Oh, Ihr geht ins Hamilton? Dann bin ich ja gespannt, was sich in den letzten zehn Jahren seit meinem Besuch dort getan hat und wie es Euch gefallen wird.
Bei mir war es der Erstkontakt mit einer Luxuslodge in Afrika. Wir kamen dort an und wurden von Giraffen begrüßt. Ich war ganz begeistert und dachte noch: Was kann das schon kosten, wenn es ein "Zeltcamp" ist 🤪 Es war dann aber jeden Euro wert 😉
Liebe Grüße Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
nun ist schon wieder ein paar Tage mehr als gedacht vergangen und es wird Zeit, endlich den nächsten Routenabschnitt in Angriff zu nehmen. Susi hat schon mit mir gemeckert 😵 . Tag 14, Freitag 20.09.2013: vom Sirheni Bushveld Camp zum Pafuri River Camp
Der letzte Tag im Krüger bricht an. Kommende Nacht werden wir schon jenseits des Zaunes schlafen. Damit geht der wichtigste Abschnitt unserer Reise zu Ende 🙁 . Aber für uns steht schon längst fest, dass dies nicht der einzige Besuch des KNP bleiben wird 🙂 . Wir wollen früh losfahren und sind kurz vor sechs Uhr am Gate. Der Ranger glänzt immer noch durch Abwesenheit. Schließlich haben wir keine Lust mehr hier herumzustehen und schauen uns das Gate näher an. Das Vorhängeschloss ist nicht eingerastet und das verstehen wir als Aufforderung, nicht länger auf die "Schlafmütze" zu warten 😉 . Auf der S57 fahren wir direkt zur H1-7, die uns weiter nach Norden bringen wird. Das erste Highlight des Tages wartet nicht mal eine Stunde nach dem Verlassen des Camps auf uns: Mitten in der gelb-bräunlichen Landschaft sehen wir zwei Bäume, die durch ihr kräftiges Grün einen schönen Kontrast bilden. Wir haben Zeit und halten kurz für ein Foto an.
Die Bilder sind im Kasten und ich will weiterfahren. Susi erzählt plötzlich etwas von Löwen, die ein Stück weiter rechts von den Bäumen im Gras liegen sollen. Die Arme: Der Wunsch nach Katzen ist jetzt so groß, dass ihr Trugbilder vorgegaukelt werden 😛 . So muss es Menschen in der Wüste kurz vor dem Verdursten gehen. Trotzdem werfe ich einen Blick durch das Fernglas und kann es nicht glauben: Noch ein ganzes Stück hinter unseren Bäumen ist in einer kleinen Senke ein Wasserloch zu sehen. Und drum herum faulenzen fünf Löwen! Wie hat Susi die gesehen??? Egal… weg mit dem Fernglas und her mit dem Tele!
Wir freuen uns wie die Schneekönige: Da stehen wir mutterseelenallein mitten auf der H1-7 und können in aller Ruhe „unser eigenes“ Löwenrudel beobachten. Wir versuchen herauszubekommen, wie viele Tiere zum Rudel gehören. Da ein gemächliches Kommen und Gehen herrscht, ist das nicht so einfach. Hin und wieder verschwinden Familienmitglieder in der Senke und im angrenzenden Busch. Zwei Löwen und ungefähr fünf Löwinnen dürften es sein. Nach einer Weile hält ein Auto neben uns und fragt, was wir beobachten. Die südafrikanische Ehepaar staunt nicht schlecht 🤩 : Good eyes – well spotted 😉 . Aber die Großkatzen sind ihnen zu weit entfernt und sie fahren nach ein paar Minuten weiter. Auch wir machen uns eine Weile später auf den Weg. Viel schöner kann der Tag nicht anfangen. Wir wollen noch einen Abstecher nach Punda Maria machen und biegen auf die S58 ab, um über die H13 zum Camp zu fahren. Eigentlich wollten wir hier unsere letzte Nacht im KNP verbringen. Aber die Zelte im Punda Maria waren schon ausgebucht und die anderen Unterkünfte klangen nicht so verlockend. Trotzdem sind wir neugierig, wie uns die Zeltunterkünfte gefallen hätten. Schließlich werden wir irgendwann noch mal wieder kommen Bevor wir ins Camp hinein fahren, fahren wir noch den kleinen Loop (S99) von rund 20 Kilometern, der um das Camp herum führt. Die vielen verschiedenen Bäume machen den Weg interessant.
Es müssen ja nicht immer nur Katzen sein, die Begeisterung hervorrufen (ich denke cfm 2010 stimmt uns dazu 😉 ). Wann nimmt man sich schon die Zeit, in aller Ruhe die Flora um einen herum bewusst und in aller Seelenruhe zu genießen? So bummeln wir den Weg entlang und erfreuen uns an Farben und Formen. Hin und wieder sehen wie ein paar Affen und verschiedene Vögel….
(Graulärmvogel-Grey Go-away-bird)
(Haubenperlhuhn-Helmeted Guineafowl)
(Hammerkopf-Hamerkop)
(auch Miley Cyrus war vor Ort 😉 😛 )
Langweilig? Kein Stück 🙂 🙂 !! Immer öfter sehen wir Geier über uns hinweg fliegen.
Zunächst denken wir uns nichts dabei und fahren weiter. Aber es werden immer mehr und schließlich haben wir ja vor langer Zeit Karl May gelesen. Daher wissen wir, dass es neben den gefährlichen Finanzgeiern auch gefiederte gibt und eine größere Anzahl auf ein größeres verendetes Tier hindeuten könnte. Die Pad führt genau in die Richtung, in der wir nun etliche Vögel kreisen sehen. Und wir haben tatsächlich Glück: Ein paar Kilometer weiter sehen wir einen toten Kudu nur rund 20 Meter neben der Fahrspur gut sichtbar liegen. Auf ihm und um ihn herum zanken sich rund ein Duzend Aasfresser. Es herrscht ein ständiges Verdrängen, Gehacke und Gezeter. Der Kadaver ist noch ziemlich frisch, nicht einmal aufgebläht. Eine Geier bearbeiten den Kopf, den wir nur schlecht sehen können. Andere haben sich den Weg zu den Gedärmen durch die Afteröffnung gebahnt und verschwinden immer tiefer in dem Körper, wenn sie neue Fleischfetzen herausreißen. Nichts für sensible Zuschauer (also wer das nicht sehen mag jetzt bitte runterscrollen 😉 ). Aber ein faszinierendes Schauspiel.
Dann fahren wir die letzten paar Kilometer nach Punda Maria. Vor dem kleinen Laden lassen wir das Auto stehen und sehen uns ein wenig um. Mit einem Eis in der Hand gehen wir zu den Zeltunterkünften weiter. Die gefallen uns auf Anhieb und sind gedanklich schon für die nächste Tour gebucht. Anschließend geht’s weiter Richtung Norden, unaufhaltsam dem Ende unseres Besuchs im KNP entgegen.
(nochmal ein bisschen Landschaft...)
(...ein bisschen Flora)
(...und noch mal ein paar Tiere)
So ganz mögen wir uns noch nicht trennen und biegen auf die S63 ab, um die letzte Gelegenheit für einen kleinen Abstecher zu nutzen. Die Rest Area soll noch aufgrund der Überflutungsschäden gesperrt sein, haben wir gehört. Trotzdem versuchen wir es, im Zweifelsfall drehen wir halt um. Es ist jedoch kein Problem, bis zu dem Picknickplatz zu fahren. Hier ist einiges los. Etliche Feuer brennen und der Duft von gebratenem Fleisch liegt in der Luft.
Unten im Wasser schauen wir eine ganze Weile einem einzelnen Elefanten zu, der eifrig dabei ist, die Uferböschung abzutragen.
Wir entschließen uns, die 63 weiterzufahren, weil wir zum Crooks Corner wollen. Doch irgendwann ist die Straße dann doch gesperrt und wir müssen zurückfahren.
(letzte Impressionen aus dem grünen Norden des Parkes)
Nun ist der erste Teil unseres Urlaubs unwiderruflich zu Ende und wir verlassen den Park durch das Pafuri Gate. Es ist nur ein vorübergehender Abschied, da sind wir uns einig. Ich hätte nicht gedacht, dass mir der Park so gut gefällt. Da war am Anfang schon ein gewisses Maß an Skepsis, genährt durch Berichte von ungemütlichen großen Camps mit Massenabfertigung und Autorudeln bei den gesichteten Tieren mit ähnlichem Verhalten, wie es unsere gefiederten Freunde vor ein paar Stunden an den Tag gelegt haben. Umso größer ist unsere Freude darüber, wie sich der Park uns gegenüber präsentiert hat. Natürlich ist man hier nicht alleine unterwegs, aber um diese Jahreszeit hat man nicht das Gefühl, durch einen überfüllten Park zu fahren.
Gleich hinter dem Tor biegen wir links ab zum Pafuri Rivercamp.
Wir fahren eine ganze Zeit lang direkt am Zaun entlang und haben das Gefühl, uns auf der falschen Seite zu bewegen. Das Camp ist schon eine Nummer für sich. Unsere Betten sind mit einer Gewebeplane zeltartig überspannt und liegen sozusagen im ersten Stock, erreichbar über eine kurze Stiege.
(das Dusch und Klo"häuschen")
Unter drunter befindet sich die „Freiluftküche“. Affensicher mit Maschendraht befestigt, ausgestattet mit Spüle, Kochgelegenheit und einer riesigen Kühltruhe, die wir jedoch nicht nutzen, weil ich mir beim Öffnen sicher bin, dass drinnen schon manches Tier gestorben ist. Davon abgesehen ist alles in bester Ordnung. Wir kaufen zwei Packungen Eis und kühlen unsere Sachen halt in unserer Kühltasche und Kochtöpfen, die wir dafür zweckentfremden 😎 .
Abends genießen wir das leckere Essen im Camp. Wir sitzen mit einer Gruppe von fünf Österreichern an einem langen Tisch in einer Art Boma. Eine originelle Truppe mit einem nach Capetown ausgewanderten „Rübezahl“ und – gegensächlicher geht es kaum – drei Damen aus Wien, die ein wenig etepetete wirken und so viel Natur pur kaum fassen können.
(Susi hat einen neuen "Kerl" Namens Bonsai 😉 )
Nach dem Essen gehen wir durch die Dunkelheit zurück zu unserer Unterkunft. Während wir gegessen haben, hat jemand mehrere Petroleumlampen angezündet, die unser kleines Camp jetzt geradezu romantisch beleuchten. Wir setzen uns noch ein wenig vor unsere Unterkunft und lassen den Tag mit einem Gin Tonic ausklingen.
Susi gelingt es noch, eine knuffige Klein-Flecken-Ginsterkatze (Small- Spotted Genet) zu fotografieren.
Dann entern wir zu unseren Betten auf und schlafen tief und fest.
Gefahrene Kilometer: 192 Kosten der Unterkunft: 1.000,00 ZR inkl. Frühstück und Abendessen
AAAHHH 🤩 🤩 🤩 !! Es geht weiter !!! Ich warte jetzt, bis das UNDER CONSTRUCTION-Zeichen verschwindet und dann werde ich geniessen ... 😁 😁 Freu mich... 😎
vielen Dank für die Fortsetzung und die tollen Fotos. Alle Achtung für die Löwensichtung, ich glaube nicht, dass ich die bemerkt hätte. Aber für sowas haben wir ja auch unsere Sichtungsexpertin im Auto. 😉 Kinder sehen manchmal deutlich mehr als wir.
Die Gegend um Punda Maria und hoch nach Parfuri gehört zu unseren Lieblingsecken im Krüger. Inbesondere die S 99 und Crooks Corner ist toll. Hippos noch und nöcher da oben. 😎
Die Safari-Tents in Punda Maria sind sehr schön. Allerdings haben wir da auch im April mal die kälteste Nacht aller unserer Afrika-Urlaube erlebt. Das Parfuri River Camp sieht ja schon etwas - sagen wir mal - rustikal aus. Ich brauche keinen Luxus in Afrika, aber die Tents in Punda Maria sind eindeutig netter. Allerdings können die immer nur mit zwei Personen belegt werden. Wir werden uns für die nächste Nord-Tour mit Mara auch eine andere Unterkunft suchen müssen. 🙁
Susi65Themenstarter1’132 Beiträge · seit 201105. Mai 2014 ·
Nane42 schrieb:Tolle Bilder aus dem nördlichen Kruger !!! Die "Baum-Fotos" sind wirklich klasse 😁 !!
Hallo Nane,
und der große Vorteil bei der Baumfotografie ist, dass man reichlich Zeit hat Fotos zu machen, da Bäume ja nicht weglaufen können 🙂 😉 ....und wie man ja gesehen hat, kann man so manchmal auch ein paar gut versteckte Löwen entdecken 😄 .
mamba29 schrieb:Alle Achtung für die Löwensichtung, ich glaube nicht, dass ich die bemerkt hätte. Aber für sowas haben wir ja auch unsere Sichtungsexpertin im Auto. 😉
Also ich muss sagen, ich war auch ganz stolz auf mich, dass ich die Löwen in der Entfernung entdeckt habe (zumal mein Augenarzt gerade festgestellt hat, dass ich kurzsichtig bin und dringend eine Brille brauche 🤩 )
mamba29 schrieb: Die Gegend um Punda Maria und hoch nach Parfuri gehört zu unseren Lieblingsecken im Krüger. Inbesondere die S 99 und Crooks Corner ist toll.
Landschaftlich hat uns der Norden super gefallen, und Crooks Corner hätten wir auch gerne gesehen. Tiere gab dort allerdings deutlich weniger als im Süden und Hippos haben wir leider weiter keine gesehen 😐 .
mamba29 schrieb: Die Safari-Tents in Punda Maria sind sehr schön. Allerdings haben wir da auch im April mal die kälteste Nacht aller unserer Afrika-Urlaube erlebt. Das Parfuri River Camp sieht ja schon etwas - sagen wir mal - rustikal aus.
Die Zelte in Punda Maria haben uns auch ausgesprochen gut gefallen, aber das Pafuri River Camp war jetzt auch nicht schlecht. Bis auf den Kühlschrank war alles sehr gepflegt und die "Gastgeber" sehr nett. Zwei Nächte später (da zog eine Kaltfront durch), hätte ich in dem Zelt aber wohl tierisch gefroren.
mamba29 schrieb: Ich freue mich auf die Fortsetzung
Das werde ich Michael ausrichten. Der ist jetzt nämlich eigentlich für den Rest verantwortlich 😉 ....ich bin gerade dabei den nächsten Reisebericht "vorzubereiten".
schön, dass es bei euch jetzt wieder weiter geht. Ich wollte schon BESCHWERDE einlegen. 😄
Die Löwensichtung von Susi "Adlerauge" 🤪 ist wirklich bemerkenswert. Auf solche eine Entfernung das Rudel zu entdecken, das immer gut getarnt in der Umgebung liegt, ist beachtenswert.
Tolles Bild auch von der Ginsterkatze. Ihr habt sie bestimmt angeleuchtet, oder?
Freue mich auf den weiteren Verlauf dieser vorletzten Reise. Ihr wisst ja schon, dass ihr etwas Gas geben müsst, damit der Reisebericht der letzten Reise vor Beginn der nächsten Reise fertig ist ?! 🤪 🙄 🤩
Susi65Themenstarter1’132 Beiträge · seit 201105. Mai 2014 ·
take-off schrieb: schön, dass es bei euch jetzt wieder weiter geht. Ich wollte schon BESCHWERDE einlegen. 😄
Die aber bitte ausschließlich an Michael 🤪 😗 😘 ...wenn der wüsste was ich hier so "verkünde" 😛 😉
take-off schrieb: Tolles Bild auch von der Ginsterkatze. Ihr habt sie bestimmt angeleuchtet, oder?
Neeee, "geblitztdingst" 😊 . Ich durfte auch nur ein ganz paar Fotos machen, dann hat Michael mit mir "geschimpft", ich soll den Kleinen mit dem Blitz nicht so erschrecken.
take-off schrieb: Ihr wisst ja schon, dass ihr etwas Gas geben müsst, damit der Reisebericht der letzten Reise vor Beginn der nächsten Reise fertig ist ?! 🤪 🙄 🤩
Bemühe mich schon 😛 . Wenn ich nicht andauernd zu irgendwelche Forumstreffen "müsste" , wäre ich bestimmt viel, viel schneller 😗 . Ich fürchte Reiseberichttechnisch gesehen werdet ihr vor uns im KTP ankommen 😁 😁 .
Susi65Themenstarter1’132 Beiträge · seit 201105. Mai 2014 ·
Hallo liebe Claxens on Tour,
viel, viele liebe Grüße zurück. Schön wieder von Euch zu hören....und noch ganz viel Spaß auf der Nunda River Lodge und auf Eurer restlichen Tour. Sind schon sehr gespant was ihr zu erzählen habt 🙂 🙂 .
Liebe Grüße natürlich auch von Michael (und dem Murkel)
bevor wir am Freitag früh in den Morgenzug nach HH einsteigen (schließlich wissen wir, dass es in Hamburg zum Hafengeburtstag besonders schön ist), einen lieben Gruß von Bayern nach Hamburg.
Dein Bericht ist schön, einen kleinen Teil (die letzten Tage) hab ich nachgelesen und werde mir den Rest auch noch irgendwann mal reinziehen. Ganz bestimmt sogar.
In diesem Sinne, halt mal am Freitag Ausschau nach der "Morgenster", dort sind wir zur "after-work-Party" auf der Elbe unterwegs.
Susi65Themenstarter1’132 Beiträge · seit 201108. Mai 2014 ·
Moin, moin Schorsch, dann sag' ich noch mal willkommen im Reisebericht und natürlich auch in Hamburg 😁 . Nachdem wir die letzten Wochenenden immer sehr schönes, sonniges Wetter hier im Norden hatten, habt ihr Euch jetzt leider ein feuchteres Wochenende für Euren Besuch ausgesucht....aber Hafengehurtstag hat schon was 😎 . Wenn Ihr nicht Eure After-Work-Veranstaltung (wieso eigentlich After-Work...ihr müsst doch bestimmt am Freitag nicht arbeiten 😛 😉 ) hättet, hättet Ihr ja eigenflich zum Hamburger Forumstreffen bzw. zur ersten Sabbelrunde kommen können....aber wer weiß, das wird ja nicht Euer letzter Besuch in HH sein.
Viel Spaß auf jeden Fall beim Schippern auf der Elbe und liebe Grüße auch an die Schorschine
Danke für den schönen RB und die perfekten Bilder! Da kommt man doch sofort wieder ins schwärmen und möchte auch gleich wieder losfahren... Ihr hattet doch richtiges Katzen- und Hyänenglück im KNP. 🙂 Und die Bilder von dem vielen "Kleingetier" wie Vögel und den Libellen sind auch mal etwas anderes. Euren Eindruck von der Hütte in Sirheni können wir auch nur teilen, nichts um dort noch einmal zu Übernachten.
Susi65Themenstarter1’132 Beiträge · seit 201125. Mai 2014 ·
Hallo Cfm, hallo Dagmar,
wenn wir uns nicht auf Forumstreffen rumtreiben, dann ist das Wetter hier im Norden sooo schön, dass man garnicht am Computer sitzen mag 😛 . Werde mal versuchen nachher auf der Terasse sitzend ein Stückchen weiter zu kommen.
Huhu Susi, Ich warte auch schon sehnsüchtig !!!! 😉 🤪 Wollte eigentlich heute einiges im Garten machen ( auch in Köln ist herrliches Wetter), aber ich bin so erkältet, dass ich lieber auf dem Sofa herumlümmele... Also bitte, bitte, wenigstens ein Kapitel.... 😁 😉 LG, Nane 🙂
Susi65Themenstarter1’132 Beiträge · seit 201127. Mai 2014 ·
Sooo, langsam aber sicher geht es weiter 😉 .
Michael hat sich gestern Abend tapfer der Couch verweigert und hat fleissig in die Tasten gehauen, und während er sich gleich in der Sporthalle austoben darf, stelle ich das "Ergebnis seiner Mühen" hier mal ein 😗 . Anmerkungen und Reklamationen bitte direkt an den Verfasser, und nicht an die Überbringerin 😛 .
Tag 15 / Samstag 21.09.2013: vom Pafuri River Camp zum Mapungubwe NP und Tag 16 / Sonntag 22.09.2012: im Mapungubwe NP
Da heute früh zum ersten Mal seit längerer Zeit kein Gamedrive auf unserem Programm steht, gönnen wir uns eine Mütze mehr Schlaf. Um 7.30 Uhr gehen wir Frühstücken. Nach den ganzen Tagen Selfcatering ist es auch wieder mal schön, wenn einem die zubereiteten Eier an den Tisch gebracht werden. Eine Stunde später verabschieden wir uns von unseren Gastgebern des Pafuri Rivercamps und von natürlich auch von Bonsai
und machen uns auf den Weg Richtung Mapungubwe NP.
Die Fahrt zum Park verläuft ohne besondere Highlights. Dazu passend präsentiert sich der Himmel heute die ganze Zeit über in verschiedenen Grauschattierungen (SMILEY). Wie Cfm2010 uns schon „vorgewarnt“ hatte, fehlt in Masisi die Brücke über den Fluss. Sie ist ein Opfer der Fluten geworden und wurde noch nicht wieder aufgebaut. „Road closed“ ignorieren wir und fahren durch das tiefsandige Flussbett. Ohne 4x4 wäre das nicht gegangen und wir sind froh, dass uns ein Umweg erspart bleibt, zumal eine Umleitung nicht ausgeschildert ist 😐 . In Musina kaufen wir noch ein paar Lebensmittel ein, tanken und nehmen die letzten 85 Kilometer in Angriff. Heute sind wir offenbar die einzigen auf der Straße. Wir werden nicht überholt und uns kommt auch niemand entgegen. Dann taucht ein weiteres Schild „Road closed“ auf. Straßenschäden sind nicht zu sehen und es gibt auch keine Hinweise auf eine Umleitung. Gut, dass wir auch hier schon entsprechend „gebrieft“ sind. So fahren wir weiter, ohne uns unnötige Gedanken zu machen, wie bzw. ob es weitergeht. Das Schild liegt schon viele Kilometer zurück und wir fragen uns, ob die Straße wirklich noch gesperrt ist. Dann taucht weit vor uns doch noch eine Straßensperre auf. Als wir sie erreichen sehen wir die beschriebene Umleitung Richtung Farmland. An der „Schranke“ werden wir freundlich darauf hingewiesen, dass wir uns nun auf Privatland bewegen und vorsichtig und langsam fahren sollen. Das machen wir natürlich auch und gewinnen bei dem „Ausflug“ durch die Felder einen kleinen Eindruck von der Größe einer solchen Farm. Schließlich werden wir zurück auf die Straße geführt und erreichen wenig später das Maingate für den östlichen Teils des Mapungubwe, auf den sich unser Besuch dieses Mal beschränken wird. Nach dem Einchecken geht’s es aber erst einmal direkt weiter zum Leokwe Camp. Unser Cottage ist ein Doppel-Rondavel. Eine Hütte dient als Schlafzimmer und Bad mit Außendusche, die andere als Wohn-/Essbereich und Küche. Außerdem gibt es noch eine mit einer Mauer umfasste Terrasse mit schönem Ausblick auf die Hügel.
Wir sind absolut begeistert 🤩 .
Wir drehen eine kurze Runde durch das Camp und sehen uns auch den Infinity-Pool mit seiner tollen Aussicht an. Aufs Planschen verzichten wir aber, da das Wetter nicht so toll ist und der Pool zudem einigermaßen lautstark bevölkert wird. Zurück auf unserer Terrasse faulenzen wir ein wenig und machen uns dann noch einmal auf den Weg. Unser erstes Ziel ist der Treetop Walk, der mittlerweile fast vollständig repariert ist. Nur die vorderste Aussichtsplattform ist noch nicht ganz fertiggestellt. Tiere sehen wir kaum, hauptsächlich ein paar Affen, die in den Bäumen herumturnen und vereinzelt ein paar Vögel 🤨 .
Dann geht es weiter zu den Confluence Viewpoints. Hier weht es ganz schön kalt. Außer uns ist nur eine Familie unterwegs, die uns jeweils einen Aussichtspunkt voraus ist. Der weite Blick hinunter in das Tal des Limpopo Rivers ist wirklich toll, allerdings fehlt die Sonne für ein richtig schönes Panorama 🙁 .
Anschließend geht’s zurück in unsere schicke Unterkunft.
(vorher noch eine unserer wenigen Tiersichtungen - leider ein bisschen pixelig 😠 )
(und unser einziges Sonnenuntergangsfoto 😐 )
Ich werfe den Grill an und der Hunger macht sich breit. Essen müssen wir jedoch drinnen, weil es sich weiter abgekühlt hat. Der Temperaturunterschied zu gestern Abend ist schon krass. Wir lassen den Abend mit einer netten Flasche Wein ausklingen und ziehen uns dann ins Schlafgemach zurück.
Da hier kein Gamedrive ansteht können wir ausschlafen und ausgiebig frühstücken. Das ist schließlich auch mal wichtig. Draußen verpassen wir eh nicht viel, denn die Wolkendecke ist schwer und dicht und es hat sich noch weiter abgekühlt. Wir machen uns auf zur Parkumrundung. Zunächst fahren wir wieder an den Viewpoints vorbei. Der Weg führt entlang des Limpopo Rivers, der aber nur selten zu sehen ist. Erstes Ziel ist der kleine 4x4 Loop an der Khongoni Plain. Die Strecke dorthin und der Loop selbst sind einfach zu fahren, aber eng und unübersichtlich. Auf ein Zusammentreffen mit Elefanten haben wir aufgrund unserer Erfahrungen im Krüger NP keine große Lust. Die Dickhäuter lassen sich aber auch nicht blicken. Anschließend wollen wir uns den Schroda Dam ansehen, finden jedoch keinen Abzweiger dorthin nicht. Da wir keine Lust haben, lange zu suchen machen wir uns auf den Weg zum Kanniedood Loop, die zweite 4x4 Strecke. Auch dieser Streckenabschnitt ist zumindest bei Trockenheit keine eigentliche 4x4 Strecke, zumal die steilen Wegstrecken befestigt sind.
Aber das Fahren macht Spaß und die Ausblicke von den Hügelkuppen sind wieder toll, sogar bei diesem Licht, dass eigentlich gar keins ist. Gern hätten wir die Felsen im Sonnenlicht glühen sehen. Vielleicht ja nächstes Mal. Auf diesem Streckenabschnitt sehen wir in einiger Entfernung Elefantenherden und einige Antilopen. Wir fahren ins Camp zurück und machen Siesta.
Gegen 16 Uhr starten wir wieder und fahren auf der Suche nach ein paar Sichtungen wieder Richtung Main Gate und weiter zum Schroda Dam. Viel Glück haben wir jedoch nicht. Allerdings haben die Elefanten überall unübersehbare Spuren hinterlassen.
Auf dem Rückweg landen wir dann mehr oder weniger mitten in einer Herde. Also heißt es Motor aus und abwarten. Die Burschen wollen aber nicht so recht weiterziehen. Leider können wir den Weg nur ein kurzes Stück einsehen, bevor Buschwerk den Blick um die nächste Kurve verhindert. Irgendwann fahren wir dann ganz langsam und so leise wie möglich los. Die Fantis sind nun um uns herum quasi auf Tuchfühlung. Ein paar Halbwüchsige schieben sich rangelnd hin und her, für uns interessiert sich jedoch keiner von den Burschen.
Trotzdem sind wir froh, als wir die letzten Tiere der Herde hinter uns lassen. Indianer Jones wäre da sicher anders "durchgeritten", aber der muss im Zweifelsfall ja auch dem Autovermieter nicht die Beulen im Wagen erklären 😗 Kurz vor Toresschluss sind wir im Camp zurück. Unser Abendessen bereiten wir heute Indoor zu.
Das wir aus dem Park nur relativ wenig Bilder mit nach Hause nehmen (und hier zeigen können) liegt nicht nur am tristen Wetter, sondern auch daran, dass Susi verdaddelt hat die Lichtempfindlichkeit an ihrer Kamera zurück zustellen und seit den Spotted Genet-Fotos im Pafuri River Camp mit ISO 800 fotografiert 😵 . Da leidet die Qualität schon spürbar und die Delete-Taste kommt häufiger zum Einsatz 😛 .
Viele Grüße
Michael
...und natürlich fehlen auch viele Bilder, weil Michael sich auf mich "verlassen" hat und z.B. die Hütten im Leokwe Camp und den Pool und die wenigen Tiere die wir gesehen nicht auch noch einmal fototgrafiert hat 😈 . Aber alles ein Grund noch einmal in den Mapungubwe zu fahren. Dann buchen wir wir auch Sonne und Tiere gleich mit und bleiben mindestens 3 Nächte 😎 .
Na sehr ihr ... geht doch 😄 Was so ein bischen Dränglen doch alles ausmacht 😗
Hallo ihr Zwei,
schön, dass es endlich wieder weitergeht. Hatte schon gedacht,ihr wärd im Krüger verloren gegangen .... 🤩 Ach nee, kann ja nicht sein, wir haben uns ja zwischenzeitlich im KTP getroffen.
Och, der kleine Bonsai würde mir ja auch gefallen, den hätte ich glatt mitgenommen.
Unser Cottage ist ein Doppel-Rondavel. Eine Hütte dient als Schlafzimmer und Bad mit Außendusche, die andere als Wohn-/Essbereich und Küche. Außerdem gibt es noch eine mit einer Mauer umfasste Terrasse mit schönem Ausblick auf die Hügel.
Bescheidenheit sieht ja anders aus 😐
Tolle Bilder von der Untekunft, da würde es mir auch gefallen. Zumal ich bei unserem Südafrika-Urlaub so stark zwichen der Nordroute mit Mapungubwe und der Südroute mit Isimangalisco geschwankt. bin. Wieder ein Grund, um nochmal hinzufahren.
Irgendwann fahren wir dann ganz langsam und so leise wie möglich los. Die Fantis sind nun um uns herum quasi auf Tuchfühlung. Ein paar Halbwüchsige schieben sich rangelnd hin und her, für uns interessiert sich jedoch keiner von den Burschen.
Ganz schön mutig nach eurer Begegnung mit dem wütenden Elefanten im Krüger.
Das wir aus dem Park nur relativ wenig Bilder mit nach Hause nehmen (und hier zeigen können) liegt nicht nur am tristen Wetter, sondern auch daran, dass Susi verdaddelt hat die Lichtempfindlichkeit an ihrer Kamera zurück zustellen und seit den Spotted Genet-Fotos im Pafuri River Camp mit ISO 800 fotografiert 😵 . Da leidet die Qualität schon spürbar und die Delete-Taste kommt häufiger zum Einsatz
Aaach Michael, das ist nun aber zu einfach, die Schuld auf andere zu schieben. 🤨
Ist mir dieses Jahr aber auch passiert und ich habe mich mächtig geärgert nur grobpixelige Bilder zu haben bzw. die Delete Taste drücken zu müssen. But that is life ! Und ein schöner Grund um wieder hinzufahren.
Freue mich auf eure Fortsetzung Ganz liebe Grüße Dagmar
Susi65Themenstarter1’132 Beiträge · seit 201127. Mai 2014 ·
Hallo Dagmar,
also im Mapungubwe hat es uns schon sehr gut gefallen, auch wenn das Wetter leider nicht so mitgespielt hat. Wir wollen auf jeden Fall noch einmal dort hin...fragt sich natürlich nur wann 😐 (das typische Luxusproblem - zuviele Urlaubsziele, zu wenig Urlaub 😗 ).
Den Bonsai hätte ich übrigens auch klauen können, aber sein Frauchen hatte den ganz, ganz besonders lieb. Wir haben auch den Bruder von dem Bonsai, aus dem gleichen Wurf, kennengelernt. Der war fast doppelt so groß. Deswegen heißt der Bonsai ja auch Bonsai 😄 😄 .
Das mit den Elefanten war uns ehrlich gesagt nach der Begegung im KNP auch nicht so ganz geheuer 😵 . Aber ehe wir uns versehen haben, waren auf einmal überall links und rechts von uns Elefanten und gerade bei den Halbstarken, die auf der Straße gerangelt haben, waren wir schon ein wenig bange, dass die uns bei ihrem Hin- und Hergeschiebe ein wenig zu Nahe kommen könnten.
Wegen der Bilder habe ich mich übrigens beinahe mehr geärgert als der Michael. Vorher haben wir beide alles doppelt und dreifach fotografiert und gerade im Mapungubwe mache ich deutlich mehr Fotos... das ganze hat sich dann leider noch ein paar Tage länger hingezogen, bevor mir das erst aufgefallen ist 😠 .
So...ich gehe jetzt noch ein paar Erdbeeren essen 😉 .
und vielen Dank für die Fortsetzung. Die Bilder vom Mapungubwe haben sofort wieder Sehnsucht geweckt. Wir fanden den Park ja 2012 trotz unserer fast erfolglosen Elefantensuchaktion unglaublich schön und wollen dort unbedingt nochmals für ein paar Tage hin.
Habt ihr den Stein-Frosch und die Stein-Ente auch gesehen? Mara war damals total begeistert von den Baobabs, ich weiß nicht mehr, wie oft ich die Geschichte über sein Aussehen dann erzählen musste... 😎