Mashatu, Krüger & Co - SAF 2012

103 Antworten · 34,2k Aufrufe · gestartet 01. Dez. 2012 von DocHoliday
Bilder klein
Antworten
Themenstarter272 Beiträge · seit 200822. Dez. 2012 ·
Ich glaube nicht, dass das typisch für diese Stelle ist. Die standen da einfach mit ihrem Streifenwagen und haben wohl die "günstige" Gelegenheit erkannt.
Ich hoffe, dass das auch nicht typisch für die südafrikanische Polizei ist.
Gruß Dirk
4’450 Beiträge · seit 200822. Dez. 2012 ·
DocHoliday schrieb:Ich glaube nicht, dass das typisch für diese Stelle ist. Die standen da einfach mit ihrem Streifenwagen und haben wohl die "günstige" Gelegenheit erkannt.
Ich hoffe, dass das auch nicht typisch für die südafrikanische Polizei ist.
Hi Dirk,
nein, so habe ich das auch nicht gemeint. 😉 dennoch bin ich wiedermal gewarnt, es gab vor Kurzem hier auch eine Geschichte, wo in Namibia N$ 1500 verlangt wurde , weil ein Stopschild überfahren wurde. Zumindest sollte man sich eine "Quittung" oder ähnliches geben lassen. 😁

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Themenstarter272 Beiträge · seit 200822. Dez. 2012 ·
Im Rissington Inn lag ein Schreiben für die Gäste, in dem extra davor gewarnt wurde, keine "Knöllchen" zu bezahlen, wenn man keine Quittung bekommt, weil man sonst die Korruption unterstützen würde.
Ich sehe es aber nicht als meine Aufgabe als Tourist an, die Korruption im Gastland zu bekämpfen. Dafür kenne ich auch die Gegebenheiten und Vorschriften nicht gut genug. Als Einheimischer hätte ich wahrscheinlich nicht bezahlt, zumindest nicht ohne offizielles Formular.
Gruß Dirk
69 Beiträge · seit 201223. Dez. 2012 ·
Fuer Die die mitlesen und noch nach SA kommen:
Leider kommt diese Voergehensweise der Polizei oefter vor und ich finde die Idee von Rissington gut.
Protokolle brauchen grundsaetzlich nicht vor Ort bezahlt zu werden. Wenn es verlangt wird, dann kann man schonmal von Korruption ausgehen.
Es muss ein Protokoll ausgestellt werde, welches man dann an jeder Polizeistelle oder teilweise auch online zahlen kann. Ob man Korruption unterstuetzen sollte muss jeder fuer sich entscheiden, ich finde es nicht korrekt und hilft auch langfristig nicht dies zu verhindern.
100 Beiträge · seit 201223. Dez. 2012 ·
2 Minuten später bin ich 500 Rand ärmer und mit der Erfahrung, wie Korruption in Südafrika funktioniert weiter gefahren.
Auch wir haben während unseres ersten SA-Urlaubs 2009 diese Erfahrung gemacht. Mitten in Jo'burg sollen wir angeblich eine rote Ampel überfahren haben (anscheinend waren wir beide in dem Moment Farbenblind??? - vielleicht lag es auch einfach an dem Kapstädter Nummernschild mitten in Jo'burg?).

Unser Gespräch lief ähnlich ab wie bei Dirk und so sollten wir am Ende 250 Rand statt 500 Rand zahlen. Wir waren froh, dass wir da keinen weitere Ärger hatten und weitere Zeit "vergeudeten", da wir auf dem Weg zum Flughafen waren. An der Rental-Rückgabe sagte man uns, dass das häufiger passiert.
Vielleicht war es falsch, das Geld zu zahlen, aber wir waren uns in dem Moment sehr unsicher, was auf uns zugekommen wäre, wenn wir nicht gezahlt hätten... Vielleicht neben jeder Menge Ärger auch ein verpasster Rückflug?

Gruß Naemy
Reisebericht KTP und KNP 2013
4’450 Beiträge · seit 200823. Dez. 2012 ·
Hallo Naemy,
Du schreibst :

An der Rental-Rückgabe sagte man uns, dass das häufiger passiert.
Vielleicht war es falsch, das Geld zu zahlen, aber wir waren uns in dem Moment sehr unsicher, was auf uns zugekommen wäre, wenn wir nicht gezahlt hätten... Vielleicht neben jeder Menge Ärger auch ein verpasster Rückflug?


vielen Dank für deine Schilderung.:)

ich freue mich , das hier nun doch einigen unterschiedlichen Erfahrungen geschildert wurden. 😉 dafür ist unser einen mal wieder sensibilisiert. 🙂

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Themenstarter272 Beiträge · seit 200826. Dez. 2012 ·
5.9.12

Leider hatte der Wetterbericht recht behalten. Der Blick aus dem Fenster zeigte morgens das selbe Bild wie am Abend vorher. Nebel und Regen. Also habe ich mich nach einem Blick nach draußen noch einmal umgedreht und ein bisschen länger geschlafen. Nach einem gemütlichen (und leckeren) Frühstück bin ich trotzdem los gefahren Richtung Panorama Route. Ich hatte die kleine Hoffnung, dass sich der Nebel noch etwas lichten würde.






Hmm, nicht wirklich vielversprechend. Stattdessen wurde es immer diesiger je höher ich kam.

Die Aussichtspunkte ins Lowveld hinunter waren leider nur Punkte. Aussicht gab es keine. Bei Gods Window konnte man immerhin noch ahnen, dass es bei anderem Wetter ganz hübsch sein könnte.



Nicht mal ein einziger Andenkenhändler hatte sich bei dem Wetter her getraut.



Außer mir, war auch nur noch ein einziges anderes Auto auf dem riesigen Parkplatz. Bei Paradise View habe ich es noch einmal versucht – weder Paradise noch View!



Danach habe ich auf weitere „Aussichtspunkte“ verzichtet und bis zum Blyde River Canyon und den Burke Luck Pot Holes durchgefahren. Dort hörte es sogar für eine Weile auf zu regnen und dank des Wolkenhimmels hatte ich beim knipsen auch keine Probleme mit Schatten im Canyon. Think positive! 😉

Ich bin ca. ein Stündchen dort umher gelaufen und habe die ziemlich spektakuläre Canyonlandschaft am Zusammenfluss von Vreugde- und Blyde-River genossen.





Besonders die Potholes fand ich beeindruckend.





Die Regenpause hat nicht lange angehalten und bald fing es wieder an zu tröpfeln.



Was solls! Regenwetter ist doch das idelae Wetter für Wasserfälle – hatte ich im Frühjahr in Oregon gelernt. Und Wasserfälle gibt es in der Gegend genug.
Die ersten, die ich besucht habe, waren die Berlin Falls.





Schön anzusehen und nur ein paar Meter vom Auto zum Aussichtspunkt – das schafft man aucg bei Regen.

Bei den Lisbon Falls gab es auch einen Viewpoint direkt am Parkplatz aber die Sicht von dort hat mich nicht vom Hocker gerissen, so dass ich ein Stückchen an der Kante entlang gewandert bin, um einen besseren Blick auf die Fälle zu bekommen. War ziemliche Schlickrutscherei und hat mir einmal einen nassen Hintern eingebracht aber die Kamera-Ausrüstung blieb heile und trocken 😉



Mein letzter Stop waren die Mac Mac Falls. Eigentlich die höchsten und vielleicht auch dei eindrucksvollsten Fälle. Aber bis zu diesem Zeitpunkt hatten der Nebel und der Nieselregen sp zugenommen, dass ich es nicht mehr geschafft habe, die Linse lange genug trocken zu bekommen, um ein scharfes Bild hinzukriegen.

Also gibt es Fälle im Nebel


Inzwischen war ich durch und durch nass und so richtig warm war mir auch nichtt mehr. Also habe ich auf weitere Wasserfälle und Punkte ohne Aussicht verzichtet und bin zurück zum Hotel gefahren. Nach einer heißen Dusche und einem heißen Kaffee war mir wieder wohlig warm und ich habe den Rest des Nachmittags mit lesen verbracht, Gegessen habe ich wieder im Hotel.

Trotz miesen Wetters hat mir der Tag gut gefallen. Der Blyde River Canyon ist schon sehr eindrucksvoll, die Wasserfälle sind ebenfalls sehenswert. Für die Aussicht ins Lowveld muss ich wohl noch mal wieder kommen.
Gruß Dirk
Themenstarter272 Beiträge · seit 200826. Dez. 2012 ·
Zum Vergleich: So sollte es bei Gods Window aussehen (Quelle: Wikipedia):

Gruß Dirk
zuletzt bearbeitet 26. Dez. 2012
326 Beiträge · seit 201127. Dez. 2012 ·
Hallo Dirk,
Danke für Deine ausführlichen Reiseberichte und dass Du uns an Deinen Erlebnissen hier teilhaben lässt. Ist als ob man auf dem Beifahrersitz dabei ist. 😎
Beste Grüße
cfm
Nimm das Leben nicht so ernst, du kommst da doch nicht lebend wieder raus! Reiseberichte: KTP 2012 | Addo 2012 | Hluhluwe-iMfolozi 2013 | KTP 2013 | Mokala 2013 | Rundreise Südafrika 2013
1’117 Beiträge · seit 201027. Dez. 2012 ·
Hallo Dirk,

bei gutem Wetter wieder zu kommen lohnt sich - versprochen! 😉
Bei unserem ersten SA-Urlaub hatten wir das Glück, die gesamte Panoramaroute bei strahlendem Sonnenschein und dazu noch fast alleine abfahren zu können.

Gods Window ist wirklich göttlich!
Eine deutsche Reisegruppe wurde dort von ihrem Führer gescheucht: "…schnell, schnell, wir müssen weiter…" 😵
Danach waren wir alleine dort - herrlich! 😁

Nochmals danke für den interessanten Bericht und schöne Erinnerungen.

Liebe Grüße
Beate
Themenstarter272 Beiträge · seit 200827. Dez. 2012 ·
Freut mich, wenn Euch der Bericht gefällt!

Das mit dem bei besserem Wetter wieder kommen wird ganz sicher in den nächsten Jahren versucht 😉
Gruß Dirk
Themenstarter272 Beiträge · seit 200827. Dez. 2012 ·
6.9.12

Gestern hatte ich überlegt, frühmorgens noch mal die Aussichtspunkte abzufahren aber da sich am Wetter wenig geändert hatte, war das relativ sinnlos. Also habe ich auch heute ausschlafen und in aller Ruhe frühstücken könne. Auch mal schön ,)

Dann war ich noch kurz in einer Shopping-Mall zum Geld ziehen, einkaufen und tanken. Die Fahrt auf der 536 nach Osten war ereignislos. Anfangs regnete es noch, dann wurde das Wetter wenigstens ein bisschen besser. Kurz vor dem Paul Kruger Gate bin ich links auf die Zufahrt zum Sabi Sand abgebogen. Ab hier wurde die Fahrt unterhaltsam. Die Lehmpiste, die durch einige Dörfer zum Sabi Sand GR führt war in einem abenteuerlichen Zustand. Eigentlich bestand sie ausschließlich aus Schlaglöchern, von denen einige sich vor den Bourke Luck Potholes nicht verstecken mussten. Unterbrochen wurde das hin und wieder von Pfützen, die man durchaus als Seen bezeichnen konnte und in denen mein Daihatsu bis zu den Achsen im Wasser war. Für die 9 km bis zum Gate des Game Reserves habe ich eine gute Stunde gebraucht. Hinter dem Gate wurde die Piste ein wenig besser, so dass ich die 14 km zur Inyati Lodge ebenfalls in einer Stunde geschafft habe.

Dort habe ich mich ein wenig umgesehen und natürlich auch ein paar Bildchen von Zimmer und Umgebung gemacht.

Das war mein Reich (die vordere Hälfte davon)


Von drinnen sah es so aus




Blick auf die Restaurant- und Bar-Area (mit Inyatis)


Blick auf den Fluss


Pünktlich zum Game Drive hatte es wieder angefangen zu regnen, so dass einige Motive etwas bedröppelt aussahen.



Den Hippos schien der Regen weniger auszumachen, die waren mit dem Wetter ganz zufrieden



Nach einer Weile kamen wir zu einer Gruppe Elefanten, die uns eine ganze Zeit lang bei ihrem Familienleben zusehen ließen. Besonders der kleine Dumbo hatte es (nicht nur mir) angetan.







Ich finde es immer wieder witzig zu sehen, wie wenig Kontrolle sie in den ersten Wochen über ihren Rüssel haben Oft scheint der ein Eigenleben zu entwickeln.







Nachdem wir uns von den Elis verabschiedet hatten, ging es auf „Löwenjagd“. Wir folgten eine Weile den Spuren einiger Löwen. Als diese abbogen, stiegen Guide und Tracker aus und folgten ihnen zu Fuß, so dass wir eine Weile etwas verdutzt alleine im Auto saßen. Nach ein paar Minuten kam der Tracker wieder, setzte sich ins Auto und fuhr langsam los. Unseren Guide haben wir erst gute 15 Minuten später wieder aufgelesen, nachdem er zu Fuß einmal über den Hügel war, leider ohne die Löwen zu finden. Egal:

„A“ for effort!

Nach dem obligatorischen Gin-Tonic sind wir auf der Rückfahrt zur Lodge erst einer Büffelherde begegnet, die die Straße nur unwillig freigegeben hat.



aber dann sind doch noch auf die Löwinnen getroffen. War mein erster Versuch, Fotos im Suchscheinwerferlicht zu machen. Ein paar wenige sind sogar ganz brauchbar geworden.







Nach einem sehr leckeren Abendessen habe ich noch bei ein oder zwei Whisky etwas mit einigen Südafrikaners gequatscht, die von Jo'burg aus ein verlängertes Wochenende auf der Lodge verbrachten. Dann ging es recht früh in die Falle.
Gruß Dirk
1’117 Beiträge · seit 201027. Dez. 2012 ·
Herrliche Bilder vom nassen Adler und dem kleinen Grinse - Eli 😄

Danke!
Beate
Themenstarter272 Beiträge · seit 200827. Dez. 2012 ·
Ich hatte heute etwas Zeit zum Bilder bearbeiten. Deshalb gibt es gleich noch einen Tag hinterher.

7.9.12

Das Wetter war heute etwas freundlicher als gestern. Zumindest war es beim Morning Drive trocken. Am Airstrip warteten ein paar Impalas auf den nächsten Flieger.



Ansonsten sahen wir im vorbei fahren einen Hadeda Ibis und ein paar Zebras.





Dann erreichten wir das erste Highlight des Tages. Für die einen waren es die Nashörner, für mich fast noch mehr die Madenhacker. Ich finde die Viecher faszinierend und auch recht fotogen.









Nicht weit davon entfernt konnten wir sehen, wie man nach einem überlebten Löwenangriff aussieht. Schon erstaunlich, dass es dieses Impala erstens geschafft hat, dem Löwen oder der Löwin zu entkommen und zweitens diese Wunden zu überleben scheint.



Dann konnten wir ein weiteres mal die außergewöhnlichen Fähigkeiten von Guide und Spotter bewundern, Tiere zu entdecken. Wir standen mit dem Auto recht hoch über dem Flussufer. Unser Spotter zeigte auf einen Baum, in dem ein paar Baboons saßen und meinte, die würden alle konzentriert auf etwas schauen. Ich konnte mühsam erkennen, dass da Baboons saßen, mehr aber auch nicht. Wir sind die Böschung runter gefahren zu diesem Baum und auf halber Strecke zeigte er auf etwas, dass er hinter dem Baum gesehen habe. Unser Guide sagte sofort, dass da ein Leopard wäre. Ich habe mit dem 500 Tele den Bereich abgesucht und schließlich gesehen, dass da tatsächlich ein Leopard war. Mit bloßem Auge habe ich überhaupt nichts gesehen, geschweige denn erkannt, was für ein Tier es ist.


500mm-Objektiv an der 7D, also eigentlich 800 mm (KB-Äquivalent)

Es war eine junge Leopardin, die auf der Jagd zu sein schien und nicht so besonders begeistert wirkte, dass sie plötzlich Gesellschaft hatte.







Es dauerte natürlich nicht lange bis weitere Autos in der Gegend auftauchten und nachdem sich die Leopardin ohnehin seit einer Weile im dichten Gebüsch versteckt hatte, überließen wir anderen das Feld.
Unser Coffebreak haben wir an einem Flüsschen eingelegt, wo es neben Kaffee und Rusks auch noch einige Vögel zu sehen und zu knipsen gab.


Sattelstorch


Kormoran


Goliathreiher

Die Mittagszeit habe ich nach dem Brunch mit faulenzen und lesen verbracht. Zum Beginn des Afternoon-Drives kam sogar zum ersten mal seit ich in Inyati angekommen war die Sonne raus.
Dieser Baboon saß direkt an der Ausfahrt der Lodge. Ich weiß nicht, ob er die Lodge bewachte oder nur auf eine günstige Gelegenheit wartete, bis ihn niemand beobachtete 😉



Bald trafen wir auf eine große Büffelherde, die sich über ein ganzes Waldstück verteilte. Schon eindrucksvoll diese mächtigen Tiere aus der Nähe zu sehen. Und Madenhacker gab es auch wieder 😉









Wie sind der Herde eine ganze Weile gefolgt. Ansonsten haben wir vor dem Sundownder nur noch einige Kudus gesehen.



Bis dahin also ein eher enttäuschender Game Drive. Mit einem Gin-Tonic im Bauch ging dann aber im dunklen richtig die Post ab. Zuerst sahen wir zwei Bushbabies, die im Licht des Suchscheinwerfers von Ast zu Ast hüpften.



Das war aber nur das Vorspiel. Als nächstes trafen wir auf 4 männliche Löwen, die auf der Fährte der Büffelherde waren, die wir vorher beobachtet hatten.

Man sah, wie die Löwen immer wachsamer wurden, je näher wir den Büffeln kamen.





Ein paar mal kamen wir so nahe an die Büffel heran, dass man sie vor uns sehen konnte. Immer wieder schien es so, als ob die Löwen jetzt einen ernsthaften Angriff starten wollten. Aber jedes mal brachen sie relativ schnell wieder ab.

Dann gab es eine kurze Pause, bevor das selbe Spiel wieder los ging.



Mehrfach waren wir ganz nah an den Büffeln dran. Ich muss zugebe, dass auch bei mir der Adrenalinspiegel stieg und das Jagdfieber einsetzte.



Aber auch der nächste kurze Angriff Richtung Büffel wurde nach kurzer Zeit abgebrochen und man beschränkte sich auf ein wenig Gebrüll.



Das ganze zog sich über fast eine Stunde hin. Immer wieder verloren wir die Löwen kurz aus den Augen, wenn sie durchs dichtere Gestrüpp liefen. Dann ging es mit „Affenzahn“ im dunklen über die teilweise recht ruppigen Pisten, um ihnen an der nächsten „Kreuzung“ wieder auf die Spur zu kommen. War ein echtes Erlebnis.
Der Höhepunkt war, dass die gesamte Karawane aus Büffeln, Löwen und 2 oder 3 Land Cruisern mit Guides und Gästen verschiedener Lodges an einem Punkt quer über den Rasen unserer Lodge zog. Man konnte den anderen Gästen, die schon von ihrem Drive zurück waren und auf der Terrasse ihren Drink nahmen zuwinken und die erstaunten Gesichter sehen.

Leider mussten wir die Verfolgung dann abbrechen, weil unser Guide meinte, dass er erheblichen Ärger mit der Köchin bekäme, wenn wir nicht bald zum Essen erscheinen würden. Und vor der Köchin hatte er ganz offensichtlich noch deutlich mehr Respekt als vor Büffeln und Löwen 😉
Gruß Dirk
1’362 Beiträge · seit 201127. Dez. 2012 ·
Hallo Doc,

Dein Reisebericht ist echt der Hammer !!😃 🤩 🤩 Was du so alles erlebte hast, reicht ja für 3 Urlaube !!
Und die Fotos sind wieder mal sooo genial; meine Favoriten diesmal: der kleine Elefant in Großaufnahme, der brüllende Löwe im Dunkeln und der nasse Raubvogel.
Aber mir gefallen auch die Wasserfälle im Regen...😁
LG aus dem ebenfalls regenreichen Köln, Nane 🙂
Meine Reiseberichte - Namibia/ Südafrika
Themenstarter272 Beiträge · seit 200830. Dez. 2012 ·
8.9.12

Morgens stand noch einmal ein Gamedrive auf dem Programm. Über Nacht hatte es noch mal geregnet und die Pisten waren alle recht schlammig. Mir schwante schon übles für die Fahrt im eigenen Auto am Mittag.

Aber der Gedanke war schnell vergessen und ich habe in aller Ruhe die Ausfahrt genossen. Unser erster Stop galt 2 Nashörnern, die uns bis auf nächste Entfernung an sich heran ließen und dabei ganz entspannt und ruhig waren.





Schon bald danach haben wir unsere Freunde vom letzten Abend wieder getroffen. Wie es aussah waren sie immer noch oder schon wieder auf der Spur der Büffel. Wie gestern ging es immer eine Weile der Herde hinterher, dann war wieder Pause angesagt.



Bei den Pausen war sogar Zeit für ein paar typische Miezekatzenspiele.





Dann nahm wieder einer Witterung von den Büffeln auf und es ging weiter.





Dann wieder Pause ...



Nach einer Weile habe wir uns von ihnen getrennt und Kaffeepause gemacht. Dabei ist es mir endlich gelungen mal ein Hippo zu erwischen, das seine Zähne zeigt.



Das mit dem scharf stellen kriege ich beim nächsten mal bestimmt auch noch hin 😉
Aber auch mit geschlossenem Maul und dafür scharf sehen sie ja ganz nett aus, besonders mit Oxpecker verziert.



Das war unsere heutige Besatzung. Piet der Guide und Nelson der Tracker, die eine Hälfte des südafrikanischen Paares (sie war gerade mal 'behind the bushes') und ein in Südafrika lebender Inder (seine Familie hat es vorgezogen, auszuschlafen).



Weil sich sonst nichts aufdrängte sind wir noch einmal zu den Büffeln gefahren.



Und natürlich waren unsere Freunde nicht weit entfernt.



Auf dem Rückweg zur Lodge haben wir ansonsten noch diesen kapitalen Waterbuck gesehen.



Zum Abschluss hatte ich noch Gelegenheit mit Piet und dem Inder die letzten km zurück zum Cam einen Bushwalk zu machen. Ist doch war anderes ob man den Busch aus dem Auto oder zu Fuß erlebt. Jedes Geräusch ist auf einmal viel spannender. Piet hat uns das eine oder andere erzählt und ein paar Impalas habe wir auch gesehen.



Am Fluss entlang sind wir heil wieder im Camp angekommen.



Nach einem leckeren und reichhaltigen Frühstück war es dann Zeit für den unangenehmen Teil des Aufenthalts - bezahlen und zurück fahren.
Die Pisten waren seit der Hinfahrt noch schlechter geworden. Es hatte ja schließlich auch noch reichlich geregnet. Und weil das ja noch nicht reichte, habe ich mich auch noch verfahren und meine Strecke auf diesen katastrophalen Pisten um 50% verlängert. Aber alles geht irgend wann zu Ende und schließlich hatte ich völlig durchgeschüttelt und gerüttelt nach gefühlten 10 Stunden wieder Asphalt unter den Rädern. Was für ein Genuss! 😉

Zurück im Krüger bin ich zuerst Richtung Skukuza und dann ein ganzes Stück am Sabie River entlang gefahren. An verschiedenen Stellen hat man einen schönen Blick auf den Fluss.



Auch diverse Wasservögel wir Kormorane und Reiher waren zu sehen.





Ich habe es ruhig angehen lassen und mir auch al die Zeit für ein Impala-Portrait genommen.



Da man die Tierchen andauernd sieht, fährt man oft achtlos an ihnen vorbei, um dann zuhause festzustellen, dass man kein einziges vernünftiges Foto von ihnen hat. Dabei sind sie ja schon nett anzusehen.
Diese beiden Meerkatzen gaben sich ausgiebig der Fell- und Beziehungspflege hin.



Sie wurde aber gestört von einer ganzen Horde Paviane, die über die Straße zog. Ihr Boss war recht eindrucksvoll. Nachdem er seine Zähne, seine Muskeln und sonst noch so einiges vorgezeigt hatte



beobachtete er anschließend ganz entspannt und cool die Umgebung.



Schließlich musste ich mich aber losreißen, denn ich hatte noch ein Stück Fahrt vor mir. Mein Quartier für heute war nicht Skukuza sondern Pretoriuskop.
Auf der Fahrt forthin hatte ich auch noch einige interessante Tierbeobachtungen. Zunächst gab es eine weitere Premiere für mich. Bisher hatte ich jeden Steinhaufen intensiv abgesucht und noch nie einen Klipspringer gesehen, hier präsentierte er sich im schönsten Spätnachmittagslicht.



Ein ganze Gruppe von Ground Hornbills und eine Manguste liefen mir auch noch vor die Linse.





Obwohl ich wie eigentlich jeden Abend im Krüger wieder recht spät dran war, um noch rechtzeitig ins Camp zu kommen, musste ich für diesen Himmel doch noch mal kurz anhalten.




In Pretoriuskop habe ich ausnahmsweise mal das Restaurant getestet. War nicht richtig schlecht aber auch nicht wirklich gut. Morgen wird wieder gegrillt!
Gruß Dirk
zuletzt bearbeitet 30. Dez. 2012
326 Beiträge · seit 201130. Dez. 2012 ·
Hallo Doc,
nur nicht aufhören!
Deine Reiseberichte habe ich inzwischen ALLE mit wachsender Begeisterung gelesen. Danke für Deine spannenden und ausführlichen Schilderungen.

Beste Grüße
cfm

P.S. Gibt es für 2013 bereits 'afrikanische Urlaubspläne'?
Nimm das Leben nicht so ernst, du kommst da doch nicht lebend wieder raus! Reiseberichte: KTP 2012 | Addo 2012 | Hluhluwe-iMfolozi 2013 | KTP 2013 | Mokala 2013 | Rundreise Südafrika 2013
Themenstarter272 Beiträge · seit 200830. Dez. 2012 ·
cfm2010 schrieb:Gibt es für 2013 bereits 'afrikanische Urlaubspläne'?
2013 wird ein Afrika-freies Jahr mit viel Winter. Erst ab nächste Woche (hoffentlich) eine Menge Schnee in den USA incl. Yellowstone und Ende des Jahres die Erfüllung eines lang gehegten Reisetraums - eine Antarktiskreuzfahrt mit einer kleinen Patagonienrundfahrt im Anschluss.

Aber 2014 zieht es mich auf jeden Fall wieder nach Afrika.

Edit: Schön, dass Dir meine RB gefallen. Ich hoffe, es folgen noch einige 😉
Gruß Dirk
zuletzt bearbeitet 30. Dez. 2012
8’758 Beiträge · seit 201031. Dez. 2012 ·
Doc, dein Reisebericht macht süchtig! Schade dass es für uns Fomis 2013 keinen RB von dir geben wird 🙁

Übrigens gefällt mir glaub das Mangustenfoto am besten - ich bin dieses Jahr fast verzweifelt bei deren ADHS-Rumgehampel und hätte ihnen am liebsten ne Dosis Ritalin verpasst, damit ich wenigstens ein gescheites Foto bekomme....(nicht dass ich jetzt auf Ritalin stehen würde.....) Einfach genial wie die in die Kamera schaut!

Zu dem (exhibitionistisch veranlagten) Pavian sag ich jetzt mal nichts...spontan fällt mir natürlich das oft gebrauchte "typisch Mann" ein.... aber nein, ich sags heute nicht 🤪 !

Einen fröhlichen Jahreswechsel wünsche ich - aber lass dich dadurch nicht am Weiterschreiben hindern 😎

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 31. Dez. 2012
Themenstarter272 Beiträge · seit 200831. Dez. 2012 ·
Champagner schrieb:
Einen fröhlichen Jahreswechsel wünsche ich - aber lass dich dadurch nicht am Weiterschreiben hindern 😎

LG Bele
EInen guten Rutsch wünsche ich auch. Und da ich ja die Zeit bis zur Party irgendwie rum kriegen muss, gibt es noch einen Tag aus Südafrika.

9.9.12

Morgens früh war die Lichtstimmung fast etwas mystisch. Wolken, Dunst und nur ein wenig Morgenröte ließen die Landschaft gleich viel interessanter aussehen.





Den ersten Stop habe ich beim Shilthave Reservoir eingelegt aber dort gab es außer diesem Graureiher nichts zu sehen.



Nachdem ich zusammen mit dem Reiher meinen mitgebrachten Kaffee geschlürft hatte, bin ich an Pretoriuskop vorbei auf die Voortekker Road gefahren. Diese führt als Gravelroad von Pretoriuskop nach Osten Richtung H3. Leider war entlang der ersten Hälfte der Strecke alles ziemlich verbrannt. Aber ein par Tierchen habe ich trotzdem gesehen.





Bei dem hier bin ich mir nicht sicher, was es ist. Kann jemand helfen?


Schreihals


Meet Statler & Waldorf


Laut einem Kruger Wildlife Guide, den ich mir als Ebook aufs iPhone geladen hatte, soll man entlang dieser Strecke gelegentlich Sable-oder Rappen-Antilopen sehen können. Aber ich konnte in die Büsche starren, so lange ich wollte, es waren keine zu sehen. Schade!
Aber zumindest noch ein etwas punkiges Zebra habe ich ablichten können.



Kurz nachdem ich wieder auf Asphalt war (H3) lockte links die Afsaal Picnic Site. So früh morgens (kurz vor 9) war dort noch nichts los und ich habe mir einen frischen Kaffee und ein Sandwich gegönnt. Anschließend ging es weiter Richtung Süden. Ich wollte eigentlich über die S114 und die Crocodile River Road nach Osten zur H4-2 und dann weiter nördlich über S102 und S26 wieder zurück nach Berg-en-Daal, wo ich für heute gebucht hatte. Aber alle Gravelroads in Ost-West-Richtung schienen gesperrt zu sein, wohl wegen der Regenfälle der letzten Tage. Also bin ich wieder zurück Richtung Norden gefahren und habe schließlich eine Möglichkeit gefunden über die S114 und S21. War eigentlich eine schöne Tour, hat aber doch recht lange gedauert.
Unterwegs gab es ein paar Vögel zu sehen, wie diesen Tawny Eagle.



Dazu einen Singhabicht beim vertilgen einer kleinen Schlange



und diesen schönen Storch, der etwas Farbe ins Spiel brachte.



Da ich eigentlich vor hatte, den östlichen Teil des Parks noch etwas zu erkunden, insbesondere die Savannenlandschaft, die es hier gibt, die Fahrt zurück aber recht lang war, habe ich in Crocodile Bridge versucht, meine Reservierung auf ein Camp im Osten zu ändern. War eine doofe Idee! Zweimal war das System abgestürzt, zweimal war kein Netz da, einmal der Strom weg und so dauerte es etwa eine Stunde, herauszufinden dass alles ausgebucht war. Na klasse!
Ein bisschen habe ich mich aber in der Gegend doch noch umgeschaut und auch einiges zu sehen bekommen. Zum Beispiel diese Warzenschweine:



Platz für ein Schlammbad ist auch auf der engsten Straße.


Dann kreuzte eine Gruppe Zebras vor mir die Piste und blieb ganz in der Nähe stehen, so dass ich sie natürlich ein Weilchen beobachten und fotografieren musste. Besonders dieses Fohlen fand ich recht fotogen.





Auch meine Madenhackerfreunde waren munter mit dabei.



Ein Stückchen weiter hielt mich ein Engländer an, um mir zu erzählen, dass ich mich lieber ein paar Minuten früher von den Zebras hätte losreißen sollen, weil gerade bevor ich kam, ein Gepard in aller Ruhe direkt vor ihm die Straße überquert hatte und dann im Gras verschwunden wäre. Ganz verschwunden war er dann aber zum Glück doch nicht. Nach kurzer Zeit sah man ihn auf einem kleinen Hügelchen die Umgebung beobachten. Leider war er relativ weit weg und die flimmernde Hitze tat dem Foto nicht wirklich gut



Und ein Telekonverter auf dem 500er macht das Bild zwar größer aber auch nicht unbedingt besser.


Er verschwand dann n nördlicher Richtung im hohen Gras und ich bin in die selbe Richtung weiter gefahren. Nach ca. 1 km kam rechts ein Abzweig zu einem Wasserloch. In der Hoffnung, dass der Gepard vielleicht dahin wollte, bin ich abgebogen. Beim Wasserloch erwartete mich aber kein Gepard. Dafür dieser Hornbill.



Das nächste Bild wollte ich eigentlich schon löschen als mir auffiel, dass ich zufällig genau den richtigen Moment erwischt hatte. Man beachte das Insekt, dass gerade im Schnabel des Tokos landet. Guten Appetit 😉

Jetzt war es aber dringend Zeit, sich auf den Rückweg zu machen. Mangels Alternative musste ich die selbe Strecke wieder zurück fahren. Unterwegs habe ich ein paar Gnus und Antilopen gesehen aber aus Zeitgründen keine Fotostops mehr gemacht.

Erst auf den letzten km habe ich mir wieder mehr Zeit genommen. Dieser Glanzstar hatte sich den perfekten Ast ausgesucht um sein Gefieder in der Nachmittagssonne schimmern zu lassen.



Kurz bevor ich ins Camp kam, zeigten sich noch ein paar Dickhäuter.




Und mit ein bisschen Farbe endete ein weiterer schöner Tag im Krüger.





War ein bisschen viel Fahrerei, hat aber trotzdem Spaß gemacht. Morgen habe ich noch einen halben Tag im Park, dann geht es weiter nach Swaziland. Ich werde noch mal versuchen, die Sable Antilopen zu erwischen. Außerdem felt mir im Krüger noch ein Leopard, um die Big Five voll zu kriegen. Und ein paar Löwen wären auch ganz nett.

Ich bin ja so bescheiden 😉
Gruß Dirk