TATatonkaThemenstarter8 Beiträge · seit 201225. Juli 2012 · #1Hallo,
da ich im September für 3 Wochen nach Malawi reisen werde würde ich gerne eure Meinungen oder Erfahrungen zum Thema Malaria in Malawi hören bzw. lesen.
Auch für welches Präperat ihr euch entschlossen habt und warum.
Gruß Tatonka
Nunanani521 Beiträge · seit 201125. Juli 2012 · #2Nütz doch mal die Suchfunktion oder schau zu "Medikamenten".
Dieses Thema wurde schon so oft äußerst ausführlich durchdiskutiert...
Südafrika, Botswana, Namibia, Zimbabwe, Mosambik,...
Reinhard1951723 Beiträge · seit 201125. Juli 2012 · #3Hallo Tatonka,
ich finde es erst einmal gut, wenn ihr euch für eine Prophylaxe entschieden habt,
allerdings weiß ich jetzt nichts zu Malariarisiko in diesem Land.
Wir haben uns auf Empfehlung des Arztes für Melarone (ich nehme an das meindest du)entschieden. Nach Auffassung des Arztes ist die Wahrscheinlichkeit für Resistenzen gering und die Verträglichkeitswahrscheinlichkeit relativ hoch!
Wir haben das Medikament Ende 2011 26 Tage genommen und hatten keine Probleme!
dino727 Beiträge · seit 200825. Juli 2012 · #4Tatonka schrieb:Malerone
Reinhard1951 schrieb:Melarone
Es heisst
Malarone 😛 ob das wohl was mit
Malaria zu tun hat 😉
http://www.malarone-info.de/Und es hat wohl wesentlich weniger Nebenwirkungen als Lariam. Aber wie immer: "Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!"
Reinhard1951723 Beiträge · seit 201125. Juli 2012 · #5Dino schrieb:
Es heisst Malarone 😛 ob das wohl was mit Malaria zu tun hat 😉
pfff,
oh wie peinlich 🤨
Danke Dino 🙂 !
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200625. Juli 2012 · #6Hallo Tatonka,
Malawi ist das ganze Jahr Risikogebiet für Malaria (meist tropica) und die ärztliche Versorgung ist dürftig. Das ist nicht zu vergleichen mit Namibia oder Südafrika.
Ob und welches Medikament Du nehmen möchtest, solltest Du mit Deinem Arzt besprechen. Es hängt auch von geplanten Vorhaben ab. Wer tauchen geht, sollte meines Wissens z.B. kein Lariam nehmen. Neben Malarone gibt es aber auch noch andere Medikamente wie Doxycycline. Dieses wird von der WHO empfohlen, ist aber in Deutschland nicht gegen Malaria zugelassen. Manche Ärzte verschreiben es auf Wunsch trotzdem, aber dann wohl "offiziell" für eine der zugelassenen Behandlungen. Doxycycline steigert aber die Lichtempfindlichkeit und ist nicht sinnvoll bei viel Aufenthalt in der Sonne wie z.B. beim Wandern oder Radfahren.
Und weil Du nach Erfahrungen gefragt hast:
Als ich durch Malawi radelte, erzählte mir eine Krankenschwester, dass im Vorjahr drei Deutsche durch Malawi radelten. Einer der drei hätte plötzlich angehalten, noch gemeint, ihm sei schlecht und dann fiel er um - tot. Sie sagte, es wäre aufgrund der Hitze gewesen und so habe ich das in meinem Reisebericht erwähnt. Kürzlich erhielt ich eine Nachricht von einem der beiden Reisepartner, dass er nicht an der Hitze, sondern an cerebraler Malaria starb. Und es sei tatsächlich wie aus heiterem Himmel gekommen.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Gobobos191 Beiträge · seit 200925. Juli 2012 · #7Hallo Tatonka, wie schon empfohlen, laß Dich von einem in dieser Frage kompetenten Arzt oder einem Tropen-Institut beraten.
Ich kann Dir aber meine persönlichen Erfahrungen mitteilen. Lariam haben ich und mein 12 Jahre jüngerer Bruder bei unserer ersten Sambia-Reise eingenommen, Malaria bekam keiner von uns, aber die Nebenwirkungen waren erheblich, äußerst unangenehm und lang anhaltend, besonders für meinen Bruder, damals Anfang 30. Seither benutze ich ausschließlich Malarone und habe damit beste Erfahrungen gemacht, auch verschiedene Reisepartner haben es bestens vertragen.
Gruß
Gobobos
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200625. Juli 2012 · #8Gobobos schrieb:Hallo Tatonka, wie schon empfohlen, laß Dich von einem in dieser Frage kompetenten Arzt oder einem Tropen-Institut beraten.
... in diesem Satz ist das Wort "kompetent" wichtig. Der normale Hausarzt ist das in aller Regel nicht.
Hier mal zwei Erlebnisse zum Vergleich. Ich gehe in medizinischen Fragen immer zu einem Reisemediziner (der auch Weiterbildungen in diesem Bereich anbietet). Aber irgendwann mal war ich wegen irgendwas bei meinem Hausarzt und dachte, bei der Gelegenheit auch im Hinblick auf eine kommende Reise Malariaprophylaxe verschreiben zu lassen.
der Hausarzt: "Also Lariam".
ich: "Für die Region lieber Malarone. Außerdem weiß ich, dass ich das vertrage".
Arzt: "Mala... was? Wie schreibt man das?"
Ich habe es ihm buchstabieren müssen (ohne Scherz) und er hat erst in seinem schlauen Buch nachgeschlagen.
Jetzt im Vergleich der Reisemediziner, der mir früher schon für Uganda alles aus dem Kopf erklärt hat und dann hinterher nachschaute, ob er was vergessen hatte. Die Beratung dauerte übrigens 90min.
Diesmal dachte ich, ich könne ihn vielleicht an seine Grenzen bringen. Ich wollte nach Surinam, ein Land, von dem viele nie gehört haben. Ich dachte, jetzt müsse er sicher auch nachsehen.
Arzt: "Passen Sie auf, wenn Sie in den Süden kommen. Im ganzen Land gibts Malaria, aber der Süden ist Hochrisikogebiet. Übrigens gibts dort viele Indianergebiete, die Sie ohne Permit nicht betreten dürfen. Außerdem liegt Surinam im "Zuckerrohrgürtel". Viele Einheimische sind gerade an Wochenenden betrunken mit dem Auto unterwegs. Passen Sie auf mit dem Fahrrad ...".
Ich denke, das sind zwei sehr extreme Erfahrungen, aber sie zeigen deutlich, dass Arzt nicht gleich Arzt ist.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
BEbeate1'450 Beiträge · seit 200625. Juli 2012 · #9Hallo Tatonka,
wann Du ganz sicher gehen willst, dann geh am besten zur Beratung in ein Tropeninstitut.
Wir waren vor unserer Malawi-Reise bei diesem Tropeninstitut in München und trafen dort auf einen Arzt, der selbst ein paar Jahre in Malawi gelebt hatte. Und der empfahl uns dringend eine Prophylaxe mit Malarone.
Wir kannten Malarone schon von vorherigen Urlauben im südlichen Afrika und wussten, dass wir darauf keine Nebenwirkungen bekommen.
Bei unserer ersten Afrika-Reise gabs Malarone noch nicht (oder war bei uns noch nicht bekannt). Damals hatten wir Lariam genommen und hatten beträchtliche Nebenwirkungen. Also das würde ich nie mehr nehmen.
Gruss Beate
TATatonkaThemenstarter8 Beiträge · seit 201225. Juli 2012 · #10Hi Leute,
vielen Dank für eure schnellen und raschen Antworten.
Ich werde mich wahrscheinlich f. Malerone entscheiden da es anscheinend weniger Nebenwirkungen hat.
Wird schon klappen...
Gruß Tatonka
TOtoumtoum319 Beiträge · seit 201225. Juli 2012 · #11Oh, das ist ein schwieriges Thema. Ein kompetenter Arzt ist schon mal gut, aber man sollte sich auch selber Gedanken machen. Kompetenter Arzt kann schwierig sein - nicht jeder Tropenmediziner scheint kompetent zu sein. Meine Freundin war im Münchner Tropeninstitut wegen Gelbfieberimpfung und wollte dann Doxycyclin als Malariaprophylaxe haben. Aussage Tropenärztin: Doxycyclin ist Quatsch, da es als Prophylaxe nicht wirken würde. (WHO sagte aber etwas anderes)
Also Lariam würde ich ehr abraten - hat sehr viele Nebenwirkungen, Taucher und Flieger dürfen es überhaupt nicht nehmen. Malarone scheint sehr gut verträglich zu sein. In vielen Ländern um uns herum /Österreich, Niederlande, UK ...) wird Doxycyclin verschrieben - sehr gut verträglich (allerdings nicht für Kinder geeignet) und weitaus billiger. In Deutschland müssen die Arzte aber darauf hinweisen, daß es nicht für Malaria zugelassen ist und daß man es auf eigenes Risiko nimmt (sind strafrechtliche Gründe - wenn du doch erkrankst könntest du den Arzt verklagen).
Warum ich sage, daß du dir selber Gedanken machen sollst ist folgender. In Afrika leben viele Menschen (auch genug Weiße) und die können nicht ständig Prophylaxe nehmen und überleben auch. Also bei meiner ersten Reise nach Afrika mit Rad(damals sogar Namibia) nahm ich auch Lariam und habe dann trotzdem Malaria bekommen - bin dann in München auf Intensiv gelandet weil dann die Behandlung noch schwieriger war (allerdings auch durch kleine eigene Fehler). Von da an habe ich keine Prophylaxe genommen. Was mir wichtiger erscheint ist, 1. sich vor Mückenstichen zu schützen (Moskitonetz mitnehmen - mit dem Rad hat man oftmals Unterkünfte ohne Moskitonetz etc.), 2. Fieberthermometer - ganz wichtig. Wenn du dich nicht wohl fühlst, dann Fieber messen, wenn es über oder an die 40 Grad Celcius kommt, zu einem Arzt gehen. Die können dort sehr schnell feststellen, ob du Malaria hast oder nicht und auch ein Gegenmittel geben, wo sie wissen, daß es sehr wahrscheinlich wirkt (keine Resistenzen vorhanden sind).
Auch in Malawi ist das Gesundheitssystem so gut, daß sie daß behandeln können. Keine Ahnung, warum man immer denkt, es geht in den afrikanischen Krankenhäusern drunter und drüber, ich war in mehreren afrikanischen Ländern in Krankenhäusern und habe geschaut, wie es da abläuft. Es gibt nur wenige Länder, wo ich versuchen würde in ein anderes Land zu kommen, weil es wirklich katastophal ist - z.B. Congo, Zentraöafrikanische Republik und ein paar wenige andere - aber die sind nun nicht die Touristenziele.
Also wie gesagt, ob Prophylaxe oder nicht muß du auch selbst entscheiden, Lariam ehr nicht (meine Meinung) und der Rat mit dem Fieberthermometer ist meiner Meinung nach wichtiger. Wenn du Malaria hast, egal ob mit oder ohne Prophylaxe, dann zählt jeder Tag. Kriegt man es gleich am Anfang mit, dann ist es in der Regel nach 2-3 Tagen schon fast vorbei. Und keine Angst dort zum Arzt zu gehen - Malawi ist ok (für komplizierte OPs ist es etwas anderes)
Bei mir damals in Namibia, bin ich erst beim zweiten Anfall zum Arzt, weil ich vorher nicht Fieber gemeseen hatte - da wird es dann schon etwas schwieriger.
Also auch selber mal etwas belesen (offizielle Seiten wie WHO etc.), dannsich Gedanken machen und dann hoffentlich einen kompetenten Arzt aufsuchen.
Holger
BerndW487 Beiträge · seit 201225. Juli 2012 · #12Lariam wird meist von Frauen weniger gut vertragen und hat sicher mehr Nebenwirkungen. Die Krankenkassen haben dafür meist einen Tropenfachmann und übernehmen zum Teil auch die Kosten, einfach dort anrufen. Ich nehme seit 25 Jahren des öfteren Malaria Mittel und halte Malarone für das bessere Mittel.
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200625. Juli 2012 · #13toumtoum schrieb:Auch in Malawi ist das Gesundheitssystem so gut, daß sie daß behandeln können. Keine Ahnung, warum man immer denkt, es geht in den afrikanischen Krankenhäusern drunter und drüber, ich war in mehreren afrikanischen Ländern in Krankenhäusern und habe geschaut, wie es da abläuft.
... ich habe in Gambia, Kamerun, Uganda auch schon Krankenhäuser von innen gesehen - auch Krankenhäuser ohne Strom und fließend Wasser. Aber dass ein Arzt Tabletten lose (ohne jegliche Verpackung) in der Hosentasche aufbewahrte, ist mir nur in Malawi begegnet. Ob sich in der gleichen Hosentasche evtl. noch ein vollgeschneutztes Taschentuch befand, weiß ich nicht, kann es aber auch nicht ausschließen. In Lilongwe und entlang der größeren Routen mag es befriedigende Möglichkeiten geben, aber nichts mit hierzulande vergleichbarem außer Privatkliniken.
Aber eines ist klar. Malaria können sie in Afrika fast überall behandeln. Oft besser als in Deutschland. Weil sie es schneller erkennen ...
Interessehalber ... wann warst Du denn mit dem Rad in Namibia? Und warst Du in anderen Ländern Afrikas auch schon per Rad unterwegs? Gerne auch per PN ...
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
BEbeate1'450 Beiträge · seit 200626. Juli 2012 · #14Hallo Holger,
auf Deine Ausführungen muss ich doch nochmal Bezug nehmen.
Du hast natürlich Recht, dass jeder selbst entscheiden muss, ob Prophylaxe oder nicht. Und dass die Tropenärztin Doxycyclin nicht verschrieben hat, ist auch klar, da es in Deutschland nicht als Malaria-Prophylaxe zugelassen ist.
Natürlich ist Malarone etwas teuerer, aber bei den Gesamtkosten eines solchen Urlaubs fällt das ja wirklich nicht ins Gewicht (Krankenkassen zahlen nach wie vor nicht).
Dass in Afrika die Menschen nicht immer Prophylaxe nehmen können, ist auch klar. Aber trotzdem würde ich nicht einsehen, dass ich die Gefahr laufe, Malaria zu bekommen, nur weil die Menschen dort auch in der Gefahr leben. Umgekehrt würde sich ja doch auch niemand freiwillig vor ein Auto werfen, nur weil hier in D das Risiko eines Verkehrsunfalles höher ist und wir auch damit leben müssen. (Ich weiss, das Beispiel hinkt, aber vielleicht macht es doch deutlich, was ich damit sagen will). Ganz abgesehen davon habe ich auch schon in wissenschaftlichen Berichten gelesen, dass auch in Afrika die Malaria schon weit besser ausgerottet wäre, wenn nicht so viele gefälschte Malaria-Medikamente dort im Umlauf wären.
Und der Tipp mit dem Fiebermessen ist schon gut. Was ist aber, wenn Du zu den Menschen gehörst, die selbst halbtot noch nicht über 39 Grad kommen (ich z.B.). Und dann: Du bist im Urlaub, wenn Du also Fieber hast, dann überlegst Du Dir wirklich ganz genau, ob Du jetzt Hektik machen sollst, Deinen ganzen Resturlaub übern Haufen werfen sollst, nur um zu einem Arzt zu kommen. Also wartest Du normalerweise erstmal bis zum nächsten Tag. Und dann ist das Fieber wieder weg und "alles ist gut". Bis zum nächsten Schub.
Noch schlimmer wird diese Entscheidung, wenn Du nicht allein unterwegs bist, da Du damit ja den Urlaubs- und Reiseverlauf aller Deiner Mitreisenden beeinflusst. Das überlegst Du Dir dann dreimal.
Ja, und nachdem es jetzt mit Malarone ein Mittel gibt, das sehr gut verträglich ist, verstehe ich überhaupt nicht, warum man sich diesen Risiken aussetzen sollte.
Just my 2 cents.
Beate
Reinhard1951723 Beiträge · seit 201126. Juli 2012 · #15beate schrieb:
...
(Krankenkassen zahlen nach wie vor nicht).
...
Hallo Beate,
das stimmt zu mindest für Deutschland so nicht! Von unserer Krankenkasse wurden 2011 sowohl die Kosten für das ärztliche Beratungsgespräch als auch die Kosten für Malaron übernommen!
piscator1'483 Beiträge · seit 200926. Juli 2012 · #16Vielleicht ist dieser Bericht etwas hilfreich:
Malaria-ProphylaxePiscator
carl1'287 Beiträge · seit 200826. Juli 2012 · #17beate schrieb:Du bist im Urlaub, wenn Du also Fieber hast, dann überlegst Du Dir wirklich ganz genau, ob Du jetzt Hektik machen sollst, Deinen ganzen Resturlaub übern Haufen werfen sollst, nur um zu einem Arzt zu kommen. Also wartest Du normalerweise erstmal bis zum nächsten Tag. Und dann ist das Fieber wieder weg und "alles ist gut". Bis zum nächsten Schub.
Hallo Beate,
genau das ist aber in meinen Augen der springende Punkt und auch der erste Fehler. Wenn ich im Malariagebiet ohne Prophylaxe unterwegs bin und auch nur annähernd Symptome wie erhöhte Temperatur oder Unwohlsein feststellen würde, dann lass ich mich testen. Wenigstens einen Schnelltest* (sehr preiswert in Apotheken oder bei Ärzten zu erwerben) kann man sofort und überall selbst machen. Im Zweifel dann gleich zu einem Arzt vor Ort, der sich zwangsläufig gut mit Malaria auskennt.
Man muss sich meiner Meinung nach des Risikos bewusst sein.
Als wir in 2009 drei Monate durch das südliche Afrika gereist sind, haben wir uns am Ende der Reise in Kapstadt prophylaktisch auf alles relevante (Malaria, Bilharziose usw. usf.) testen lassen obwohl wir gar keine Symptome hatten.
Aber schlussendlich wie immer bei diesem Thema, jeder bzw. jede muss das für sich entscheiden.
Gruß
Carl
*Schnelltest sind nicht zu 100% akkurat, es besteht das Risiko eines falschen negativen Ergebnis.
Madam und Boss Unterwegs (2014/15)
"Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon)
"I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
BEbeate1'450 Beiträge · seit 200626. Juli 2012 · #18Reinhard1951 schrieb:beate schrieb:
...
(Krankenkassen zahlen nach wie vor nicht).
...
Hallo Beate,
das stimmt zu mindest für Deutschland so nicht! Von unserer Krankenkasse wurden 2011 sowohl die Kosten für das ärztliche Beratungsgespräch als auch die Kosten für Malaron übernommen!
Kannst Du mir noch sagen, welche das ist?? Bist Du gesetzlich versichert oder privat?
Danke
Beate
M@rie1'680 Beiträge · seit 200726. Juli 2012 · #19beate schrieb:
Kannst Du mir noch sagen, welche das ist?? Bist Du gesetzlich versichert oder privat?
hier gibt es eine Auflistung, welche KK die Kosten für Reisemedizin übernehmen und
hier die aktuelle Liste vom Juni 2012
lG und bleibt gesund! M@rie
M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012
"Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!"
~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200626. Juli 2012 · #20beate schrieb:Du hast natürlich Recht, dass jeder selbst entscheiden muss, ob Prophylaxe oder nicht. Und dass die Tropenärztin Doxycyclin nicht verschrieben hat, ist auch klar, da es in Deutschland nicht als Malaria-Prophylaxe zugelassen ist.
... mein Arzt hätte es mir verschrieben. Offiziell hätte ich es vorsorglich als Antibiotikum bekommen. Ob ich es dann als Malariaprophylaxe eingesetzt hätte, wäre meine Entscheidung gewesen.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...