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Reisebericht 49 Antworten · 8'028 Aufrufe · gestartet 15. Sept. 2021 von konus
190 Beiträge · seit 201716. Sept. 2021 · #21
Hallo Konus,

wir waren dieses Jahr Ende August/ September in Namibia. Vorher waren wir zweimal um dieselbe Zeit in Südafrika.
Auch wenn Südafrika für euch keine Alternative ist, hatte ich auch den Gedanken.
Wenn ich temperaturtechnisch an unsere drei Wochen denke, dann war es die erste Woche ( Sossusvlei bis Vingerklip) eher kühl, die Wochen zwei und drei ( Etosha bis Caprivi) sehr warm bis heiss.
Hier waren auch die Nachttemperaturen immer wärmer, am Kwando dann nie unter 20 Grad.
Mit was ihr wohl immer rechnen müsst ist ein Kaltluftenbruch, wie dieses Jahr Ende August. Wir waren an der Spitzkoppe bei unter 20 Grad und Wind und nachts fiel die Temperatur auf fast 0 Grad. Mir haben die Camper leid getan, wobei wir auch nur 7 Grad im Zimmer hatten.
Heizung hatten wir nie, obwohl wir nur in Lodges waren.
In gemauerten Unterkünften ( da spielt die Preisklasse sicher keine Rolle) lässt sich das gut ertragen, im Zelt hast du drinnen, wie draussen eben immer dieselbe Temperatur.
Zu den Pools: die wurden auch von Süden nach Norden immer wärmer. In der Namib war es eher Eiswasser, obwohl meine Tochter drin war.
Aber selbst in Gegenden, wo es tagsüber 30 Grad hatte, war der Pool immer sehr frisch. Gerade das war in Südafrika anders. Hier waren wir immer baden.
Wir sind in Sossusvlei übrigens einer Familie mit 4 Jugendlichen begegnet, die in einem Allradfahrzeug mit drei Dachzelten unterwegs waren und sehr glücklich wirkten. Ich wusste bis dahin gar nicht, dass es das gibt.
Es war ein Sitzreihe mehr, so dass immer zwei Kinder nebeneinander saßen und jeder am Fenster.
Ich schätze aber, dass das nicht kostengünstig ist, wobei Campen immer deutlich billiger ist, als feste Unterkünfte, wenn ihr drei Zimmer braucht.
Wir waren auch mit drei Kindern unterwegs, da brauchten wir auch ( zumindest in Südafrika) drei Zimmer, da es dort keine dreier Belegung gibt.
Ich kann eure Bedenken gut verstehen, ich dachte auch zuerst das wird schon ähnlich wie in Südafrika ( da haben wir selten gefroren), aber als ich dann mit Mütze und Decke beim Abendessen in der Spitzkoppen Lodge saß und mir nur noch kalt war, war ich dankbar nur eine Nacht dort zu sein und nicht zu campen.
In der Regel waren die Nachttemperaturen an den anderen Zielen über 10 Grad, das ging in den Zimmern gut.
Die Unterschiede können aber eben sehr groß sein, wir hatten in der Namib milde Abende, eine Woche später hat es gefroren. Und dieses Jahr in Juli waren es in Swakopmund öfter 30 Grad tags, es können aber auch nur 15 sein. Damit muss man rechnen.
Was euch aber egal wo ihr seid bewusst sein muss, ist, dass Winterkleidung im südlichen Afrika im dortigen Winter definitiv mit muss.

Was gut möglich wäre, ist, die Namib auszulassen und in Swakopmund zu beginnen. Dort seht ihr auch die Namib mit den schönen Dünen ( eher hellgelb statt orange) und ihr spart euch Zeit und Kälte.
Von dort über das Damaraland in den Etosha und weiter in den Norden in den Caprivi. Dort ist ein ganz anderes Klima, wesentlich angenehmer auch wegen der Luftfeuchtigkeit.
Ich liebe ja die warme, trockene Luft in Afrika, aber in Namibia war die Luftfeuchtigkeit oft nur bei 8% und das macht den Schleimhäuten der Nase schwer zu schaffe. Wir hatten Meerwasserspray zum befeuchten dabei, was Gold wert war.

Viel Spaß noch bei der Planung
LG
Barbara
157 Beiträge · seit 200816. Sept. 2021 · #22
Hallo Konus,
nicht verrückt machen (lassen). Ich frag mich schon, warum überhaupt das Wort Schnee gefallen ist. Den wird man als Tourist vielleicht alle Jubeljahre mal zu sehen bekommen. Wenn überhaupt. Über Nacht gefrorenes Wasser im Wasserkessel oder am (dann nicht mehr) tropfenden Wasserhahn, das kommt in der Mitte und im Süden Namibias schon eher mal vor. Meine Frau (Lehrerin) und ich fahren seit Jahren regelmäßig u.a. im deutschen Sommer nach Namibia. Unserer Meinung nach fast die beste Reisezeit. Klar, die relativ warme Zeit von ca. 09:00 Uhr bis ca. 17:00 Uhr ist kurz. Die Entschädigung: immer blauer Himmel, keinen Regen und wenig Mücken. Neben warmer Oberbekleidung und einem schönen Lagerfeuer ist allerdings als Camper ein guter Daunenschlafsack mit das wichtigste Utensil im namibischen Winter. Und während eurer Rundreise könnt ihr euch dann auch auf den Norden Namibias freuen. Denn dort ‘spürt‘ ihr, wie schon von Babs 72 erwähnt, den Winter im Prinzip gar nicht. Viel Spaß bei euren weiteren Planungen.
Gruß Guido
796 Beiträge · seit 201516. Sept. 2021 · #23
Hallo Konus,

ich finde Juli und August sind sehr gute Monate. Tagsüber T-Shirt Wetter, nachts angenehm kühl. Wir waren bereits zweimal zu dieser Jahreszeit unterwegs und haben eine dritte Reise geplant. Es sind trockene Monate und daher sehr angenehm und auch nicht so viele Mücken.
Euer Kostenrahmen sollte locker reichen. Wir haben immer so um die 8.000,- zzgl. Flüge, für 4 Personen und ca. 3,5 Wochen, gezahlt und hatten auch die ein oder andere hübsche Lodge dabei.
Ich an deiner Stelle, würde mir Wunschziele und Strecke grob überlegen, jede Menge Reiseberichte studieren und danach einen Spezialisten mit der Buchung und Beratung beauftragen. Ob dies deine Reise teurer macht, kann ich nicht sagen, jedoch fährst du mit deiner Familie, mit einem wesentlich ruhigerem Gefühl durch Namibia. Wenn irgendein Problem auftaucht, kurzer Anruf bei deinem Agenten und dir sollte geholfen werden. Du vermeidest Planungsfehler und die Ratschläge sind unbezahlbar. Auch wird deine Reise euren finanziellen Vorstellungen angepasst. Wir hatte vor Ort meist die hübschesten Stellplätze oder die besten Zimmer. Ich schreibe dies nicht dem Zufall zu, sondern der guten Buchung meines Reisebüros.
Anbieter gibt es einige, wir haben immer Carsten Möhle von Bwana Tucke Tucke.
Ich wünsche euch noch viel Spaß beim Planen und ein tolles Familienabenteuer in Namibia. Ihr werdet den Urlaub niemals vergessen.

Gruß
Markus
Reisebericht: Familienabenteuer Namibia und Bostwana, Juli/Augus 2016 Videotagebuch: Der wilde Nord-Westen, Videotagebuch von Simon, Juni/Juli 2018 Reisebericht: "4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J. Reisebericht: Über das Kaokoveld in den Caprivi, Jul/Aug 2022
7'296 Beiträge · seit 200616. Sept. 2021 · #24
Babs72 schrieb:
Ich liebe ja die warme, trockene Luft in Afrika, aber in Namibia war die Luftfeuchtigkeit oft nur bei 8% und das macht den Schleimhäuten der Nase schwer zu schaffe. Wir hatten Meerwasserspray zum befeuchten dabei, was Gold wert war.

… das klingt ja, als wäre die Luft in Afrika generell trocken. Wenn Du in tropischen Regionen zur feuchteren Jahreszeit unterwegs bist, sieht das ganz anders aus.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
309 Beiträge · seit 200916. Sept. 2021 · #25
Hallo und guten Tag,
ich habe genau so einen Wagen mit 3 Dachzelten in Kolmanskuppe gesehen.
Imposanter Anblick!!
Liebe Grüße
Paula
170 Beiträge · seit 201716. Sept. 2021 · #27
konus schrieb:Hallo liebes Forum,
ich bin neu hier und möchte mir daher kurz vorstellen:
Wir sind eine Familie aus Dresden mit vier Kindern (50J, 48J, 7J,11J, 17J und 19J) und wollen in den Sommerferien 2022 für zwei-bis drei Wochen auf eigene Faust Namibia entdecken.
Ich bastele auch grade an einer Tour. 3 Wochen, 6 Erwachsene, Unterkunft in Gästefarmen, Lodges aber keine teuren Hotels, kein Camping. Allerdings 3 Ehepaare, also gehen die Kosten nicht zu Lasten einer einzigen Portokasse. Für uns 6 bin ich in der Kalkulation bei ca. 18-20.000€.

Mit eurem Budget sollte ein schöne Tour machbar sein.
Ihr habt Kinder dabei, seit eine Familie. Da bieten sich ja Mehrbettzimmer oder Appartements an. Hier und da vielleicht als Selbstversorger.

Mit 6 Personen braucht Ihr schon ein Auto das auch 6 Sitzplätze hat.
Den hier genannten Land-Cruiser in der Stretch-Version hatten wir schon für 6 Erwachsene und wollen den nächstes Jahr wieder ordern.
Vorteil von dem Auto: 3 Sitzreihen für bis zu 8 Personen. Jede Reihe zwei Türen also keine Kletterei. Kofferraum groß genug (Wir hatten noch eine Kühlbox geordert). Hervorragend geeignet für die guten und weniger guten Straßen in Namibia.
Nachteil vom Auto: Ein ordentliches Schiff, groß, schwer, unhandlich, nix für die Stadt und natürlich der Preis. Ich hab für unseren Termin im Februar/März noch nicht nachgefragt, gehe aber von ca. 170,00€ pro Tag aus - zuzüglich Sprit. In der von Euch geplanten Reisezeit sicher noch etwas mehr.

Ich bin eher ein Freund von mehr Übernachtungen an einem Ort als eine Hetze durchs Land, deshalb einen Denkanstoß:
Wenn Ihr Euch eine schöne Lodge/Gästefarm nicht zu weit vom Flughafen sucht (Umkreis 150km) und dort erst mal ne Woche bleibt spart Ihr richtig Geld beim Auto das Ihr in der Zeit nicht braucht.
Klar, Ihr braucht nen Transfer. Bus, Bahn oder Taxi gibts eigentlich nicht wie man es aus Europa kennt.
Aber Shutle-Services gibt es. Entweder selbst organisieren oder mit Hilfe der ersten Unterkunft.
So ein Shuttle-Service kostet für die 150km ca. 150,00€, man kann also nachrechnen wann man wie viel spart.
Wenn Ihr dann die letzte oder einige der letzten Nächte ebenfalls so legt das Ihr eher kein Auto braucht könnt Ihr auch noch 1 oder 2 Miet-Tage sparen.
Themenstarter37 Beiträge · seit 202117. Sept. 2021 · #28
Hallo hier mal eine Zwischenmeldung: Ich möchte mich bei allen für die vielen Hinweis zum Wetter und zum Auto bedanken. Beim Wetter bin wieder entspannt, mit der richtigen Ausrüstung, Jacken und Schlafsäcken würde das Camping schon möglich werden.

Da das Auto der Engpass scheint, habe ich einige Agenten und Vermieter angefragt (u.a. die Link-Liste von Christian) . Ich habe noch nicht alle Rückmeldungen, aber der überlange Geländewagen mit den drei Dachzelten scheint für den Zeitraum schon weg zu sein. Sehr sicher wäre ein Hyundai H1 Kleinbus für ca. 110€ möglich (über sunny-Cars), wenn nur feste Unterkünfte angefahren werden. Toyota Quantum soll so 150-170 € kosten, wenn er verfügbar ist. Der Mercedes Sprinter für 9 Pers mit Schlechtwegefahrwerk (aber kein4x4) von PackTransport ist mit Fahrer kalkuliert und kostet N$ 5 300.-/310€ - ohne Fahrer wird es nicht preiswerter.
Dann gibt es noch einige Anbieter die 4x4 Safari Fahrzeuge haben mit 7-9 Sitze. Die Preisspanne reicht von N$2240/ 130€ bis 180€

Aktuell hat mir ein Agent angeboten, dass er uns eine Standard-Beispielreise auf Basis von Festen Unterkünften kalkuliert, damit wir ein Gefühl bekommen. Wenn das ins Budget passt, dass werden wir das so machen. Wenn nicht, wird gecampt. 😁 und ggf. noch mal durchgerechnet, was zwei Wochen fahren und Woche stationär bringt, wie es Handkäs vorgeschlagen hat (Danke!) oder ob wir auf zwei Wochen reduzieren müssen.
Fazit: die Chancen steigen, dass es etwas wird!!
zuletzt bearbeitet 17. Sept. 2021
1'567 Beiträge · seit 201517. Sept. 2021 · #29
BikeAfrica schrieb:
Babs72 schrieb:
Ich liebe ja die warme, trockene Luft in Afrika, aber in Namibia war die Luftfeuchtigkeit oft nur bei 8% und das macht den Schleimhäuten der Nase schwer zu schaffe. Wir hatten Meerwasserspray zum befeuchten dabei, was Gold wert war.

… das klingt ja, als wäre die Luft in Afrika generell trocken. Wenn Du in tropischen Regionen zur feuchteren Jahreszeit unterwegs bist, sieht das ganz anders aus.

Gruß
Wolfgang
Moin,

was gegen trockene Nasen würde ich auch unbedingt mitnehmen... Wir benutzen in den ersten Tagen immer ein Nasen-ÖL. Coldastop mit Orangenduft ist super für die ganze Familie. 🙂
Ansonsten sind wir ferienbedingt auch immer im Südwinter unterwegs. Unsere Jungs sind die Nordsee gewöhnt, da machen ihnen die kühlen Pooltemperaturen nichts aus.

Gruß
Bianca
Standardtour mit Zwillingen: https://namibia-forum.ch/forum/11-diverses/289993-nda-pandula-danke-fuer-16-tage-familienabenteuer.html Caprivi mit Zwillingen: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/293122-familienabenteuer-im-caprivi.html Süden und KTP mit Zwillingen: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/296005-familienabenteuer-in-den-sueden-und-den-ktp.html
158 Beiträge · seit 202018. Sept. 2021 · #30
Hallo Konus,
wir waren auch schon im Familienverband unterwegs. Unser Anbieter, mit dem wir immer reisen, konnte uns auch oft Familienzimmer für 4 Personen anbieten. In Swakopmund sogar für 6. Wenn dein Agent die raussucht, sollte es mit dem Budget zumindest für zweieinhalb Wochen reichen.
Gruß, Christine
Themenstarter37 Beiträge · seit 202120. Sept. 2021 · #31
Hallo, ich möchte mich nochmal für die ganzen guten Ratschläge und Hinweise bedanken!

Ich habe (mit Unterstützung eines freundlichen Reiseagenten) eine Ersttäter-nahe-Route mit preiswerten, festen Unterkünften durchgerechnet. Da sind wir bei knapp 6000€ für die sechs Personen für 20 Tage rausgekommen. Dazu ein großes Auto 2400€, Sprit 300€, der Flug 5600€, Nationalparkeintritte 500€, Lebensmittel oder Restaurant 600-1500€, ein paar Aktivitäten und Ganztagesauflüge 900-1500€
Endergebnis 16.000-19.000€ und damit deutlich über unserem Budget von 15.000€.

Man könnte jetzt auf Camping umstellen oder auf zwei Wochen verkürzen. Oder zwei Reisewochen und eine Woche an einem Standort. Oder Augen zu und durch 😈

Wir haben im Familienrat beschlossen, dass wir alternativ eine kürzere Reise über Ostern auf ihre Machbarkeit prüfen werden. Klar, das wird eine andere Art von Reise. Vorher müssen einige Hürden beseitigt werden und falls das gelingt, werde ich mich hier wieder melden, um mit Hilfe des geballten Wissens hier im Forum etwas Gutes aus der Zeit zu machen. 😛
2'240 Beiträge · seit 201120. Sept. 2021 · #32
konus schrieb:

Endergebnis 16.000-19.000€ und damit deutlich über unserem Budget von 15.000€.
Man könnte jetzt auf Camping umstellen oder auf zwei Wochen verkürzen. Oder zwei Reisewochen und eine Woche an einem Standort. Oder Augen zu und durch 😈
😛
Hallo,
die Flüge schlagen halt schon mit 1/3 der Kosten zu Buche. Mich erstaunt obiges Rechenresultat nicht - aber ob sich das dann wirklich (für Euch) lohnt mit weniger Tage, andere Jahreszeit, kürzere Route müsst ja schlussendlich ihr entscheiden.
Habt Ihr Euch alternativ mal die Route Kapstadt - Windhoek inkl. Gabelflug angeschaut?
Da braucht es keinen 4x4 - könnt locker 4-5 Tage in Kapstadt u. Umgebung verbringen und dann Richtung Norden fahren. Tierparks wie KTP u. die Dünen von Sossusvlei lassen sich auch perfekt in diesen Plan einbauen.
Gruss M. 🙂
Nächste Reiseziele: ab Mai 2025:Zentralasien https://www.polarsteps.com/marimariontour https://www.instagram.com/marimari_on_tour/
zuletzt bearbeitet 20. Sept. 2021
4 Beiträge · seit 202122. Sept. 2021 · #33
Hallo Konus,

ich habe gerade deinen Thread gelesen, das erinnert mich stark an die Gedanken die wir uns dieses Jahr vor unserer Namibia Reise gemacht haben. Wir waren Ende August / Anfang September zu fünft (Eltern plus drei Teenager (14, 16, 18) ) für drei Wochen als Selbstfahrer unterwegs.
Zum Auto: wir hatten einen dieser überlangen Toyota Landcruiser von Africa on Wheels (den mit drei Sitzreihen, ist schon in einem anderen Beitrag verlinkt worden). Hintergrund war einfach dass ich keinen Streit auf den hinteren Sitzreihen wollte. Man sitz doch sehr viel im Auto und wenn dann einer in der Mitte sitzt und nichts sieht gibt es auf Dauer Stress. Klar, der Wagen ist teuer, unhandlich in der Stadt und verbraucht viel Sprit, die Investition hat sich aber auf jeden Fall gelohnt, wir hatten immer genug Platz (auch fürs Gepäck) und die Fahrten waren sehr entspannt.
Unterkünfte: wir waren in Lodges, im Regelfall in Familienzimmern oder in zwei nebeneinander liegenden 3 Bett Zimmern. War kein Thema, gab es überall.
Zum Termin: Ja, morgens war es kalt, teilweise nur knapp über 0, aber wärmere Klamotten sollte man eh mitnehmen. Und spätestens ab neun, halb zehn ist das Thema durch. Der Termin in unseren Sommerferien, namibischen Winter hat aber einen anderen Vorteil, es gibt praktisch keine Moskitos. Das entspannt das Thema Malaria Prophylaxe im Caprivi deutlich.
Zum Budget: wir lagen in einer ähnlichen Größenordnung wie du geschätzt hast und das ist eine Menge Geld. Ich bin aber froh das Geld ausgegeben zu haben. Das war der beste Urlaub den wir als Familie jemals gemacht haben und ich bin der Meinung lieber einmal richtig (also drei Wochen fahren, mit entsprechendem Auto und Unterkünften), als sich hinterher ärgern weil irgendwo ein Kompromiss zuviel gemacht wurde. So einen Urlaub machst du als Familie ja nicht jedes Jahr.
Viele Grüße
Christian
Themenstarter37 Beiträge · seit 202122. Sept. 2021 · #34
KrischanS schrieb:...wir hatten einen dieser überlangen Toyota Landcruiser von Africa on Wheels (den mit drei Sitzreihen, ist schon in einem anderen Beitrag verlinkt worden) ... wir hatten immer genug Platz (auch fürs Gepäck) ...
Danke für deine Erfahrungen! Der überlange Toyota scheint zumindest im Sommer ausgebucht zu sein.
Hattest du dein Eindruck, dass man mit dem Auto auch mit sechs Personen und kompletter Campingausrüstung unterwegs hätte sein können?

Es gibt aber noch andere "Safari"-Autos. Die sehen zwar aus wie eine fahrende Touristen-Schrankwand, aber ich muss keinen Styling-Wettbewerb gewinnen. 😛

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Auch hier stelle ich mir die Frage. Sechs Personen nur mit Lodge Gepäck oder würde auch zusätzlich für Camping ein Kühlschrank, Wasservorrat, Bodenzelte, Kochzeug usw. reinpassen? Gern auch Tische und Stühle...
zuletzt bearbeitet 22. Sept. 2021
4 Beiträge · seit 202122. Sept. 2021 · #35
Wir hatten uns noch eine große Kühlbox gemietet, die hat im Kofferraum sehr viel Platz weggenommen (und war letztendlich überflüssig). Trotzdem haben wir unser Gepäck locker untergebracht. Ich würde denken, dass auch genügend Stauraum für das Gepäck von sechs Personen inklusive Schlafsäcke usw. vorhanden ist. Ich würde einfach mal nachfragen was bei der Standard Campingausrüstung dabei ist und wo die das unterbringen (ich habe keine Ahnung was alles auf dem Dach untergebracht wird,).
Themenstarter37 Beiträge · seit 202111. März 2022 · #36
Hallo, ich wollte euch noch erzählen, wie unsere Entscheidungsfindung ausgegangen ist. Von der Priorität war es so, dass wir auf jeden Fall unseren Sohn besuchen wollten, der aktuell bis Ende August ein Freiwilligenjahr im Waisenhaus von Omaruru leistet. Namibia erleben kam onTop, soweit es eben zeitlich und vor allem finanziell stemmbar war.

Wir haben nun einen Flug über die Osterferien gebucht. Mit Hilfe von Volker von MagicVibes haben wir dann einen kurze Route geplant, von dort bekommen wir auch das für unsere Familiengröße passende Auto. 🙂

Do 14.04. 1N Monte Christo Farm SC Gästehaus
Fr 15.04. 2N Etosha Okaukuejo Rest Camp
So 17.04. 2N House In The Rocks
Di 19.04. 2N Madisa Camp
Do 21.04. 3N Kashana, Omaruru - Besuch im Childrens Heaven

Bei den Kosten für Flug, Auto und Unterkünfte sind wir aktuell für die 10 Tage unter 10k€ und haben damit noch Reserven für die noch ausstehenden Ausgaben. Sicher, vom Kostenverhältnis des Fluges zur Reisedauer ist das gar nicht optimal, aber für uns war es wichtig, dass wir im Budget bleiben.

Danke noch einmal für Eure Unterstützung!
Themenstarter37 Beiträge · seit 202106. Juni 2022 · #37
Nach unserer Reise hier noch ein kurzer Erfahrungsbericht:

Flug:
wir sind mit Discover über Frankfurt geflogen. Die Wartezeit in Frankfurt konnten wir auf der Freiluftterasse Open Air Deck verbringen. Tipp bei gutem Wetter!
Über die mangelhafte Erreichbarkeit und ungenügende Beratungsqualitität der Hotlines von Discover und Lufthansa habe ich schon an anderer Stelle geschrieben.

Organisation
Wir hatten Auto und Unterkünfte über Magic Vibes gebucht. Volker und Ute können wir für die Unterstützung von Planung und Buchung uneingeschränkt weiter empfehlen.!

Auto
Wir haben für unsere sechsköpfige Familie ein Tourauto von MagicVibes bekommen. Es war der Landrover namens "Grobi", ein 9 Sitzer. Nach Ausbau der hinteren Sitzreihe hatten wir ausreichend Platz für Tiefkühltruhe und Reisegepäck. Ein weiterer (Getränke-)kühlschrank war zwischen Fahrer und Beifahrer und im Kofferraum hatten wir Lebensmittel, Holz, Wasser, Kocher, Grillrost und eine umfangreichen Werkzeugausrüstung incl. Kühlwasserschläuchen, Schlauschellen, Kompressorset, Schaufel usw. Zwei Reserveräder, zwei Ersatzkanister waren auch dabei und im Etosha hat meine Familie das Hubdach genossen. Klimaanlage oder Radio gab es übrigens nicht und als Reisegeschwindigkeit haben wir es überwiegend bei 100km/h belassen.

Allrad und Untersetzung haben wir genau einmal, bei der Ausfahrt von Madisa Camp wirklich "gebraucht". Bei ein paar weiteren, recht kurzen Strecken war Allrad gut, es wäre aber vielleicht auch ohne gegangen. Die überwiegende Strecke waren wir 2wd unterwegs.

Route
Aufgrund der knappen Reisezeit hatten wir recht lange Etappen zwischen den einzelnen Unterkünften mit reinen Fahrzeiten zwischen 4 und 5 Stunden. Das war für unsere Verhältnisse (Kinder, Straßenqualität, Klima usw.) schon recht anstrengend. Es war gut, dass wir immer wieder Pausentage hatten. In Zukunft würden wir noch kürzere Etappen planen.

Wir hatten im Damaraland eine Reifenpanne in der brütenden Mittagshitze. Grund war vermutlich eine (trockene) Flussbettdurchfahrt mit zu hoher Geschwindigkeit über Grobschotter. Sicher hätten wir den Reifen auch selbst gewechselt bekommen, aber wir haben uns dann doch bei der Bedienung des High-Lifts helfen lassen, um kein Risiko einzugehen (ich war mir nicht ganz sicher, wie es wieder runter geht). Die LKW Besatzung (vermutlich Angestellte einer Lodge in der Nähe) waren sehr nett und schnell und haben sich riesig über das gekühlte Bier gefreut, welches wir noch schnell aus dem Kühlschrank gezogen haben, als sie schon fast wieder im LKW saßen.
Den Reifen haben wir dann in der Autowerkstatt in Omaruru bei Caspers reparieren lassen, er ist auch ein Mitglied der dortigen deutschen Gemeinde.

Auf dem Rückweg von Omaruru zum Flughafen sind wir durch Erindi gefahren, haben aber außer ein paar Giraffen von der Straße aus nichts weiter gesehen.

Etosha
Wir hatten zwei Übernachtungen in Okaukuejo. Die teils negativen Kritiken an der Unterkunft konnten wir nicht bestätigen. Für uns hat alles gepasst, wenn auch das Frühstück nur "in Ordnung" war.
Hinweis für alle die es Eilig haben: Schon auf der Hinreise kurz nach Windhoek haben wir auf der Autobahn eine Geschwindigkeitskontrolle mit Lasermessgerät gesehen. In Etosha wurden die 60km/h dann auf der Asphaltstraße zwischen Gate und Okaukuejo auch mittels Laser kontrolliert. Der Fahrer, der uns kurz vorher noch sehr zügig überholt hatte, hatte dann vermutlich einiges zu erklären...

Auf der Schotterpiste beim Gamedrive ist uns unvermittelt ein Nashorn aus dem Busch direkt vor den Kühler gesprungen. Wären wir mit mehr als 60km/h unterwegs gewesen, wäre das definitiv für das Auto und ggf. auch für das Nashorn schlecht ausgegangen.

Da es im Vorfeld viel geregnet hatte und alles noch sehr grün war, haben wir außer Nashörnern nur unzählige Antilopen, Giraffen, Zebras gesehen, aber leider keine Löwen. Den Elephant am Wasserloch am Abend habe ich verschlafen 🙂

Unterkünfte
Do 14.04. 1N Monte Christo Farm SC Gästehaus - für Durchreise OK, mehr aber auch nicht.
Fr 15.04. 2N Etosha Okaukuejo Rest Camp - hat uns gut gefallen
So 17.04. 2N House In The Rocks - sehr individuell und besonders
Di 19.04. 2N Madisa Camp - hier hat es uns allen am Besten gefallen. Eine absolute Traumlokation! Hier hat alles gepasst.
Do 21.04. 3N Kashana, Omaruru - eine gehobene und dabei recht preiswerte Unterkunft

Omaruru Kinderheim
Unser Sohn arbeitet zur Zeit als Freiwilliger im Haven. Das ist eins der ganz wenigen Kinderheime in Namibia und wird zum überwiegenden Teil durch Spenden finanziert.
Wir hatten einiges an Geschenken im Gepäck: z.B. zwei Schaukeln, Springseile, Gummitwist, Verkehrskegel und einige warme Jacken für den Winter.
Wir haben mit den Kindern als Weekend-Activity T-Shirts gebatikt und an der Study-time (Hausaufgabenzeit) teilgenommen.
Für uns der beeindruckendste Teil unserer Reise! Wer in der Gegend ist, dem können wir einen Besuch nur empfehlen, man freut sich dort immer über Besuch! Einfach bei Sonja anmelden - sie spricht deutsch.

Kosten für 6 Personen und 10 Tage
Dank der guten Planung durch Volker und Ute sind wir fast mit unserem Wunschbudget ausgekommen.
Auto und alle Unterkünfte, teilweise mit Frühstück und/oder Abendbrot: 4100€
Diesel, Eintritte, Getränke, Cafe und Lebensmitteleinkäufe: 1600€
Dazu kam noch der Flug.

Fazit
Das war DIE Familienreise unseres Lebens! Wir hatten in der kurzen Zeit so viele Eindrücke und Erlebnisse, dass wir es noch eine Woche nach der Rückkehr in Deutschland kaum fassen konnten. Wir sind nun vom Namibia Virus infiziert!
Der Abschied im Kinderheim fiel uns allen extrem schwer und wir denken nun darüber nach, wie und wann wir doch noch mal nach Namibia kommen können.

Vielen Dank an alle fleißigen und unermüdlichen Forumsschreiber, ihr habt uns sehr geholfen!
zuletzt bearbeitet 06. Juni 2022
Themenstarter37 Beiträge · seit 202106. Juni 2022 · #38
Hier noch ein paar Bilder von unserer Familienkutsche
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zuletzt bearbeitet 06. Juni 2022
Themenstarter37 Beiträge · seit 202106. Juni 2022 · #39
Und ein paar Bilder vom Kinderheim:

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Anstehen an der neuen Schaukel

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Fußball verbindet - unser kleiner Sohn hat sofort Freunde gefunden

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Die neuen Springseile werden getestet

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Das Ergebnis der Batik-Aktion

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Der Bus mit dem die Kinder zur Schule fahren und mit dem eingekauft wird.

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Mit dieser Waschmaschine (die Schleuder ist leider kaputt) wird die Wäsche von 35 Kindern gewaschen

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Der vordere Innenhof

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Das Mittagessen
zuletzt bearbeitet 06. Juni 2022
Themenstarter37 Beiträge · seit 202106. Juni 2022 · #40
In dem Kinderheim Omaruru Childrens Haven leben aktuell ca. 35 Kinder. Neben Vollwaisen und Straßenkindern, sind dies auch Kinder aus gerichtlich angeordneter In-Obhut-Name aufgrund von häuslicher Gewalt oder Vernachlässigung.

Durch die Freiwilligen wird neben der Freizeitgestaltung vor allem die Hausaufgabenbetreuung abgedeckt. Das Schulsystem von Namibia ist an einigen Stellen "nicht optimal" und eine gute Bildung ist für die Kinder eine wichtige Voraussetzung, um eines Tages selbstständig leben zu können.

Das Kinderheim ist auf Spenden angewiesen, da die staatliche Unterstützung die anfallenden Kosten bei weitem nicht deckt. Durch den Ukraine-Krieg und die Verschlechterung des Umtauschkurses zum Euro kommen aktuell weniger Geldspenden. Gleichzeitig ist auch Namibia von der aktuellen Verteuerung der Kraftstoff- und Lebensmittelpreise betroffen.

Wer die Arbeit des Kinderheim dauherhaft unterstützen möchte, kann dies über eine Patenschaft machen. Auch wir haben jetzt ein Patenkind. 😄

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zuletzt bearbeitet 06. Juni 2022