BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200626. Juli 2012 · #21carl schrieb:Als wir in 2009 drei Monate durch das südliche Afrika gereist sind, haben wir uns am Ende der Reise in Kapstadt prophylaktisch auf alles relevante (Malaria, Bilharziose usw. usf.) testen lassen obwohl wir gar keine Symptome hatten.
... ich dachte, Bilharziose sei erst drei Monate nach der Infektion nachweisbar. Könnte also sein, dass zumindest dieser Test sinnlos war.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
ULUlusaba43 Beiträge · seit 201226. Juli 2012 · #22Guten Abend,
also, mein Vater lebt seit vielen Jahren in Malawi in Chintheche am Lake Malawi.
Sowohl er, als auch die ganze Familie haben dort meist mehr als ein Mal im Jahr Malaria.
Die ärztliche Versorgung dort ist wirklich kein Spass und oft haben die Krankenhäuser nix gegen Malaria da.
Ich würde in dem Fall echt kein Risiko eingehen und lieber Prophylaxe nehmen.
Bezogen auf Bilharziose wollte ich auch kein Risiko eingehen und habe mir vor Ort Praziquantel gekauft und einige Wochen später daheim geschluckt. Kostet nicht viel und in dem Fall war mir das lieber, weil ich im See gebadet hatte.
Zwar gilt Mumbo als bilharziosefrei, aber ich wollte auf Nummer sicher gehen.
Kümmert Euch rechtzeitig darum, ob genug Benzin zu kriegen ist.
Viel Spaß in Malawi.
Gruss
Ulusaba
BEbeate1'450 Beiträge · seit 200626. Juli 2012 · #23Hallo Marie,
danke für die Links zur Liste. Leider ist da meine (gesetzliche) und die meines Mannes (privat) Krankenversicherung nicht dabei. Also müssen wir wohl selbst zahlen.
Gruss Beate
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200626. Juli 2012 · #24Ulusaba schrieb:Zwar gilt Mumbo als bilharziosefrei, aber ich wollte auf Nummer sicher gehen.
... komischerweise scheinen alte touristisch einigermaßen frequentierten Gebiete malariafrei zu sein. Die Leute dort können ja auch nichts anders behaupten, wenn sie davon leben. Ich habe es auch vorsichtshalber später mal testen lassen, zumal ich in Namibia, Ghana, Kamerun, Uganda und Gambia auch schon Kontakt zu stehenden/landsam fließenden Gewässern hatte und es nie testen ließ.
Gruß
Wolfgang
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Flori761 Beiträge · seit 201026. Juli 2012 · #25Hallo, Tatonka,
wir haben bisher immer dann, wenn wir in Malaria-Gebiete gereist sind, Malarone nach Vorschrift genommen. Also in Risiko-Gebieten wie Kenia, Tansania, Sambia.
Wenn vom Auswärtigen Amt Prophylaxce enpfohlen wird, dann nehmen wir das und
gehen kein Risiko ein.
Mittlerweile werden die Kosten in dem Fall auch von der Krankenkasse übernommen (TK).
Bevor ich mich vom Hausarzt ( er ist auch Tropenarzt 😉 beraten lasse, informiere ich mich im Internet, sag ihm, was ich da erfahren habe, und er verschreibt mir dann das entsprechenede Medikament.
Gruß Doro
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200626. Juli 2012 · #26Flori schrieb:Bevor ich mich vom Hausarzt ( er ist auch Tropenarzt 😉 beraten lasse, informiere ich mich im Internet, sag ihm, was ich da erfahren habe, und er verschreibt mir dann das entsprechenede Medikament.
... ich mache es meinem Arzt ein bißchen schwerer. Ich will ja wissen, was er weiß/kann. Ich informiere mich auch im Internet und evtl. Büchern (auch wenns als "uncool" gilt). Ich sage ihm aber nicht, wie meine Informationen aussehen, sondern lasse ihn erst mal seine Infos und Tipps geben. Genau dafür bekommt er ja auch sein Geld!
Wenn es dann Abweichungen zwischen seinen Tipps und meinen Infos gibt, bohre ich nach. Und dann gibts manchmal ein paar Hintergründe, die man im Internet nicht so einfach findet.
Gruß
Wolfgang
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TRtraumtesterGast27. Juli 2012 · #27M@rie schrieb:beate schrieb:
Kannst Du mir noch sagen, welche das ist?? Bist Du gesetzlich versichert oder privat?
hier gibt es eine Auflistung, welche KK die Kosten für Reisemedizin übernehmen und hier die aktuelle Liste vom Juni 2012
Zur Info
Solche Listen kannst Du wegwerfen. Bei mir hat die DAK keinen Cent für Impfungen und Malarone übernommen.
Obwohl vom Tropeninstitud empfohlen und Rezept vorhanden
------------------------------------------------------
Es ist hoch interessant wieviele Fachärzte und Tropenmediziner es hier im Forum gibt.
carl1'287 Beiträge · seit 200827. Juli 2012 · #28BikeAfrica schrieb:
... ich dachte, Bilharziose sei erst drei Monate nach der Infektion nachweisbar. Könnte also sein, dass zumindest dieser Test sinnlos war.
Man kann in den ersten 12 Wochen einen Bluttest machen der nicht 100% sicher ist. Zu 100% sichere Tests gibt es meines Wissens in der Tat erst nach 12 Wochen.
Hätten wir nach der Rückkehr irgendwelche Symptome gezeigt, wäre ich sicher zu einem Tropenarzt gegangen.
Um das Risko noch weiter zu minimieren, hätten wir uns aber noch einmal ein paar Wochen nach unserer Rückkehr in Deutschland testen lassen sollen.
Gruß
Carl
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Erika2'338 Beiträge · seit 200727. Juli 2012 · #29Hallo zusammen
Schon 26 Antworten und immer noch ohne wirklich brauchbaren Ergebnisse!
Nun geb ich meinen Senf auch noch dazu 😄 :
Wir verbringen seit 1991 pro Jahr 4 Monate in verschiedenen afrikanischen Ländern. In den ersten ca. 5 Jahren Jahren nahmen wir immer Prophylaxe ein. Trotzdem hatte es erst mich erwischt und später meinen Mann 😵 . Daraufhin entschlossen wir uns, nichts mehr zu nehmen, zumal wir auch der Ansicht waren, dass uns die haarsträubenden Nebenwirkungen, welche in der Packungsbeilage stehen, längerfristig (fast 6 Monate pro Jahr) eventuell gesundheitlich mehr schaden würden als die Malaria selbst. Als Standby haben wir je eine Packung Malarone und Riamet dabei. Riamet hat mein Mann in Mosambik weitab vom Schuss mal eingenommen, weil er Fieber und Schüttelfrost hatte. Ob es Malaria war, wissen wir nicht, jedenfalls nützte es und fühlte er sich bald wieder besser 🙂 .
Aaaaber, bei einem Kurzurlaub von 2 – 3 Wochen würde ich mich einfach nach den Anweisungen des Arztes richten und nicht alles hinterfragen. Das macht es nur kompliziert und hilft überhaupt nicht.
Grüessli
Erika
dino727 Beiträge · seit 200827. Juli 2012 · #30traumtester schrieb:Zur Info
Solche Listen kannst Du wegwerfen. Bei mir hat die DAK keinen Cent für Impfungen und Malarone übernommen.
Obwohl vom Tropeninstitud empfohlen und Rezept vorhanden
Nee, solche Listen muss man nur lesen können. Hinter jeder Kasse ist eine detaillierte Info verlinkt.
Bei DAK steht da: "An den Kosten für Schutzimpfungen vor privaten Auslandsaufenthalten beteiligt sich die DAK. Erstattet werden max. 50% der Kosten für bestimmte Schutzimpfungen."
Max 50% und nur bestimmte Impfunge, da würd ich auch nicht wirklich viel erwarten!
Bei der TK steht z.B.: "Die TK erstattet ihren Versicherten die Kosten für Schutzimpfungen im Zusammenhang mit einer privaten Auslandsreise. Hier bietet die TK eine Mehrleistung im Rahmen einer Satzungsregelung ... auf Grundlage der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) in Verbindung mit den Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes"
Also wesentlich weniger Einschränkungen und die TK zahlt nach meiner Erfahrung ohne mit der Wimper zu zucken sogar wenn nur Standby empfohlen ist!
Daher von mir einen Dank für die Liste, denn so findet man die Info wesentlich schneller, als sich durch die Seiten der Versicherungen zu pflügen.
Reinhard1951723 Beiträge · seit 201127. Juli 2012 · #31dino schrieb:
... und die TK zahlt nach meiner Erfahrung ohne mit der Wimper zu zucken sogar wenn nur Standby empfohlen ist!
...
Hallo,
diese Erfahrungen haben wir mit der TK auch gemacht (2011) und auch von mir ein Dankeschön für die Liste der Krankenkassen!
TRtraumtesterGast27. Juli 2012 · #32dino schrieb:traumtester schrieb:Zur Info
Solche Listen kannst Du wegwerfen. Bei mir hat die DAK keinen Cent für Impfungen und Malarone übernommen.
Obwohl vom Tropeninstitud empfohlen und Rezept vorhanden
Nee, solche Listen muss man nur lesen können. Hinter jeder Kasse ist eine detaillierte Info verlinkt.
Bei DAK steht da: "An den Kosten für Schutzimpfungen vor privaten Auslandsaufenthalten beteiligt sich die DAK. Erstattet werden max. 50% der Kosten für bestimmte Schutzimpfungen."
Max 50% und nur bestimmte Impfunge, da würd ich auch nicht wirklich viel erwarten!
Ja Ja , wer lesen kann ist klar im Vorteil.
Auch die Antworten muß man lesen können.
Ich kann und habe die 71 gelesen.
Deshalb habe ich auch geschrieben, dass ich keinen Cent bekommen habe.
0% ist doch etwas mager. Die Kassen drehen sich das hin wie sie es brauchen.
Auch kommt es auf den Sachbearbeiter an, diese entscheiden nämlich supjektiv,
weil das alles --Kann-- Bestimmungen sind.
Versuchen kann man es aber schon immer.
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200627. Juli 2012 · #33Erika schrieb:Aaaaber, bei einem Kurzurlaub von 2 – 3 Wochen würde ich mich einfach nach den Anweisungen des Arztes richten und nicht alles hinterfragen. Das macht es nur kompliziert und hilft überhaupt nicht.
... wenn der Arzt gut ist, gibt es meist keine Gründe, etwas zu fragen. Dann erklärt er möglichst von selbst, worauf es ankommt.
Macht er es nicht, ist Nachfragen (nicht in Frage stellen) absolut angebracht. Dann weiß der Patient nämlich nicht alles, was er wissen sollte. Ein guter Arzt reagiert darauf positiv, wenn der Patient mehr darüber wissen will und erklärt mit verständlichen Worten den Zusammenhang.
Meiner hat (ohne Nachfragen) mir z.B. Alternativen und deren Vor- und Nachteile aufgezeigt (und nicht nur Lariam:Malarone). Dann hat er mir gesagt, was er persönlich machen würde, aber die Entscheidung, was ich machen möchte, hat er mir überlassen und nicht einfach etwas verschrieben.
Ich finde diese Vorgehensweise besser, als zum Arzt zu gehen und ihm zu erzählen, in ein Malariagebiet zu fahren. Drei Minuten später hält man ein Rezept in der Hand und weiß gar nichts. Im Kollegenkreis gab es schon Leute, die Malariaprophylaxe verschrieben bekamen für Regionen, in denen es seit Jahrzehnten keine Malaria mehr gibt. Wenn es um die eigene Gesundheit geht, muss Nachfragen immer erlaubt sein.
Gruß
Wolfgang
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TRtraumtesterGast27. Juli 2012 · #34Deshalb sollte man auch zum Facharzt gehen und nicht zum Dorf- und Tierarzt um die Ecke.
Wenn mann Zahnschmerzen hat geht man normalerweise auch zum Zahnarzt und nicht zum Internisten.
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200627. Juli 2012 · #35traumtester schrieb:Deshalb sollte man auch zum Facharzt gehen und nicht zum Dorf- und Tierarzt um die Ecke.
... meine Rede.
Aber auch unter den Fachärzten gibt es -wie überall- gewaltige Unterschiede.
Wenn mann Zahnschmerzen hat geht man normalerweise auch zum Zahnarzt und nicht zum Internisten.
... der Internist darf auch keine Zahnschmerzen behandeln. Deshalb würde man von diesem auf seinen Fehler hingewiesen und zu einem kompetenten Arzt geschickt.
Der Feld-, Wald- und Wiesenarzt darf jedoch Medikamente gegen Malaria verschreiben, auch wenn er keine Ahnung hat. Und das erzeugt beim Patienten schnell den Anschein von Kompetenz. Das ist der problematische Unterschied ...
Gruß
Wolfgang
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Erika2'338 Beiträge · seit 200727. Juli 2012 · #36Hallo Leute, dass man wegen der Malariafrage weder zum Tierarzt noch zum Zahnarzt usw. gehen sollte, ist doch bestimmt allen klar. Man könnte sich aber auch von 10 verschiedenen Tropenärzten beraten lassen und würde auch von diesen bestimmt eine Menge unterschiedlicher Meinungen erhalten. Eine absolute Garantie, dass man trotz Prophylaxe keine Malaria bekommt gibt es eh nicht. Eine endgültige Antwort (ausser, dass man sich nicht vom Zahnarzt usw. beraten lassen sollte) über dieses Forum zu erhalten ist bestimmt nicht möglich.
Die ursprüngliche Frage wurde betreffend Malawi gestellt. Dort finde ich persönlich das Malariarisiko ziemlich hoch. Das Land ist relativ stark besiedelt, was die Gefahr erhöht und die zahlreichen Overlandtrucks, welche von Kenia über Tansania nach Malawi fahren haben erfahrungsgemäss meistens irgendeinen Malariafall dabei, was noch eine zusätzliche Übertragungsgefahr an Touristenorten darstellt.
Ausserdem möchte ich noch anmerken, dass eigentlich absolut unwichtig sein sollte, ob die Krankenkasse die Medikamente bezahlt oder nicht. Schliesslich geht es um die Gesundheit und deshalb müssten die paar Kröten keine grosse Rolle spielen.
Grüessli
Erika
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200627. Juli 2012 · #37Erika schrieb:Ausserdem möchte ich noch anmerken, dass eigentlich absolut unwichtig sein sollte, ob die Krankenkasse die Medikamente bezahlt oder nicht. Schliesslich geht es um die Gesundheit und deshalb müssten die paar Kröten keine grosse Rolle spielen.
Danke!
Das ist auch meine Meinung. Im Vergleich zu den Gesamtkosten der Reise und den möglichen Folgen einer Malaria sollte der finanzielle Aspekt bei der Überlegung, Prophylaxe zu betreiben oder nicht, völlig unberücksichtigt bleiben.
Gruß
Wolfgang
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La Leona2'779 Beiträge · seit 200727. Juli 2012 · #38hallo!
Also ich bin sehr froh dass es seit einigen Jahren Malarone gibt.
Als Lariam auf den Markt kam waren alle hell begeistert, aber in meinem Bekanntenkreis von Europäern die wie ich etliche Monate im Jahr in Kenya lebten wurde bald klar wieviele an sehr unangenehmen Nebenwirkungen leideten. Deshalb verzichteten wir alle auf eine langzeitliche Einnahme einer Prophylaxe. Etwa 10% von uns "wazungus" erkrankte früher oder später an Malaria. Einer starb, obwohl er sofort medizinisch versorgt wurde. Ein anderer ist lebenslänglich geschädigt.
Heute, 25 Jahre später, weiss ich nicht ob wir es uns hätten leisten können über Monate Malarone einzunehmen, weil jede Tablette kostet um die 4 USD.
Was ich aber ganz bestimmt weiss, ist dass ich auf jeder Ferienreise in ein Malariagebiet Malarone einnehme.
VG leona
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200627. Juli 2012 · #39La Leona schrieb:hallo!
Heute, 25 Jahre später, weiss ich nicht ob wir es uns hätten leisten können über Monate Malarone einzunehmen, weil jede Tablette kostet um die 4 USD.
... hier kostet eine Tablette ungefähr 5 Euro.
Ob Du Dir die monatelange (tägliche) Einnahme von Malarone leisten kannst, ist aber nicht nur eine finanzielle Frage. Es ist auch die Frage, was Du Deinem Körper damit zumutest.
Lariam/Doxycycline sind für Langzeiteinahme zugelassen, Malarone nur für einen Reisezeitraum von vier Wochen. Um diese Zulassung zu erhalten, wurde es meines Wissens über 12 Wochen getestet. Ich weiß nicht, ob es Erkenntnisse darüber gibt, was Malarone bei Langzeiteinnahme bewirkt. Vielleicht schädigt man seinen Körper damit ebenfalls sehr stark.
Gruß
Wolfgang
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La Leona2'779 Beiträge · seit 200727. Juli 2012 · #40hallo Wolfgang, danke.
das wusste ich jetzt echt nicht dass man Malarone nur max. 5 Wochen einnehmen soll. (4 wochen Reise + 1 Woche Einnahme danach).
VG leona