nachdem ich selber unheimlich gerne in den diversen Reiseberichten hier im Forum schmökere und auch schon viel aus den ganzen Berichten mitgenommen habe, hatte ich mir ganz fest vorgenommen, nach dieser Südafrikareise auch einmal einen Reisebericht zu schreiben 🙂 . Gesagt… und leider noch nicht getan 😗 . Vorher ging es nämlich erst einmal daran knapp über 4.000 Fotos zu sichten, auszusortieren, noch einmal auszusortieren und zu verkleinern. Dann kamen außerdem ein Besuch bei lieben Forumsfreunden, sowie das Vorbereiten und Feiern eines runden Geburtstages dazwischen und so sind seit unserer Rückkehr mittlerweile schon viele Wochen vergangen 🙁 . Leider bin ich im Urlaub, obwohl ich mir das fest vorgenommen habe, nicht dazu gekommen so etwas wie ein Reisetagebuch zu führen, und daher muss ich diesen Bericht jetzt so gut das geht aus der Erinnerung schreiben. Mal schauen, wie das so klappt 🤨 .
Wie der interessierte Leser dem Titel bereits entnehmen kann, waren wir bei unserem vierten Besuch in Südafrika das erste Mal im Krüger Nationalpark. Ich hatte für mich vor dem Urlaub sooo eine klitzekleine „inoffizielle“ Wunschliste aufgestellt, was ich gerne sehen möchte 😗 . Nachdem mein Bruder im vergangenem November bei seinem ersten Besuch in Südafrika im Krüger NP an einem Tag alle Big 5 gesehen hat 🤩 , war ich guter Hoffnung, dass wir dieses Mal auch endlich einen Leopard und vielleicht auch Tüpfelhyänen vor unsere Linsen bekommen. Beide Sichtungen waren uns bei unseren bisherigen zwei Besuchen im KTP nie gegönnt…und dann hatte ich noch so bescheidene Wünsche wie: Ich möchte gerne ein Löwenrudel sehen und süße kleine Baby Löwen und Löwen bei der Jagd oder mit einem Riss. Also überhaupt mal Löwen in Aktion (im KTP lagen die bei uns leider immer nur so herum 😐 ) .
Da ich meiner Meinung nach nicht so wirklich das große, kreative Schreibtalent bin, habe ich für viele Teile dieses Berichtes übrigens einen Co-Writer engagiert ;): Meinen Ehemann, Fahrer und Haus- und Hoffotografen Michael. Und jetzt bitte alle Platz nehmen, die Lehnen senkrecht stellen, anschnallen und die Tische hochklappen.
Unsere Reise sieht wie folgt aus:
von Hamburg über Istanbul nach Johannesburg 1 ÜN Middelburg - Birches Guesthouse 1 ÜN KNP - Biyamiti 1 ÜN KNP - Lower Sabie 1 ÜN KNP - Skukuza 2 ÜN KNP - Satara 2 ÜN Sabi Sand Game Reserve - Elephant Plaines Game Lodge 1 ÜN KNP - Olifants 2 ÜN KNP - Mopani 1 ÜN KNP - Sirheni 1 ÜN Pafuri Rivercamp 2 ÜN Mapungubwe - Leokwe Camp 2 ÜN Leshiba Wilderness 2 ÜN Graskop - Zur Alten Mine 1 ÜN Lydenburg - Black Leopard Camp von Johannesburg über Istanbul nach Hamburg
Viele Grüße
Susi
Teil 203. Dez. 2013
so... und hier kommt auch schon Michaels Part, nachdem ich vorhin mit ihm einen Schnellkurs: "Einstellen eines Reiseberichtes ins Forum" gemacht habe 😁 😁 . Tage 1+2, 07./08. September 2013 Samstag/Sonntag: Anreise
Endlich geht es wieder los! Am Samstag kurz vor 12 Uhr startet unser Abenteuer. Damit meinen wir nicht die Reise nach ZA, sondern das Verspätungsrisiko bei der Fahrt mit dem Zug zum Flughafen. Sonst sind wir immer mit dem Auto gebracht worden. Alles geht gut: Der Zug fährt pünktlich bei uns ab, vom Hamburger Hauptbahnhof können wir direkt in die S-Bahn zum Flughafen umsteigen und die Schlange am Check-In ist bei Türkisch Airlines kurz. Ansonsten tobt im Flughafen das Leben. So voll haben wir es hier noch nicht gesehen. Der Flieger nach Istanbul hebt pünktlich ab und rd. 3 Stunden später sind wir schon da. Nun müssen wir noch 5 lange Stunden auf unseren Anschlussflug nach Jo-Burg warten. Die Zeit schlagen wir mit Lesen, Schlafen und Cafe Latte bei Starbucks tot. Susi hat fürchterliche Halsschmerzen bekommen und fühlt sich schlapp und elend. Unpassender Zeitpunkt! Um 0.55 Uhr geht es dann weiter. Türkisch Airlines empfiehlt sich wie auch schon bei unserer letzten Reise mit dieser Airline durch freundlichen und guten Service und gutes Bordessen. Mehr als nur reine Nahrungsaufnahme.
In Jo-Burg angekommen stellen wir einen für uns neuen Rekord auf: Nur 1 h 20 min benötigen wir ganz entspannt für Einreise, Gepäck abholen, Geld abheben und SIM-Karte fürs Handy kaufen. Dann stehen wir bei Europcar. Schön, dass gerade keine Kunden dort sind und wir sofort an der Reihe sind. Schlecht, dass unser Auto nicht da ist. "Your Reservation has been cancelt" erklärt und die freundliche Dame am Schalter. Blöder Scherz denken wir und können es nicht glauben... aber leider war es so. Auf dem Bildschirm ist des Rätsels Lösung zu sehen: Obwohl unser Voucher den richtigen Mietzeitraum ausweist, ist unsere Reise im dortigen System einen Monat früher gespeichert. Davon haben wir noch schnell ein Foto gemacht... Screenshot mal anders.
Da die Standard-Anbieter kaum 4x4-Modelle im Angebot haben, ist kein solches Auto verfügbar. Unsere nette Dame entschuldigt sich vielmals und telefoniert herum, aber vergeblich. Zu unserem Glück gibt sie sich nicht geschlagen und bittet uns, Ihr eine Stunde Zeit zu geben. Kurz und gut: Nach 2 Stunden haben wir einen Hilux, fast nagelneu, nur 6 TKm auf der Uhr. Klasse. Blöder Fehler von Dertour, aber gut ausgebügelt durch den engagierten Einsatz bei Europcar. Klar geht es eigentlich auch ohne 4x4, aber schon allein die höhere Sitzposition ist von Vorteil. Und manchmal ist man dann doch froh, wenn einen alle Räder nach vorne bringen, wie wir später feststellen werden.
Nun machten wir uns endlich auf den Weg nach Middleburg. Die Strecke durch das Grasland ist eintönig und nach dem langen Törn fallen mir ein paar Mal fast die Augen zu. Den Empfehlungen von einigen Fomis folgend haben wir uns im Birches Guest House einquartiert. Eine schöne Unterkunft mit freundlicher Gastgeberin. (Vielen Dank noch einmal an M@rie und Susa66 für den Tipp ).
Hundemüde fahren wir gegen 18 Uhr noch einmal kurz in die Stadt zum Abendessen. Das Ocean Basket hat am Sonntag leider geschlossen. Aber das Cappuccino in der Middleburg-Mall bietet gute Burger und leckere Seafood an - zu günstigen Preisen. Als Dessert gibt es Malarone. Anschließend geht es direkt ins Bett… mit schweren Augenliedern und riesig viel Vorfreude auf die nächsten drei Wochen .
Gefahrene Kilometer: 166 Kosten für die Unterkunft: 770,00 ZR
Viele Grüße
Michael
...und beim nächsten Teil gibt es dann auch mal ein paar Fotos
Teil 304. Dez. 2013
So... Michael hat heute Weihnachtsfeier, ich bin Strohwitwe und einen Tag schaffe ich noch:
Tag 3, Montag 09. September 2013: Von Middelburg zum KNP (Biyamiti)
Um 7.30 Uhr sitzen wir am Frühstückstisch. Es gibt den üblichen Mix aus Früchten, Joghurt, Cerealien und Toast, dazu Saft und Kaffee oder Tee und auf Wunsch frisch zubereitete Eier. Ich mag im Urlaub fried eggs, sunnyside up und schön soft und liebe es richtig meinen Toast in das verlaufene Eigelb zu tunken, mmhhh (keine Ahnung warum, aber zu Hause esse ich eigentlich nie Spiegeleier 🤨 ). Das Frühstück ist wirklich lecker und eine gute Stärkung für den Tag. Meine Halsschmerzen haben sich inzwischen leider zu einer ausgewachsenen Erkältung entwickelt. Wir verabschieden uns von unserer Gastgeberin und machen uns auf den Weg zu Checkers in der Middelburg-Mall. Pünktlich zur Ladenöffnung um 9.00 Uhr entern wir mit zwei Einkaufswagen und unserer Einkaufsliste bewaffnet den Checkers. Irgendwie sind wir noch im Mokala bzw. im KTP-Modus und packen die Einkaufswagen bis oben voll. Da könnte jede Großfamilie glatt Wochen mit überleben 🤩 . Später stellen wir fest, dass die meisten Läden in den Camps im KNP wirklich sehr gut ausgestattet sind und wir uns nicht schon vorher für alle Eventualitäten hätten eindecken müssen. Um meiner Erkältung möglichst schnell den Garaus zu machen, verschwinden außerdem diverse Erkältungsmittel und eine Familienpackung (einlagige! 😵 ) Papiertaschentücher in unserem Einkaufswagen. Danach räumen wir erst einmal unsere Einkäufe in unseren Hilux und stürmen anschließend noch den Bottle-Store. Alkohol hilft mit Sicherheit auch gut gegen sämtliche Erkältungsbeschwerden 😉 . Der nächste volle Einkaufswagen wird zu unserem Hilux gekarrt und alles hinten auf der Ladefläche verstaut, jetzt kann es losgehen zum KNP. Die Fahrt von Middelburg bis zum Malelane Gate des KNP ist landschaftlich schon um einiges abwechslungsreicher als die Fahrt bis Middelburg. Es gibt die üblichen laaangen Baustellen, und einmal kosten wir die maximale Wartezeit von 20 min auch in voller Länge aus.
Nach einer kurzen Pause auf dem Weg kommen wir um ca. 16.00 Uhr endlich am Malelane Gate an. Nur schnell unsere Reservierung für die nächsten Tage sowie unsere Wildcard vorgezeigt, ein Formular ausgefüllt, die einheimische Flora im langsam schwächer werdenden Sonnlicht fortografiert
und schon sind wir im KNP 😁 .
Von der geteerten H3 biegen wir gleich rechts ab auf die S114 und dann auf die S25. Die ersten Tiere die wir im KNP sehen sind Büffel, die ersten die wir fotografieren sind Impalas, Vögel und Impalas mit Vögeln 🙂 .
intelligent gucken sieht aber irgendwie anders aus
ein Grey Go-away-bird (hab' ich in diesem Urlaub gelernt)
da hat doch der Madenhacker glatt auf das Impala gespuckt....
...da würde ich jetzt aber auch ein bisschen kritisch gucken
Die weitere Fahrt bis zum Biyamiti Bushveld Camp verläuft unspektakulär. "Katzen" lassen sich leider nicht blicken. Wir kommen um 17.30 Uhr, eine halbe Stunde vor Toresschluss im Camp an und bekommen die No. 4, ein Häuschen mit View auf den ausgetrockneten Flusslauf des Biyamiti.
das Foto ist natürlich vom nächsten Morgen
Wir schauen uns das Camp kurz an bevor es dunkel wird und richten uns dann häuslich ein. Die Unterkunft ist wirklich sehr schön und geräumig. Was uns ein wenig überrascht und womit wir nicht gerechnet hätten, die Küche und das "Esszimmer" sind draußen. Wir sind gerade dabei unser Seafood zu köcheln, da schauen Silke und Hans mit ihrer kleinen Tochter vorbei. Wir hatten uns vorher im Forum für heute verabredet. Für die drei ist es die letzte Nacht im KNP. Wir schnacken schon ein wenig und nach dem Essen machen wir uns mit Taschenlampen bewaffnet auf den Weg zu ihrer Unterkunft. Es wird ein sehr netter und kurzweiliger Abend. Wir fallen relativ spät todmüde und ein wenig erschlagen und angeschlagen ins Bett.
Gefahrene Kilometer: 321 Kosten der Unterkunft: 1.002,68 ZR
Viele Grüße
Susi
Teil 412. Dez. 2013
So... Michael hat einen Freund zu Besuch und die zwei gucken einen "Männerfilm", da kann ich ja mit dem Reisebericht ein bisschen weitermachen.
Tag 5./ Mittwoch,11.09.2013: von Lower Sabie nach Skukuza
Obwohl wir kein Zelt direkt am Wasser hatten, haben wir die ganze Nacht die Hippos grunzen (oder wie immer man dieses Geräusch beschreiben mag) gehört. Aaach, ist das schön wieder in Afrika zu sein 😎 . Ich liebe diese Geräuschkulisse am Abend und in der Nacht. Wir kochen uns Kaffee für unterwegs, schmieren ein paar Sandwiches und um kurz nach 6.00 Uhr sitzen wir abfahrbereit im Auto. Wir wollen mal schauen, ob wir die riesige Büffelherde von gestern Abend wieder finden und dieses Mal auch ein paar Fotos mehr knipsen. Im Bericht vom Vortag sieht es so aus, als ob nur ein paar Büffel auf der Straße unterwegs gewesen wären, aber das täuscht. Wir waren am Anfang nur ein wenig „geschockt“ von den Unmengen von Büffeln vor uns auf der Straße und hatten daher zuerst versäumt die Büffel auch zu fotografieren.
(mal wieder ein schöner Sonnenaufgang im südlichen Afrika)
Als erstes fahren wir die Mlondozi Schleife (S29). Wir sehen unseren ersten Kap-Sperlingskauz (African Barred Owlet)
und vereinzelte Impalas,
aber keine Büffel und keine Löwen. Wir nehmen den Abzweig zum Mlondozi Picknickplatz. Man hat von dort oben einen tollen Blick in die Ferne und um diese Uhrzeit sind wir auch ganz alleine hier. Zuerst gibt es nur gaaaanz viel Landschaft zu sehen
ein paar Hippos unten im Wasser
und einen einzelnen Wasserbock
aber dann kommt sie: unsere Büffelherde von gestern Abend.
(sogar mit Löwe im Hintergrund...der "zählt" jetzt auch 😉 )
Nachdem wir genug Büffelfotos gemacht haben, geht es weiter über die Muntshe Schleife (S122). Außer uns sind auch hier weiter noch keine Autos unterwegs, und so können wir unsere ersten beiden Nashörner eine ganze Weile alleine beobachten.
Löwen sehen wir weiter keine, dafür aber eine kleine Kuduherde und noch mehr Landschaft.
Um rd.10.00 Uhr kommen wir auf der Tshokowane Picnic Site an. Hier ist viel los. Kleine und noch kleinere Gäste warten, dass endlich etwas zu essen auf den Tisch kommt
und aus den Bäumen wird man beim verspäteten Frühstück beobachtet.
Wir verbringen fast eine Stunde beim Menschen und Tiere beobachten auf dem Picknickplatz und sichten unsere allererste Schlange (eine hochgiftige grüne Baumschlange), die nicht nur wir aus sicherer Entfernung fotografieren.
Danach geht es weiter zum Orpen Dam. Hier sind wir zwar nicht alleine, aber es ist auch nicht viel los. Bevor kurze Zeit später ein Kleinbus anlandet, können wir noch in alle Ruhe Hippos und Elefanten beobachten.
(eine sogenannte Hippobrücke)
Dann machen wir uns auf den Weg nach Skukuza. Wir bleiben auf den Hauptstraßen, der H1-2 und der H4-1 und sehen hier große und kleine Elefanten und zwar sowohl auf, als auch neben der Straße
unseren ersten Sattelstorch (Saddle-billed Stork)
unsere ersten Nyalas,
(ist das doof, wenn es da am Schwanz juckt 🤪 )
unsere ersten Hornraben
ein Moorhuhn (Tschuldigung, natürlich ein Perlhuhn)
und einen ziemlich dreisten Schwarzfahrer.
Gegen 14.00 Uhr kommen wir in Skukuza an und fühlen uns beide irgendwie schlapp 🤢 (eine Erkältung im Urlaub, das ist ja wohl der größte Mist). Wir fahren zuerst zu unserem „Bungalow“ und stürmen als nächstes den Park Shop. Ein frisches Toastbrot, ein bisschen Impalafleisch sowie viele, viele Postkarten für Familie und Freunde finden ihren Weg in unseren Einkaufskorb. Ich mache mir noch eine heiße Zitrone (und das bei der Wärme 😵 ) und anschließend ist erst einmal Siesta angesagt. Nach rd. zwei Stunden Pause machen wir uns noch einmal auf den Weg. Freunde hatten bei Ihrem letzten Besuch in Skukuza im Juli in der Nähe Wildhunde gesehen und wir wollen zumindest mal unser Glück versuchen. Obwohl die Gegend um Skukuza ja eigentlich sehr Tierreich sein soll, haben wir nicht wirklich Glück. Wir treffen lediglich auf ein einzelnes Nashorn, die obligatorischen kleinen und großen Elefanten
(Na? Will der kleine Angeber den African Fisheagle verscheuchen???)
(War wohl nur ein "Scheinangriff" 🙂 ). ...und weiter geht's
und zwei müde Büffel
Kurz vor Toresschluss sind wir wieder zurück im Camp. Michael macht den Grill startklar und ich schnippel uns noch eine Papaya zum Nachtisch auf. Nach dem Essen und einer Flasche Savanna, falle ich schon um kurz nach 20.00 Uhr völlig erschlagen ins Bett und schlafe bis zum nächsten Morgen durch.
Gefahrene Kilometer: 170 Kosten der Unterkunft: 887,54 ZR
Viele Liebe Grüße
von Susi (die hofft, dass das Ganze nicht zu Bilderlastig ist 😐 😕 ...irgendwie wurden es immer mehr)
Teil 505. Jan. 2014
Hallo alle zusammen,
bevor wir uns im Krüger weiter auf Katzensuche machen, wünsche ich allen Fomis noch ein gesundes Neues Jahr 2014 mit vielen wunderschönen, anregenden, entspannenden oder auch spannenden Reisen 🙂 .
Nach dem ganzen Gefeiere in den letzten beiden Wochen, geht es jetzt weiter :
Tag 6./ Donnerstag,12.09.2013: von Skukuza nach Satara
Am Morgen geht es mir schon ein wenig besser. Meine Nase, die gestern noch den VicFalls Konkurrenz gemacht hat, tröpfelt nur noch ein wenig vor sich hin. Wir kochen uns einen Kaffee to go, dazu gegen den ersten Hunger einen Toast auf die Hand und los geht’s.
Wir hatten ganz bewusst nur eine Nacht in Skukuza gebucht. Dies war eigentlich auch nur eine Notlösung, da wir weder eine zweite Nacht in Biyamiti buchen konnten, noch in Lower Sabie für eine weitere Nacht ein Safari Tent frei war. Insgesamt hat mir Skukuza, von den von uns besuchten Camps im KNP, am wenigsten gefallen. Der Bungalow war in Ordnung, aber nicht mit der großzügigen Unterkunft in Biyamiti und dem Safari Tent in Lower Sabie zu vergleichen. Das Camp war mir insgesamt deutlich zu groß und die einzelnen Bungalows stehen zu dicht beieinander. Dazu kam, dass wir entgegen meiner Hoffnung um Skukuza wenigstens ein paar schöne Sichtungen zu haben, hier so überhaupt kein Glück mit den Tiersichtungen hatten.
Heute soll es nach Satara gehen, wo wir erstmals zwei Nächte hintereinander verbringen werden. Ich hoffe, dass meine Erkältung soweit abklingen wird, dass wir in Satara vielleicht mal einen Morning-Walk, einen Morning-Drive oder einen Sunset-Drive machen können. Über die S114 fahren wir zuerst aber Richtung Süden, dann über die S 21 nach Osten und schließlich die H4-1 und die H1-2 bis zur Tshokowane Picnicsite. Viele Tiere sehen wir an diesem Morgen nicht. Lediglich einen Duiker, ein paar Verwet Monkeys und einen Giant Kingfisher.
(heute ist Körperpflege angesagt... und jeder muss mitmachen)
Nachdem wir uns mit Sandwiches und Kaffee gestärkt haben, machen wir uns wieder auf die Suche nach der süfafrikanischen Fauna. Und diese Suche ist ein wenig mehr von Erfolg gekrönt als noch am frühen Vormittag. Wir treffen auf ein Nyala, das den Mund nicht voll genug bekommen kann,
sehen einiges an „Kleingetier“,
(irgendein Täubchen)
(ein Burchell's Coucal)
eine Pavianfamilie,
ein paar außerordentlich interessiert ausschauende Wasserböcke
und dann….mal wieder mitten auf der Straße: BÜFFEL.
Da die Büffel an einer Anhöhe in der Kurve stehen, können wir leider nicht genau sehen mit wie vielen Büffeln wir es zu tun haben. Wir sind ein wenig unsicher. Weiter fahren oder nicht? Wir warten erst einmal ab, und warten, und warten….
Ich muss dazu einmal kurz erklären, dass wir ein kleines „Büffeltrauma“ haben. Letztes Jahr im Mokala NP sind wir auf einen einzelnen Büffel getroffen. Der stand gut 100 Meter vom Weg ab und hat gefressen Wir haben gestoppt, haben den Motor jedoch angelassen, und haben den Büffel fotografiert. Der Büffel ist fressend parallel zum Weg weitergelaufen. Wir sind auch ein Stück auf dem Weg weitergefahren, haben erneut gestoppt und den Büffel fotografiert. Das hat sich dann noch einmal wiederholt. Durch das Anfahren und Anhalten bei laufendem Motor fühlte sich unser Büffel offensichtlich ein wenig „gestört“… er hat dann urplötzlich Gas gegeben und ist gesenkten Hauptes auf uns zugestürmt. Michael hat hinterher festgestellt, dass ich prima als Fluchtwagenfahrerin fungieren könnte, sollten wir mal vorhaben eine Bank zu überfallen. Soviel also zum Thema Büffel.
Nachdem wir, und hinter uns ein zweiter kleiner PKW, rd. 45 Minuten darauf gewartet haben, dass die Büffel den Weg freimachen, haben wir uns entschieden gaaanz, gaaanz langsam und vorsichtig weiterzufahren. Und was passiert….die Büffel schauen uns nicht weiter an und trotten träge zur Seite.
Auf unserer weiteren Fahrt nach Satara treffen wir auf die üblichen Verdächtigen:
Giraffen ohne Madenhacker...
...und mit Madenhackern (wie viele Madenhacker passen eigentlich auf so eine Giraffe?),
Zebras, (die ein bisschen wie Klatschweiber wirken)
noch mehr Büffel,
(jetzt glücklicherweise mal neben und nicht auf der Straße, so sind sie mir auch viel lieber)
und noch mehr Paviane
(irgendwie habe ich das Gefühl der Kleine möchte lieber zum Spielen, als sich von der Mama betütschern zu lassen).
Kurz vor 16.00 Uhr kommen wir in Satara an und checken kurz ein. Wir versuchen noch zwei Plätze für den Bushwalk am nächsten Morgen zu bekommen, leider ist nur noch ein Platz frei. Die nette Dame an der Rezeption versucht noch den Ranger zu „erweichen“, ob er nicht eine Person mehr mitnehmen könnte, aber es ist leider nichts zu machen. Im Nachhinein war es glaube ich auch ganz gut so, ich hätte mit meinem inzwischen einsetzenden Husten bestimmt mehr als die Hälfte aller Tiere vertrieben. Wir schauen noch kurz, wo unser Bungalow liegt (wir haben die A24 bekommen), machen uns dann aber gleich wieder auf den Weg auf der H1-4 Richtung Norden. In der Gegend um Satara soll es ja Katzen in rauen Mengen geben. Schauen wir doch mal, ob wir heute Glück haben mit den Sichtungen?!
Zuerst treffen wir auf Kudus
…. und mal wieder auf Büffel.
Dann kommt uns ein Auto entgegen. Wir erfahren, dass ein Stückchen weiter direkt an der Hauptstraße mehrere Löwen zu sehen seien sollen. Wir drücken ein wenig aufs Pedal. Sollten wir endlich Glück haben??? Ja, ja, ja, auf der linken Seite sehen wir vier Löwinnen mit insgesamt 7 Jungen...und vor uns an der Straße leider auch einige Autos. Die Löwen laufen zwar ein bisschen von der Straße entfernt, sie sind aber sehr gut zu sehen und Michaels Investition in ein neues Teleobjektiv hat sich auf jeden Fall gelohnt. Obwohl bereits einige Autos an der Straße stehen, haben wir einen perfekten Blick auf die Löwen. Drei der Löwinnen wirken angespannt und haben anscheinend die Witterung irgendeiner Beute aufgenommen. Die vierte Löwin hat offensichtlich die Aufgabe sich um die gesamte Kinderschar zu kümmern (was nicht nach einem leichten Job aussieht). Die Lütten toben die ganze Zeit wie wild herum.
Wir schauen den Kleinen eine ganze Weile zu. Dann entscheiden wir uns die Straße ein Stückchen weiter zu fahren um mal zu schauen, was die drei anderen Löwinnen zwischenzeitlich „erreicht“ haben. Das Ziel der drei Damen haben wir inzwischen entdecken können. Direkt neben der Straße, ein wenig unterhalb der Autos, laufen drei Warzenschweine. Ich bin schon ganz hibbelig und hoffe auf meine ersten Jagdszenen, aber das wird leider nichts. Eine der Löwinnen versucht sich durch das Gras an die Schweinis heranzupirschen. Obwohl ich das Gefühl habe, die Warzenschweine haben die Löwinnen und die drohende Gefahr nicht bemerkt, trippeln die drei Schweinis langsam in aller Gemütsruhe in die entgegengesetzte Richtung, und die Jagdsituation löst sich in Wohlgefallen auf. Die Löwin guckt den Schweinis zwar noch einmal hinterher, aber das war es dann auch.
Wenn auch für die Löwenfamilie das Abendbrot erst einmal ausfällt, nicht jedoch für uns. Glücklich machen wir uns auf den Rückweg nach Satara, hauen unsere Kudu- und Impalasteaks auf den Grill
und gönnen uns auf diesen erfolgreichen Sichtungstag erneut eine Flasche Du Toitskloof Sauvignon Blanc sowie zum „Nachtisch“ einen leckeren Gin Tonic (der hilft vielleicht auch gegen meine Erkältung, ich hab‘ immerhin ein Scheibchen Zitrone mit rein getan).
Später huscht noch etwas an unserer Terrasse vorbei. Ich würde mal auf eine Wildkatze (African Wildcat) oder eine Ginsterkatze tippen, aber es ist schon ziemlich dunkel, und das „Kätzchen“ ist so schnell wieder verschwunden, wie es aufgetaucht ist. Also leider keine Fotos.
Gefahrene Kilometer: 222 Kosten der Unterkunft: 911,53 ZR
Viele Grüße
Susi
Teil 610. Jan. 2014
...so, der Mann ist vom Schuften noch nicht wieder zurück, da werde ich doch bevor ich mich langweile noch schnell einen weiteren Tag Krüger einstellen 🙂 😉 .
Tag 7 / Freitag 13.09.2013: Satara
Heute bleiben wir in unserer Unterkunft und müssen daher nicht packen bzw. das Auto ein- und ausräumen. Das hat zur Abwechslung auch mal was.
Wir kommen wieder früh aus den Federn und kurz nach Öffnung der Tore sind wir schon wieder unterwegs Da wir ja gestern Abend nördlich von Satara so viel Glück mit den Löwen hatten, wollen wir es dort heute früh noch einmal versuchen. Wir sehen eine beeindruckende Landschaft. Der Frühnebel hängt noch über der Savanne. Das sieht einfach wunderschön, fast ein wenig mystisch aus. Aber außer Nebel, ein paar Gnus, einem vereinsamten Kori Bustard und einem einzelnen Eli sehen wir leider nix.
Wir fahren über die S 127 zur S 39. Leider immer noch keine Tiere. Halloooo, wo sind die denn alle hin??? Ein Nashorn erbarmt sich unser, macht sich aber auch schnell wieder davon.
Anschließend sichten wir noch ein bisschen „Kleingetier“ und Impalas. Wenn sonst nichts geht… Impalas gehen immer.
(ein "Frankolinchen")
(wenn schon keine Leoparden 🙂 ....)
(die einzigen zwei Schakale die wir im Krüger gesehen haben 😮 )
(...auf ein Wort 😛 )
In unserer „Not“ fotografieren wir hübsche Bäume.
Am Nsemani Dam stoßen wir noch auf ein paar schlafende Hippos, aber sonst….
Wir kehren gegen Mittag ins Camp zurück und trösten uns erst einmal mit einem (oder zwei) kalten Savanna light. Für den Abend besorgen wir noch ein bisschen Wild im gut ausgestatteten Camp-Store und schauen uns danach ein wenig im Camp um. Satara ist zwar auch sehr groß und es ist eigentlich immer viel los im Camp, mir gefällt Satara aber trotzdem sehr gut. Deutlich besser als Skukuza. Die Bungalows sind sehr schön in großzügigen Kreisen angeordnet, so dass man zum einen von den entfernteren Nachbarn nicht viel mitbekommt (im Dunkeln schon gar nicht). Darüber hinaus haben die Bungalows gebogene Holztrennwände, so dass man auch dem direkten Nachbar nicht sofort auf den Teller gucken kann.
Außerhalb des Camps in der Nähe des Zaunes gibt es ein Wasserloch, aber dort ist im Moment leider auch nichts los. Irgendwann zwischen 15.00 und 15.30 Uhr machen wir uns wieder auf den Weg. Unser Ziel ist das Girivana Waterhole an der Kreuzung S 12 und S 40. Vielleicht funktioniert es, wenn man sich einfach nur ans Wasserloch stellt und wartet…Aber auch das lohnt leider nur begrenzt. Zu sehen bekommen wir eine Elefantenherde, die zum Trinken ans Wasserreservoir kommt, und einen einzelnen Elefantenbullen (? ), der der Herde folgt.
Es sieht beinahe so aus, als ob dieser Bulle die anderen Elefanten dazu bringt wieder vom Wasserloch zu flüchten 😐 , denn die ganze Herde galoppiert auf einmal davon. Wir sind so überrascht, dass wir versäumen Fotos von der Flucht zu schießen.
(Beinahe hätte ich ihn hier vor lauter Elefanten vergessen 😉 - ein Tawny Eagle)
Auf dem Rückweg ins Camp stoppen wir noch kurz am Nsemani Dam. Hier stehen zwar einige Autos, aber wirklich zu sehen gibt es auch hier nicht. Wir sind kaum beim Nsemani Dam losgefahren, da…!!! Von rechts kommt ein einzelner männlicher Löwe aus dem „Gebüsch“ und wir stehen in der absoluten Pole Position!!! Wir brauchen einfach nur stehen bleiben und der Löwe kommt direkt auf uns zu. Unser Löwe sah allerdings nicht ganz „wohl“ aus, und als er näher kommt, können wir deutlich eine große Wunde auf seiner rechten Seite entdecken. Oh, das sieht aber nicht gut aus 😵 .
Inzwischen sind auch die anderen Autos vom Nsemani Dam dazugekommen. Das interessiert unseren Löwen aber herzlich wenig. Er läuft (naja, geht wohl eher) zwischen den Autos durch auf die andere Straßenseite und verschwindet dort so schnell, wie er gekommen ist. Nicht nur wir, auch die anderen Autoinsassen vermuteten, dass Ziel unseres Löwen der Nsemani Dam sein könnte. Es beginnt das große Wenden und Rückwärtsfahren. Leider können wir unseren Löwen am Damm nicht mehr ausmachen und so machen wir uns nach einer viertel Stunde auf den Rückweg ins Camp. Naja, immerhin eine weitere Löwensichtung rund um Satara .
Auf dem Rückweg läuft uns erneut ein Nashorn über den Weg.
Die Sonne verabschiedet sich von uns und sieht dabei irgendwie unwirklich aus
Nicht ganz glücklich, dass wir in dem berühmten Raubkatzengebiet bisher nur zwei Löwensichtungen hatten, trösten wir uns abends mit einer Flasche Alexander Fontain Sauvignon Blanc und einigen Gläsern Amarula 😛 .
Unser Kätzchen vom Vorabend (oder ein enger Verwandter) huscht auch wieder vorbei. Ich habe zwar meine Kamera im Anschlag, aber das Kätzchen ist wieder viel zu schnell für mich. Morgen geht es erst einmal raus aus dem KNP, nach Elephant Plains. Bei unserem "Sichtungsglück", zumindest was die Katzen angeht bin ich schon gespannt was uns dort so erwartet
Gefahrene Kilometer: 162 Kosten der Unterkunft: 911,53 ZR
Liebe Grüße
Susi
Teil 720. Jan. 2014
Hallo alle zusammen,
bevor ich mich gleich exzessiv und absolut hemmungslos dem Couching widmen werde, war ich vorher noch ein wenig fleißig und stelle einen weiteren Tag unseres Reiseberichtes ein 😁 . Tag 8 / Samstag 14.09.2013: von Satara nach Elephant Plains
Fünf Nächte im KNP liegen leider schon hinter uns 🙁 . Heute verlassen wir für 2 Tage den Park und werden diese auf der Elephant Plains Game Lodge verbringen. Darauf freue ich mich schon richtig 😄 😄 . Vorher haben wir allerdings noch einen halben Tag im KNP. Wir kochen uns wieder Kaffee für unterwegs, schmieren ein paar Sandwiches und um kurz nach 6.00 Uhr verlassen wir Satara. Inzwischen sind wir was das Auto ein- und ausräumen angeht schon wieder gut in Übung. Heute Morgen wollen wir es noch mal mit der N’wantetsi River Road, der S100 probieren. Hier sind wir zwar nicht die Einzigen, aber viel los ist heute früh auch nicht. Leider sind hier nicht nur keine Katzen zu finden, irgendwie sind hier überhaupt keine Tiere unterwegs. Nach gut 45 Minuten sehen wir in ziemlicher Entfernung Zebra Mangusten. Da dies unsere ersten Zebramangusten überhaupt sind, wird noch schnell ein Beweisfoto geschossen.
(ein Zebramangusten Suchbild - ohne Tele läuft hier garnichts 😉 )
Kurze Zeit später sehen wir in einem Baum noch zwei stattliche Bateleurs… und das war es dann auch schon.
Ein wenig amüsant fand ich übrigens, dass uns irgendwo auf der S 100 ein Gamedriveauto entgegen gekommen ist (es war kein Nationalparkauto) und uns der Fahrer fast verzweifelt fragt, ob wir vielleicht irgendwelche Tiersichtungen hatten (das hat uns schon irgendwie zu denken gegeben).
Um kurz vor 8.00 Uhr kommen wir am Gudzani Dam an und machen dort erst einmal in aller Ruhe Pause. Dabei beobachten wir ein Krokodil, das - wie eigentlich alle Krokodile - die absolute Ruhe weg hat. Da wird mal das Maul geöffnet ….und wieder geschlossen… und das war es dann auch mit der Action.
Bevor wir nach dem Frühstück beim Krokodilbeobachten noch ganz schläfrig werden, machen wir uns wieder auf den Weg.
Auf der S 41 treffen wir auf unsere ersten jungen Sattelstörche (vielen Dank für die Info noch einmal an Uwe und Bele 🙂 )
Die Vögel sehen mit ihrer Flügelspannweite sehr beeindruckend aus.
Anschließend laufen uns auf unserem Rückweg nach Satara nur noch die üblichen Verdächtigen, d.h. ein paar Gnus und ein paar Wasserböcke über den Weg.
Wir kehren kurz in Satara ein um uns noch ein paar kühle Getränke zu kaufen und sehen im Camp noch diesen Burschen.
Ich werfe einen letzten Blick auf die Sichtungstafel…und stelle fest, dass wir uns heute Morgen eindeutig für die falsche Route entschieden haben 😈 😈 .
In aller Ruhe machen wir uns auf den Weg nach Elephant Plains. Check-in-time dort ist 13.00 Uhr und diese Zeit peilen wir auch an. Glücklicherweise haben wir von der Lodge eine Wegbeschreibung bzw. eine Karte bekommen. Den Weg vom Orpen Gate bis zum Gowrie Gate des Sabi Sand Game Reserves fand ich doch ein klein wenig verzwickt. Auch war die Straße zwischendurch schon sehr schlecht und ich war ganz glücklich über unseren Hilux.
Der Weg zum Sabis Sands Game Reserve führte uns durch kleinere Ansiedlungen und den etwas größeren Ort Hlunvukani. Die Ortschaften sehen alle ordentlich aus, aber die Armut ist natürlich trotzdem nicht zu übersehen. Den Frauen und Kindern, die hier überall am Straßenrand Holz sammeln müssen um ihr Essen zubereiten zu können, geht es sicher noch lange nicht am schlechtesten. Trotzdem ist der Kontrast zu der teuren Luxuslodge in diesem Augenblick schon überaus präsent. Schließlich kostet eine Nacht dort deutlich mehr als die Meisten in der Gegend im ganzen Monat verdienen dürften. In solchen Momenten, habe ich irgendwie ein schlechtes Gewissen, dass es uns so gut geht und ich mir Gedanken über Tiersichtungen mache, während andere Menschen, direkt vor meinen Augen ganz, ganz andere „Sorgen“ haben.
Um kurz nach 13.00 Uhr erreichen wir das Gowrie Gate, den Eingang zum Sabi Sands Game Reserve. Ab dort sind es nur noch 8,5 km bis zu unserer Lodge. Ich bin ehrlich gesagt schon ein klein wenig aufgeregt.
Als bei Michael Ende November 2012 endlich verbindlich feststand, dass es mit dem Urlaub im September 2013 klappt, und wir Elephant Plains buchen konnten, war leider keines der etwas preisgünstigeren Rondavels mehr frei. Da Elephant Plains für uns aber erste Wahl war, haben wir uns eine der Luxussuiten gegönnt. Wie schon im März auf der Jamila Lodge im Welgevonden Game Reserve bekommen wir wieder die Löwensuite (hoffentlich ein gutes Zeichen). Die Lodge, aber vor allem aber unsere Suite, ist wirklich traumhaft, hier könnte ich es auch länger als 2 Tage aushalten.
Nachdem unsere Koffer in unsere Suite gebracht worden sind, machen wir uns noch kurz frisch, bzw. benutzen die geniale Außendusche. Um 14.00 Uhr gibt es Lunch. Der Lunch auf Elephant Plains ist wirklich exzellent. Es gibt in Büffetform lauter kleine und große Leckereien und Michael und ich lieben es viele Dinge zu probieren. Dawie, unser Ranger für die nächsten beiden Tage, stellt sich uns vor. Er gibt uns den Tipp bereits ein wenig vor der Abfahrtzeit des Afternoon/Evening Gamedrives zum Wagen zu kommen. Dann könnten wir uns unsere Plätze noch aussuchen. Die Lodge wäre zurzeit sehr voll, da zwei größere Gruppen hier seien und alle Wagen deshalb voll ausgelastet sind. Wir schauen uns nach dem Lunch einmal in aller Ruhe das Gelände an und hängen danach ein wenig auf unserer wunderschönen, uneinsehbaren Terrasse mit Blick auf das (allerdings doch recht weit entfernte) Wasserloch ab. Bereits 10 Minuten vor Abfahrt stehen wir an unserem Gamedrive Auto… und sind nicht die ersten 😐 . Wir nehmen in der zweiten, noch freien Reihe Platz. Der Wagen wird tatsächlich voll. Mit uns fahren ein älteres Ehepaar aus den USA, zwei jüngere Mädchen aus den USA, ein Pärchen aus Australien und ein Pärchen aus Frankreich (?). Alle, wie ich finde, ein wenig gewöhnungsbedürftig. Mit dem älteren Pärchen aus den USA, das ebenfalls heute angereist ist, kommen wir später beim Essen noch ins Gespräch aber sonst…. Das Französische Pärchen, das heute die letzte Nacht auf Elephant Plains verbringt, sondert sich von der Gruppe ab und unterhält sich nur kurz mit Dawie. Die beiden Australier, die anscheinend auch schon ein paar Tage auf der Lodge sind, sind zuerst offensichtlich ein wenig angezickt. Da die beiden als Letztes gekommen sind, bleibt für sie nur ein Platz neben uns in Reihe zwei, während ihr Mann vorne neben Dawie Platz nehmen „muss“. Obwohl die Australierin sich direkt neben uns setzt, hat sie es mit Grüßen oder Hallo sagen nicht so. Die beiden jungen Amerikanerinnen sind mir schon beim Lunch aufgefallen. Die Eine ist permanent dabei mit ihrem Smartphone zu spielen und beide haben beim Lunch kaum ein Wort miteinander gewechselt. Unsere Smartphonespielerin hat ihrer Freundin ab und zu mal ihr Smartphone hingehalten um ihr irgendetwas zu zeigen, was die Freundin aber nicht weiter interessiert hat. So wenig kommunikativ wie die zwei untereinander sind, so wenig kommunikativ sind die beiden auch so. Lediglich mit dem älteren Ami-Pärchen kommen die beiden zwischendurch mal ins Gespräch. So… nun aber genug über andere geschludert. Der erste Gamedrive war trotz unserer „Mitspieler“ toll und hat für uns absolut gelohnt. Neben einer Tüpfelhyäne mit einem blinden Auge
und einen Elefanten
die sich beide direkt in der Nähe der Lodge aufgehalten haben und unserem zweiten Lizard am heutigen Tag, sind wir nach gut einer Stunde auf ihn hier gestoßen:
(wobei ich sagen muss, nicht wir sind auf den Leo gestoßen, sondern ein Wagen der Arathusa Lodge 😉 ). Und der Ranger hatte dann auch irgendwie das bessere Gespür für den Leo. Während wir lange Zeit immer durchs Gebüsch hinter dem Leo her sind
(ein schöner Leorücken kann natürlich auch entzücken), stand der Wagen von Arathusa immer genau dort, wo der Leo hingelaufen ist. Nichts desto trotz haben wir noch ein paar schöne Fotos machen können.
Nach der Leo Sichtung ist erst einmal die unumgängliche Sunddowner Pause angesagt. Ich muss sagen, ich habe noch nie eine Sundownerpause mit so vielen Antialkoholikern gemacht. Außer dem älteren Amipärchen trinken alle unsere Mitfahrer keinen Alkohol, sondern z.B. O-Saft mit Strohhalm aus so einem kleinen 0,25 Tetrapak. Das sieht irgendwie nicht wirklich sehr stilvoll aus und während ich mein Savanna schlürfe, komme ich mir ein klein wenig wie eine Säuferin. Auf dem Rückweg zur Lodge laufen vor uns auf dem Weg viele Kaninchen und dann treffen wir noch auf ein Minilöwenrudel. Zwei junge männliche und zwei junge weibliche Löwen. Und was machen die vier? Jagen zu viert so’n armes kleines Kaninchen! Eines der Weibchen erwischt das Kaninchen letzlich auch und zieht sich mit ihrer Beute in einen Busch zurück. Dort hört man es knacken.
Auf meinen inoffiziellen Wunschliste stand zwar (wie ich glaube ich schon mal erwähnt habe), dass ich gerne Löwen bei der Jagd oder mit einem Riss sehen möchte, aber das war irgendwie anders gemeint 😗 . Ich denke ich muss meine Wünsche zukünftig etwas genauer formulieren 😁
Zurück in der Lodge haben wir dann noch in Ruhe Zeit uns umzuziehen und uns ein bisschen aufzuhübschen (nur ich, Michael ist hübsch genug 🤪 ), bevor es dann um 20.00 Uhr Dinner in der Boma gibt. Das Diner (heute Abend ebenfalls in Büffetform wie auch der Lunch) ist lecker, aber meinem Empfinden nach nicht wirklich der „Bringer“. Da haben wir anderswo in Südafrika oder Namibia schon deutlich besser gegessen. Nicht ganz geglückt finde ich auch das Sitzen an den einzelnen kleinen Tisch im Halbkreis. So kann man sich eigentlich nur mit seinen beiden direkten Nachbarn unterhalten. Insgesamt löst sich die Runde nach dem Essen ziemlich schnell auf, und auch uns zieht es zurück in unsere wunderschöne Suite.
Gefahrene Kilometer: 166 (ohne Gamedrive) Kosten der Unterkunft: 5.940,00 ZR
Soooo, die Couch ruft und ich folge dem Ruf 😎
Liebe Grüße
Susi
Teil 802. Feb. 2014
So, es geht weiter und heute wird es ein bisschen Text- und vorallem ziemlich Bildlastig 🤩 .
Tag 10 / Montag 16.09.2013: Von Elephant Plain nach Olifants
Um kurz nach 5.00 Uhr beginnt unser letzter Tag auf Elephant Plains. Ich hoffe genau wie Michael noch einmal auf ein paar schöne Sichtungen bei unserem letzten geführten Gamedrive, bevor wir uns dann im KNP wieder selber auf die Suche machen müssen 🙂 . Unsere Mitfahrer trinken noch einen Kaffee vor der Abfahrt. Ich habe um diese frühe Zeit zwar auch Kaffeedurst, verkneife mir den aber lieber. Da unser französisches Pärchen gestern Mittag abgereist ist, haben wir ein wenig mehr Platz im Wagen und die zweite Reihe ganz für uns alleine. Gestern Abend war das noch kein Vorteil, da wir ja weiter keine Tiere gesehen haben 😐 , aber ich gebe die Hoffnung auf ein paar schöne Sichtungen nicht auf. Was Michael bei seiner Schilderung des gestrigen Tages übrigens nicht erwähnt hat, aber für verfröstelte Frauen wie mich auf jeden Fall der Erwähnung wert ist: Es gibt Wärmflaschen zum Morningdrive! Auch wenn wir an den letzten beiden Tagen noch nicht so wirklich viele aufregende Sichtungen hatten, mit so’ner Wärmflasche am kühlen Morgen kann man bei mir auf jeden Fall schon einmal punkten 😎 . Das war es dann allerdings auch erst einmal mit dem Punkten können. Der Gamedrive fängt mehr als enttäuschend an! Schlafen etwa alle Tiere noch? Aus Mangel an anderen Fotomotiven machen wir zuerst lediglich ein paar Fotos vom Sonnenaufgang.
Diese werden allerdings nicht so wirklich berauschend. Irgendwann entdecken wir mehrere kreisende Geier am Himmel. Dawie und Tulli (unser Tracker) verlassen gemeinsam den Wagen und schauen, ob es vielleicht abseits des Weges im Unterholz etwas Interessantes zu entdecken gibt. Leider vergebens, schaaade. Gegen eine oder mehrere Katzen mit Riss hätte ich absolut nichts gehabt. Ansonsten tracken wir (und auch noch ein paar andere Gamedrivewagen) eine ziemlich lange Zeit Nashornspuren, ohne dass wir die Nashörner letztendlich finden 😕 . Ich muss sagen, ich war zu dem Zeitpunkt reichlich angesäuert 😠 . Zuerst haben wir gar nicht registriert, dass wir die ganze Zeit Nashornspuren tracken. Als wir das dann irgendwann mitbekommen haben, haben wir Dawie erklärt, dass wir schon viele Nashörner im KNP gesehen haben, und dass er für uns nicht länger nach den Nashörnern suchen muss. Dieser „Hinweis“ ist jedoch leider vergebens, zumal unsere sechs Mitfahrer sich leider nicht weiter äußern. Diese waren, und wollen allerdings alle auch nicht mehr in den KNP und haben bisher noch weiter keine Nashörner sehen und fotografieren können. Irgendwann brechen wir die Suche nach den Nashörnern doch ab (endlich!!). Allerdings bleibt jetzt leider nicht mehr viel Zeit bis zum Frühstück. Meine Stimmung ist auf dem Nullpunkt, so hätte ich mir unseren letzten Gamedrive nun wirklich nicht vorgestellt 😈 . Aber dann sehe ich sie….
und vorallem sie
(ich hoffe ich habe jetzt Niemanden mit den Unmengen an Babyhyänenbildern erschlagen 😗 )
Durch diese wirklich schöne Sichtung bin ich dann doch wieder versöhnt und absolut glücklich….und habe später einen Punkt auf meiner inoffiziellen Wunschliste abgehakt. Gut 25 Minuten haben wir Zeit die zwei großen und drei kleinen Hyänen zu beobachten. Ich wäre gerne noch länger geblieben, aber wir müssen los. Das ist wirklich ein echter Nachteil an einem organisierten Gamedrive. Wenn man selber fährt, kann man auch selber entscheiden wie lange man bleiben und schauen möchte. Zumindest wenn die Tiere mitspielen und sich nicht verpieseln…
Es gibt ein letztes Frühstück auf Elephant Plains. Michael bestellt heute einfach nur Eier, ohne eine Anzahl zu nennen, und bekommt zwei Rühreier auf einem Teller.
Nach dem Frühstück packen wir noch schnell unsere Sachen zusammen. Die Taschen werden zu unserem Auto gebracht und kurz nach 10.00 Uhr sind wir wieder auf Pad.
Fazit zu Elephant Plains Lodge: Die Lodge hat uns beiden wirklich sehr gut gefallen. Die Luxussuite mit der großen Terrasse bzw. dem großen Balkon war einfach traumhaft schön. Aber auch die günstigeren Rondavels sehen klasse aus (und würden uns auch absolut ausreichen), obwohl man dort auf den jeweiligen Terrassen nicht immer ganz so ungestört sein dürfte, wie auf den Terrassen der Luxussuiten. Das Frühstück war gut, der Lunch einfach klasse und das Abendessen in Ordnung, meiner Meinung nach leider die schwächste Mahlzeit auf Elephant Plains. Ich würde ganz sicher nie wieder am Wochenende nach Elephant Plains fahren. Das muss zwar nicht immer so sein, aber bei uns war die Lodge am Samstag rappelvoll, da zwei große südafrikanische Gruppen dort waren. Von den Gamedrives hatte ich mir ein wenig mehr versprochen, aber da steckt natürlich keiner drin. Was mich allerdings wirklich geärgert hat, dass wir rd. 2 Stunden Nashornspuren getrackt haben, nur damit man hinterher sagen kann, dass wir alle Big 5 auf Elephant Plains gesehen haben (denn darum ging es offensichtlich – man bekommt zum Schluss noch eine entsprechende Urkunde ausgehändigt). Etwas enttäuscht war ich vom Service. Da würde ich bei einer Lodge dieser Preisklasse ein wenig mehr erwarten. Ich meine dabei jetzt nicht Michaels Eier-Geschichte. Die fand ich wirklich amüsant. Weniger schön fand ich die Sache mit dem Wein. Das wir erst den falschen Wein zum Abendessen bekommen, kein Thema. Dass wir aber erst nach rd. 10 bis 15 Minuten die richtige Flasche bekommen, finde ich dann allerdings nicht so prickelnd, schließlich wollten wir den Wein zum Essen und nicht nach dem Essen trinken. Und dann die Geschichte mit unserer Klimaanlage. Die hat nämlich nicht funktioniert. Das hatten wir zuerst gar nicht bemerkt, da ich bei meiner Erkältung so gut es geht auf Klimaanlagen verzichten wollte. Nachdem wir am zweiten Tag an der Rezeption Bescheid gesagt haben, hat man uns erst einmal neue Batterien für die Fernbedienung mitgegeben. Daran lag es aber leider nicht. Wir sind dann nicht noch einmal zur Rezeption gelatscht, sondern haben den funktionierenden Ventilator angemacht. Vor dem Essen an unserem zweiten Abend kam Dawie unser Ranger kurz zu uns und meinte, es wird heiß werden. Er würde uns empfehlen über Nacht die Klimaanlage anzumachen. Schön haben wir gesagt, würde wir vielleicht auch machen, wenn die funktionieren würde. Ohh, das würde ja gar nicht gehen. Er würde sofort jemanden in unsere Unterkunft schicken der sich um die Klimaanlage kümmert. Ich kann jetzt nicht sagen, ob nun keiner dort war oder die Klimaanlage nicht repariert werden konnte, als wir auf jeden Fall nach dem Abendessen irgendwann auf unser Zimmer gegangen sind, hat die Klimaanlage immer noch nicht funktioniert. Wenn wir das Ding unbedingt gebraucht hätte, dann hätten wir sicherlich mehr Druck gemacht…aber ehrlich gesagt: Muss man erst Druck machen? Reicht es nicht aus, wenn man zwei Mal Bescheid sagt, dass die Klimaanlage nicht funktioniert?
Unterwegs mache ich noch ein paar Fotos. Aus dem fahrenden Auto gelingt mir dies aber leider nicht wirklich gut.
Schade, ich fand z.B. in Casimodos letztem SA-Reisebericht gerade die Fotos, die er unterwegs auf dem Weg von A nach B geschossen hat, wunderschön und bereichernd. Zeigen diese doch oft das alltägliche Leben in Südafrika.
Ehe wir uns versehen, sind wir wieder am Gowrie Gate. Während mir der Hinweg nach Elephant Plains noch ein wenig verzwickt vorkam, war der Rückweg jetzt ganz einfach zu finden. Kurz nach 11.30 Uhr sind wir wieder im Park und sehen als erstes in einiger Entfernung: mal wieder Büffel, danach Zebras und Elefanten.
Also alles beim Alten…könnten nicht vielleicht mal ein paar Löwen auf oder neben der Straße auf uns warten 😉 .
Bevor es weiter nach Satara geht, machen wir noch einen kurzen Abstecher zum Girvana Waterhole. Wenn es schon keine spannenden Tiere zu sehen gibt, fotografieren wir eben schöne Pflanzen und Bäume.
Am Wasserloch ist leider auch nichts los. Wir fotografieren noch ein paar Geier und nach einigen Versuchen schaffe ich es ein, zwei scharfe Fotos von den Blue Waxbills (Blauastrilds) im Busch hinzubekommen.
Weiter geht es zum Nsemani Dam. Auch dort sehen wir so gut wie keine Tiere. Nicht einmal Hippos sind im Wasser auszumachen. Lediglich ein paar Wasserböcke kreuzen die Straße und ein einsamer Pavian schaut sich das Treiben vom Baum aus an.
Wir stoppen noch kurz in Satara, kaufen ein wenig Gamefleisch und zwei frische Avocados für heute Abend sowie zwei Magnum Mint zum sofort Essen (es ist so schade, dass es die nicht in Deutschland gibt 😐 , das sind echt meine Lieblingsmagnums). Danach geht es weiter Richtung Olifants. Wir wollen heute mal auf der Hauptstraße bleiben. Wer weiß, vielleicht haben wir hier mehr Glück als auf den Nebenstraßen. Unsere bisherigen Löwen haben wir schließlich ausschließlich auf Hauptstraßen angetroffen. Zuerst treffen wir auf einen faulen Elefanten…
…und dann auf eine Nashorn Kleinfamilie (tja, so einfach geht das, da muss man nicht stundenlang Spuren tracken 😉 ).
(hier passt doch irgendwer nicht dazu 🤨 ?)
Am Ngotso Wasserloch (?) sehen wir dann diese zwei Prachtkerle (oder Prachtweiber?). Am Anfang steht außer uns nur ein zweites Auto dort. Wir nehmen einen Platz in der Poleposition ein und warten in aller Ruhe ab was passiert. Ich bin happy, mit einer Gepardensichtung hätte ich im KNP ehrlich gesagt nicht gerechnet.
Nachdem beide Geparde aus unserer Sicht verschwunden sind, fahren wir weiter…und bleiben natürlich auf der Hauptstraße 🙂 .
Kurz vor der Brücke über den Olifants River steht ein Auto auf der anderen Straßenseite am Fahrbahnrand. Wir können noch nichts sehen, machen uns aber bereit zum Anhalten. Whow 🤩 🤩 , ich traue meinen Augen kaum. Direkt unter der Straße ist ein Hyänenbau und davor liegt eine einzelne, ein wenig zerfledderte Hyäne mit drei ganz bezaubernden Jungen. Die zweiten Babyhyänen heute, wie genial ist das denn?! Mama Hyäne ist nicht wirklich hübsch, aber sehr liebevoll mit den Kleinen und die drei sind einfach zu süß. Ich finde in dunkelbraun sehen die Kleinen fast ein wenig wie Teddybären aus.
Nach 15 Minuten sind die drei Kleinen offensichtlich erst einmal satt und verschwinden im Bau und Mama Hyäne zieht sich sichtlich erschöpft in den Schatten zurück.
Das wir heute noch so viel Sichtungsglück haben werden, hätte ich mir nicht träumen lassen. Wir halten noch kurz an der Brücke über den Olifants River, steigen aus und machen ein paar Fotos.
Danach machen wir noch kurz einen Abstecher zum N’wamanzi Lookout,
bevor wir dann um 16.45 Uhr in Olifants ankommen. Wir bekommen den Bungalow No 2 ein Häuschen mit View. Da es aber bereits dunkel wird, können wir unseren View nicht so wirklich genießen. Zudem haben wir einen Baum und einen Zaun im Weg, so dass ich den Blick von unserem Bungalow aus auch nicht so atemberaubend finde 😕 .
(das Foto haben wir am nächsten Morgen gemacht)
Darüber hinaus ist es ziemlich windig, was Michael das Grillen erschwert
und das draußen sitzen auch nicht ganz so angenehm macht.
Wir haben nur eine Nacht in Olifants gebucht und sind auch relativ spät angekommen, von daher kann ich zum Camp und zur Unterkunft nicht wirklich viel sagen. Die Fotos, die ich von anderen Fomis bisher gesehen habe, fand ich allerdings sehr schön, so dass wir uns wahrscheinlich noch einmal für Olifants entscheiden würde. Beim nächsten Mal würden wir aber eher zwei Nächte bleiben und versuchen, einen Bungalow mit Best View zu bekommen.
Gefahrene Kilometer: 165 (ohne Gamedrive) Kosten der Unterkunft: 997,88 ZR
Liebe Grüße
Susi
Teil 917. Feb. 2014
Sooo, der Ticker tickt unaufhörlich 😎 . Irgendwie geht es viel schneller in diversen anderen Reiseberichten zu schmökern, als hier selbst etwas zu verzapfen 😛 ....aber da ich heute mal ein bisschen früher Feierabend machen konnte, geht es noch einmal einen Tag weiter 🙂
Tag 12 / Mittwoch 18.09.2013: Mopani
Heute heißt es noch früher aufstehen als sowie schon. Treffpunkt für den Morning Walk ist um 5.15 Uhr vor der Rezeption des Camps. Eine große Truppe sind wir heute Morgen nicht, aber dafür eine wirklich nette - was ich beides sehr schön finde. Neben den beiden Rangern sind ein Schweizer, eine Niederländerin sowie ihr südafrikanischer (?) Begleiter heute genauso früh aufgestanden wie wir. Zuerst fahren wir ein ganzes Stück mit dem Gamedrivewagen auf der H 1-6 Richtung Süden. Ein Elefant steht verschlafen auf der Pad und fühlt sich durch unser Erscheinen und vor allem durch unser Näherkommen ein wenig „gestört“. Wenn wir alleine unterwegs gewesen wären, hätte ich umgehend den Rückwärtsgang eingelegt und den Dickhäuter ausschlafen lassen, aber die Ranger bleiben mit dem Wagen einfach stehen… und setzten sich durch. Der Elefant trollt sich seitlich ins Gebüsch und die Straße ist frei für uns.
Nach gut einer halben Stunde stoppen wir. Ab jetzt geht es zu Fuß weiter. Tiere bekommen wir auf dem Morning Walk leider nicht weiter zu sehen. Die meisten machen offensichtlich einen großen Bogen um uns bzw. verschwinden, sobald sie uns aus der Entfernung wahrnehmen. Dafür sehen wir viele Tierspuren
(zumindest die Spur von einem Leo - es gibt sie also wirklich im Krüger 😉 )
und viele kleinere Tiere. Es macht wirklich Spaß auch einmal zu Fuß im Park unterwegs zu sein und das was uns die Ranger bei den Stopps zwischendurch über die Flora und Fauna des Parkes erzählen ist wirklich interessant. Wir sehen die Trichter des Ant Lion (Ameisenlöwen) im Boden und bekommen erklärt, wie dieser „anderen eine Grube gräbt“. Wir lernen die Communal Nest Spiders kennen und beobachten wie sich diese kleinen Spinnen alle zusammen auf ihre Beute „stürzen“. Ich hatte mir eine lange Hose angezogen und meine knöchelhohen Lederwanderschuhe. Diese sind zwar perfekt für Kanada geeignet, aber hier wird mir selbst um diese frühe Zeit langsam warm 😵 . Nach einigen Überlegungen hatten wir uns übrigens vor dem Urlaub entschieden als Prophylaxe Malarone zu nehmen. Bisher war dies wohl eher nicht nötig, da es sich abends immer deutlich abgekühlt hat und ich bisher nicht eine einzige Mücke gesehen oder gehört habe. Bei dieser Wanderungen werde ich jetzt allerdings nicht nur von vielen Fliegen, sondern auch von einigen Mücken belästigt. Michael wird mal wieder in Ruhe gelassen, das ist immer so wenn ich dabei bin 😛 . Nach ca. 1 ¼ Stunde machen wir Rast an einem Wasserloch.
Auf einmal taucht ein Elefant auf, den wir nicht gehört und zuerst auch überhaupt nicht bemerkt haben. Ich bin fasziniert davon, wie leise sich diese doch ziemlich schweren Tiere bewegen. Die Ranger beobachten den Elefanten und schicken uns (sicherheitshalber) auf die andere Seite des Wasserloches. Der Elefant kommt aber nicht ans Wasserloch, sondern verschwindet so schnell und lautlos im Unterholz wie er aufgetaucht ist. Die Ranger fragen uns, was wir denn meinen würden wo unser Auto steht. Ich haue voll daneben (und das hat eindeutig nichts mit meiner Rechts-Links-Schwäche zu tun 🙄 ). Michael liegt allerdings genau richtig und kann auch noch erklären warum (hat natürlich was mit dem Stand der Sonne zu tun). Ich bin beeindruckt. Warum muss ich denn beim Autofahren immer die Karten studieren…klappt doch auch so 😉 . Auf direktem Weg geht es zurück zum Auto. Wir waren lediglich rd. 10 Minuten Fußweg entfernt (auch das hätte ich nicht gedacht 🤨 ). Kurz vor dem Camp sehen wir mal wieder einen Lizard
(und fotografieren auch noch einmal die wirklich schönen Blätter des Mopanebaumes 🙂 )
und dieses Prachtexemplar.
Um kurz vor halb neun sind wir wieder zurück im Camp und genießen auf unserer Terrasse erst einmal ausgiebig und in aller Ruhe ein Frühstück mit viel Kaffee, Toast und Eiern. Auch die nächsten Stunden verbringen wir ziemlich faul im Camp. Ich nutzte die Gelegenheit um endlich mal Postkarten zu schreiben und Michael….tja, was hat der eigentlich gemacht? Kann mich im Moment so garnicht daran erinnern 😛 .
Um 15.00 Uhr geht es wieder auf Pad. Ich habe zwar die Hoffnung aufgegeben hier im Norden des Parks noch über irgendwelche Katzen zu stolpern, aber dafür soll es hier ja einige Antilopenarten geben, die man im Süden weniger findet. Wie auch schon gestern fahren wir den Tropic of Capricorn Loop (über die H1-6, die S 144, S143 und S50), heute allerdings mit deutlich mehr Zeit und Ruhe. Obwohl wir Frühling haben, sieht die Landschaft hier im Norden des KNP irgendwie eher herbstlich aus.
Wir sind knapp über zwei Stunden unterwegs und treffen in der Zeit lediglich auf zwei andere Autos. Viele Tiere sind leider auch nicht unterwegs. Wir sehen allerdings unsere ersten Strauße im KNP (ich dachte schon hier gibt es keine)
(Landschaft mit Straußen...)
(...und Landschaft ohne Tiere)
und haben unsere dritte Elandsichtung überhaupt (wenn auch sehr weit entfernt).
Später stoßen wir dann wieder auf eine große Büffelherde. Wenn sonst nichts geht, Büffel gehen immer.
Wir fahren heute ein wenig früher ins Camp zurück, da wir noch ein paar schöne Bilder vom Pioneer Dam im Sonnenuntergang machen wollen.
Danach lassen wir unseren vorletzten Abend im KNP mit einem Fläschchen Sauvignon Blanc und einigen Gläsern Amarula ausklingen.
Gefahrene Kilometer: 52 Kosten der Unterkunft: 849,16 ZR
Liebe Grüße
Susi
Teil 1007. Apr. 2014
Hallo Dagmar, hallo liebe Mitreisenden,
hier meldet sich gerade das schlechte Gewissen 😊 . Dagmar, Du hast vollkommen Recht, drei Wochen sind schon ein bisschen vorbei 😉 ....aber irgendwie war ich gedanklich noch im KTP (und über den gibt bzw. gab es hier gerade so viele schöne Reiseberichte), da bin ich mit unserem Bericht ein "wenig" ins Stocken geraten 😗 . Ich kann aber versprechen, bevor wir das nächste Mal ins südliche Afrika aufbrechen, wird dieser Bericht fertig sein 🙂 .
Also, mit dem nächsten Tag geht es sofort weiter 😎 .... äääähmm, ich muss erst mal gucken... wie weit sind wir denn gekommen 🤨 ???
Ach ja: Tag 13 / Donnerstag 19.09.2013: von Mopani nach Sirheni
Heute bricht unser vorletzter Tag im KNP an, nur noch einmal schlafen und dann war es das. Bevor es wieder extrem büffel- und elefantenlastig weitergeht, machen wir noch ein paar Fotos von dem riesigen Baobabbaum im Camp.
Da waren wir zwei Nächte in Mopani und hätten es fast nicht geschafft, diesen wunderschönen Baum zu fotografieren. Auch wenn wir dort bisher nicht wirklich viele Tiere gesehen haben, hat uns die Fahrt auf der S50 entlang der Nshawumarsh landschaftlich sehr gut gefallen, und wir entscheiden uns, diese Strecke heute Richtung Norden erneut zu fahren. Als erstes begegnet uns unsere Büffelherde von gestern Abend. Bevor die Herde in ihrer gesamten Größe die S50 vor uns überquert, geben wir ein bisschen Gas und schaffen es noch vor den Büffeln „durchzukommen“. Wir stoppen natürlich trotzdem, stellen uns quer und beobachten in aller Ruhe die vorbei ziehenden Büffel.
Diesmal biegen wir nicht nach links in die S134 ab, sondern fahren weiter auf der S50 der Dipeni Road, Richtung Shingwedzi. Am Grootvlei Dam legen wir eine kleine Kaffee- und Sandwichpause ein. Ich bin total happy, dass wir uns vor dem Urlaub noch zwei Thermobecher besorgt haben. Ich weiß gar nicht wie ich bisher im KTP ohne meinen morgendlichen Kaffee am Wasserloch ausgekommen bin. Wir sind hier fast alleine. Lediglich ein einzelner Elefant ist gerade mit der morgendlichen Körperpflege beschäftigt und ein African Darter schaut sich das Ganze von oben an.
Unseren nächsten Stopp legen wir am Nyawutsi Hide ein. Große Tiere gibt es hier nicht zu sehen, aber dafür ein paar Kleine, die wir in aller Ruhe fotografieren können.
Ein paar Kilometer weiter nördlich führt die Pad direkt am Shingwedzi lang. Hier sieht man nicht nur die Zerstörungen der starken Regenfälle zu Beginn des Jahres, sondern auch eine Menge Hinterlassenschaften der Elefanten. Immer wieder liegen irgendwelche Äste auf der Straße, an denen man teilweise gerade so vorbeikommt. Wir fahren vorsichtig und aufmerksam weiter, nicht dass auf einmal ein Elefant aus dem Gebüsch kommt. Auf unsere erste größere Herde treffen wir dann schon kurze Zeit später. Diese quert erst die Pad und dann den Shingwedzi Richtung Mozambique. Obwohl der Fluss nicht wirklich viel Wasser führt, ist er für die kleinen Elefanten doch schon ziemlich tief. Aber die großen nehmen sie in die Mitte und so kommen alle sicher auf die andere Seite.
Unseren nächsten Stopp legen wir am Kanniedood Hide, kurz vor Shingwedzi ein. Auch hier sehen wir wieder eine Herde Elefanten, die den Fluss aus Richtung Mozambique kommend überquert. Vom Hide aus hat man eine perfekte Sicht auf die Elefanten, und irgendwie fühle ich mich hier sicherer als im Auto. Wir verhalten uns ganz ruhig und können ein paar schöne Fotos von den kleinen und großen Elefanten machen
ACHTUNG: jetzt kommt eine wahre Elefantenflut 🙂
..also ab jetzt 🙂
Nachdem die Elefanten Richtung Süden weitergezogen sind, gehen wir zu unserem Auto und weiter gehts. Da die S135 noch gesperrt ist, fahren wir über die S134 weiter nach Shingwedzi. Hier haben wir noch eine sehr schöne Sichtung, wie ich finde. Wir treffen auf eine Nyalafamilie und ein kleines Nyala, das Bekanntschaft mit einem Impala macht.
In Shingwedzi legen wir eine kleine Pause ein. Eigentlich hatten wir gehofft im Supermarkt vielleicht noch etwas Fleisch für heute Abend kaufen zu können, aber dieser ist genau wie das Restaurant noch im Wiederaufbau und leider geschlossen. Lediglich ein kleiner provisorischer Shop hat geöffnet. Dieser ist aber so voll, dass wir nur kurz auf die Toilette verschwinden und danach weiterfahren. Unser eigentliches Ziel für heute ist das Sirheni Bushveld Camp. Da wir aber noch ein wenig Zeit haben, wollen wir nicht direkt zum Camp fahren, sondern vorher noch die S52-Schleife zu den Red Rocks nehmen. Auf Empfehlung von Chrigu hatten wir uns nach unserem Urlaub im März diesen Jahres noch am Flughafen das Heft „go! Kruger“ gekauft und hier wurde diese Strecke als eine der „15. Great Drives“ empfohlen. Bis zu den Red Rocks sind wir leider nicht gekommen, da wir eine „kleine“, nicht ganz so erfreuliche Elefantenbegegnung hatten 😕 . Wie ich ja schon erwähnt habe, war dieser Tag ziemlich elefantenlastig. Die S52 führt wie auch schon die S50 am Shingwedzi River lang. Auch auf dieser Strecke sehen wir überall Zerstörungen durch Elefanten. Wir fahren auf der relativ kurvigen und dicht bewachsenen Straße daher sehr vorsichtig, damit wir jederzeit halten können. Wir sind vielleicht zehn bis zwölf Kilometer gefahren, da sehen wir eine Elefantenherde auf der Straße. Wir stoppen in sicherer Entfernung, machen den Motor aus und beobachten das Treiben. Fotos haben wir von den Elefanten keine gemacht, da diese erstens in einer Kurve standen und nicht sehr gut zu sehen waren und zweitens auch einigermaßen weit entfernt waren. Mehrere Elefanten kreuzen immer wieder die Straße und verschwinden für uns nicht sichtbar rechts und links der Pad im Unterholz. Zwischendurch sind fast alle Elefanten von der Straße verschwunden, nur ein großer und ein kleiner Elefant bleiben am Straßenrand stehen und bewegen sich keinen Deut. Es sieht fast so aus als ob die beiden dort ein Nickerchen halten würden. Inzwischen sind auch auf der rechten Seite neben uns im Unterholz Elefanten am Fressen, allerdings nicht in unmittelbarer Nähe unseres Autos. Nachdem wir ca. eine halbe bis eine dreiviertel Stunde gewartet haben, und sich vorne auf der Straße nichts tut, beschließen wir auf die S 52 zu verzichten und zurückzufahren. Dazu wollen wir wenden, um mit dem lauten Diesel auf der Straße nicht soweit rückwärtsfahren zu müssen. Dies stellt sich dann als ganz „doofe“ Idee heraus 😵 . Was wir nämlich nicht bemerkt haben, und ich muss sagen, ich bin immer wieder erstaunt wie leise Elefanten doch sein können, dass direkt seitlich vor uns hinter einem großen Busch/Baum, ein Elefant gestanden haben muss. Michael lässt also den Motor an, schlägt das Lenkrad ein und fährt ein Stückchen vor Richtung Busch/Baum, legt dann den Rückwärtsgang ein ….da prescht ein riesiger, offensichtlich wütender Elefant laut trötend und mit ausgestellten Ohren plötzlich aus dem Busch auf uns zu 🤩 . Uns bleibt beiden fast das Herz stehen 🤢 Ich weiß wirklich nicht, ob ich in der Situation auch so gut und so schnell reagiert hätte wie mein Fahrer 😮 . Michael schafft es sofort den Vorwärtsgang einzulegen, kräftig Gas zu geben und eine Menge Raum zwischen uns und den Elefanten zu bringen. Uuuuff 😗 , viel Platz war da nicht mehr . Ich muss ehrlich sagen, mein Adrenalinspiegel ist schon lange nicht mehr so in die Höhe geschossen. Klasse, jetzt haben wir nicht nur ein Büffel- sondern auch noch ein "Elefantentrauma" 😉 . Wir fahren mit immer noch ganz wackligen Beinen über die S56 nach Sirheni. Auch diese Strecke ist sehr kurvenreich und einigermaßen schmal und ich hoffe ehrlich gesagt im Moment auf keine weiteren Elefantensichtungen mehr. Mein Bedarf ist für heute eindeutig gedeckt. Wir halten noch kurz für ein Zebra und eine Giraffe
und kommen relativ früh im Camp an. Das Office des Rangers ist unbesetzt, aber auf einer Tafel finden wir unseren Namen und die Nummer unseres Cottages. No. 13, na das passt ja 😄 .
Wir räumen unsere Klamotten ein und gönnen uns dann erst einmal zwei noch halbwegs kühle Windhoek Lager gegen den Schreck von vorhin. Sirheni ist das teuerste Camp das wir im KNP hatten, gefällt mir persönlich aber am wenigsten. Das Cottage selbst wirkt schon ein wenig abgewohnt und der riesige Kühlschrank kühlt erstens nicht richtig und ist zweitens extrem laut beim Nicht-Kühlen. Es ist das erste Camp, indem sich die Küche nicht draußen, sondern in der Unterkunft befindet. Das finde ich zuerst ungewohnt und nicht ganz so klasse. Im Nachhinein entpuppte sich das allerdings als ganz praktisch, da am Abend etliche Mücken unterwegs sind. Den Ranger des Camps bekommen wir leider die ganze Zeit nicht zu Gesicht. Die Rezeption sollte zwar ab 17.00 Uhr wieder besetzt sein, aber dort lässt sich niemand blicken. Zwar liegt das Sirheni direkt an einem Dam, aber Tiere haben wir auch von den Hides im Camp aus leider nicht beobachten können. Auch auf unserem abendlichen Gamedrive, der uns über die S56, die H1-7 und die S57 wieder zurück zum Camp führt, sehen wir außer Büffeln und Elefanten (die wir nicht fotografieren 😉 ) keine weiteren Tiere. Da wir in Shingwedzi kein Fleisch kaufen konnten, gibt es an unserem letzten Abend im KNP Reste, Nudeln mit Tomatensauce. Pasta passt irgendwie immer, und dazu einen sehr leckeren Barista Pinotage.
Gefahrene Kilometer: 195 Kosten der Unterkunft: 1.266,54 ZR
...so Dagmar, "Auftrag" erledigt 😘 , jetzt muss ich aber endlich was zum Abend essen.
Liebe Grüße
Susi
Teil 1127. Mai 2014
Sooo, langsam aber sicher geht es weiter 😉 .
Michael hat sich gestern Abend tapfer der Couch verweigert und hat fleissig in die Tasten gehauen, und während er sich gleich in der Sporthalle austoben darf, stelle ich das "Ergebnis seiner Mühen" hier mal ein 😗 . Anmerkungen und Reklamationen bitte direkt an den Verfasser, und nicht an die Überbringerin 😛 .
Tag 15 / Samstag 21.09.2013: vom Pafuri River Camp zum Mapungubwe NP und Tag 16 / Sonntag 22.09.2012: im Mapungubwe NP
Da heute früh zum ersten Mal seit längerer Zeit kein Gamedrive auf unserem Programm steht, gönnen wir uns eine Mütze mehr Schlaf. Um 7.30 Uhr gehen wir Frühstücken. Nach den ganzen Tagen Selfcatering ist es auch wieder mal schön, wenn einem die zubereiteten Eier an den Tisch gebracht werden. Eine Stunde später verabschieden wir uns von unseren Gastgebern des Pafuri Rivercamps und von natürlich auch von Bonsai
und machen uns auf den Weg Richtung Mapungubwe NP.
Die Fahrt zum Park verläuft ohne besondere Highlights. Dazu passend präsentiert sich der Himmel heute die ganze Zeit über in verschiedenen Grauschattierungen (SMILEY). Wie Cfm2010 uns schon „vorgewarnt“ hatte, fehlt in Masisi die Brücke über den Fluss. Sie ist ein Opfer der Fluten geworden und wurde noch nicht wieder aufgebaut. „Road closed“ ignorieren wir und fahren durch das tiefsandige Flussbett. Ohne 4x4 wäre das nicht gegangen und wir sind froh, dass uns ein Umweg erspart bleibt, zumal eine Umleitung nicht ausgeschildert ist 😐 . In Musina kaufen wir noch ein paar Lebensmittel ein, tanken und nehmen die letzten 85 Kilometer in Angriff. Heute sind wir offenbar die einzigen auf der Straße. Wir werden nicht überholt und uns kommt auch niemand entgegen. Dann taucht ein weiteres Schild „Road closed“ auf. Straßenschäden sind nicht zu sehen und es gibt auch keine Hinweise auf eine Umleitung. Gut, dass wir auch hier schon entsprechend „gebrieft“ sind. So fahren wir weiter, ohne uns unnötige Gedanken zu machen, wie bzw. ob es weitergeht. Das Schild liegt schon viele Kilometer zurück und wir fragen uns, ob die Straße wirklich noch gesperrt ist. Dann taucht weit vor uns doch noch eine Straßensperre auf. Als wir sie erreichen sehen wir die beschriebene Umleitung Richtung Farmland. An der „Schranke“ werden wir freundlich darauf hingewiesen, dass wir uns nun auf Privatland bewegen und vorsichtig und langsam fahren sollen. Das machen wir natürlich auch und gewinnen bei dem „Ausflug“ durch die Felder einen kleinen Eindruck von der Größe einer solchen Farm. Schließlich werden wir zurück auf die Straße geführt und erreichen wenig später das Maingate für den östlichen Teils des Mapungubwe, auf den sich unser Besuch dieses Mal beschränken wird. Nach dem Einchecken geht’s es aber erst einmal direkt weiter zum Leokwe Camp. Unser Cottage ist ein Doppel-Rondavel. Eine Hütte dient als Schlafzimmer und Bad mit Außendusche, die andere als Wohn-/Essbereich und Küche. Außerdem gibt es noch eine mit einer Mauer umfasste Terrasse mit schönem Ausblick auf die Hügel.
Wir sind absolut begeistert 🤩 .
Wir drehen eine kurze Runde durch das Camp und sehen uns auch den Infinity-Pool mit seiner tollen Aussicht an. Aufs Planschen verzichten wir aber, da das Wetter nicht so toll ist und der Pool zudem einigermaßen lautstark bevölkert wird. Zurück auf unserer Terrasse faulenzen wir ein wenig und machen uns dann noch einmal auf den Weg. Unser erstes Ziel ist der Treetop Walk, der mittlerweile fast vollständig repariert ist. Nur die vorderste Aussichtsplattform ist noch nicht ganz fertiggestellt. Tiere sehen wir kaum, hauptsächlich ein paar Affen, die in den Bäumen herumturnen und vereinzelt ein paar Vögel 🤨 .
Dann geht es weiter zu den Confluence Viewpoints. Hier weht es ganz schön kalt. Außer uns ist nur eine Familie unterwegs, die uns jeweils einen Aussichtspunkt voraus ist. Der weite Blick hinunter in das Tal des Limpopo Rivers ist wirklich toll, allerdings fehlt die Sonne für ein richtig schönes Panorama 🙁 .
Anschließend geht’s zurück in unsere schicke Unterkunft.
(vorher noch eine unserer wenigen Tiersichtungen - leider ein bisschen pixelig 😠 )
(und unser einziges Sonnenuntergangsfoto 😐 )
Ich werfe den Grill an und der Hunger macht sich breit. Essen müssen wir jedoch drinnen, weil es sich weiter abgekühlt hat. Der Temperaturunterschied zu gestern Abend ist schon krass. Wir lassen den Abend mit einer netten Flasche Wein ausklingen und ziehen uns dann ins Schlafgemach zurück.
Da hier kein Gamedrive ansteht können wir ausschlafen und ausgiebig frühstücken. Das ist schließlich auch mal wichtig. Draußen verpassen wir eh nicht viel, denn die Wolkendecke ist schwer und dicht und es hat sich noch weiter abgekühlt. Wir machen uns auf zur Parkumrundung. Zunächst fahren wir wieder an den Viewpoints vorbei. Der Weg führt entlang des Limpopo Rivers, der aber nur selten zu sehen ist. Erstes Ziel ist der kleine 4x4 Loop an der Khongoni Plain. Die Strecke dorthin und der Loop selbst sind einfach zu fahren, aber eng und unübersichtlich. Auf ein Zusammentreffen mit Elefanten haben wir aufgrund unserer Erfahrungen im Krüger NP keine große Lust. Die Dickhäuter lassen sich aber auch nicht blicken. Anschließend wollen wir uns den Schroda Dam ansehen, finden jedoch keinen Abzweiger dorthin nicht. Da wir keine Lust haben, lange zu suchen machen wir uns auf den Weg zum Kanniedood Loop, die zweite 4x4 Strecke. Auch dieser Streckenabschnitt ist zumindest bei Trockenheit keine eigentliche 4x4 Strecke, zumal die steilen Wegstrecken befestigt sind.
Aber das Fahren macht Spaß und die Ausblicke von den Hügelkuppen sind wieder toll, sogar bei diesem Licht, dass eigentlich gar keins ist. Gern hätten wir die Felsen im Sonnenlicht glühen sehen. Vielleicht ja nächstes Mal. Auf diesem Streckenabschnitt sehen wir in einiger Entfernung Elefantenherden und einige Antilopen. Wir fahren ins Camp zurück und machen Siesta.
Gegen 16 Uhr starten wir wieder und fahren auf der Suche nach ein paar Sichtungen wieder Richtung Main Gate und weiter zum Schroda Dam. Viel Glück haben wir jedoch nicht. Allerdings haben die Elefanten überall unübersehbare Spuren hinterlassen.
Auf dem Rückweg landen wir dann mehr oder weniger mitten in einer Herde. Also heißt es Motor aus und abwarten. Die Burschen wollen aber nicht so recht weiterziehen. Leider können wir den Weg nur ein kurzes Stück einsehen, bevor Buschwerk den Blick um die nächste Kurve verhindert. Irgendwann fahren wir dann ganz langsam und so leise wie möglich los. Die Fantis sind nun um uns herum quasi auf Tuchfühlung. Ein paar Halbwüchsige schieben sich rangelnd hin und her, für uns interessiert sich jedoch keiner von den Burschen.
Trotzdem sind wir froh, als wir die letzten Tiere der Herde hinter uns lassen. Indianer Jones wäre da sicher anders "durchgeritten", aber der muss im Zweifelsfall ja auch dem Autovermieter nicht die Beulen im Wagen erklären 😗 Kurz vor Toresschluss sind wir im Camp zurück. Unser Abendessen bereiten wir heute Indoor zu.
Das wir aus dem Park nur relativ wenig Bilder mit nach Hause nehmen (und hier zeigen können) liegt nicht nur am tristen Wetter, sondern auch daran, dass Susi verdaddelt hat die Lichtempfindlichkeit an ihrer Kamera zurück zustellen und seit den Spotted Genet-Fotos im Pafuri River Camp mit ISO 800 fotografiert 😵 . Da leidet die Qualität schon spürbar und die Delete-Taste kommt häufiger zum Einsatz 😛 .
Viele Grüße
Michael
...und natürlich fehlen auch viele Bilder, weil Michael sich auf mich "verlassen" hat und z.B. die Hütten im Leokwe Camp und den Pool und die wenigen Tiere die wir gesehen nicht auch noch einmal fototgrafiert hat 😈 . Aber alles ein Grund noch einmal in den Mapungubwe zu fahren. Dann buchen wir wir auch Sonne und Tiere gleich mit und bleiben mindestens 3 Nächte 😎 .