THEMA: Reisebericht Katzen und Mäuse unfenced in SA
31 Mär 2012 15:31 #230131
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  • casimodo am 31 Mär 2012 15:31
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5100 KM Katzen und Mäuse unfenced

Reisebericht unserer Südafrikatour vom 23.02. bis zum 19.03.2012


Route

Flug Frankfurt Capetown mit Lufthansa
1 Nacht Tulbagh Tulbagh Country Manor
3 Nächte Tankwa Karoo NP Elandsberg
1 Nacht Upington Le Must River Manor
2 Nächte Kgalagadi NP Kalahari Tented Camp / Honeymoon Tend
1 Nacht Kgalagadi NP Gharagab
1 Nacht Kgalagadi NP Bitterpan
2 Nächte Kgalagadi NP Urikaruus
2 Nächte Kgalagadi NP Killie Krankie
1 Nacht Kuruman Red Sands Country Lodge
1 Nacht Rustenburg Terra Casa B&B
3 Nächte Marakele NP Tlopi Tented Camp
3 Nächte Leshiba Wilderness Venda Village Camp
2 Nächte Kapama Private Game Reserve Kapama Buffalo
Flug Johannesburg Frankfurt mit Lufthansa






Das Hauptziel unserer achten Reise ins südliche Afrika sollte der Kgalagadi Transfrontier Park sein. In 2009 waren wir nur 2 Nächte in diesem wunderschönen Park, was natürlich viel zu kurz war.
Da es ausschließlich in Wilderness Camps gehen sollte, haben wir mit der Planung der Reise weit über ein Jahr vor unserer Abreise begonnen. Die Entscheidung für die restliche Route fiel uns dann wirklich schwer. Da es auch zu uns bisher unbekannten Zielen gehen sollte, haben wir uns zu dieser etwas ungewöhnlichen Reise entschlossen und es nicht bereut.

Vorab schon einmal. Bis auf eine letztendlich unbedeutende kleine Schwierigkeit mit der Buchung im Moonriver Guesthouse in Upington hatten wir eine wunderbare Reise mit tollen Naturerlebnissen, 14 Nächten Selbstversorgung, tollen Unterkünften und Begegnungen mit netten und witzigen Menschen, die wie wir naturverbunden sind. Unsere bisher eher spärlichen Offroaderfahrungen wurden im KTP und auf dem Leuberg 4x4 Trail wieder etwas ausgebaut.
Die reinen Fahrtage von Tankwa nach Upington, vom KTP nach Kuruman, von Kuruman nach Rustenburg und von Kapama nach JoBurg waren letztlich kein Problem. Die Wilderness Camps im KTP sind alle wunderschön. An allen Campwasserlöchern hatten wir Löwen oder Leoparden.
Endlich haben wir ohne Ranger Cheetahs in freier Wildbahn sehen dürfen.

Der Mietwagen von KEA war entgegen aller Bedenken OK und funktionierte bis auf einen Wackler am Kühlschrank einwandfrei. Er musste einiges aushalten und leistete uns treue Dienste. Allerdings blieben einige Schrauben des Frontbumpers auf den teilweise üblen Wellblechpisten im wahrsten Sinne des Wortes „auf der Strecke“.

Wieder einmal hat uns das Forum bei der Planung unserer Reise toll unterstützt. Gerade bei den Fragen zur Route, dem Weinkaufen, dem Seednet und dem Braiien haben wir wertvolle Hilfe erhalten. Dafür noch einmal allen ein „herzliches Danke“

Ich fange jetzt doch schon am heutigen Samstag mit dem Bericht an, um bei einem bestimmten Forumsmitglied keine Langweile ab Sonntag 17:00 Uhr zu bescheren ;-))

Die weiteren Teile dauern sicher eine Weile. Auch deswegen, weil die meisten Bilder bisher noch im RAW-Format auf der Festplatte schlummern :
Letzte Änderung: 27 Jul 2013 15:09 von casimodo.
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31 Mär 2012 16:09 #230137
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Hallo Carsten,
na dann will ich mich mal in Geduld üben, denn der KTP steht noch auf meiner to-do-Liste und im Marakele war ich 2010, Abo ist aktiviert. Freu ich schon, mit euch zu reisen
Lieber Gruß

Ute
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31 Mär 2012 16:16 #230139
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  • Fleur-de-Cap am 31 Mär 2012 16:16
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Hallo Carsten,

das nenn ich mal einen super Service. Kaum ist der Reisebericht von cfm
fertig, geht es mit Deinem weiter...lass Dir nicht zu viel Zeit, ich fliege am Dienstag und brauche noch Lesestoff :whistle:

Schönen Samstag-Abend
Fleur
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31 Mär 2012 17:13 #230144
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  • casimodo am 31 Mär 2012 15:31
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Flug Frankfurt Capetown und erste Nacht im Tulbagh Country Manor

Nach 2 Jahren warten geht es heute endlich los ! Da wir nicht weit vom Airport entfernt wohnen, spare ich einen Urlaubstag und gehe noch arbeiten, während Kerstin frei hat. Mein Vater fährt uns zum Flughafen, wo wir Ruckzuck mit dem Checkin fertig sind. Die Sitze sind Gott sei Dank vorreserviert, denn die 747 ist bis auf den letzten Platz voll besetzt. Der Abflug ist pünktlich, in unserer Dreierreihe sitzt ein sehr netter südafrikanischer Helikopterpilot. Kerstin unterhält sich 2-3 Stunden prächtig, dann können wir auf dem ruhigen Flug einige Stunden Schlaf finden. Obwohl es in der Bretterklasse kein eigenes Boardentertainmentsystem gibt, ist der Service bei Lufthansa diesmal erstklassig, das Personal sympathisch.

Als ich ca. 2 Stunden vor der Ankunft wach werde und das Rollo hochziehe, sehe ich die endlosen Dünenmeere in Namibia. Wieder stehen mir die Tränen in den Augen. Es ist schwer zu erklären, aber an diesem Punkt werde ich jedesmal sentimental.

Im Anflug auf Kapstadt ist der Tafelberg schön zu sehen. Bei blauem Himmel landen wir kurz nach zehn Uhr relativ gut ausgeruht zum vierten Mal in Kapstadt. Da wir 2 Kilo Vollkornbrot und einige Lebensmittel im Gepäck haben, sind wir froh, daß die 8 Beamten gerade andere Koffer durchsuchen und wir ungeschoren durch die Kontrollen kommen. Sofort versorgen wir uns am ATM mit ausreichend Bargeld und versuchen den KEA-Schalter zu finden. Da es keinen gibt und auch kein Abholer da war, rufen wir an. Bei Thrifty sollen wir warten, wo uns kurze Zeit später ein netter Kea-Mann abholt. Nach kurzer Fahrt erhalten wir mit einem sehr netten und detaillierten Checkin einen gut in Schuss wirkenden Nissan-Doublecab der gerade neu Inspektion hatte mit nagelneuen Offroadreifen, einem optisch ordentlichen Zustand und wie vereinbart mit Kühlschrank, Kompressor und zweitem Ersatzrad.

Um halb zwölf fahren wir auf vertrauten Wegen und unter Leitung unseres mit Tracks 4 Africa bestückten Nüvis in Richtung Paarl. Da wir in Sachen Wein immer verwöhnter werden, wollen wir uns gleich am ersten Tag mit Wein versorgen und haben uns drei Weingüter rausgesucht.

Das erste Weingut Anura ist nach knapp einer halben Stunde Fahrt erreicht.





Im Restaurant ist außer uns niemand. In traumhafter Umgebung und mit sehr leckerem Sauvignon Blanc und Chardonnay essen wir einen gourmetwürdigen Lunch.







Der Nachtisch ist sogar unglaublich gut. Den Wineshop verlassen wir kurze Zeit später und bestens gelaunt mit 6 Flaschen Wein. Das ist doch mal ein phantastischer Reisebeginn. Wir sind richtig euphorisch :laugh:
Afrigaaaaah, wir kooooomeeeen ......





Kurze Zeit später biegen wir in die Zufahrt des Weingutes Glen Carlou ein.





Die Weine kennen wir gut aus Deutschland. Das Restaurant und der Shop liegen auf einem Hügel mit herrlichem Blick auf die Berge bei Paarl.







Wir verzichten schweren Herzens auf eine Weinprobe, da wir noch einige Kilometer bis Tulbagh vor uns haben und verlassen auch diesen Shop mit 4 Flaschen Wein.

Diemersfontain ist das dritte Weingut. Unser netter Flugzeugnachbar hatte es uns empfohlen. Auch dort wechseln 4 Flaschen Wein den Besitzer.







Die restliche Strecke nach Tulbagh ist kein Problem.





Trotzdem freuen wir uns, als wir vor der Tür des schönen kapholländischen Hauses des Tulbagh Country Manor stehen.





Wir bekommen ein nettes und relativ großes Zimmer und beschließen, vor dem Dinner noch etwas zu ruhen.





Gut ausgeruht besuchen wir das Paddagang Restaurant schräg gegenüber. Im weinbelaubten Innenhof essen wir zwei ordentliche Steaks. Der weiße Hauswein aus dem eigenen Weingut schmeckt durchschnittlich, macht aber nix ! Satt und schon wieder müde geht’s zur afrikatypisch frühen Zeit schon wieder ins große, gemütliche Bett.

Nach einer gut durchschlafenen Nacht gibt’s ein gutes Frühstück an der großen Tafel im komplett historisch eingerichteten Manor House.







Wir wollen uns nicht zu lange aufhalten, denn heute ist der erste Großeinkauf geplant.Ein kurzer Blick noch in den Garten :







Im Sparmarkt ist die absolute Hölle los, denn Samstags gehen alle Farmarbeiter einkaufen. Das Obst- und Gemüseangebot ist reichhaltig. Es dauert doch einige Zeit, bis wir alle Gebrauchsartikel und Lebensmittel im Einkaufswagen haben. Wir sind mit die einzigen Weißen und stehen schließlich an einer unglaublich langen Schlange an der Kasse an. Irgendwie bekommen wir alles in Plastiktüten ins Auto geschleppt. Gegen 11.00 Uhr geht’s los in Richtung Tankwa Karoo NP. Endlich in die Einsamkeit.......
Letzte Änderung: 27 Jul 2013 15:10 von casimodo.
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31 Mär 2012 18:18 #230151
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  • ANNICK am 31 Mär 2012 18:18
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Hallo Carsten,

Der Anfang ist schon ein richtiges "Mise en Bouche"!B)

Mir kommt auch gerade dass Wasser im Mund wenn ich da mit dir reise. Und Chardonnay, Oh du meine Güte!:laugh:

Ich verschwinde lieber.......

Freue mich auf die Fortsetzung.

Liebe Grüsse
Annick
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31 Mär 2012 18:42 #230155
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Hallo Carsten,

ein sehr viel versprechender Anfang Deines Reiseberichts. Du bist ja wirklich schnell mit dem Schreiben und sogar die Fotos sind schon bearbeitet. Respekt!!! Das habe ich nicht so schnell hinbekommen. Und hänge immer noch stark hinterher.

Ich freue mich, wie wahrscheinlich jeder hier, auf einen wunderschönen Reisebericht aus meiner "Ex-Heimat" Südafrika.

Schöne Grüße,

Nicole
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