Achtung: Geburtsurkunde auch für Namibia verlangt!

84 Antworten · 13,1k Aufrufe · gestartet 13. Dez. 2016 von travelNAMIBIA
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Themenstarter33,2k Beiträge · seit 200614. Dez. 2016 ·
Hi Guido,
Nebenbei fände ich es sehr spannend, ob das geschätzte Ministerium denn sagen kann, auf welche "UNICEF-Vorgabe" es sich beruft?
vielleicht in schriftlicher Form dann, wenn sie denn was schriftlich schicken....
Das andere war telefonische Auskunft.

Viele Grüße
Christian
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890 Beiträge · seit 201614. Dez. 2016 ·
.....na mal gucken wann das Schreiben kommt, da wollte sicher wieder Mal nen ganz Übereifriger am Schalter zeigen wer Chef im Ring ist.....
zuletzt bearbeitet 14. Dez. 2016
Themenstarter33,2k Beiträge · seit 200614. Dez. 2016 ·
Eben eingetrudelt.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian

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Themenstarter33,2k Beiträge · seit 200621. Dez. 2016 ·
Hi zusammen,

ich bin vor einigen Tagen mit zwei Kindern von WDH nach FRA geflogen. Es wurde nicht nach den Geburtsurkunden gefragt. Auf Nachfrage wurde mir gesagt, dass stichprobenartig diese verlangt werden und es seit 2014 dazu eine Vorschrift gäbe.

Viele Grüße aus D
Christian
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Themenstarter33,2k Beiträge · seit 200629. Dez. 2016 ·
Hi Guido,

ich war Dir noch eine Antwort "schuldig" bzgl. welche UNICEF Vorgabe...
Dazu schreibt die namibische Presseagentur heute:
"Human trafficking, particularly of women and children for sex, slavery or arranged marriages, is a global problem the
United Nations (UN) Protocol to Prevent, Suppress and Punish Trafficking in Persons is aiming to address through the implementation of such border controls. It falls under the UN Convention against Transnational Organised Crime."

Viele Grüße
Christian
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Themenstarter33,2k Beiträge · seit 200604. Jan. 2017 ·
Hallo allerseits,

Update zum Thema: "Die Regierung Namibias plant, die Vorschriften für die Ein- und Ausreise von Minderjährigen zu verschärfen. Das berichtet die Allgemeine Zeitung unter Berufung auf das Innenministerium. Bereits jetzt empfehle man Reisenden, das Original der vollständigen Geburtsurkunde von Minderjährigen dabei zu haben. Dies gelte auch für Touristen. Hintergrund sei der internationale Kampf gegen den Kinderhandel. So würden Kinder aus Afrika nach Europa verkauft und dort wie Sklaven oder Haustiere behandelt, zitiert die AZ eine Sprecherin des Innenministeriums. - In den Sommerferien hatten einige namibische Familien nicht nach Botswana und Südafrika einreisen dürfen, weil sie die erforderlichen Dokumente für die mitreisenden Kinder nicht vorlegen konnten." (Quelle: Hitradio Namibia)

Viele Grüße
Christian
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1’003 Beiträge · seit 200804. Jan. 2017 ·
Hi,
Hintergrund sei der internationale Kampf gegen den Kinderhandel. So würden Kinder aus Afrika nach Europa verkauft und dort wie Sklaven oder Haustiere behandelt, zitiert die AZ eine Sprecherin des Innenministeriums.
So einen Sch... habe ich selten gelesen. Ich habe noch nie von so einem Fall gehört. Und selbst wenn, dann ist es totaler Schwachsinn, sowas von Touristen mit ausländischem Pass zu verlangen. Außerdem sind diese Geburtsurkunden eine Momentaufnahme und sagen nichts über die aktuellen rechtlichen Verhältnisse aus. Außerdem wären die auch sehr leicht zu fälschen. Vor allem begründet das nicht, warum man dann von Europa aus ggf. nicht einreisen dürfte oder nicht mitgenommen wird. Verkauf europäischer Kinder nach Afrika ???

Grundlegend kann das ja über den Pass überwacht werden, da könnte dann eine Sperre über Interpol rein, wenn die Kinder ein Land nicht verlassen dürfen und das reicht.

Interessant wäre mal die Frage, wenn ein ausländisches Kind (wie auch immer) in RSA/NAM ist und dann an der Rückreise gehindert wird ... . Wie soll das gehen? Scheint auch völkerrechtlich genzwertig, weil ja quasi ein ausländischer Staatsbürger ohne Grund "eingesperrt" wird.

Aber gut, tut nicht weh, sowas auch noch mitzunehmen.

Wenn Afrika keine anderen Probleme hat.

Gruss
Christian
828 Beiträge · seit 201604. Jan. 2017 ·
fordfahrer schrieb:

Wenn Afrika keine anderen Probleme hat.

Gruss
Christian
Hallo Christian

Afrika hat noch viele, viele andere Probleme und die meisten davon sind leider selbstgemacht. 😗

Ich empfehle immer dieses Buch von Volker Seitz, einem ehemaligen Diplomaten, der 17 Jahre in Afrika gelebt hat, zu lesen. Dann legt man schnell die rosarote Brille weg, wäre auch eine gute Pflichtlektüre für naive Politiker in der EU...

https://www.perlentaucher.de/buch/volker-seitz/afrika-wird-armregiert-oder-wie-man-afrika-wirklich-helfen-kann.html


PS... in Südafrika denkt man übrigens daran, den ganzen Unsinn wieder abzuschaffen habe ich kürzlich in einer Zeitung gelesen.

lg A
Themenstarter33,2k Beiträge · seit 200604. Jan. 2017 ·
Hi Christian,

ich verstehe die Aufregung nicht, denn wie Du selber schreibst, ist es ja kaum ein Problem eine solche mitzuführen. Und wenn es eine Empfehlung der Vereinten Nationen ist, sollten es wohl eigentlich alle Staaten umsetzen....?! Da waren Südafrika und Botswana wohl die Vorreiter weltweit.

Viele Grüße
Christian
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Gast04. Jan. 2017 ·
Hallo,

wie auch in Südafrika: Völlig untaugliche Maßnahmen für gar nicht vorhandene Probleme.
travelNAMIBIA schrieb:Und wenn es eine Empfehlung der Vereinten Nationen ist, sollten es wohl eigentlich alle Staaten umsetzen....?! Da waren Südafrika und Botswana wohl die Vorreiter weltweit.
Ein Wort mit V würde mir da auch einfallen. Es wäre aber nicht Vorreiter sondern Vollpfosten. Ich habe noch nicht gehört, dass Deutschland, die EU oder die ganzen asiatischen Reiseländer das einführen wollen. Es wäre auch komplett sinnlos, weil eben auch durch Laien in 2 Minuten zum Nulltarif zu fälschen. Namibische Grenzbeamte werden definitiv nicht die unterschiedlichen Formate für Geburtsurkunden von mehr als 200 Ländern kennen. Und selbst wenn sie sie kennen würden, haben sie null Chance, diese zu verifizieren. In bezug auf die Verhinderung von Kinderhandel deshalb 0,0 Effekt und unter dem Strich nur Tourismusbehinderung. Aber die Wirtschaft in Südafrika und Namibia läuft ja bombig.

Beste Grüße

Guido
348 Beiträge · seit 201104. Jan. 2017 ·
So würden Kinder aus Afrika nach Europa verkauft und dort wie Sklaven oder Haustiere behandelt, zitiert die AZ eine Sprecherin des Innenministeriums. -
Ich hoffe nicht, dass da was dran ist, wenn ja sollte die Sprecherin schleunigst Beweise dafür vorlegen,
ansonsten ist das eine mehr als geschmacklose Stimmungsmache gegen Europäer, oder ist es ein vorgezogener Aprilscherz?

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
Themenstarter33,2k Beiträge · seit 200604. Jan. 2017 ·
Hi Guido,
Ich habe noch nicht gehört, dass Deutschland, die EU oder die ganzen asiatischen Reiseländer das einführen wollen.
keine Ahnung mit den asiatischen Staaten. Brasilien hat es für Kinder von Brasilianern bzw. Kinder mit einem brasilianischen Pass. Aber irgendeiner fängt halt immer an...
für gar nicht vorhandene Probleme.
Weiß nicht, ob Du mit der Behauptung richtig liegst. Hintergrund der Empfehlung der UNO ist wohl, dass bis zu 40.000 Kinder (!) im Jahr über Südafrika "verschleppt" werden sollen (und dann via oder von v.a. Nigeria in die "westliche" Welt). Ob die Zahlen stimmen, vermag ich nicht zu sagen, aber selbst wenn es nur 4000 sind und durch die Maßnahme 3900 werden, macht es Sinn.
Namibische Grenzbeamte werden definitiv nicht die unterschiedlichen Formate für Geburtsurkunden von mehr als 200 Ländern kennen.
Möglich, was aber bei Reisepässen ja auch so wäre. Da gibt es ja schöne Farbheftchen, die man auch für Geburtsurkunden machen könnte, wo die von jedem Land abgebildet sind (habe mal so eine Mappe beim Ngoma-Übergang gesehen... denn da standen vor mir welche aus St. Vincent & Grenadinen in der Schlange... da musste die Dame erstmal nach dem Passaussehen suchen).

Hallo allerseits,
ich verstehe diese Diskussionen immer weniger. Worüber regt ihr Euch auf? Über die Sinnhaftigkeit der Empfehlung der UNO? Darüber, ob es Sinn macht diese Empfehlung umzusetzen? Wenn ich jede Verordnung und jedes Gesetz in welchem Land auch immer so in Frage stellen würde, dann würde ich zu nix anderem mehr kommen 😉 Regt ihr Euch darüber auf, dass es Mehrarbeit bedeutet (was, abgesehen von den Fällen von allein reisenden Minderjährigen oder solchen mit nur einem Elternteil etwa 5 Minuten sind)? Die UNO (WHO)-Empfehlung zur staatliche geförderten Beschneidung um HIV einzudämmen wurde z.B. auch von vielen Ländern (u.a. Namibia), aber nicht allen umgesetzt. Ist es deshalb richtig oder falsch, sinnlos oder sinnvoll?

Es gibt nun zwei Möglichkeiten: Man bleibt zu Hause/reist woanders hin oder besorgt sich die nötigen Unterlagen. Ob man es richtig/sinnvoll/schön/gut/schlecht/bescheiden/unsinnig oder sonstwie findet. Ich z. B. reise nicht mehr in die USA - habe keine Lust diesem zwielichtigen Staat irgendwelche Daten die über das nötigste hinausgehen zur Verfügung zu stellen. Bewusste Entscheidung, die jeder auch in diesem Fall treffen kann.

Beste Grüße
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
348 Beiträge · seit 201104. Jan. 2017 ·
Hallo Christian
Ich finde die Massnahme betreffend der Geburtsurkunde als angemessen und durchaus zumutbar.
Was ich allerdings nicht nur bedenklich, sondern unter aller Sau finde ist die Aussage der Sprecherin des Ministeriums.
Alle Afrikaner betreffend zB. Korruption pauschal so zu verunglimpfen wäre doch auch nicht richtig, oder obwohl da sich da sicher mehr Wahrheit dahinter verbergen würde, oder?
Andererseits, aus dem Europa, wo ich her komme habe ich Sklaverei mit afrikanische Kindern, bzw. Erwachsenen nur von Afrikanern bzw. Arabern vernommen und die ausgerechnet im Staatsdienst der jeweiligen Staaten, Botschaftsangehörige etc.
Könnte aber auch möglich sein, dass die Sprecherin gar nicht weiss, wo Europa überhaupt liegt. 😉
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
2’338 Beiträge · seit 200704. Jan. 2017 ·
So würden Kinder aus Afrika nach Europa verkauft und dort wie Sklaven oder Haustiere behandelt, zitiert die AZ eine Sprecherin des Innenministeriums.
Turi schrieb:
ich hoffe nicht, dass da was dran ist, wenn ja sollte die Sprecherin schleunigst Beweise dafür vorlegen,
ansonsten ist das eine mehr als geschmacklose Stimmungsmache gegen Europäer, oder ist es ein vorgezogener Aprilscherz?
Wobei man sagen muss, dass wir gegenüber unseren Haustieren oft mehr Verantwortungsbewusstsein haben, als manche Afrikaner, die da einfach so gedankenlos Kinder in die Welt setzen, die sie kaum ernähren können.

Viele Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
284 Beiträge · seit 201405. Jan. 2017 ·
Erika schrieb:Wobei man sagen muss, dass wir gegenüber unseren Haustieren oft mehr Verantwortungsbewusstsein haben, als manche Afrikaner, die da einfach so gedankenlos Kinder in die Welt setzen, die sie kaum ernähren können.
Eigentlich sollte inzwischen jeder mitbekommen haben, dass überall die Kinder die Altersversicherung sind und je größer die Gefahr, dass nicht alle das erwerbsfähige Alter erreichen, desto mehr muss man in die Welt setzen. Ist nicht nur in Afrika so, sondern auch bei uns, nur ist dort der Effekt unmittelbar, wer keine Kinder hat, hat im Alter ein Problem, während bei uns sich das auf alle verteilt und es deswegen weniger auffällt, wenn die Generation, die keine Kinder in die Welt setzte trotzdem nicht auf Rente verzichten will und damit den nachfolgenden Generationen noch mehr Belastungen aufhalst. Im übrigen gabs und gibts auch bei uns jede Menge Eltern, die sich nicht um ihre Kinder kümmern und nicht für adäquates Essen sorgen. Es gibt daher keinerlei Grund für solche abfälligen generalisierenden Bemerkungen gegenüber Afrikanern.
travelNAMIBIA schrieb:
Die UNO (WHO)-Empfehlung zur staatliche geförderten Beschneidung um HIV einzudämmen wurde z.B. auch von vielen Ländern (u.a. Namibia), aber nicht allen umgesetzt. Ist es deshalb richtig oder falsch, sinnlos oder sinnvoll?
In diesem Fall falsch und sinnlos, weil die Studien, die das belegen nicht wissenschaftlichen Ansprüchen genügen. Und die UN und WHO sind politische Organisationen, dort werden Interessen durchgesetzt und nicht neutral und wissenschaftlich entschieden. (Sonst wäre ja auch Saudi Arabien nicht im Menschenrechtsrat oder die UN hätte nicht die Cholera nach Haiti eingeschleppt)

Zum Ursprungsthema: Wenn das reisende Kind einen Pass hat, den können ja nur die Eltern beantragen, genau wiue die Geburtsurkunde und beides wird von den gleichen Behörden ausgestellt, nur dass Pässe fälschungssicherer sind. Da erschließt sich mir der Sinn einer zusätzlichen Urkunde nicht. Dass nachgefragt wird wenn nicht beide Eltern dabei sind ist sicherlich sinnvoll wobei dass dann ja auch alleine reisende Jugendliche oder Großeltern mit Enkel vor größere Probleme stellt. Bei uns interessiert es kaum, wenn man mit fremdem Kind reist, bei der Ausreise (Richtung GB) wurde nur wegen Ferien gefragt (da am Abflugflughafen noch keine waren) und bei der Einreise in GB wurde das Kind gefragt, ob die Eltern wissen, dass es mit mir verreist (was promt falsch verstanden und mit no beantwortet wurde 🙁 was weitere Fragen zur Folge hatte) . In umgekehrter Richtung hats niemand interessiert.
franzastische Reisen, Fotos und mehr - https://franzastisch.de
Gast05. Jan. 2017 ·
Moin,
travelNAMIBIA schrieb:Hintergrund der Empfehlung der UNO ist wohl, dass bis zu 40.000 Kinder (!) im Jahr über Südafrika "verschleppt" werden sollen (und dann via oder von v.a. Nigeria in die "westliche" Welt).
Ich müsste das jetzt neu recherchieren, aber wenn ich mich richtig erinnere, gab es vor einigen Jahren eine einzige Studie, die angebliche massiven Kinderhandel in Südafrika aufgeziegt hat. Diese Studie hat auch in Südafrika primär den Unsinn mit den Geburtsurkunden getriggert. Diese Studie wurde später als Nonsens entlarvt.

Und bitteschön: Als Begründung anzuführen, dass in Südafrika und Namibia Kinder entführt werden, die in Europa als Haustiere und Sklaven gehalten werden, ist an Schwachsinnigkeit schwer zu übertreffen. Wenn Du die Maßnahme verteidigst, dann zeig mir, A wo solche Fälle massenweise dokumentiert sind und B wie dieses zusätzliche Dokument irgendwie nutzt und fälschungssicher ist.
travelNAMIBIA schrieb:Worüber regt ihr Euch auf?
Es ist einfach kompletter Schwachsinn. Und ja, in Deutschland ist der Aufwand nicht hoch, sich das Dokument zu beschaffen. Aber es fängt dann ja schon wieder an: Teilweise ist von "beglaubigten Kopien der Geburtsurkunde" die Rede. Muss ich noch zum Notar? Welche Beglaubigung aus Deutschland wird in Namibia, Botswana oder sonstwo anerkannt? Es bringt nichts und verursacht Aufwand und Unsicherheit.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 05. Jan. 2017
Themenstarter33,2k Beiträge · seit 200605. Jan. 2017 ·
Hi Guido,
Als Begründung anzuführen, dass in Südafrika und Namibia Kinder entführt werden, die in Europa als Haustiere und Sklaven gehalten werden, ist an Schwachsinnigkeit schwer zu übertreffen. Wenn Du die Maßnahme verteidigst, dann zeig mir, A wo solche Fälle massenweise dokumentiert sind und B wie dieses zusätzliche Dokument irgendwie nutzt und fälschungssicher ist.
die Begründung finde ich auch etwas seltsam. Vielleicht ist zur Ferienzeit auch irgendeine Putzfrau im Ministerium damit beauftragt worden, mal eben was zum Thema zu sagen 😉 Was auch immer die Begründung ist... es ändert nichts daran, dass die Geburtsurkunde nun nötig ist.

Dies ist sicher der Hintergrund der Zahlen, den Du ansprichst. Man ist sich da auch keineswegs sicher: http://theconversation.com/human-trafficking-in-south-africa-an-elusive-statistical-nightmare-43949
Auch hier ist - etwas aktueller - vom Thema die Rede: http://www.health24.com/Sex/News/sa-a-haven-of-sex-slavery-and-child-trafficking-20160406

Besten Gruß
Christian
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348 Beiträge · seit 201105. Jan. 2017 ·
Hallo Forumsgemeinde
Auf Nachfrage betreffend der Aussage, hier die Antwort der AZ, Zitat aus dem Mail an mich;
Zu Ihrer Frage: Diese Aussage hat die zitierte Ministeriumssprecherin am 28.12.2016 in ihrem Büro in Windhoek auf einer Pressekonferenz gemacht, der ich beigewohnt habe. Ich persönlich stimme mit Ihnen überein, dass diese Aussage bzw. Sorge jeglicher Realität entbehrt. Meine diesbezügliche Anfrage an das UN/Unicef-Büro in Windhoek, wo der Handlungsbedarf für den Schutz afrikanischer Kinder vor Versklavung in Europa herkommt (mit der Bitte um Zahlen und Fakten), wurde bis jetzt nicht beantwortet.
Also keine Zeitungsente sondern traurige Tatsache.

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
1’680 Beiträge · seit 200705. Jan. 2017 ·
vllt sollte aber auch einfach mal über den eigenen Tellerrand hinausgeschaut werden, denn "wir" sind ja nun mal nicht die einzigen Touristen/Einreisenden, von denen der Nachweis per Geburtsurkunde vorlegt werden muss .... ein weiteres Stichwort: Haager Konvention, denen Namibia beigetreten ist und dabei wiederum die Stichworte: "internationale Sorgerechtskonflikte" (Rückführung entführter Kinder und zu grenzüberschreitenden Umgangs- und Sorgerechtskonflikten) und "Haager Adoptionskonvention zum Adoptionskinderhandel" bzw Auslandsadoption
lG und bleibt gesund! M@rie M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012 "Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!" ~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
zuletzt bearbeitet 05. Jan. 2017