THEMA: Sicherheit in Südafrika
27 Nov 2022 11:55 #656313
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  • Schneewie am 27 Nov 2022 11:55
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Gruß Gabriele (Reisebericht 1. Namibia Reise 2022 / Süden) www.stenders-reisen....22/Namibia_2022.html
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27 Nov 2022 12:49 #656314
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GinaChris schrieb:
mMn ist die einzige sichere Möglichkeit, ab JNB weiterzufliegen und den Mietwagen erst in der Gegend Nelspruit zu übernhemen.

Gruß Gina

Hallo Gina,
schätzt du die Lage wirklich schon so ernst ein?
Soll man das Land und seine Bewohner wirklich schon so weit als möglich meiden und nur noch
zu den Touri-Höhepunkten fliegen?
Verschärfen wir Touries dadurch nicht noch die anscheinend präkere Lage des Landes indem wir
Geld nur noch da hin tragen wo mE sowieso das Meiste landet?
Nicht falsch verstehen, ich will hier niemand auffordern sich in Gefahr zu begeben, jedoch glaube ich,
daß man dieses wundervolle einzigartige Land mit Vorsicht und Achtsamkeit( die ja immer schon angebracht waren)
bereisen sollte. Und damit meine ich das ganze Land!
Liebe Grüsse
Silvio
(Der im Februar nach 5 Jahren endlich wieder in den Kruger fährt und vorher eine Nacht in Witbank
und natürlich 3 Nächte in Graskop sein wird und sich immernoch wie Bolle darauf freut. :silly: :silly:)
Letzte Änderung: 27 Nov 2022 12:52 von Graskop.
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27 Nov 2022 13:27 #656315
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Hi Silvio,

in meinen Augen ist es wirklich sehr schwer jemanden den man nicht kennt, von dem man nur weiß er war schon in x und y als Selbstfahrer unterwegs, verantwortungsvoll Tipps oder Ratschläge zu geben.
Jeder hat ein anderes Sicherheitsempfinden. Für die einen ist ein harmloser Protest am Straßenrand schon Stress pur,
für andere wieder ist das was ich hier poste, maßlos übertriebene Angstmacherei.
Ich selbst bereise Südafrika seit 28 Jahren als Selbstfahrer und habe auch eine Weile dort gelebt.
Tatsächlich aber, und das spiegeln nicht nur die unlängst veröffentlchen Zahlen wider,
hat sich die Sicherheitslage im Land bestimmt nicht zum Positiven entwickelt.
Abgesehen von der gestiegenen Chance überfallen, beraubt, entführt, oder im schlimmsten Fall getötet zu werden,
hat sich auch das Verhalten der Autofahrer in meinen Augen stark verändert;
allein heute gab es bisher auf der N4 unzählige Unfälle, davon für 6 Personen mit tödlichem Ausgang.
Auch wir werden im Jänner wieder als Selbstfahrer im Land unterwegs sein;
und wir werden diese Tour aufmerksamer angehen als jede vorherige, werden uns, soweit das irgendwie möglich ist,
jeweils vor Abfahrt so gut wie möglich über die Lage informieren.
Leicht ist das nicht, und tatsächlich schon vom unbeschwerten Urlaubsfeeling entfernt,
aber da ist und bleibt die Liebe zu diesem Land...
Für mich persönlich wäre dann Schluss mit Südafrika, wenn aus Vorsicht Angst wird.

Gruß Gina
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27 Nov 2022 19:13 #656337
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Ein paar Gedanken, also keine Gegenargumente, also bitte keine Diskussion darüber.

Wenn man etwas nach Jahrzehnten rückschauend bewertet*) und vergleicht, sollte man auch berücksichtigen, dass nicht nur das Vergleichsobjekt 30, 40 oder 50 Jahre älter ist, sondern man selber auch. Und gerade bei der Risikoeinschätzung und –bereitschaft spielt das doch ein Rolle bzw. nicht nur die „objektiven Fakten“ der Risikolage. Die Militärstrategen wissen schon, warum sie beim Sturmangriff nur Junge als Kanonenfutter vorschicken.

Auch haben sich Informationsmenge und -zugang über die Jahrzehnte stark verändert. Diese Informationsflut ist ohne seriöse Landeserfahrung kaum interpretierbar. Was ist Hype, was hat Substanz? Einige Erfahrene hier geben Orientierungshilfe, aber entscheiden muss jeder selbst.

Wenn man etwas unbedingt will, ist man bereit, widrige Begleitumstände bis zum Lustgewinn in Kauf zu nehmen oder zu ignorieren. Ab dem xxten Lusterlebnis kann aber auch die Luft (und Kraft) aus der Leidenschaft entweichen und widrige Begleitumstände werden immer stärker wahrgenommen und kriegen einen Stellenwert, den sie anfangs nicht hatten. Vielleicht haben sich diese verändert, vielleicht aber man sich selber auch. Und irgendwann kommt dann (bei Manchen, also nicht Allen!!) die Frage, ob es das wirklich wert ist, weil es doch auch noch Anderes gibt. Manche (also nicht Alle) werden diese Abwendung mit den verschlechterten Rahmenbedingungen begründen und nicht durch, durchaus menschlich, nachlassendes Interesse. Letztlich ist es eine rein persönliche Entscheidung und man muss sie auch nicht begründen. Alles ist zu akzeptieren.

Langer Rede kurzer Sinn: Wenn man nicht mehr nach RSA (oder sonst wohin) will, kann das auch ein Bisschen mit den Veränderungen zusammenhängen, die man selber erfahren hat. Es muss nicht alles dem Zielland umgehängt werden.

*) Die „Sicherheitslage“ in den 1990ern und für ein paar Jahre danach war mE, zumindest in bestimmten Gebieten, viel schlechter als jetzt. Politische Gegner (also nicht nur die Taxler) haben regelrechten Krieg geführt und alle Mafien der Welt haben sofort das bevor- und anstehende Macht- und Kontrollvakuum ausgenützt und gefüllt. Geldtransporte wurden mit Hubschraubern und Bazookas auf öffentlichen Straßen angegriffen, usw… Es gab regionale Unterschiede und ob man Weiß oder Schwarz ist. Als Besucher mit Kontakten vor Ort wurde man mit Warnungen zugeschüttet bis zur Sättigung und war nach einer Woche paranoid. Ob es sich vielleicht gerade wieder dorthin entwickelt traue ich mich (noch) nicht zu beurteilen, aber die Tendenz ist sicher negativ
Letzte Änderung: 27 Nov 2022 19:29 von tacitus.
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tacitus schrieb:
Ein paar Gedanken, also keine Gegenargumente, also bitte keine Diskussion darüber.

Wenn man etwas nach Jahrzehnten rückschauend bewertet*) und vergleicht, sollte man auch berücksichtigen, dass nicht nur das Vergleichsobjekt 30, 40 oder 50 Jahre älter ist, sondern man selber auch. Und gerade bei der Risikoeinschätzung und –bereitschaft spielt das doch ein Rolle bzw. nicht nur die „objektiven Fakten“ der Risikolage. Die Militärstrategen wissen schon, warum sie beim Sturmangriff nur Junge als Kanonenfutter vorschicken.

Auch haben sich Informationsmenge und -zugang über die Jahrzehnte stark verändert. Diese Informationsflut ist ohne seriöse Landeserfahrung kaum interpretierbar. Was ist Hype, was hat Substanz? Einige Erfahrene hier geben Orientierungshilfe, aber entscheiden muss jeder selbst.

Wenn man etwas unbedingt will, ist man bereit, widrige Begleitumstände bis zum Lustgewinn in Kauf zu nehmen oder zu ignorieren. Ab dem xxten Lusterlebnis kann aber auch die Luft (und Kraft) aus der Leidenschaft entweichen und widrige Begleitumstände werden immer stärker wahrgenommen und kriegen einen Stellenwert, den sie anfangs nicht hatten. Vielleicht haben sich diese verändert, vielleicht aber man sich selber auch. Und irgendwann kommt dann (bei Manchen, also nicht Allen!!) die Frage, ob es das wirklich wert ist, weil es doch auch noch Anderes gibt. Manche (also nicht Alle) werden diese Abwendung mit den verschlechterten Rahmenbedingungen begründen und nicht durch, durchaus menschlich, nachlassendes Interesse. Letztlich ist es eine rein persönliche Entscheidung und man muss sie auch nicht begründen. Alles ist zu akzeptieren.

Langer Rede kurzer Sinn: Wenn man nicht mehr nach RSA (oder sonst wohin) will, kann das auch ein Bisschen mit den Veränderungen zusammenhängen, die man selber erfahren hat. Es muss nicht alles dem Zielland umgehängt werden.

*) Die „Sicherheitslage“ in den 1990ern und für ein paar Jahre danach war mE, zumindest in bestimmten Gebieten, viel schlechter als jetzt. Politische Gegner (also nicht nur die Taxler) haben regelrechten Krieg geführt und alle Mafien der Welt haben sofort das bevor- und anstehende Macht- und Kontrollvakuum ausgenützt und gefüllt. Geldtransporte wurden mit Hubschraubern und Bazookas auf öffentlichen Straßen angegriffen, usw… Es gab regionale Unterschiede und ob man Weiß oder Schwarz ist. Als Besucher mit Kontakten vor Ort wurde man mit Warnungen zugeschüttet bis zur Sättigung und war nach einer Woche paranoid. Ob es sich vielleicht gerade wieder dorthin entwickelt traue ich mich (noch) nicht zu beurteilen, aber die Tendenz ist sicher negativ
Leider kann man nicht zweimal den Danke Button drücken.
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