Zurück von 3 Wochen Südafrika

32 Antworten · 9’247 Aufrufe · gestartet 28. Mai 2012 von Hermann
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2’411 Beiträge · seit 201116. Juni 2012 ·
Hallo Hermann,

da hattet Ihr ja viel Glück! Schöne Fotos, gratuliere!
Übrigens: bei Spitzmaulnashörnern wäre ich vorsichtig gewesen, diese sind leicht reizbare Einzelgänger, insbesondere Mütter mit Jungen. Breitmaulnashörner sind als gesellig und gutmütig bekannt.

LG aus dem heißen Budapest,

Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
Themenstarter1’564 Beiträge · seit 200618. Juni 2012 ·
Pretoriuskop war dann unsere vorerst letzte Station im Krüger NP bevor wir den Park am Phabeni Gate verließen und Richtung Graskop zum Blyde River Canyon fuhren. Die Route dorthin war recht schön und man konnte sehr viele, u.a. angepflanzte Eukalypthus- und Fichten-Wälder sehen. Welch eine Arbeit war das, diese Bäume zu pflanzen?In Graskop machten wir Station im Panorama-Resort. Schön angelegte Stellplätze in Terassenform. Die Nacht wird recht kalt, weil das Resort recht hoch liegt. Am nächsten Tag fahren wir die sogenannte „Panoramaroute“.Über Pinancle, God Windows, Wonder Views, Lisboa Fall und Berlyn Fall geht es natürlich auch zu Bourkes Luck Potholes.das Naturschauspiel muß man gesehen haben. Einige Souvenirstände locken dort mit u.a. tollen Schnitzerreien. Es folgen noch einige Viewpoints bei denen wir auch die 3 Rondales zu sehen bekommen. Super Landschaft!!Im Norden übernachten wir im Forever Resort Blyde Canyon. Eine riesige Anlage,aber schön gelegen mit tollen Wanderwegen. Wir nehmen uns am nächsten Tag den Lepard-Trail vor und sind begeistert. Nach über 4 Stunden,die wir richtig ausgekostet haben, melden wir uns wieder zurück.

Hermann

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Themenstarter1’564 Beiträge · seit 200626. Juni 2012 ·
So, nun wieder zurück in den KNP, denn wir wollen ja unsere Wild-Card ausnutzen. Recht früh, so gegen 11.00 sind wir schon beim Orpen-Gate .Jetzt gilt es wieder, Conny hält auf der linken Seite nach Tieren Ausschau und ich auf der rechten Seite, ohne allerdings den Weg/Strasse aus den Augen zu verlieren. Eine Hyäne läuft über die Strasse, verschwindet aber dann im Dickicht. Keine Chance für ein Foto. Elefanten braucht man wohl nicht mehr zu erwähnen, die haben wir bisher jeden Tag im Krüger NP gesehen. In einem kleinen See konnten wir allerdings 5 Elefantenbullen erleben, die sich mit Wonne im Wasser vergnügten.Sie bespritzten sich gegenseitig und das „spaßige“ Trompeten war weithin zu hören. Ein Jungbulle musste sich beweisen, indem er einige ,am Ufer liegende Hippos ins Wasser trieb. In Satara fanden wir einen schönen Stellplatz und es gabt erst mal Kaffee und Kuchen. Am späten Nachmittag machten wir noch eine Pirschfahrt, bevor die Sonne, zu dieser Jahreszeit viel zu früh, unter geht. Leider hat der Tag nur 12 Stunden Helligkeit.Der Abend im Camp ist angenehm warm, wärmer als letzte Nacht beim Blyde River Canyon.
Morgens geht es wie immer früh hoch. Irgendwie steht man dann etwas unter positiven Stress. Man möchte so schnell wie möglich den Gamedrive starten. Die erste Zeit sieht man fast wie üblich, Impalas,Elefanten,Gnus und heute mal wieder Giraffen.Kurz vor dem Rastplatz„Timbavati“ kreuzt eine Elefantenherde die Gravelroad und scheint sich auf den Picnicplatz zu zubewegen.Kurz vorher dreht die Herde aber ab und verschwindet im nahen Flußbett. Ein schöner Baobab ist ein Foto wert. Die nicht eingezäunten Rastplätze wie z.B. „Timbavati“ sind schön angelegt und sauber und gefallen uns sehr gut. Auch die Aussteigpunkte fanden wir gut. Enttäuscht sind wir allerdings von einigen Wasserlöchern und Aussichtspunkten, die teilweise derart von Bäumen und Büschen zugewachsen waren, sodaß einem die erhoffte schöne Aussicht fast verborgen blieb. Nun ja, man kann nicht alles haben.In Satara buchen wir für 2 Nächte eine Hütte im Olifantcamp. Balule ist angeblich ausgebucht. Gegen 13.00 machen wir uns auf den Weg zum Olifant Camp. An einem See, rechts der Straße, können wir ein paar Büffel beobachten. Aber leider zu weit entfernt für ein Foto. Die von uns erhoffte Büffelherde will einfach nicht erscheinen. Wir wollten uns das Balule Camp mal ansehen, aber dann hätten wir einen großen Umweg fahren müssen, denn eine Brücke über den Olifant ist kaputt. Der Olifant-River ist ein breiter Fluß, mit derzeit aber sehr wenig Wasser. Im Frühjahr war das ja ganz anders, wie man es auch u.a. an den Brückengeländern und Leitplanken sehen konnte. Dicke Rohre, die alle verbogen und abgeknickt waren. Der Fluß hat in seiner Hochwasserzeit viel Schaden angerichtet. Der Rastplatz „Tshokwane“ war immer noch gesperrt, weil man immer noch mit Reparaturarbeiten beschäftigt war. Das Olifant Camp gefiel uns sehr gut und wir bereuten es nicht mal in „richtigen Betten“ zu schlafen.

Hermann

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4’587 Beiträge · seit 200726. Juni 2012 ·
Hallo Hermann,

ich finde es echt toll, dass Du Dich doch zu einem Bericht durchringen konntest. Ich weiß aus eigemer Erfahrung wieviel Arbeit das ist. Auf der anderen Seite ist es auch für einen selbst eine schöne Erinnerung und man erlebt den eigenen vergangenen Urlaub noch einmal ganz intensiv mit.

Ich freue mich auf weitere interessante Schilderungen und schöne Bilder.

Viele Grüße
Casimodo
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowieKenia, Bangkok Kambodscha, Island Marokko und Lofoten Vesteralen
3’394 Beiträge · seit 200926. Juni 2012 ·
Hallo Hermann,

vielen Dank für Deine Schilderungen und die schönen Bilder.
Ich kann mich Carsten nur anschließen - ich weiß auch aus eigener Erfahrung, dass es ganz schön "Arbeit" macht, einen RB zu schreiben.

Aber Du wirst vielleicht lachen - immer wenn ich von unseren Afrika-Reisen etwas nicht mehr genau weiß, schau ich in meinem Bericht nach. Hat also alles seine Vorteile.

Und denk mal, wie das in 10 Jahren ist. Da hast Du eh schon vieles vergessen von dem, was Du vor Ort erlebt hast. Und dann biste bestimmt froh, nachlesen zu können.

Ganz nach dem Motto: "wer schreibt - bleibt";)

Liebe Grüße
der bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
Themenstarter1’564 Beiträge · seit 200603. Juli 2012 ·
Der Olifant River hat, zumindest in dieser Region, seinen Namen zu Recht. Sehr häufig sahen wir Elefanten und speziell am Fluss. Interessant zu beobachten war es, wenn Elefanten den Olifant in der einen oder anderen Richtung durchquerten. Er führte zwar zu dieser Zeit nicht viel Wasser, aber gerade für die jungen Tiere war es jedes Mal ein Abenteuer. Conny hielt immer den Atem an wenn so ein „kleines Ding“ plötzlich neben der Mutter im tieferen Wasser versank, dann aber nach einer Weile wieder auftauchte und nach Luft schnappte. Oje, gut gegangen. Am „rettenden“ Ufer, spielten und tolten sie dann wieder herum. Hippos die am Ufer lagen suchten das Weite , wenn ihnen eine Elefantenherde in die Nähe kam. Die Aussteigpunkte am Olifant-River boten stets schöne Fernsicht. Hin undwieder sahen wir zwar vereinzelte Büffel, aber die große Herde blieb uns leider verborgen. Dafür konnten wir aber ein anderes High-light bestaunen. Neben der Teerstrasse trabten langsam 3 Hornraben und stiessen dabei Ihre dunklen „Balzrufe“ aus. Eine zeitlang fuhren wir mit dem Wagen nebenher und filmten dieses tolle Ereignis. Dann konnte man aus der Ferne ebenfalls Rufe hören und die Hornraben verschwanden langsam im Unterholz. Ihr Rufen wurde also erhört. Abends im Camp wurde eine Game-Boerswors gegrillt und mit Bier „gelöscht“. Noch lange saßen wir gemütlich bei milden Temperaturen auf der Veranda von unserer Rundhütte.

Hermann

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Themenstarter1’564 Beiträge · seit 200613. Juli 2012 ·
aber es gibt auch noch viele kleine Tiere im KNP die sich fotografieren lassen!!

Hermann

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Themenstarter1’564 Beiträge · seit 200613. Juli 2012 ·
Zum Glück konnten wir im Olifant-Camp noch 2 Nächte für die Campsite in Letaba buchen. Es sollte unsere letzte Station im Krüger NP sein. Die Pirschfahrt nach Letaba blieb allerdings ohne spektakuläre Tiersichtungen. Im Camp suchten wir uns einen Platz am Zaun aus, in der Hoffnung dort vielleicht auch abends seltene Tiere zu sehen. Und richtig, schon am ersten Abend machte uns unser südafrikanischer Nachbar auf eine Hyäne aufmerksam die schon kurz nach Sonnenuntergang am Zaun entlang schlich. Ich versuchte Fotos durch den Zaun zu machen, aber das klappte nicht so wie ich dachte. In den nächsten Stunden kamen noch einige Hyänen am Zaun vorbei.
Am Morgen fuhren wir erst mal die Teerstraße nach Norden in Richtung Mopani. Es dauerte gar nicht lange, da sahen wir zwei männliche Löwen die Straße entlang traben und wir folgten Ihnen eine Zeitlang. Bei einer Stelle auf der Straße blieben sie stehen und begannen zu schnüffeln. Irgendetwas mitten auf der Teerstraße hatte ihr Interesse geweckt. Das ganze Gehabe deutete darauf hin, als ob sie einer Löwin auf der Spur waren. Sie reckten die Köpfe in die Luft, schnupperten und fletschten die Zähne. Nach ca. einer viertel Stunde verschwanden sie langsam im Gebüsch. Toll, so fing der Tag ja gut an. Auf dem Rastplatz Mooiplaas, nahe dem Tsendze Bush-Camp, machten wir Frühstück. Wieder schön gelegen, sauber und wir sind die einzigen Touristen. Das soll wohl der Rastplatz sein wo ab und zu die Elefanten „vorbeischauen“. Bei uns blieb es ruhig.
Es war bedeckt und die Sonne kam nur selten zum Vorschein. Wir machen dann noch einen Abstecher zum Mopani-Camp, welches uns aber nicht so gut gefiel wie das Olifant-Camp. Ist eben alles Geschmacksache. Dann ging es wieder zurück. Bei einem großen Wasserspeicher löschten gerade 3 Elefantenbullen ihren Durst. Es war interessant mit anzusehen wie geschickt sie dabei vorgingen. Ich als Schlangenfan , hatte mich schon die ganze Zeit gewundert, dass wir noch keine Schlangen gesehen hatten. Gibt es nicht so viele im Park oder sehen wir sie nur nicht. Eigentlich hätten doch zumindest auf der Straße oder auf den Pads ab und zu Totgefahrene liegen müssen?? Nun ja, schließlich entdeckte Conny im Letaba-Camp doch noch ein totes Exemplar. Abends, wir waren gerade am Essen kochen, kamen schon wieder Hyänen am Zaun vorbei und dann gelang mir auch endlich eine gute Aufnahme. Später kletterten noch Buschbabies in den Bäumen herum, sie waren aber nur schlecht zu sehen.

Hermann

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160 Beiträge · seit 200913. Juli 2012 ·
Hallo Hermann,
Du hast uns einen guten Eindruck vom KNP gegeben. Danke für die schönen Fotos und Deine Infos.

Gruß
uschisiggi
Mein Motto: Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen. (Hermann Hesse)
Themenstarter1’564 Beiträge · seit 200614. Juli 2012 ·
Am nächsten Tag brach unser letzter Tag (für diesen Urlaub) im Krüger NP an und er sollte super beginnen. Wir waren nicht mal 10 Minuten vom Camp unterwegs als wir zahlreiche Tiere auf der Straße hin und her laufen sahen. Es sind Hyänen, die aufgeregt auf und ab liefen. Als wir langsam näher kamen, sahen wir den Grund. Direkt neben der Straße, im hohen Gras, lag eine Löwin. Zuerst nahmen wir an, dass sie ein Beutetier hat und dieses gegen die Hyänen verteidigen muss, aber dies war nicht der Fall. Also konnte es nur so sein, das die Hyänen, es waren 8 Stück, die Löwin aus dem Gebiet vertreiben wollten. Die Löwin lag ruhig im Gras und ihr knurren war laut zu hören, während die Hyänen ständig Scheinangriffe starteten. Mittlerweile hatten sich noch ca. 10 Fahrzeuge eingefunden. Es war ein ständiges hin und her der Hyänen und sie ließen sich durch die Autos überhaupt nicht stören. Während Conny fotografierte, filmte ich die ganze Szenerie. Wir waren begeistert und gleichzeitig angespannt von der Situation. Mittlerweile hatten sich immer mehr Autos eingefunden, die das Treiben beobachteten. Ich weiß nicht wie lange wir dort standen und beobachteten, aber schließlich entspannte sich die Lage. Die Hyänen zogen sich erfolglos zurück und die Löwin erhob sich schließlich und zeigte sich in Siegerpose, bis auch sie langsam davon trabte. Puh, das war ein Erlebnis, das mussten wir erst mal sacken lassen!!
Weiter ging es auf der Teerstraße Richtung Palaborwa-Gate. Ein Rhino lief über die Straße und eine kleine Elefantenherde ließ sich die Blätter von den Mopane- Bäumen schmecken. Aber so ganz waren wir nicht bei der Sache. Unsere Gedanken waren immer noch bei den Hyänen und der Löwin. Am Sable-Dam sahen wir uns den Nachtansitz am See an. Es ist ein kleiner umzäunter Bereich. Die dortigen Betten waren hochgeklappt und mit Schlössern gesichert. Die Schlüssel bekommt man bei der Buchung. Zurzeit war der Ansitz nicht besetzt und Tiere waren auch nicht zu sehen. Ein alter Elefantenbulle verabschiedete uns aus dem Krüger NP. Wir waren sehr zufrieden mit unseren Tiersichtungen. Bis auf den Leopard hatten wir den Rest der Big Five zur Genüge gesehen. Wir werden wieder kommen. Auf dem Parkplatz vom Gate machten wir erst mal Frühstück.

Hermann


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1’242 Beiträge · seit 200915. Juli 2012 ·
Hallo Hermann,

deine Bilder sind wunderschön 🤩 🤩 🤩 .

Und danke dafür 🙂 dass du dich doch noch entschieden hast von eurem Urlaub zu berichten.

Liebe Grüsse aus Luxembourg
Lil
Namibia das 1. Mal http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/163129-namibia-das-1-mal-reisebericht.html Endlich Hippos - SA 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280235-endlich-hippos-sa-2013.html ZIM - BOT 2014 Träume werden wahr http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283689-zim-bot-2014-traeume-werden-wahr.html
Themenstarter1’564 Beiträge · seit 200626. Juli 2012 ·
hallo,
im Moment habe ich sehr wenig Zeit, aber der Marakele NP und Pilanesberg kommen noch dran.

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Hermann
Themenstarter1’564 Beiträge · seit 200605. Aug. 2012 ·
Nun stand uns die Fahrt zum Marakele Nationalpark bevor. An den Straßen wird sehr viel gebaut, sodass man recht langsam voran kam. Einige Baustellen waren mehrere Kilometer lang und waren nur per Ampelschaltung zu passieren. Das ging dann aber nicht so „zivilisiert“ ab, wie wir es eigentlich gewohnt waren. Sowie die Ampel auf „grün“ sprang, scherten einige Autofahrer aus der Schlange aus und versuchten die vor ihnen fahrenden LKW noch zu überholen. Aufmerksamkeit war gefordert. Wer Pech hatte, musste so bis zu 2 Ampelschaltungen warten. Am Nachmittag mussten wir dann einsehen, dass wir es heute nicht mehr bis zum Marakele NP schaffen werden und wir beschlossen eine Zwischenstation im Forever Resort in Bela Bela zu machen. Eine riesige Anlage mit Freizeitpark, die aber zu dieser Jahreszeit nur wenig besucht war.
Es war eine kalte Nacht und wir waren froh als die Sonne unseren Frühstücksplatz erwärmte. In Thabazimbi kauften wir noch ein paar Lebensmittel ein und kurz vor 12 Uhr waren wir im Marakele NP. Am Gate erklärt man uns kurz den Park. So, wenn man also durch einen Tunnel in die andere Seite des Park fährt, dort befinden sich dann die Big Five. Wir waren gespannt. Die Camsite ist großzügig angelegt und wir fanden schnell einen schönen, schattigen Platz mit freier Sicht auf das nahe gelegene künstliche Wasserloch. Wir hofften natürlich auch, dass irgendwann einmal die Rhinos auf den Platz zum grasen kommen würden. Für den Rest des Tages war erst mal Relaxen angesagt. Gegen 18.00 Uhr kommen die ersten Nashörner zum Wasserloch. Schade, aber sie kamen nicht, wie erhofft, auch auf die Campsite.
Am nächsten Morgen machten wir uns früh auf den Weg in den „wilden“ Teil des Marakele NP. Ist schon komisch angelegt. Durch einen, mit einem Tor gesicherten, Tunnel gelangt man auf die andere Seite. Durch die noch tief stehende Sonne war die Sicht schwierig und ich musste mich sehr auf die teilweise ruppige Piste konzentrieren. Auf der Teerstraße , die sich in diesem Teil des Parks befindet, bogen wir nach links ab und folgten ihr einige Kilometer. Die Landschaft war toll, aber Tiere sahen wir leider keine. da wir nicht ganz hoch zum Aussichtsberg wollten, beschlossen wir bald umzukehren. Die Teerstraße war aber sehr schmal, sodass es schwierig war eine geeignete Stelle zum wenden zu finden. Auf dem Rückweg zum Tunnel hatten wir dann doch noch das Glück, 3 Nashörner dicht neben der Piste beobachten zu können. Während 2 von ihnen ruhig auf dem Boden lagen, trabte das 3te unruhig auf und ab. Es war zuerst ein wenig beunruhigend für uns. Wir mussten dann aber mit der Zeit feststellen, dass es wohl eher ängstlich als angriffslustig war. Wir konnten schöne Fotos machen. Leider war das das einzige Tier-Highlight welches wir auf dieser Seite des Parks hatten, ganz zu schweigen von den Big Five. Im anderen Teil konnte man dafür reichlich Tiere beobachten, Giraffen, Schakale, Kudus, Warzenschweine, Zebras, Impalas, Springböcke und natürlich die Nashörner die man täglich am Wasserloch beobachten konnte. Noch erwähnen möchte ich die Strauße die ständig auf dem Platz umherliefen .
Unsere letzte Station sollte der Pilanesberg National Park sein. Schon am frühen Vormittag waren wir am Mayane Gate, das im Westen des Park liegt. Die Fahrt zur Bakgatla Campsite, auf der wir zuerst übernachten wollten, nutzten wir gleichzeitig als Game Drive. Der Park ist sehr bergig und besteht Großteils aus einer offenen Graslandschaft, wo man Tiere schon gut von weitem beobachten konnte. Es muss vor kurzen hier gebrannt haben. Große Flächen waren schwarz und kahl und es lag immer noch Brandgeruch in der Luft. Es dauerte gar nicht lange, da konnten wir die ersten Nashörner und Giraffen beobachten. Der Pilanesberg NP mit seiner schönen Landschaft und den Tieren gefiel uns von Anfang an sehr gut. Auf der Bakgatla Campsite waren nicht viele Camper. Bei uns blieb heute die Küche kalt. Es gab Thunfisch, Mais, Salat und dazu Brot.
Für den letzten Tag im National Park, hatten wir ein Safarizelt im Manyane Camp gemietet, welches sehr gut besucht war. Es war ja auch Wochenende. Dort wollten wir dann in Ruhe den Mietwagen ausräumen und unsere Sachen für den Flug packen. Wir hatten allerdings noch Zeit genug um einige Stellen und Pisten im Park zu erkunden. Einen alten Elefantenbullen, Kuhantilopen, Zebras, Hippos und wiederrum Nashörner bekamen wir dann noch vor die Kamera. Abends saßen wir vor dem Safarizelt, verbrannten das letzte Braaiholz und „vernichteten“ den letzten Wein.
Mit sehr vielen guten und positiven Eindrücken ging es am Sonntag von Johannesburg aus zurück nach Deutschland.
SÜDAFRIKA, wir werden wiederkommen!!


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