mit 50 Cent die Welt verändern....

15 Antworten · 4'377 Aufrufe · gestartet 04. Dez. 2009 von muzungu
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Themenstarter365 Beiträge · seit 200604. Dez. 2009 · #1
Für alle die noch auf der Suche nach einem kleinen Weihnachtsgeschenk sind und gleichzeitig auch noch etwas Gutes tun wollen (wieder nur ein Mikroschritt? 😉 ),dem möchte ich folgendes ans Herz legen:

Zum einen ein Buch von Harriet Bruce-Annan der Begründerin des Vereins African Angel.

http://www.african-angel.de/home.html

Bei African Angel handelt es sich um kleinen Verein, der sich zu Ziel gesetzt hat Kindern in Accra (Ghana) die Chance auf eine Schulbildung zu ermöglichen. Was zunächst als Traum begann ist mittlerweile zu einem richtigen Hilfsprojekt geworden.
Ich hatte die Gelegenheit Frau Bruce Annan im letzten Jahr persönlich kennen zu lernen. Die Frau strotzt nur so vor Elan und Engagement für „ihre“ Kinder und ihr Projekt.

Das Buch beschreibt die Lebensgeschichte von Harriet Bruce Annan und die Entstehung des Vereins African Angel.



Harriet kommt 1991 mit ihrem Mann, einem Ghanaer mit englischem Pass, nach Deutschland, voller Hoffnung auf ein noch besseres Leben, ein Studium zur Vollendung ihrer IT-Kenntnisse, Wohlstand. Doch schon bald muss sie vor seinen Gewalttätigkeiten flüchten. Allein, ohne Sprachkenntnisse, schlägt sich die Programmiererin im deutschen Behördendschungel durch, sucht Arbeit - und landet als Toilettenfrau bei der Düsseldorfer Messe. Ein Grund aufzugeben? Never ever! Denn Harriet hat einen Traum. Sie will den Kindern in Bukom, den Slums von Akkra, helfen. Und so macht sie eine einfache Rechnung auf: Sie verdient 1000 Euro im Monat, die braucht sie, um zu leben. Ihr Trinkgeld dagegen wird sie von nun an sparen: 50 Cent pro Kunde, jeden Tag, jedes Mal. Das ist der "Überschuss", von dem sie ihren Traum verwirklichen kann.?Am 15. September 2002 gründet Harriet den Verein AFRICAN ANGEL e.V. In ihrem Buch erzählt sie von ihrer Kindheit in Akkra, von ihrem lebenslangen Traum und wie er in Erfüllung ging.

Verlag: Luebbe Verlagsgruppe
ISBN-13: 9783785723845
ISBN-10: 3785723849
Seiten: 240
Gewicht: 417g
Sprache: Deutsch
Ausgabe: 10/2009
Preis 19,99 €


Zum anderen aber auch noch einmal die Foto-CD der Friends of Hwange. Es sind tolle Bilder auf der und man kann damit so richtig schön von seinem nächsten Urlaub träumen….
Mit dem Kauf der CD leistet man einen zudem einen Beitrag zur Erhaltung der Infrastruktur des Hwange Nationalparkes!

Die CD kostet 20 €-inkl. Porto nach Deutschland! Der Versand erfolgt über Lauren Dell aus England innerhalb weniger Tage!

Kontakt über:

Lauren Dell
laurendell(at)hotmail.com
oder
Dave Dell
dave.dell(at)trachans.co.zw


Falls jemand "mehr" tun möchte, so bin ich mir sicher, das man sich auch über die ein oder andere Spende freut!

Danke- Jörg
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren; die zweitbeste Zeit ist: HEUTE "Afrika hat seine Geheimnisse und selbst ein weisser Mensch wird diese nie verstehen. Er kann sie aber respektieren." Miriam Makeba One elephant is killed every 15 minutes www.iworry.org
1'155 Beiträge · seit 200604. Dez. 2009 · #2
Es ist sicher löblich was African Angel macht.

Aber warum bringt es ein Staat wie Ghana nicht fertig Schulen zu bauen . Spitäler, eine Gesundheitsversorgung auf die Beine zu stellen, seinem Volk ein menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen?

Ghana ist wirtschaftlich bedeutend aufgrund seines Rohstoffreichtums. Die ehemalige Kolonie hatte den Namen Goldküste. Neben Rohstoffen ist eine reiche Flora und Fauna vorhanden. Edelholzexporte sind ebenfalls von großer Bedeutung .

Kann es sein, dass es der Regierung egal ist, wie es um das Volk bestellt ist? Kann es sein, dass Korruption, Misswirtschaft und Raffgier der Eliten die Ursache
aller Probleme ist? Afrika wird armregiert!

Afrika sollte endlich lernen sich selbst zu helfen….
541 Beiträge · seit 200704. Dez. 2009 · #3
Tomcat schrieb:
Es ist sicher löblich was African Angel macht.

Aber warum bringt es ein Staat wie Ghana nicht fertig Schulen zu bauen . Spitäler, eine Gesundheitsversorgung auf die Beine zu stellen, seinem Volk ein menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen?

Hallo Tom,

Warum bringt es ein Staat wie Deutschland nicht fertig seine Schulden abzubauen, seine Schulen zu renovieren, sein Gesundheitssystem in den Griff zu bekommen? Warum müssen in einem Land wie Deutschland Kinder verhungern? ... und und und ...

Ich denke mal das ließe sich noch weiter fortführen...

In Afrika sind die Probleme sicher massiver, als bei uns. Dennoch kein Grund permanent Pauschalurteile zu fällen, zu propagieren und Hilfsleistungen in Frage zu stellen.

Auch bei uns finanzieren sich viele notwendige Organisationen und Vereine allein durch Spenden - obwohl wir eine "reiche" Industrie-Nation sind.

Deshalb sind Fehler im System das eine - Unterstützung, die auf menschlicher Empathie beruht, das andere...
Es nutzt niemandem etwas, nur auf Fehler hin zu weisen - es nutzt unendlich viel, wirklich zu helfen!

Danke Jörg, für diesen Beitrag!
Viele Grüße
Anja
Intelligent people discuss ideas. Fools discuss how people should behave. (Paulo Coelho)
Gast04. Dez. 2009 · #4
Vilen Dank für den Beitrag, Jörg,

Ich habe selbst die CD von Dave bekommen und bin auch ganz begeistert,
es sind phantastische Bilder.

Es reicht sicherlich noch, sie vor Weihnachten zu bestellen.


Hast du Harriet in Deutschland kennengelernt?
Oder warst du scho einmal in Ghana?


Viele Grüße

Beate
1'155 Beiträge · seit 200604. Dez. 2009 · #5
@ Anja

Sorry Dein Beitrag ist etwas sehr naiv. Nach Afrika fliessen seit 50 Jahren Entwicklungsgelder. Ohne sichtbare Erfolge.

Ich bin seit über 20 Jahrn auf dem Kontinent unterwegs, 10 Jahre als Fotojournalist und habe über 5 Jahre dort verbrach. Ich habe meine Illusionen längst verloren.

Vergiss dein Helfersyndrom... Afrika muss und kann sich selber helfen 🙂
1'933 Beiträge · seit 200904. Dez. 2009 · #6
Tomcat
Danke!
Weiter gibt es zu deinem coment nichts zu sagen.
Liebe Grüße Lotusblume Reiseberichte(klick):2022-Sep/Okt Südafrika "Genuss-Reise ums Westkap"//2021-Nov "3670 km durch Namibias Nov.-Hitze"//2018-Okt Namibia "Von der Wüste zu den Wasserwelten"//2015-Aug/Sep Südafrika "Unser Wiedersehen mit Südafrika"//2013-Nov Namibia "Unsere Silberhochzeit bei Vollmond"//2010-Apr Namibia "Unsere Unterkünfte"
zuletzt bearbeitet 04. Dez. 2009
1'096 Beiträge · seit 200904. Dez. 2009 · #7
Tomcat schrieb:
@ Anja

Sorry Dein Beitrag ist etwas sehr naiv. Nach Afrika fliessen seit 50 Jahren Entwicklungsgelder. Ohne sichtbare Erfolge.
Hallo Tom,

jetzt frag ich mich gerade wer hier naiv ist 😉
Du kannst nicht ernsthaft eine staatliche Entwicklungshilfe - die zu keiner Zeit die Eigenständigkeit des "Patienten" im Sinn hat - mit individueller direkter Hilfe vergleichen. Wenn doch bist du der Naive 😮

Wenn du erfahren bist und in den 20 Jahren Afrika wertfrei beobachtet hast, musst du zwangsläufig auf Projekte von Einwohnern für Einwohner treffen, die die Lebensqualität der direkten Umgebung verbessern und damit einen Sinn haben. Solltest du das Pech gehabt haben kein derartiges Projekt zu finden, kann ich dir gerne aushelfen und dir Adressen nennen, die du beim nächsten Aufenthalt besuchen kannst.
Die Projekte von denen ich spreche zeichnen sich durch "Macher" aus, die einfach tun, so gut sie können. Gelegentlich wird jemand auf sie aufmerksam und unterstützt sie, damit das "so gut sie können" sich verbessert. Keine Werbung, kein Betteln o.ä.

Grüße

Seyko
85 Beiträge · seit 200904. Dez. 2009 · #8
Tomcat schrieb:
@ Anja

Sorry Dein Beitrag ist etwas sehr naiv. Nach Afrika fliessen seit 50 Jahren Entwicklungsgelder. Ohne sichtbare Erfolge.

Ich bin seit über 20 Jahrn auf dem Kontinent unterwegs, 10 Jahre als Fotojournalist und habe über 5 Jahre dort verbrach. Ich habe meine Illusionen längst verloren.

Vergiss dein Helfersyndrom... Afrika muss und kann sich selber helfen 🙂
Hallo Tom

Auch ich lebte über Jahre im südlichen Africa. In zum teil sehr ärmlichen, schwierigen und krisengeschüttelten Länder und Verhältnissen!!
Was Entwicklungs Hilfe und noch mehr Entwicklungs Gelder sind, da hab ich mehr als Erfahrung.
Aber die Illusion und die Hoffnung für Africa gibt man nicht einfach so nach 5 Jahren auf!!
Und Deine Worte : Afrika sollte endlich lernen sich selbst zu helfen stimmt einfach so bei weitem nicht. Mehr Kommentar ist nicht nötig.

LG Shanta
Ein Augenblick der Geduld kann vor großem Unheil bewahren, ein Augenblick der Ungeduld ein ganzes Leben zerstören.
zuletzt bearbeitet 04. Dez. 2009
5'538 Beiträge · seit 200805. Dez. 2009 · #9
Hallo Zusammen,

@Tomcat:

ich verstehe die Diskussion nicht. Da kommt eine Frau aus Afrika und engagiert sich für die Kinder in Ihrem Land. Was ist das? Almosen?
Kannst Du mir ein besseres Beispiel für Selbsthilfe nennen? Also was hast Du daran zu kritisieren? Bringe mir bitte keine Beispiele von Korruption und Entwicklungshilfe. Hier geht es um das tatkräftige Engagement von Harriet und das sollte man anerkennen. Du musst ja nicht selbst das Buch oder die CD kaufen, aber nörgele nicht um des Nörgelns willen.

Sehr nachdenkliche Grüße
Gerd
1'250 Beiträge · seit 200905. Dez. 2009 · #10
@Gerd:

Da hast Du den kleinen feinen Unterschied in aller Kürze genau beschrieben - wozu dann noch diese Diskussion?

In diesem Sinne - Gute Nacht 🙁
U.
Ein Freund ist ein Mensch, vor dem ich laut denken kann. R.W. Emerson Namibia 2013 - http://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/278435-unterkunftsbeschreibungen-unserer-letzten-reise.html?start=12 Namibia 2015 - http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/286282-unsere-campsites-im-maerz-2015.html
1'155 Beiträge · seit 200605. Dez. 2009 · #11
Leute ihr müsst lesen lernen.

Ich habe geschrieben…“ Es ist sicher löblich was African Angel macht“.... Also…das ist doch ein Lob..

In Afrika müssen die Leute Eigeninitiative zeigen um zu überleben….jeden Tag. Keine Diskussion.

Dies ist zu bewundern, auf jeden Fall.

Ich werfe nur die Frage auf, warum die Völker der meisten Afrikanischen Länder jeden Tag einem Überlebenskampf ausgesetzt sind.

@Shana…. Du findest Afrika kann sich nicht selber helfen?

Dann versuch mir doch bitte einmal zu erklären warum in einem Land wie Nigeria mit seinen riesigen Öl und Gasvorkommen die schlimmsten Slums auf dem ganzen Kontinent sind? Das Land in Armut versinkt.?

Oder Zimbabwe , ein reiches Land, voller Bodenschätzt und beste Bedingungen für den Agrarsektor. Heute völlig heruntergewirtschaftet.

Ich bin gespannt!

Ich bleibe dabei ….Afrika muss und kann sich selbst helfen.
71 Beiträge · seit 200806. Dez. 2009 · #12
hallo jörg,
vielen dank für diesen guten tipp. werde ich doch beherzigen und gleich bestellen.
schönen sonntag noch an alle.
grüße aus wien, blackrhino93
0
1'247 Beiträge · seit 200906. Dez. 2009 · #13
Tomcat schrieb:
Dann versuch mir doch bitte einmal zu erklären warum in einem Land wie Nigeria mit seinen riesigen Öl und Gasvorkommen die schlimmsten Slums auf dem ganzen Kontinent sind? Das Land in Armut versinkt.?

Oder Zimbabwe , ein reiches Land, voller Bodenschätzt und beste Bedingungen für den Agrarsektor. Heute völlig heruntergewirtschaftet.

Ich bin gespannt!

Ich bleibe dabei ….Afrika muss und kann sich selbst helfen.
Hallo Tomcat

ohne jetzt hier wieder die sattsam bekannten Diskussionen loszutreten, weshalb Afrika so ist, wie es ist (was übrigens für alle durch weisse Europäer "kolonisierten" Länder gilt): Wie wär's mit Hilfe zur Selbsthilfe - zum Beispiel genau auf diese Weise?

Vorweihnächtliche Grüsse
Thomas
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
Themenstarter365 Beiträge · seit 200606. Dez. 2009 · #14
Sorry das ich mich jetzt erst einschalte, aber ich habe mir ein Wochenende ohne Computer gegönnt…

Es freut mich das mit ich mit dem Posting doch eine kleine kontoverse Diskussion hier anstoßen konnte und wer weiß vielleicht ist sie ja auch noch nicht zu Ende?!

@ Beate:
Ich habe Harriet in Deutschland kennen gelernt und zwar als ich ihr eine Wagenladung „Hilfsgüter“ gebracht habe. Der Verein hat seinen Sitz in Düsseldorf und somit von mir aus nicht allzu weit entfernt. In Ghana selber war ich leider noch nicht, aber was wer weiß….

@ TOMCAT
Wenn ich in deinem posting lese das du seit 20 Jahren auf dem Kontinent unterwegs bist, davon 10 Jahre als Fotojournalist und nun jede Illusion verloren hast, dann erinnert mich dies an das Buch „Jenseits von Amerika“ von Keith B. Richburg. Ich weiß nun aber nicht was du genau dort erfahren bzw. mitbekommen hast und ich wünsche mir das es nicht annähernd das war was Richburg in seinem Buch beschreibt! (Im Übrigen ein sehr empfehlenswertes Buch- allerdings keine leichte Kost!)
Ich bin vollkommen deiner Meinung dass sich Afrika selber helfen muss, nur ist dies meiner Meinung nach nur zu leicht daher gesagt! Wo fängt denn bitte schön die Hilfe zur Selbsthilfe an und wo hört sie auf?

Dazu folgende Anmerkung: Meine Eltern unterstützen die Ökomenische Tschernobylhilfe e.V. die Kindern aus der Katastrophenregion Tschernobyl die Möglichkeit bieten zur Erholung für einige Zeit nach Deutschland zu kommen.
Vor etlichen Jahren hatten sie sich entschlossen ebenfalls ein Kind bei Jahre sich aufzunehmen. Es kam damals ein schüchternes, Mädchen im Alter von 7 Jahren. Sie hatte nur das dabei was sie am Leibe trug, dazu einen handgeschriebenen Zettel ihrer Mutter die sich auf Russisch bedankt und gleichzeitig auch entschuldigt weil sie ihrer Tochter keine Gastgeschenke mitgeben konnte. Dazu noch einige Zeilen über die Familie und deren nicht einfaches Leben. Katja so der Name des Pflegekindes hatte zuerst einige Schwierigkeiten in der für sie neuen Welt (voller Luxus!) -dazu Verständigungsschwierigkeiten und sonstige Problemchen. Jedenfalls haben meine Eltern im darauffolgenden Jahr Katja wieder zu sich genommen. Die Verständigung erfolgte nach wie vor mit Händen und Füssen, aber es ging immer besser zumal die Kinder lernen dort in der Schule auch Deutsch lernen. Die Verständigung wurde immer besser und das gegenseitige Vertrauen immer grösser. Katjas großer Traum war von je her später einmal als Deutschlehrerin zu arbeiten. Mittlerweile ist sie 18 Jahre alt und unterrichtet Deutsch! Ihre Ausbildung ist noch nicht endgültig abgeschlossen, aber sie verdient ihr eigenes Geld und ist nun in der Lage einen kleinen Teil davon an ihre Mutter abzugeben. Sie ist gut in ihrem Job und die Schulen fragen mittlerweile bei ihr an ob sie nicht dort ihr nächstes Praktikum machen wolle. Nun überlegt das Mädchen sogar noch etwas in Richtung Jura zu machen…..!

Ist dies nicht auch eine Form von Hilfe zur Selbsthilfe? Klar kannst du nicht allen und jedem helfen, aber ich finde das gerade Bildung ein guter Weg zur Selbsthilfe ist. Nur wenn du nie die Chance bekommst eine Schule zu besuchen dann sieht es halt sehr schlecht aus!
Harriet bietet diesen Kindern diese Chance!
😎
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren; die zweitbeste Zeit ist: HEUTE "Afrika hat seine Geheimnisse und selbst ein weisser Mensch wird diese nie verstehen. Er kann sie aber respektieren." Miriam Makeba One elephant is killed every 15 minutes www.iworry.org
zuletzt bearbeitet 06. Dez. 2009
1'155 Beiträge · seit 200607. Dez. 2009 · #15
Hallo Mzungu

Ich habe so einiges mitbekommen. Immer wieder interessant war mit Entwicklungshelfern zu reden, die den Glauben an ihre Arbeit verloren haben. Wenn man zum Beispiel Vertreter einer Behörde dafür bezahlen muss, dass man ihnen ein Projekt vorstellen darf, dann kann etwas nicht mehr stimmen.

Die grossen Organisationen die alle irgendwie mit U* anfangen haben sich zu reinen Selbstbläufern entwickelt, die hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt sind. Sie sind ein Wirtschaftszweig mit vielen Angestellten die ihren Job nicht verlieren wollen. Ein sehr interessant Buch von Volker Seitz, dass unbedingt zur Pflichtlektüre eines jeden gehören sollte, der über Entwicklungshilfe und Afrika mitdiskutieren will….

http://www.buchhandel.de/detailansicht.aspx?isbn=978-3-423-24735-1

Immer auch wieder interessante Hintergrundberichte zu dieser Problematik in der Neunen Zürcher Zeitung oder der FAZ .

In Afrikas korrupten Eliten grassiert im Zusammenhang mit Hilfsorganisationen und Direktzahlungen an Entwicklungshilfe folgender Satz…
„you pretend to help and we pretend to develop“. Geld, dass ohne Kontrolle zu Verfügung gestellt wird, versiegt zwangsläufig im Sumpf der Korruption.

Nur so ist zu erklären, dass „reiche“ Länder wie zum Beispiel Nigeria oder auch Ghana auf keinen grünen Zweig kommen. Solange Direktzahlungen aus der Entwicklungshilfe an solche Regierungen fliessen, sind die Eliten nicht daran interessiert auch nur das geringste in ihren Länder zu ändern.

Lustig im diesem Zusammenhang ist dass auch, dass zum Beispiel China Entwicklungshilfe bezieht. Ein Land mit eigener Raumfahrt, stark wachsender Wirtschaft und eine Budget für Militär von fast 300 Milliarden Dollar.

Viel effizienter als direkte Entwicklungshilfe von Regierung zu Regierung oder über die grossen Organisationen, wäre es möglichst vielen Armen (die eigentlich nicht Kreditwürdig sind…) Kleinkredite als Startkapital für ein Business zu gewähren .

Dies Idee wurde von Muhammad Yunus erfolgreich in Asien umgesetzt,

http://www.zeit.de/online/2006/42/Friedensnobelpreis-Yunus-Kommentar

Aber generell müsste Afrika auch daran interessiert sein, seine unsäglich Korruption zu bekämpfen. Vorbildliche Länder wie zum Beispiele Botswana haben gezeigt, dass dies durchaus möglich ist.

Unkontrollierte Entwicklungshilfe wie sie seit 50 Jahren betrieben wird fördert aber Korruption geradezu und bringt Afrika nicht weiter.
Gast11. Dez. 2009 · #16
Moin Eggitom.

Du schriebst:
...ohne jetzt hier wieder die sattsam bekannten Diskussionen loszutreten, weshalb Afrika so ist, wie es ist (was übrigens für alle durch weisse Europäer "kolonisierten" Länder gilt)...
.

Erkläre mir doch bitte einmal die jetzigen Unterschiede zwischen den ehemals von weißen Europäern kolonisierten Ländern Schwarzafrikas und Asiens.

Dankeschön und Gruß
Michael
zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2009