ECUADOR & GALAPAGOS - mal ganz was anderes!!!

Reisebericht 206 Antworten · 31,1k Aufrufe · gestartet 17. Mai 2019 von bayern schorsch
661 Beiträge · seit 201530. Mai 2019 ·
Laguna Quilotoa auf 3854mt von Lacatunga über Sigchos erreicht. Wunderschöne Landschaft.
Themenstarter3’395 Beiträge · seit 200930. Mai 2019 ·
Hallo zusammen,

heute ist ja einer der wichtigsten Tage des Jahres - VATERTAG! 😉 😉 😉

Und bei uns gehört es zur Tradition, dass man ins Bierzelt geht und seinen Papa auf eine Maß Bier und a Paar Weißwürscht einlädt. Das ist soeben geschehen - und sowohl die Maß als auch die Würstl haben gut geschmeckt!

Netti hat geschrieben:
danke für die morgendlichen Lacher 😄 😄 ich mag deine Berichte sehr und staune über diese wunderschöne Landschaft, auch wenn sie dir immer die Luft raubt 😉 danke für´s mitnehmen !!! Alles super, bis auf die Meerschweinchen am Spieß 🤩 boah das ist heftig ….. 🤪 🤢
... die Lacher sind gern geschehen. Und was die Landschaft anbelangt: in der Tat, ein Wahnsinn. Wobei, wenn man mit offenen Augen auch durch unsere Lande hier zieht, dann sieht man oft so viel Schönes, nur raubt es einem hier nicht den Atem in Bezug auf Höhenluft.
Die Meerschweinchen, so wurde uns gesagt, sei eine absolute Delikatesse, schmeckt aber auch nicht recht viel anders als ein junges Spanferkel.

Malbec hat geschrieben:
Die Chimborazo Lodge steht nach deinem tollen Bericht ganz oben auf unserer Liste....falls wir nochmals nach Ecuador reisen.
Ich gratuliere zum Erreichen der Whymper Hütte. Wir haben Glück, dass wir noch nie Probleme mit der Höhe hatten und die Hütte mit langsamen Schritten gemütlich erreichten. Im September war das Klima angenehmer ohne Schnee.
Als Tipp für alle die nicht nach Baños reisen, oder mehr Zeit zur Verfügung haben ist die Route von Latacunga zum schönsten Bergsee Ecuadors der Laguna Quilotoa. Wer dort wandern möchte findet einige hübsche Unterkünfte, wir reisten aber weiter bis Riobamba. Von dort fuhren wir zum Chimborazo hoch.
oh ja, die Quiltoa Laguna stand auf unserer must do Liste ganz weit oben. Aber Ihr kennt das ja - man schafft ganz einfach nicht alles. Das ist ewig schade, aber vielleicht bei einer nächsten Ecuador-Reise. Und die Chimborazo-Lodge wäre bei uns auch nochmals gesetzt. Ein Traum! 🙂

So - schau ma mal, ob ich noch einen Eintrag heute schaffe.

LG
der bayern schorsch
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Themenstarter3’395 Beiträge · seit 200930. Mai 2019 ·
Tag 11, eine beeindruckende Zugfahrt und dann geht’s weiter nach Cuenca

Ein absolutes „MUST DO“ ist die berühmte Zugfahrt zum „Nariz del Diablo“ oder auch „Teufelsnase“ genannt, ein gut 100 m hoher Felsvorsprung über der Chanchan Schlucht. Im Zick-Zack-Kurs fährt der Zug die fast schon senkrechte Wand die Teufelsnase entlang. Ein Spektakel, wie man es nicht alle Tage sieht.

Die Tickets haben wir bereits zu Hause geordert, unter

https://www.trenecuador.com

kann man die Fahrkarten online reservieren und bezahlen. Kostenpunkt 33 USD p.P., und der Zug fährt (außer Montags) täglich zwei mal, nämlich um 8.00 Uhr und um 11.30 Uhr.
Übrigens gibt es keinen Rentnertarif. 😄
Wir nehmen den 8.00 Uhr Zug, denn insgesamt dauert die Fahrt mit einem Pausenstop in Sibambe knapp 2 ½ Stunden, so können wir gleich anschließend weiter nach Cuenca fahren.

Pünktlich fährt der Zug ab (da könnte sich die Deutsche Bundesbahn mal eine Scheibe abschneiden) und die Fahrkarten bzw. Platzreservierungen werden genau kontrolliert. Das geht hier alles sehr unaufgeregt zu, es sind 3 Waggons, die an der Dampflok hängen, von daher ist die Menge an Mitreisenden überschaubar.

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Hier sieht man die Teufelsnase, wenn man genau hinschaut, dann kann man die Streckenführung so einigermaßen erkennen: 😐

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In Sibambe gibt es einen Zwischenaufenthalt von ca. 45 Minuten. Dass es dort recht touristisch zugeht, ist gar keine Frage. Aber wir waren überrascht, dass sich das alles durchaus in Grenzen hielt. Es gibt ein paar Verkaufsstände, es gibt den Bahnhofskiosk und natürlich das Bahnhofsrestaurant. Man fühlt sich um Jahrzehnte zurückversetzt, die Einheimischen sind sehr freundlich und nett, von Aufdringlichkeit, etwas kaufen zu sollen, haben wir nichts gespürt.
Und wir mögen die farbenfrohe Kleidung der indigenen Frauen, die meist dicke und bunte Wollröcke tragen, dazu wollene Strumpfhosen und über dem Pullover noch einen Poncho. Dazu noch den Woll- oder Filzhut, teils mit einer Feder verziert, und so machen die Frauen einen gemütlichen und sehr entspannten Eindruck.
Dort am Bahnhof haben wir bei diesen netten Frauen ein Souvenier gekauft.

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Und zwar eine Trinkflasche mit einem Lederüberzug. Angeblich „handmade“, der Preis war mit 17 USD angegeben, und letztendlich haben wir dann 15 USD bezahlt. Vielleicht, so dachten wir, wäre das ein nettes Andenken, das wir zu Hause schön in unserer Schrankwand im Wohnzimmer positionieren können.

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Im Reiseführer ist über die Teufelsnase folgendes zu lesen:
Für die ecuadorianische Geschichtsschreibung stellt die Teufelsnase nicht nur ein architektonisches Meisterwerk dar, sondern gilt vielmehr als ein konfliktreiches Konstrukt mit trauriger Vergangenheit. Für den damaligen Staatspräsidenten Alfaro wurde zwar 1908 der Traum von der Verbindung zwischen Costa und Sierra zur Wirklichkeit, aber gerade dieser Streckenabschnitt an der Teufelsnase wurde für tausende von schwarzen jamaikanischen Gastarbeitern zum Alptraum. Bei Sprengungen kamen zahllose Gleisbauer ums Leben, und noch bis vor wenigen Jahren war es erlaubt, auf dem Dach des Zuges mitzureisen. Sicherlich die abenteuerlichste Variante, aber auch die gefährlichste Variante. Nach vielen tödlichen Unfällen wurde die Mitfahrt auf dem Dach des Zuges eingestellt, und trotzdem stellt dieser Streckenabschnitt zwischen Sibambe und Alausi den aufregendsten Teil dieser Streckenführung dar.
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Im Nachgang würden wir diese Zugfahrt immer wieder machen, es war ein sehr schönes Erlebnis. Ein letzter Blick zurück auf Alausi,

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wo der heilige St. Peter als Schutzpatron über die Stadt wacht, und die Fahrt geht weiter in Richtung Cuenca. Unterwegs machen wir zahlreiche Stops, die Landschaft sucht seinesgleichen:

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Nach ungefähr 100 Kilometer liegt an der Strecke nach Cuenca eine sehenswerte Attraktion:
die Ingapirca-Ruinen, (3.100 m) das bedeutendste Monument prähispanischer Kulturen in Ecuador.


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Also ich kann ja mit den alten „Stoanahaufa“ nicht so viel anfangen, aber wenn man schon mal in der Gegend ist, dann sollte man sich die Sache hier anschauen. Der Eintritt ist gering, mit 2 USD p.P. und ein paar Dollar für die Führerin kann man die Ruinen erkunden. Der Rundgang ist in weniger als einer Stunde erledigt, und mit unserer netten Begleiterin hatten wir Glück. Sie hat uns nämlich von einem ganz tollen Getränk erzählt, das es nur in Ecuador gibt, den Canelazo, 😉 und hier in Ingapirca sei er besonders gut. Dass wir die Dame gerne auf ein Gläschen eingeladen haben ist Ehrensache, und sie hat es gar nicht recht glauben können, dass wir den Canelazo bereits zu unserem Lieblingsgetränk in Ecuador erkoren haben.


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Übrigens haben wir an diesem Kiosk exakt die gleiche Flasche 😈 gesehen, die wir heute Vormittag bei unserer Zugfahrt gekauft haben. Es war genau die gleiche Flasche, die gleiche Größe, alles exakt gleich. Nur – der Preis war erheblich billiger, als wir eingekauft haben. 10 USD für die Flasche, das hat uns dann doch zu denken gegeben und vor lauter Ärger haben wir tatsächlich überlegt, die Flasche auf schnellstem Wege zu entsorgen. Zugegeben – alles Kleinigkeiten und die 5 USD bringen uns nicht um. Aber das Souvenier war ab diesem Zeitpunkt für uns nichts mehr wert. 🙁

In Cuenca kommen wir am späten Nachmittag an und finden Dank unseres „maps-me“ das Hotel Victoria auf Anhieb.
Cuenca ist die drittgrößte Stadt des Landes. Mit 350.000 Einwohnern bietet Cuenca eine bunte Mischung an Canaris, Inkas, französische Jesuiten und tausenden von Aussteigern aus fernen Ländern. Seit 1999 gehört der Altstadtkern zur Liste der Weltkulturerbestätten.
Die Stadt hat uns ausnehmend gut gefallen, und die eine Nacht, die wir hier verbringen, ist natürlich wieder einmal viel zu wenig. Drei Nächte sollte man hier mindestens bleiben, denn das was wir gesehen haben, war in der kurzen Zeit so gut wie nichts.

Aber wir waren regelrecht begeistert, was vielleicht auch unserem superschönen

https://hotelvictoriaecuador.com

geschuldet ist. Wie schon der Name sagt, eine viktorianische Fassade mit olympischem Bogen und herrlichem Blick auf den Rio Tomebamba, wenn man, so wie wir, eine der beiden Suiten im obersten Stockwerk bucht. Ein unglaublich schönes Zimmer mit knarrenden Dielen, mächtigen Möbeln und schweren Vorhängen, dazu eine Dachterrasse mit einem sagenhaften Blick auf die Stadt und den Fluss. Einmalig!

Das Erste, was uns der freundliche Portier erzählte: er hat auch noch morgen, falls wir Bedarf hätten, das Zimmer für eine weitere Nacht frei, und zweitens wird er uns morgen das Frühstück bei schönem Wetter auf unserer Dachterrasse servieren lassen (sozusagen private breakfast). Oh - das hört sich schon mal gut an. Sehr gut sogar. 🙂

Hier ein paar Bilder zu unserem Hotel, wo wir für die Suite 505 einen unglaublich günstigen Preis von 110 USD incl. breakfast bezahlt haben:

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Das Hotel Victoria liegt mitten in der Altstadt, dadurch ist die Lage günstig, um auf die Schnelle einen kleinen Eindruck dieser schönen Stadt zu gewinnen:

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Wegen unseres heutigen Dinners gäbe es in Cuenca Auswahl grad genug. Wir entscheiden uns, hier im Hotel zu essen. Das El Jardin ist ein hochgelobtes Spezialitätenrestaurant, das seinem Namen alle Ehre macht. Wir haben vorzüglich gegessen, und zu einem mehr als moderaten Preis. Dass wir zur Feier des Tages (wir hatten eigentlich gar nichts zu feiern außer uns) ein Flascherl chilenischen Tinto Negro geordert haben, haben wir gut gemacht.

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Puh, irgendwie sind wir mittlerweile richtig „geschafft“. Den größten Fehler, den man machen kann ist, wenn man nur „Ein-Nacht-Unterkünfte“ hat. Du kommst am Nachmittag irgendwann an, und bereits am nächsten Morgen geht die Reise weiter. Wir wissen das, dass dies die dümmste aller Kombinationen ist, aber erstens möchte man vom Land möglichst viel sehen, und zweitens wurde uns durch den Tatbestand, dass die Zugfahrt in Alausi am Montag „Ruhetag“ 🤢 🤪 hat, ein Strich durch die Rechnung gemacht. Angedacht war nämlich, hier in Cuenca zwei Nächte zu bleiben, was für diese schöne Stadt und auch für dieses schöne Hotel das Mindeste gewesen wäre.

So aber fallen wir todmüde ins Bett, morgen führt uns die Tour weiter nach Guayaquil, wo wir (wieder) nur eine Nacht bleiben, bevor es dann zu den Galapagos-Inseln geht.
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zuletzt bearbeitet 30. Mai 2019
661 Beiträge · seit 201530. Mai 2019 ·
Die Stadt hat uns ausnehmend gut gefallen, und die eine Nacht, die wir hier verbringen, ist natürlich wieder einmal viel zu wenig. Drei Nächte sollte man hier mindestens bleiben, denn das was wir gesehen haben, war in der kurzen Zeit so gut wie nichts.

Schade wie du gesagt hast die Stadt wäre es wert sie länger zu besuchen. Wir wohnten in der Casa Montalvo....auch in der Altstadt. Das Victoria stand auch zur Diskussion , so haben wir beide gut gewählt. Für 3 Nächte, aber keine Fahrt mit dem Nariz Zug. Danke für die schönen Bilder als Ersatz. Im El Jardin haben wir auch geschlemmt!! Nachts kann man bedenkenlos zu Fuss unterwegs sein.
Die Preise sind im Verhältnis zu Namibia in Preis/Leistung super cool. Ich bin froh, dass du Südamerika in ein so tolles Licht geführt hast.
Die meisten glauben nämlich, nach dem Studium der Reisekataloge, dass América Latina unerschwinglich sei. Galapagos und Patagonien sowie Cusco und San Pedro de Atacama sind Ausnahmen.
Ich freue mich auf weitere schöne Bilder und die spannende Fortsetzung.
Grüessli
Malbec
zuletzt bearbeitet 30. Mai 2019
792 Beiträge · seit 201730. Mai 2019 ·
Ich geniesse den spannenden Bericht! Die Landschaft gefällt mir sehr, doch ich hätte echt Bedenken wegen dem Höhenkoller... Ihr habt das ja mit Bravour gemeistert, Kompliment!
Die Zugfahrt war bestimmt ein besonderes Erlebnis. Von den Meersäuli reden wir besser nicht 😉
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana
6’434 Beiträge · seit 201130. Mai 2019 ·
Hoi Schorschi
bayern schorsch schrieb:20002 narziz narzi 2 nariz 3 aus Video und 029 038
Jaja, der Meinung bin ich auch desöfteren... 😎 😛 😄

Sehr schöner Bericht!
Und auch sehr schön hast Du beschrieben wie es mit der Höhe so ist...von 4800 auf 5000müM zu gelangen find ich wesentlich anstrengender als von 400 auf 1200müM zu gelangen!
Ersteres durfte ich am Everest, zweiteres vor meiner Wohnung kennenlernen.
Weiter so, ich freu mich schon auf die Galapagos!
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter3’395 Beiträge · seit 200930. Mai 2019 ·
Ach Mensch, Picco, sei doch nicht so kleinlich! 🤢
20002 narziz narzi 2 nariz 3 aus Video und 029 038
Schorschine hat mich heut schon drauf aufmerksam gemacht, aber ich hab gesagt, das liest ja eh keiner. Da habe ich die Rechnung ohne dem Wirt, also ohne Dir, gemacht.
(hab ich aber jetzt schon ausgebessert)

Bis morgen, Gruß an Alle,
der bayern schorsch
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2’085 Beiträge · seit 201231. Mai 2019 ·
Was für ein schöner Reise-Abschnitt!
Die Zugfahrt ist ja spektakulär - Wahnsinns-Ausblicke in einer phantastischen Landschaft.
Dass ihr abends ziemlich geschafft seid, ist ja kein Wunder und sicher auch nicht nur dem Fläschchen zuzuschreiben - ihr macht ja mächtig Programm durchs Land, da werd ich ja schon beim Lesen etwas kurzatmig. Ja mit den "Nur-1-Nacht-Stationen" ist es einfach ziemlich hektisch und man kommt nicht so richtig an, aber so hab auch in in recht kurzer Zeit viel vom Land gesehen.
Dankeschön! Und jetzt freu ich mich schon mal auf Galapagos 😎
Schönes Wochenende Ingrid

Ach, und noch was - das da:
Was für ein erhabenes Gefühl.
hört sich nämlich gar nicht blöd an - ich war echt beeindruckt als ich das gelesen hab. Da wird die Luft ja doch ziemlich dünn. (manchmal aber besser als wenn das Eis dünn wird 🤪 )
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
zuletzt bearbeitet 31. Mai 2019
Themenstarter3’395 Beiträge · seit 200901. Juni 2019 ·
Guten Morgen in die Runde,

bevor sich jetzt dann alle Sonnenanbeter in die Fluten oder in die Biergärten stürzen, möcht ich noch den letzten Teil von Ecuador hier reinstellen.
Zuvor aber vielen Dank für Euer Interesse, vielen Dank an die Rückmelder und vielen Dank an die Danke-Button-Drücker. 😘 🙂

Malbec hat geschrieben:
Schade wie du gesagt hast die Stadt wäre es wert sie länger zu besuchen. Wir wohnten in der Casa Montalvo....auch in der Altstadt. Das Victoria stand auch zur Diskussion , so haben wir beide gut gewählt. Für 3 Nächte, aber keine Fahrt mit dem Nariz Zug. Danke für die schönen Bilder als Ersatz. Im El Jardin haben wir auch geschlemmt!! Nachts kann man bedenkenlos zu Fuss unterwegs sein.
Die Preise sind im Verhältnis zu Namibia in Preis/Leistung super cool. Ich bin froh, dass du Südamerika in ein so tolles Licht geführt hast.
Die meisten glauben nämlich, nach dem Studium der Reisekataloge, dass América Latina unerschwinglich sei. Galapagos und Patagonien sowie Cusco und San Pedro de Atacama sind Ausnahmen.
... keine Zugfahrt zur Teufelsnase ???? Warum denn das, es war wirklich mit einer der Höhepunkte und bei Weitem nicht so touristisch, wie wir befürchtet hatten.
Ja und Du hast recht - es ist wirklich so, dass Ecuador günstig ist. Teilweise sind es regelrechte Schnäppchen gewesen, die wir an Unterkünften hatten. Vor allem das Hotel Victoria in Cuenca. Das war ein wunderschönes Haus, wobei "Dein" Casa Montavlo" auch nicht zu verachten ist.

Enilorac hat geschrieben:
Ich geniesse den spannenden Bericht! Die Landschaft gefällt mir sehr, doch ich hätte echt Bedenken wegen dem Höhenkoller... Ihr habt das ja mit Bravour gemeistert, Kompliment!
Die Zugfahrt war bestimmt ein besonderes Erlebnis. Von den Meersäuli reden wir besser nicht 😉
Die "Meersäuli" sind eine Spezialität in Ecuador. Vielleicht nicht gleich ein ganzes Schweinderl, aber mal ein paar Bissen hätte ich gern probiert. 😉

Picco hat geschrieben:
Und auch sehr schön hast Du beschrieben wie es mit der Höhe so ist...von 4800 auf 5000müM zu gelangen find ich wesentlich anstrengender als von 400 auf 1200müM zu gelangen!
Ersteres durfte ich am Everest, zweiteres vor meiner Wohnung kennenlernen.
Weiter so, ich freu mich schon auf die Galapagos!
Mein lieber Picco, Du hast mich ja letztendlich dazu überredet, einen RB hier reinzustellen. Und ich Danke Dir dafür, denn nun darf ich die Reise im Nachgang betrachten. Das macht viel Spaß.
Auf Galapagos musst Du aber noch ein wenig warten. Nächste Woche - ist das ein Angebot?

Ingrid hat geschrieben:
Was für ein schöner Reise-Abschnitt!
Die Zugfahrt ist ja spektakulär - Wahnsinns-Ausblicke in einer phantastischen Landschaft.
Dass ihr abends ziemlich geschafft seid, ist ja kein Wunder und sicher auch nicht nur dem Fläschchen zuzuschreiben - ihr macht ja mächtig Programm durchs Land, da werd ich ja schon beim Lesen etwas kurzatmig. Ja mit den "Nur-1-Nacht-Stationen" ist es einfach ziemlich hektisch und man kommt nicht so richtig an, aber so hab auch in in recht kurzer Zeit viel vom Land gesehen.
Dankeschön! Und jetzt freu ich mich schon mal auf Galapagos 😎
Liebe Ingrid, das hast Du alles sehr schön geschrieben. Vielen Dank dafür!
Dir und Deinem Helmut würde Ecuador und Galapagos auch gut zu Gesichte stehen, dessen bin ich mir sicher. Und mich freut es, dass Du nun doch etwas in Grübeln kommst, ob Du als nächstes Chile oder Argentinien, oder gleich beides, oder Ecuador oder Galapagos ansteuern sollst.
Mein Vorschlag: jetzt macht Ihr mal zuerst die Mara, 😉 und dann sehen wir weiter......

Liebe Grüße an Alle,
der bayern schorsch
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Themenstarter3’395 Beiträge · seit 200901. Juni 2019 ·
Tag 12, von Cuenca nach Guayaquil

Früh aufstehen war angesagt, das Frühstück ließ keine Wünsche offen. Das war alles schon allererste Sahne.
Zum Hotel gehört ein privater Parkplatz, dort steht unser Auto, und man kann mit dem Lift nach unten fahren. Vorher aber machen wir noch ein schönes Foto vom Hotel, es scheint heute ein bisschen besseres Wetter zu sein, wobei unser Portier das Frühstücksangebot auf der Terrasse nicht einhalten konnte, weil´s die ganze Nacht leicht geregnet hat.

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In der Stadt herrscht starker Verkehr, aber bald sind wir auf der Landstraße Richtung Guayaquil, es liegen rund 200 Kilometer vor uns.
Wir können es nur wiederholen – die Landschaft Ecuadors ist faszinierend. Durch den stetigen Wechsel des Wetters haben wir ständig wechselnde Lichtverhältnisse, es ist einfach Klasse! 🙂

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Was uns auch sehr gut gefallen hat, dass uns immer wieder freilaufende Alpakas begegnet sind:

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Nicht weit von Cuenca, nämlich eine Stunde entfernt auf dem Weg nach Guayaquil kommt man durch den Nationalpark El Cajas. Landschaftlich ein Traum, und die Lagune La Toreadora (3.850 m !!!) liegt direkt am Weg.

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Was für ein schönes Gebiet dort oben, dieser Nationalpark El Cajas. Vom Centro de Interpretacion verlaufen verschiedene Wanderpfade, es geht teils über Holzstege und im Umfeld der Lagunen befinden sich Spots der Extraklasse: Bergtukane, Andenfasane, Maskentrogone, Tangaren , Elstern und ein gutes Dutzend Kolibriarten können hier mit ein wenig Glück und Geduld gesichtet werden.
Bei auftretender Höhenkrankheit (so stehts im Reiseführer), ist es am Besten sich ein Weilchen hinzusetzen, durchzuschnaufen und dann den Rückmarsch anzutreten! 😄
Die Zahl der Besucher ist limitiert, wie man auf folgendem Schild lesen kann:

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Wir wandern ein bisschen um die Lagune, lassen uns aber nicht all zu viel Zeit, denn Guayaquil wollen wir nicht erst am Abend erreichen. Außerdem wissen wir nicht, welche Überraschungen wir unterwegs erleben. Hier weiß man nie …

Und tatsächlich, vielleicht eine viertel Stunde, nachdem wir wieder „on road“ waren, fahren wir in eine Nebelwand von besonderem Ausmaß. Mindestens eine Stunde waren wir in dieser Suppe unterwegs und wir konnten von Glück sagen, dass wir den Kleinlaster vor uns hatten.

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Wir waren froh, als wir dieses Stück hinter uns hatten. Denn langsam geht es abwärts vom Hochland Richtung Küste, wir denken, dass durch den enormen Temperaturunterschied, nämlich oben an der Lagune fast noch Minusgrade, und je weiter wir Richtung Küste kamen, wurde es mehr und mehr warm, dann heiß und am Ende regelrecht subtropisch, es zu diesen Wetterkapriolen kommen kann.

Da wundert es uns nicht, dass hier bei diesem Klima Bananen, Avokados, Kakao und alle möglichen Gemüse- und Obstarten prächtig gedeihen.

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Irgendwann am Nachmittag kommen wir in Guayaquil an. Über die größte Stadt in Ecuador (2.8 Mio Einwohner) können wir nicht viel berichten. In der Kürze der Zeit haben wir das Beste draus gemacht, und mit unserer Bleibe, dem Hotel Continental haben wir eine gute Position, zumindest ein klein wenig in das Stadtleben reinzuschnuppern.

Über das Hotel gibt’s nicht viel zu sagen: zweckmäßig, ein „richtiges“ Stadthotel, gebucht haben wir über booking.com einen Superior-Queen-Room für 66 Euro incl. Frühstück, da gibt’s nichts zu meckern und Preis-Leistung hat auf alle Fälle gepasst. Zumal das Zimmer sehr sauber war, die Leute freundlich und vor allem die Lage sehr zentral.

Was haben wir noch alles gemacht und gesehen?

Direkt gegenüber unseres Hotels gibt es schon mal die erste Sehenswürdigkeit, den Parque de las Iguanas, ein must do in dieser Stadt. Hier können wir die ersten Iguanas bestaunen, eine recht nette Angelegenheit.

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Von dort geht es zu Fuß Richtung Malecon 2000. Immer schön am Wasser entlang, es reiht sich eine Restaurant ans andere, es gibt Yachtclubs, Riesenrad und alles, was man heutzutage braucht, um dem Touristen viel Attraktivität anzubieten. Wir lassen das Riesenrad, den Yachtclub und weitere Vergnügungsgeschichten aus und marschieren in das Künsterviertel Las Penas. Von dort geht es hoch zum Cerro Santa Ana, ein Viertel mit buntesten Häuschen, vielen Lokalen und Shops, es sind 450 Stufen 🤩 🤩 🤩 bis nach oben, die sogar nummeriert sind:


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Oben in Santa Ana thront eine schöne Kapelle, und ein umwerfender Blick über Guayaquil ist der Lohn für den mühseligen Aufstieg.

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Schade, dass auch heute das Wetter suboptimal ist, um schöne Bilder zu machen. Was wäre das für ein Traum, wenn sich die Sonne öfter blicken ließe.

Aber egal, wir nehmen es so wie es ist, denn wir können es eh nicht ändern. Statt des „umwerfenden“ Blickes über die Stadt ist unser Lohn ein Besuch in einem der zahlreichen guten Restaurants entlang des Malecon 2000. In erster Linie wird hier Meeresgetier angeboten. Dass ich mir dann ausgerechnet die Crabs rausgesucht habe war zwar eine lustige Sache, aber während dem Essen bin ich fast verhungert. Eine sehr mühselige Angelegenheit, bis man da wenigstens ein klein wenig Fleisch auf dem Teller hatte.

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Morgen braucht´s früh aufstehen. Endlich geht es auf die Galapagos-Inseln, das highlight in diesem Urlaub. 🙂 🙂 🙂
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zuletzt bearbeitet 01. Juni 2019
1’417 Beiträge · seit 201301. Juni 2019 ·
Also die Frage von Friederike - CuF - aus unserem Antarktis-Reisebericht reiche ich jetzt einfach mal weiter 😉 :
CuF schrieb:Sagt mal, Ihr Löffels Schorschens, kann es sein, daß Ihr hier klammheimlich und stickum einen weiteren Virus einschleppt?
Irritierte (und begeisterte) Grüße von
Friederike
Das macht alles schon wirklich Lust auf Ecuador und es scheint ja nicht nur uns so zu gehen.

Unser Lieblingsbild des letzten Posts:

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Und die "Arbeitskleidung" fürs "Krabbenpulen" ist auch sehr kleidsam und sehenswert ... 😄

So, und jetzt freuen wir uns auf das Galapagos-Virus.

Liebe Grüße
Beate & Stefan
LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 01. Juni 2019
6’434 Beiträge · seit 201101. Juni 2019 ·
Hoi Schorsch
bayern schorsch schrieb:Mein lieber Picco, Du hast mich ja letztendlich dazu überredet, einen RB hier reinzustellen.
🙄 Jajaja, immer bin ich schuld, schon gut...pffffft 😮
bayern schorsch schrieb:Und ich Danke Dir dafür, denn nun darf ich die Reise im Nachgang betrachten. Das macht viel Spaß.
Und viel Arbeit!
Aber es lohnt sich, da man so zum Einen viel weniger vergisst und zum Anderen die Reise nochmals Revue passieren lassen muss!
bayern schorsch schrieb:Auf Galapagos musst Du aber noch ein wenig warten. Nächste Woche - ist das ein Angebot?
OK, Montag, 06:30 schau ich ob Du nur bluffst oder Deine Versprechen wahrmachst... 😎
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter3’395 Beiträge · seit 200903. Juni 2019 ·
Guten Morgen in die Runde,

war das nicht ein tolles WE?
Klasse Wetter, klasse gegrillt, einfach super!

Loeffels schrieben:
Das macht alles schon wirklich Lust auf Ecuador und es scheint ja nicht nur uns so zu gehen.
Hallo Beate und Stefan, ein wahres Wort, das Ihr da schreibt. Und Ihr werdet lachen - als wir über unseren nächstjährigen "großen" Urlaub nachdachten, dann haben wir uns sehr wohl u.a. auch überlegt, nochmals Ecuador anzusteuern. Jetzt ist es zwar Südafrika mit dem Krüger geworden, aber wer weiß ......

Picco schrieb:
bayern schorsch schrieb:
Auf Galapagos musst Du aber noch ein wenig warten. Nächste Woche - ist das ein Angebot?
OK, Montag, 06:30 schau ich ob Du nur bluffst oder Deine Versprechen wahrmachst... 😎
Hi Picco, nun ja, 6:30 Uhr hab ich nicht geschafft, aber es wird (schön langsam)

Viele Grüße an Euch Alle,
der bayern schorsch
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809 Beiträge · seit 201803. Juni 2019 ·
Hallo Schorsch,

Wow! Die Bilder sind einfach genial.....wirklich aussergewöhnlich gut zusammengestellt und belichtet!
Danke dafür sowie für den interessanten Bericht.
Jetzt weiss ich wieder weshalb uns diese Tour, die wir vor gut 20 Jahren absolvierten, so gut gefallen hat! Eure Bilder bringen das einfach sehr prägnant zurück und erwecken einen starken Drang zur Wiederholung!

@Schorsch & Malbec:
Auch wir übernachteten damals in der Humboldt Suite mit dem Balkon mit schöner Aussicht Richtung Einfahrt.
Übrigens verbrachte Humboldt damals einige Monate in La Cienega, welches als "Hauptquartier" für seine Andenstudien diente. Hier soll u.a. die wohl bekannteste Zeichnung Humbolds (ja, die in der die Klimazonen am Chimborazo mit denen in den Alpen (Einfluss der nördlichen Lage letzerer) verglichen werden) entstanden sein.....also ein sehr historisches Pflaster, vor allem wenn man bedenkt, dass Humboldt in Südamerika, besonders aber in der Andenregion in Bekannt- und Berühmtheit sich an zweiter Stelle nach Simon Bolivar einordnet.

Danke und besten Gruss,
Ulli
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
1’948 Beiträge · seit 200903. Juni 2019 ·
Hallo bayern schorsch,
nun habe auch ich deinen Reisebericht gefunden und gelesen, obwohl uns absolut nix nach Südamerika (okay, vielleicht das Pantanal mit seinen Jaguaren 🤩 ) zieht. Es sind trotzdem sehr schöne Eindrücke, welche du uns hier hinterlässt. Vielen Dank dafür 😘
Trotzdem wird Ecuador (bzw. ganz Südamerika) sicher ein weißer Fleck auf unserer Länder- bzw. Bucket -liste bleiben - statt dessen ist Grönland gebucht (Hoffnung auf Eisbärensichtung) und unsere 4. Neuseeland-Reise in Planung. 😎
Liebe Grüße Lotusblume Reiseberichte(klick):2022-Sep/Okt Südafrika "Genuss-Reise ums Westkap"//2021-Nov "3670 km durch Namibias Nov.-Hitze"//2018-Okt Namibia "Von der Wüste zu den Wasserwelten"//2015-Aug/Sep Südafrika "Unser Wiedersehen mit Südafrika"//2013-Nov Namibia "Unsere Silberhochzeit bei Vollmond"//2010-Apr Namibia "Unsere Unterkünfte"
Themenstarter3’395 Beiträge · seit 200903. Juni 2019 ·
Eigentlich ist das Wetter viel zu schön, um Reisebericht zu schreiben.
Aber bevor wir uns jetzt dann wohlverdient in die Fluten stürzen, kommt noch ein kleines Kapitel.

Ulli / Busko hat geschrieben:
Jetzt weiss ich wieder weshalb uns diese Tour, die wir vor gut 20 Jahren absolvierten, so gut gefallen hat! Eure Bilder bringen das einfach sehr prägnant zurück und erwecken einen starken Drang zur Wiederholung!
Hallo Ulli, mich freut es sehr, dass Dir mein Bericht gefällt. Ich denke, dass man beim Lesen des Berichtes sehr schnell spürt, wie sehr uns Ecuador gefallen hat.
Also - es gibt keinen Grund, um Ecuador einen Bogen zu machen. Und ich kann mir vorstellen, dass La Cienega und die Humboldt Suite heute noch genau so aussieht als vor 20 Jahren.
Ulli - nix wie hin!!!

Lotusblume hat geschrieben:
nun habe auch ich deinen Reisebericht gefunden und gelesen, obwohl uns absolut nix nach Südamerika (okay, vielleicht das Pantanal mit seinen Jaguaren 🤩 ) zieht. Es sind trotzdem sehr schöne Eindrücke, welche du uns hier hinterlässt. Vielen Dank dafür 😘
Trotzdem wird Ecuador (bzw. ganz Südamerika) sicher ein weißer Fleck auf unserer Länder- bzw. Bucket -liste bleiben - statt dessen ist Grönland gebucht (Hoffnung auf Eisbärensichtung) und unsere 4. Neuseeland-Reise in Planung. 😎
Hallo liebe Tina, da bin ich froh, dass Du mich gefunden hast. 😘
Ecuador ist super, auch wenn´s Dich nicht hinzieht. Wobei Deine Ziele zu den Eisbären oder dann nach Neuseeland sich schon auch sehr gut anhören.
Weißt Du was? Uns gefällt´s eigentlich überall. Ob das Skifahren, Wandern oder auch nur mal ein Wellness-Wochende - alles ist gut, und es muss nicht immer Afrika und die fernen Länder sein.

Liebe Grüße an Euch,
der bayern schorsch

P.S. ich muss mich jetzt beeilen, nicht dass der Picco mir wieder den Marsch bläst (der alte Drängler) 😄
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Themenstarter3’395 Beiträge · seit 200903. Juni 2019 ·
Hallo zusammen,

was in einen "g´scheid´n" Reisebericht reingehört, sind Landkarten.
Dann weiß man wieder, wo man sich eigentlich befindet. Ich hab das am Anfang des Berichtes total vergessen, hole es jetzt aber nach:

Als Erstes hier nochmal die 12 Nächte, die wir in Ecuador verbracht haben:

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und dann erlaube ich mir, auch die nächste Karte hier einzufügen. Natürlich weiß jeder, dass Ecuador ein ganz klitzekleines Land in Südamerika ist. Aber wenn man es dann auf der Karte vor Augen hat, dann ist es schon ein Wahnsinn, wie klein Ecuador und wie groß dagegen z.B. Brasilien ist. Wenn man es sieht, dann ist es halt doch was anderes, als wenn man nur drüber schreibt:

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So, das nur noch zur Ergänzung, es geht dann gleich weiter mit GALAPAGOS. 🙂

Viele Grüße
der bayern schorsch
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Themenstarter3’395 Beiträge · seit 200903. Juni 2019 ·
Teil II unserer Südamerika-Reise,
GALAPAGOS-INSELN – Anreise Tag 1


Witzig ist das hier im Hotel Continental, denn das Frühstück gibt’s nicht im Haus sondern im gegenüberliegenden Restaurant. Das ist im gleichen Block, und man muss vom Hotel raus und ins andere Gebäude rein, dort ist dann ein riesiges Buffet aufgebaut.
Haut uns nicht vom Hocker, zudem ist es im Raum eiskalt, die Klimaanlage nimmt ihren Dienst sehr genau. 😈

Unser Auto wird von einem gewissenhaften Mitarbeiter von Nazcar im Hotel abgeholt, und wir lassen uns bestätigen, dass wir für keine weiteren Schäden und Kratzer verantwortlich sind. Zum Glück hat er nicht unter das Auto geschaut.

Der gute Mann fährt uns dann noch zum Flughafen hier in Guayaquil, und damit wäre dann das Kapitel Hertz Leihwagen in Ecuador geschlossen. 🤢
Übrigens: es ist immer noch kein Cent von Hertz eingegangen. Ich befürchte, das wird sich hinziehen und erst dann zu unserer Zufriedenheit gelöst sein, wenn wir Dampf über die Anwälte machen.

Schon vor unserer Reise haben wir uns natürlich erkundigt, welche Formulare für die Einreise nach Galapagos wichtig sind, was alles klären braucht usw. usw.
Unsere Erfahrung: ja nicht verrückt machen lassen !!!
Zum Beispiel gab es einen Zeitungsbericht und auch im Internet war lesen, dass man die Galapagosinseln ausschließlich und nur dann bereisen darf, wenn man einen lückenlosen Übernachtungsplan vorlegen kann. Dann war zu lesen, dass man am Flughafen für das ganze Prozedere und bis man alle Formulare hat, mindestens 2 Stunden Zeit einrechnen muss. Alles Quatsch – wir wurden nicht von einer Person gefragt, wo wir unsere Nächte auf Galapagos verbringen, von einem Tourenplan war gar keine Rede. Und wir waren sehr flott am Flughafen unterwegs, was wohl der freundlichen Dame am Tame-Schalter geschuldet war, die sich rührend um uns gekümmert hat, mit uns zu dem Schalter gegangen ist, wo´s die Formulare gab und die nette Dame war von uns so angetan, dass sie uns gleich mal ohne Aufpreis (wir haben nicht mal danach gefragt), in die First-Class Reihe 1 gesetzt hat. In 15 Minuten war alles erledigt und im Nachhinein kann man nur den Kopf schütteln, was einem die Leute (in erster Linie die Reiseveranstalter) alles für Blödsinn verkaufen wollen.
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Der erste Blick durch die total zerkratzten Scheiben unseres Tame-Fliegers, und ja, das Wetter scheint auch hier sehr schön zu sein.

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Nur die Erwähnung des Wortes Galapagos löst bei den meisten Menschen einen sofortigen Denkprozess aus. Da werden Fantasien angeregt, die durch zahlreiche Fernsehsendungen und Dokumentationsfilme entsprechend geschürt werden. Das Erste, an was man denkt, sind die Riesenschildkröten, die soll es hier in großer Zahl geben. Und zwar nicht nur Riesenschildkröten, sondern wirkliche Prachtexemplare. Dann denkt man spätestens an zweiter Stelle an die Iguanas, diese schwarzen Meeresechsen, die aussehen wir kleine Ungeheuer. Dann kommt noch die unglaubliche Anzahl von Vögeln hinzu, und bestimmt jedermann hat schon mal von den Blaufußtölpeln oder den Fragattvögeln gehört.
Supertolle Unterwasseraufnahmen von BBC suggerieren, dass man auf den Galapagos mit Haien und Seelöwen schnorcheln kann, und überhaupt: die Unterwasserwelt sucht seinesgleichen.
Und dann nicht zu vergessen und was wohl einzigartig ist auf dieser Welt: Tier und Mensch leben auf den Galapagos in absoluter Harmonie, und es gibt auf dieser Erde wohl kaum einen Ort, wo Tiere leichter in freier Wildbahn zu beobachten sind als auf den Galapagosinseln.
Um es auf den Punkt zu bringen: das muss ein Paradies sein, und in dieses Paradies wollen wir für 9 Tage „eindringen“ und uns überzeugen, ob die hohen Vorschusslorbeeren berechtigt sind.
🙂


Die Einreise zu den Inseln, die ca. 1000 km entfernt vom Festland liegen, erfolgt im Regelfall über Baltra oder manchmal auch San Cristobal. Abflughafen in Ecuador ist Quito oder wie in unserem Fall Guayaquil. Wir haben uns für Baltra entschieden, da wir zum Zeitpunkt der Buchung noch nicht wussten, wie unsere Tour auf den Inseln überhaupt ausssieht und uns dadurch die Möglichkeit offen ließen, auf Santa Cruz das eine oder andere Kreuzfahrtschnäppchen zu ergattern. 😄

Für einen ersten Überblick hier eine Landkarte der Galapagos. Die Hauptinseln sind Isabela (zugleich die größte der Inseln) im Westen, dann Santa Cruz in der Mitte sowie San Cristobal im Osten.

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Bei Ankunft am Flughafen Baltra werden die Koffer schön der Reihe nach aufgebaut, und ein Spürhund sucht nach verbotenen Lebensmittel und Rauschgift. Dazu hüpft und schnüffelt er auf den Koffern herum, das sieht man auch nicht alle Tage. Glücklicherweise haben wir weder Lebensmittel noch Rauschgift im Gepäck, das haben wir schon mal gut gemacht. 😉

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100 USD Nationalparkgebühr + nochmal 20 USD Fee für die Inseln, also in der Summe 240 USD, das wird uns abgeknüpft, bevor wir überhaupt da sind. Das Paradies hat seinen Preis, das haben wir gewusst und deshalb haut´s den bayern schorsch auch nicht um. Dann geht es weiter mit dem Bus für 5 USD zum Itabaca Kanal, dann mit die Fähre über den Kanal für 1 USD und nun ist man auf Santa Cruz, wo man nochmal 5 USD für den Bus bezahlt, der uns in 30 Minuten runter in die Stadt nach Puerto Ayora, bringt. Ganz schön heftig alles, aber wir nehmen es gelassen. Die gesamte Prozedur dauert ab Landeanflug Baltra bis zur Ankunft im Hotel um die zwei Stunden.

Unser Tipp: Nachdem man mit der Fähre den Itabace Chanel gequert hat, nicht lange mit dem Bus für 5 USD x 2 = 10 USD rummachen, sondern sich mit noch zwei anderen Reisenden ein Taxi teilen, das man für 25 USD bekommt und auf diese Art und Weise direkt vorm Hotel abgesetzt wird. Hat den Vorteil, dass man nicht (wie wir) eine halbe Stunde bei 35 Grad schwülster Hitze, vom Busterminal zum Hotel laufen muss. 😛

Unsere Unterkunft für die erste Nacht hier in Puerto Ayora ist das

http://www.laislahotel.com.ec/

ein nettes, kleines Haus und nur ein paar Schritte vom Fischmarkt entfernt. Sehr nette Besitzer, die das Haus selbst führen, dazu ein paar Angestellte, und wir bezahlen bei Vorauskasse vor fast einem Jahr 145 USD für das Zimmer incl. breakfast.

Ganz schnell haben wir eingecheckt, und schon starten wir zu einer ersten Stipvisite in die Stadt, bei der wir den einen oder anderen Wunschkandidaten schon mal vor die Linse bekommen:

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Am Hafen an einem dieser Ticketschalter könnte man die Bootstickets für die Überfahrt nach San Cristobal oder nach Isabela kaufen. Unsere Tickets, die wir morgen für die Fahrt nach Isabela brauchen, hat freundlicherweise unser Wirt besorgt.

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Am kleinen Hafen, von wo wir morgen mit dem speedboat nach Isabela fahren werden, gibt es Fische in jeder erdenklichen Größe und Menge:

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Am kleinen Fischmarkt von Puerto Ayora wird ständig Fisch verkauft. Dass es dort immer etwas zu sehen gibt lässt sich denken, die Seelöwen und Pelikane warten auf einen kleinen Leckerbissen:

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Puerto Ayoura auf der Insel Santa Cruz ist ein nettes kleines Städtchen, sehr aufgeräumt und an der geschwungenen Uferpromenade entlang dem Yachthafen reihen sich Restaurants, Lokale, Kneipen und Andenkenläden aneinander. Uns hat´s als Auftakt sehr gut gefallen, wobei hier in Puerto Ayora sich das Galapagos-Paradies nur erahnen lässt.
Für morgen haben wir Bootstickets für die Überfahrt nach Isabela gekauft. Kostenpunkt 30 USD p.P., um 06.30 Uhr müssen wir am Hafen sein, also dauerts nicht lange, und schon sind wir im kingsize-bed, schließlich braucht man zwischendrin auch mal ein Mütze Schlaf.

🙂 🙂 🙂 Und zur Insel Isabela vorweg: mein absoluter Favorit - lässig, cool und sensationell verschlafen. Wie schön, dass es so was wie Isabela noch gibt. 🙂 🙂 🙂
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zuletzt bearbeitet 03. Juni 2019
6’434 Beiträge · seit 201103. Juni 2019 ·
Hoi Du Bayern Schorsch
bayern schorsch schrieb:P.S. ich muss mich jetzt beeilen, nicht dass der Picco mir wieder den Marsch bläst (der alte Drängler) 😄
Pha!
Ich und drängeln! 🙄
Sicher niemals, NIE!!! 😮

Und jetzt mach schon weiter... 😎
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
2’204 Beiträge · seit 201604. Juni 2019 ·
Lieber Bayern-Schorsch,

schön hast Du das beschrieben, da weiß man doch gleich Bescheid. Und ich fiebere auf den nächsten Teil. Also nicht zu lange Zeit lassen, zur Zeit geht eh ein Gewitter runter und da kannst Du schön weiter schreiben. 😉

LG

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute