THEMA: Zwischen Daisies und Dassies
14 Okt 2016 09:30 #448095
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Hallo Lothar,
du hast Recht, der Augrabies Falls NP lohnt einen zweiten Besuch. Nicht nur die Wasserfälle, auch die aride Landschaft hat einen besonderen Reiz. Hinzu kommt, dass die Einrichtung super gepflegt ist und von einer Top Crew geleitet wird. Von Sanparks bisher das Beste, was wir kennengelernt haben. Affenwächter! Sehr erstaunlich. Zwei volle Tage sind die mindeste Zeit, die man dort verbringen sollte.
LG freshy
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14 Okt 2016 10:00 #448100
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03. und 04. September: Sightseeing im Nationalpark und Weiterfahrt nach Upington

Am Frühstückstisch schwirren die Vögel um uns herum, verwuscheln unsere Frisuren *ggg*, wenn sie ‚haarscharf’ die Kurve nehmen. Maskenweber, Rotschwingenstare, Graubülbüls und Kapsperlinge sind darunter. Leider sind unsere Kameras gut verpackt, so dass wir die Schar nicht fotografieren können. Das werden wir morgen nachholen, denn sobald wir das Frühstück beendet haben, verlieren die gefiederten Schmarotzer das Interesse an uns. Stattdessen sind die Dassies aktiv geworden, die im Gebüsch neben uns wohnen.

Neugieriger Blick

Kleine Pause in der Sonne

An den Zähnen wird deutlich: Dassies stammen von den Elefanten ab

Auch Dassiebabys sind niedlich

Heute steht eine Autotour durch den Nationalpark auf dem Programm. Sie führt uns als erstes durch jene Pfütze, die wir tags zuvor nach der Wanderung von der anderen Seite her durchwatet haben.

Flussquerung mit Auto kein Problem

Beim nächsten Pothole strömen die Wasser in Strudeln über den Weg, aber mit Auto kein Problem. Im Augrabies Falls NP kommt die aride Landschaft voll zur Geltung. Vor allem der Moonrock, ein riesiger nackter Monolith, der wie ein Walrücken in der Landschaft liegt, ist eine Sehenswürdigkeit. Unter unseren Schuhen knistern wieder bei jedem Schritt die Gesteinsschichten wie Blätterteig, in den man hineinbeißt.

Geologische Besonderheit: Der Moon Rock

Was die Erosion so alles fertig bringt: Pop Up

Blick in den Canyon des Oranjes



Schwarze Gesteinshaufen

Die Hügel und Berge um uns herum sind zum Teil tiefschwarz. Ob oxydiertes Eisen oder Lavagestein wissen wir nicht. An den Viewpoints Arrarat und Oranje Com blicken wir in den Canyon des geschichtsträchtigen Oranjes. Die Trockenheit zeigt besonders deutlich die Tiefe des vom Wasser geschliffenen Felseinschnitts.
Herbert loggt am Arrarat einen Geocache auf einem Gesteinsgipfel, dessen Versteck wir vom nächsten Stopp aus mit dem Tele anpeilen. Am Echo Corner springen zwei Klippspringer von dannen, als sie unser Fahrzeug hören. Wir rufen nach dem Namen des Bürgermeisters von Wesel, aber das Echo scheint kein Deutsch zu verstehen. Wir hören allenfalls ein „…sl“.

Als wir zum Campingplatz zurückkommen, hat er sich zu unserem Erstaunen gefüllt. Klar, es ist Samstag und Beginn der Frühlingsferien. Wir spazieren noch einmal auf den Bohlenwegen zu den Ausgucks an den Wasserfällen. Heute verhilft uns das Licht zu einigen schönen Fotos. Zudem hat sich der Wind gedreht, so dass wir bis in den Schlaf hinein die Wasserfälle rauschen hören.

Wildwasser

Rollstuhlgerechter Bordwalk zu den Wasserfällen

Augrabies Flat Lizzard: So bunt wie er ist keiner

Der lange Schatten des Hammerkopf

Der Fotograf

Das Motiv :)

Ibisse sind zuverlässige Wecker, sie drehen um halb Sieben kreischend ihre Runde. Es wird lebendig auf dem Platz, vor allem bei den Zelten der Jugendgruppe wuselt es. Prompt muss ich vor der Dusche warten. Vor dem Frühstück lege ich unsere dicke Kamera schussbereit neben die Kaffeetasse. Ein junger Graubülbül setzt sich auf einem Ast über mir in Szene, doch dann ist Schluss mit dem Shooting, denn es scheint heute zu viele Frühstückstische zu geben, von denen ein paar Krümel fallen.
Maskenweberweibchen

Maskenbülbül

Kaprötel

Die 120 km bis Upington legen wir im Nu zurück. Trotz Sonntag haben die Supermärkte geöffnet, und das brauchen wir, denn wir müssen uns für eine Woche Kgalagadi NP mit Getränken und Lebensmitteln eindecken. Wir versuchen es zuerst bei Spar, der hier allerdings nur ein eingeschränktes Sortiment hat. Shoprite ist zwar riesig, doch wir dürfen nicht alle Artikel einpacken, die wir uns notiert haben. Vor allem die Weinflaschen müssen wir an der Kasse stehenlassen, denn heute ist der Tag des Herrn und somit der Verkauf von Alkohol verboten :laugh: .
Anhang:
Letzte Änderung: 14 Okt 2016 10:08 von freshy.
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15 Okt 2016 10:35 #448268
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05. – 10. September: Unsere Zeit im Kgalagadi Transfrontier Nationalpark

05. September: Twee Rivieren

Heute Nacht hat der Wind an unserem Dachzelt gezerrt und die Stühle umgeworfen. Die Ibisse auf dem Campingplatz sind noch früher wach als ihre Artgenossen in Augrabies Falls. Schon um 6:00 Uhr kreischen sie und schmeißen uns aus dem Bett. Auch gut, denn wir haben einen langen Tag vor uns.

Sechzig Kilometer südlich von Upington haben wir gestern die Reiterfarm mit Camping "Duin-in-die-Weg" entdeckt. Sie ist wunderschön gelegen mit terrassierten Stellplätzen unter dichten Kameldornbäumen, rustikalen Ablutions, Wasser und Stromanschluss. Nach mehrmaligem Anlauf durch eine tiefe Sandkuhle stehen wir auf einem Rasen, auf dem es sich wie auf Schaumgummi läuft. Was wir erst später spüren, das sind die Bisse der Grasflöhe, von denen das Gras nur so wimmelte.

Eine schattige Wiese, weich wie Schaumgummi

Herberts täglicher Frühsport

Nach kurzem Halt in Upington, um weitere notwendige Dinge für den KTP – wie z. B. den Wein, den wir gestern an der Kasse stehen lassen mussten – einzukaufen, drehen wir nach Norden. Am Anfang ist die Kalahari platt, wie es platter nicht geht, links und rechts wiederum eingezäuntes Niemandsland.

Siedelwebers Mehrfamilienhaus mit Stromanschluss

Dann tauchen die ersten Wellen roter Dünen auf, die dieser Strecke den Namen „Rote Dünen Route“ gegeben haben. In Askham tanken wir voll und sind eine gute Stunde später am Nationalparkgate Twee Rivieren, das für uns an verschiedenen Countern gleichzeitig Grenze, Camping und NP-Eintritt für SA und Botswana erledigt.

Das Gate Twee Rivieren

Kurz nach dem Einlass spricht uns eine Deutsche an, ob wir die „freshys“ aus dem Namibiaforum seien. Es ist Helen. Wir hatten uns unverbindlich verabredet, aber nicht geglaubt, dass es klappt. Wir verabreden uns zum Abendessen im Restaurant. Zwischendurch nehmen wir einen Stellplatz in Besitz, der staubig, eng, laut und lieblos ist. Neben uns haben sich ein deutsches und ein schweizer Paar niedergelassen. Beide beklagen den schlechten Service ihrer Fahrzeugvermieter, die auf den ersten Blick günstiger waren als Africamper, aber auch unzuverlässig und sogar betrügerisch.

Das Restaurant hätten wir an der Rezeption vorbuchen müssen, was wir nicht wussten :angry: . Wir bestellen ein Take Away und werden von Helen und Ronald in ihr Chalet eingeladen. Das ist sowieso viel gemütlicher, denn als wir nach vergnüglichen zwei Stunden heimwärts wandern, ist es im Restaurant bereits dunkel. Schade, ich hätte gern gemeckert, dass das Straußenfilet zäh und trocken war.

06.September: Nossob

Sonnenaufgang

Wir stehen wieder früh auf, um loszufahren, weil wir auf der Fahrt nach Nossob auf Wildbeobachtung hoffen. Der Schweizer hat nun auch noch einen Platten, was bei dem Zustand seiner Reifen kein Wunder ist. Wir wünschen dem Paar viel Glück für die Weiterreise und machen uns auf den Weg.
Strauße, Gnus, Oryxe und Springböcke sehen wir unterwegs, doch die Großkatzen zeigen sich nicht. Auf einem komfortablen Picknickplatz frühstücken wir.

Picknick mit Filterkaffee

Gnus muss ich nicht vorstellen ;)

Singhabicht

Kapturteltauben

Ein Strauß am Horizont

Die Sonne steigt zum Zenit, es wird trotz Klimaanlage heiß im Fahrzeug. Als wir um 15:00 Uhr Nossob erreichen, sind die Schattenplätze vergeben. Wie schaffen es eigentlich andere Touristen, so zeitig anzukommen, dass sie die besten Plätze belegen können? Später unternehmen wir noch einen Game Drive und sehen zwei Löwinnen dicht am Weg beim Nichtstun.

Langweilig hier

Gähn!

Mahaliweber

Riesentrappe

Oryxe haben alle die gleichen Masken

Die Geier warten schon

Den Hide in Nossob finden wir erst einmal nicht. Stattdessen erfrischen wir uns im Pool und lernen zwei südafrikanische Paare kennen, mit denen wir uns länger unterhalten. Der Weg in den Mabuasehube-Teil des KTP sei tiefsandig, hätte viele Steigungen und Senken, die Übernachtungsplätze Matopi seien in schlechtem Zustand, werden wir informiert. In drei Stunden Fahrt sei man dort.
Anhang:
Letzte Änderung: 15 Okt 2016 10:59 von freshy.
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15 Okt 2016 11:45 #448271
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Hallo freshy

Ich bins noch einmal :laugh: Im KTP müssen wir auch zur gleichen Zeit wie ihr gewesen sein. Waren wir doch vom 30.08.-13.09.16 im KTP... Jedoch kamen wir genau aus der Mabuasehube zurück (am 06.09.), als es für euch los ging dorthin.

Schön dass du so fleissig am Reisebericht weiter schreibst. Ich bin schon sehr gespannt, was ihr in der Mabua alles erlebt habt und wie es euch auf der Strecke in die Mabua erging. (Wir fanden die ersten ca. 20km scheusslich, aber danach gings gut, wobei wir für die gesamte Strecke ca. 5.5-6h brauchten ;) )

Liebe Grüsse
Stefanie
Letzte Änderung: 15 Okt 2016 11:46 von @Zugvogel. Begründung: Schreibfehler
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15 Okt 2016 14:29 #448285
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@Zugvogel schrieb:
Hallo freshy

Ich bins noch einmal :laugh: Im KTP müssen wir auch zur gleichen Zeit wie ihr gewesen sein. Waren wir doch vom 30.08.-13.09.16 im KTP... Jedoch kamen wir genau aus der Mabuasehube zurück (am 06.09.), als es für euch los ging dorthin.

Schön dass du so fleissig am Reisebericht weiter schreibst. Ich bin schon sehr gespannt, was ihr in der Mabua alles erlebt habt und wie es euch auf der Strecke in die Mabua erging. (Wir fanden die ersten ca. 20km scheusslich, aber danach gings gut, wobei wir für die gesamte Strecke ca. 5.5-6h brauchten ;) )

Liebe Grüsse
Stefanie
Hallo Stefanie, demnach haben wir eine gemeinsame Nacht in Nossob gehabt. Das war die mit dem Löwengebrüll. Wir sind am 7.9. mittags aufgebrochen. Alles Weitere morgen!
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15 Okt 2016 17:28 #448306
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freshy schrieb:
Hallo Stefanie, demnach haben wir eine gemeinsame Nacht in Nossob gehabt. Das war die mit dem Löwengebrüll. Wir sind am 7.9. mittags aufgebrochen. Alles Weitere morgen!
LG freshy

Ja genau, die Nacht mit dem Löwengebrüll und den beiden imposanten Löwenmännchen am Wasserloch bei Toröffnung. Wahnsinn! :laugh: Ich freue mich auf die Fortsetzung...
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