granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201211. Sept. 2013 ·
Stephan M schrieb:Hallo,
Hihi, 60N$ sind wirklich ein Schnäppchen! In Walfishbai in der Oysterbox haben die uns für nen Sack Wäsche 870N$ abgeknöpft :-/ Da hätten wir die Wäsche fast neu kaufen können.
Hallo!
Dafür haben wir für 4 Nüsse mit unseren Namen am Markt 500 N$ bezahlt! Ich bin aber auch selbst schuld, weil ich erst nach dem Schnitzen nach dem Preis gefragt habe. Da war die Verhandlungsposition natürlich schon geschwächt.
Ich hab's unter Lehrgeld verbucht 😉
Wahrscheinlich kommt beim ersten Mal eh keiner durch, ohne einmal übers Ohr gehaut zu werden....
Champagner8’793 Beiträge · seit 201011. Sept. 2013 ·
Das ist ein klasse Foto!!!
Schließlich kommt noch eine Pelikan-Dame zu Besuch und auch eine jungen Robbe, die sich bereitwillig mit den Kindern fotografieren lässt.
Haha, tatsächlich sieht die Robbe wesentlich bereitwilliger aus als deine Töchter 😄 !
Solche Familienberichte machen mich immer ein bisschen sentimental - naja, wenn mit den Kids eine solche Reise nicht möglich war , dann vielleicht mal mit den Enkeln 😗 😎 !
Hallo Peter, muss mich jetzt auch mal zu Wort melden, sonst lese ich ja ganz still mit!
Du schreibst wirklich informativ und witzig, Kompliment! Nach unserer eigenen Reise wird mir erst so richtig bewusst, wie mühsam es sein muss, einen Reisebericht zu schreiben, der die Stimmungen während der Reise auch so rüberbringt - und noch dazu so, dass es für Andere nicht langweilig wird.
Die Fotos sind echt klasse. Ich weiß ja, dass gute Fotos vor allem von dem Menschen hinter der Kamera gemacht haben. 😉 Aber deine neue Kamera dürfte ja wirklich ein guter Griff gewesen sein.
Hat die Sony eine eigene Funktion, mit der du die Panoramfotos gemacht hast? Oder hast du mehrere Bilder mit einer speziellen Software zusammengestöpselt?
Freu mich auf die weiteren Folgen ...
Liebe Grüße, Karin
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201211. Sept. 2013 ·
Hallo!
@ Bele: Vielen Dank für die Komplimente. Auch wenns nicht so aussieht, die Robbe hat den Mädels schon Spaß gemacht. Vor allem hatten wir noch eine Weile was vom Geruch im Auto 😄
@Karin: Auch danke für die Blumen! Die Panoramafotos sind direkt auf der Kamera mit einem speziellen Modus erstellt. So viel am PC mit den Fotos spielen mag ich dann auch nicht. War schon kein schlechter Griff mit der Kamera, vor allem da ich ja nicht die ganz große Auswahl in Windhoek hatte. Schwieriger ist es dann bei den Automatik-Modus-Aufnahmen an den Wasserlöchern in der Nacht geworden. Da hast Du sicher mit Deiner Kamera bessere Aufnahmen geschafft. Bei den Film-Clips merkt man halt dann schon deutlich den Unterschied zu einer reinen Videokamera, ist aber auch noch ok.
Solche Familienberichte machen mich immer ein bisschen sentimental - naja, wenn mit den Kids eine solche Reise nicht möglich war , dann vielleicht mal mit den Enkeln
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201212. Sept. 2013 ·
9.Tag: 16. August 2013 : Ins Damaraland Swakopmund - Damaraland (270km Fahrt) Madisa Campsite Dachzelt
Wir schlafen uns heute so richtig aus.
Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von Frenus und Sibylle. In der Stadt kaufen wir noch frisches Schwarzbrot und Gebäck bei einer deutschen Bäckerei ein. Dann geht es Richtung Norden aus der Stadt raus.
Unser heutiges Ziel ist die Madisa Camp Site, die ungefähr eine Fahrstunde von Twyfelfontein entfernt im Damaraland liegt.
Bereits gestern haben wir entschieden, dass wir uns den Umweg nach Cape Cross ersparen wollen. Es sind doch zwei zusätzliche Fahrstunden und Robben haben wir gestern mehr als genug gesehen.
Die ersten 90 Minuten Fahrt sind sehr langweilig. Einziges Highlight sind unsere ersten Erdmännchen, die wir aus großer Entfernung von der Straße aus erkennen. Für brauchbare Fotos muss der Maximalzoom herhalten. Kaum nähern wir uns, verschwindet die ganze Sippe unter der Erde.
Weder die Fahrt entlang der Küste nach Henties Bay noch die Strecke nach Uis bieten landschaftliche Schönheiten. Speziell die Strecke von der Küste Richtung Brandberg schlägt an Kargheit alles, was wir bisher in Namibia gesehen haben.
Soweit das Auge reicht..NICHTS…außer Himmel und Staub. Kein Grashalm, kein Strauch, nicht einmal Steine, die größer als eine Faust sind.
Gut, dass wir zum Zeitvertreib wieder Hummeldumm hören.
Gegen mittag sind wir in UIS und tanken voll. Hier nimmt der Tankwart die Bitte „Full“ sehr wörtlich und rüttelt und schüttelt minutenlang am Auto herum, um auch wirklich noch den letzten Tropfen in die beiden Tanks zu pressen.
Nach Uis entscheiden wir uns, weiter über D-Straßen anstelle der C-Straße nach Norden zu fahren.
Bei der einzigen Kreuzung auf 40 km Fahrt zwischen der D2319 und D2612 biegen wir falsch ab und auf eine abendteuerliche Farmzufahrt ein. Als wir die Farm erreichen bemerken wir unseren Fehler und werden von den sehr hilfsbereiten Farmarbeitern zurück auf den richtigen Weg gelotst.
Die weitere Fahrt nach Norden ist landschaftlich etwas schöner aber ereignislos.
Wir erreichen die Abzweigung zur Madisa Campsite kurz vor 15 Uhr. Wir haben uns diese Campsite ausgesucht, da sie sehr schön sein soll und man mit etwas Glück auch Besuch von Wüstenelefanten erhoffen kann. Bei der Anmeldung wird uns gleich einmal diese Hoffnung genommen. Wegen der großen Trockenheit sind die Elefanten weiter gezogen und ganz sicher nicht mehr in der Gegend.
Die Campsite liegt wunderschön zwischen Felsen und einem ausgetrockneten Flussbett. Uns wird alles erklärt, z.B. dass der Stromgenerator für Licht und Akku-Laden nur zwischen 17:30 und 20:00 eingeschaltet ist. Für Warmwasser müssen wir selbst den Donkey anfeuern.
Wir haben ein privates, über Holzstufen erreichbares, Bade- und WC-Häuschen, wieder open air. Sehr urig aber total in Ordnung. Auch die Anrichte und die Grillstelle sind sehr in Ordnung.
Einzig Unmengen an Fliegen sind störend. Wir bekommen ein Bündel an Feuerholz und machen einen Spaziergang in der Gegend.
Wir sehen Klippschliefer und allgegenwärtige Elefantenspuren an den Bäumen und im Sand. Sichtlich aber keine frischen Hinterlassenschaften der Dickhäuter. ;-(
Beim Spaziergang treffen wir die anderen Gäste der Campsite, zwei Frauen mit Kind aus Südafrika. Wir plaudern kurz mit ihnen, danach sehen wir aber weder sie noch sonst jemand anderen bis zu unserer Abreise wieder.
Während ich Holz zerkleinere, lasse ich die Mädels alleine Feuer machen. Ganz stolz schaffen sie es mit den großen Zündhölzern das Zundermaterial zum Brennen zu bringen.
Wir grillen unsere Oryx-Steaks aus Swakopmund für uns, für die Kinder gibt es wieder mal Würstchen. Trotz der Abgeschiedenheit gefällt allen die Platz sehr gut. Je länger wir in Namibia sind, desto mehr genießen wir die Stille der Landschaft und die Tatsache derart ungestört zu sein. Die Kinder sind schon um 8 in den Zelten. Wir sitzen noch eine Weile am Lagerfeuer und testen den Nightshot-Modus der neuen Kamera.
Gegen 21 Uhr klettern auch wir in die Zelte. Selina schläft schon wieder. In der Nacht ist für ein paar Minuten einiges an Geschrei und Radau in der Umgebung zu hören.
Mein Entdeckerdrang ist nicht groß genug, um der Sache auf den Grund zu gehen. Vielleicht finde ich ja morgen heraus, was das war…
Ich lese immer wieder bei gespannt dir mit. Wir haben ja einige gemeinsame Stationen und du bist mir einfach ein paar Tage voraus. Ist interessant zu sehen, was ihr auch oder eben nicht gemacht/gesehen habt. Madisa haben wir uns auch überlegt, sieht auch toll aus, aber wir sind dann gleich weiter nach Mowani.
gerade bin ich auf deinen Bericht gestoßen! Puhhh, der Einstieg war ja nicht gerade toll! Dennoch musste ich bei deinem Bericht schmunzeln, weil du es einfach sehr "witzig" beschrieben hast! (Bruce:))
Wir (auch Wiener:)) hatten leider ein ähnliches Erlebnis ca 3 Wochen nach Euch. (Wir hatten das Auto auch bei Camping Car Hire). Als diese bei unserer Rückgabe (am Feiertag) noch nicht da waren und wir nochmal für einen Kaffee in die Stadt gefahren sind, haben wir später in einen leeren Kofferraum geblickt:( Sie haben uns in den 30 min. die wir, an der Independance Road einen Kaffee getrunken haben, statt bei CCH am Parkplatz 1 Stunde zu warten, die Taschen aus dem Auto gestohlen (war nicht einsichtig!). GsD hatten wir alle wichtigen Dinge (Geld, Pässe, Kameras) bei uns, blöd war nur, dass wir am nächsten Tag um 7h für weitere 10 Tage nach Botswana geflogen sind u. keine Sachen mehr hatten:( (Neben dem ganzen Gewand, waren es v.a. Dinge wie Kontaktlinsen u. andere medizinische Dinge sowie Ladegerät f.d. Kamera die abhanden gekommen sind.) Und bei uns war es auf der Polizeistation in Windhoek leider gar nicht flott, bemüht und/oder professionell:( Naja, nach 1,5 Stunden hatte ich dann auch eine halbe, handgeschriebene A4 Seite als "Diebstahlsanzeige" in der Hand....:)
Schön, dass es aber auch bei Euch gut weitergegaen ist. Wir haben uns ähnliches gedacht wie ihr: Hauptsache wir hatten keinen Unfall und es sind lediglich Dinge, die man nachkaufen kann. Wir hatten dann auch noch eine sehr schöne Zeit in Botswana! Freu mich schon, wenn es mit deinem Bericht weiter geht! Liebe Grüße, Christine
dein Schreibstil ist wirklich erfischend! . 🙂 500N$ für Makalaninüsse!?!? 🙄 😵 😕 Am günstigsten hatten wir in Otjo diese erhandelt. 30N$ p. Stück.
Das Elefantenschild am Ugab kommt mir sehr bekannt vor. Und eure Bilder von Madisa wecken wieder die Sehnsucht. Wie ich sehe habt ihr den Schönen Campground direkt in den Felsen erwischt. Dieser war bei uns leider schon von ner großen Truppe aus SA besetzt. Ich fand es auf Madisa sehr schön (wenn auch einfach) Ich freue mich schon auf die Fortsetzung eurer Reise! 😎
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201216. Sept. 2013 ·
10.Tag: 17 August 2013 : Felsgravuren und Naturvölker Damaraland - Kamanjab (300km Fahrt) Oase Guest House Familienzimmer
Ich werde um 6 Uhr mit der aufgehenden Sonne wach. Selina schläft noch tief und fest und lässt sich auch nicht davon stören, dass ich mich im Zelt anziehe.
Ich mache einen Morgenspaziergang und bemerke gleich, wer in der Nacht Lärm gemacht hat.
Eine Pavian-Familie bewohnt die Felsen inmitten der Campsite. Die ganze Familie spaziert gemütlich 50m von mir entfernt über den Weg, wahrscheinlich am Weg zur Morgentoilette. Nur gut, dass wir trotz der Abgeschiedenheit des Platzes wieder alles bis auf den Tisch und den Stühlen im Auto verstaut haben.
Leonie schläft von allen wieder am längsten, bis 8 Uhr. Erst als schon alle mit dem Frühstück fertig sind, lässt sie sich blicken. Während Madame ausgiebig frühstückt und sich kämmt, packen wir andere drei die Taschen und die Zelte zusammen.
Unser erster Programmpunkt heute sind die Felsgravuren von Twyfelfontein, dem einzigen Weltkulturerbe Namibias. Es ist schon knapp 9 Uhr, als wir losfahren.
Gegen 10 Uhr sind wir beim Visitor Center in Twyfelfontein.
Wir vier und eine Gruppe Franzosen bekommen Rodney als Guide zugeteilt. Entgegen mancher Berichte und Erfahrungen ist Rodney sehr nett, motiviert und erzählt jede Menge Wissenswertes über die Zeichnungen. Er plaudern auch über die Kinder und wir erfahren, dass er selbst zwei Jungs, circa im Alter unserer Mädels hat.
Die Wanderung auf der Hauptroute dauert etwa eine Stunde, für die Kinder genau richtig lange. Auch sie bestaunen die jahrtausende alten Zeichnungen und Gravuren. Länger wäre sicher für sie langweilig und auch anstrengend geworden. Inzwischen steht die Sonne schon sehr hoch und es wird richtig heiß. Wir verabschieden uns von Rodney und geben gerne ein paar Dollar Trinkgeld.
Nach einem kurzen Fotostopp bei den Organ Pipes besuchen wir das Living Museum der Damara. Es liegt direkt an der Kreuzung der Hauptstraße und der Abzweigung nach Twyfelfontein.
Es ist augenscheinlich, dass das Museum ausschließlich für touristische Zwecke existiert. Zu gut sprechen alle Englisch und auch unsere Heimat Österreich ist unseren Gastgebern ein Begriff.
Das kümmert natürlich die Kinder wenig und wir bekommen Einiges zu sehen.
Unter anderem werden die Wirkung von Heilkräutern, Feuermachen, Schmuckherstellung und traditionelle Spiele der Damara anschaulich erklärt und gezeigt. Beim Basteln mit Straußeneierschalen dürfen die Mädels auch selbst Hand anlegen und stolz ein Stück mitnehmen. Zum Abschluss noch eine Gesangs- und Tanzeinlage aller Anwesenden. Wir kaufen 2 Schmuckketten und nehmen die restliche Strecke in Angriff.
Wir entscheiden uns über den Grootbergpass und nicht über Khorixas nach Kamanjab zu fahren.
Den größten Teil der heutigen Strecke fährt Claudia. Und endlich haben wir unsere schon sehnlichst herbeigesehnten ersten Wasserdurchfahrten auf der Strecke Richtung Palmwag, die natürlich promt auf Film gebannt werden.
In Palmwag wollen wir Geld abheben und tanken, aber als wir sehen, dass die Stadt hinter dem Veterinärzaun liegt, drehen wir um. Wir haben keine Lust auf Durchsuchen des Autos und Abgeben unserer Fleischvorräte und fahren weiter Richtung Kamanjab über den Grootbergpass.
Eine sehr schöne und abwechslungsreiche Fahrt. Wir sehen unser erstes Impala, 2 Kudu-Damen und sogar eine Herde Bergzebras. Eine Fuchsmanguste kreuzt die Straße, leider zu schnell um sie auf Foto zu bannen. 20kmvor Kamanjab das tierische Highlight des Tages. Eine Gruppe von Giraffen links, rechts und auf der Straße. Wir beobachten sie eine Weile und können ein paar schöne Fotos machen. Erst als wir ihnen näher kommen, steigen sie gemütlich über den Weidezaun und ziehen ab.
Endlich Kamanjab. Es ist schon 17 Uhr als wir im Oase Guest House eintreffen, aber wenigstens müssen wir heute keine Zelte aufbauen und auch nicht selbst kochen.
Beim Entladen bemerken wir, dass wir heute vergessen haben, die Staubklappe seitlich zu öffnen.
200km Schotter- und Sandpiste haben sich im Canopy verewigt. Jetzt wissen wir, was WIRKLICH dreckig und staubig ist und dass die Staubklappe tatsächlich einen Sinn hat.
Claudia verbringt 15 Minuten min mit dem Abkehren der Schuhe und Taschen.
Die Eintritte des Tages und die Souvenirs haben meine Bargeldvorräte rascher als erwartet schrumpfen lassen. Ich brauche einen ATM.
Doch leider erfahre ich, dass es in der Stadt keinen ATM, sondern nur eine Bank gibt. Diese hat heute schon zu und morgen, Sonntag natürlich auch.
Der nächste ATM ist in Outjo, die Kleinigkeit von 150km entfernt. Na super !
Für das Oase Guest House und die Tour morgen habe ich Voucher, aber für die Cheetah Farm und Tour brauche ich mehr Bargeld, als ich noch habe. Ganz zu schweigen von Einkäufen bei den Himbas.
Meine Hoffnung ist, dass wir hier im Hotel morgen beim Bezahlen des Abendessens etwas mehr von der Kreditkarte abbuchen lassen können, und wir dafür ein paar hundert Dollar Cash zurück bekommen. Sicher nicht im Sinn des Erfinders, aber hey, THIS IS AFRICA !!!
Zum Abendessen bekommen wir zunächst Knoblauchsuppe, Claudia isst Schnecken und ich stuffed Game (ich tippe auf Oryx mit Schafskäse gefüllt). Die Kinder bestellen Hühnerschnitzel.
Diesmal haben wir kein Familienzimmer, sondern zwei Doppelzimmer nebeneinander. Wie im Dachzelt schläft Selina bei mir im Doppelbett. Claudia und Leonie sind im anderen Zimmer. Ich schreibe noch ein bisschen Tagebuch und nutze das WLAN bei der Rezeption für ein paar elektronische Grüße in die Heimat.
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201217. Sept. 2013 ·
Hallo!
Eine erfreuliche Nachricht abseits des Reiseberichts: Ich hab heute von meiner Reiseversicherung (Mastercard) erfahren, dass ich den Schaden von meinem Diebstahl in Windhoek ersetzt bekomme.
ca. 80% des Neuwertes der Kameras und des Laptops, die ungefähr ein Jahr alt waren.
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201217. Sept. 2013 ·
Hallo Bele!
Das mit der Katze ist ganz normal bei uns. Sobald ein Tier nicht schnell genug weg ist, bekommt es einen Namen, eine Familiengeschichte und wird schon halb adoptiert 😉
Danke, Peter, für deinen schönen und kurzweiligen Reisebericht! Wir fliegen in 4 Tagen!!!! 🤪 aber bis dann lese ich fleissig mit 🙂
granato75 schrieb:
Braucht man einen Permit, wenn man diese Strecke (Twyfelfontain - grootbergpass - kamanjab) fährt, da man dann durch ein Konzessionsgebiet fährt (ist jedenfalls auf der T4A Karte so eingezeichnet) ?
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201218. Sept. 2013 ·
Hallo!
Wir haben auf jeden Fall kein Permit gehabt für die Strecke. Ich hab auch noch nie irgendwo etwas diesbezüglich gehört oder gelesen.
Achtung nur, auf der Strecke in Palwag Pause machen geht nur, wenn man durch die Veterinärkontrolle fährt. Das haben wir uns gespart und sind direkt nach Kamanjab weitergefahren.
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201218. Sept. 2013 ·
11.Tag: 18 August 2013 : Himbas und Gepardenfarm Kamanjab - Otjitotongwe (40km Fahrt) Cheetah Farm Campsite
Ich stehe um 6:15 auf. Meine übliche Zeit hier in Afrika, wenn wir um 22 Uhr am Vortag im Bett sind. Aber auch die Mädels wecken wir vor 7 Uhr. Für heute Morgen 8 Uhr haben wir schon von Wien aus einen Ausflug zu den Himbas bei Kamanjab gebucht.
Es gibt scrammbled eggs mit Würstchen zum Frühstück. Die Kinder bleiben bei Cornflakes, die wir mit den eigenen Cerealien aus unserem Vorrat aufpeppen. Wir erhofft, kann ich das Abendesse von gestern mit der Kreditkarte bezahlen und lasse noch 1000 N$ zusätzlich abbuchen, um meinen Bargeldbestand wieder ausreichend aufzufüllen.
Wir bekommen den Weg zum Himbadorf erklärt und brechen ein bisschen verspätet gegen 8 Uhr auf.
Als wir 15 Minuten später beim beschriebenen Treffpunkt auftauchen sehen wir niemanden. Wir befürchten, dass wir zu spät eingetroffen sind und fahren ein Stück weiter. Erst kurz darauf, läuft uns jemand winkend hinterher und gibt uns zu verstehen, dass er unser Guide für den heutigen Morgen ist.
Wir parken unser Auto vor dem Schulgebäude, geben unsere Tour-Voucher ab und machen uns auf den Weg. Es ist immer noch niemand außer uns eingetroffen, somit kommen wir in den Genuss einer Exklusivtour im Dorf. Darauf angesprochen, ob es immer so ruhig ist, meint unser Guide, dass wir einfach sehr früh dran sind. In zwei Stunden erwartet er 2 volle Busse. Somit also gut, dass wir uns für die 8 Uhr Tour und gegen die 10 Uhr Tour entschlossen haben.
Zu Beginn werden uns die wichtigsten Grußformeln beigebracht. Ausführlich wird uns das Leben der größtenteils Frauen und Kinder im Dorf erklärt.
Die Kinder sind beeindruckt aber auch ein klein wenig verunsichert. Der Unterschied zum touristischen Living Museum der Damara ist offensichtlich. Und sie verstehen schon, dass die Menschen, die wir sehen auch tatsächlich hier in diesen Hütten und so leben.
Wir sehen auch, wie mit Rauch und Kräutern die Kleidung gereinigt wird und wie die rote Hautfarbe hergestellt wird. Im Anschluss an den Rundgang erstehen wir noch ein paar Souvenirs auf dem Dorfplatz.
Beim Retourweg zum Auto sehen wir schon die beiden Busse, aus denen sich gerade dutzende an Weißsocken-Sandalenträgern herausschälen 😉
Wir verabschieden uns von unserem Führer, der sich leicht seufzend der Reisegruppe zuwendet, die gerade auf Deutsch Kontakt mit ein paar Fußball spielenden Kindern aufzunehmen versucht.
Kurz nach 10 Uhr machen wir uns auf den Weg zur Cheetah Farm Otjitotongwe, die nur ein paar Minuten entfernt ist. Auf der Zufahrt dürfen die Kinder erstmals Farmtore auf- und zumachen, was sie natürlich ganz stolz machen. Auf unserer bisherigen Fahrt haben wir noch kein Tor öffnen müssen. Mein Eindruck ist, dass kürzlich zumindest auf den Hauptrouten viele Tore durch Viehroste ersetzt wurden.
Nach ein paar Kilometern sind wir bei der Farm. Als wir am Zaun warten, kommen schon die ersten Geparden um uns zu begrüßen – SCHLUCK !
Wir bekommen den Weg zu unserer Campsite erklärt und sind kurz darauf auch dort
Noch nicht einmal 11 Uhr und wir sind schon am Platz. Rekord !
Bis zur Fütterungstour für die wir um 15 Uhr abgeholt werden sollen, haben wir jede Menge Zeit und so genießen wir den Pool, die Ruhe und die Wärme. Die Kinder trauen sich sogar ins Wasser, der uns aber wie immer zu kalt ist.
Wir machen uns ein paar Brote zu Mittag und erfreuen uns an mehreren Tokos und Perlhühnern, die sich um die Brotkrümel streiten. Ganz in der Nähe spaziert ein Dik-Dik über den Platz.
Erst nach Mittag trifft noch eine zweite Familie ein und wir nutzen die noch immer ausreichende Zeit zum Wäsche waschen, solange es noch sonnig und heiß ist. Wie erhofft, ist die Wäsche auch innerhalb 1 Stunde trocken und wir sind optimistisch, bis zum Rückflug keine Wäsche mehr waschen zu müssen. Den überbewerteten Unsinn mit dem täglichen Wechsel der Unterwäsche haben wir uns inzwischen ohnehin schon abgewöhnt 😉
Nach und nach werden auch die anderen Stellplätze bezogen und kurz vor 15 Uhr werden wir im offenen Pickup abgeholt. Außer uns noch 10 Personen, die sich auf die Ladefläche und den Anhänger verteilen. Wir fahren zum Hauptgebäude, wo wir vom Wagen absteigen und durch das Tor hineingehen. Sogleich sind wir von 4 Geparden umzingelt, die uns am Weg zum Haus begleiten.
Obwohl sie schnurren und schmusen wie Kätzchen flößen sie durchaus Respekt ein. Hinter dem Haus werden die vier gestreichelt und gefüttert. Einige von ihnen nutzen die Tatsache, dass wir heute erstmals kurze Hosen anhaben und lecken mit ihren Sandpapier-Zungen unsere käseweißen Beine ab. Vor allem für Claudia ganz schön schmerzhaft. 😉
Selina platzt fast vor Stolz, als sie die Tiere am Kopf krault und wir jede Menge Fotos zum Beweis für die Klassenkameraden machen. Leonie ist wie meistens ein wenig vorsichtiger, traut sich aber dann auch in die Nähe der Katzen.
Danach geht’s wieder auf den Pickup und wir fahren zur Fütterung der nicht ganz so zahmen Geparden. Heute gibt’s Giraffe für die Gruppe. In hohem Bogen werden die Fleischstücke zugeworfen und ermöglichen tolle Foto- und Filmaufnahmen.
Nach der Runde werden wir wieder auf unsere Campsite gebracht. Wir fragen nach Feuerholz zum Grillen, welches aber leider gerade aus ist. Wir dürfen uns aber gerne in der Umgebung selbst Holz suchen. Während Claudia Wäsche sortiert und den Tisch vorbereitet, gehe ich mit den Kids und der Axt in der Hand Holz sammeln. Als wir die Würstchen und Hähnchenteile aus dem Kühlschrank holen, tauchen 10 Meter entfernt hinter dem Zaun 2 Geparden auf, die wohl das Fleisch gewittert haben. Leider sind sie weg, bevor wir sie auf Foto oder Film verewigen können.
Heute ist es spürbar milder. Wir haben zwar diesmal kein Licht und keinen Strom am Platz, trotzdem ist es ein sehr entspannender Abend. Die Kinder spielen in den Zelten und wir schreiben Tagebuch und sichten die Fotos der letzten Tage. Ein paar Gläser Rotwein dürfen es heute auch einmal sein, bevor wir uns in die inzwischen lieb gewonnenen Zelte zu den Kindern zurückziehen.
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201219. Sept. 2013 ·
12.Tag: 19 August 2013 : Auf nach Etosha Otjitotongwe - Okaukuejo (300km Fahrt) Camp Site Okaukuejo Dachzelt
Wieder eine angenehme und milde Nacht. Sicher über 10 Grad beim Aufstehen. Wie so oft gibt’s zum Frühstück Coco Pops, Nutellatoast und Kakao und Kaffee.
Die Toastkrümel finden bei unseren gefiederten Freunden reißenden Absatz. Viele Tokos, Perhühner und andere Vögel umringen unseren Frühstückstisch. Ein Toko frisst sogar aus der Hand. Die Tokos sind inzwischen unsere Lieblingsvögel geworden.
Um ca. 9:00 Uhr geht es dann los Richtung Etosha. Wir machen einen Einkaufs- und Tank-Stopp in Outjo. Auch ATMs gibt es genügend, die wir die letzten beiden Tage so vermisst haben. Diesmal hebe ich gleich 3x 2000 N$ ab und mit einem dicken Packen an Scheinen fahren wir los zum Park.
Die Landschaft verändert sich. Der Sand wird röter und auch die Bäume wirken bunt, wie bei uns im Oktober.
Kurz nach 13:00 Uhr erreichen wir die Einfahrt zum Nationalpark. Da es erst Mittag ist, beschließen wir schon auf dem Weg nach Okaukuejo eine Runde zu fahren.
Wir fahren verschiedene Wasserlöcher (Olifantsbad, Aus und Ondongab) ab und entdecken hier schon die ersten Impalas, Strauße, Giraffen, Zebras, Warzenschweine usw. Unseren ersten Elefanten sehen wir bei Nebrowni kurz vor Okaukuejo. Großer Jubel im Auto!
Wir kommen im Camp an und beim Anmelden erfahren wir bereits über SMS, dass unsere Bekannten aus Wien schon da sind und zwei Stellplätze nebeneinander reserviert haben
Einladend sieht er ja nicht gerade aus, unser heutiger Stellplatz. Eine staubige Fläche mit Feuerstelle, ein Wasserhahn und einer Stromsäule, das war‘s.
Wir marschieren zum Wasserloch und sehen dort weitere Elefanten, Zebras und ein paar Giraffen, welche natürlich ausgiebig fotografiert werden.
Wir entscheiden uns zusammen mit unseren Nachbarn zu grillen. Kaum ist das Essen am Tisch, dämmert es schon und die ersten Schakale laufen über den Campingplatz.
Nach dem Essen gehen wir nochmals zum Wasserloch und hoffen auf weitere Tiersichtungen. Viel los ist aber nicht und die Kinder gehen alleine zurück zum Stellplatz und spielen wieder mal Nintendo.
Aber auch wir bleiben nicht mehr lange und kehren zum Auto zurück. Inzwischen sind schon richtig viele Schakale unterwegs. Die sind natürlich harmlos, obwohl im Dunkeln die herumhuschenden Schatten auch ein wenig gespenstisch wirken
Oben im Zelt hören wir bald lauten Radau. Claudia und Leonie bemerken, dass die Schakal bereits einige Mülltonnen umgeworfen haben und sich über den Inhalt hermachen. So ziemlich alle Mülleimer in der Umgebung liegen und der Inhalt ist über mehrere Stellplätze verteilt.
Leonie bekommt es wieder einmal mit der Angst zu tun. Als Claudia ihr erklärt, dass Schakale unmöglich Leitern hochsteigen können ist sie aber ausreichend beruhigt. Wir sind uns einig, dass wir auf diesem Campingplatz mit unserem Dachzelt auf jeden Fall im Vorteil gegenüber Bodenzelt-Bewohnern sind.
Recht spät schaue ich nochmal zum Wasserloch. Tatsächlich sehe ich dort zwei Nashörner.
Die stehen aber relativ regungslos für 30 Minuten still in der Gegend rum. Irgendwann wird es dann auch zu langweilig und ich ziehe mich ins Zelt zurück.
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201220. Sept. 2013 ·
13.Tag: 20 August 2013 : Pirschfahrt nach Halali Okaukuejo - Halali (70km Fahrt) Camp Site Halali Dachzelt
Heute ist es beim Aufstehen wieder ein wenig frisch. Sicher deutlich unter 10 Grad. Ich bin wieder als erster wach und mache ein paar Fotos vom Gelände und vom Sonnenaufgang vom Aussichtsturm aus.
Wir schauen zum Wasserloch. Beim Plaudern mit einem offensichtlich sehr erfahrenen Etosha-Besucher bekommen wir den Tipp, ruhig am Vormittag hier noch in Okaukuejo zu bleiben. Weder Richtung Westen noch in der Umgebung gibt es Wasserlöcher mit mehr Tieren. Das ist immer so und bei der Dürre heuer noch viel mehr.. Natürlich befolgen wir den Rat und bleiben den Vormittag über noch im Camp und am Wasserloch. Es zahlt sich erst gegen mittag aus, in Richtung Halali zu fahren, wo wir heute schlafen werden.
Tatsächlich bekommen wir heute Morgen großes Kino am Wasserloch geboten. Herden von Zebras, Kudus, Springböcken, Oryxe, Gnus und Giraffen finden sich ein. Warzenschweine und Schakal natürlich auch. Größere Raubtiere aber leider noch nicht.
Wir verabschieden uns von unseren Bekannten und fahren kurz vor mittag nach Osten. Bei Nebrowni wieder einen Elefanten, danach einige versickerte Wasserlöcher. Bei Homob sehen wir einige Autos am Straßenrand deren Insassen alle in Richtung eines weit entfernten Baumes schauen. Über Zeichensprache wird uns signalisiert, dass dort Löwen sind. Tatsächlich können wir mit Ferngläsern und Maximalzoom am Fotoapparat ein Weibchen und ein Männchen im Schatten erkennen.
Natürlich fotografieren wir, in Anbetracht der Distanz und der Lichtverhältnisse geling das aber nur bedingt. Wir fahren weiter und ich äußere den Wunsch, neben einzelnen Elefanten jetzt auch mal gerne eine Herde mit Muttertieren und Kälbern sehen zu wollen.
Bei Rietfontein werden unsere kühnsten Träume wahr. Schon am Weg hin sehen wir eine 20-köpfige Elefanten-Familie, deren Leitkuh die Herde und auch uns zum Wasserloch führt. Dort wird einmal ausgiebig getrunken und gebadet. Eine weitere große Gruppe trifft ein. Und auch eine kleine Gruppe mit Jungbullen. Fasziniert beobachten wir die Interaktionen der einzelnen Tiere aus den verschiedenen Gruppen. Ich hätte nie gedacht, dass unsere Kinder die Geduld aufbringen, so lange einfach nur Tieren zuzusehen.
Hochbeglückt treffen wir gegen 14 Uhr in Halali ein und melden uns an. Wir suchen uns einen Stellplatz aus und essen eine Kleinigkeit im Restaurant. Die Campsite ist zwar auch basic, aber netter angelegt und weniger staubig als Okaukuejo. Unser Hunger nach Tiersichtungen ist für heute gedeckt und wir relaxen einige Zeit am Pool.
Wieder am Platz bauen Claudia und ich die Zelte auf und richten für das Abendessen her. Mir fällt ein, dass ich irgendwo im Gepäck ja noch die PMR-Funkgeräte habe und gebe eines den Kindern. Damit ausgerüstet trauen sie sich sogar alleine zum Wasserloch zu marschieren, während wir aufbauen und kochen.
Heute gibt’s einmal kein Grillen, sondern Spaghetti. Im Gegensatz zum Desaster am Lake Oanob, sind wir schon so geübt im Umgang mit den Töpfen, dass wir es schaffen, gleichzeitig heiße Spaghetti und eine heiße Nudelsauce mit einer einzigen Mikroflamme zu servieren. Yes!
Anschließend ziehen sich die Kinder in die Zelte zurück und wir Erwachsenen machen uns auf den Weg zum beleuchteten Wasserloch. Auch jetzt sind wir über die Funkgeräte in Kontakt. Obwohl es inzwischen stockfinster ist und nur eine kleine Leuchte im Zelt ist, macht den Kindern das Alleinebleiben überhaupt nichts aus. Zuhause reicht schon das Nichtvorhandensein des Nachtlichts für eine Panikattacke.
Am Wasserloch sehen wir wieder eine Elefantenfamilie mit Jungtieren.
Anschließend kommen noch 5 Spitzmaulnashörner dazu. Auch einige Tüpfelhyänen und ein Buschhase schauen vorbei.
Die Felsen rund um das Wasserloch geben noch eine Weile die gespeicherte Wärme des Tages ab und so halten wir es verhältnismäßig lange aus. Erst gegen 22 Uhr machen wir uns auf den Weg und legen uns gemeinsam mit den Kindern schlafen.
strassenkind132 Beiträge · seit 201320. Sept. 2013 ·
Hallo Peter,
vielen Dank für den Reisebericht; liest sich sehr kurzweilig, fängt mit einem ungewollten Krimiteil an, geht in ein Urlaubinnamibiaabenteuer mit vielen schönen Erlebnissen über und endet ........ ich bin sehr gespannt wie es weitergeht.
Eine etwas nüchterne Frage zu dem Film zu Beginn des Berichtes. Welches Programm steckt dahinter, wie hast du Darstellung auf der Karte hinbekommen? Ein "Zaubertool " aus der tracks4africa-Kiste?
Ganz toll finde ich auch, das eure Kids das scheinbar alles so grandios mitgemacht haben. Sicherlich eine gigantische Erfahrung für die beiden.