THEMA: Kinder und Katzen im Kruger
13 Nov 2016 21:02 #451927
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15.10.2106

Nach einer ruhigen Nacht fahre ich mal wieder allen zur Gateöffnung um 5.30 Uhr aus dem Rastlager. Heute ist sind einmal keine Wolken am Himmel - in dieser Woche die absolute Ausnahme.
Ich entscheide mich für die Teerstraße am Sabie und beobachte als erstes einen Klaffschnabel, wie er die aufgehende Sonne begrüßt.



Etwas weiter kann ich im dichten Busch ein Spitzmaulnashorn ausmachen, das sich langsam auf die Straße zubewegt. Ich bin ganz aufgeregt - im Kruger haben wir bisher noch nie ein Spitzmaulnashorn angetroffen.
Leider kommt die Straße alsbald eine laut dröhnende Baumaschine entlanggefahren. Beim Schalten röhrt deren Motor einmal laut auf und das Spitzmaulnashorn macht blitzschnell kehrt und verschwindet auf Nimmerwiedersehen im dichten Busch. Das war wirklich schade und so muss ich mich mit folgendem Beweisfoto zufrieden geben.



Ich mache bald kehrt und fahre ein wenig gen Norden zur Brücke über den Sand. Hier mache ich eine kleine Pause und beobachte Flusspferde, Krokodile und eine große Marabuversammlung.







Zum Frühstück bin ich zurück in Skukuza. Bevor ich zur Hütte zurückfahre, mache ich einen kurzen Stopp am Sightingsboard. Gerade bestückt ein Tourguide den aktuellen Tag mit ersten Makern und wieder wurden - wie bereits gestern - am Transport Dam Wilddogs gesichtet. Ich spreche den Mann an und er erzählt mir freundlich von einem großen Rudel, das er mit seinem Nachwuchs beobachten konnte.
Also auf ein Neues! Zurück in der Hütte packen wir schnell zusammen, um unterwegs zu frühstücken. Die Chance auf Wildhunde wollen wir nutzen. Mal sehen, ob es heute klappen wird...
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14 Nov 2016 22:13 #452137
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Fortsetzung

Wir fahren ohne Umwege in Richtung Transport Dam. Der Weg führt durch völlig ausgetrockneten Busch. Entsprechend gering ist das Tieraufkommen in der Gegend.
In diese Richtung fahren zum Glück nicht so viele Leute, die meisten bleiben in der Nähe des Sabie-Ufers und so halten wir, als wir nur noch wenige Kilometer vom Transport Dam entfernt sind, angestrengt Ausschau nach möglichen Wildhunden irgendwo im tiefen Busch, weil wir hier nicht mit einem Sightingstau rechnen müssen.
Kurz vor der Abzweigung zum Damm stehen dann doch zwei Fahrzeuge an der Straße und wir brauchen nicht lange, um zu sehen, was die Insassen der Wagen beobachten: Nah an der Straße dösen eine Handvoll Wildhundwelpen! Etwas tiefer im Busch rastet der Rest des Rudels. Wir sind überglücklich! Wildhunde zu sehen gehört für uns zu den absoluten Höhepunkten einer Safari.
Immer wieder stehen die unheimlich niedlichen Welpen auf und trotten ein wenig herum. Auch die adulten Tiere streifen immer wieder von einem Fleck zum anderen, gähnen, strecken sich... Insgesamt ist man im Rudel derzeit aber eher träge. Lange bleiben wir bei diesen fantastischen Tieren und genießen diese wunderbare Sichtung in vollen Zügen.













Schweren Herzens lösen wir uns irgendwann von dem Rudel und fahren zurück in Richtung Skukuza. Unterwegs begegnet uns der erste Hornrabe dieser Reise und auch der erste Klippspringer setzt sich in Szene.





Bevor wir ins Rastlager zurückkehren, fahren wir noch ein wenig am Sabie entlang. Neben Nyalas und Buschböcken können wir tief im Ufergebüsch einmal mehr eine Löwin entdecken. Für schöne Fotos hat sie aber zu viel Gestrüpp vor dem Gesicht.

Ganz glücklich fahren wir ins Camp zurück und machen dort eine ausgedehnte Mittagsrast. Da es heute fast 40 Grad heiß ist, nutzen vor allem die Kinder auch ausgiebig den Pool in direkter Nähe unserer Hütte. So schön haben wir in Skukuza wirklich noch nicht gewohnt. Hiermit empfehlen wir Chalet Nr. 51.
Erst um 15 Uhr brechen wir erneut zu einem Gamedrive auf. Wir wollen noch einmal zum Transport Dam fahren und schauen, ob das Wildhundrudel noch vor Ort ist. Wir sind gespannt...
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14 Nov 2016 23:16 #452147
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Fortsetzung:

Tatsächlich ist das Rudel auch am Nachmittag noch an Ort und Stelle. Jedenfalls zum Teil: Als wir ankommen, sind nur die Welpen zu sehen, von den erwachsenen Rudelmitgliedern fehlt jede Spur. Die Kleinen zeigen sich noch immer sehr schläfrig und so fahren wir nach kurzer Zeit erst einmal zum Damm. Vielleicht ist der Rest des Rudels dort? Aber am Wasser lassen sich keine Wildhunde entdecken. Dafür sehen wir einige Impalas, Zebras, Krokodile, Flusspferde und einen Wollhalsstorch.
Nach dem Stopp am Wasser fahren wir zurück zu den jungen Wildhunden und verbringen dort einige Zeit. Bis auf einmal Leben in die Welpen kommt. Sie spähen aufmerksam in den Busch und auf einmal stürmt der Rest des Rudels auf den Nachwuchs zu. Unter großem Hallo und vielstimmigen Fiepen begrüßen sich die Rudelmitglieder und jagen sich spielerisch durch den Busch. Wir beobachten ganz begeistert diese Interarktion. Dann würgt einer der Hunde Nahrung für die Kleinen aus und die Welpen stürzen sich begeistert auf ihr Futter. Wir können kaum glauben, das alles aus so großer Nähe beobachten zu können. Auch unsere Töchter beobachten ganz fasziniert.
Bald kehrt wieder Ruhe ins Rudel ein. Die adulten Tiere ziehen sich zurück und die kleinen verstecken sich unter einer Wurzel. Doch alsbald siegt ihr Übermut. Sie jagen Blätter und spielen mit den Schwänzen ihrer Geschwister. So süß!
Wir bleiben den ganzen Nachmittag bei den Wildhunden und fahren erst zu Toresschluss ohne Umweg nach Skukza zurück. Erschöpft und ganz seelig von den Eindrücken dieses Wildhundtages gehen wir bald ins Bett, nachdem wir uns vom Take-Away des Camps mit Essen versorgt haben, was nicht wirklich zu empfehlen ist.













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Vielen lieben Dank für DIESE Bilder. Mein Gott was sind die süüüüüüß. Wildhunde.... was habt ihr ein Glück. Die Sichtungsfee sitzt tatsächlich auf der Rückbank :-)

Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft.
3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016:
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15 Nov 2016 14:04 #452228
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Hallo Sasa,
über die Wildhunde haben wir uns auch unglaublich gefreut und dass dann noch Welpen dabei waren - einfach nur toll. Schön war auch, dass auf der Strecke nach Pretoriuskop kein großes Verkehrsaufkommen war, so mussten wir die Hunde nie mit mehr als fünf anderen Autos teilen und konnten ganz lange entspannt ausharren. Das wäre am Sabie-Ufer so sicher nicht möglich gewesen.
Es freut mich jedenfalls, dass dir die Bilder gefallen. Und einiges kommt ja auch noch - wir sind derzeit erst bei der Hälfte der Tage angekommen.
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16.10.2016

Heute verlassen wir Skukuza und fahren zurück nach Crocodile Bridge, wo wir die nächsten zwei Nächte verbringen werden.
Durch das abseits gelegene und für SAN-Parcs Verhältnisse wirklich hochwertig ausgestattete Chalet, seine unmittelbare Nähe zum wenig besuchten Pool und dem kurzen Weg zum Fluss hat uns unser Aufenthalt im rummeligen Skukuza sehr gut gefallen.
Bevor wir Skukuza endgültig verlassen, mache erst ich und dann meine Frau eine kleine Soloausfahrt. Der Daheimbleibende spielt mit den Kindern auf dem netten Spielplatz des Camps, frühstückt gemütlich mit den Kleinen und packt unsere sieben Sachen.

Ich wähle einmal mehr die Teerstraße am Sabie-Ufer. Lange lässt sich wenig sehen. Aber kurz vor der Brücke über den Fluss entdecke ich unweit der Straße zwei junge Löwenkater, die sich bald auf die Straße begeben und ihr in Richtung Skukuza folgen. Da aktuell nur wenig Verkehr ist, kann ich den beiden bequem ein wenig folgen. Als sich dann naturgemäß zu viele Autos ansammeln, verlasse ich die Jungs und fahre zurück in Richtung Camp.







Nach wenigen Kilometern und einer Giraffensichtung höre ich durch das offene Autofenster Löwengebrüll. Die Insassen eines anderen Wagens machen mich auf einen Löwen aufmerksam, der wohl unterhalb der Uferböschung liegt. Ich warte ein wenig und hoffe, dass er sich bewegt und ich habe Glück: Nach einigen Minuten verlässt er seine Deckung und spaziert am Fluss entlang. Ich fahre ein wenig zurück, um ihn an einem Turnout zu erwarten. Er enttäuscht mich nicht und bleibt der von mir antizipierten Route treu.





Nach dieser schönen Sichtung fahre ich nach Skukuza zurück und löse meine Frau ab, die nun ihrerseits eine kleine Runde dreht und dabei u.a. das Lake Panic Hide besucht, dessen Atmosphäre wir sehr mögen.



Am Sandriver findet auch heute wieder eine Marabuversammlung statt.



Bald darauf fahren wir zu viert gen Crocodile Bridge.

Fortsetzung folgt.
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