Ihr Lieben, selbstverständlich interessiert mich auch was ihr zu berichten und zu zeigen habt. Freue mich über jede Inspiration für unsere eigene Reiseplanung. Wir ziehen den KTP trotz Hitze ebenfalls im Januar/Februar in Betracht, weil wir vorher in kühleren Klimazonen unterwegs sein werden, insofern wollen wir lieber Schwitzen als Frieren. Also dann gute Fahrt, ich bin dabei. Liebe Grüße, Silvia
WiniThemenstarter121 Beiträge · seit 202301. Mai 2024 ·
Nacho schrieb:Ihr Lieben, selbstverständlich interessiert mich auch was ihr zu berichten und zu zeigen habt. Freue mich über jede Inspiration für unsere eigene Reiseplanung. Wir ziehen den KTP trotz Hitze ebenfalls im Januar/Februar in Betracht, weil wir vorher in kühleren Klimazonen unterwegs sein werden, insofern wollen wir lieber Schwitzen als Frieren. Also dann gute Fahrt, ich bin dabei. Liebe Grüße, Silvia
Hi Silvia Dann hoffe ich, dass du noch das Eine oder Andere aus unserem Bericht mitnehmen kannst 🙂 . Wenn du dich auf südafrikanischer Seite in den Hauptcamps bewegst, hast du ja immerhin noch die Pools, die Abkühlung bieten. Wir haben diese gerne genutzt und bei späteren Camps ohne Pool, diese zum Teil auch vermisst.
Daxiang schrieb:Hallo Wini,
ich bin auch noch schnell zugestiegen und bin gespannt auf eure Erlebnisse.
Liebe Grüße Konni
Hi Konni Super, dann wird unser Fahrzeug immer voller 😁
WiniThemenstarter121 Beiträge · seit 202306. Mai 2024 ·
Tag 14 / 23.01.2024 - Nossob Rest Camp im Kgalagadi Transfrontier Park ZA
Als wir heute um 06.20 Uhr durch das Gate in Richtung «Marie se Gat» fahren, ist uns noch nicht bewusst, dass wir sehr bald ein bisheriges Highlight erleben werden. In unmittelbarer Nähe des Nossob Rest Camps – gleich auf der anderen Seite des «Rooiput» Wasserlochs – entdecken wir zunächst drei Löwinnen im Sand. Mit der Zeit bemerken wir, dass es sich um vier Löwinnen handelt. Eine von ihnen scheint noch sehr jung zu sein. Sie versucht nämlich, Vögel im Flug zu fangen. Tatsächlich kommt kurze Zeit später eine fünfte Löwin hinzu. Zunächst scheinen sie sich auszuruhen und gemütlich in der noch nicht allzu heissen Sonne zu liegen. Plötzlich hebt eine der Löwinnen den Kopf und läuft zielstrebig in eine Richtung. Der Rest des Rudels schliesst sich an und begibt sich in Jagdformation. Zunächst ist uns nicht bewusst, was die Löwinnen erspäht haben. Aber dann entdecken wir das Ziel der Jagd: eine Schabrackenhyäne bzw. eine brown Hyena nähert sich nichtsahnend. Als sie die erste Löwin schliesslich entdeckt, ist es zu spät… Sie versucht zu fliehen, wird aber in wenigen Sekunden von den fünf Weibchen niedergestreckt. Wir können unser Glück kaum fassen: tatsächlich haben wir gerade unseren ersten Kill in freier Wildbahn beobachtet und konnten sogar einige passable Beweisfotos schiessen. WOW! Wir bleiben noch eine ganze Weile sitzen, von Glück und Unglauben überwältigt. Mit einem älteren Herrn, welcher dank uns ebenfalls Zeuge dieses Spektakels wurde, fahren wir die Strecke bis zum Picknickplatz Dikbaardskolk mehr oder weniger gemeinsam. Wir entdecken einen Wahlberg-Adler (?) auf einem Baum und mehrere Straussenpaare samt Babys. Das gekochte Rührei samt Orangensaft wird uns für die mehr oder weniger wildfreie Rückfahrt stärken. Während des Essens erfahren wir von einem anderen Fahrer, dass die Strasse vom Nossob-Tal ins Auob-Tal aufgrund starker Regenfälle der letzten Nacht vielerorts weggewaschen sei. Dies kann uns die freundliche Dame der Nossob-Rezeption jedoch nicht bestätigen. Wir buchen daher eine Nacht im «Bitterpan» Wildcamp und gleich anschliessend 2 Nächte im Mata Mata Rest Camp. Nach der obligatorischen Pool-Abkühlung und einem leckeren, aber späten Pasta-Mittagessen geht es zum wiederholten Abenddrive ans «Marie se Gat» Wasserloch. Auf unserem Rückweg zum Camp sehen wir auf einer Astgabelung, welche sich gleich neben der Strasse befindet, zwei Fleckenuhus im Baum. Wow! Was für ein wunderbarer, toller Tag
Die Katzen sind noch entspannt
Etwas hat die Aufmerksamkeit der Löwinnen erregt
Als die Hyäne die Löwin bemerkt, ist es auch schon zu spät...Übrigens haben wir uns unglaublich über die Brown Hyena gefreut, leider nur für etwa 10 Sekunden 😉
Die Jagd ist eröffnet (und kurze Zeit später auch beendet)
Mutmasslicher Wahlbergadler
Wir tippen auf Fleckenuhus 😁 Definitiv zwei Fleckenuhus
WiniThemenstarter121 Beiträge · seit 202306. Mai 2024 ·
Tag 15 / 24.01.2024 – Bitterpan Wilderness Camp im Kgalagadi Transfrontier Park ZA
Heute schlafen wir etwas länger. Das Tor in Nossob, von welchem aus man auf den Track zum Bitterpan Wilderness Camp gelangt, öffnet erst ab 9.00 Uhr. Wir haben also absolut keinen Stress, machen uns ein leckeres Frühstück und wollen dann langsam aufbrechen. Leider meint es der Wind heute Morgen nicht so gut mit uns und wir werden während dem Essen mit Sand bestrahlt. Nach dem Essen machen wir unseren Landcruiser abfahrbereit und gehen dann zur Rezeption. Zuerst checken wir noch das Seighting Board: Tüpfelhyäne und Gepard beim Marie se Gat Wasserloch und einen Karakal beim Nossob Wasserloch. Früh aufstehen hätte sich heute also durchaus lohnen können, wir sind jedoch nicht enttäuscht über die verpassten Sichtungen und freuen uns auf unseren nächsten Stopp. Um ca. 9.20 Uhr stehen wir beim Gate und ein Park Mitarbeiter öffnet uns das Tor. Die Freude auf das Camp wird zu Beginn aufgrund der schlechten Piste etwas auf die Probe gestellt. Nach einigen Minuten haben wir uns aber eingegrooved und können die restliche Fahrt auch geniessen. Sichtungstechnisch verläuft die Fahrt ruhig, lediglich einige Steinböckchen können wir sichten. So kommen wir aber zügig voran und nach etwas mehr als 2 Stunden erreichen wir unser heutiges Ziel. Wir können unser Zelt (Nummer 3) auch sofort beziehen, nehmen noch einige Lebensmittel mit und machen es uns dann auf der Terrasse mit Sicht auf Wasserloch und Pan bequem. Die Unterkunft gefällt uns gut, alles ist sauber und auch das WC macht einen guten Eindruck. Jedoch ist es ab dem frühen Nachmittag fast unmöglich auf der Terrasse Zeit zu verbringen, zu heiss wird es und so verziehen wir uns auf die andere Seite, wo ein angenehmer Wind weht und der Schatten Schutz spendet. Wir werden heute nicht mehr aktiv, vertreiben die Zeit mit lesen und trinken ein kühles Savanna, welch ein Genuss! Später werden wir dann noch vegetarische Fajitas kochen und den Tag mit Rotwein beschliessen. Leider zeigt sich kein Tier mehr am Wasserloch und so verziehen wir uns nach 9.00 Uhr schon in unser Zelt und gehen schlafen.
WiniThemenstarter121 Beiträge · seit 202306. Mai 2024 ·
Tag 16 / 25.01.2024 – Mata Mata Rest Camp im Kgalagadi Transfrontier Park ZA
Wir schlafen beide gut. Der Wecker klingelt schon um 5.30 Uhr, da wir noch gerne die Morgenstimmung am Wasserloch geniessen wollen. Als wir unseren Kaffee vorbereiten wollen, macht uns unser Camp Nachbar auf eine Schabrackenhyäne aufmerksam, welche in Richtung Camp läuft. Da wir unsere Kameras nicht zur Hand haben, entstehen einige wackelige Handybilder als Beweisfotos. Später zeigt sich auch ein Schakal, welcher zuerst genau die Umgebung abcheckt, bevor er einige Schlucke Wasser aufnimmt. Als nächstes können wir am anderen Ende der Pan eine grössere Gruppe Red Hartebeest sehen, welche sich in unsere Richtung bewegt. Wir warten gespannt, bis die Tiere sich dem Wasserloch nähern, allerdings gehen sie nicht direkt zum Wasserloch, sondern sondieren äusserst sorgfältig die Umgebung. Sie scheinen sich nicht sehr sicher zu sein, immer wieder kommen sie dem Wasser näher, entfernen sich dann jedoch wieder. Erst nach ca. 30 Minuten ringt sich ein erstes Tier zum Trinken durch und dann tun es ihm seine Kameraden gleich. Zufrieden wollen wir um 8.30 Uhr aufbrechen, holen unsere Permit beim Camp Wart ab und erfahren nebenbei, dass sich unter seinem Zelt eine Kap Kobra breit gemacht hat. Na, da sind wir froh, hat sich das Tier sein Zelt und nicht unseres als Unterschlupf ausgesucht. Wir nehmen den Weg zum Morevet Wasserloch und erreichen dies schon nach einer guten halben Stunde. Dann geht es weiter in Richtung Auob Flussbett, um beim Kamqua Picknickplatz unser Frühstück einzunehmen. Es gibt Toast und Choco Pops, mhmmm… Nach etwa 45 Minuten brechen wir auf, um unser heutiges Tagesziel zu erreichen: das Mata Mata Rest Camp. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit rechnen wir nicht mehr mit vielen Tieren, nehmen uns aber dennoch vor, jeden Loop zu den einzelnen Wasserlöchern abzufahren. Beim 13. Wasserloch kommt uns ein älteres Paar entgegen und berichtet uns davon, dass beim 14. Wasserloch ein Gepard sei und sie das Tier längere Zeit hätten beobachten können. Dankbar für den Tipp, machen wir uns also zügig auf den Weg und tatsächlich, als wir beim Wasserloch ankommen, können wir das schöne Tier noch einige Minuten in der Sonne beobachten, bevor es sich in den Schatten unter einen Baum zurückzieht. Da hatten wir wirklich Glück, denn ohne den Tipp wären wir bestimmt nicht so schnell zum nächsten Wasserloch gefahren und hätten das schöne Tier dann nicht mehr in der Sonne gesehen. Nachdem wir den Gepard einige Minuten beobachtet haben, fahren wir entspannt weiter in Richtung Mata Mata. Vor uns fährt ein weiteres Fahrzeug in gemächlichem Tempo und wir entschliessen uns, diesem entspannt hinterher zu tuckern. Zwischen den Wasserlöchern Craig Lockhardt und Sitzas sehen wir dann ein einzelnes Auto neben einem Baum stehen. Als wir uns dem Auto nähern, sehen wir ein geflecktes Tier unter dem Baum, ein weiterer Gepard! Das Tier liegt direkt neben der Strasse, leider haben wir nicht die allerbeste Sicht aus unserer Position. Da sich das Fahrzeug vor uns auch nach 15 Minuten nicht bewegt, entschliessen wir uns langsam vorbeizufahren, dabei einige schnelle Fotos zu machen und dann unseren Weg fortzusetzen. Um ca. 13.30 Uhr erreichen wir schliesslich Mata Mata. Kurz vor dem Gate, können wir Giraffen mit einem Jungtier aus nächster Nähe bestaunen! Wir sind wirklich begeistert, von den Sichtungen, die wir auf dem Weg hatten. Im Camp angekommen melden wir uns bei der Rezeption und suchen uns dann einen schönen Platz aus. Wir entschliessen uns, heute nicht mehr rauszufahren, sondern den Nachmittag und Abend gemütlich bei unserem Platz und im schönen Pool zu verbringen. Ebenfalls erkunden wir den Hide, welcher gut besucht ist. In der Nähe sei das Territorium zweier Löwenmännchen und diese kämen immer mal wieder zum Wasserloch, um ihren Durst zu löschen. Tatsächlich können wir die Löwen durch unsere Ferngläser erblicken und entschliessen uns, später noch einmal vorbeizukommen. Ebenfalls erhalten wir von den anwesenden Gästen zahlreiche Tipps für unsere weitere Reise. Dankbar nehmen wir diese von den vielen Locals um uns herum an und gehen zurück zur Campsite. Als eine grosse Gruppe Red Hartebeest in Richtung Wasserloch geht, herrscht auf dem Campingplatz plötzlich reger Betrieb und es zieht fast alle Camper in den Hide. Dabei entstehen einige witzige Bilder, wie die Tiere beim Wasserloch trinken. Die Löwen zeigen sich davon aber unbeeindruckt und chillen weiterhin unter ihrem Baum. Also doch keine Action heute und nach einigen Minuten leert sicher der Hide wieder. Zurück bei unserem Platz wollen wir langsam das Abendessen vorzubereiten. Das Schöne, wenn man auf den Abenddrive verzichtet, ist ja, dass man sich alle Zeit der Welt nehmen kann, um das Abendessen vorzubereiten. Ich will gleich den Grill anschmeissen, da kommt abermals Hektik auf der Campsite auf! Die Löwen machen sich auf den Weg zum Wasserloch heisst es, also erst mal nix mit Grill anschmeissen, sondern Kamera umhängen und los zum Hide. In Mata Mata gibt es zwei Wasserlöcher, eines liegt direkt vor dem Hide und ist vom Campingplatz aus gut sichtbar, das Andere liegt für die River Chalets besser und dort trinken die beiden Kerle auch. Wir können einige, für die Distanz passable Fotos schiessen und die Tiere lange beobachten, bis Sie ihren Durst gelöscht haben. Zufrieden gehen wir retour und machen nun wirklich Abendessen. Es gibt Käsewurst und Steak mit im Shop bestellten «Roosterkoek» und Grill-Tomaten. Alles schmeckt ausgezeichnet und so fallen wir schon kurze Zeit später in unser Bett und schlafen ein, was für ein schöner Tag!
Unser 1. Gepard 😊
Schnell weiter unter einen Baum
Kurze Zeit später sehen wir auch schon unseren 2. Geparden
Um Mata Mata hat es einige Giraffen
Einige gönnen sich einen Drink, andere schauen in die Röhre
Übrigens haben wir uns unglaublich über die Brown Hyena gefreut, leider nur für etwa 10 Sekunden 😉
Hallo Wini, wow - diese Brownie Begegnung werdet ihr wohl so schnell nicht mehr vergessen!
Bei Fleckenuhu und Gaukler kannst du getrost das Fragezeichen wegmachen. Beim Wahlbergsadler bin ich mir nicht sicher - da tippe ich eher auf einen Raubadler.
WiniThemenstarter121 Beiträge · seit 202308. Mai 2024 ·
Daxiang schrieb:
Übrigens haben wir uns unglaublich über die Brown Hyena gefreut, leider nur für etwa 10 Sekunden 😉
Hallo Wini, wow - diese Brownie Begegnung werdet ihr wohl so schnell nicht mehr vergessen!
Bei Fleckenuhu und Gaukler kannst du getrost das Fragezeichen wegmachen. Beim Wahlbergsadler bin ich mir nicht sicher - da tippe ich eher auf einen Raubadler.
Liebe Grüße Konni
Hi Konni Ja, das war ein sehr beeindruckendes Ereignis 🙂 Danke für die Bestätigung der Uhus und vom Gaukler. Vielleicht kommt ja noch jemand vorbei, der die Rasse vom Adler fix bestimmen kann 😉 LG Wini
WiniThemenstarter121 Beiträge · seit 202314. Mai 2024 ·
Tag 17 / 26.01.2024 – Mata Mata Rest Camp im Kgalagadi Transfrontier Park ZA
Heute heisst es früh aufstehen. Wir wollen zur Gate Öffnung in den Park und deshalb klingelt der Wecker schon um kurz vor 5. Wir machen uns eine Tasse Kaffee und fahren dann in Richtung Rezeption, um unser Permit abzuholen. Nun, heute scheint bei den Parkmitarbeitern der Wecker etwas später losgegangen zu sein, denn ausser vielen Autos ist sonst niemand bei der Rezeption. Eventuell haben sich die Mitarbeiter schon die Zeiten für den Februar eingestellt (Gate Öffnung 30 Minuten später). Um kurz vor 6 taucht dann ein SanParks Auto auf und nach und nach erhalten alle Gäste ihr Permit, so auch wir. Wir fahren langsam aus dem Gate und schon nach kurzer Zeit können wir eine grössere Gruppe Giraffen beobachten. Dabei ist auch wieder ein Jungtier, welches bei seiner Mutter trinkt 😊 . Auf den ersten Kilometern können wir einige weitere dieser schönen Tiere beobachten und so kommen wir nur langsam voran. Wir nähern uns langsam dem Sitzas Wasserloch und kurz davor bremst das Auto vor uns und fährt langsam zurück. Wir schauen uns um und sehen, dass zwei Löwendamen und ein Männchen die Dünen hinunterlaufen und beim Wasserloch einen Stopp einlegen. Wir suchen uns eine gute Position, stellen den Motor ab und können das Trio lange Zeit beobachten. Sie lassen sich viel Zeit beim Trinken und suchen sich dann einen schönen Platz, um sich erstmal hinzulegen. So startet man natürlich gerne in den Tag. Nach einigen Minuten fahren wir dann weiter. Auf dem weiteren Weg können wir einen Kapfuchs und beim Craig Lockhardt Wasserloch einen Schakal beobachten. Kurze Zeit später sehen wir dann tatsächlich noch einmal einen Gaukler in einiger Entfernung. Wir nehmen die einzelnen Loops zu den jeweiligen Wasserlöchern wieder mit, sehen beim Wasserloch Dalkeith eine tote Giraffe, beim 14. Wasserloch nichts und beim 13. Wasserloch zwei tote Elands, welche schon einen spannenden Geruch von sich geben. Ebenfalls erhalten wir beim 13. Wasserloch die Info, dass ganz in der Nähe ein Gepardenmännchen sei und nach seinem Bruder suche. Tatsächlich dauert es dann auch nicht lange und wir finden das Tier, welches nach wie vor (wahrscheinlich) suchende Laute von sich gibt. Das Tier läuft der Düne entlang und zusammen mit 3 anderen Autos können wir dem eleganten Tier ein gutes Stück folgen (in Richtung 14. Wasserloch). Nach einigen Minuten kreuzt es die Strasse, wir sehen noch wie das Männchen weiterläuft und entschliessen uns dann, umzukehren und in Richtung Kamqua Picknickplatz zu fahren, um dort unser Frühstück einzunehmen. Beim Picknickplatz angelangt gibt es besagtes Essen. Die meisten Mitfahrenden sind wahrscheinlich schon wieder auf dem Weg retour, der Picknickplatz ist nämlich ziemlich leer. Nach einigen Minuten kommt dann ein anderes Fahrzeug an und fragt, was wir gesehen hätten. Wir teilen unsere Sichtungen mit und werden gefragt, ob wir nicht die Löwenmutter mit den 3 Jungtieren gesehen hätten!? Nö, diese haben wir leider nicht gesehen. Die junge Familie sei beim Wasserloch Dalkeith. Die Mutter hätte sich dort gestärkt und wenn wir Glück hätten, sei das Quartett eventuell noch dort, da die Cubs müde ausgesehen hätten. Wir machen uns nichts vor, bis Dalkeith sind es einige Kilometer und ob die Löwenmutter mit ihren Jungtieren sich noch dort sichtbar aufhalten würde, bis wir ankommen, ist doch eher unrealistisch. Nichts destotrotz entschliessen wir uns nach dem Frühstück, die Gegend gründlich abzusuchen. Wir fahren den Loop 2x, haben aber leider kein Glück. So geht es zurück Richtung Mata Mata, beim Sitzas Wasserloch sehen wir nochmals das Löwentrio von heute Morgen und fahren etwas später an hochhüpfenden, lustigen Springböcken vorbei. Als wir im Camp ankommen, ist es bereits kurz vor 13.00 Uhr. Um uns auszuruhen und das Erlebte Revue passieren zu lassen, dösen wir in der Hängematte oder schreiben Tagebuch. Leider hat sich unser Wäschesack schon wieder deutlich gefüllt, weshalb der nächste Programmpunkt des Tages «Laundry» heisst. Da es keine Waschmaschine gibt, waschen wir den grossen Haufen dreckiger Wäsche im dafür vorgesehenen Waschbecken und hängen die nassen Kleider anschliessend auf den präparierten Wäscheleinen gleich neben dem Abolution Block auf. Dank der Sonne und der Hitze ist die Wäsche im Nu trocken. Nach einer anschliessenden Abkühlung im Poolwasser, zeigen wir unseren Camp-Nachbarn auf deren Wunsch hin unseren Camper. Sie haben grosses Interesse an der Innenausstattung, da sie sich eventuell selbst ein solches Modell zutun möchten. Wir erhalten im Gegenzug viiiele Tipps für unsere weitere Reise und müssen das Gespräch abklemmen, damit wir das Löwenweibchen samt Jungtieren nochmals suchen können. Gegen 17 Uhr fahren wir mit wach machender Cola aus dem Shop also nochmals auf einen etwas längeren Abenddrive. Trotz wachsamer Blicke und langsamer Fahrgeschwindigkeit, können wir die Löwin auch diesmal nicht entdecken. Wir sehen dafür das Gepardenmännchen, die drei Löwen am Sitzas-Wasserloch und viele Giraffen ein weiteres Mal. Ein Giraffen-Bulle steht direkt auf der Strasse und läuft uns sogar ein bisschen entgegen. Hannah kann aber rechtzeitig rückwärts ausweichen und ihm den nötigen Raum geben. Gemütlich zieht er weiter. Wow, sehr eindrücklich! Zurück im Camp gibt es einen schnellen Znacht. Wir sind beide sehr müde und der Himmel wird immer dunkler. Bei Regenprasseln und Donnergrollen schlafen wir zufrieden und erschöpft ein.
WiniThemenstarter121 Beiträge · seit 202314. Mai 2024 ·
Tag 18 / 27.01.2024 – Quivertree Forest Rest Camp NAM
Das nervende Summen einer Mücke weckt uns an diesem Morgen. Wir bleiben dennoch bis ca. 7 Uhr liegen und dösen noch ein bisschen. Vor allem Hannah ist immer noch recht k.o., weshalb wir zunächst überlegen, einen Pausen-Tag in Mata Mata anzuhängen. Nach einem stärkenden Frühstück und einer erfrischenden Dusche fühlen wir uns dann aber doch fit genug, um die Reise über die Grenze nach Namibia zu wagen. Bei unserer Abfahrt können wir einen Waran beobachten, welcher durch das Camp schleicht. Der Grenzübergang verläuft dank freundlicher Grenzbeamter reibungslos. Zunächst füllen wir beide jeweils das obligatorische Einreiseformular aus. Nachdem der Stempel in unsere Reisepässe gedrückt wurde, geht es weiter zur Verkehrsinstanz. Hier wird die Maut von ca. 300 NAD mit Karte bezahlt. Die Polizistin, welche vor dem Eingang sitzt, notiert sich ebenfalls unser Kennzeichen samt Reiseziel in ihrem Durchschlagblock. Auf geht’s – Namibia! Auf Gravel-Pisten fahren wir Podcast hörend unsere ersten Kilometer durch Namibia. Die Landschaft ist zunächst sehr flach, braun und eher eintönig. Mit der Zeit tauchen aber am Horizont immer mehr Berge und vereinzelte Quivertree Bäume auf. Da der Empfang des eigentlich angesteuerten Mesosaurus Fossils Camp leider nicht besetzt war, fahren wir bis zum Quivertree Forest Camp weiter. Der Zeltplatz ist für eine Nacht in Ordnung und bietet einen schönen Ausblick auf die 200 Jahre alten Köcherbäume, welche hier in einer waldartigen Formation natürlich gewachsen sind und als nationales Denkmal gelten. Auch die vielen Klippschliefer scheinen sich hier sehr wohl zu fühlen. Da der Himmel immer dunkler wird, ziehen wir uns in das Dachzelt unseres Campers zurück. Das Gewitter, welches kurze Zeit über uns hereinbricht, ist dann aber doch ziemlich furchteinflössend. Aus diesem Grund beschliessen wir, in die Fahrerkabine zu flüchten. Hier fühlen wir uns sicherer. Nach ca. einer Stunde ist das Spektakel zum Glück vorbei und der Himmel wird wieder heller. Wir kochen Risotto auf dem Feuer der grossen Grillschale, legen ein paar Würste hinzu und stossen mit einem Glas Martini auf das Überleben des Gewitters an 😛 . Als wir uns bettfertig machen wollen, entdecken wir auf dem Weg zum Waschhäuschen in der Dunkelheit zwei Stinktiere Striped Polecats. Sie buddeln in der Dunkelheit fleissig vor sich hin. Was für ein schöner Abschluss des ersten Tages in Namibia.
WiniThemenstarter121 Beiträge · seit 202314. Mai 2024 ·
Tag 19 / 28.01.2024 – Canyon Roadhouse Camping NAM
Ausgeschlafen machen wir uns gegen 7 Uhr auf einen kleinen Spaziergang durch den eingezäunten Quivertree Forest. Wenn man ihn bei Nacht bestaunen möchte, muss man eine Extra-Gebühr bei der Rezeption des Camps bezahlen. Aber in der Morgensonne ist der «Wald» ebenfalls sehr beeindruckend, schön und für Übernachtungsgäste gratis. Mit einem schnellen «Riegel-Frühstück» im Bauch fahren wir weiter nach Keetmanshoop, um unsere Vorräte aufzufüllen. Die Kühlschränke, welche sich gestern immer wieder abgeschaltet hatten, funktionieren zum Glück auch wieder und das Gasleck des Herdes haben wir mit einem Isolier-Tape geschlossen. So werden wir in Zukunft hoffentlich wieder ohne Angst vor möglichen Verbrennungen kochen können. In Keetmanshoop erwartet uns ein grosser, sauberer und kühler Superspar. Wir können unsere Vorräte auffüllen und Namibische Dollar beim ATM, welcher sich direkt im Shop befindet, beziehen. Da Sonntag ist, müssen wir auf das Auffüllen der alkoholischen Vorräte sowie den Kauf einer namibischen SIM-Karte verzichten. Die Begegnung mit einem nach Essen fragenden Mann vor dem Superspar geht Hannah sehr nahe. Wie geht man mit dieser Thematik am besten um? Gibt man etwas oder nicht? Auf unserer Fahrt in Richtung Fish River Canyon diskutieren wir noch eine Weile darüber und müssen wieder einmal feststellen, wie absolut privilegiert wir sind! Die Rast im Canyon Farm Yard Café bringt uns auf andere Gedanken. Der sehr zu empfehlende Apfelkuchen («Appeltaart») mit Schlagsahne samt einem leckeren Kaffee wird uns von einer sehr herzlichen Dame serviert. Nebenan sitzt ein slowenisches Päärchen, mit welchem wir zusammen mit der Gastgeberin ins Gespräch kommen. Namibia hat mit 2.3 Einwohnern pro Quadratkilometer eine extrem niedrige Bevölkerungsdichte. Das fühle sich manchmal einsam an, weshalb man sich immer sehr über Gesprächspartner freue – so die Wirtin. Dieser Fakt wird bei der Fahrt durch das Land auch immer wieder deutlich. Vom slowenischen Paar erhalten wir zudem weitere Reisetipps – diesmal für Slowenien Nach einem Cookies-Einkauf im Café-Shop fahren wir zum Canyon Roadhouse weiter. Dabei fahren wir doch tatsächlich an zwei Fahrradfahrern vorbei, welche mit Satteltaschen durch die heisse Wüstengegend radeln. Und wir dachten schon, wir seien ein bisschen verrückt 😛 . Im Canyon Roadhouse angekommen, beziehen wir unsere sehr grosszügige und saubere Campsite und kühlen uns im tatsächlich sehr kühlen Pool ab. Um uns herum wird hier hauptsächlich Deutsch gesprochen. Das Roadhouse besitzt ein sehr schönes, mit vielen Oldtimern und Nummernschildern dekoriertes, Restaurant. Aus diesem Grund beschliessen wir, heute einmal auf das Kochen oder Grillieren zu verzichten und im Garten des Restaurants zu essen. Sehr lecker! Dabei können wir ein Oryx beobachten, welches gemütlich durch den Garten spaziert und sich ebenfalls einen Blumenbeet-Znacht gönnt. In der Gegend wurden die einheimischen Tiere kürzlich wieder relokalisiert und laufen nun ohne Zäune frei herum Etwas angeschwipst ziehen wir uns ins Dachzelt zurück. Morgen wird der Wecker beizeiten klingeln, damit wir eine Morgenwanderung machen können.
Hoi Hannah und Wini ich begleite euch gerne auf eurer langen Reise durchs südliche Afrika. Danke fürs Foto aus der Premium Eco der Swiss. Die werden wir Anfangs September beim Rückflug erstmals nutzen. Wie waren denn die Platzverhältnisse? Konnte der Sitz gut eingestellt werden?
Die Idee mit dem Röstinotvorrat ist aber gut. Die werde ich gleich mal kopieren. Mein Mann macht öfters Rösti in Südafrika. Das ist aber immer ein grosser Aufwand.
Eure Fotos mit der FZ1000 sind gut geworden. Sie machen Vorfreude auf unsere Reise, die im Juli beginnt. Bei der FZ1000 muss man manchmal schauen, dass man den Weissabgleich nicht verstellt. Das passiert mir immer wieder.
Im KTP hattet ihr ein paar schöne Sichtungen. Ich hätte mich am Waran in Mata Mata sehr erfreut. Das "Stinktier" in Namibia, war das eine African Pole Cat/Zorilla oder ein Porcupine/Stachelschwein oder könnte es sogar ein Honey Badger/Honigdach gewesen sein? Skunks/Stinktiere, wie wir sie z.B. aus Nordamerika kennen, gibt es meines Wissens in Namibia nicht.
Ich lese gerne weiter mit. Ich bin gespannt, wo es in Namibia noch hingeht.
WiniThemenstarter121 Beiträge · seit 202314. Mai 2024 ·
brisen schrieb:Hoi Hannah und Wini ich begleite euch gerne auf eurer langen Reise durchs südliche Afrika. Danke fürs Foto aus der Premium Eco der Swiss. Die werden wir Anfangs September beim Rückflug erstmals nutzen. Wie waren denn die Platzverhältnisse? Konnte der Sitz gut eingestellt werden?
Die Idee mit dem Röstinotvorrat ist aber gut. Die werde ich gleich mal kopieren. Mein Mann macht öfters Rösti in Südafrika. Das ist aber immer ein grosser Aufwand.
Eure Fotos mit der FZ1000 sind gut geworden. Sie machen Vorfreude auf unsere Reise, die im Juli beginnt. Bei der FZ1000 muss man manchmal schauen, dass man den Weissabgleich nicht verstellt. Das passiert mir immer wieder.
Im KTP hattet ihr ein paar schöne Sichtungen. Ich hätte mich am Waran in Mata Mata sehr erfreut. Das "Stinktier" in Namibia, war das eine African Pole Cat/Zorilla oder ein Porcupine/Stachelschwein oder könnte es sogar ein Honey Badger/Honigdach gewesen sein? Skunks/Stinktiere, wie wir sie z.B. aus Nordamerika kennen, gibt es meines Wissens in Namibia nicht.
Ich lese gerne weiter mit. Ich bin gespannt, wo es in Namibia noch hingeht.
Hi brisen
Schön, dass du dabei bist. Wir fanden die Platzverhältnisse gut. Ich muss sagen, dass mir der Rückflug mit der A340 besser gefallen hat, als der Hinflug mit der 777, da in der Mittelreihe nur 3 anstatt 4 Sitze verbaut wurden. Ein Vorteil der Premium Eco ist der Sitz. Dieser lässt sich so verstellen, dass der Passagier hinter dir nichts davon merkt. Wir konnten via Bid Upgrade ziemlich günstig Premium Eco fliegen, so fanden wir das Preis-/ Leistungsverhältnis sehr gut!
Ja selbst Rösti machen, ist aufwändig. Allerdings sicherlich schmackhafter als Rösti aus der Packung 😉. Trotzdem waren wir in dem Moment froh drum.
Wir sind auch zufrieden, mit den Fotos. Für unser Level ist die Kamera ausreichend und Nachbearbeitung machen wir sowieso nicht.
Ja, wir hatten grosses Glück im KTP, das hat auch dazu geführt, dass wir auf späteren Trips nicht mehr den Drang hatten, unbedingt noch dieses oder jenes sehen zu müssen. Bezüglich Stinktier: Stachelschwein oder Honigdachs war es bestimmt nicht, dafür waren die Tiere zu klein. Leider haben wir kein Foto, wir waren auf dem Weg vom Waschhaus zurück zum Camper. Höchst wahrscheinlich waren es also Striped Polecats 🙂 .
WiniThemenstarter121 Beiträge · seit 202318. Mai 2024 ·
Tag 20 / 29.01.2024 – Canyon Roadhouse Camping NAM
In der Morgensonne machen wir uns auf die 2-stündige, kleine Wanderung. Mit Wasser, Sonnencreme und getrockneten Mango-Schnitzen im Gepäck laufen wir durch die karge, steinige Landschaft. Gesprayte weisse Fussabdrücke weisen uns den Weg. Zu Beginn ist der Hike sehr gut ausgeschildert. Mit der Zeit wird es etwas schwieriger, die nächsten Hinweise zu entdecken.Auf dem Rückweg können wir Mountain Zebras und Springböcke beobachten, welche die felsige Landschaft viel leichtfüssiger und eleganter durchqueren, als wir es tun 😛. Zurück im Roadhouse gönnen wir uns das reichhaltige Frühstücksbuffet. Gestärkt geniessen wir den weiteren Tag am Pool und im Schatten. Gegen 16 Uhr fahren wir schliesslich zum Fish River Canyon. Durch das Hobas-Gate, bei welchem wir 350NAD Eintritt in bar bezahlen müssen, gelangen wir in den Ai-Ais Richtersfeld Transfrontier Nationalpark. Von dort aus sind es noch einmal ca. 10km mit dem Auto zu fahren. 3 verschiedene Lookouts besuchen wir, um uns den Canyon anzuschauen. Vor allem der sogenannte «Hike»-Lookout, von welchem aus man in der Wintersaison eine 5 Tages-Tour durch den Canyon starten könnte, gefällt uns gut. Die Strassen zwischen den Lookouts sind sehr steinig und können nur langsam befahren werden. Vorsichtshalber stellen wir deshalb auf 4x4 Antrieb um. Wir müssen dann auch feststellen, dass Morgensonne für das Fotografieren wohl etwas besser gewesen wäre. Zurück beim Roadhouse beschliessen wir, das Restaurant ein weiteres Mal zu besuchen. Der Himmel sieht nämlich wieder sehr dunkel aus und es windet schon den ganzen Tag sehr stark. Es gibt eine gefüllte Kartoffel mit Spinat, Feta und Pilzen sowie ein gegrilltes Vegi-Sandwich mit Tomaten, Mozzarella und Pilzen. Sehr lecker! Nach dem Essen nutzen wir die Wifi-Zone in der Lounge aus, um Finanzen zu regeln, E-Mails zu beantworten und mit unseren Eltern zu telefonieren. Der Wifi-Empfang hier ist wirklich super! Auf dem Weg zurück zu unserem Camper James überquert ein Springbock direkt vor uns den Weg und ein Skorpion rennt durch den sandigen Boden davon. Die Türen unseres Campers bleiben also weiterhin geschlossen! Definitiv! Nicht wie bei vielen Einheimischen hier, die zum Schlafen Fenster und Türen gerne offenlassen. Gute, stürmische Nacht!
Ausblick von unserem Campingplatz
Karge, aber schöne Landschaft
Vor der Reise habe ich mir noch notiert, dass man den Canyon besser am Morgen besucht. Stand auch so in unserem Reiseführer...
Wir waren froh, hatten wir ein Auto mit guter Bodenfreiheit. Die Strassen zu den einzelnen Aussichtspunkten sind sehr holprig.
WiniThemenstarter121 Beiträge · seit 202318. Mai 2024 ·
Tag 21 / 30.01.2024 Ai – Ais Hot Springs NAM
In der Nacht hatten wir tierischen Besuch auf unserer Campsite, wahrscheinlich von Oryxen, welche unseren Abfalleimer durchsucht haben. Heute steht uns eine kurze Etappe bevor, deshalb stellen wir auch keinen Wecker. Um ca. 7.45 Uhr werden wir langsam wach und kriechen aus dem Dachzelt raus. Es gibt ein einfaches, aber leckeres Frühstück. Wir lassen uns wirklich Zeit, da wir nur etwa 1 Stunde Fahrzeit vor uns haben. Nachdem wir das Zelt zusammengebaut haben, machen wir nochmals einen kurzen Stopp in der Wifi-Zone und brechen dann auf. Uns hat es im Canyon Roadhouse äusserst gut gefallen und wir können dieses Camp gut weiterempfehlen. Die Fahrt nach Ai – Ais verläuft unspektakulär. Wir sehen einige Strausse, Springböcke und Klippspringer. Um etwa 11.30 Uhr kommen wir im NWR-Camp an und suchen uns einen schönen Platz aus. Von den Berghängen hallen laute Pavian Rufe, wir sind also gewarnt und verschliessen alles sicher in unserem James. Der ganze Komplex macht leider einen etwas heruntergekommenen Eindruck, schade! Denn grundsätzlich hätte dieser Ort mit heisser Quelle (ca. 65 Grad heisses Wasser) sicher Potenzial, um eine Oase in der kargen Landschaft zu sein. Wie dem auch sei, der Aussenpool ist ziemlich gross und sieht durchaus sauber aus. Wir beschliessen, für einige Stunden an den Pool zu ziehen, zu lesen und uns regelmässig im Wasser zu «erfrischen». Einige Paviane haben dieselbe Idee, naja bis auf den Punkt mit dem Lesen. Wir können drei Tiere beobachten, wie sie zuerst trinken und dann ins Wasser springen 😄. Die Tiere scheinen grossen Spass zu haben! Nach und nach kommen mehr Touristen ins Camp und an den Pool, kein Wunder bei dieser Hitze! Am frühen Nachmittag bewegen wir uns dann doch noch vom Pool zur Bar, es gibt ein Bier und danach gehen wir zurück zur Campsite, spielen eine Runde Brändi Dog (Andy gewinnt haushoch, es steht 2:2) und danach wird Abendessen gekocht, zum Glück ohne Affenbesuch. Es schmeckt ausgezeichnet und so gehen wir wieder zufrieden ins Bett!
Seltenes Grün, inmitten steiniger Hügel
Der Pool ist bei knapp 40 Grad äusserst begehrt...
WiniThemenstarter121 Beiträge · seit 202318. Mai 2024 ·
Tag 22 / 31.01.2024 Desert Horse Inn Campsite Kleinaus Vista NAM
Wieder kein Wecker, obwohl uns heute eine etwas längere Etappe bevorsteht. Hannah hatte Mühe, bei der Hitze einzuschlafen, bis sie sich ein leichtes Tuch im Ablution Block nass gemacht und sich damit umwickelt hat. Nötig wäre der Wecker ohnehin nicht gewesen, da uns lautes Gebrüll der Paviane um kurz vor 7 weckt. Wir sind heute beide nicht besonders hungrig, also gibt es zum Frühstück nur eine Tasse Kaffee mit einem Müsliriegel und wir brechen um circa 8.30 Uhr auf. Wir wollen heute via Orange River nach Kleinaus Vista fahren. Wir fahren also die C37 Richtung Süden bis zum Abzweiger auf die D207. Von dort geht es weiter bis kurz vor Aussenkehr, wo es dann auf der C13 nach Westen geht. Nun was soll ich sagen, die Strecke hat uns wahnsinnig gut gefallen! Die kargen Landschaften mit den schroffen Bergen und der plötzlichen Begrünung am Oranje entlang war mega schön. In Rosh Pinah angelangt suchen wir zuerst eine Tankstelle auf und pumpen anschliessend unsere Reifen nach langer Zeit mal wieder auf 3.0 Bar auf. Danach geht es weiter in Richtung Aus. Die Strecke fährt sich auf dem schönen Teerbelag angenehm, wir kommen um ca. 13.30 Uhr im Desert Horse Inn an und checken für zwei Nächte ein. Diese Unterkunft gehört auch zur Gondwana Collection, hat einen schönen Pool, ein Restaurant und gutes Wifi. Die Campsites sind ca. 1.5 km von der Lodge entfernt, so beschliessen wir zuerst noch eine Kleinigkeit zu essen und dann an den Pool zu gehen, bevor wir unseren Stellplatz besichtigen. Das mit der Kleinigkeit essen hat nicht so recht funktioniert. Wir haben beide eine Pizza bestellt und die war unglaublich mastig. Natürlich kann man im südlichen Afrika keine Neapolitanische Pizza erwarten, das ist uns durchaus bewusst. Das Problem war eher die Masse an Knoblauch die auf der Pizza war in Kombination mit dem Cheddar Cheese. Vollgefressen rollen wir also an den Pool und verdauen die Speise etwas. Wir merken schnell, dass wir heute kein Abendessen mehr benötigen. Um kurz vor 18.00 Uhr brechen wir dann in Richtung Campsite auf. Unser Stellplatz 6 beheimatet ein grosses Siedelwebernest im Baum. Wir schauen den Tieren einige Minuten dabei zu, wie sie unaufhörlich am Nest arbeiten. Wir merken auch, dass der Wind hier ziemlich unerbittlich über den Campingplatz fegt. Allgemein müssen wir nach 3 Wochen Camping im südlichen Afrika feststellen, dass der Wind der mühsamste Gegenspieler ist. In Südafrika hatten wir das Problem noch nicht so ausgeprägt, seit wir aber in Namibia sind, so ziemlich jeden Abend. Wir versuchen dem mit Ohropax entgegenzuwirken, damit wir doch noch zu einigen Stunden Schlaf kommen!
Zu Beginn dominierten sandige und steinige Formationen die Szenerie...
...bis der Oranje dem ganzen etwas Farbe einhaucht.
WiniThemenstarter121 Beiträge · seit 202320. Mai 2024 ·
Tag 23 / 01.02.2024 Desert Horse Inn Campsite Kleinaus Vista NAM
Trotz starkem Wind haben wir gut geschlafen. Heute haben wir den Wecker auf 6.00 Uhr gestellt, da wir den kurzen Hike zum Stone Horse Lookout machen wollen. Wir wachen langsam auf, machen uns startklar und so gehen wir um ca. 6.45 Uhr auf den Trail. Der Weg ist gut ausgeschildert und auch nicht sonderlich anspruchsvoll. Nach etwas über 1 km erreichen wir den Abzweiger zum Aussichtspunkt und nach weiteren 400 Metern stehen wir da und sehen: Nichts. Nun, also zumindest nicht so wie auf den Fotos bei der Rezeption. Nach genauerem Hinschauen können wir die Steinformation erblicken. Wenn diese im Sonnenlicht strahlt, kann man sie sicher auch besser sehen (sie wird auch dann nicht Stonehenge 2.0 sein, aber trotzdem nett). Die Aussicht über die Ebene ist jedoch sehr hübsch und dafür hat sich das frühe Aufstehen allemal gelohnt. Wir können dann auch tatsächlich einige Wildpferde in der Ebene beobachten. Bis zur Abzweigung gehen wir den Weg zurück und laufen den Loop dann fertig. Insgesamt verläuft der Weg über etwas mehr als 4 km, was nicht wirklich viel ist… Aber man muss mitnehmen, was man kriegen kann. Zurück beim Camper gibt es ein nettes Frühstück und dann wird gelesen und gechillt. Heute wollen wir beim Campingplatz Mittagessen kochen und dann für den Nachmittag zum Pool gehen. Es gibt vegetarische Fajitas (schmecken super und eignen sich hervorragend für das Verwerten von Gemüse) und um ca. 12.00 brechen wir zur Lodge auf. Der Rest des Tages ist schnell erzählt, wir kühlen uns ab, lesen, baden, chillen, trinken Bier, baden und um 19.00 Uhr gehen wir ins Restaurant essen. Der Himmel hat sich schwarz gefärbt und so sind wir froh, können wir das Abendessen in der Lodge und nicht beim Campingplatz geniessen. Für Hannah gibt es Oryx Bolognese und für mich Lamb Stew mit Spätzle. Beide Gerichte schmecken gut, wobei die Spaghetti Bolo noch etwas besser sind. In der Dunkelheit machen wir uns dann auf den Weg zurück zur Campsite, bauen das Dachzelt auf und machen uns schnell Bett ready. Was folgt ist die bis anhin schlimmste Nacht, die wir auf unserem Trip hatten. Gegen Mitternacht bläst der ohnehin schon heftige Wind noch stärker und ein übles Gewitter zieht auf, welches uns aus dem Schlaf reisst. Wir sind beide hellwach, auch etwas verängstigt und so begeben wir uns für mehrere Minuten in die Fahrerkabine. Wir warten eine ganze Weile, bis der heftigste Teil vorbei ist. Campingprofis mögen uns dafür vielleicht belächeln, wir haben uns in der Fahrerkabine aber wesentlich sicherer gefühlt, an Schlaf war zu diesem Zeitpunkt sowieso nicht mehr zu denken. Nachdem sich das Wetter etwas beruhigt hat, geht es zurück ins Zelt. Der Wind wird nochmals stärker und wir können immer noch einige Blitze sehen. Nichtsdestotrotz können wir irgendwann endlich wieder einschlafen…
Die Sonne färbt die Landschaft langsam in sanfte, orangene Töne
WiniThemenstarter121 Beiträge · seit 202320. Mai 2024 ·
Tag 24 / 02.02.2024 The Comorant House Lüderitz NAM
Nach dieser gewittrigen Nacht stehen wir etwas erschöpft auf. Gemütlich frühstücken wir und lassen den Tag langsam angehen. Gegen 10 Uhr fahren wir dann mit dem Podcast «Gemischtes Hack» im Ohr in Richtung Lüderitz. Wir kommen an weiteren wilden Wüstenpferden sowie der Geisterstadt «Kolmanskop» vorbei. Diese werden wir auf dem Rückweg dann besuchen. Da wir erst gegen 13 Uhr im «The Cormorant House» einchecken können, gönnen wir uns im «Cosy Corner Café» einen Zmittag. Es gibt Calamari-Ringe mit Pommes für Andy und einen Chicken-Wrap für Hannah. Anschliessend besorgen wir uns im MTC-Shop eine SIM-Karte für Namibia. Es dauert eine ganze Weile und es wird sehr viel in den Computer eingegeben Aber schlussendlich haben wir beide Internet-(18GB), Telefonie-Guthaben (300min) und ca. 250 SMS für die nächsten 30 Tage zugute. Perfekt! Gekostet hat uns dies total 593.99 NAD (ca. 28 Fr.). Im «The Cormorant House» (für Selbstversorger) angekommen, können wir es kaum fassen: Wir haben ein wunderschönes Studio mit Balkon und Meerblick. Hammer! Hier können wir uns von den stürmischen Camping-Nächten erholen. Es gibt in unserem Zimmer auch eine kleine Küche mit grossem Kühlschrank (inkl. Gefrierer) und sogar einen «Braai-Room» zum Grillieren. Das Auto können wir im bewachten Innenhof abstellen, welcher direkt vor unserer Eingangstür liegt. Engagierte Security-Personen sind Tag und Nacht vor Ort. Zudem sind eine Alarmanlage und ein Safe vor Ort. Wir fühlen uns hier sehr sicher! Nach einem gemütlichen Hafenspaziergang mit Bier im «Yachtclub Lüderitz» chillen wir auf unserem Balkon und beobachten Austernfischer, Weissbrust-Kormorane, Kap-Kormorane und Möwen. Natürlich darf der Martini Bianco in der Hand nicht fehlen. Zum Abendessen kochen wir uns Reis mit Poulet-Curry – lecker! Während wir das Absacker-Bier auf dem schon dunklen Balkon trinken, kommen zwei Katzen vorbei. Wir sind unsicher, ob es sich dabei um afrikanische Wildkatzen oder doch um Hauskatzen handelt.
WiniThemenstarter121 Beiträge · seit 202320. Mai 2024 ·
Tag 25 / 03.02.2024 The Comorant House Lüderitz NAM
Endlich einmal wieder eine ruhige Nacht mit sehr tiefem Schlaf! Das tat gut! Nach einem gemütlichen Frühstück und Kaffee auf unserem Meerblick-Balkon, gehen wir gegen 11 Uhr einkaufen. Der Spar sowie der Tops-Shop schliessen am Wochenende bereits um 13 Uhr. Bereits als wir mit unserem auffälligen James zum Parkplatz fahren, werden wir von zwei sehr eifrigen Parkwächtern eingewiesen. Nach unserem Einkauf inklusive ATM-Besuchs auf der Bismarckstrasse erwarten uns die zwei jungen Herren bereits. Wir geben ihnen ein Trinkgeld, welches sie teilen sollen. Leider scheint ihnen das nicht genug zu sein und sie versuchen auf uns einzureden, wir bleiben jedoch hart. Wir ziehen uns für eine Erholungspause in unser Appartement zurück und geniessen die Meeresbrise sowie das Meeresrauschen. Gegen 15 Uhr machen wir uns auf einen kleinen Stadtspaziergang. Wir besuchen die Felsenkirche, welche aber nur von 17-18 Uhr für Besucher geöffnet ist. Dennoch hat man von hier oben einen schönen Ausblick auf die Stadt. Auch der Bahnhof ist interessant, anzuschauen. Scheinbar wird er aber kaum noch oder sogar gar nicht mehr befahren. Heute möchten wir im «Portuguese Fishermans» essen. Das ist eine super Entscheidung Das Lokal ist mit Bojen, Fishernetzen und Schiffs-Teilen sehr schön dekoriert und das Essen schmeckt fantastisch . Die Shark Island wollen wir im Anschluss ebenfalls besichtigen. Zuerst sind wir etwas unsicher, ob man bis an die Spitze der Insel gehen darf. Der Guard am NWR-Gate des Campingplatzes versichert uns aber, dass dies gegen eine Gebühr von 10 NAD pro Person erlaubt sei. Der Campingplatz hier sieht soweit in Ordnung aus. Allerdings könnten der stete Wind und der wenige Schatten für längere Aufenthalte ein Problem darstellen. Dafür kann man hier am sogenannten «Island Beach» tatsächlich seine Füsse ins Meer strecken – herrlich! Wirklich baden kann man aufgrund des Benguela Stroms aber nicht, die Meerestemperatur liegt nämlich bei ca. 14 Grad Celsius. Brrr… Den Abend verbringen wir wieder gemütlich in unserem Appartement. Zu Essen brauchen wir nach dem leckeren Seafood inklusive Dessert aber definitiv nichts mehr.
Downtown Lüderitz
Der Bahnhof hat sicher auch schon bessere Zeiten gehabt
Die Felsenkirche in Lüderitz
Der Campingplatz "Shark Island" ist von Wasser umgeben
Die Sonnenuntergänge von unserem Balkon aus waren wunderschön 😊
Ich wollte mich mal als stille Mitleserin outen - vielen Dank für den schönen Bericht 😁 Ihr scheint recht entspannt unterwegs gewesen zu sein, das gefällt mir. Ich freue mich schon auf die weitere Reise!