Frühstück mit Giraffen Mai 25

334 Antworten · 24,5k Aufrufe · gestartet 02. Juni 2025 von Nacho
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Themenstarter1’065 Beiträge · seit 202327. Aug. 2025 ·
Leo-IMMER schrieb:Liebe Silvia
Ich bewundere dich für deine Ausdauer und deinen ausführlichen Reisebericht. Vielen Dank! Ich kann mir gut vorstellen, dass man da zwischendurch mal einen Hänger hat. Mein Bericht fällt deshalb deutlich knapper aus. Ich lese aber sehr gerne bei dir mit.
Herzlich,
Leonie
Liebe Leonie,
vielen Dank auch dir für dein Verständnis und für dein Feedback. Ich sehe am Danke-Button, dass du noch mit mir unterwegs bist. Schön, dass dir beim Lesen noch nicht die Puste ausgegangen ist.
Dein Reisebericht fällt leider auch meiner intensiven Schreiberei zum Opfer. Ich habe zwar angefangen, kann aber nicht dran bleiben. Werde ihn allerdings nachlesen, sobald meiner abgeschlossen ist. Immerhin bin ich schon im Etosha, danach geht es wieder Richtung Windhoek.
Liebe Grüße und auch dir die nötige Ausdauer zum Weiterschreiben,
Silvia
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023) Frühstück mit Giraffen - Mai 25 (Revidierte Version) https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307120-fruehtsueck-mit-giraffen-mai-25-revidierte-version Südafrika 23 - Vom Bushgeflüster zum Walgesang https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/304183-suedafrika-2023-vom-bushgefluester-zum-walgesang?modus=bericht
384 Beiträge · seit 201328. Aug. 2025 ·
Liebe Silvia,

ich bin auch immer noch mit an Board und freue mich jedes Mal über ein neues Kapitel deines Reiseberichts. Ich finde deinen Schreibstil ganz wunderbar, gerade im Gegensatz zu den vielen deutlich kürzeren, eher auf Fakten konzentrierten (und dadurch aber keinesfalls weniger hilfreichen) Reiseberichten.

Mach bitte weiter, ich warte schon ganz gespannt auf die Fortsetzung 😁

Liebe Grüße,
Sonja
6 Wochen Namibia mit Kind - April & Mai 2026 Mannschaftsausflug nach Namibia - April 2023 Südafrika 2020: Von Kapstadt nach Port Elizabeth Namibias Süden + KTP 2017 Namibia/ Botswana 2015: Auf den Spuren der Elefanten Namibia 2013: Die Ersttäter-Tour
Themenstarter1’065 Beiträge · seit 202328. Aug. 2025 ·
Sorimuc schrieb:Liebe Silvia,

ich bin auch immer noch mit an Board und freue mich jedes Mal über ein neues Kapitel deines Reiseberichts. Ich finde deinen Schreibstil ganz wunderbar, gerade im Gegensatz zu den vielen deutlich kürzeren, eher auf Fakten konzentrierten (und dadurch aber keinesfalls weniger hilfreichen) Reiseberichten.

Mach bitte weiter, ich warte schon ganz gespannt auf die Fortsetzung 😁

Liebe Grüße,
Sonja
Hallo liebe Sonja,
vielen Dank für deinen lieben und wertschätzenden Kommentar. Ich hoffe, meine Ausdauer reicht noch für den Endspurt. Hab ein bisschen unterschätzt wlech langen Atem es erfordert, 31 Tage in Worte zu fassen. 😁
Liebe Grüße und einen schönen Tag für dich,
Silvia
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023) Frühstück mit Giraffen - Mai 25 (Revidierte Version) https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307120-fruehtsueck-mit-giraffen-mai-25-revidierte-version Südafrika 23 - Vom Bushgeflüster zum Walgesang https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/304183-suedafrika-2023-vom-bushgefluester-zum-walgesang?modus=bericht
5’061 Beiträge · seit 201428. Aug. 2025 ·
Hi Silvia,

auch wenn ich mich schon länger nicht zu Wort gemeldet habe, freue ich mich über jedes neue Kapitel von dir. Selbst wenn dir nun auf der Zielgerade mal die Motivation fehlt - bleib bitte deinem tollen Schreibstil treu!

Liebe Motivationsgrüße
Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html https://www.tickerfactory.com/ezt/d/4;10402;80/st/20261020/e/Namibia+%26+KTP+2026/dt/6/k/0145/event.png
Themenstarter1’065 Beiträge · seit 202328. Aug. 2025 ·
Daxiang schrieb:Hi Silvia,

auch wenn ich mich schon länger nicht zu Wort gemeldet habe, freue ich mich über jedes neue Kapitel von dir. Selbst wenn dir nun auf der Zielgerade mal die Motivation fehlt - bleib bitte deinem tollen Schreibstil treu!

Liebe Motivationsgrüße
Konni
Hallo liebe Conny,
erstmal vielen herzlichen Dank für deine lieben Motivationsgrüße. Aber huh, der Endspurt fällt mir jetzt echt schwer. Mal sehen ob die Puste noch bis zum letzten Tag reicht. Ein Kapitel gibt es auf jeden Fall noch und dann muss ich schauen, ob ich die letzten Tage nur noch im Protokoll-Stil hier reinsetze, damit der Bericht einen Abschluss hat.
Aber ich freu mich, dass du meinen Schreibstil magst.
Bei euch steht doch bestimmt auch schon wieder die nächste Reise an, oder?

Liebe Grüße,
Silvia
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5’061 Beiträge · seit 201428. Aug. 2025 ·
Hi Silvia,
selbst, wenn du dich für den Protokoll-Stil entscheidest, bin ich weiterhin dabei!
Bei euch steht doch bestimmt auch schon wieder die nächste Reise an, oder?
Ja, wenn nichts mehr passiert, sind wir in 4 Wochen in Windhoek und verbringen 19 Nächte im KTP 🙂

Liebe Grüße und einen schönen Abend
Konni
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Themenstarter1’065 Beiträge · seit 202328. Aug. 2025 ·
Daxiang schrieb:Hi Silvia,
selbst, wenn du dich für den Protokoll-Stil entscheidest, bin ich weiterhin dabei!
Bei euch steht doch bestimmt auch schon wieder die nächste Reise an, oder?
Ja, wenn nichts mehr passiert, sind wir in 4 Wochen in Windhoek und verbringen 19 Nächte im KTP 🙂

Liebe Grüße und einen schönen Abend
Konni
Wow Konni,
das freut mich sehr für euch. Ihr wart ja schon zu sehr unterschiedlichen Zeiten im KTP. Welcher Monat ist euer Favorit? Ich wünsche euch, dass alles gut klappt und bin dann gespannt auf euren neuen Bericht.
Liebe Grüße,
Silvia
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5’061 Beiträge · seit 201431. Aug. 2025 ·
Ihr wart ja schon zu sehr unterschiedlichen Zeiten im KTP. Welcher Monat ist euer Favorit?
Hi Silvia,

wir waren im KTP bisher zwischen Februar und April, oder September / Oktober unterwegs und waren jedes Mal begeistert.

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
Konni
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Themenstarter1’065 Beiträge · seit 202331. Aug. 2025 ·
Daxiang schrieb:
Ihr wart ja schon zu sehr unterschiedlichen Zeiten im KTP. Welcher Monat ist euer Favorit?
Hi Silvia,

wir waren im KTP bisher zwischen Februar und April, oder September / Oktober unterwegs und waren jedes Mal begeistert.

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
Konni
Wirklich kein Monat, der dir besser gefallen hat, als ein anderer?
Ich beneide euch um eure bevorstehende Reise und bin gespannt auf deinen Bericht. Kann es sein, dass du mehr Urlaub hast als Otto-Normalo? Gefühlt seid ihr drei Monate pro Jahr in Afrika 🤩
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023) Frühstück mit Giraffen - Mai 25 (Revidierte Version) https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307120-fruehtsueck-mit-giraffen-mai-25-revidierte-version Südafrika 23 - Vom Bushgeflüster zum Walgesang https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/304183-suedafrika-2023-vom-bushgefluester-zum-walgesang?modus=bericht
Themenstarter1’065 Beiträge · seit 202331. Aug. 2025 ·
Liebe Reisebegleiter,
jetzt weiß ich warum ich den Schreib-Durchhänger hatte: Ich habe mir bei den letzten Stationen sehr wenige Notizen gemacht, daher war es so zäh, die Erinnerungen wieder an die Oberfläche zu bringen. Die nächsten drei Tage sind wir im Etosha und davon habe ich so viele Notizen, dass ich aus dem vollen schöpfen kann. Und zack – flutscht es wieder. Die Tasten drücken sich fast von allein. Allen die noch gerne mit dabei sind sei gesagt: Es kommt noch was 🤩
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023) Frühstück mit Giraffen - Mai 25 (Revidierte Version) https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307120-fruehtsueck-mit-giraffen-mai-25-revidierte-version Südafrika 23 - Vom Bushgeflüster zum Walgesang https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/304183-suedafrika-2023-vom-bushgefluester-zum-walgesang?modus=bericht
Themenstarter1’065 Beiträge · seit 202331. Aug. 2025 ·
27. Mai - Etosha wir kommen

Kurz vor acht Uhr stehen wir an der Rezeption und checken aus. Bei der Gelegenheit wird uns ein Fragebogen gereicht, den wir ausfüllen sollen – während die freundliche Mitarbeiterin mit einem Lächeln unseren Stift hypnotisiert. Hmmm… schwierig. Wir lassen die altersbedingten Mängel in unserem Chalet mal außer Acht und entscheiden uns für die goldene Mitte.
Wie gesagt: Einige Mitarbeiter verdienen höchstes Lob mit Sternchen während anderen ein Motivationsschub in Form eines Tritts in den Hintern, nicht schaden würde.

Dann lassen wir Epacha hinter uns. Etwa zwanzig Minuten fahren wir durchs Reservat und dann weiter bis zum Anderson Gate. Auf der ersten Etappe, raschelt es einige Male verheißungsvoll im Gebüsch – aber es bleibt bei den üblichen Verdächtigen mit ADHS.
Dafür gibt es hier besonders viele Gabelracken, und die mag ich wirklich gern – mit ihrem candyfarbenen Federkleidchen.
Auch den Schwalbenschwanzspint sehen wir mehrmals. Der gefällt mir sogar noch besser als der fliegende Bonbon. Mit seinem blauen Schwanz, grünen Frack und Sonnenschein-Gesicht samt Ninja-Streifen über den Augen ist er doch ein echter Hingucker, oder nicht?

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Den würde ich eher in den Tropen erwarten als in Namibia. Aber zugegeben: Ich bin weit weg von einem Experten und hab der Vogelwelt ganz sicher noch nicht die Aufmerksamkeit geschenkt, die sie verdient.
Kommt vielleicht noch, aber ich möchte halt auch gerne Fotos von meinen besonderen Entdeckungen haben und die sind bezüglich Vögel mit dem Samsung schon schwierig zu bekommen. Den Schwalbenschwanz hat Uwe übrigens mit der Lumix fotografiert. Sonst gibt es hier nur Bildmaterial vom Handy.

Eine knappe Stunde nach Aufbruch erreichen wir das Gate und rollen auf der C38 weiter Richtung Osten. Ich muss zugeben: Wir sind ein bisschen aufgekratzt – das hier ist unsere Nationalpark-Jungfernfahrt, und wir halten alles für möglich: tote Hose, blindes Huhn (unsererseits) oder so viele Tiere, dass wir mit dem Schauen nicht mehr hinterherkommen. Es ist eine kleine Achterbahn der Gefühle – große Erwartungen, große Hoffnungen und gleichzeitig die Sorge, enttäuscht zu werden.

Einige Safarifahrzeuge sind vor uns unterwegs. Die ersten Tiere, die wir zu Gesicht bekommen, sind einzelne Böckchen, die brav am Wegrand stehen und den noch nicht verwöhnten Safarigästen das erste „Oh“ und „Ah“ entlocken. Die Jeeps halten sofort an – Kameras klicken, und die Insassen recken sich über die Schultern ihrer Vorder- und Nebenmänner (oder -frauen) um auch einen Blick zu erhaschen. Uns verschafft das die Gelegenheit, elegant vorbeizuziehen und wieder freie Sicht zu haben. Die nützt uns allerdings erst mal wenig – es gibt schlicht nichts zu sehen. Nur Busch, Staub und Schotter.

Wir hoffen innigst, dass sich das bald ändert. Und dass wir nicht nur Vertreter der Gattung Allgegenwärtig begegnen: Perlhühner, Böcke oder natürliche Erhebungen, die wir für Elefanten halten. Die Tarnkunst der Natur ist immer wieder beeindruckend und ab und zu fallen wir auch noch drauf rein – aber wir wären jetzt echt bereit für die große Bühne.

Weil wir so sehr mit Schauen und Suchen beschäftigt sind, tuckeln wir mit 30–40 km/h durch den Park – also fast schon im Rückwärtsgang. Wir nehmen uns alle Zeit der Welt. Wir müssen einfach nur zum Sonnenuntergang in Onguma ankommen.
Unseren ersten Stopp haben wir in Okaukuejo. Wir suchen das Wasserloch und verlaufen uns prompt zwischen den Hütten. Ich bin überzeugt, es geht da lang – aber meine Maulwurf-Orientierung ist ja nicht gerade der beste Ratgeber. Uwe meint, es geht dort lang, doch auch sein implantiertes Navi versagt ihm heute den Dienst.

Letztendlich brauchen wir ein bisschen Hilfe und sprechen eine Mitarbeiterin an, die uns freundlich den Weg zeigt.
Juhuuu, wir haben es gefunden! Da vorne ist die Mauer. Aber für mein Samsung ist das Wasserloch grenzwertig weit weg – mit Zoomstufe am Anschlag kann ich meinen fotografischen Erfolg als waschechte Pixelexplosion bezeichnen. Abstrakte Kunst lässt grüßen.

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Und na ja, außer einem Mr. Allgegenwärtig ist hier nichts und niemand unterwegs. Auf der anderen Seite der Pfütze – und davon noch ein ganzes Stück entfernt – sehen wir eine kleine Herde Zebras. Aber ihr Durst scheint nicht groß genug, um ganz ans Wasser zu kommen. Sie bleiben auf Distanz.

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Zwar sind wir heute auf einen Ganztagsausflug von West nach Ost eingestellt und haben Zeit, aber wir möchten nicht gleich zu Beginn der Tour unsere Fotostopp-Zeiten verpulvern. Nach ein paar Minuten lassen wir es also gut sein und verabschieden uns vom Miniatur-Rasenmäher.

Auf dem Weg zum Parkplatz irren wir wieder wie zwei senile Senioren durchs „Safaridorf“. Glücklicherweise finden wir den Weg zurück – und zwar ganz ohne Händchenhalten.

Bei der Gelegenheit machen wir noch einen kurzen Boxenstopp in den sanitären Anlagen. Erleichtert kann es nun weitergehen - wir sind zwar ein wenig enttäuscht von der gähnenden Leere hier, aber dennoch voller Erwartung auf das, was da noch komme.

Tja, mit weiteren Tiersichtungen sieht es allerdings erst mal Mau aus und unsere Enttäuschung lässt sich nicht leugnen. Mit unserem Zeitpolster erlauben wir uns noch die Wasserlöcher Sueda und Salvadora anzufahren. Beide werden rege von Zebras frequentiert. So viele habe ich noch nie auf einem Haufen gesehen. Wir sind begeistert.

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Am ersten Wasserloch stehen die Streifenträger, die es nicht ganz zum Pferd geschafft haben, sehr nah an der Piste. Tiefenentspannt und stoisch wie Esel, sind sie damit beschäftigt, den Boden zu bearbeiten. Selbst ein heranfahrendes Fahrzeug entlockt ihnen kein müdes Augenzwinkern, kein Ohrenwackeln – nichts. Völlig unbeeindruckt widmen sie sich ihrer Bestimmung: die Steppe zu pflegen – und wir dürfen sie dabei beobachten. Dieser Anblick bringt uns emotional wieder ins Gleichgewicht. Wir sind glücklich.

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Wir sind wieder auf der Pad und fahren rechterhand an einer sehr großen Grasfläche vorbei. Anscheinend findet da gerade ein Marabu-Festival statt. Wir brauchen erst mal den Feldstecher, um zu erkennen, welches Federvieh da gerade am Tanzen ist. Durch den Späher erkennen wir dann die „Sackgesichter“ und können die Vögel identifizieren. Schick sind diese alten Säcke nicht gerade, aber Schönheit liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters. Wir fragen uns, welche Funktion die Kinnlappen haben. Sind das Futterbeutel? Oder Kotzbeutel? Nein, es sind Partyballons. Wer hätte das gedacht? Wärt ihr da draufgekommen? Die Marabus können damit den großen Macker spielen, wenn sie auf Brautschau sind und das gewisse Etwas in ihre Stimme hineinlegen, auf das die Mädels so stehen. Okay, wieder was dazu gelernt.

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Wir kommen nach Halali und steuern die Tanke an. Kein Benzin! Der Satz mit X- das war wohl nix. Hier sitzt man auf dem Trockenen – und wir in dem Fall auch. Dumm gelaufen. In Onguma wollten wir nicht unsere Zeit mit der Suche nach einer Zapfsäule verplempern. Aber in dem Fall müssen wir dann doch in den sauren Apfel beißen.

Wir halten uns nicht lange auf – weiter geht’s. Okerfountein ist in Reichweite. Naja… 18 Kilometer – aber machbar. Also los – aber frag lieber nicht, wie. Kennt jemand diese Strecke? Echt jetzt: Das ist doch keine Straße, das ist ein Testgelände für Stoßdämpfer-Sadisten. Keine Schlaglöcher – Krater. Wir fahren Slalom durch ein Minenfeld aus Löchern. Uwe kann hier seine Offroad-Künste aus dem Fahrtraining direkt in die Praxis umsetzen. Wir werden durchgeschüttelt wie im Schleudergang.

Aber dafür wartet am Wasserloch die große Überraschung: Nichts. Gar nichts. Null. Nada. Nicht mal ein Rascheln im Gebüsch. Die befürchtete tote Hose im Etosha bestätigt sich. Unsere Laune? Sie geht ungebremst auf Talfahrt.

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Noch während wir mit der Kraterüberwindung beschäftigt sind, fällt mir plötzlich auf, wie schön die Landschaft hier eigentlich ist. Weite Felder mit saftig grünem Gras, traumhaft schön gewachsene Bäume – selbst die Wasserlöcher haben ihren ganz eigenen Reiz. Manchmal blühen rote Blumenkissen auf dem salzigen Boden, und die Salzpfanne wirkt aus der Ferne fast wie ein Ozean. Durch die flirrenden Luftspiegelungen scheint sich die Wasseroberfläche sogar zu bewegen.

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Ich denke: Der Frust muss ein Ende haben. Ich kann doch nicht durch den Etosha fahren und die ganze Zeit eine Flunsch ziehen, nur weil die Tiere nicht so wollen wie ich. Ich finde meinen Frieden und schicke meine falschen Erwartungen in die Wüste. Und plötzlich sehe ich ein tolles Landschaftsmotiv nach dem anderen.

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An mancher Stelle gibt es Straßensperren, Springböcke oder ab und zu auch Impalas chillen auf der Pad. Sie lassen uns aber nicht wirklich warten. Sobald wir näherkommen, hopsen sie ins Gehölz.


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Immer wieder sehen wir ganz weit weg einsam und verlassen einzelne Gnus. Nur selten treffen wir sie in der Gruppe an. Seit wann sind sie eigentlich Einzelgänger? Haben sie sich freiwillig abgesetzt, weil ihnen die Herde auf den Sack geht? Oder wurden sie rausgeworfen, weil der Alphabulle ein bisschen zu viel Testosteron in der Luft riecht?

Echt jetzt? Nur weil einer ein größeres Maul und breitere Schultern hat, muss ein anderer allein ins Gras beißen? Wie gemein. Das wäre Mobbing – und ein klarer Fall für die Anti-Mobbing-Kommission der Savanne. Aber da haben wir es mal wieder: Das Leben ist einfach nicht immer gerecht.

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Fortsetzung folgt
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zuletzt bearbeitet 31. Aug. 2025
5’061 Beiträge · seit 201431. Aug. 2025 ·
Wirklich kein Monat, der dir besser gefallen hat, als ein anderer?
Ich beneide euch um eure bevorstehende Reise und bin gespannt auf deinen Bericht. Kann es sein, dass du mehr Urlaub hast als Otto-Normalo? Gefühlt seid ihr drei Monate pro Jahr in Afrika 🤩
Hi Silvia,
also der grüne und blühenden Park (Februar - April) hat bei mir und auch bei Silke leicht die Nase vorn. Auch die Sonnenuntergänge sind dann durch die Wolken meist schöner. Das hohe Gras macht allerdings die Tierbeobachtung etwas schwieriger und auch an den Wasserlöcher ist nach guten Regenfällen nicht so viel los.
Was die Reisedauer betrifft, übertreibst du ein bisschen - wir kommen in diesem Jahr auf nicht mal 8 Wochen.
Die nächsten drei Tage sind wir im Etosha und davon habe ich so viele Notizen, dass ich aus dem vollen schöpfen kann. Und zack – flutscht es wieder. Die Tasten drücken sich fast von allein. Allen die noch gerne mit dabei sind sei gesagt: Es kommt noch was 🤩
Klasse das es wieder flutscht! Da stimme ich mich doch gleich mal mit einen Gin Tonic auf meinen zweitliebsten Park ein! 😗

Liebe Grüße
Konni
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Themenstarter1’065 Beiträge · seit 202331. Aug. 2025 ·
Liebe Konn,
Mein Bedauern, dass ihr dieses Jahr nicht mal acht Wochen in Afrika seid, hält sich ein bisschen in Grenzen😜
Aber Danke für deine Expertise. Ich habe gehofft, dass der Februar das Rennen macht 🤩
Liebe Grüße und einen angenehmen Start in die Woche
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023) Frühstück mit Giraffen - Mai 25 (Revidierte Version) https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307120-fruehtsueck-mit-giraffen-mai-25-revidierte-version Südafrika 23 - Vom Bushgeflüster zum Walgesang https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/304183-suedafrika-2023-vom-bushgefluester-zum-walgesang?modus=bericht
697 Beiträge · seit 202302. Sept. 2025 ·
Hallo Silvia,
Ich melde mich auch mal kurz. Sind gerade in Onguma angekommen und ich habe „endlich“ ein bisschen Zeit, durchs Forum zu stöbern und u.a. deinen Bericht weiter zu lesen. Wir hatten die letzten Tage auch viele Durststrecken im Etosha, aber auch wieder richtig tolle Sichtungen. Aber ich kann deine Enttäuschung nachvollziehen. Vielleicht hattet ihr dann im Osten ein bisschen mehr Glück?! Und die Straßen sind teilweise wirklich abenteuerlich…
Bin gespannt, wie ihr euer Tankproblem gelöst habt. Das hatten wir heute nämlich auch (wobei wir wussten, dass es vermutlich immer noch kein Benzin in den Camps gibt).

Lg, Melanie
Themenstarter1’065 Beiträge · seit 202303. Sept. 2025 ·
Melanie1982 schrieb:Hallo Silvia,
Ich melde mich auch mal kurz. Sind gerade in Onguma angekommen und ich habe „endlich“ ein bisschen Zeit, durchs Forum zu stöbern und u.a. deinen Bericht weiter zu lesen. Wir hatten die letzten Tage auch viele Durststrecken im Etosha, aber auch wieder richtig tolle Sichtungen. Aber ich kann deine Enttäuschung nachvollziehen. Vielleicht hattet ihr dann im Osten ein bisschen mehr Glück?! Und die Straßen sind teilweise wirklich abenteuerlich…
Bin gespannt, wie ihr euer Tankproblem gelöst habt. Das hatten wir heute nämlich auch (wobei wir wussten, dass es vermutlich immer noch kein Benzin in den Camps gibt).

Lg, Melanie
Guten Morgen liebe Melanie, du treue Seele,
ich fühle mich hochgradig geehrt, wenn du sogar in eurem eigenen Traumurlaub meinen RB weiter verfolgst. Vielen herzlichen Dank für dein Lebenszeichen 😄

Eigentlich dachte ich, jetzt wäre die perfekte Zeit dafür, im Etosha von Tieren nur so umringt zu werden. Wie schade, dass ihr auch eine Flaute erlebt. Ich hätte es euch von Herzen anders gewünscht. Aber es ist noch nicht aller Tage Abend und vermutlich geht es euch wie uns, dass ihr euch trotzdem vorstellt, hinter jeder Kurve eine Entdeckung machen zu können. Das ist Spannung und gehört ja irgendwie auch dazu. Der große Moment kommt vielleicht, wenn ihr es am wenigsten erwartet und ich hoffe, dass ihr ihn erleben dürft. Wir hatten auch einen, eigentlich zwei oder genau genommen sogar vier (zwei leider nur ganz kurz, aber immerhin), als wir gar nicht mehr damit gerechnet haben 🤩
Unsere Benzinlösung kommt noch. Vielleicht schaffe ich heute noch ein Kapitel.

Viele liebe Grüße,
Silvia
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023) Frühstück mit Giraffen - Mai 25 (Revidierte Version) https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307120-fruehtsueck-mit-giraffen-mai-25-revidierte-version Südafrika 23 - Vom Bushgeflüster zum Walgesang https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/304183-suedafrika-2023-vom-bushgefluester-zum-walgesang?modus=bericht
Themenstarter1’065 Beiträge · seit 202303. Sept. 2025 ·
27. Mai – Onguma …wenn Luxus stinkt

Manchmal sehen wir sogar ein paar Schwarzgesicht-Impalas – elegant und scheu - und natürlich Zebras, Zebras, Zebras. Ich glaube, die haben hier eine Saisonkarte. von San-Parks: „All you can eat“.

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Auch ein kleines Erdhörnchen treffen wir an. Es sitzt herzallerliebst anzusehen, mitten auf dem Weg. Ich bitte Uwe, anzuhalten, weil ich es fotografieren möchte, aber ich fürchte, es wird sich gleich aus dem Staub machen, wenn wir es stören. Doch weit gefehlt. Es ist die Ruhe selbst wie ein Zen-Meister sitzt es da, zutiefst auf seinen Snack konzentriert mümmelt es genüsslich… was auch immer heute auf der Speisekarte steht, und lässt sich ohne weiteres fotografieren. Null Fluchtreflex, ganz nach dem Motto: „Ich fresse also bin ich“.

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Und wenn wir schon beim Fressen sind, seien auch die Geier erwähnt, die wir hier und da antreffen. Sie sind offenbar zum nächsten Leichenschmaus geladen und suchen noch das Buffet.

Beim Lesen meiner Zeilen mag es fast so klingen, als hätten wir eine tierische Parade nach der anderen erlebt. In Wahrheit waren es Begegnungen, die sich über acht Stunden Fahrt verteilt haben. Es hat nicht wirklich Tiersichtungen „geregnet“ – eher leise getröpfelt und doch hatte jede ihren Moment der Freude. Glücklicherweise ist der Park zurzeit sogar ohne Tiere eine Augenweite.
Nach acht Stunden Fahrt lässt unsere Begeisterungsfähigkeit dann langsam nach. Onguma ist auch schon in Sicht. Auf Knopfdruck öffnet sich das Tor, ein paar Kilometerchen geht es noch durchs Reservat und dann stehen wir vor der Rezeption des Onguma Bush Camp.

Der erste Rundumblick gefällt uns ausnehmend gut.

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Hier gibt es ein großes Wasserloch, in dem eine kleine Insel angelegt wurde und auf der zwei Palmen die Idylle abrunden. Direkt am Ufer befinden sich das Restaurant und das Aussichtsdeck. Ich freue mich jetzt schon darauf, beim Dinner einen freien Blick aufs Wasserloch zu haben.

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Aber jetzt checken wir erst mal ein. Wir haben den Settler Room gebucht, der im Vergleich mit den Rondavels fast 50% teurer ist. Ursprünglich wurde dieses Zimmer als Honeymoon Suite deklariert.

Bei „Honeymoon Suite“ denke ich automatisch an ein Zimmer mit etwas Abstand zum Nachbarn, mehr Privatsphäre, vielleicht sogar ein Hauch Romantik.
Dem ist hier leider nicht so. Wir werden zu einem Gebäude geführt, das durchaus mal ein Pferdestall gewesen sein könnte – und das meine ich nicht negativ, sondern nur als anschauliches Bild: mehrere Zimmer nebeneinander, alle unter einem Dach. Unseres liegt mittendrin. Erste Enttäuschung. Das kann doch nicht unser Zimmer sein. Ich werde später mal googeln, ob man uns versehentlich in die falsche Kategorie gesteckt hat. Spoiler: Nein, es ist keine Verwechslung.

Die Tür wird uns geöffnet – und mir schlägt ein höchst unangenehmer Geruch entgegen. Echt widerlich. Es riecht wie ein alter, stockiger, vergammelter Putzlappen oder wie ein Brackwassertümpel nach einem langen Sommer. Mir bleibt fast die Luft weg. Ich muss mich regelrecht zusammenreißen, um mir nicht reflexartig die Nase zuzuhalten. Stattdessen atme ich flach und stockend, als würde das irgendwie helfen.

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Kaum ist die Mitarbeiterin verschwunden, reiße ich alle Fenster auf. Der Raum ist in drei Bereiche unterteilt: eine Art Wohnzimmer, ein Schlafraum und ein separates Badezimmer. Ich schnüffle sofort im Bad herum, um herauszufinden, ob der Geruch von dort kommt – aber nein. Hier riecht es noch am neutralsten.

Am schlimmsten riecht es im Wohnzimmer. Ich öffne die Tür zum kleinen Garten – und erlebe die zweite Enttäuschung. Der Außenbereich ist so lieblos und unattraktiv gestaltet, dass man keine Lust hat, sich überhaupt rauszusetzen. Ein haushoher Zaun versperrt die Sicht in den Busch, und der Rasen erinnert eher an eine kurzgemähte Wiese. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn man wenigstens den Versuch erkennen könnte, diesen Bereich passend zur gehobenen Zimmerkategorie etwas gemütlich zu gestalten.
Mein Fazit: In diesem Camp lohnt es sich nicht, für mehr Platz zu zahlen. Die kleineren Chalets bieten mehr Abstand zum Nachbarn, eine deutlich schönere Aussicht und der Freisitz ist auch einladender. Wenn ihr also keinen Zaun-Fetisch habt, dann bucht lieber ein Zimmer mit weniger Platz und dafür mehr Charm.

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Nach einer Speed-Dusche flüchte ich aus dem Zimmer und atme endlich wieder tief durch.
Auf dem Weg zum Deck spielt ein Hornbill mit mir Verstecken. Geh ich rechts um den Baum, geht er Links herum und umgekehrt. Ein lustiges Spielchen.

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Ich drehe eine kleine Erkundungsrunde und lande schließlich auf dem Deck – und hier gefällt es mir ausgesprochen gut. Ich bestelle mir ein Getränk und genieße den Blick aufs Wasser. Das erste Gnu lässt nicht lange auf sich warten. Auch eine kleine Herde Impalas schaut vorbei und nimmt einen Drink mit Aussicht. Herrlich.

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Uwe gesellt sich nach seiner Dusche ebenfalls zu mir. Gemeinsam lassen wir den Nachmittag ausklingen und genießen einen wunderschönen Sundowner, begleitet von grandiosen Farben. Eine Delegation von Giraffen schreitet, eingehüllt in rosa und violette Himmelsfarben, majestätisch aufs Wasser zu. Sie prüfen lange, ob die Luft rein ist, bevor sie sich in die gefährliche Grätsche wagen, um ihren Durst zu stillen. Aber sie tun uns den Gefallen.

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Dieses Szenario macht alle kleinen Enttäuschungen des Tages mehr als wett.

Zum Dinner wird uns leider ein Tisch in zweiter Reihe zum Wasserloch zugewiesen. Schade, aber vielleicht bekommen wir morgen einen anderen, sonst werde ich mir die Freiheit nehmen und nachfragen. Für heute ist es okay. Wir hatten ja einen sehr beeindruckenden Sundowner samt fantastischen Wasserspiegelungen und zum Finale Giraffenbesuch.

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Die kleine Insel im Wasserloch hat sich ein Reiher als Domizil gepachtet. Verständlich – wer wohnt nicht gerne in einem Haus am See? Der Vogel steht mit Engelsgeduld im Wasser und wartet. Wir denken: auf einen Fisch. In Wahrheit wartet er darauf, dass ein Mitarbeiter Brotkrumen ins Wasser wirft. Die locken die Fische an – und schwupp, hat er einen im Schnabel. In Zeitlupe dreht er sein Menü so lange, bis er es kopfvoran schlucken kann. Und weg ist der Happen.

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Das Dinner schmeckt hervorragend, und der Service ist erstklassig. Wir werden von einem Mitarbeiter auf Deutsch angesprochen – und zwar in richtig gutem Deutsch. Wir sind so perplex, dass wir ihn fragen, ob er eine Zeitlang in Deutschland gelebt hat. Seine Antwort: „Ich komme aus Swakopmund.“ – Aha, alles klar. Ist ja fast dasselbe. Wir freuen uns und er freut sich, weil wir uns freuen.
Das üppige Mahl gibt uns für heute den Rest. Die Bettschwere macht sich breit. Oh weh – jetzt müssen wir zurück ins Zimmer. Hoffentlich hat das Lüften geholfen. Wir öffnen die Tür und merken sofort: Das Lüften hat nicht geholfen.

Beim Dinner war das Restaurant ziemlich voll – es liegt nahe, dass auch die Zimmer ausgebucht sind. Ich überlege ernsthaft, ob ich jetzt noch um ein anderes Zimmer bitten soll. Aber die Vorstellung, übermüdet wie wir gerade sind, zu diskutieren, die Koffer wieder zu packen… nein, das brauch ich heute wirklich nicht mehr.

Ich nehme mir vor, morgen früh, direkt vor dem Frühstück, die Sache ansprechen. Uwe will mir weis machen, dass er nichts riecht, oder nur ganz wenig, weil es ihm höchst unangenehm ist, Dinge anzusprechen, die nicht in Ordnung sind. Er ist eher der Typ: Augen zu und durch.

Ich sehe es anders. So ein Urlaub kostet eine Menge Geld, für das wir gearbeitet und gespart haben. Da möchte ich erwarten dürfen, dass die Leistung stimmt – und zwar nicht als Bonus, sondern als Selbstverständlichkeit.

Gute Nacht ihr Lieben
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zuletzt bearbeitet 03. Sept. 2025
16,9k Beiträge · seit 201203. Sept. 2025 ·
Nacho schrieb:... von San-Parks: „All you can eat“.
Falsches Land 😎 😗

LG
Logi
Themenstarter1’065 Beiträge · seit 202303. Sept. 2025 ·
🤩
Stimmt...Etosha ist ja NRW 🤩 ...obwohl, wenn ich es recht überlege, war das doch Absicht. Ich wollte nur prüfen, ob ihr aufmerksam lest🤪
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171 Beiträge · seit 202005. Sept. 2025 ·
Hallo Nacho,

ich war schon zweimal im Onguma Bush Camp. Es hat uns richtig gut gefallen, aber du hast schon recht, die Zimmer in dem langen Gebäuderiegel sind jetzt nicht der absolute Burner. Der Rest ist aber toll und am zweiten Abend haben wir auch einen Sitzplatz direkt am Wasserloch bekommen. Ich glaube, die rotieren durch.

Der Etosha wird wohl nie mein Lieblingspark werden. Er gefällt mir einfach landschaftlich nicht besonders. Und bei unserer zweiten Etosha-Reise hatten wir leider auch kein Raubkatzen-Glück.

Ich freue mich auf die Fortsetzung deines Berichts ...
Themenstarter1’065 Beiträge · seit 202306. Sept. 2025 ·
Guten Morgen liebe Hella,
Es freut mich sehr, dass du deine persönliche Erfahrung bezüglich Onguma bzw. dem Etosha mit uns teilst.

Mir hat das Bush Camp tatsächlich sehr gut gefallen. Auch der Service war sehr gut. Einzig negativ waren der Geruch und der lieblos gestaltete Garten, der zum Zimmer gehörte.
Aber wer braucht einen eingezäunten Garten wenn es so ein wunderschönes Wasserloch gibt? 😄

Darf ich fragen, in welchen Monaten du im Etosha warst?
Welcher Park ist deine Nummer eins?

Wir waren 22 im März für einen Tag dort zum reinschnuppern. Damals hat es sintflutartig geregnet. Wir sind im Jeep unterwegs gewesen und nur bis Okaukuejo gekommen. Dann mussten wir abbrechen. Damals fand ich das bisschen Park den wir sahen, auch nicht schön.

Dieses Jahr im Mai war ich aber landschaftlich unglaublich angetan. Ich liebe abwechslungsreiche und grüne Gegenden oder coole Bäume. Mir hat auch die Salzpfanne mega gut gefallen. Mit dem Restwasser sah sie für mich grandios aus.

Dieses Jahr hätte ich mir trotz der wenigen Tiere gewünscht, wir hätten eine ganze Woche Zeit gehabt.
Ich glaube aber, den Etosha darf man nicht mit dem Kruger vergleichen.

Wenn du schon in sehr tierreichen Parks warst, kann ich mir gut vorstellen, dass dann der Etosha enttäuschend für dich ist.

Für uns war die Zeit eine einzige Achterbahn der Gefühle. Aber vielleicht waren wir gerade deshalb im siebten Himmel wenn uns die Tierwelt dann doch eine schöne Sichtung geschenkt hat. Und vermutlich habe ich auch aus dem Grund die Natur so beeindruckend empfunden.

Wo zieht es euch denn im nächsten Urlaub hin?

Ich finde es in Ordnung, dass wir nicht alle für die gleichen Gegenden zu begeistern sind.
Das macht auch dieses Forum so wertvoll. Man wird doch sehr von den unterschiedlichen Reiseberichten inspiriert.

Danke dir von Herzen für deinen Kommentar.
Hab ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße , Silvia
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