Champagner schrieb:
Einen fröhlichen Jahreswechsel wünsche ich - aber lass dich dadurch nicht am Weiterschreiben hindern 😎
LG Bele
EInen guten Rutsch wünsche ich auch. Und da ich ja die Zeit bis zur Party irgendwie rum kriegen muss, gibt es noch einen Tag aus Südafrika.
9.9.12Morgens früh war die Lichtstimmung fast etwas mystisch. Wolken, Dunst und nur ein wenig Morgenröte ließen die Landschaft gleich viel interessanter aussehen.


Den ersten Stop habe ich beim Shilthave Reservoir eingelegt aber dort gab es außer diesem Graureiher nichts zu sehen.

Nachdem ich zusammen mit dem Reiher meinen mitgebrachten Kaffee geschlürft hatte, bin ich an Pretoriuskop vorbei auf die Voortekker Road gefahren. Diese führt als Gravelroad von Pretoriuskop nach Osten Richtung H3. Leider war entlang der ersten Hälfte der Strecke alles ziemlich verbrannt. Aber ein par Tierchen habe ich trotzdem gesehen.


Bei dem hier bin ich mir nicht sicher, was es ist. Kann jemand helfen?

Schreihals

Meet Statler & Waldorf

Laut einem Kruger Wildlife Guide, den ich mir als Ebook aufs iPhone geladen hatte, soll man entlang dieser Strecke gelegentlich Sable-oder Rappen-Antilopen sehen können. Aber ich konnte in die Büsche starren, so lange ich wollte, es waren keine zu sehen. Schade!
Aber zumindest noch ein etwas punkiges Zebra habe ich ablichten können.

Kurz nachdem ich wieder auf Asphalt war (H3) lockte links die Afsaal Picnic Site. So früh morgens (kurz vor 9) war dort noch nichts los und ich habe mir einen frischen Kaffee und ein Sandwich gegönnt. Anschließend ging es weiter Richtung Süden. Ich wollte eigentlich über die S114 und die Crocodile River Road nach Osten zur H4-2 und dann weiter nördlich über S102 und S26 wieder zurück nach Berg-en-Daal, wo ich für heute gebucht hatte. Aber alle Gravelroads in Ost-West-Richtung schienen gesperrt zu sein, wohl wegen der Regenfälle der letzten Tage. Also bin ich wieder zurück Richtung Norden gefahren und habe schließlich eine Möglichkeit gefunden über die S114 und S21. War eigentlich eine schöne Tour, hat aber doch recht lange gedauert.
Unterwegs gab es ein paar Vögel zu sehen, wie diesen Tawny Eagle.

Dazu einen Singhabicht beim vertilgen einer kleinen Schlange

und diesen schönen Storch, der etwas Farbe ins Spiel brachte.

Da ich eigentlich vor hatte, den östlichen Teil des Parks noch etwas zu erkunden, insbesondere die Savannenlandschaft, die es hier gibt, die Fahrt zurück aber recht lang war, habe ich in Crocodile Bridge versucht, meine Reservierung auf ein Camp im Osten zu ändern. War eine doofe Idee! Zweimal war das System abgestürzt, zweimal war kein Netz da, einmal der Strom weg und so dauerte es etwa eine Stunde, herauszufinden dass alles ausgebucht war. Na klasse!
Ein bisschen habe ich mich aber in der Gegend doch noch umgeschaut und auch einiges zu sehen bekommen. Zum Beispiel diese Warzenschweine:

Platz für ein Schlammbad ist auch auf der engsten Straße.

Dann kreuzte eine Gruppe Zebras vor mir die Piste und blieb ganz in der Nähe stehen, so dass ich sie natürlich ein Weilchen beobachten und fotografieren musste. Besonders dieses Fohlen fand ich recht fotogen.


Auch meine Madenhackerfreunde waren munter mit dabei.

Ein Stückchen weiter hielt mich ein Engländer an, um mir zu erzählen, dass ich mich lieber ein paar Minuten früher von den Zebras hätte losreißen sollen, weil gerade bevor ich kam, ein Gepard in aller Ruhe direkt vor ihm die Straße überquert hatte und dann im Gras verschwunden wäre. Ganz verschwunden war er dann aber zum Glück doch nicht. Nach kurzer Zeit sah man ihn auf einem kleinen Hügelchen die Umgebung beobachten. Leider war er relativ weit weg und die flimmernde Hitze tat dem Foto nicht wirklich gut

Und ein Telekonverter auf dem 500er macht das Bild zwar größer aber auch nicht unbedingt besser.

Er verschwand dann n nördlicher Richtung im hohen Gras und ich bin in die selbe Richtung weiter gefahren. Nach ca. 1 km kam rechts ein Abzweig zu einem Wasserloch. In der Hoffnung, dass der Gepard vielleicht dahin wollte, bin ich abgebogen. Beim Wasserloch erwartete mich aber kein Gepard. Dafür dieser Hornbill.

Das nächste Bild wollte ich eigentlich schon löschen als mir auffiel, dass ich zufällig genau den richtigen Moment erwischt hatte. Man beachte das Insekt, dass gerade im Schnabel des Tokos landet. Guten Appetit 😉

Jetzt war es aber dringend Zeit, sich auf den Rückweg zu machen. Mangels Alternative musste ich die selbe Strecke wieder zurück fahren. Unterwegs habe ich ein paar Gnus und Antilopen gesehen aber aus Zeitgründen keine Fotostops mehr gemacht.
Erst auf den letzten km habe ich mir wieder mehr Zeit genommen. Dieser Glanzstar hatte sich den perfekten Ast ausgesucht um sein Gefieder in der Nachmittagssonne schimmern zu lassen.

Kurz bevor ich ins Camp kam, zeigten sich noch ein paar Dickhäuter.


Und mit ein bisschen Farbe endete ein weiterer schöner Tag im Krüger.


War ein bisschen viel Fahrerei, hat aber trotzdem Spaß gemacht. Morgen habe ich noch einen halben Tag im Park, dann geht es weiter nach Swaziland. Ich werde noch mal versuchen, die Sable Antilopen zu erwischen. Außerdem felt mir im Krüger noch ein Leopard, um die Big Five voll zu kriegen. Und ein paar Löwen wären auch ganz nett.
Ich bin ja so bescheiden 😉