Allgemeine Fragen zum Thema Sicherheit

20 Antworten · 8’450 Aufrufe · gestartet 10. Juli 2018 von pcb
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Themenstarter130 Beiträge · seit 201710. Juli 2018 ·
Hi Leute,
Waren vergangenes Jahr in Namibia mit dem Dachzelt unterwegs und restlos begeistert. Die Campsites waren, bis auf ein paar Ausnahmen, sehr sauber, ruhig, idyllisch und wir haben uns ausnahmslos sicher gefühlt. Geschlafen haben wir besser als in jedem 5Stern Hotel. Heuer geht's nach ZA und nächstes Jahr nach Botswana.
Jetzt lesen wir aber vermehrt über Unsicherheitsfaktoren.... Überfälle, Gefahr durch Großtiere in den Campsites, Diebstähle.
Ist es in Botswana wirklich so gefährlich oder sind das wieder die Einzelfälle die leider doch passieren können?
Wir würden selbst in Costa Rica ausgeraubt, in Tortugero, einer 300 Seelen Toristengemeinde.
Wir standen vor dem Hotel und hinter uns wurde in unserem Zimmer eingebrochen, und das gleich am ersten Tag. Bis auf Bekleidung und Flugtickets, Kreditkarten und Pässe alles weg. Dauer des beutezugs... keine 5 Minuten. Ich sah zufällig auf die Uhr als wir gingen und wieder zurück kamen.
Wie sieht es mit der Gefahr durch aggressive Großkatzen direkt in den Campsites aus. 1 mal in der Nacht ist Pinkeln angesagt.
Wie ist es im Straßenverkehr?
Was ist im allgemeinen zum Thema Sicherheit zu Beachten?
LG Peter
2’610 Beiträge · seit 200710. Juli 2018 ·
Hallo Peter,

wie du schon selbst schreibst, Überfälle gibt es überall. Wir haben uns in Botswana immer sicher gefühlt, trotz Tier und Mensch 😉 .

Die Campsites innerhalb der N.P. sind ohne Zaun, das macht den Reiz aus. Man muss sich allerdings immer bewusst sein, dass Tiere gerade auch in der Dunkelheit sehr nah kommen können. Wir haben versucht immer im Hellen zu kochen und alles an Lebensmitteln ins Fahrzeug zu räumen. Dann sitzen wir zum Sundowner nah am Fahrzeug (Türen nicht abschließen) und haben eine helle Lampe griffbereit.

Das "große Geschäft" sollte möglichst noch tagsüber erledigt werden ( 😄 ), denn man rennt nicht in der Dunkelheit womöglich 50m oder mehr zu den Absolutions! Das man Löwen oder Leoparden ganz nah am Fahrzeug hat, kann vorkommen, aber auch Elefanten, Büffel oder Hippos. Wenn pinkeln, dann direkt am Fahrzeug und vorher nicht vergessen gut alles abzuleuchten. Man kann aber auch eine spezielle "Pinkelflasche" mit ins Dachzelt nehmen 😉 .

Grüße
Jambotessy

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
5’486 Beiträge · seit 200910. Juli 2018 ·
Sicherheit hat wie Du schreibst, ja ganz unterschiedliche Aspekte.

Hinsichtlich Kiminalität sind die Campsites in Botswana deutlich sicherer als in Namibia und Südafrika. Einzig in Ihaha gab es mal Probleme, aber dass ist auch schon über 2 Jahre her.

Hinsichtlich Tierbegegnungen hat man auf den Nationalpark-Campsites natürlich überhaupt keine Sicherheit, denn es gibt dort im Zweifel die gleichen Tiere, die man tagsüber so gerne aus dem Fahrzeug beobachtet. Wir verschwinden zwar nicht bei Einbruch der Dunkelheit im Zelt, aber wir verlassen auch nicht mehr den Leuchtbereich des Lagerfeuers und behalten auch die Umgebung mit einer guten Taschenlampe im Blick. Einmal im Zelt wird dieses erst bei Tagesanbruch wieder verlassen. Die Tierbegegnungen auf den Campsites waren in Botswana oftmals die eindrücklichsten Erlebnisse der Reise.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
33,3k Beiträge · seit 200610. Juli 2018 ·
Hi Peter,

was Kriminalität angeht ist Botswana nicht weniger oder mehr "kriminell" als z.B. Namibia (wenn Du es als Karte aufbereitet sehen möchtest: https://www.travelriskmap.com/#/planner/map/security). Was Tiergefahr angeht, finde ich die Vorschläge von Topobär so gut und sinnvoll. Wobei den Unterleib je nach Blasendruck mal aus dem Zelt halten im Zweifel auch nicht gleich zum auffressen führt - ehe man das Zelt "unter Wasser" setzt 😉

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter130 Beiträge · seit 201710. Juli 2018 ·
Ja, die Geschichte mit dem Überfall in Ihaha macht schon etwas nachdenklich. Da wir ja selbst Opfer wurden, sind wir schon etwas traumatisiert, wenn auch kaum der Rede wert, aber man hört ab und zu die Flöhe Husten.
Mehr Respekt haben wir von den Wildtieren in der Nacht. Und so eine posierliche Löwendame beim Pinkeln zu Begegnen ist ein Abenteuer, auf das ich gerne verzichten kann.
Auf der anderen Seite gehört das zum Wildlife, sonst könnte man zu Hause bleiben und einen Tiergarten Besuch bevorzugen.
Aber wie ist die Geschichte im Straßenverkehr mit der Sicherheit und was ist an den Fake Radarfallen dran.
LG Peter
3’883 Beiträge · seit 201110. Juli 2018 ·
Guten Abend Christian,
danke für die Landkarte. Ich werde sie für den nächsten Vortrag mitnehmen und einblenden, wenn ich wieder gefragt werde, ob ich denn keine Angst "dort unten 😉 " hätte.
Wobei den Unterleib je nach Blasendruck mal aus dem Zelt halten im Zweifel auch nicht gleich zum auffressen führt - ehe man das Zelt "unter Wasser" setzt 😉
Viele Grüße aus Windhoek
Christian
So was kann nur ein Mann schreiben! Frau bevorzugt Porta Potti 🤪 .

LG freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
16,9k Beiträge · seit 201210. Juli 2018 ·
freshy schrieb:Guten Abend Christian,
danke für die Landkarte. Ich werde sie für den nächsten Vortrag mitnehmen und einblenden, wenn ich wieder gefragt werde, ob ich denn keine Angst "dort unten 😉 " hätte.
Das ist eine spitzen Idee! Und da wir ebenfalls wegen eines Vortrages angefragt wurden, werden wir das auch mit einbauen.

LG
Logi
5’486 Beiträge · seit 200911. Juli 2018 ·
pcb schrieb:
Aber wie ist die Geschichte im Straßenverkehr mit der Sicherheit und was ist an den Fake Radarfallen dran.
LG Peter
Gerade in einem Land wie Botswana, mit seiner extrem geringen Verkehrsdichte, liegt die Sicherheit im Straßenverkehr allein in der Hand des Fahrers.
Radarfallen dienen der Sicherheit. Ich habe bislang nur richtige Geschwindigkeitskontrollen erlebt.
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Themenstarter130 Beiträge · seit 201714. Juli 2018 ·
Da ich jetzt etwas mehr über Chobe informiert bin, haben wir uns doch entschlossen im Nationalpark ein Chalet zu nehmen. Gibt es ein paar Tips für preisgünstige Chalets, und wie lange würdet ihr empfehlen in Chobe zu bleiben.
LG
527 Beiträge · seit 200631. Juli 2018 ·
Gibt es denn in Kasane und Main auch Campingplätze, die wie in Namibia häufig üblich, eingezäunt sind?

Würde meine Tierkontakte nämlich gern auf die Fahrten tagsüber beschränken...
527 Beiträge · seit 200602. Aug. 2018 ·
Scheinbar sind alle hier auf Safari!? 🙂

Schiebe den Beitrag mal hoch, in der Hoffnung, dass doch noch jemand ein paar Empfehlungen hat.
3’883 Beiträge · seit 201103. Aug. 2018 ·
Hiluchs schrieb:Gibt es denn in Kasane und Main auch Campingplätze, die wie in Namibia häufig üblich, eingezäunt sind?

Würde meine Tierkontakte nämlich gern auf die Fahrten tagsüber beschränken...
Kasane: Die Campingplätze bei den Lodges sind eingezäunt. Campingplätze in den Nationalparks wie Ihaha m.W. nie. Auch das Senyati Safari Camp (kazungula) kommt ohne Zaun aus.
Maun: Für Maun gilt dasselbe. Allerdings gab es in der Vergangenheit hin und wider Berichte, dass die Zäune gegen zweibeinige Räuber 😉 nicht viel ausrichten.
Immer und überall musst du mit Überfällen durch Affen rechnen 🙂 .

LG freshy
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1’715 Beiträge · seit 200603. Aug. 2018 ·
Hallo Hiluchs

In Maun und Kasane musst Du vorallem mit Affen rechnen, aber die sind nicht nachtaktiv. In Maun hatten wir auch schon Kühe auf dem Platz, aber die sind nicht wirklich gefährlich.

Auf Campingplätze ausserhalb von Ortschaften sieht das, besonders an einem Fluss, anders aus. Da kommen schon mal Elefanten und Hippos vorbei und das nicht nur in Parks.

Gruss
Emanuel

PS: wir sind auch schon bald wieder auf Safari.

Gruss
Emanuel
http://africanomads.wordpress.com/ www.nelson2africa.blogspot.com https://europenomads.travel.blog/ YouTube Kanal https://bit.ly/3uEEK59
zuletzt bearbeitet 03. Aug. 2018
4’387 Beiträge · seit 201503. Aug. 2018 ·
Hallo, Emanuel,
Du schreibst:
In Maun und Kasane musst Du vorallem mit Affen rechnen, aber die sind nachtaktiv
Es ist mir neu, dass Paviane und Meerkatzen nachtaktiv sind. Auch in div. Nachschlagewerken habe ich dazu keine Hinweise gefunden. Gibt es dazu evtl. neuere Erkenntnisse über Verhaltensänderungen aufgrund von Beleuchtung auf Campsites oder Nichtvorhandensein von Beutegreifern auf Lodgegelände?
Gruß
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
4’387 Beiträge · seit 201503. Aug. 2018 ·
Danke Friederike

Da fehlte das Wörtchen NICHT, habe es hinzugefügt. 😮

Grusse
Emanuel

Oh, und ich habe schon an eine aufsehenerregende evolutionäre Entwicklung geglaubt 🤩
Grüße und schöne Reise
Friederike
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Themenstarter130 Beiträge · seit 201704. Aug. 2018 ·
Danke für die Infos. Zum Thema Affen: Ich schieße zwar nicht gerne auf Tiere, aber lästige Affen können sehr unangenehm sein. Hatte einmal mit einem Rhesus Affen in Indien Bekanntschaft gemacht. Der zeigte mir einmal seine Zähne und wurde aggressiv.
Ist es ratsam eine Zwille mitzunehmen?
LG
2’497 Beiträge · seit 201104. Aug. 2018 ·
Hallo,

Affen sind kluge Tiere und zudem auch noch sexistisch und rassistisch. Es heißt, sie unterscheiden nach Hautfarbe und Geschecht. Wenn ein schwarzer Mann einen Stein aufhebt, reicht das, der Weisse muss den Stein drohend hochheben, die schwarze Frau muss ihn werfen und die Weisse kann eigentlich machen, was sie will, da passiert eh nichts. 🤩 Ein bisschen weniger drastisch haben wir es tatsächlich erlebt. 😗

Ich würde eine Zwille mitnehmen, zumindest schreckt sie ab. Wenn Du auch noch damit umgehen kannst umso besser. (Ich kann es nicht, bin weiss und weiblich). 😊

Viele Grüße
Karin (die aber mit lautem Geschrei und Armefuchteln auch schon einen Pavian vertrieben hat, allerdings einen nicht agressiven)
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
zuletzt bearbeitet 04. Aug. 2018
1’715 Beiträge · seit 200604. Aug. 2018 ·
Es kann sein, dass ich ein Mann, ziemlich lange reise und meist sonnengebräunt bin. Jedenfalls muss ich meisten nur bücken, oder die Zwille aufziehen und dann hauen sie oft schon ab, Das heisst aber nicht, dass sie uns noch nie etwas geklaut haben.

Gruss
Emanuel
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zuletzt bearbeitet 04. Aug. 2018
151 Beiträge · seit 201612. Aug. 2018 ·
Nach 4 Wochen quer durch Botswana von Süd bis Nord hatten wir in (zum Teil sehr wilden) Campings folgende Begegnungen:
-2 x Schakal
-1x Tüpfelhyäne
-1x braune Hyäne
-Affen im Bau
-Elefanten in Sichtweite

Das war alles, hatte zuvor auch gewisse Bedenken, die nicht erfüllt wurden. Falls Du oben am Chobe-River campen willst, gibt es in Muchenje, 10 Km vom Gate weg, eine Campsite, die eingezäunt ist (Elektrozaun).