Vienna goes Namibia - Mit 2 Kids 18 Tage unterwegs

Reisebericht 89 Antworten · 30,8k Aufrufe · gestartet 28. Aug. 2013 von granato75
Themenstarter248 Beiträge · seit 201220. Sept. 2013 ·
Hallo Peter!

1) Das Programm nennt sich Vasco da Gama.
Damit kann man Animationen jeder Art machen.

Nur Linienführung, mit Fahrzeugen, mit Flugzeugen.
Man kann entweder die im Programm hinterlegte Karte verwenden oder eigene importieren.
Es dauert eine ganze Weile, bis man das Tool im Griff hat, wenn aber einmal, kann man auch ganz tolle Flüge basteln.
Einfach einmal googlen oder Demo Videos auf Youtube anschauen.

2) Du hast recht, die Mädels waren echt super. Jetzt im Nachhinein wird mir oft erst bewusst, wie intensiv viele Tage waren. Trotz der vielen Stunden im Auto und fehlender Rückzugsmöglichkeiten ist auch relativ wenig gestritten worden.
Entscheidend ist natürlich, dass die Kinder Auto-Fit sind. Und da sind unsere wirklich phänomenal!
MP3-Player, Nintendos, Hörspiele und Lesestoff sind immer in Griffweite.
Im Gegensatz zu uns Erwachsenen konnten sie sogar unterwegs lesen....
Und wenn es ganz langweilig war, hat die Kleine einfach für eine Stunde die Augen zugemacht.

Immerhin kamen wir im Schnitt auf 170km und wahrscheinlich 4 Stunden im Auto pro Tag....

LG,
Peter
Reisebericht: Vienna goes Nambots 2017 - Familiencamping die Dritte Reisebericht: Familiencamping in SA & Bots No 2 2015 Reisebericht: Vienna goes Namibia 2013 Video Highlights Namibia
zuletzt bearbeitet 20. Sept. 2013
60 Beiträge · seit 201321. Sept. 2013 ·
Hallo Peter,

ich habe bis jetzt still und leise mitgelesen, möchte Dir aber auch zu Deinem Bericht gratulieren. Super!! Warte jeden Tag auf die Fortsetzung. In zwei Wochen reisen auch wir ab, so kann man sich in letzter Minute noch ein paar Tipps abholen.
Was ich Dich konkret fragen wollte: Ihr ward doch im Himbadorf. Ist das dies bei der Gelblingen Lodge oder gibt es in der Nähe von Kamanjab noch ein anderes, das vielleicht sogar näher liegt?

Schöne Grüsse
Moosy
Themenstarter248 Beiträge · seit 201221. Sept. 2013 ·
Hallo!

Danke für das positive Feedback.
Bei Gelbingen waren wir nicht. Soweit ich weiß, liegt das 30km westlich von Kamanjab.

Wir waren in einem Dorf ca. 20km östlich von Kamanjab, Richtun Outjo.
Die Anmeldung und die Organisation lief über das Oase Guest House in Kamanjab, wo wir geschlafen haben.

Gebucht haben wir die Übernachtung und den Himba Ausflug im Netz bei Elena Travel Services vorab.

LG,
Peter
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8’796 Beiträge · seit 201021. Sept. 2013 ·
Hallo Peter,

nun bin ich hinterhergehechelt und endlich wieder auf dem Laufenden!!
Wir machen uns ein paar Brote zu Mittag und erfreuen uns an mehreren Tokos und Perlhühnern, die sich um die Brotkrümel streiten. Ganz in der Nähe spaziert ein Dik-Dik über den Platz.

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* Lehrermodus an* Das "Perlhuhn" ist ein Rotschnabelfrankolin (das Perlhuhn später irgendwann ist ein Perlhuhn) *Lehrermodus aus*

Sofern dich eine solche Kleinigkeit bei euren unzähligen Supersichtungen im Etosha (grummel..... Neid..... ich hab dort so gut wie NICHTS gesehen) überhaupt interessiert!!!


Den überbewerteten Unsinn mit dem täglichen Wechsel der Unterwäsche haben wir uns inzwischen ohnehin schon abgewöhnt 😉
Oder Ihr macht es wie in einem Sketch von Otto Waalkes: Maier wechselt mit Müller, Lehmann mit Schulze....... 😎

Vielen Dank mal wieder für den schönen Bericht - und was für süße Mädels Ihr habt 😘 😘

Gruß von einer Jungsmutter 🙂

Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 21. Sept. 2013
60 Beiträge · seit 201321. Sept. 2013 ·
Hallo Peter ,

danke für die prompte Antwort. Werde dem nachgehen. Wäre kein Umweg. Dafür, so scheint es, muss man sich anmelden. Vor zwei Jahren in Gelblingen kamen wir per Zufall vorbei und wurden sehr herzlich empfangen und durch das Dorf geführt (ohne dass wir dort übernachtet hätten).

LG
Moosy
Themenstarter248 Beiträge · seit 201222. Sept. 2013 ·
14. Tag: 21 August 2013 : Pirschfahrt nach Namutoni
Halali - Namutoni (80km Fahrt)
Camp Site Namutoni


Heute ist Claudia als erste wach und spaziert zum Wasserloch, wo sich aber gerade nicht viel tut.
Wieder beim Auto bemerkt sie, dass unser Reifen hinten links offensichtlich wenig Luft hat.

Ich messe nach und sehe, dass der Reifen nur mehr 1 Bar Luftdruck hat. Ich werfe unseren Kompressor an und pumpe ihn wieder auf über 2 Bar auf. Bis zur Abfahrt merken wir aber nichts von einem neuerlichen Druckverlust und entscheiden uns einmal den Reifen zu beobachten und nicht zu tauschen.

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Ohne Hektik und ob unserer Routine dennoch recht flott packen wir unsere 7 Sachen und machen uns auf den Weg Richtung Namutoni, unserem heutigen Ziel. Bei Springbockfontein sehen wir unsere erste Herde Kuhantilopen.

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Kurz darauf liegt ein langer Ast auf der Straße. Als ich daran vorbeifahre richtet sich der „Ast“ auf, macht kehrt und verschwindet im Gestrüpp. Leider können wir kein Foto mehr machen. Keine Ahnung, welche Schlange das gewesen sein könnte. Mindestens 2 Meter lang, ich meine grün/oliv/braun.

Wir fahren weiter Richtung Okerfontein, wo wir hunderten von Zebras begegnen. Als wir Warnschreie hören und die Herde nicht weit von uns entfernt in vollem Tempo davonsprintet, hoffen wir vielleicht Zeuge einer Jagd zu werden. Aber die Hektik legt sich und wir setzen die Fahrt fort.

Kurz vor Okerfontein überqueren 10 Meter vor uns 3 riesige Elefantenbullen die Straße. Wir bleiben stehen und halten den Atem an. Ganz gemächlich trotten die Giganten an uns vorbei – ohne uns eines Blickes zu würdigen. Beeindruckend.

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Wir kommen gegen 14 Uhr in Namutoni an und essen eine Kleinigkeit im Restaurant im Fort.

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Von den drei Campsites in Etosha hat Namutoni sicher die gemütlichsten Stellplätze. Durchgehend Rasen und auch Steintische als Sitzgelegenheiten. Allerdings kann man sich das Wasserloch getrost schenken. Weder bei Tageslicht noch am Abend sehen wir irgendein Tier.

Eine kleine Runde wollen wir dann noch fahren. Da auch hier in Namutoni die Campsites nicht reserviert werden können, besetzen wir unseren Stellplatz mit unserem Tisch und den Stühlen um bei unserer Rückkehr nicht einen neuen Platz suchen zu müssen. Ich checke den Reifendruck links hinten. Ein bisschen ist er runtergegangen, aber noch locker im grünen Bereich.

Wir fahren Richtung Dik-Dik-Drive und entdecken recht bald das erste von vielen Dik-Diks.

Kurz darauf sehen wir am Rand ein Tour-Auto stehen. Über die übliche Zeichensprache und Lippenlesen bekommen wir mit, dass 50m entfernt im Gebüsch ein Leopard liegt. Die Sicht ist eingeschränkt und so klettere ich verbotenerweise vom Inneren des Wagens auf das Dachzelt. Dort gelingen mir tatsächlich ein paar gute Fotos. Mit den Ferngläsern gelingt es dann auch den Mädels vom Auto aus den Leo zu entdecken.

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In den nächsten Minuten bleiben immer mehr Autos stehen. Darunter auch ein offizielles inklusive Ranger, der mich ermahnt schleunigst wieder zur Gänze im Inneren des Autos zu verschwinden.

Inzwischen hat dann aber auch der Leo vom Auflauf genug und macht sich davon.

Am Rückweg zum Camp machen wir noch einen kurzen Stopp bei Klein Namutoni, wo wir eine Tüpfelhyäne vor die Linse bekommen. Es dämmert aber schon und wir kehren zurück ins Camp.

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Da wir heute wieder mal spät und auch warm Mittagessen hatten, machen wir uns nur ein paar belegte Brötchen zum Abendessen. Mit Einbruch der Dunkelheit setzt im Schilfgürtel rund um den Campingplatz ein unglaublich lautes Krötenkonzert ein. Teilweise ist es so laut, dass man schon richtig laut miteinander reden muss um sich zu verstehen.

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Als wir in die Zelte verschwinden, nimmt die Lautstärke zum Glück ein wenig ab und die schon bereit liegenden Oropax bleiben in ihrer Verpackung. Trotz des immer noch beträchtlichen Lärmpegels dauert es nicht lange bis wir alle schlafen.
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zuletzt bearbeitet 22. Sept. 2013
837 Beiträge · seit 201222. Sept. 2013 ·
Hallo Peter,
hab ein paar Tage "ausgesetzt" 😊 bin aber immer noch dabei und hab aufgeholt 😄
Liest sich richtig gut und lässt fast den holprigen 😵 Start verblassen.
Ich werde also weiterhin dabei sein 😉 und freu mich auf die Fortsetzung

Liebe Grüße
Claudia
www.claxontour.de **************** Namibia/Botswana 2011 Schokoladenwettessen Namibia/SA 2012 Hoffentlich ist die Katzenklappe zu Namibia 2014 Ein bisschen Westen Norden und Caprivi Namibia 2015 Eine fast normale Tour
Themenstarter248 Beiträge · seit 201223. Sept. 2013 ·
15. Tag: 22 August 2013 : Zum Waterberg
Namutoni - Waterberg (322km Fahrt)
Plateau Camp Site Waterberg Wilderness


Heute gibt’s die erste Änderung von unserer ursprünglich geplanten Route. Wir hatten im Vorfeld geplant , von Namutoni in das Treesleeper Camp bei Tsintsabis zu fahren. Dort hätten wir dann gecampt und mit den San-Leuten einen Bush-Walk gemacht.

Allerdings hätten wir dann am darauf folgenden Tag eine sehr lange Fahrt bis Erindi.
Der Durst nach Tiersichtungen ist bei uns für das Erste gestillt und Himbas und Damaras haben wir ja auf der Reise auch schon besucht.
Wir entscheiden uns einstimmig Etosha am Vormittag zu verlassen und uns Richtung Süden zu bewegen und dann spontan zu entscheiden. Der Reifen, der mich seit gestern beschäftigt, hat über Nacht wieder etwas Luft verloren. Ich pumpe ihn wieder voll auf.

Nach einer Stunde Fahrt wollen wir in Tsumeb Brötchen und Obst kaufen. Die Bäckerei auf der Hauptstraße entpuppt sich aber eher als Pizzeria. Als die Kinder das „überzuckern“ haben wir keine andere Wahl, als um 10:45 eine Pizza zu bestellen und heute zur Abwechslung früher mittag zu essen.

Wir füllen unsere Vorräte dann im Anschluss bei Pick’n’Pay auf. Inzwischen haben wir uns entschieden zum Waterberg zu fahren. Telefonisch erfahren wir, dass die Waterberg Wilderness Campsite noch freie Plätze hat.

Wir fahren Richtung Grootfontein und machen einen Stopp beim Hoba-Meteoriten.

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Gegen 14 Uhr sind wir am Waterberg. Eine ziemlich sandige und wellige Zufahrt führt uns zum Camp. Diese würde ich auf keinen Fall mit einem „normalen“ Auto bewältigen wollen.

Wir bekommen einen Platz auf der Plateau Campsite. Obwohl die Campsite keinen Strom hat, ist esder gepflegteste Platz, den wir bisher auf der Reise gehabt haben.
Alles ist geputzt und sauber, ein moderner Bade und WC-Bereich nur für uns ca. 30m entfernt. Sogar der Sand unseres Platzes ist begradigt und sichtlich heute gerecht worden. Feuerholz gibt es gratis dazu. Ein Bündel schon vorbereitet am Platz. Mehr kann man sich selbst holen.
Die anderen Campsite sind gerade so in Sichtweite, aber deutlich außerhalb der Hörweite. Einfach sehr nett und empfehlenswert.


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Wir spazieren zu Rezeption und fragen nach familienfreundlichen Wanderwegen.
Uns wird der Missionary Path ans Herz gelegt, der angeblich nur 1,5km lang ist.
Die Kinder fragen, ob es hier gefährliche Tiere gibt. Ich will sie beruhigen und sage, dass es hier in der Nähe sicher keine Raubtiere, sondern nur Antilopen oder Ähnliches gibt.
Freundlicherweise korrigiert mich die Dame von der Rezeption und teilt uns mit, dass es im ganzen Gebiet schon geschätzte 50 Leoparden geben soll. Aha! ..... Soviel zur Beruhigung.

Abgebrüht wie wir inzwischen geworden sind, machen wir uns trotzdem auf den Weg, Leoparden gelten ja als nachtaktiv.

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Es geht viel bergauf und bergab und ich denke, dass die 1,5 km deutlich untertrieben sind.
So dauert es gut 90 Minuten, bis wir wieder zurück am Stellplatz sind. Tiere haben wir keine gesehen, trotzdem war die Wanderung nett und abwechslungsreich und hat die Kinder in keiner Weise gelangweilt.

Während ich das Feuer anzünde (natürlich früh genug!), die Zelte und das Equipment aufbaue, springen die Kinder in den Pool.

Wir grillen ein paar Würstchen und frisches Game Meat aus Tsumeb. Keine Ahnung, welches „Game“ wir heute gekauft haben, aber es schmeckt köstlich. Inzwischen bin ich auch schon geübt darin, das Grillgut auf dem offenen Feuer so hinzubekommen, dass es weder zu schnell fertig ist noch zu lange dauert.

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Mit Stirnlampen ausgerüstet spielen wir mit den Kindern am Tisch ein Kartenspiel. Plötzlich hören wir alle ein Rascheln im Gebüsch neben dem Essplatz. Obwohl es nur ein paar Meter entfernt und deutlich zu hören ist, können wir wegen der Dunkelheit und dem dichten Strauch nicht erkennen, was das Geräusch verursacht. Kurz rutscht uns das Herz in die Hose. Wie war das nochmal mit den nachtaktiven Leoparden?

Das Geräusch bewegt sich langsam von uns weg, somit bin ich mir schon relativ sicher, dass es sich um keinen Leo handeln kann. Ich schnappe mir eine Taschenlampe und begebe mich todesmutig ins Unterholz. Nach ein paar Schritten können wir ein Stachelschwein erkennen.

Sofort wird der Fotoapparat aus dem Auto geholt, aber inzwischen ist das Stachelschwein weiter gewandert. Mit Crocs an den Füßen, Taschenlampe und Fotoapparat in der Hand gehe ich hinterher. Foto gelingt mir leider keines, aber ich bemerke schmerzhaft, dass ich 1) mich zwischen mehreren Weißdornakazien aufhalte und dass 2) Crocs kein wirklicher Schutz gegen die Dornen am Boden sind.- Autsch!

Wir setzen unser Spiel fort, werden aber kurz darauf von einer 15cm Heuschrecke im wahrsten Sinn des Wortes er“schreckt“. Zielsicher fliegt/springt sie in die Chipspackung, die offen am Tisch liegt.

Bald darauf ziehen wir uns in die Zelte zurück. Während der Nacht hört und sieht Claudia aus dem Fenster des Dachzeltes nochmals das Stachelschwein, als es unsere Campsite nach Essensresten absucht. Leider gelingt es Claudia nicht, mich über die zwischen uns liegenden Kinder zu wecken und von mir den Fotoapparat zu organisieren. Somit bleibt das Stachelschwein-Treffen undokumentiert – Seufz!
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zuletzt bearbeitet 25. Sept. 2013
Themenstarter248 Beiträge · seit 201224. Sept. 2013 ·
16. Tag: 23 August 2013 : Fahrt nach Erindi
Waterberg - Erindi Game Reserve (250km Fahrt)
Camp Elephant Chalet Nr.12


Am Morgen wird uns so richtig bewusst, dass wir schon unsere letzte Nacht in den Zelten verbracht haben. Leicht wehmütig klappen wir die Dachzelte ein letztes Mal zusammen. So ordentlich wie noch nie zuvor übrigens. Eigentlich schade, jetzt nach 2 Wochen haben wir jeden Handgriff verinnerlicht, alles geht ruck-zuck, und schon bald geht es wieder nach Hause.

Auch die Kids sind schon richtige Camping-Profis. Sensationellerweise schaffen sie es heute erstmals ohne unsere Hilfe sich zu waschen, zu kämmen, umzuziehen und Zähneputzen zu gehen. In der Zwischenzeit pumpe ich wieder einmal Luft in den Reifen, der wieder

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Na gut, besser spät als nie denken wir uns, und tatsächlich sind wir 90 Minuten nach dem Aufwachen und einem ausgiebigen Frühstück abfahrbereit.

Unser heutiges Ziel ist die Erindi Game Reserve, ein riesiges privates Wildreservat mitten in Namibia. Lange Zeit war die preislich sehr gehobene Old Traders Lodge die einzige Unterkunft im Gebiet.

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Im Dezember 2012 hat allerdings das Camp Elephant geöffnet. Dieses bietet neben einem klassischen Campingplatz auch Selbstversorger-Chalets rund um ein Wasserloch an und ist erschwinglich.
Erst heuer im März habe ich von dieser Möglichkeit erfahren und die bereits fertig geplanten Schlusstage unserer Tour nochmals umgebaut.

Wir fahren vom Waterberg in Richtung Otjiwarongo, wo wir ein letztes Mal vernünftig einkaufen und tanken wollen. Wir erspähen plötzlich direkt am Straßenrand der B1 eine riesige Eidechse! Eindeutig ein Felsenwaran. Trotz Vollbremsung und griffbereitem Fotoapparat schaffen wir es nicht, ein Foto zu machen. Zu schnell haut die Echse ins Gebüsch ab. Ich gehe wieder mutig mit dem Fotoapparat ein paar Schritte hinterher, kehre ab bald wieder erfolglos zurück.

Wir tanken in Otjiwarongo und fahren zum Einkaufszentrum. Es ist Freitag nachmittag und eine Menge los. Beim ATM sind ungefähr 50 Personen angestellt, na super. Beim Geldautomaten im Innenbereich des Superspars aber glücklicherweise niemand. Dort hebe ich ein letztes Mal Geld ab und genieße die große Auswahl des Spars, der alle bisherigen Supermärke in den Schatten stellt. Claudia und die Kinder warten inzwischen im Auto. Nach wie vor vermeiden wir es, das volle Auto mit unseren Sachen unbeaufsichtigt stehen zu lassen. Carwatcher hin – Carwatcher her.

Ich verstaue die Einkäufe im Auto und Claudia organisiert mit den Kindern eine Kleinigkeit zu Essen und Eis von Wimpy. Fast mittag ist es ohnehin schon.
Ab Kalkfeld fahren wir auf der D2414 und biegen zur Farm mit den Dinosaurierspuren ein. Dort ist nicht viel los. Ein kurzer Spaziergang kommt uns aber nicht ungelegen und so verbringen wir insgesamt eine halbe Stunde auf dem Gelände mit den versteinerten Abdrücken.

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Bald darauf erreichen wir das Nordwestliche Einfahrstor der Erindi Game Reserve. Wir passieren es und sind 30 Minuten später beim Camp Elephant.

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Die moderne und sehr gepflegte Anlage gefällt allen auf Anhieb. Der Check-In geht rasch. Die Auswahl im Shop ist vollkommen ausreichend und die Preise ok.

Wir fahren zu unserem Chalet Nr. 12. Ein schmuckes kleines Häuschen mit Terasse und ca. 50 Meter vom Wasserloch entfernt.
Als wir das Haus durch die große Terrassentüre betreten, leuchten ihre Augen der ganzen Familie wie sonst nur zu Weihnachten!

Ein eigenes Kinderzimmer! Ein extra Eltern-Schlafzimmer! Ein Wohnzimmer mit Tisch. Eine Couch! Ein Flachbildfernsehen, sogar mit Disney-Channel. Die Kids sind ganz aus dem Häuschen.

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Claudia erfreut sich an der vollausgestatteten Küche, dem Bad und der Sauberkeit im allgemeinen 😉
Mir fällt gleich auf, dass in jedem Zimmer mindestens drei Steckdosen mit jeweils lokalen und europäischen Steckern vorhanden sind. Das heißt, wir können alle Geräte gleichzeitig ohne Adapter aufladen ! YES !

Wir sind den Freudentränen nahe…

Von unserer Terrasse aus sehen wir das Wasserloch mit 3 ausgewachsenen und einem zwei Monate alten Baby Hippo, die allesamt in der Nachmittagssonne dösen. Kurzum: Ein Traum!

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Wir räumen das Auto komplett aus, entstauben die Taschen und die Jacken, und sortieren ein letztes Mal unser Gepäck. Einiges an Ausrüstung und Kleidung werden wir wohl die letzten drei Tag nicht mehr brauchen. Danach genießt jeder das geschmackvoll gemauerte Bad.

Hier auf Erindi werden Game Drives zu unschlagbar günstigen 150 N$ (=12 EUR) pro Person angeboten. Es gibt jeweils einen Morning- und einen Nachmittags-Game Drive.

Für heute sind wir schon zu spät dran, also buche ich für morgen alle beiden Fahrten. Immerhin liegen einige Stunden dazwischen, in denen wir uns erholen können. Mit unseren Dachzelten war es uns bisher nicht möglich, wirklich zeitig am Morgen auf Pirschfahrt zu gehen.
Abendliche Fahrten in der Dunkelheit gehen ohnehin nicht. Beides wird dann morgen möglich sein.

An unserem drittletzten Abend hier in Namibia geht es ans Eingemachte. Also vielleicht nicht ganz ans Eingemachte, sondern ans Konservierte 😉 Einige Lebensmittel führen wir seit dem ersten Einkauf durch Namibia spazieren. Wir kombinieren die verbliebenen Spaghettis, angefangene Nudelsaucen und Dosenravioli um unsere Lebensmittelvorräte zu reduzieren.

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Nach dem Abendessen schauen die Kinder fern und wir sitzen auf der Terrasse bis kurz nach acht Uhr. Dann wird es wieder recht frisch und wir springen freudestrahlend jeder in sein eigenes Daunenbett!

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Reisebericht: Vienna goes Nambots 2017 - Familiencamping die Dritte Reisebericht: Familiencamping in SA & Bots No 2 2015 Reisebericht: Vienna goes Namibia 2013 Video Highlights Namibia
zuletzt bearbeitet 25. Sept. 2013
Themenstarter248 Beiträge · seit 201225. Sept. 2013 ·
17. Tag: 24 August 2013 : Hochzeitstag auf Erindi
2x Game Drives auf Erindi
Camp Elephant Chalet Nr. 12


Heute ist unser 11ter Hochzeitstag. Wir stehen schon um 6 Uhr auf, da die Abfahrtszeit für den Morning Game Drive 6:30 ist.

Die Kinder stehen brav auf und ich packe 4 belegte Brötchen und Getränke für unterwegs in den Rucksack. Insgesamt sind wir 10 Personen im Wagen und Olaf, der Guide fährt pünktlich los.

Obwohl die Sonne bereits aufgegangen ist, ist es saukalt (4 Grad). Wir haben alles an, was wir dabei haben und verwenden die Decken im Landrover, aber die erste halbe Stunde schneidet uns der Fahrtwind fest ins Gesicht. Nur langsam erwärmt die Sonne die Luft. Nach einer weiteren halben Stunde wir es erträglich und wir beginnen die Fahrt zu genießen. Vor allem ich genieße es geradezu, trotz Fahrt die Landschaft beobachten zu können, ohne auf die Straße achten zu müssen.

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Neben unseren alten Bekannten Oryx, Zebras (Steppen und Bergzebras), Kudus, Giraffen, Impalas, Springböcken und Warzenschweinen sehen wir auch ein paar Dik-Diks und Steinböckchen.

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Zum ersten Mal überhaupt sehen wir Ohrengeier, Krokodile, Wasserböcke und Klippspringer.

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Ganz kurz sehen wir auch einen Honigdachs, der sich aber bei unserem Anblick so schnell aus dem Staub macht, dass wir ihn nicht knipsen können.

Bei einer Stelle entdeckt Olaf drei Singhabichte, die gemeinsame Jagt auf ein paar Perlhühner machen. Einer der drei versucht vom Boden aus die Hühner aus einem Gebüsch zu treiben. Zwei andere lauern ein Stück entfernt auf einem Baum auf den richtigen Moment zum Zuschlagen. Fast eine halbe Stunde sehen wir zu, dann müssen wir uns aber auf den Rückweg machen.

Mit 30 Minuten Verspätung sind wir wieder gegen 10 Uhr bei der Rezeption.

Leider haben wir auch bei dieser Fahrt nicht wie erhofft Löwen oder andere Raubkatzen gesehen.

Ich frage nach, ob es einen Sinn hat, die Self-Drive Runde zu fahren um Löwen zu sehen. Olaf gibt mir zu verstehen, dass die Chance auf Katzensichtungen entlang der Self-Drive-Route äußerst gering ist. Also setzen wir unsere ganze Hoffnung in die abendliche Pirschfahrt.

Den restlichen Vormittag und den frühen Nachmittag faulenzen wir im Chalet. Zu Mittag gibt Tomatensuppe und Nudelsalat für uns. Da wir ja eine ordentliche Küche benutzen können, habe ich den Kindern Palatschinken versprochen. Alle Zutaten besorgen wir im Farmstall.

Die Zubereitung in der zu kleinen unbeschichteten Metallpfanne erweist sich allerdings als deutlich schwieriger als erwartet. Nach ein paar angebrannten Exemplaren ist das Ergebnis aber zumindest essbar und die Mädels freuen sich über die Abwechslung.

Claudia liest im Chalet und ich besuche mit den Damen den Spielplatz und den Pool.

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Der Nachmittagsdrive beginnt um 15:30. Diesmal besteigen wir einen großen Lastwagen zusammen mit ca. 20 weiteren Personen. 3 junge Burschen sind unsere Fahrer bzw. Guides.

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Mit an Bord ist auch eine Studentengruppe, die das Wochenende offensichtlich hier im Camp verbringt. Da auf den Erindi Game Drives keine Verpflegung angeboten wird, ist jeder Gast aufgefordert, Getränke und Essen selbst mitzubringen. Dieser nett gemeinte Hinweis wird allerdings von der Gruppe großzügig ausgelegt und mehrere randvolle Kühlboxen mit Bier werden in den Truck verfrachtet. Büffel sind die einzigen Tiere der Big Five, die man auf Erindi nicht sehen kann. Der Guide erklärt uns, dass deshalb „Buffalo“ das Codewort für „Pinkelpause“ ist.

Bedingt durch die umfangreiche Aufnahme von Bier hören wir öfter als uns lieb ist dieses Codewort. Am Anfang finden wir die Gruppe noch relativ amüsant, mit der Zeit und steigendem Lärmpegel nerven die Herrschaften aber gehörig.

Wenigstens verhalten sie sich bei Tieren in der Nähe ganz ordentlich. Wir fahren auf das Gelände und zum Wasserloch der Old Traders Lodge. Die Premierensichtungen des Nachmittages zusammengefasst: Breitmaulnashörner, Marabus und eine braune Hyäne.
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BUFFALO!

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Nach zwei von geplanten drei Stunden Fahrt hören unsere Guides am Funk von Löwensichtungen. Allerdings am anderen Ende von Erindi.
Alle sind ganz wild darauf endlich Löwen vor die Kamera zu bekommen. Uns wird eine „Ferrari-Safari“ quer durch den Park und auch eine eventuelle Verspätung angekündigt. Aber alle sind einverstanden.

BUFFALO!

Meine erste Befürchtung, dass wir aufgrund der Größe des Trucks hauptsächlich auf den Hauptstraßen unterwegs sind, stellt sich als unbegründet heraus. Um zu den versprochenen Löwen zu gelangen, fährt unser Fahrer teilweise sogar querfeldein. Das Problem ist dabei nur, dass immer wieder Äste, teilweise mit heftigen Dornen und mit ordentlich Tempo durch die offenen Seitenteile über unsere Köpfe peitschen.

Auf den Ruf „Attention Branch!“ nehmen alle im Truck die Flugzeug-Notlandeposition ein.

Wer nicht aufpasst, und einmal bei 20 km/h einen Weißdornakazienast gewischt bekommt, denkt spätestens beim nächsten Mal eher daran in Deckung zu gehen. Action und Abenteuer pur!

BUFFALO!

Genau bei Sonnenuntergang sehen wir ein imposantes Löwenmännchen, zunächst noch schlafend, wirft es sich bald in Pose. Als wir wieder losfahren, ist es schon stockfinster und eigentlich schon die geplante Ankunftszeit vergangen.

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Auf der Hauptstraße hören wir von einer weiteren Sichtung eines Löwenweibchens. Wir machen Kehrt, fahren zu einem Damm und können im Rotlicht eine einzelne Löwin erkennen und fotografieren. Inzwischen ist es 19:30 und empfindlich kalt. Die Decken im Bus finden reißenden Absatz. Ganz kalt wird uns aber eh nicht, immerhin gehen wir immer noch regelmäßig in Deckung vor den Ästen. Schön langsam beschleicht uns das Gefühl, dass unsere Guides selber nicht ganz genau wissen, wo wir sind.

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BUFFALO!

Diesmal wird der Ruf aber ignoriert, weil wir angeblich nicht mehr weit vom Camp weg sind. Großes Gemaule bei den Kommilitonen. Aber die Guides merken, dass alle anderen, vor allem die mit Kindern jetzt schon echt gerne wieder zurück wären. Kurz vorm Camp entdecken die Jungs im Dunkeln ein Erdferkel. Wir halten – fotografieren –
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und plötzlich ist alles finster. Der LKW ist abgestorben und macht keinen Mucks mehr.

Frustration und aufkommende Panik bei den Familien hinter uns, Zufriedenheit ob der sich nun nicht mehr verschiebbaren Pinkelpause bei die Studenten.

Wir finden die ganze Szenerie nur noch lustig und sehen uns schon den letzten Kilometer zu Fuß zurückgehen. Am LKW rührt sich gar nichts und die Guides versuchen, jemanden per Funk im Camp zu erreichen.

Aber da machen die Studenten-Jungs einiges gut:
Als sie ausgebuffalot haben, schieben alle gemeinsam den Riesen-Truck an. Nach ein paar Metern springt er tatsächlich unter großem Jubel an.

Genau um 20 Uhr, also 90 Minuten später als geplant, sind wir wieder im Camp.
Ich bin mir sicher, dass es morgen einige Beschwerden geben wird. Vor allem die älteren Teilnehmer und die andere Familie mit Kindern haben schon lange vor der Rückkehr ihrem Unmut Luft gemacht.

Wir nehmen es wie meistens mit Humor. Immerhin haben wir 4 1/2 Stunden Action Game Drive für 150 N$ bekommen. Und die Kinder hatten auch ihren Spaß.
Außerdem haben die drei Jungs ihr Bestes gegeben und für die Mitfahrer können sie ja nichts.

Wir kehren zum Haus zurück und lassen auf der Terrasse den ereignisreichen Tag Revue passieren.

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Es war sicher der außergewöhnlichste und ungewöhnlichste Hochzeitstag, den wir bisher erlebt haben.
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zuletzt bearbeitet 25. Sept. 2013
425 Beiträge · seit 200725. Sept. 2013 ·
Danke für die schöne Rundfahrt auf Erindi. Das Erdferkel wäre für mich der Höhepunkt der Tour! 8)
Grüße Stephan www.skyimages.de Reisebericht Namibia 2002 - Wie alles begann..." Reisebericht Namibia 2007 Astronomie in Namibia 2009 Ins Land der Skipetaren 2010 "Kommt ein Kudu geflogen" - Namibia 2013 Timelapse Video "Southern Skies" Namibia 2016 - oder auf Zebrapfaden durch den Busch
203 Beiträge · seit 201225. Sept. 2013 ·
Hallo Peter

Hab nun auch ein paar Tage aufgeholt. 🙂
Im Etosha seid ihr ja voll auf eure Kosten gekommen, inkl. Leo!

Und Erindi scheint auch ganz schön zu sein, ausser...
...BUFFALO! 😄 🤪
Dafür mit Hippos. Toll. Wusste gar nicht, dass dort Hippos angesiedelt wurden.

Gruss vom Gnu
Reisebericht 2013: 3 Wochen, 2 Dachzelte – unsere 1. Namibia-Reise Reisebericht 2014: Gnu bei den Gnus; Tansania-Kurzreise 2014 http://www.flickr.com/photos/philipp_bosshard "Blitze zucken, Funken sprühen. Mit einem Blinzeln deiner Augen hast du das Sehen verpaßt" (Mu-mon, um 1200)
1’362 Beiträge · seit 201125. Sept. 2013 ·
Ein Erdferkel 🤩 🤩 🤩 , ich fass`es nicht !!! Es gibt sie wirklich 😁 ...
Das wäre ja mein absoluter Traum mal eins zu sehen (mal abgesehen von einem, dass ich mal im Burger-Zoo auf dem Rücken schlafend ablichten konnte) !! Ich find die soo witzig... KLASSE !!!
LG, Nane 🙂
Meine Reiseberichte - Namibia/ Südafrika
Themenstarter248 Beiträge · seit 201226. Sept. 2013 ·
18. Tag: 25 August 2013 : Cats Unlimited
Erindi - Düsternbrook (150km)
Hippo Chalet Düsternbrook


Wir schlafen uns heute aus und packen in aller Ruhe unsere Taschen und pumpen unser Sorgenkind links hinten ganz auf. Inzwischen gehört diese Tätigkeit schon zur morgendlichen Routine.

Kurz vor 10 Uhr kaufen wir noch Souvenirs und die letzten Lebensmittel im Shop ein. Wir bekommen alles, was wir für den letzten Tag brauchen, somit müssen wir nicht mehr in Okahandja einkaufen gehen. Selbst im Reiseführer steht, dass man in und um Okahandja Vorsichtig sein soll. Ein wenig übervorsichtig sind wir ja noch immer, also ist uns das sehr recht, dass wir nicht mehr in eine Stadt müssen.

Heute fahren wir nicht allzu weit. Knapp 150km bis zur Guest Farm Düsternbrook, wo wir das Hippo Chalet und die Cats Unlimited Tour reserviert haben.

Nach einem kurzen Tankstopp in Okahandja biegen wir von der B1 in die Zufahrt zur Guest Farm ein. Da wir dabei das Gelände einer Hühnerfarm kreuzen, müssen wir uns 2x bei den Ein- und Ausfahrtstoren des Geländes registrieren.

Die Zufahrt zu Düsternbrook ist unterhaltsam. Insgesamt haben wir 3 kleine Wasserdurchfahrten. Das sind mehr, als wir bisher auf unserer ganzen Reise insgesamt hinter uns haben.

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Wir melden uns bei der Rezeption an und treffen wieder unsere Bekannten aus Wien. Die haben die Nacht vor uns im Hippo Chalet verbracht und gerade ausgecheckt. Gemeinsam warten wir bei einer kleinen Erfrischung auf den Beginn der Cats Tour um 14 Uhr.

Die etwa 20 Gäste verteilen sich auf 3 Fahrzeuge und wir fahren zum Gepardengehege. Dort werden drei Geparden vom Auto aus gefüttert.
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Danach fahren wir zum Leoparden Areal. Der Fahrer verteilt Fleischstücke vom Auto aus auf einem tiefen Ast, den Rest wirft er vom Auto aus dem Leoparden-Männchen zu. Bessere Aufnahmen von einem Leoparden kann man wohl kaum machen als hier bei dieser Tour.

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Fazit Cats Unlimited Tour: Der Preis von 280 N$ pro Person für knapp 45 Minuten Fahrt zu drei Geparden und einem Leoparden ist schon stolz. Insbesonders im direkten Vergleich zu 150 N$ auf Erindi für 4 Stunden und 200 N$ auf der Cheetah Farm, dort aber inklusive Übernachtung. Für alle, die sonst keine Raubkatzen zu sehen bekommen lohnt es sich wahrscheinlich, wer schon Geparden auf seiner Tour hatte wie wir, muss sich wohl überlegen, ob die Leopardenfotos das Geld Wert sind.

Nach unserer Rückkehr bekommen wir die Schlüssel für das Hippo Chalet am Andreas Damm. Nach 15 Minuten Fahrt kommen wir dort an. Das kleine Holzhäuschen ist einfach aber nett eingerichtet und wir entspannen und lesen auf der Terrasse.
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Vier Hippos dösen 100 Meter entfernt am Rand des kleinen Tümpels. Auch hier merken die Auswirkungen der Trockenzeit. Vom großen See, den wir auf Fotos gesehen haben, ist nicht mehr viel übrig. Von der Terasse aus können wir ein paar Pferde, verschiedene Wasservögel und auch einen Seeadler beobachten, der ab und zu seine Kreise zieht.

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Gegen 16 Uhr kommt der Game Drive der Farm vorbei. Die Hippos werden mit Heu gefüttert und die anderen Gäste der Farm schauen neidig auf unser einsames Chalet 😉

Wir richten die Kleidung für den morgigen Flug her und grillen ein letztes Mal.

Obwohl ich alles andere als ein geübter Fotograf bin gelingen mir ein paar nette Sternenaufnahmen mit dem Nachtmodus der Kamera. Unsere letzte Nacht in Afrika liegt vor uns....

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Reisebericht: Vienna goes Nambots 2017 - Familiencamping die Dritte Reisebericht: Familiencamping in SA & Bots No 2 2015 Reisebericht: Vienna goes Namibia 2013 Video Highlights Namibia
zuletzt bearbeitet 27. Sept. 2013
106 Beiträge · seit 201326. Sept. 2013 ·
Hallo Peter!
Ach! Einfach schööön ... 😎 Wie gerne wär ich noch dort!!
Die morgendlichen 10Grad oder weniger in Namibia sind mir ja doch lieber als das Wetter hier bei uns 😛
Und wo ist die Stille geblieben?? 🤨

Für uns wird es sicherlich (bald?) ein nächstes Mal geben! 🤪

Liebe Grüße, Karin

P.S. ich hab kaum Zeit, mich um meine Fotos zu kümmern, geschweige denn Reiseberichte zu lesen ... 🙁 toll, dass du das durchziehst!
Themenstarter248 Beiträge · seit 201226. Sept. 2013 ·
Hallo!

Ich denke auch, dass wir nicht das letzte Mal in der Gegend waren.
Jetzt machen wir nächstes Jahr einmal wieder Adria...

Dann schau ma mal.

Diese Touren durch den Caprivi und retour durch Botwana lachen mich schon sehr an.....

LG,
Peter
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Themenstarter248 Beiträge · seit 201227. Sept. 2013 ·
19. Tag: 26 August 2013 : Abschied nehmen
Düsternbrook - Windhoek (40km)


Heute ist es also soweit, es geht zurück in die Heimat. Wir machen einen letzen Spaziergang und verabschieden uns von der Einsamkeit und der Tierwelt.

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Wir verstauen unsere Taschen im Auto, pumpen den Reifen auf und machen uns gegen 10 Uhr auf den Weg Richtung Windhoek. Da heute Feiertag ist, rufen wir bei Camping Car Hire an und geben Bescheid, dass wir gegen 11 Uhr eintreffen werden.

Dort angekommen wird der Wagen vollgetankt und die Ausrüstung auf Vollständigkeit und Zustand kontrolliert. Es gibt nichts zu beanstanden, nicht der kleinste Kratzer im Lack. Auch alle Gläser und der Unterboden haben die 2800km heil überstanden und wir bekommen den vollen Kautionsbetrag rückerstattet. Yippie!

Es ist wieder Rudolf, der uns zum Flughafen bringt. Zwei unserer, zugegeben billig gekauften, Reisetaschen haben auf der Reise stark gelitten. Eine hat einen defekten Zippverschluss und die andere mehrere Risse. Ich habe die Sorge, dass sie unterwegs völlig aufreißen und wir den Inhalt nie mehr wieder sehen. Deshalb lassen wir unsere Gepäckstücke vor dem Check-In in Plastik einschweißen.

Wir geben die letzten Dollars im Flughafenbistro aus. Ich fülle ein Formular für die Mehrwertsteuerrückerstattung aus und muss die Kamera und den Laptop mit Rechnung beim Customs Office vorweisen. Nach dem Check-In bekomme ich am Schalter im Abflugsbereich ca. 1300 Rand vergütet. Nach Abzug der Gebühr für die Cash-Auszahlung und der Wechselgebühr in EUR bleiben noch genau 80 EUR über. Immerhin besser als nichts.

Da wir am Flughafen wieder unsere Wiener Bekannten treffen, lassen wir die drei Kinder im Flieger von Windhoek nach Johannesburg in einer eigenen Reihe sitzen. Erstaunlicherweise klappt das auch ganz gut und wir genießen ein paar Minuten Kinderlosigkeit. Im Transitbereich in Johannesburg kaufen wir noch ein paar Souvenirs, darunter auch die obligatorische Holzgiraffe. Unsere ist ca. 1 Meter hoch und sollte locker im Handgepäck mitgehen.

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Der Flug von Johannesburg nach München verläuft ruhig. Wir können alle ein bisschen länger schlafen als beim Hinflug und wir landen pünktlich in München. Wir melden uns telefonisch bei meiner Mutter und bestätigen die Abholzeit in Wien.

Am Gate angekommen erfahren wir von einem Problem mit dem Flugzeug. Ausgerechnet am letzten und kürzesten Flug haben wir 45 Minuten Verspätung, da der Flieger getauscht werden muss.

Der Ersatzflieger ist halb leer und die Kinder haben wieder ihre eigene Reihe.

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Kurz vor mittag landen wir bei freundlichem Wetter in Wien und werden freudig von meiner Mutter empfangen.

Fazit der Reise:

Die 2 ½ Wochen waren sicher der tollste Urlaub, den wir bisher gemacht haben. Wobei „Urlaub“ natürlich relativ zu sehen ist. So toll es mit Kindern in diesem Alter ist, diesen Teil der Welt zu entdecken ist es natürlich auch anstrengend. Für die Kinder genauso wie für die Eltern. Wir möchten die Erfahrung auf keinen Fall missen.

Auf jeden Fall vergisst man sehr schnell jeden Gedanken an die Arbeit und den Stress im Büro zuhause.
😉

Die Reise selbst zu organisieren ist eigentlich gar nicht so schwer.
Man muss es halt mögen und früh genug damit beginnen.

An dieser Stelle ein großes "Dankeschön" an alle Fomis, die uns im Vorfeld mit Tipps versorgt haben!
Vor allem das Lesen von anderen Reiseberichten hat uns ermutigt, die Geschichte auf eigene Faust durchzuziehen. Geführt und organisiert und mit festen Unterkünften hätten wir die Reise wohl noch länger nicht finanzieren können....

Ob uns der "Virus" erwischt hat?
Ich denke schon 😊
Wobei das ähnlich wie bei der Malaria ein paar Wochen Inkubationszeit haben dürfte.

Unmittelbar nach der Reise hat man schon schöne Eindrücke im Kopf; man ist aber auch froh, wieder zuhause zu sein.
Wir haben bemerkt, dass man teilweise erst beim Erzählen, Anschauen der Bilder und Reisebericht schreiben alles so richtig verarbeiten kann und die Erinnerungen sortiert.
Nicht einmal haben wir uns gegenseitig gesagt, dass es schon unglaublich war, was wir alles gesehen haben. Es gab Tage, an denen wir mehr fotografiert und erlebt haben, als sonst in einer Woche Urlaub....
Irgendwie kommt schon Wehmut auf...

Schau ma mal, Botswana soll ja auch ein paar nette Ecken haben.... 😉

Danke fürs Mitlesen und das positive Feedback.
Liebe Grüße aus Wien,
Peter
Reisebericht: Vienna goes Nambots 2017 - Familiencamping die Dritte Reisebericht: Familiencamping in SA & Bots No 2 2015 Reisebericht: Vienna goes Namibia 2013 Video Highlights Namibia
zuletzt bearbeitet 27. Sept. 2013
203 Beiträge · seit 201227. Sept. 2013 ·
Hallo Peter

Jetzt bist du tatsächlich fertig? Wirklich wahr? Da wird man ja fast ein bisschen wehmütig...
Vielen Dank für deinen Bericht. War schön mit euch mitzufahren. Ihr habt ja einiges erlebt, toll!

Ich hab noch ein paar Tage vor mir... 🙂

Gruss vom Gnu
Reisebericht 2013: 3 Wochen, 2 Dachzelte – unsere 1. Namibia-Reise Reisebericht 2014: Gnu bei den Gnus; Tansania-Kurzreise 2014 http://www.flickr.com/photos/philipp_bosshard "Blitze zucken, Funken sprühen. Mit einem Blinzeln deiner Augen hast du das Sehen verpaßt" (Mu-mon, um 1200)
100 Beiträge · seit 201227. Sept. 2013 ·
Vielen Dank für den tollen Bericht und die schönen Fotos!
Viele Grüße
Annika
Reisebericht KTP und KNP 2013
167 Beiträge · seit 200927. Sept. 2013 ·
Hallo Granato,

Schade, dass Euer klasse Bericht nun vorbei ist! Ich habe mich jeden Tag über Deinen Eintrag gefreut! Wirklich ein perfekter Reisebericht: Eure Fotos, Dein Schreibstil, Eure kinderfreundliche Route/Unterkünfte - vielen Dank!

Servus nach Wien!
Ruaha