Reisebericht

3 Monate im südlichen Afrika (SA, NAM, BWA)

von Wini · begonnen 17. Apr. 2024 · 83 Teile

Teil 117. Apr. 2024
Einleitung

Nach 3 Monaten auf Reisen müssen wir uns erst einmal wieder in unserem Alltag zurecht finden. Da wir sehr viele Tipps aus diesem Forum erhalten haben und nutzen konnten, haben wir uns entschieden, uns ebenfalls an einem Reisebericht zu versuchen. Eventuell können Neulinge und Interessierte genauso davon profitieren 🙂 .

Unsere Reise startete und endete in Johannesburg. Als Mietauto hatten wir einen Toyota LandCruiser mit Dachzelt von Bushlore. Unsere grobe Route war schlussendlich wie folgt: Augrabies NP, KTP, Fish River Canyon, Lüderitz, Sossusvlei, Windhoek, Spitzkoppe, Swakopmund, Damaraland, Etosha NP, Rundu, Bwabwata NP, Kasane, Chobe NP, Moremi GR, Maun, Gaborone, Madikwe GR, Marakele NP, Blyde River Canyon und Kruger NP.

Wir haben bereits auf der Reise täglich unsere Erlebnisse niedergeschrieben und lassen euch hiermit daran teilhaben, werden aber natürlich nicht, die gesamten 90 Tage auf einmal hochladen 😉. Sämtliche Fotos wurden mit dem Handy oder einer Panasonic Lumix FZ1000 aufgenommen, also definitiv kein Profiniveau 😛.

Wir hoffen auf viele interessierte Leser und wünschen euch viel Spass mit dem Bericht 🙂

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Teil 217. Apr. 2024
Tag 1 / 10.01.2024

Heute ist es so weit. Nach etlichen Stunden der Vorbereitung, einem wunderschönen ersten Teil unserer gemeinsamen Reise in Europa und stressigen Festtagen, fliegen wir heute Nacht um 22.40 Uhr von Zürich nach Johannesburg. Den ganzen Tag über bin ich angespannt, packe ständig nochmals das Handgepäck um, telefoniere mit meiner Freundin ob wir an alles gedacht haben und bin unendlich froh, als wir um 18.15 Uhr die S-Bahn von Schaffhausen in Richtung Flughafen Zürich besteigen. Der Abschied von unseren Familien fiel zum Teil tränenreich aus.
Die S-Bahn fährt pünktlich um 19.02 im Bahnhof des Flughafens ein. Schnell machen wir uns auf den Weg, um unser Gepäck abzugeben, was dank Self-Service und wenig anderen Fluggästen auch sehr schnell vonstattengeht. Danach begeben wir uns durch den Sicherheitscheck, welcher aufgrund unseres doch eher umfangreichen Handgepäcks (Notebook, 2 Kameras, Tablet, Taschenlampe, GameBoy etc.) etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt. Die Mitarbeiter sind aber total easy drauf und es kommt dadurch auch keine Hektik bei uns auf. Nachdem wir alles wieder richtig verpackt haben, wollen wir noch eine Kleinigkeit essen. Wir entscheiden uns für das Marché Restaurant. Für mich gibt es eine Pizza mit Schinken und Funghi, Hannah gönnt sich mit Käse überbackene Rösti. Mit 2 Bier zusammen schmeckt alles ganz ordentlich und wir schlendern die letzten Minuten vor Bekanntgabe des Abfluggates gemütlich durch den modernen Flughafentrakt.
Als das Gate bekannt ist, machen wir uns auf durch die Passkontrolle, stellen uns in die Schlange und sind froh, als wir unsere Plätze in der Premium Economy gefunden haben. Auf das Essen im Flugzeug verzichten wir, zu voll sind wir noch vom Essen im Marché. Lediglich je einen Rotwein genehmigen wir uns, checken das Board-Programm und heben mehr oder weniger pünktlich in Richtung Südafrika ab!


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Flauder zur Begrüssung


Tag 2 / 11.01.2024 – Mountain Sanctuary Park ZA

Wir konnten beide einige Stunden schlafen, trotzdem fiebern wir der Landung entgegen. Das Frühstück schmeckt nicht schlecht und auch das obligate Swiss «Schöckeli» wird von der Crew wieder verteilt. Allerdings kann Hannah ihres nicht mehr finden, nachdem sie es erhalten hat. Dieses Rätsel wird sich bei der Landung klären…Leider ist es ihr offenbar zwischen Gesäss und Sitz gerutscht und hat dementsprechenden Schaden an ihrer Trainerhose angerichtet. Um es kurz zu fassen, sie trug ab da eine Jacke um die Hüfte und wechselte bei erster Gelegenheit die Hosen 😄 . Das Flugzeug landete pünktlich um 10.00 Uhr am Flughafen O.R. Tambo.
Die Immigration verlief schnell und ohne nennenswerte Zwischenfälle. Während Hannah auf das Gepäck wartete, musste ich auf die Toilette und konnte dies gleich noch mit einem Bargeldbezug kombinieren. Als ich zurückkam, mussten wir noch einige Minuten warten, bis unsere Koffer bei uns waren und wir uns in Richtung Ausgang begeben konnten. Dort sahen wir auch schon wie vereinbart einen Mitarbeiter von Bushlore mit einem Schild, auf welchem mein Nachname stand. Nach einer netten Begrüssung führte uns Dokta noch zur Vodacom Filiale, wo wir noch eine südafrikanische SIM-Karte mitsamt Datenvolumen kauften. Danach ging es auf direktem Wege zum Auto von Dokta und dann zur Bushlore Zentrale in Midrand.
Der Papierkram war schnell erledigt und danach zeigte uns Dokta unser Zuhause für die nächsten 3 Monate: Einen Toyota LandCruiser mit 81'800 Kilometern auf dem Tacho. Die Einweisung in die Ausstattung und Funktionen des Fahrzeuges nahm mehr als zwei Stunden in Anspruch, allerdings war dies auch nötig, damit wir wirklich selbstständig das Fahrzeug für die nächsten 3 Monate bedienen können.
Um ca. 14.30 Uhr fuhren wir bei Bushlore vom Hof in Richtung unserer ersten Unterkunft, dem Mountain Sanctuary Park. Als Ort für unseren ersten Grosseinkauf haben wir uns für den Superspar in MooiNooi entschieden. Auf dem Weg merken wir allerdings, dass dies alles nicht ganz aufgehen dürfte, da wir bis 17.00 Uhr bei unserer Campsite aufschlagen müssen. Also entscheiden wir uns, den Ersteinkauf auf den nächsten Tag zu verschieben und heute Rösti aus der Packung zu essen, welche ich als Notvorrat aus der Schweiz mitgenommen habe. Eigentlich war dieser Notvorrat für später gedacht, aber manchmal kommen die Dinge eben anders als geplant. Den Eingang zum Camp erreichen wir um 16.55 Uhr und sehen gleich darauf unser erstes wild lebendes Tier: eine kleine Schildkröte wandert über die Fahrbahn. Bei der Rezeption angekommen, checken wir ein und gehen dann zu unserer Campsite Nummer 14. Der Platz ist ziemlich ordentlich, mit einem grossen Baum und der obligatorischen Feuerstelle. Der Weg zum Ablution-Block ist auch nicht allzuweit und so bauen wir das Auto für die erste Nacht in Südafrika auf und versuchen die Strapazen der vergangenen Tage ein wenig zu vergessen. Ein paar lustige Meerkatzen turnen ganz in der Nähe durch die Bäume. Auch die vielen Vögel zwitschern uns ein schönes Gesangskonzert. Nach den passablen Rösti fallen wir kurz nach 20.00 Uhr todmüde ins Bett.


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Instruktion bei Bushlore

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Unser Heim für die nächsten 3 Monate
Teil 318. Apr. 2024
Tag 3 / 12.01.2024 – Red Sands Country Lodge ZA

Schon früh hören wir wieder ein wildes Gezwitscher draussen und die ersten Sonnenstrahlen färben die Landschaft in angenehme, warme Töne. Um etwa 6.30 Uhr kriechen wir aus unserem Dachzelt und bereiten unser Frühstück vor, welches aufgrund des verschobenen Einkaufs mit Ovo Riegel und Kaffee recht spärlich ausfällt, aber ausreichen muss. Während dem Frühstück rennt ein einzelner, männlicher Baboon über den Campingplatz. Es ist erstaunlich, wie leise sich diese Affen fortbewegen können. Später können wir ihn noch hören und gehen davon aus, dass sich noch weitere seiner Artgenossen in der Gegend aufhalten.
Nachdem wir unser Frühstück beendet haben, machen wir unser Fahrzeug schon mal fahrtauglich, wollen vor dem Aufbrechen aber noch den kurzen Weg zu den West Pools auf uns nehmen. Da wir heute eine enorme Etappe vor uns haben, sind wir froh, wenn wir uns noch ein wenig die Beine vertreten können. Die Landschaft auf dem Weg ist schön, die Pools selber haben wenig Wasser und so wenden wir zeitnah, damit wir nicht zu viel Zeit verlieren.
Um ca. 9.00 Uhr melden wir uns bei der Rezeption ab und machen uns auf den Weg zu unserem heutigen Tagesziel: Die Red Sands Country Lodge, nahe bei Kuruman. Für die Fahrt von der Hauptstrasse zum Mountain Sanctuary Park haben wir den 4x4 bei unserem Landcruiser eingeschaltet. Nachdem wir den Rückweg gemeistert haben, wollen wir wieder auf Frontantrieb umstellen, da man gemäss Dokta mit 4x4 maximal 60 – 70 km/h fahren sollte. Als wir dies versuchen, müssen wir feststellen, dass das leider nicht so klappt, wie gedacht (wir haben es extra noch bei der Campsite ausprobiert). Wir denken uns zuerst, dass wir mal mit 4x4 weiterfahren und es nach ein paar Kilometern nochmal versuchen. Dies tun wir dann auch, aber leider funktioniert es immer noch nicht und wir müssen das erste Mal Bushlore anrufen:D. Die Dame am Telefon kann uns dann auch direkt helfen: Wir sollen circa 5 Meter zurück fahren, dann den Wagen ein wenig im 1. Gang rollen lassen und anschliessend versuchen, auf Frontantrieb zu wechseln. Erleichtert nehmen wir unsere Etappe nun mit maximaler Geschwindigkeit in Angriff, wechseln uns beim Fahren ab und sehen die Landschaft an uns vorbeistreichen. Hannah muss einigen fiesen Potholes ausweichen, sie meistert diese aber bravourös und so erreichen wir zur Mittagszeit Vryburg. Da wir doch ein kleines Hüngerchen haben, entscheiden wir uns, uns im Spar vor Ort nach etwas Essbarem umzuschauen. Es gibt einige warme Mahlzeiten zur Auswahl und so nehmen wir etwas Reis mit einer Art Currysauce und Wassermelonen zum Dessert. Zufrieden machen wir uns wieder auf den Weg.
Die Strecke zieht sich wie Gummi und wir kommen doch schon ziemlich erschöpft um 17.30 Uhr beim Superspar in Kuruman an. Wir finden das Meiste, benötigen für den Einkauf circa 1 Stunde, verladen die Waren notdürftig und rollen dann weiter in Richtung Red Sands Country Lodge. Um 19.00 Uhr kommen wir dort an, nehmen den Schlüssel für unser privates WC mit Dusche entgegen und stellen unseren Landcruiser ab. Wir sind beide nicht mehr wirklich motiviert heute noch selbst zu kochen und so entscheiden wir uns, ins Restaurant zu gehen. Für mich gibt es Rindsfilet und für Hannah vegetarisches Curry, beides schmeckt sehr gut und so gehen wir nach dem Abendessen wieder früh ins Bett.

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Weg zu den Westpools

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Waschhaus auf dem Campingplatz

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Dusche mit WC, alles völlig in Ordnung

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Campingplatz der Red Sands Country Lodge


Tag 4 / 13.01.2024 – Red Sands Country Lodge ZA

Wir haben beide gut geschlafen und freuen uns, dass heute keine weitere Fahretappe auf dem Plan steht. Entspannt starten wir in den Tag, machen uns ein leckeres Frühstück und verräumen den Einkauf von gestern noch richtig. Anschliessend erkunden wir ein wenig das Lodge Gelände, entspannen im Pool, spielen eine Partie Brändi Dog und amüsieren uns an den hauseigenen Alpakas, welche immer zusammen und am selben Ort ihr Blase leeren.
Aufgrund der Erkenntnis von gestern, dass wir für die Strecken doch länger brauchen als es zum Beispiel Google Maps vorrechnet, entscheiden wir uns nicht direkt bis zu den Augrabies Falls zu fahren, sondern in Upington einen Zwischenstopp einzulegen. Da wir glücklicherweise 90 Tage Zeit haben, können wir solche kürzeren Etappen gut verkraften.
Heute kochen wir selber unser Abendessen. Es gibt lecker marinierte Pouletbrust mit Pilzen, Knoblauchbrot und Maiskolben. Es schmeckt ausgezeichnet und wir gehen danach zufrieden und entspannt ins Dachzelt.

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Pool auf dem Lodge Gelände

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Die Tiere erledigten ihr Geschäft unter dem selben Baum. Dieser variierte jedoch von Tag zu Tag 😄
Teil 419. Apr. 2024
Tag 5 / 14.01.2024 - Kalahari Monate Lodge ZA

Auch den heutigen Tag starten wir langsam und entspannt. Wir sind die Letzten auf der Campsite, als wir mit unserem Frühstück starten. Wir machen unser Fahrzeug fahrtauglich und checken aus. Die Red Sands Country Lodge hat uns ausgesprochen gut gefallen und wir können sie ohne Einschränkung weiterempfehlen.
Um etwa 9.00 Uhr machen wir uns auf den Weg in Richtung Upington. Unser heutiges Ziel ist die Kalahari Monate Lodge bei Upington. Wir kommen gut voran, füllen unseren Tank in Olifantshoek und erreichen um 11.30 Uhr Upington. Als erstes steuern wir die Kalahari Mall an. Da heute Sonntag ist, hat die Mall nur bis 14.00 Uhr geöffnet und die Liquor Shops verkaufen ebenfalls keinen Alkohol. Weil wir etwas hungrig sind, gehen wir in Panarottis eine Kleinigkeit essen. Hannah wählt eine vegane Bolognese und ich ein veganes Schnitzel mit Nudeln. Beides schmeckt überraschend gut und wir können um 13.00 Uhr noch schnell im Checkers einige Einkäufe tätigen.
Die Kalahari Monate Lodge ist nur ca. 15 Minuten von der Mall entfernt, wir kommen also relativ früh dort an und werden von der Besitzerin nett begrüsst. Wir bezahlen für eine Nacht und können unsere Campsite selbst aussuchen. Wir sind die einzigen Gäste und wählen eine Campsite mit einem grossen Baum, der für mich später noch zum Verhängnis werden sollte. Das ganze Areal ist zweckmässig eingerichtet, aber mehr auch nicht. Es gäbe noch einen Pool, dieser wurde aber offenbar schon länger nicht mehr gereinigt und so verzichten wir auf eine Abkühlung darin. Der Ablution Block ist aber tiptop sauber, es gäbe auch ein Waschhaus, welches aber abgeschlossen war. Bei Bedarf könnten man dies bestimmt öffnen lassen.
Den restlichen Tag verbringen wir auf unserer Campsite, genehmigen uns das ein oder andere Glässchen Wein, schreiben Tagebuch, beobachten einige Springböcke und lassen einfach ein wenig die Seele baumeln - bis ein Vogel das Gefühl hat, seinen Darm über mir entleeren zu müssen. Es ist ein fieser Splitterangriff, verteilt auf Hose, Shirt, Mütze und auch das Notebook hat es ein wenig erwischt. Nachdem die Sauerei beseitigt ist, entscheiden wir uns schon frühzeitig ins Dachzelt zu kriechen. Morgen wollen wir möglichst früh eine Apotheke aufsuchen, um uns die zweite Tollwut Impfung verabreichen zu lassen.

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Auf Fondue verzichten wir erstmal...

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Springböcke auf dem Lodgegelände

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"Abendessen" auf unserer zweckmässigen Campsite

Tag 6 / 15.01.2024 - Augrabies Falls Nationalpark ZA

Heute sind wir um 6.30 Uhr wach. Die Nacht verlief ohne grössere Zwischenfälle, ausser dass unsere Plane beim grössten Fenster aus den Metallstangen gesprungen ist und sich so auf die andere Seite des Spitzdaches verabschiedet hat. Der Wind war wohl etwas zu heftig für diese Vorrichtung.
Nach einem kurzen Frühstück mit Blick auf springende Springböcke brechen wir auf und verlassen die Campsite. Zuerst geht es in Richtung Apotheke und wir können dort einen Termin für in 3 Tagen vereinbaren, denn aktuell hätten sie nur 1 Impfdosis vorrätig. So fahren wir nach einem kurzen Einkauf im angehängten Pick ‘n Pay weiter in Richtung unseres heutigen Tagesziels: Der Augrabies Falls Nationalpark. Die Strecke ist nicht wahnsinnig weit, die Strassen in einem guten Zustand und so erreichen wir bereits kurz vor 11 das Gate zum Park. Wir füllen das bekannte Formular für den Nationalpark aus und fahren die restlichen 3 km weiter bis zur Rezeption. Wir checken hier für 3 Nächte ein, so bleibt auch genügend Zeit für einen längeren Game Drive und den Dassie Trail. Nach dem Check-In laufen wir den kurzen Fussweg zu den Falls. Da es Mittag ist, ist es brütend heiss und wir sind auch die einzigen aktiven Säugetiere zu dieser Zeit - abgesehen von den süssen Dassies, welche im Schatten herumrennen. Die Falls sind beeindruckend und wir freuen uns schon darauf, diese bei besserem Licht und von anderen Perspektiven wieder zu besuchen. Leider scheint ein Aussichtspunkt beschädigt zu sein, sodass ein Teil des gut ausgebauten Weges nicht begehbar ist. Wir kehren um und nehmen noch ein Mittagessen zu uns. Es gibt Veggie Burger für Hannah und einen Chicken Wrap für mich. Beides schmeckt uns gut und wir besuchen noch kurz den Camp Shop. Dieser ist gut sortiert und man findet dort die wichtigsten Utensilien für einen Selbstversorgerurlaub, sowie einige hübsche Andenken. Danach suchen wir uns eine passende Campsite und schlagen unser Lager auf. Schon bald zieht es uns zu einem der beiden Pools - was für eine schöne Abkühlung! Wir können ausserdem noch beobachten, wie eine Manguste von mehreren Vögeln lauthals verfolgt wird, bis diese schliesslich weiterzieht. Den restlichen Teil des Nachmittags verbringen wir bei unserer Campsite und warten, bis es kühler wird, damit wir noch den Gorge Trail begehen können. Während wir gemütlich in Hängematte und Stühlen chillen, werden wir von einer grossen Pavian-Herde überrascht. Es scheint, als suchten sie die Campsite nach Beute ab. Auch ein kleines Pavian-Baby ist mit an Bord. Zum Glück genügen laute Rufe, um sie auf Abstand zu halten.
Um ca. 18.00 Uhr begeben wir uns auf den Gorge Trail. Dieser ist mit 2 km hin und zurück recht kurz und somit noch gut um diese Uhrzeit zu schaffen. Das Licht verzaubert die so schon spektakuläre Landschaft - hier ist es wirklich wunderschön! Auf dem Weg können wir recht nahe einige Klippspringer beobachten.
Trotz der späten Uhrzeit ist es aber immer noch sehr warm - zum Wandern fast zu heiss.
Zurück im Lager wird der Grill angemacht. Heute wollen wir ein feines Safran Risotto mit gebratenen Champignons machen. Dieses schmeckt dann auch gut und wir können satt und zufrieden ins Bett kriechen. Als wir schon bettfertig in unseren Schlafsäcken liegen, bemerken wir den Lichtkegel der Taschenlampe unseres Camp-Nachbarn ganz in unserer Nähe. Im Schein der Lampe ist tatsächlich ein Genet zu sehen, welcher neugierig durch das Camp spaziert. Wir vermuten aufgrund der Musterung, dass es sich um einen selten zu sehenden long-spotted Genet handelt. Wow!

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Süsse Klippschliefer

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Augrabies Falls

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Augrabies Falls

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Aussicht vom Gorge Trail mit Klippspringer

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Klippspringer am Rangeln

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Schnell zurück zum Camp 😄
Teil 520. Apr. 2024
Tag 7 / 16.01.2024 - Augrabies Falls Nationalpark ZA

Heute klingelt der Wecker bereits um 5.30 Uhr. Wir wollen in den Game Drive Bereich des Parks - in der Hoffnung, einige schöne Tiersichtungen zu geniessen. Zuerst trinken wir eine Tasse Kaffee und machen unser Fahrzeug abfahrbereit. Der ursprüngliche Plan, pünktlich zur Gate Öffnung um 6.00 Uhr ready zu sein, wird ziemlich bald verworfen. Wir müssen noch Luft aus unseren Reifen lassen und auch sonst vertrödeln wir einige Zeit. Hier haben wir für die späteren Safari Touren definitiv noch Optimierungspotenzial!
Um 7.15 Uhr kommen wir schliesslich auf die Piste und müssen nicht weit fahren, bis wir unsere erste Giraffe sehen! Für Hannah ist es die erste wilde Giraffe überhaupt und so beobachten wir das schöne Tier eine ganze Weile, was für ein Erlebnis! Nach ca. 15 Minuten können wir uns losreissen und fahren weiter in den Park hinein. Die Wasserdurchfahrten sind easy zu meistern und wir kommen gut voran. Auf dem Weg sehen wir, wie sich zwei Mangusten gegenseitig «jagen». Wir fahren eine Weile und geniessen die schöne Aussicht, bis sich plötzlich direkt vor uns eine weitere Giraffe genüsslich an den Bäumen und Sträuchern labt. Wir können das Tier aus kurzer Distanz eine Zeit lang beobachten, bis wir uns entscheiden weiterzuziehen. Nur kurze Zeit später halten wir schon wieder an und sehen eine Gruppe Eland Antilopen sowie zwei Kudu Männchen. Die beeindruckenden Antilopen entfernen sich nach einigen Minuten und so machen auch wir uns auf den noch vor uns liegenden Weg.
Wir können weiter einige Klippspringer, Springböcke, Oryx, weitere Giraffen und auch Strausse sehen bis wir schliesslich um kurz nach 10.00 Uhr den Pick-Nick Platz am anderen Ende des Loops erreichen. Hier vertreten wir uns kurz die Beine und gehen auf die gut nutzbare Toilette. Dabei läuft uns tatsächlich ein Skorpion oder - wie Hannah es zuerst nennt - eine «Albino-Spinne» über den Weg. Aus diesem Grund holen wir unser Frühstück anschliessend im Auto – und nicht auf dem dafür vorgesehenen Picknicktisch - nach. Bis jetzt sind wir schon sehr zufrieden mit unserer Ausbeute und auch die Landschaft des Parks gefällt uns mega.
Auf dem Rückweg übernimmt Hannah das Steuer, während ich auf dem Beifahrersitz Ausschau nach weiteren Tieren halte. Unsere Hoffnung, noch zusätzliche Sichtungen zu haben, sind nicht sehr gross, da es immer heisser wird und auch wir nicht mehr zu viel Zeit bis zum Camp verlieren wollen. Trotz der Hitze können wir noch einige Tiere sichten, dazu gehört auch eine grössere Gruppe von Zebras, welche uns aufmerksam beobachten. Wir fahren weiter und weiter und geniessen die nach wie vor wunderschöne, immer wieder bergige Landschaft.
Aus einiger Entfernung können wir 3 Giraffen bei einem Wasserloch ausmachen - eine vierte ist in dieselbe Richtung unterwegs. Wir fahren den kurzen Weg zum «Waterhole» und können den 4 Tieren entspannt beim Trinken zusehen. Ein einzelner Springbock wartet geduldig daneben, bis er an der Reihe ist und sich erfrischen darf. Nach einigen Minuten lassen wir die Tiere in Ruhe und fahren weiter in Richtung Camp, welches wir um etwa 12.30 erreichen. Wir können unser Fahrzeug wieder an denselben Platz wie gestern stellen und gönnen uns erst mal ein kaltes, erfrischendes Bier!
Später wollen wir bei Bushlore aufgrund einiger «Mängel» an unserem Auto anrufen. Wir haben einen kleinen Steinschlag in der Windschutzscheibe und der hintere, linke Reifen verliert langsam, aber stetig Luft. Für einige mag dies kein Grund sein, direkt beim Vermieter anzurufen, wir sind als Camping Anfänger hier lieber etwas vorsichtiger. Das Gespräch gibt Klarheit und so entscheiden wir uns, nach unserem Impftermin in Upington eine Garage aufzusuchen, welche den Reifen und evtl. auch die Windschutzscheibe checken kann.
Den Rest des Nachmittags entspannen wir auf unserer Campsite in der Hängematte sowie am Pool und geniessen es total, hier sein zu dürfen. Wir bereiten unser Grill-Abendessen schon etwas früher vor und als wir um 19.00 Uhr fertig gegessen haben, entscheiden wir uns, noch einmal kurz zu den Falls zu gehen. 19.00 Uhr ist wohl schon etwas spät, denn die Fälle sind nun nicht mehr in der Sonne. Also versuchen wir es morgen nochmal - einfach etwas früher. Nach einem Amarulla-Absacker kriechen wir in unser Dachzelt und schlafen bei windigen Bedingungen ein.

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Erste Giraffe auf unserer Tour <3

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Beim durchgehen der Bilder ist mir nochmals klar geworden, wie wunderschön die Landschaft hier war 😊

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Elenantilopen vor schöner Kulisse

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Bergzebras

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Trinkende Giraffen sind immer sehenswert

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Hammerkopf? (Wir sind absolute Vogel Neulinge, daher sind einige Bestimmungen bestimmt falsch. Wir bitten um Verzeihung und wenn ihr es besser wisst, dann sind wir um entsprechendes Feedback dankbar 🙂 )
Teil 623. Apr. 2024
Tag 8 / 17.01.2024 – Augrabies Falls Nationalpark ZA

Heute wollen wir den Dassie Trail am Morgen begehen. Wenn möglich möchten wir schon um 6.00 Uhr damit starten, um der Tageshitze zu entfliehen. Tja, leider habe ich gestern vergessen, den Wecker zu stellen und so wachen wir erst um 6.10 Uhr auf. Wir diskutieren noch kurz, ob wir trotzdem loslaufen sollen und entschliessen uns schliesslich, nach einer Tasse Kaffee doch noch aufzubrechen. Da wir vergessen hatten, unseren Trinkwasser-Vorrat aufzustocken, kochen wir noch etwas Wasser ab. Schliesslich möchten wir sicher genügend Wasser auf dem Trail dabeihaben. Das erste Frühstück gibt es auf dem Weg und besteht aus je einer Banane.
Der Anfang des Trails verläuft parallel zum Gorge Trail und wir kommen schnell voran. Die Temperaturen sind um diese Zeit angenehm, viel später als 7.00 Uhr würde ich aber nicht starten (natürlich je nach Jahreszeit). Der Trail ist sehr schön, es gibt immer wieder einige kleine Kletterpassagen zu bewältigen und Bäche zu überqueren. Wir sehen einige Klippschliefer und einzelne Paviane. Die Landschaft um uns herum ist sehr schön und wir sind glücklich, hier sein zu dürfen. Nach etwa zwei Stunden erreichen wir das Camp wieder und füllen im Shop unsere Trink-Wasservorräte auf. Zurück bei unserem Campingplatz gönnen wir uns ein zweites, ausgiebigeres Frühstück und waschen unsere dreckige Wäsche im Laundry Room des Campingplatzes.
Viel mehr werden wir heute nicht mehr machen, ausser dass wir um ca. 16.30 Uhr nochmals zu den Falls laufen und einige Fotos schiessen. Die Hitze um diese Zeit ist erdrückend und wir sind froh, als wir wieder zurück auf unserer Campsite sind. Wir benötigen beide eine kurze Pause. In der Zwischenzeit lodert das Feuer schon vor sich her. Heute gibt es vegetarische Fajitas, es schmeckt ausgezeichnet. Als wir uns nach Einbruch der Nacht auf den Weg zum Ablution Block machen, können wir nochmals den Genet sehen, diesmal schleicht er um die Entsorgungsstation herum. Glücklich und zufrieden schlafen wir heute ein.

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Los geht's!

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Der Trail bietet schöne Ausblicke auf die Landschaft im Park

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Die Fälle am Nachmittag

Tag 9 / 18.01.2024 – Rooipan Guesthouse ZA

Heute steht ein etwas anstrengenderer Tag auf dem Programm, da wir in Upington doch einige Punkte abhaken müssen. Der Wecker klingelt deshalb schon um halb 6, wir geniessen ein gemütliches Frühstück mit einer Tasse Kaffee. Um 7.15 Uhr rollen wir vom Campingplatz und steuern unser erstes Ziel in Upington an. Kurz vor Upington führt die Polizei noch eine grössere Kontrolle durch. Nach vorweisen der Papiere können wir aber schnell weiterfahren. Um kurz vor 9 erreichen wir die Apotheke und warten bis wir an der Reihe sind. Alles verläuft schnell und unkompliziert und nach ca. 45 Minuten haben wir beide unsere zweite Tollwut Impfung erhalten. Im selben Gebäude wie die Apotheke befindet sich ein Vodacom Store. Diesen besuchen wir ebenfalls und füllen unsere Voice Time auf. Wir sind bis jetzt sehr zufrieden mit dem zeitlichen Ablauf, vielleicht klappt es ja doch noch, schon heute in den Kgalagadi Transfrontier Park zu fahren. Unser nächster Stopp ist dann bei Fix It, um den linken Hinterreifen überprüfen zu lassen. Wir werden sehr freundlich empfangen und der Reifen wird schnell untersucht. Im Warteraum wird uns noch eine Tasse Kaffee offeriert und nach 30 Minuten rollen wir schon wieder vom Hof. Das war wirklich ein Top Service! Zur Vollständigkeit: Der Reifen hatte einen Nagel und verlor deswegen langsam, aber stetig immer etwas Luft. Das Loch wurde geflickt und der Reifen ist wieder voll funktionsfähig. Als nächstes geht es zu PG Glass, denn wir würden gerne noch unseren Steinschlag in der Scheibe kontrollieren lassen. Auch hier werden wir sofort bedient und der Schaden behoben. Wir hätten niemals gedacht, diese Punkte so zügig abhaken zu können und so gehen wir zufrieden zur Kalahari Mall. Wir essen wieder im «Panarottis» unser Mittagessen. Auch diesmal schmeckt das Essen gut und wir können danach den Einkauf gestärkt in Angriff nehmen. Wir benötigen einiges an Gemüse, Pasta, Holzkohle und auch etwas Fleisch für die Tage im Park.
Als wir mit dem Einkauf fertig sind, machen wir uns auf den Weg. Wir sind mittlerweile beide etwas erschlagen und so entschliessen wir schon bei der Abfahrt, heute nicht mehr bis zum Park zu fahren, sondern eine Zwischennacht im Rooipan Guesthouse einzulegen.
Dies stellt sich als eine sehr gute Entscheidung heraus. Wir werden von «Lizi» und ihren Haustieren sehr herzlich empfangen und bekommen gleich zu Beginn einen sehr leckeren, eisgekühlten Drink serviert. Anschliessend wird uns unser Cottage für die Nacht gezeigt. Endlich einmal wieder ein richtiges Bett! Nach einer Abkühlung im Pool essen wir eine Kleinigkeit. Kochen möchten wir heute nicht mehr. Als wir uns schon in unsere Wohnung zurückziehen möchten, klingelt es an der Tür. Lizi steht mit einem «kleinen Snack» davor. Sie streckt uns den reichlich gefüllten Teller entgegen und verabschiedet sich. Wir können es kaum fassen und essen einen Teil des Snacks auf. Den Rest behalten wir für das Frühstück am nächsten Tag auf. Dankbar und müde fallen wir in das bequeme, grosse Bett und lassen den Venti direkt daneben laufen.

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Veranda vor unserem Zimmer

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Die "kleine" Platte, welche auch noch fürs Frühstück gereicht hat 😁
Teil 725. Apr. 2024
Tag 10 / 19.01.24 – Twee Rivieren Rest Camp im Kgalagadi Transfrontier Park ZA

Gemütlich starten wir mit dem Rest des «kleinen Snacks» und einem Kaffee in den Tag. Anschliessend beladen wir unser Auto und werden von Lizi samt ihrem Mann Barri mit lieben Worten verabschiedet. Wir machen uns nun gespannt und vorfreudig auf den Weg zum Kgalagadi Transfronier Park. Auf dem Weg kommen wir an vielen Strassenständen mit Knochen- und Holzkunstwerken vorbei. Ob wohl genügend Kundschaft anhält, um etwas davon zu kaufen? Am Gate des Parks angekommen, werden wir von netten Park-Mitarbeiterinnen beraten. Wir füllen das offizielle Park-Formular sowie ein spezielles Permit für Game Drives aus. Diese müssen immer zum Gate zurückgebracht werden, wenn man den Park abends bis spätestens 19.30 Uhr verlassen hat. Auch soll man jeweils ankündigen, in welche Richtung man fährt. So könnte allenfalls nach einem gesucht werden, falls man nicht rechtzeitig zur Gate-Schliessung zurück ist. Um die Einreise in Namibia vorzubereiten, müssen wir nach Bezahlung unseres Campingplatzes zur südafrikanischen Grenzkontrolle gehen. Wir werden von einem mürrischen Grenzbeamten bedient. Auch zum Schalter der südafrikanischen Polizei müssen wir im Anschluss noch gehen. Insgesamt benötigen wir ca. 45 Minuten für die gesamte Prozedur.
Als alles erledigt ist, suchen wir uns eine passende Campsite aus und gönnen uns eine kleine Abkühlung im Pool. Auch den Shop kundschaften wir aus. Hier gibt es neben vielen verschiedenen Souvenirs auch wieder eine ausreichende Auswahl an Lebensmitteln.
Am Himmel sieht man den von Barri vorhergesagten Regen in Form von immer grösser und dunkler werdenden Wolken. Wir entscheiden deshalb, unseren ersten Game Drive im KTP bereits gegen 15 Uhr zu beginnen. Und wir werden mit der Sichtung von vielen Straussen, Oryx, Springböcken, Streifenhörnchen, Schabracken-Schakalen, Schildkröten, Gnus und drei männlichen Löwen belohnt. Viele Arten führen Jungtiere mit sich und die Landschaft ist aufgrund der Regenzeit ziemlich grün.
Um auf den schönen ersten Drive anzustossen, öffnen wir zurück im Camp eine Flasche «Fat Bastard». Dazu gibt es Rump-Spiesse und Reis. Was für ein toller Start im KTP!

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Männlicher Strauss

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Wie heissed die etzt uf dütsch? 😄 Es sind Kuhantilopen 🙂

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Sekretäre

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Springbok mit Jungtier 😊

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Auch die Gnus waren fleissig

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Lannerfalke

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Raubadler mit hellem Kleid

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2 der 3 Löwen, die wir auf unserem ersten Drive sahen 🙂

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Gute Nacht!
Teil 830. Apr. 2024
Tag 11 / 20.01.24 – Twee Rivieren Rest Camp im Kgalagadi Transfrontier Park ZA

Bereits um 04.50 Uhr klingelt unser Wecker, damit wir den heutigen Drive zur Öffnung des Gates starten können. Nach einem obligatorischen Kaffee und dem Abbau unseres Schlafplatzes, machen wir uns auf den Weg und schaffen es tatsächlich, um 05.40 Uhr durch das Tor zu fahren.
Kurze Zeit später sehen wir zwei Autos vor uns stehen, welche etwas zu beobachten scheinen. Zuerst gehen wir davon aus, dass sie es auf den Adler auf dem Baum abgesehen haben müssen. Als wir beim Fahrer des ersten Autos nachfragen, werden wir aber auf den männlichen Löwen hingewiesen. Dieser liegt gemütlich unter einem Busch und geniesst träge die goldene Stunde. Leider befindet er sich für unsere Kameras etwas zu weit weg von der Strasse, weshalb wir nach ein paar Minuten beschliessen, weiterzufahren. Auf der weiteren Fahrt sehen wir viele Schakale, Springböcke, ein Steinböckchen-Paar, einen weiteren Adler und einige Riesentrappen. Auf dem Picknick-Platz, welcher sich auf einer Anhöhe neben dem Auob-Tal befindet, gönnen wir uns ein Müsli-Frühstück mit erfrischendem Orangensaft. Auch das Museum, welches von früheren Farmern in dieser Gegend erzählt, schauen wir uns kurz an. Auf der Rückfahrt zum Camp gibt es, abgesehen von einer toten Giraffe, nur wenig zu sehen. Da wir beide müde sind, beschliessen wir, zum Campingplatz zurückzufahren, uns auszuruhen und im Restaurant zu essen. Das Essen schmeckt gut und stärkt uns für den nächsten Drive. Nach dem Essen suchen wir den Pool auf und spielen anschliessend eine Runde Brändi Dog. Hannah kann diese umkämpfte Partie für sich entscheiden und führt in der Gesamtwertung 2:1.
Den Abenddrive starten wir um ca. 17.00 Uhr. Wir wollen bis zum Kij Kij Wasserloch hin und zurück fahren. Unterwegs sehen wir Straussenbabys mit ihrem Vater, von der Mutter fehlt jedoch jede Spur… Der weitere Weg bis Kij Kij verläuft sehr ruhig. Als wir beim Wasserloch ankommen, sehen wir jedoch schon von weitem zwei Autos am Ende der Verbindungsstrasse nach Auchterlonie stehen. Gespannt fahren wir ebenfalls dorthin und können drei Löwen Weibchen in den Dünen bestaunen! Welch schöner Anblick in der Abendsonne . Glücklich und zufrieden mit dieser Sichtung hängen wir uns an die andren beiden Fahrzeuge an, welche ebenfalls in Richtung Twee Rivieren unterwegs sind. Auf dem Rückweg sehen wir ein einzelnes Erdmännchen und einen jungen Schmarotzermilan?. Um ca. 19.10 Uhr sind wir zurück im Camp und bereiten unser Abendessen vor. Heute gibt es vegetarisches Thai Curry unter dunklen Wolken. Zum Glück hält das Wetter, bis wir mit dem Kochen fertig sind und auch danach fallen nur wenige Tropfen. Wir können also in Ruhe einschlafen.

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Als Löwe lässt es sich ruhig in den Tag starten

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Oryxe vor prächtiger Kulisse

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Schakal in der Morgensonne bei der Morgentoilette 😗

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Steinböckchen Paar

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Chicks mit Papa, wo wohl die Mutter ist?

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Löwenfrau tigert durch die Dünen...

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Nicht sicher, junger Schmarotzermilan?

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Stets auf der Hut
Teil 901. Mai 2024
Tag 12 / 21.01.24 – Nossob Rest Camp im Kgalagadi Transfrontier Park ZA

Heute verabschieden wir uns vom Twee Rivieren Rest Camp. Uns hat es hier ziemlich gut gefallen und als Einstieg in den Park ist dieses Camp sicher empfehlenswert. Wir haben auf unserem Drive am Vortag gesehen, dass in der Nähe von Twee Rivieren an einem neuen Rest Camp gearbeitet wird (Auob-Tal Seite). In der Hochsaison ist es sicher sehr voll in Twee Rivieren, so macht es bestimmt Sinn, ein weiteres Camp im Süden vom Park zu errichten.
Wir haben keinen Wecker gestellt, deshalb schlafen wir heute aus (bedeutet wach um ca. 7.00 Uhr). Der Tag startet mit einer schlechten Nachricht von zuhause und deswegen ist die Stimmung heute ziemlich bedrückt. Wir versuchen trotzdem das Beste daraus zu machen und hoffen, dass wir auf unserem Weg nach Nossob einige tolle Sichtungen haben werden. Um etwa 9.00 Uhr machen wir uns auf den Weg und sehen beim Wasserloch Samevloeiing mehrere Erdmännchen direkt neben der Strasse! Wir beobachten die Tiere einige Minuten und fahren dann weiter. Nicht lange und wir kommen bei einer Gruppe von 3 Autos an. Langsam nähern wir uns den Fahrzeugen und sehen, dass die 3 Löwenmännchen, welche wir bereits am ersten Tag sehen konnten, direkt neben der Strasse im Schatten eines Baumes faulenzen. Wir stellen uns dazu und beobachten die Tiere beim Nichtstun. Das ist natürlich ein ausgesprochen toller Start und wir hoffen, dass es auf unserem Weg so weiter geht. Gemütlich fahren wir weiter bis zum Picknickplatz Melkvlei und ich übernehme bis zum nächsten Rastplatz das Steuer. Wir fahren weiter und merken, wie das Thermometer immer weiter steigt. Nach einigen Kilometern und nach dem Wasserloch Gunong, kommt uns ein Fahrzeug entgegen und bedeutet uns anzuhalten. Die nette Frau berichtet uns von 4 Geparden, die gleich ums Eck unter einem grossen Baum liegen. Wir sind natürlich sehr gespannt und fahren voller Vorfreude weiter. Nach einigen Metern sehen wir ein weiteres Fahrzeug stehen und der Mann hinter dem Steuer scheint sehr aufgeregt zu sein. Er berichtet uns davon, dass die 4 Geparden kurz zuvor zur (erfolglosen) Jagd auf Strausse angesetzt hatten und sich nun unter einem Baum etwas weiter weg ausruhen. Tatsächlich können wir die Tiere in einiger Entfernung unter besagtem Baum ausmachen. Obwohl die Geparde nun ziemlich weit weg sind, sind wir sehr happy über diese Sichtung. Die Fotos taugen leider nur als Beweisfotos, aber immerhin.
Nach einigen Minuten entschliessen wir uns, weiterzufahren. Die weitere Fahrt verläuft ziemlich ereignislos und die Strecke zieht sich etwas. Wir sind froh, als wir endlich den Picknickplatz Dikbaardskolk erreichen. Wir wechseln noch einmal das Steuer und Hannah übernimmt für die restlichen Kilometer nach Nossob. Wir versuchen, auch den letzten Teil der Fahrt einigermassen zu genissen, sind aber sehr froh, als wir dann endlich das Rest Camp erreichen. Die Fahrt bis hierhin verlief ohne nennenswerte Ereignisse. Bei der Rezeption werden wir freundlich empfangen, wir geben unser Permit für heute ab und suchen uns eine schöne Campsite aus. Nach einigem Tüfteln bezüglich der besten Parkposition, stellen wir das Auto ab und chillen fürs Erste. Da wir heute nicht mehr rausfahren, gibt es etwas früher Abendessen. Wir schmeissen den Grill an und es gibt Pouletbrust und Borewoers mit Pilzen und Knoblauchbrot. Alles schmeckt ausgezeichnet! Heute geht es früh ins Bett, denn morgen klingelt der Wecker bereits wieder um 5.00 Uhr, damit wir pünktlich zur Gate-Öffnung loskönnen.

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Erdmännchen beim graben

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Klar ersichtlich, 4 Geparden 😛
Teil 1001. Mai 2024
Tag 13 / 22.01.2024 – Nossob Rest Camp im Kgalagadi Transfrontier Park ZA

Wir haben beide gut geschlafen, sind aber trotzdem noch nicht allzu wach, als uns der Ton des Weckers aus dem Schlaf holt. Wie immer machen wir uns zuerst eine Tasse Kaffee, holen unsere Permit für heute ab und um 5.40 Uhr sind wir auch schon unterwegs! Der heutige Game Drive führt uns zum Lijersdraai Picknickplatz und von dort wieder zurück nach Nossob. Zuerst einmal fahre ich durch das falsche Gate. Als wir hindurchgefahren sind, entschliessen wir uns, noch das Rooikop Wasserloch abzuchecken und dann zurück durch das North Gate in die richtige Richtung zu fahren. Das Rooikop Wasserloch stellt sich leider als verwaist heraus und so kehren wir um und fahren dann Richtung Lijersdraai. Nach einer halben Stunde sehen wir einen Wagen am Seitenrand stehen und bemerken dann ebenfalls das Löwenmännchen, das in einiger Entfernung auf dem Boden liegt (in unmittelbarer Nähe zu einer Herde Gnus). Schon wieder eine Katze! Bis jetzt durften wir auf jedem Game Drive im Park Löwen bestaunen. Wir machen einige Fotos und ziehen nach ein paar Minuten weiter - in der Hoffnung, dass der Rest des Drives so weitergeht. Nun, um es kurz zu machen: Tut er nicht. Der weitere Verlauf ist sehr Wild arm. Am Picknickplatz angelangt gibt es zum Frühstück Toast und ein Glas Orangensaft. So können wir gestärkt den Rückweg in Angriff nehmen. Leider verläuft auch dieser ohne nennenswerte Sichtungen. Erst beim Kwang Wasserloch können wir eine Herde Gnus ausmachen und es ist spannend zu beobachten, wie die Rangordnung der Tiere beim Trinken zu sein scheint. Nach etwa 15 Minuten fahren wir weiter und halten dann nochmals beim Cubitje Quap Wasserloch. Hier sitzt ein mächtiger Gaukler in aller Ruhe neben dem Wasser. Wir können einige Fotos von dem Tier machen und sind froh, zum Abschluss noch eine solche Sichtung gehabt zu haben.
Als wir im Camp ankommen, schnappen wir uns erstmal unsere Badesachen und gehen in Richtung Pool, welcher eine super Abkühlung bei dem sehr heissen Wetter bietet! Danach kaufen wir uns noch einige Kleinigkeiten im Shop und essen ein spätes Mittagessen. Es gibt Rahmgeschnetzeltes mit Reis. Das Essen schmeckt gut und der Rest vom Nachmittag wird in der Hängematte oder im Pool verbracht. Um ca. 17.00 Uhr machen wir uns nochmals ready für einen kurzen Game Drive. Wir haben uns entschieden, heute Abend das Marie se Gat Wasserloch aufzusuchen und dort zu warten, bis sich ein Tier blicken lässt. Wir sind die ersten am Wasserloch und suchen uns eine schattige Position aus. Wir warten, und warten, und warten… Immerhin mit einem gekühlten Savanna Lemon in der Hand (ohne Alkohol versteht sich).
Nach etwa einer Stunde zeigt sich dann ein Schakal und wir können einige Fotos von ihm schiessen. Leider ist dies die einzige Sichtung und so brechen wir um kurz vor 19.00 Uhr in Richtung Rest Camp auf. Aufgrund des späten Mittagessens haben wir gar keinen Hunger mehr und beschliessen den Abend mit einem Glas Amarula – cheers!

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Gnus mit Löwe

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Singhabicht

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Hübsch 😊

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Da braut sich was zusammen...

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Teil 1106. Mai 2024
Tag 14 / 23.01.2024 - Nossob Rest Camp im Kgalagadi Transfrontier Park ZA

Als wir heute um 06.20 Uhr durch das Gate in Richtung «Marie se Gat» fahren, ist uns noch nicht bewusst, dass wir sehr bald ein bisheriges Highlight erleben werden. In unmittelbarer Nähe des Nossob Rest Camps – gleich auf der anderen Seite des «Rooiput» Wasserlochs – entdecken wir zunächst drei Löwinnen im Sand. Mit der Zeit bemerken wir, dass es sich um vier Löwinnen handelt. Eine von ihnen scheint noch sehr jung zu sein. Sie versucht nämlich, Vögel im Flug zu fangen. Tatsächlich kommt kurze Zeit später eine fünfte Löwin hinzu. Zunächst scheinen sie sich auszuruhen und gemütlich in der noch nicht allzu heissen Sonne zu liegen. Plötzlich hebt eine der Löwinnen den Kopf und läuft zielstrebig in eine Richtung. Der Rest des Rudels schliesst sich an und begibt sich in Jagdformation. Zunächst ist uns nicht bewusst, was die Löwinnen erspäht haben. Aber dann entdecken wir das Ziel der Jagd: eine Schabrackenhyäne bzw. eine brown Hyena nähert sich nichtsahnend. Als sie die erste Löwin schliesslich entdeckt, ist es zu spät… Sie versucht zu fliehen, wird aber in wenigen Sekunden von den fünf Weibchen niedergestreckt.
Wir können unser Glück kaum fassen: tatsächlich haben wir gerade unseren ersten Kill in freier Wildbahn beobachtet und konnten sogar einige passable Beweisfotos schiessen. WOW!
Wir bleiben noch eine ganze Weile sitzen, von Glück und Unglauben überwältigt. Mit einem älteren Herrn, welcher dank uns ebenfalls Zeuge dieses Spektakels wurde, fahren wir die Strecke bis zum Picknickplatz Dikbaardskolk mehr oder weniger gemeinsam. Wir entdecken einen Wahlberg-Adler (?) auf einem Baum und mehrere Straussenpaare samt Babys.
Das gekochte Rührei samt Orangensaft wird uns für die mehr oder weniger wildfreie Rückfahrt stärken. Während des Essens erfahren wir von einem anderen Fahrer, dass die Strasse vom Nossob-Tal ins Auob-Tal aufgrund starker Regenfälle der letzten Nacht vielerorts weggewaschen sei. Dies kann uns die freundliche Dame der Nossob-Rezeption jedoch nicht bestätigen. Wir buchen daher eine Nacht im «Bitterpan» Wildcamp und gleich anschliessend 2 Nächte im Mata Mata Rest Camp.
Nach der obligatorischen Pool-Abkühlung und einem leckeren, aber späten Pasta-Mittagessen geht es zum wiederholten Abenddrive ans «Marie se Gat» Wasserloch. Auf unserem Rückweg zum Camp sehen wir auf einer Astgabelung, welche sich gleich neben der Strasse befindet, zwei Fleckenuhus im Baum.
Wow! Was für ein wunderbarer, toller Tag

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Die Katzen sind noch entspannt

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Etwas hat die Aufmerksamkeit der Löwinnen erregt

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Als die Hyäne die Löwin bemerkt, ist es auch schon zu spät...Übrigens haben wir uns unglaublich über die Brown Hyena gefreut, leider nur für etwa 10 Sekunden 😉

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Die Jagd ist eröffnet (und kurze Zeit später auch beendet)

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Mutmasslicher Wahlbergadler

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Wir tippen auf Fleckenuhus 😁 Definitiv zwei Fleckenuhus

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Vielleicht ein junger Gaukler?
Teil 1206. Mai 2024
Tag 15 / 24.01.2024 – Bitterpan Wilderness Camp im Kgalagadi Transfrontier Park ZA

Heute schlafen wir etwas länger. Das Tor in Nossob, von welchem aus man auf den Track zum Bitterpan Wilderness Camp gelangt, öffnet erst ab 9.00 Uhr. Wir haben also absolut keinen Stress, machen uns ein leckeres Frühstück und wollen dann langsam aufbrechen. Leider meint es der Wind heute Morgen nicht so gut mit uns und wir werden während dem Essen mit Sand bestrahlt. Nach dem Essen machen wir unseren Landcruiser abfahrbereit und gehen dann zur Rezeption. Zuerst checken wir noch das Seighting Board: Tüpfelhyäne und Gepard beim Marie se Gat Wasserloch und einen Karakal beim Nossob Wasserloch. Früh aufstehen hätte sich heute also durchaus lohnen können, wir sind jedoch nicht enttäuscht über die verpassten Sichtungen und freuen uns auf unseren nächsten Stopp.
Um ca. 9.20 Uhr stehen wir beim Gate und ein Park Mitarbeiter öffnet uns das Tor. Die Freude auf das Camp wird zu Beginn aufgrund der schlechten Piste etwas auf die Probe gestellt. Nach einigen Minuten haben wir uns aber eingegrooved und können die restliche Fahrt auch geniessen. Sichtungstechnisch verläuft die Fahrt ruhig, lediglich einige Steinböckchen können wir sichten. So kommen wir aber zügig voran und nach etwas mehr als 2 Stunden erreichen wir unser heutiges Ziel. Wir können unser Zelt (Nummer 3) auch sofort beziehen, nehmen noch einige Lebensmittel mit und machen es uns dann auf der Terrasse mit Sicht auf Wasserloch und Pan bequem. Die Unterkunft gefällt uns gut, alles ist sauber und auch das WC macht einen guten Eindruck. Jedoch ist es ab dem frühen Nachmittag fast unmöglich auf der Terrasse Zeit zu verbringen, zu heiss wird es und so verziehen wir uns auf die andere Seite, wo ein angenehmer Wind weht und der Schatten Schutz spendet. Wir werden heute nicht mehr aktiv, vertreiben die Zeit mit lesen und trinken ein kühles Savanna, welch ein Genuss! Später werden wir dann noch vegetarische Fajitas kochen und den Tag mit Rotwein beschliessen. Leider zeigt sich kein Tier mehr am Wasserloch und so verziehen wir uns nach 9.00 Uhr schon in unser Zelt und gehen schlafen.

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Auf in Richtung Bitterpan!

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Es folgen einige Bilder der Unterkunft

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Der Blick über die Pan ist wunderschön

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Alles ist sauber und gepflegt

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Jedes Zelt hat Zugang zu einem eigenen "Bad"
Teil 1306. Mai 2024
Tag 16 / 25.01.2024 – Mata Mata Rest Camp im Kgalagadi Transfrontier Park ZA

Wir schlafen beide gut. Der Wecker klingelt schon um 5.30 Uhr, da wir noch gerne die Morgenstimmung am Wasserloch geniessen wollen. Als wir unseren Kaffee vorbereiten wollen, macht uns unser Camp Nachbar auf eine Schabrackenhyäne aufmerksam, welche in Richtung Camp läuft. Da wir unsere Kameras nicht zur Hand haben, entstehen einige wackelige Handybilder als Beweisfotos. Später zeigt sich auch ein Schakal, welcher zuerst genau die Umgebung abcheckt, bevor er einige Schlucke Wasser aufnimmt. Als nächstes können wir am anderen Ende der Pan eine grössere Gruppe Red Hartebeest sehen, welche sich in unsere Richtung bewegt. Wir warten gespannt, bis die Tiere sich dem Wasserloch nähern, allerdings gehen sie nicht direkt zum Wasserloch, sondern sondieren äusserst sorgfältig die Umgebung. Sie scheinen sich nicht sehr sicher zu sein, immer wieder kommen sie dem Wasser näher, entfernen sich dann jedoch wieder. Erst nach ca. 30 Minuten ringt sich ein erstes Tier zum Trinken durch und dann tun es ihm seine Kameraden gleich. Zufrieden wollen wir um 8.30 Uhr aufbrechen, holen unsere Permit beim Camp Wart ab und erfahren nebenbei, dass sich unter seinem Zelt eine Kap Kobra breit gemacht hat. Na, da sind wir froh, hat sich das Tier sein Zelt und nicht unseres als Unterschlupf ausgesucht. Wir nehmen den Weg zum Morevet Wasserloch und erreichen dies schon nach einer guten halben Stunde. Dann geht es weiter in Richtung Auob Flussbett, um beim Kamqua Picknickplatz unser Frühstück einzunehmen. Es gibt Toast und Choco Pops, mhmmm… Nach etwa 45 Minuten brechen wir auf, um unser heutiges Tagesziel zu erreichen: das Mata Mata Rest Camp. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit rechnen wir nicht mehr mit vielen Tieren, nehmen uns aber dennoch vor, jeden Loop zu den einzelnen Wasserlöchern abzufahren. Beim 13. Wasserloch kommt uns ein älteres Paar entgegen und berichtet uns davon, dass beim 14. Wasserloch ein Gepard sei und sie das Tier längere Zeit hätten beobachten können. Dankbar für den Tipp, machen wir uns also zügig auf den Weg und tatsächlich, als wir beim Wasserloch ankommen, können wir das schöne Tier noch einige Minuten in der Sonne beobachten, bevor es sich in den Schatten unter einen Baum zurückzieht. Da hatten wir wirklich Glück, denn ohne den Tipp wären wir bestimmt nicht so schnell zum nächsten Wasserloch gefahren und hätten das schöne Tier dann nicht mehr in der Sonne gesehen. Nachdem wir den Gepard einige Minuten beobachtet haben, fahren wir entspannt weiter in Richtung Mata Mata. Vor uns fährt ein weiteres Fahrzeug in gemächlichem Tempo und wir entschliessen uns, diesem entspannt hinterher zu tuckern. Zwischen den Wasserlöchern Craig Lockhardt und Sitzas sehen wir dann ein einzelnes Auto neben einem Baum stehen. Als wir uns dem Auto nähern, sehen wir ein geflecktes Tier unter dem Baum, ein weiterer Gepard! Das Tier liegt direkt neben der Strasse, leider haben wir nicht die allerbeste Sicht aus unserer Position. Da sich das Fahrzeug vor uns auch nach 15 Minuten nicht bewegt, entschliessen wir uns langsam vorbeizufahren, dabei einige schnelle Fotos zu machen und dann unseren Weg fortzusetzen. Um ca. 13.30 Uhr erreichen wir schliesslich Mata Mata. Kurz vor dem Gate, können wir Giraffen mit einem Jungtier aus nächster Nähe bestaunen! Wir sind wirklich begeistert, von den Sichtungen, die wir auf dem Weg hatten.
Im Camp angekommen melden wir uns bei der Rezeption und suchen uns dann einen schönen Platz aus. Wir entschliessen uns, heute nicht mehr rauszufahren, sondern den Nachmittag und Abend gemütlich bei unserem Platz und im schönen Pool zu verbringen. Ebenfalls erkunden wir den Hide, welcher gut besucht ist. In der Nähe sei das Territorium zweier Löwenmännchen und diese kämen immer mal wieder zum Wasserloch, um ihren Durst zu löschen. Tatsächlich können wir die Löwen durch unsere Ferngläser erblicken und entschliessen uns, später noch einmal vorbeizukommen. Ebenfalls erhalten wir von den anwesenden Gästen zahlreiche Tipps für unsere weitere Reise. Dankbar nehmen wir diese von den vielen Locals um uns herum an und gehen zurück zur Campsite. Als eine grosse Gruppe Red Hartebeest in Richtung Wasserloch geht, herrscht auf dem Campingplatz plötzlich reger Betrieb und es zieht fast alle Camper in den Hide. Dabei entstehen einige witzige Bilder, wie die Tiere beim Wasserloch trinken. Die Löwen zeigen sich davon aber unbeeindruckt und chillen weiterhin unter ihrem Baum. Also doch keine Action heute und nach einigen Minuten leert sicher der Hide wieder.
Zurück bei unserem Platz wollen wir langsam das Abendessen vorzubereiten. Das Schöne, wenn man auf den Abenddrive verzichtet, ist ja, dass man sich alle Zeit der Welt nehmen kann, um das Abendessen vorzubereiten. Ich will gleich den Grill anschmeissen, da kommt abermals Hektik auf der Campsite auf! Die Löwen machen sich auf den Weg zum Wasserloch heisst es, also erst mal nix mit Grill anschmeissen, sondern Kamera umhängen und los zum Hide. In Mata Mata gibt es zwei Wasserlöcher, eines liegt direkt vor dem Hide und ist vom Campingplatz aus gut sichtbar, das Andere liegt für die River Chalets besser und dort trinken die beiden Kerle auch. Wir können einige, für die Distanz passable Fotos schiessen und die Tiere lange beobachten, bis Sie ihren Durst gelöscht haben. Zufrieden gehen wir retour und machen nun wirklich Abendessen. Es gibt Käsewurst und Steak mit im Shop bestellten «Roosterkoek» und Grill-Tomaten. Alles schmeckt ausgezeichnet und so fallen wir schon kurze Zeit später in unser Bett und schlafen ein, was für ein schöner Tag!

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Unser 1. Gepard 😊

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Schnell weiter unter einen Baum

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Kurze Zeit später sehen wir auch schon unseren 2. Geparden

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Um Mata Mata hat es einige Giraffen

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Einige gönnen sich einen Drink, andere schauen in die Röhre

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Die zwei Löwenkater nach ihrem Schlummertrunk
Teil 1414. Mai 2024
Tag 17 / 26.01.2024 – Mata Mata Rest Camp im Kgalagadi Transfrontier Park ZA

Heute heisst es früh aufstehen. Wir wollen zur Gate Öffnung in den Park und deshalb klingelt der Wecker schon um kurz vor 5. Wir machen uns eine Tasse Kaffee und fahren dann in Richtung Rezeption, um unser Permit abzuholen. Nun, heute scheint bei den Parkmitarbeitern der Wecker etwas später losgegangen zu sein, denn ausser vielen Autos ist sonst niemand bei der Rezeption. Eventuell haben sich die Mitarbeiter schon die Zeiten für den Februar eingestellt (Gate Öffnung 30 Minuten später). Um kurz vor 6 taucht dann ein SanParks Auto auf und nach und nach erhalten alle Gäste ihr Permit, so auch wir. Wir fahren langsam aus dem Gate und schon nach kurzer Zeit können wir eine grössere Gruppe Giraffen beobachten. Dabei ist auch wieder ein Jungtier, welches bei seiner Mutter trinkt 😊 . Auf den ersten Kilometern können wir einige weitere dieser schönen Tiere beobachten und so kommen wir nur langsam voran. Wir nähern uns langsam dem Sitzas Wasserloch und kurz davor bremst das Auto vor uns und fährt langsam zurück. Wir schauen uns um und sehen, dass zwei Löwendamen und ein Männchen die Dünen hinunterlaufen und beim Wasserloch einen Stopp einlegen. Wir suchen uns eine gute Position, stellen den Motor ab und können das Trio lange Zeit beobachten. Sie lassen sich viel Zeit beim Trinken und suchen sich dann einen schönen Platz, um sich erstmal hinzulegen. So startet man natürlich gerne in den Tag. Nach einigen Minuten fahren wir dann weiter. Auf dem weiteren Weg können wir einen Kapfuchs und beim Craig Lockhardt Wasserloch einen Schakal beobachten. Kurze Zeit später sehen wir dann tatsächlich noch einmal einen Gaukler in einiger Entfernung. Wir nehmen die einzelnen Loops zu den jeweiligen Wasserlöchern wieder mit, sehen beim Wasserloch Dalkeith eine tote Giraffe, beim 14. Wasserloch nichts und beim 13. Wasserloch zwei tote Elands, welche schon einen spannenden Geruch von sich geben. Ebenfalls erhalten wir beim 13. Wasserloch die Info, dass ganz in der Nähe ein Gepardenmännchen sei und nach seinem Bruder suche. Tatsächlich dauert es dann auch nicht lange und wir finden das Tier, welches nach wie vor (wahrscheinlich) suchende Laute von sich gibt. Das Tier läuft der Düne entlang und zusammen mit 3 anderen Autos können wir dem eleganten Tier ein gutes Stück folgen (in Richtung 14. Wasserloch). Nach einigen Minuten kreuzt es die Strasse, wir sehen noch wie das Männchen weiterläuft und entschliessen uns dann, umzukehren und in Richtung Kamqua Picknickplatz zu fahren, um dort unser Frühstück einzunehmen.
Beim Picknickplatz angelangt gibt es besagtes Essen. Die meisten Mitfahrenden sind wahrscheinlich schon wieder auf dem Weg retour, der Picknickplatz ist nämlich ziemlich leer. Nach einigen Minuten kommt dann ein anderes Fahrzeug an und fragt, was wir gesehen hätten. Wir teilen unsere Sichtungen mit und werden gefragt, ob wir nicht die Löwenmutter mit den 3 Jungtieren gesehen hätten!? Nö, diese haben wir leider nicht gesehen. Die junge Familie sei beim Wasserloch Dalkeith. Die Mutter hätte sich dort gestärkt und wenn wir Glück hätten, sei das Quartett eventuell noch dort, da die Cubs müde ausgesehen hätten. Wir machen uns nichts vor, bis Dalkeith sind es einige Kilometer und ob die Löwenmutter mit ihren Jungtieren sich noch dort sichtbar aufhalten würde, bis wir ankommen, ist doch eher unrealistisch. Nichts destotrotz entschliessen wir uns nach dem Frühstück, die Gegend gründlich abzusuchen. Wir fahren den Loop 2x, haben aber leider kein Glück. So geht es zurück Richtung Mata Mata, beim Sitzas Wasserloch sehen wir nochmals das Löwentrio von heute Morgen und fahren etwas später an hochhüpfenden, lustigen Springböcken vorbei. Als wir im Camp ankommen, ist es bereits kurz vor 13.00 Uhr.
Um uns auszuruhen und das Erlebte Revue passieren zu lassen, dösen wir in der Hängematte oder schreiben Tagebuch. Leider hat sich unser Wäschesack schon wieder deutlich gefüllt, weshalb der nächste Programmpunkt des Tages «Laundry» heisst. Da es keine Waschmaschine gibt, waschen wir den grossen Haufen dreckiger Wäsche im dafür vorgesehenen Waschbecken und hängen die nassen Kleider anschliessend auf den präparierten Wäscheleinen gleich neben dem Abolution Block auf. Dank der Sonne und der Hitze ist die Wäsche im Nu trocken.
Nach einer anschliessenden Abkühlung im Poolwasser, zeigen wir unseren Camp-Nachbarn auf deren Wunsch hin unseren Camper. Sie haben grosses Interesse an der Innenausstattung, da sie sich eventuell selbst ein solches Modell zutun möchten. Wir erhalten im Gegenzug viiiele Tipps für unsere weitere Reise und müssen das Gespräch abklemmen, damit wir das Löwenweibchen samt Jungtieren nochmals suchen können.
Gegen 17 Uhr fahren wir mit wach machender Cola aus dem Shop also nochmals auf einen etwas längeren Abenddrive. Trotz wachsamer Blicke und langsamer Fahrgeschwindigkeit, können wir die Löwin auch diesmal nicht entdecken. Wir sehen dafür das Gepardenmännchen, die drei Löwen am Sitzas-Wasserloch und viele Giraffen ein weiteres Mal. Ein Giraffen-Bulle steht direkt auf der Strasse und läuft uns sogar ein bisschen entgegen. Hannah kann aber rechtzeitig rückwärts ausweichen und ihm den nötigen Raum geben. Gemütlich zieht er weiter. Wow, sehr eindrücklich!
Zurück im Camp gibt es einen schnellen Znacht. Wir sind beide sehr müde und der Himmel wird immer dunkler. Bei Regenprasseln und Donnergrollen schlafen wir zufrieden und erschöpft ein.

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Teil 1514. Mai 2024
Tag 18 / 27.01.2024 – Quivertree Forest Rest Camp NAM

Das nervende Summen einer Mücke weckt uns an diesem Morgen. Wir bleiben dennoch bis ca. 7 Uhr liegen und dösen noch ein bisschen. Vor allem Hannah ist immer noch recht k.o., weshalb wir zunächst überlegen, einen Pausen-Tag in Mata Mata anzuhängen. Nach einem stärkenden Frühstück und einer erfrischenden Dusche fühlen wir uns dann aber doch fit genug, um die Reise über die Grenze nach Namibia zu wagen. Bei unserer Abfahrt können wir einen Waran beobachten, welcher durch das Camp schleicht.
Der Grenzübergang verläuft dank freundlicher Grenzbeamter reibungslos. Zunächst füllen wir beide jeweils das obligatorische Einreiseformular aus. Nachdem der Stempel in unsere Reisepässe gedrückt wurde, geht es weiter zur Verkehrsinstanz. Hier wird die Maut von ca. 300 NAD mit Karte bezahlt. Die Polizistin, welche vor dem Eingang sitzt, notiert sich ebenfalls unser Kennzeichen samt Reiseziel in ihrem Durchschlagblock. Auf geht’s – Namibia!
Auf Gravel-Pisten fahren wir Podcast hörend unsere ersten Kilometer durch Namibia. Die Landschaft ist zunächst sehr flach, braun und eher eintönig. Mit der Zeit tauchen aber am Horizont immer mehr Berge und vereinzelte Quivertree Bäume auf. Da der Empfang des eigentlich angesteuerten Mesosaurus Fossils Camp leider nicht besetzt war, fahren wir bis zum Quivertree Forest Camp weiter. Der Zeltplatz ist für eine Nacht in Ordnung und bietet einen schönen Ausblick auf die 200 Jahre alten Köcherbäume, welche hier in einer waldartigen Formation natürlich gewachsen sind und als nationales Denkmal gelten. Auch die vielen Klippschliefer scheinen sich hier sehr wohl zu fühlen.
Da der Himmel immer dunkler wird, ziehen wir uns in das Dachzelt unseres Campers zurück. Das Gewitter, welches kurze Zeit über uns hereinbricht, ist dann aber doch ziemlich furchteinflössend. Aus diesem Grund beschliessen wir, in die Fahrerkabine zu flüchten. Hier fühlen wir uns sicherer.
Nach ca. einer Stunde ist das Spektakel zum Glück vorbei und der Himmel wird wieder heller. Wir kochen Risotto auf dem Feuer der grossen Grillschale, legen ein paar Würste hinzu und stossen mit einem Glas Martini auf das Überleben des Gewitters an 😛 .
Als wir uns bettfertig machen wollen, entdecken wir auf dem Weg zum Waschhäuschen in der Dunkelheit zwei Stinktiere Striped Polecats. Sie buddeln in der Dunkelheit fleissig vor sich hin. Was für ein schöner Abschluss des ersten Tages in Namibia.

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Ein Waran schleicht über den Campingplatz

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Der Grenzübergang nach Namibia 🙂

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Die Köcherbäume bieten eine hübsche Kulisse
Teil 1614. Mai 2024
Tag 19 / 28.01.2024 – Canyon Roadhouse Camping NAM

Ausgeschlafen machen wir uns gegen 7 Uhr auf einen kleinen Spaziergang durch den eingezäunten Quivertree Forest. Wenn man ihn bei Nacht bestaunen möchte, muss man eine Extra-Gebühr bei der Rezeption des Camps bezahlen. Aber in der Morgensonne ist der «Wald» ebenfalls sehr beeindruckend, schön und für Übernachtungsgäste gratis.
Mit einem schnellen «Riegel-Frühstück» im Bauch fahren wir weiter nach Keetmanshoop, um unsere Vorräte aufzufüllen. Die Kühlschränke, welche sich gestern immer wieder abgeschaltet hatten, funktionieren zum Glück auch wieder und das Gasleck des Herdes haben wir mit einem Isolier-Tape geschlossen. So werden wir in Zukunft hoffentlich wieder ohne Angst vor möglichen Verbrennungen kochen können.
In Keetmanshoop erwartet uns ein grosser, sauberer und kühler Superspar. Wir können unsere Vorräte auffüllen und Namibische Dollar beim ATM, welcher sich direkt im Shop befindet, beziehen. Da Sonntag ist, müssen wir auf das Auffüllen der alkoholischen Vorräte sowie den Kauf einer namibischen SIM-Karte verzichten.
Die Begegnung mit einem nach Essen fragenden Mann vor dem Superspar geht Hannah sehr nahe. Wie geht man mit dieser Thematik am besten um? Gibt man etwas oder nicht? Auf unserer Fahrt in Richtung Fish River Canyon diskutieren wir noch eine Weile darüber und müssen wieder einmal feststellen, wie absolut privilegiert wir sind!
Die Rast im Canyon Farm Yard Café bringt uns auf andere Gedanken. Der sehr zu empfehlende Apfelkuchen («Appeltaart») mit Schlagsahne samt einem leckeren Kaffee wird uns von einer sehr herzlichen Dame serviert. Nebenan sitzt ein slowenisches Päärchen, mit welchem wir zusammen mit der Gastgeberin ins Gespräch kommen. Namibia hat mit 2.3 Einwohnern pro Quadratkilometer eine extrem niedrige Bevölkerungsdichte. Das fühle sich manchmal einsam an, weshalb man sich immer sehr über Gesprächspartner freue – so die Wirtin. Dieser Fakt wird bei der Fahrt durch das Land auch immer wieder deutlich. Vom slowenischen Paar erhalten wir zudem weitere Reisetipps – diesmal für Slowenien Nach einem Cookies-Einkauf im Café-Shop fahren wir zum Canyon Roadhouse weiter. Dabei fahren wir doch tatsächlich an zwei Fahrradfahrern vorbei, welche mit Satteltaschen durch die heisse Wüstengegend radeln. Und wir dachten schon, wir seien ein bisschen verrückt 😛 .
Im Canyon Roadhouse angekommen, beziehen wir unsere sehr grosszügige und saubere Campsite und kühlen uns im tatsächlich sehr kühlen Pool ab. Um uns herum wird hier hauptsächlich Deutsch gesprochen. Das Roadhouse besitzt ein sehr schönes, mit vielen Oldtimern und Nummernschildern dekoriertes, Restaurant. Aus diesem Grund beschliessen wir, heute einmal auf das Kochen oder Grillieren zu verzichten und im Garten des Restaurants zu essen. Sehr lecker! Dabei können wir ein Oryx beobachten, welches gemütlich durch den Garten spaziert und sich ebenfalls einen Blumenbeet-Znacht gönnt. In der Gegend wurden die einheimischen Tiere kürzlich wieder relokalisiert und laufen nun ohne Zäune frei herum
Etwas angeschwipst ziehen wir uns ins Dachzelt zurück. Morgen wird der Wecker beizeiten klingeln, damit wir eine Morgenwanderung machen können.

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Der Köcherbaumwald bei Tageslicht

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Canyon Farm Yard Café

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Facts of Namibia

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Das Canyon Roadhouse gehört zur Gondwana Kette

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Ein Oryx sagt Grüezi beim Abendessen
Teil 1718. Mai 2024
Tag 20 / 29.01.2024 – Canyon Roadhouse Camping NAM

In der Morgensonne machen wir uns auf die 2-stündige, kleine Wanderung. Mit Wasser, Sonnencreme und getrockneten Mango-Schnitzen im Gepäck laufen wir durch die karge, steinige Landschaft. Gesprayte weisse Fussabdrücke weisen uns den Weg. Zu Beginn ist der Hike sehr gut ausgeschildert. Mit der Zeit wird es etwas schwieriger, die nächsten Hinweise zu entdecken.Auf dem Rückweg können wir Mountain Zebras und Springböcke beobachten, welche die felsige Landschaft viel leichtfüssiger und eleganter durchqueren, als wir es tun 😛.
Zurück im Roadhouse gönnen wir uns das reichhaltige Frühstücksbuffet. Gestärkt geniessen wir den weiteren Tag am Pool und im Schatten. Gegen 16 Uhr fahren wir schliesslich zum Fish River Canyon. Durch das Hobas-Gate, bei welchem wir 350NAD Eintritt in bar bezahlen müssen, gelangen wir in den Ai-Ais Richtersfeld Transfrontier Nationalpark. Von dort aus sind es noch einmal ca. 10km mit dem Auto zu fahren. 3 verschiedene Lookouts besuchen wir, um uns den Canyon anzuschauen. Vor allem der sogenannte «Hike»-Lookout, von welchem aus man in der Wintersaison eine 5 Tages-Tour durch den Canyon starten könnte, gefällt uns gut. Die Strassen zwischen den Lookouts sind sehr steinig und können nur langsam befahren werden. Vorsichtshalber stellen wir deshalb auf 4x4 Antrieb um. Wir müssen dann auch feststellen, dass Morgensonne für das Fotografieren wohl etwas besser gewesen wäre.
Zurück beim Roadhouse beschliessen wir, das Restaurant ein weiteres Mal zu besuchen. Der Himmel sieht nämlich wieder sehr dunkel aus und es windet schon den ganzen Tag sehr stark. Es gibt eine gefüllte Kartoffel mit Spinat, Feta und Pilzen sowie ein gegrilltes Vegi-Sandwich mit Tomaten, Mozzarella und Pilzen. Sehr lecker!
Nach dem Essen nutzen wir die Wifi-Zone in der Lounge aus, um Finanzen zu regeln, E-Mails zu beantworten und mit unseren Eltern zu telefonieren. Der Wifi-Empfang hier ist wirklich super!
Auf dem Weg zurück zu unserem Camper James überquert ein Springbock direkt vor uns den Weg und ein Skorpion rennt durch den sandigen Boden davon. Die Türen unseres Campers bleiben also weiterhin geschlossen! Definitiv! Nicht wie bei vielen Einheimischen hier, die zum Schlafen Fenster und Türen gerne offenlassen. Gute, stürmische Nacht!

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Ausblick von unserem Campingplatz

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Karge, aber schöne Landschaft

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Vor der Reise habe ich mir noch notiert, dass man den Canyon besser am Morgen besucht. Stand auch so in unserem Reiseführer...

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Wir waren froh, hatten wir ein Auto mit guter Bodenfreiheit. Die Strassen zu den einzelnen Aussichtspunkten sind sehr holprig.
Teil 1818. Mai 2024
Tag 21 / 30.01.2024 Ai – Ais Hot Springs NAM

In der Nacht hatten wir tierischen Besuch auf unserer Campsite, wahrscheinlich von Oryxen, welche unseren Abfalleimer durchsucht haben. Heute steht uns eine kurze Etappe bevor, deshalb stellen wir auch keinen Wecker. Um ca. 7.45 Uhr werden wir langsam wach und kriechen aus dem Dachzelt raus. Es gibt ein einfaches, aber leckeres Frühstück. Wir lassen uns wirklich Zeit, da wir nur etwa 1 Stunde Fahrzeit vor uns haben. Nachdem wir das Zelt zusammengebaut haben, machen wir nochmals einen kurzen Stopp in der Wifi-Zone und brechen dann auf. Uns hat es im Canyon Roadhouse äusserst gut gefallen und wir können dieses Camp gut weiterempfehlen.
Die Fahrt nach Ai – Ais verläuft unspektakulär. Wir sehen einige Strausse, Springböcke und Klippspringer. Um etwa 11.30 Uhr kommen wir im NWR-Camp an und suchen uns einen schönen Platz aus. Von den Berghängen hallen laute Pavian Rufe, wir sind also gewarnt und verschliessen alles sicher in unserem James. Der ganze Komplex macht leider einen etwas heruntergekommenen Eindruck, schade! Denn grundsätzlich hätte dieser Ort mit heisser Quelle (ca. 65 Grad heisses Wasser) sicher Potenzial, um eine Oase in der kargen Landschaft zu sein. Wie dem auch sei, der Aussenpool ist ziemlich gross und sieht durchaus sauber aus. Wir beschliessen, für einige Stunden an den Pool zu ziehen, zu lesen und uns regelmässig im Wasser zu «erfrischen». Einige Paviane haben dieselbe Idee, naja bis auf den Punkt mit dem Lesen. Wir können drei Tiere beobachten, wie sie zuerst trinken und dann ins Wasser springen 😄. Die Tiere scheinen grossen Spass zu haben!
Nach und nach kommen mehr Touristen ins Camp und an den Pool, kein Wunder bei dieser Hitze! Am frühen Nachmittag bewegen wir uns dann doch noch vom Pool zur Bar, es gibt ein Bier und danach gehen wir zurück zur Campsite, spielen eine Runde Brändi Dog (Andy gewinnt haushoch, es steht 2:2) und danach wird Abendessen gekocht, zum Glück ohne Affenbesuch. Es schmeckt ausgezeichnet und so gehen wir wieder zufrieden ins Bett!

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Seltenes Grün, inmitten steiniger Hügel

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Der Pool ist bei knapp 40 Grad äusserst begehrt...

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...egal ob bei Menschen oder Baboons 😄
Teil 1918. Mai 2024
Tag 22 / 31.01.2024 Desert Horse Inn Campsite Kleinaus Vista NAM

Wieder kein Wecker, obwohl uns heute eine etwas längere Etappe bevorsteht. Hannah hatte Mühe, bei der Hitze einzuschlafen, bis sie sich ein leichtes Tuch im Ablution Block nass gemacht und sich damit umwickelt hat. Nötig wäre der Wecker ohnehin nicht gewesen, da uns lautes Gebrüll der Paviane um kurz vor 7 weckt. Wir sind heute beide nicht besonders hungrig, also gibt es zum Frühstück nur eine Tasse Kaffee mit einem Müsliriegel und wir brechen um circa 8.30 Uhr auf. Wir wollen heute via Orange River nach Kleinaus Vista fahren. Wir fahren also die C37 Richtung Süden bis zum Abzweiger auf die D207. Von dort geht es weiter bis kurz vor Aussenkehr, wo es dann auf der C13 nach Westen geht. Nun was soll ich sagen, die Strecke hat uns wahnsinnig gut gefallen! Die kargen Landschaften mit den schroffen Bergen und der plötzlichen Begrünung am Oranje entlang war mega schön.
In Rosh Pinah angelangt suchen wir zuerst eine Tankstelle auf und pumpen anschliessend unsere Reifen nach langer Zeit mal wieder auf 3.0 Bar auf. Danach geht es weiter in Richtung Aus. Die Strecke fährt sich auf dem schönen Teerbelag angenehm, wir kommen um ca. 13.30 Uhr im Desert Horse Inn an und checken für zwei Nächte ein. Diese Unterkunft gehört auch zur Gondwana Collection, hat einen schönen Pool, ein Restaurant und gutes Wifi. Die Campsites sind ca. 1.5 km von der Lodge entfernt, so beschliessen wir zuerst noch eine Kleinigkeit zu essen und dann an den Pool zu gehen, bevor wir unseren Stellplatz besichtigen. Das mit der Kleinigkeit essen hat nicht so recht funktioniert. Wir haben beide eine Pizza bestellt und die war unglaublich mastig. Natürlich kann man im südlichen Afrika keine Neapolitanische Pizza erwarten, das ist uns durchaus bewusst. Das Problem war eher die Masse an Knoblauch die auf der Pizza war in Kombination mit dem Cheddar Cheese. Vollgefressen rollen wir also an den Pool und verdauen die Speise etwas. Wir merken schnell, dass wir heute kein Abendessen mehr benötigen. Um kurz vor 18.00 Uhr brechen wir dann in Richtung Campsite auf. Unser Stellplatz 6 beheimatet ein grosses Siedelwebernest im Baum. Wir schauen den Tieren einige Minuten dabei zu, wie sie unaufhörlich am Nest arbeiten. Wir merken auch, dass der Wind hier ziemlich unerbittlich über den Campingplatz fegt. Allgemein müssen wir nach 3 Wochen Camping im südlichen Afrika feststellen, dass der Wind der mühsamste Gegenspieler ist. In Südafrika hatten wir das Problem noch nicht so ausgeprägt, seit wir aber in Namibia sind, so ziemlich jeden Abend. Wir versuchen dem mit Ohropax entgegenzuwirken, damit wir doch noch zu einigen Stunden Schlaf kommen!

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Zu Beginn dominierten sandige und steinige Formationen die Szenerie...

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...bis der Oranje dem ganzen etwas Farbe einhaucht.

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Uns hat es hier wahnsinnig gut gefallen 😊

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Die Strasse verläuft zum Teil direkt am Fluss

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Pool beim Hauptgebäude

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fleissige Arbeiter
Teil 2020. Mai 2024
Tag 23 / 01.02.2024 Desert Horse Inn Campsite Kleinaus Vista NAM

Trotz starkem Wind haben wir gut geschlafen. Heute haben wir den Wecker auf 6.00 Uhr gestellt, da wir den kurzen Hike zum Stone Horse Lookout machen wollen. Wir wachen langsam auf, machen uns startklar und so gehen wir um ca. 6.45 Uhr auf den Trail. Der Weg ist gut ausgeschildert und auch nicht sonderlich anspruchsvoll. Nach etwas über 1 km erreichen wir den Abzweiger zum Aussichtspunkt und nach weiteren 400 Metern stehen wir da und sehen: Nichts. Nun, also zumindest nicht so wie auf den Fotos bei der Rezeption. Nach genauerem Hinschauen können wir die Steinformation erblicken. Wenn diese im Sonnenlicht strahlt, kann man sie sicher auch besser sehen (sie wird auch dann nicht Stonehenge 2.0 sein, aber trotzdem nett). Die Aussicht über die Ebene ist jedoch sehr hübsch und dafür hat sich das frühe Aufstehen allemal gelohnt. Wir können dann auch tatsächlich einige Wildpferde in der Ebene beobachten.
Bis zur Abzweigung gehen wir den Weg zurück und laufen den Loop dann fertig. Insgesamt verläuft der Weg über etwas mehr als 4 km, was nicht wirklich viel ist… Aber man muss mitnehmen, was man kriegen kann. Zurück beim Camper gibt es ein nettes Frühstück und dann wird gelesen und gechillt. Heute wollen wir beim Campingplatz Mittagessen kochen und dann für den Nachmittag zum Pool gehen. Es gibt vegetarische Fajitas (schmecken super und eignen sich hervorragend für das Verwerten von Gemüse) und um ca. 12.00 brechen wir zur Lodge auf. Der Rest des Tages ist schnell erzählt, wir kühlen uns ab, lesen, baden, chillen, trinken Bier, baden und um 19.00 Uhr gehen wir ins Restaurant essen. Der Himmel hat sich schwarz gefärbt und so sind wir froh, können wir das Abendessen in der Lodge und nicht beim Campingplatz geniessen. Für Hannah gibt es Oryx Bolognese und für mich Lamb Stew mit Spätzle. Beide Gerichte schmecken gut, wobei die Spaghetti Bolo noch etwas besser sind. In der Dunkelheit machen wir uns dann auf den Weg zurück zur Campsite, bauen das Dachzelt auf und machen uns schnell Bett ready. Was folgt ist die bis anhin schlimmste Nacht, die wir auf unserem Trip hatten. Gegen Mitternacht bläst der ohnehin schon heftige Wind noch stärker und ein übles Gewitter zieht auf, welches uns aus dem Schlaf reisst. Wir sind beide hellwach, auch etwas verängstigt und so begeben wir uns für mehrere Minuten in die Fahrerkabine. Wir warten eine ganze Weile, bis der heftigste Teil vorbei ist. Campingprofis mögen uns dafür vielleicht belächeln, wir haben uns in der Fahrerkabine aber wesentlich sicherer gefühlt, an Schlaf war zu diesem Zeitpunkt sowieso nicht mehr zu denken. Nachdem sich das Wetter etwas beruhigt hat, geht es zurück ins Zelt. Der Wind wird nochmals stärker und wir können immer noch einige Blitze sehen. Nichtsdestotrotz können wir irgendwann endlich wieder einschlafen…

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Die Sonne färbt die Landschaft langsam in sanfte, orangene Töne

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Ausblick vom Stone Horse Lookout
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