bevor ich fürs Abendessen einkaufen gegangen bin habe ich noch ein wenig die Aussicht aufs Pioneer Reservoir genossen und dabei ein älteres Ehepaar wieder getroffen, mit dem ich die Game Drives in Parfuri zusammen gemacht hatte.



Nach diesem netten Plausch meldete sich mein Magen vernehmlich. Also schnell eingekauft und den Grill angeworfen. Es gab die übliche „Afrika-Diät“ - rote Fleisch vom Grill (heute Gnu), ein bisschen Alibi-Gemüse und roten Wein.
Gruß Dirk
2’085 Beiträge · seit 201219. Dez. 2012 ·
... ach ist das wieder schön!!!
Ich war ja anfangs eigentlich "nur" aus rein egoistischen Gründen am Mashatu interessiert und bin im Moment eh nur selten auf einen Sprung im Forum unterwegs, aber es bleibt wie es ist und lohnt sich doch immer und immer wieder. Begeisterte Grüße
Franzicke
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
4’450 Beiträge · seit 200819. Dez. 2012 ·
Hallo Dirk,
was für tolle Eindrücke wieder und die Bilder erst. 🤩 🤩
Ich finde es wirklich sehr schön, das Du soviel Unterschiedliche Spezies uns zeigst. 🙂 Obwohl mir die Löwenbilder ja sehr gut gefallen. 🤩

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Themenstarter272 Beiträge · seit 200819. Dez. 2012 ·
franzicke schrieb:... ach ist das wieder schön!!!
...
und lohnt sich doch immer und immer wieder. Begeisterte Grüße
Franzicke
Danke!
engelstrompete schrieb:
Ich finde es wirklich sehr schön, das Du soviel Unterschiedliche Spezies uns zeigst. 🙂
Es gibt dort einfach so viel zu sehen und irgend wie ist doch jede Tierart schön und sehenswert.
casimodo schrieb:
erste Sahne 😎
Ich bin zu 100% Doc Holiday Fan 😛
Zuviel der Ehre!:)
Gruß Dirk
Themenstarter272 Beiträge · seit 200819. Dez. 2012 ·
Ich hatte heute ein bisschen Zeit, deshlab git es gleich noch einen Tag hinterher:

2.9.12

Morgens früh bin ich die S146 nach Westen gefahren bis zum Stapelkopdam. Unterweg habe ich nur ein paar Wasserböcke gesehen. Sonst gab es nicht knipswürdiges.



Am Stapelkopdam habe ich eine ganze Weile darauf gewartet, dass einer der beiden Fischadler, die dort in den Bäumen saßen auf Fischfang gehen würde.



Sie taten mir den Gefallen aber nicht. Außer einer Impalaherde in weiter Ferne gab es nur noch diesen Hagedasch (Hadada Ibis) zu beobachten.



Nach einer Weile erhob sich tatsächlich doch noch einer der beiden Fischadler in die Lüfte aber leider nur um am gegenüberliegenden Ufer über den Bäumen zu verschwinden.



Das gleiche habe ich dann auch getan (verschwinden) und mich wieder auf den Weg zurück Richtung Mopani gemacht. Unterwegs kam mir dieser Gelbschnabeltoko vor die Linse, der geduldig für mich posiert hat.



Zurück in Mopani habe ich mir ein 2. Frühstück gegönnt und ein Weilchen faul auf der Terrasse abgehangen, Kaffee getrunken und gelesen, was Keith Richards so über Mick Jager zu lästern hat. Am Nachmittag ging es nochmal zu der Red Rock Area, die ich gestern schon besucht hatte. Hier sollen in den letzten tagen mehrfach Leoparden beobachtet worden sein. Ich kann es vorweg nehmen – heute war keiner da.
Aber dafür wieder ein paar Elefanten.



Ich bin von dort aus ein Stück am Shingwedzi River entlang gefahren, wo mir kurz hinter der Brücke über den Fluss dieser Elefant begegnete, der die größten Stoßzähne trug, die ich auf dieser Reise gesehen habe.



Inzwischen war die Sonne raus gekommen (bisher war es den ganzen Tag leicht bedeckt gewesen) und das Gefieder dieses Glanzstars machte seinem Name alle Ehre.



Der Rotschnabeltoko glänzte zwar nicht aber gefiel mir trotzdem. Außerdem hatten wir ja heute morgen schon die 'Flying Banana', da musste natürlich auch noch eine 'Flying Chili Pepper' her.



Ein paar mehr Elefanten gab es auch noch zu sehen.



Zurück bei den Red Rocks wartete ich noch eine Weile vergebens auf den Leoparden. Immerhin ließ sich diese Pavianfamilie auf den roten Felsen sehen, allerdings nur in recht weiter Ferne.



Ich wäre ja noch ein bisschen geblieben und hätte auf Herrn oder Frau Leopard gewartet aber ein Blick auf die Uhr zeigte, dass es langsam Zeit wurde, den Rückweg anzutreten.
Der wurde allerdings schon nach einigen Hundert Metern durch eine Impalaherde auf der Piste gestoppt.



Für das eine oder andere Wasserloch blieb auf dem Rückweg noch Zeit aber es wollte sich so recht niemand dort sehen lassen. Die Viecher haben wahrscheinlich gewartet, dass endlich die Sonne untergeht und die lästigen Touris wieder in ihren Camps hinter Gittern sind bevor sie sich aus der Deckung bewegt haben.



Als nächstes wollte dieser Baobab auf den Sensor gebannt werden, der mir schon vorher beim vorbei fahren mehrfach aufgefallen war.



Kurz vor dem Abzweig nach Mopani gab es dann noch einmal einiges zu sehen. Zuerst waren mir nur drei Elefanten aufgefallen, die auf einer kleinen Lichtung standen. Aber bei genauerem hinsehen waren eigentlich überall Elefanten. Auch das nächste Bild zeigt nur einen kleinen Teil der Herde, die insgesamt aus mehr als 100 Tieren bestand.



Zum Glück waren wir schon ziemlich nahe an Mopani, so dass ich bis zum letzten Licht bleiben konnte und immer noch pünktlich am Tor war.







Zum Abendessen gab es heute eine Abwechslung - kein Wild sondern Boerewors kam auf den Grill. Auch nicht schlecht! Ziemlich fett aber lecker gewürzt. Dazu gab es ein paar Kartoffeln aus der Glut und etwas Salat, den sich der Camp-Store mit Gold hatte aufwiegen lassen. Davor ein kühles Bier gegen den Durst, dazu ein Rotwein und schon war ich glücklich 😉
Gruß Dirk
zuletzt bearbeitet 20. Dez. 2012
8’763 Beiträge · seit 201020. Dez. 2012 ·
Guten Morgen Doc,

da blieb mir doch beinahe das Frühstück im Halse stecken beim Anblick des Antilopenbeins ums halb sechs 🤢 ! Hab schnell ne Tasse Kaffee nachgegossen 😉

Mannomann, du haust die Sichtungen ja nur so raus - und was das Geniale ist: du hast auch noch wunderschöne Fotos davon gemacht! Vorallem das Licht bei deinen Bildern und die entsprechenden Farben beeindrucken mich sehr! Aber auch der Text ist gut zu lesen - also Doc, 1, setzen, weiter so! 😄

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 20. Dez. 2012
Themenstarter272 Beiträge · seit 200820. Dez. 2012 ·
3.9.12

Heute begann der Tag mit ein bisschen Sonnenaufgangskitsch – muss auch mal sein 😉



An den Wasserlöchern Richtung Norden war nichts los, so dass ich bald wieder abgehauen bin. Dabei kam ich noch mal an dem großen Baobab vorbei. Sieht auch morgens ganz eindrucksvoll aus.



Am Camp vorbei bin ich zu den beiden Hides am Pioneer Reservoir gefahren. Auf dem Weg dan konnte ich schon en paar Hippos beobachten, die allerdings keine Anstalten machten, mir ein wenig Action zu bieten.





Von den Hides aus, gab es im wesentlichen auch nur Aussicht zu bewundern.



Nur ein paar vereinzelte Vögelchen waren zu sehen.



Also habe ich mich langsam auf den Weg Richtung Letaba gemacht, wo ich heute übernachten wollte. Zunächst kamen noch ein paar Vogelbeobachtungen dazu.
Dieser Braunkopfliest (Brown-hooded Kingfisher) fiel nur wegen seines roten Schnabels auf.



Die nächsten Vögel waren dagegen nicht zu übersehen. Gleich mehrere Bäume saßen über und über voll mit Weißrückengeiern.





Sa fast aus wie Bundestagssitzung bei Geiers. Selbst dieser Giraffe kam das seltsam vor.




An einem Aussichtspunkt über einem Fluss habe ich eine kleine Frühstückspause eingelegt. Aus dem Augenwinkel sah ich weit unter mir ein Krokodil faul in der Gegend herum liegen. Auf einmal hörte ich ein platschen und als ich mich umdrehte, war das Krokodil verschwunden. Aber nach kurzer Zeit tauchte es wieder auf und hatte einen großen Catfish (Wels) im Maul, den es erst einmal ans Ufer schaffte.



Interessant fand ich, dass sofort diverse Schildkröten auftauchten und begannen, an dem Fisch herum zu nagen, den das Krokodil noch im Maul hatte. Angst schienen sie überhaupt keine zu haben.



Der Fisch war ganz schön groß (ich schätze mal einen Meter lang und mindestens 10 bis 20 kg schwer) und das Croc hatte ganz schön zu kämpfen damit.



Letztlich habe ich nicht sehen könne, wie es den Fisch verspeist hat, weil es mit ihm abgetaucht ist.

Weiter bin ich nicht den direkten Weg nach Letaba gefahren sondern habe diverse Schlenker gemacht (H14, S133, S131, S132, H9). Auch unterwegs habe ich natürlich immer wieder ein paar Tiere gesehen, wie Elefanten, Zebras und mehr Krokodile.







Relativhoch über dem Nhlanganinidam konnte man von einem Aussichtspunkt erneut Elefanten und Büffel beobachten.





In Letaba habe ich eingescheckt, fürs Abendessen eingekauft und ein halbes Stündchen Bubu gemacht. Dann war ich schon wieder on the road. Am Nachmittag bin ich über die S46, S93 und S44 am Letaba entlang gefahren und dann über die S44 oberhalb des Olifants River und die H8 wieder zurück nach Letaba.
Dabei habe ich eine Menge Antilopen und eine größere Büffelherde gesehen.






Auch ein Grysbock war wieder dabei.


Am späten Nachmittag kam ich zu den Aussichtspunkten oberhalb des Olifants River und habe das schöne Licht genossen.





Dabei habe ich ein wenig zu viel Zeit verplempert, so dass ich auf der Rückfahrt etwas Gas geben musste, um noch rechtzeitig vor Sonnenuntergang wieder im Camp zu sein.
Wie man an dieser Aufnahmen sehen kann, war das durchaus etwas knapp. Ab da hatte ich noch fast eine halbe Stunde zu fahren.



Zum Abendessen gab es ... aber das könnt Ihr Euch wahrscheinlich inzwischen denken 😉
Gruß Dirk
8’763 Beiträge · seit 201022. Dez. 2012 ·
Also ehrlich, Herr Doktor, Sie sind unmöglich 😛 !

Unsereins freut sich total über eine Löwensichtung - der Herr Doktor findet einen mit einem Antilopenbein im Maul! 🤩

Wir sind erstaunt über die großen Krokodile - das Exemplar vom Doc fängt vor seinen Augen einen Fisch! 🤩

Wenn das so weitergeht, wird am Schluss ein Tourist vor laufender Kamera von einem Leoparden gefressen..... 😎

Ab Übermorgen hab ich wieder mehr Zeit zum Lesen - du kannst also schon mal weiterschreiben 😄

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 23. Dez. 2012
Themenstarter272 Beiträge · seit 200822. Dez. 2012 ·
Champagner schrieb:Unsereins freut sich total über eine Löwensichtung - der Herr Doktor findet einen mit einem Antilopenbein im Maul! 🤩

Wir sind erstaunt über die großen Krokodile - das Exemplar vom Doc fängt vor seinen Augen einen Fisch! 🤩
Ist das nicht normal? 😛
Champagner schrieb:Wenn das wo weitergeht, wird am Schluss ein Tourist vor laufender Kamera von einem Leoparden gefressen..... 😎
Den habe ich ausgelassen 😉
Champagner schrieb:Ab Übermorgen hab ich wieder mehr Zeit zum Lesen - du kannst also schon mal weiterschreiben 😄
Zu Befehl! Schon in Arbeit.
Gruß Dirk
Themenstarter272 Beiträge · seit 200822. Dez. 2012 ·
4.9.12

Heute war vorerst der letzte Tag im Krüger. Als kleines Intermezzo wollte ich der Panoramaroute einen Besuch abstatten. Leider sagte der Wetterbericht für die nächsten Tage für den gesamten Osten Südafrikas Regen voraus. Morgens war es zumindest noch trocken, wenn auch überwiegend bedeckt.
Also habe ich die Zeit noch für einen morgendlichen Gamedrive benutzt. Ich bin ein Stückchen auf der H1-6 noch Norden gefahren und dann auf die andere Seite des Letaba. Unterwegs habe ich ein paar Wasserböcke gesehen, sonst war nicht viel los.



Als ich gerade auf der Brücke über den Fluss stand und etwas die Landschaft knipste



kreuzten diverse Elefantengruppen das Flussbett, die es ziemlich eilig zu haben schienen.



Auch am Wasser haben sie sich nicht lange aufgehalten sondern wurden von der Leitkuh recht schnell weiter die Böschung hochgejagt.





Keine Ahnung, was sie auf der anderen Flussseite aufgeschreckt hat. Zu sehen war nichts. Ein einsames Hippo traute sich auch aus dem Wasser, nachdem die Aufregung vorbei war.



Auf dem Weg bis zum Engelharddam habe ich vor allem diverse Vögel bewundern dürfen. Unter anderem einen Fischadler, der eine ganze Weile über mir kreiste und einen Kampfadler, der sich leider von seinem Baum nicht wegrühren wollte.





An diesem Baustirn-Blatthühnchen (African Jacana) haben mich vor allem die langen Zehen fasziniert, mit denen es auf den Blättern der Wasserpflanzen umher laufen kann.



Bei diesem Storch bin ich mir nicht ganz sicher, was ich da eigentlich geknipst habe. Meiner Meinung nach müsste es ein junger Wollhalsstorch sein.



Zwischendurch habe ich als kleine Farbtupfer einen Weißstirnspint gesehen und konnte mal wieder nicht widerstehen ein paar Bilder von meinem Lieblingsvogel zu machen.





Auf dem Weg zum Phalaborwa-Gate habe ich dann auch wieder ein paar Vierbeiner zu Gesicht bekommen. Neben Zebra und Warzenschwein wurde ich auch von ein paar weiteren Rüsseltieren aus dem Park verabschiedet.







Kurz vor dem Parkausgang habe ich bei der Masorini Archeological Zeit eine kleine Führung mitgemacht und mir erklären lassen, wie an diesem Ort mit eisenzeitlicher Technologie bis ins 19.Jhdt. Eisen geschmolzen wurde.



Ein kleiner Abstecher zur Sable Hide brachte keine weiteren Tiersichtungen.



Pünktlich als ich den Park verließ fing es an zu regnen und hörte auch nicht mehr auf. Die Fahrt nach Haziview verlief eigentlich ereignislos, wären da nicht ein paar Straßenräuber gewesen, die mir aufgelauert haben. Und die trugen sogar Uniform.
Kurz hinter dem Örtchen Casteel stoppte ein Kleinbus direkt vor mir, um Fahrgäste aufzunehmen und blockierte die halbe Straße. Da man erst noch ausführlich diskutieren musste, wer mit will, wohin und zu welchem Preis, bin ich bei der nächsten Lücke im Gegenverkehr dran vorbei gefahren. Dafür wurde ich 50 m weiter von 2 Polizistinnen raus gewunken. Für überholen im Überholverbot und überfahren der durchgezogenen Linie sollte ich 1000 Rand Strafe zahlen. Kam mir recht viel vor, aber bitte. Misstrauisch wurde ich, als sie sagten, sie hätten aber keine Formulare vorbei. Es entspann sich etwa folgendes Gespräch:

Ich: „Und was machen wir jetzt?“
Straßenräuber: „Sie müssen zurück nach Hoedspruit zur Polizeistation und dort bezahlen.“
Ich: „O.k., mache ich. Geben Sie mir die Adresse.“
Straßenräuber: „Das finden sie nicht, da müssten wir mitfahren.“
Ich: „O.k., dann los.“
Straßenräuber: „Wir können hier aber nicht weg.“
Ich: „Kein Problem, ich habe ein Navi. Geben Sie mir einfach die Adresse, dann finde ich das schon.“
Straßenräuber: „Außerdem ist es jetzt zu spät. Die Station schließt bald. Dann müssen Sie morgen da hin fahren.“

An dieser Stelle habe ich ernsthaft überlegt, das Spielchen noch eine Weile weiter zu treiben aber irgend wann wollte ich ja im Hotel ankommen. Also habe ich die Frage gestellt, auf die die beiden offensichtlich gewartet haben.

Ich: „Brauche ich den überhaupt ein Formular?“
Straßenräuber: „Nicht unbedingt. Geben Sie uns das Geld und wir zahlen es bei der Polizeistation ein.“
Ich: „Dann machen wir das so.“
Straßenräuber: „Eigentlich war das Vergehen auch gar nicht so schlimm. Wenn Sie jetzt gleich bezahlen, würden 500 Rand ausreichen.“

2 Minuten später bin ich 500 Rand ärmer und mit der Erfahrung, wie Korruption in Südafrika funktioniert weiter gefahren.

Übernachtet habe ich in Hazyviewv im Rissington Inn. Hübsches, etwas außerhalb gelegenes Hotel mit eigenem Restaurant. Beides sehr zu empfehlen. Da das Hotel nicht ausgebucht war, bekam ich ein kostenloses Upgrade auf eine Garden Suite.







Da es immer noch regnete, habe ich den Rest des Nachmittags mit lesen und faulenzen verbracht.
Das Essen im Hotel war sehr gut, der Wein dazu auch. Nach dem Essen habe ich noch einen Absacker an der Bar genommen. Als ich dem Hotelbesitzer die Story von den Straßenräubern erzählt habe, wurde er richtig wütend. Er meinte, solche Polizisten würden Südafrikas Ruf ruinieren und hat sich 1000x entschuldigt. Ich habe ihn beruhigt, dass so ein Erlebnis mir nicht dieses wunderschöne Land verderben könnte und habe daraufhin als „Schadensersatz“ einen Brandy ausgegeben bekommen.
Danach hatte ich endgültig die nötige Bettschwere erreicht. 😉
Gruß Dirk
4’450 Beiträge · seit 200822. Dez. 2012 ·
Hallo Dirk,
Du schreibst:

Ich: „Und was machen wir jetzt?“
Straßenräuber: „Sie müssen zurück nach Hoedspruit zur Polizeistation und dort bezahlen.“
Ich: „O.k., mache ich. Geben Sie mir die Adresse.“
Straßenräuber: „Das finden sie nicht, da müssten wir mitfahren.“
Ich: „O.k., dann los.“
Straßenräuber: „Wir können hier aber nicht weg.“
Ich: „Kein Problem, ich habe ein Navi. Geben Sie mir einfach die Adresse, dann finde ich das schon.“
Straßenräuber: „Außerdem ist es jetzt zu spät. Die Station schließt bald. Dann müssen Sie morgen da hin fahren.“

An dieser Stelle habe ich ernsthaft überlegt, das Spielchen noch eine Weile weiter zu treiben aber irgend wann wollte ich ja im Hotel ankommen. Also habe ich die Frage gestellt, auf die die beiden offensichtlich gewartet haben.

Ich: „Brauche ich den überhaupt ein Formular?“
Straßenräuber: „Nicht unbedingt. Geben Sie uns das Geld und wir zahlen es bei der Polizeistation ein.“
Ich: „Dann machen wir das so.“
Straßenräuber: „Eigentlich war das Vergehen auch gar nicht so schlimm. Wenn Sie jetzt gleich bezahlen, würden 500 Rand ausreichen.“

2 Minuten später bin ich 500 Rand ärmer und mit der Erfahrung, wie Korruption in Südafrika funktioniert weiter gefahren.


Vielen Dank für diese "Warnung" , ich habe mir das mal kopiert und werde an dieser Stelle dann mal sehr vorsichtig fahren. 😠

Wieder tolle Bilder, auch für ein "Birder" baie Dankie.

Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
zuletzt bearbeitet 22. Dez. 2012