Tourismus in Namibia im Aufwärtstrend

809 Antworten · 227k Aufrufe · gestartet 08. Dez. 2011 von Guido.
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33,4k Beiträge · seit 200618. Dez. 2015 ·
Hi BMW,
habe ebenfalls die Nase voll von der unfreundlichen bzw. arroganten Immigration am Flughafen WH
Du lässt Dir Deine 3 Wochen Urlaub durch 60 Sekunden mit einer vielleicht nicht ganz ausgeschlafenen Dame bei der Einreise versauen? Ups. Dann wünsche ich Dir schonmal viel Spaß bei dem neuen Einreiseprozedere in JNB & Co ab Ende Januar (Fingerabdrücke + Foto von jedem Reisenden - soll 6 Minuten/Passagier dauern) 🙁

Hi Guido,
16,5 Prozent wären dramatisch, aber ich vermute, dass die NSA (Scheiß Unglückliche Abkürzung) wie die BON die HAN-Zahlen übernimmt?
so ist es - sind eigentlich eine Kombination aus HAN-basiertne Daten und von der Airports Company (die aber laut NSA keine von Oktober geliefert hat).

Viele Grüße
Christian
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1’005 Beiträge · seit 200818. Dez. 2015 ·
Ich hatte das ja hauptsächlich auf die Preissituation abgestellt.

Kriminalität muss man immer im Rahmen der Umstände beachten. Metropolitan JNB hat wenigstens die dreifache Menge von Menschen wie ganz Namibia zusammen (Dunkelziffer warscheinlich noch höher). Wir waren ja nun schon oft dort, unsicher habe ich mich nicht gefühlt. Klar gibt es Gewaltkriminalität, aber dann wohl eher mit Überfällen und Raub auf Häuser etc.. Mit solchem Kleinkram wie Koffern von Touris am Spar geben die sich nicht ab. Außerdem fällt man unter den doch zahlreichen Weissen und auch Hiluxen mit Ausrüstung nicht so sehr auf, wie in Windhoek.
Nur, dass wir uns nicht falsch verstehen, ich mag Ankommen in WDH viel mehr. Schon bei der Landung hüpfen die ersten Springböcke rum und die Büsche der Kalahari geben einem das Gefühl angekommen zu sein. OR Tambo ist ein Flughafen wie in jeder anderen Großsstad und die Stadtautobahnen könnten auch in Australien sein.
Aber, Flugpreise! 2012 konnte man, mit genügend Vorlauf auch in der Hauptsaison für unter EUR 700 pP FRA-WDH fliegen. Das gibt es gar nicht mehr, nicht mehr bei einem Jahr Vorausbuchung (nur noch in der Nebensaison). Bei vier Leuten machen halt EUR 200 pP eine Menge aus. Man versteht es auch nicht, wenn ich für EUR 525 mit der AN via WDH nach JNB fliegen kann, aber WDH EUR 750 kostet???? Das kann man noch nicht mal politisch nachvollziehen.

In der Preislage, die ich für die Mietwagen in JNB bezahle gibt es in WDH nur Hubert. Ich mag Hubert und er reagiert auch immer schnell bei Problemen, aber der Zustand der Fahrzeuge ist wirklich bedenklich und bei jeweils 14 Tagen nervt das einfach. 2 Mal hatten wir nur Glück, dass das Radlager in Windhoek am Ende auseinandergebrochen ist und dass die blinkende Öllampe, mit der das Fahrzeug schon übergeben wurde, keine negativen Auswirkungen hatte. Von solchen Sachen, wie Leistungsverlust und Klapper/Schepper, Sauberkeit, Zustand der Zelte etc. mal nicht zu reden. In JNB bekomme ich Autos, die maximal 2 Jahre alt sind und die kommen jedesmal aus dem Service, sind sauber und die Ausrüstung gepflegt. Die Zelte gehen zu und auch die Zeltplanen passen!

Ist halt einfach irgendwann die Schmerzgrenze überschritten. Ist schade, aber es fliegen ja noch genügend andere Leute nach WDH.

Die Grantigkeit der Einwanderungsbehörde kann ich auch nicht verstehen. Die könnten mal ein Praktikum in Muscat machen, da grinsen einen die Jungs auch um 3 Uhr in der Nacht noch mit "Welcome to Oman" an ... .

Gruss
Christian
zuletzt bearbeitet 18. Dez. 2015
1’155 Beiträge · seit 200618. Dez. 2015 ·
Schrotttool
zuletzt bearbeitet 18. Dez. 2015
1’155 Beiträge · seit 200618. Dez. 2015 ·
Namibia-Neuling schrieb:

Wenn hier wirklich ernsthaft darüber gesprochen wird wegen der Kriminialität in Windhoek lieber ab Johannesburg zu starten - sorry, gerade bei der genannten Alternative kann ich solche Sätze nicht für voll nehmen.
...wie gut kennst Du Jo'burg? Vom hören sagen nehme ich an? Wieviel Zeit hast Du schon dort verbracht?

Das Jo'burg von Heute ist nicht mehr das was es früher einmal war. Gerade bezüglich Kriminalität hat sich einiges getan.

lg tom
zuletzt bearbeitet 18. Dez. 2015
33,4k Beiträge · seit 200618. Dez. 2015 ·
Hi Christian,
Aber, Flugpreise! 2012 konnte man, mit genügend Vorlauf auch in der Hauptsaison für unter EUR 700 pP FRA-WDH fliegen. Das gibt es gar nicht mehr, nicht mehr bei einem Jahr Vorausbuchung (nur noch in der Nebensaison).
schau Dir mal den Thread an zu Flüge nach Windhoek im August/September 2016 - da haben viele um die 700 Euro gebucht, zur Hauptsaison.

Aber natürlich: Wenn nicht Namibia das Hauptreiseziel ist (was aber auf die wenigsten, die nach Windhoek fliegen, zutrifft), würde ich auch z.B. nach JNB fliegen.

Viele Grüße
Christian
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ThemenstarterGast18. Dez. 2015 ·
Hallo,
Namibia-Neuling schrieb:Die Immigration am Flughafen fand ich total unproblematisch.
Es kann nicht der Maßstab sein, wo es eventuell noch schlechter ist. Wie Christian schrieb: Im Oman fängt der Urlaub an der Immigration an. In Namibia muss man die Immigration erleiden. Ein bisschen Freundlichkeit kostet den Staat keinen Cent, aber man bekommt das seit Jahren einfach nicht hin. Der erste und der letzte Eindruck von Namibia ist meistens schlecht. Das ist völlig unnötig.
Namibia-Neuling schrieb:Wenn hier wirklich ernsthaft darüber gesprochen wird wegen der Kriminialität in Windhoek lieber ab Johannesburg zu starten - sorry, gerade bei der genannten Alternative kann ich solche Sätze nicht für voll nehmen.
Weil Du vor wenigen Monaten ein erstes und einziges Mal in Namibia warst, bist Du Experte dafür oder auf welcher Basis kommst Du zu der Einschätzung? Offizielle Kriminalitätsstatistiken, die Diebstahl und Raub an Touristen (in vergleichbarer Weise) für Namibia und Südafrika ausweisen, gibt es meines Wissens nicht.

Was die Flüge anbetrifft, ist es bei uns auch wie bei bei Christian. Johannesburg ist ein "Moloch" und Ankommen im "Dorf" Windhoek entspannter. Aber wenn man mit Kind(ern) reist und auf die Ferientermine angewiesen ist, dann ist Namibia meistens einfach raus. Ich hatte für die Herbstferien auch geguckt, kann aber nicht ein Jahr im Voraus buchen. Das Namibia-Ticket lag bei ca. 1.200 EUR. Dann reist man halt woanders hin - besonders wenn man schon ein paar Mal in Namibia war und Vieles schon gesehen hat.

Namibia lässt in vielerlei Hinsicht so viel Tourismus-Potential liegen - aber das wurde hier auch schon alles x Mal geschrieben. Es war wirklich schwer zu erreichen, aber der aktuell zuständige Minister beim MET scheint leider noch unfähiger als sein Vorgänger zu sein. Bisher fiel der nur dadurch auf, dass er mit falschen Zahlen, immer wieder die nicht sehr bedeutende Trophäenjagd anpreist. Wie er den viel größeren "Rest" der Tourismusbranche grundlegend voran bringen will, hat man noch nicht gehört und insofern wird da wenig voran gehen. Den Tourismus in Namibia innerhalb einer Legislaturperiode verdoppeln zu wollen, wäre mal ein ambitioniertes aber trotzdem realisierbares Ziel.

Noch offen ist, ob das neue Ministerium für SOEs in dieser Legislaturperiode zumindest die Keyplayer NWR und Air Namibia besser aufgestellt bekommt. Nach markigen Sprüchen zum Amtsantritt ist da nur noch wenig zu hören. Wenn der Tourismus in Namibia wächst dann eher trotz als wegen der Politik.

Beste Grüße

Guido
663 Beiträge · seit 201518. Dez. 2015 ·
Guido. schrieb:
Es kann nicht der Maßstab sein, wo es eventuell noch schlechter ist. Wie Christian schrieb: Im Oman fängt der Urlaub an der Immigration an. In Namibia muss man die Immigration erleiden.
Ich weiß echt nicht was Ihr da erleiden musstet. Wir standen an, Ausweis vorgelegt, Stempel bekommen, weiter. Wo ist da das Problem? Dass einen der Einwanderungsbeamte nicht gefragt hat wie der Flug war? Sorry, aber das war ein ordentlicher Ablauf, es ging zügig voran und es war frei von Schikanen. Wo ist das Problem? Wenn ich da an die Einzelabfertigung mit Fotos und Befragung in Kuba denke, die Schikanen in den USA, die vier Kontrollen und Befragungen hintereinander in Australien - da gehört Namibia definitiv zu den alles ganz relaxt Ländern bei der Einreise.
Namibia-Neuling schrieb:Weil Du vor wenigen Monaten ein erstes und einziges Mal in Namibia warst, bist Du Experte dafür oder auf welcher Basis kommst Du zu der Einschätzung?
Ich bin kein Experte und habe das nirgends behauptet. Zu den Einschätzungen komme ich aus diversen Gesprächen mit Leuten die in WDH und/oder JNB waren. Ob das repräsentativ ist - nicht mehr und nicht weniger als Eure Einschätzungen zur Immigration.
1’155 Beiträge · seit 200618. Dez. 2015 ·
Guido. schrieb:

Was die Flüge anbetrifft, ist es bei uns auch wie bei bei Christian. Johannesburg ist ein "Moloch" und Ankommen im "Dorf" Windhoek entspannter.
...ein "Moloch" 😎

...für mich eher eine prosperierende Metropole, mit unzähligen coolen Locations...Restaurants, Musik Bars, Kunstausstellungen, gute Shoppings..usw.. wenn ich da an Windhoek denke schläft mir das Gesicht ein... ich von meiner Seite liebe Johannesburg...und die wenigen Turis tauchen in der Masse unter und fallen gar nicht auf, im Gegensatz zu Windhoek wo sie gefundenes Fressen für Ganoven sind... 😉

lg tom

...
33,4k Beiträge · seit 200621. Dez. 2015 ·
Moin zusammen,

Update zum Thema von heute
"Die namibische Tourismusindustrie erwartet 2016 ein sehr erfolgreiches Jahr. Dies sagte Werner Beddies, Geschäftsführer des Dachverbandes namibischer Tourismus-Unternehmen FENATA, gegenüber Hitradio Namibia. Die Buchungszahlen seien jetzt schon sehr erfreulich; es handele sich um einen massiven Aufschwung. Das Thema Ebola hat keinen Einfluss mehr auf den namibischen Tourismussektor. Der derzeit schwache Namibia Dollar werde die Buchungsnachfrage weiter ankurbeln. Zudem sei Namibia weltweit für seine politisch und wirtschaftlich stabile Lage bekannt."

Viele Grüße aus Windhoek
Cjristian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
ThemenstarterGast06. Jan. 2016 ·
Hallo,

Christian hatte ja zuletzt geschrieben, dass die Übernachtungszahlen zuletzt nicht gut ausfielen. Ich hatte geschrieben, dass ich angesichts der guten Rahmenbedingungen von einem deutlichen Wachstum beim namibischen Tourismus ausgehe. Das würde ich eigentlich auch für 2016 erwarten. Gegenüber den Seuchenjahren 2013 und 2014 wird man auch ein deutliches Wachstum verzeichnen können, aber objektiv betrachtet läuft es wohl doch nicht allzu gut. Ich habe mal kurz auf die Flugstatistiken zur Hauptsaison beim Deutschen Bundesstatistikamt geschaut, die im Gegensatz zu Hokuspokus-Zahlen aus Namibia belastbar sind.

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Das ist immer noch ein deutlicher Rückgang in absoluten Zahlen und 75-82% Auslastung zur Ferien-Hauptsaison sind eigentlich richtig schlecht. Langfristig betrachtet scheint man in Namibia beim Tourismus immer noch im Minus zu sein. Gegenüber 2011 ist die Wirtschaftslage in Deutschland stabiler, der Ölpreis ist jetzt viel niedriger und statt 1:10 gab es im Sommer einen Wechselkurs von rund 1:14. Irgendwie drängt sich da als Ursache für Rückgänge nichts auf? Zum Vergleich auch die Südafrika-Zahlen, wo es trotz allem Gejammer in 2015 zumindest keinen Rückgang gegenüber 2011/12 gibt, während Namibia 13% seiner deutschen Touristen verloren hat. Das macht auch klar, dass es nicht an Wirtschaftslage in Deutschland, Ebolaangst, Wechselkurs, genereller Afrika-Unlust, kaltem Wetter im Sommer o.ä. liegen kann, denn das alles würde Südafrika auch betreffen. Die Ursachen müssen sehr spezifisch in Namibia liegen.

Warum 2011 und 2012 als Referenz und nicht 2013 oder 2014? In 2013 hatte Air Namibia das totale Seuchenjahr mit dem kurzfristig über den Haufen geworfenen Flugplan und hat da einen massiven Tourismuseinbruch verursacht. In 2014 hatte das immer noch Nachwirkungen und außerdem flog 2014 im Sommer ausschließlich Air Namibia direkt. Die Zahlen sind schwer mit 2015 vergleichbar. 2011, 2012 und 2015 gab es jeweils 6-7 AN-Flüge und 1-2 zusätzliche Direktflüge pro Woche durch deutsche Ferienflieger (früher Air Berlin und heute Condor). Insofern sind die Zahlen besser vergleichbar. Gegenüber 2013 und 2014 fiel 2015 natürlich zwangsweise besser aus.

Beste Grüße

Guido

* umfasst alle Passagiere, die einen Direktflug nach WDH gebucht haben, also aktuell ab FRA mit Air Namibia oder Condor
** umfasst alle Passagiere, deren letztbekanntes Streckenziel WDH war. Wer z.B. mit SAA via JNB nach WDH fliegt und eincheckt, taucht in der Statistik auf. Wer nach JNB fliegt und von da mit einem separaten Ticket nach WDH liegt, taucht in dieser Statistik gar nicht auf. Das sollten aber nicht viele sein.
zuletzt bearbeitet 06. Jan. 2016
ThemenstarterGast06. Jan. 2016 ·
Noch ein Aspekt: Air Namibia scheint seine Tarifpolitik gegenüber Reiseveranstaltern zuletzt geändert zu haben. Es fällt auf, das Veranstalter wie DSAR und Iwanowski keine Tariftabellen für das ganz Jahr mehr ausweisen. Iwanowski scheint auch nicht mehr AN-Sitzplatzkontingente auf "Vorrat" einzukaufen und zu vermarkten? Kann das jemand bestätigen und kennt ggf. Gründe? Oder ist das Folge des AN-Desasters in 2013, das Reiseveranstalter in Deutschland viel Geld gekostet hat?

Beste Grüße

Guido
33,4k Beiträge · seit 200606. Jan. 2016 ·
Hi Guido,
Ich habe mal kurz auf die Flugstatistiken zur Hauptsaison beim Deutschen Bundesstatistikamt geschaut, die im Gegensatz zu Hokuspokus-Zahlen aus Namibia belastbar sind.
ganz ehrlich, excuse my language, wenn ich das Lese, bekomme ich das Kotzen. Als wenn die in Deutschland irgendwie besser zählen können als die Namibia Airports Company. Das ist einfach eine Frechheit sowas zu behaupten und entbehrt jeglicher Grundlage - oder warst Du beim Zählen dabei?

Deutsche Touristen sind übrigens nur ein Teil der Namibia-Touristen - der größte aus Europa, aber eben nicht der Einzige Zielmarkt.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
33,4k Beiträge · seit 200606. Jan. 2016 ·
Hi Guido,

nachdem ich eben "Luft abgelassen" habe nun "ordentlich" 😉
Frohes Neues Jahr erst einmal!
Noch ein Aspekt: Air Namibia scheint seine Tarifpolitik gegenüber Reiseveranstaltern zuletzt geändert zu haben. Es fällt auf, das Veranstalter wie DSAR und Iwanowski keine Tariftabellen für das ganz Jahr mehr ausweisen. Iwanowski scheint auch nicht mehr AN-Sitzplatzkontingente auf "Vorrat" einzukaufen und zu vermarkten? Kann das jemand bestätigen und kennt ggf. Gründe? Oder ist das Folge des AN-Desasters in 2013, das Reiseveranstalter in Deutschland viel Geld gekostet hat?
so ist es - keine Kontingente mehr, keine Festpreise.

Viele Grüße
Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
ThemenstarterGast06. Jan. 2016 ·
Hallo,
travelNAMIBIA schrieb:ganz ehrlich, excuse my language, wenn ich das Lese, bekomme ich das Kotzen. Als wenn die in Deutschland irgendwie besser zählen können als die Namibia Airports Company. Das ist einfach eine Frechheit sowas zu behaupten und entbehrt jeglicher Grundlage - oder warst Du beim Zählen dabei?
Ich bezog mich einerseits auf die in meinem Posting explizit angesprochenen Übernachtungszahlen. Die HAN-Statistiken sind nicht belastbar und ja, das ist beweisbar, siehe z.B. hier in dem Thread:
http://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/215785-tourismus-in-namibia-im-abwaertstrend.html?start=54#217237

Das andere was ich hier im Sinn hatte, sind die jährlichen Jubel-Erfolgsmeldungen von NTB und MET, das man mittlerweile 1,3 Millionen Touristen in Namibia hätte und dass die Touristenzahlen von Jahr zu Jahr so ungemein wachsen. Halt primär bei Angolanern usw. Das diese Zahlen kein realistisches Bild von der Lage im namibischen Tourismus zeichnen, hast Du selbst hier schon geschrieben.

Insofern bitte nochmal prüfen, ob dein Brechreiz wirklich von meinem Posting ausgelöst wurde oder Dein Frühstück vielleicht nicht in Ordnung war. Ob man am Flughafen und anderen Grenzübergängen richtig zählen kann, weiß ich nicht und kann ich nicht beurteilen.
travelNAMIBIA schrieb:Deutsche Touristen sind übrigens nur ein Teil der Namibia-Touristen - der größte aus Europa, aber eben nicht der Einzige Zielmarkt.
Deutschsprachige Touristen machen laut Exit-Survey 2012/13 21% aller namibischen Urlaubstouristen aus. Das sind mehr als alle anderen europäischen Länder plus noch die USA zusammen ausmachen. Die o.g. benannten Zahlen beinhalten im Übrigen auch Österreicher, Schweizer, Holländer usw. sofern diese über einen deutschen Flughafen nach Namibia fliegen - z.B. mit AN ab FRA.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 06. Jan. 2016
33,4k Beiträge · seit 200606. Jan. 2016 ·
Hi Guido,

habe den Brechreiz stoppen können 😉 (Esse kein Frühstück, vielleicht lag es daran) - aber Du vergleichst dann schlichtweg Äpfel mit Birnen: Deutsche Flugstatistiken und Statistiken einer namibischen Tourismusorganisation, die auf freiwilliger Informationsherausgabe basiert (HAN).

Vielleicht ist es das Ziel des namibischen Tourismus ja auch, dass "mehr Angolaner ins Land kommen sollen". Das wird dann uneingeschränkt erreicht und ist positiv zu bewerten. Die Angolaner lassen nicht gerade wenig Geld im Land, auch wenn die Ausgabe nur zu einem geringen Satz "touristisch" (Hotelunterkünfte, Eintrittsgebühren in NPs) sind, sondern v.a. medizinischer Natur sind und "Shopping". Ein deutscher Tourist gab (2012/13) im Schnitt 1400 Namibia Dollar am Tag in Namibia aus, ein angolanischer "Tourist" mit N$ 3100 mit Abstand am meisten.

Was ich dem NTB/MET vorwerfe ist die Tatsache, dass es keine (öffentlich verfügbare) Tourismusstrategie gibt,

Viele Grüße
Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
ThemenstarterGast06. Jan. 2016 ·
Hallo,
A-Wolf schrieb:Alle anderen wie z.B. via London, Paris, Zürich, ... gehen unter? 😕
Wenn jemand z.B. HAM-LHR-JNB-WDH fliegt oder MUC-CDG-JNB, dann ist das in den oben genannten Zahlen enthalten.
A-Wolf schrieb:Das bestätigt wieder meinen Grundsatz: "traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast."
Intellektuell bestechend argumentiert. Da muss ich kapitulieren. 😎


Es gibt einfach kaum Zahlen aus Namibia, die ein realistisches, repräsentatives Bild der Lage der Tourismusbranche dort zeichnen und die Statistiken sind häufig eine Farce. Beispiel: Die vom MET veröffentlichte Exit-Umfrage 2012/13 konstatiert bei den neuerdings touristisch so bedeutenden einreisenden Angolanern, dass 11% von Ihnen nach Namibia kommen, um da Urlaub zu machen. Die ebenfalls vom MET veröffentlichte Arrival Statistik 2012/13 besagt, dass 28,9% der einreisenden Angolaner Urlaub in Namibia machen. Für exakt die selbe Angabe mal eben 160% Abweichung. Welches Urteil fällt man dann hinsichtlich Tourismus in Namibia?

Die Zahlen des Bundesstatistikamtes sind belastbar und werden seit vielen Jahren konsistent erhoben. Sie sind recht aussagekräftig für den nach Umsatz wohl immer noch wichtigsten Quellmarkt des namibischen Tourismus. Richtig ist natürlich auch: Ein vollständiges Bild des Tourismus in Namibia lässt sich auch damit nicht zeichnen. Aber auch der Vergleich mit Südafrika ist meines Erachtens immer recht aussagekräftig, weil es die gleiche Zielregion ist, Währung und makroökonomische Bedingungen weitgehend gleich sind.
travelnamibia schrieb:Als wenn die in Deutschland irgendwie besser zählen können als die Namibia Airports Company. Das ist einfach eine Frechheit sowas zu behaupten und entbehrt jeglicher Grundlage - oder warst Du beim Zählen dabei?
Ich habe übrigens noch mal nachgeguckt: Die Zahlen in Namibia werden mitnichten elektronisch erfasst - z.B. durch Scannen der Pässe. Von den ca. 1,5 Millionen handschriftlich bekritzelten Einreisezettelchen werden pro Jahr 50.000 bis 80.000 rausgezogen und das Draufgeschriebene ausgewertet. Das wird dann hochgerechnet und fertig ist die Tourismus-Statistik. In Deutschland werden die Zahlen an den Flughäfen weitgehend vollautomatisch erhoben. Also: Ja, in Deutschland wird objektiv besser gezählt.
Da musst Du jetzt durch 😎

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 06. Jan. 2016
2’486 Beiträge · seit 200606. Jan. 2016 ·
Naja, da brech ich dann aber gern mal eine grundsätzliche Lanze für die Hochrechnung. Bei 50.000 - 80.000 "Stichproben" dürfte die Hochrechnung von der Vollprüfung nicht so weit entfernt sein. Es sei denn, man geht davon aus, dass in Namibia "manuell" bei der Hochrechnung schlechter gezählt wird 😉
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
2’411 Beiträge · seit 201106. Jan. 2016 ·
Hallo Sanne,

da wir nicht wissen, wie die Zettelchen gezogen werden, d.h., ob die Ziehungen unabhängig voneinander sind, könnte es da schon bedeutende Verfälschungen geben.

LG aus dem bewölkten Puerto de la Cruz,

Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
ThemenstarterGast06. Jan. 2016 ·
Hallo Sanne,
Sanne schrieb:Naja, da brech ich dann aber gern mal eine grundsätzliche Lanze für die Hochrechnung. Bei 50.000 - 80.000 "Stichproben" dürfte die Hochrechnung von der Vollprüfung nicht so weit entfernt sein.
Was Gesamtzahlen an Touristen und andere größere Werte anbetrifft, kann das stimmen - wenn gewissenhaft gezählt wurde. Was diverse ausgewiesene, fein herunter gebrochene Detailwerte anbetrifft, stimmt das nicht. Wenn man die Ankömmlinge auf Herkunftsland und Monat runterbricht, dann muss man in der Stichprobe der Zettelchen rechnerisch für Februar 2013 z.B. 3,27 handgezählte Italiener und 4,06 Spanier gefunden und extrapoliert haben. Das ist dann eine statistische Basis mit großer Fehlertoleranz.
Sanne schrieb:Es sei denn, man geht davon aus, dass in Namibia "manuell" bei der Hochrechnung schlechter gezählt wird 😉
Wenn man nur gesetzte Kreuze auswerten müsste, könnte das ja noch klappen. Wenn man frei per Hand geschriebene Texte z.B. beim Country of Residence manuell auswertet, halte ich das für relativ fehlerträchtig.

Beste Grüße

Guido
1’483 Beiträge · seit 200907. Jan. 2016 ·
Hey, wo ist der für 20:53 Uhr angezeigte Beitrag von Guido geblieben?
Fragt Piscator