Botswana 2025 - Erholungsurlaub mit Familie

Reisebericht 175 Antworten · 9'235 Aufrufe · gestartet 23. Sept. 2025 von TinuHH
Themenstarter898 Beiträge · seit 201623. Sept. 2025 · #1
Moin allerseits!

Nachdem hier schon die ersten Reiseberichte aus dem August diesen Jahres reintrudeln, komme ich so langsam in Zugzwang. Also, ich tippe dann mal etwas über unsere diesjährige Reise nach Botswana zusammen.

Wie immer -
Vorgeschichte

Eigentlich bin ich nach unserer letzen Botswana-Reise 2023 (nein, davon gibt es keinen Reisebericht, wird es auch nicht geben) davon ausgegangen, dass das das letzte Mal war, dass wir in Botswana waren. Die beste aller Ehefrauen hatte einfach die Nase voll. Zu viel Camping, zu viel Ärger mit dem Auto. 😵

Trotzdem fing ich Anfang 2024 an, an möglichen Reiseplänen zu schrauben. Schon das macht ja bekanntlich viel Spaß, auch wenn keine konkrete Reise ansteht, und man kann ja noch träumen 🤩 . Wie überrascht war ich dann als Claudia irgendwann sagte, ich solle mal planen, wir könnten ja mal drüber reden. YESS! Bingo! 🤩 😄

Wir habe viel geredet, ich habe geplant, verworfen, neu geplant, mit netten Menschen aus dem Forum über Empfehlungen für Unterkünfte und Strecken gemailt und gesprochen. Dann kamen wir spontan auf die Idee, dass es nett wäre wenn meine Schwester nebst Ex-Verlobtem wieder mit dabei wären. Sie waren 2023 als Afrika-Ersttäter das erste Mal mit von der Partie, und mit ihnen hat es richtig Spaß gemacht. Wir wussten nur nicht ob sie das finanziell nochmal wuppen wollten und konnten.

Auf unsere Signal-Anfrage, ob für sie das Thema “Afrika” durch wäre, kam die lapidare Antwort “wir können Euch doch nicht alleine fahren lassen, ihr verhungert doch!”. Frechheit 😈 ! Aber wir haben uns riesig gefreut! Also zu viert planen! 🤪

Erklären muss ich noch, dass Schwager Rolf a) echter Schwabe ist, was hin und wieder den Wunsch nach Untertiteln aufkommen lässt, und b) begeisterter Hobbykoch auf dem offenen Feuer ist. Schon 2023 hat er uns wunderbar bekocht, und wer sind wir, dass wir so unhöflich wären und uns bei seinen Aktivitäten in den Vordergrund drängeln würden? 😗

Dadurch, dass die beiden mitfahren wollten, waren wir leider zeitlich etwas eingeschränkt. Berufsbedingt musste meine Schwester spätestens Anfang September wieder zurück sein, sonst wäre es teuer für sie geworden.

Letztendlich wurde die Reise so “beste-aller-Ehefrauen-kompatibel” wie möglich gebaut. Weniger Nächte im Camper, und dafür deutlich mehr in festen Unterkünften. Weiterhin wollten wir diesmal in Johannesburg starten, weil ich unbedingt in den Tuli Block wollte. Da wir weiterhin mit Khwai planten, wäre eine Rückfahrt bis Johannesburg arg weit geworden, wir entschieden uns für eine Rückgabe der Autos in Maun, und einen zusätzlichen Flug von Maun nach Johannesburg. Einfach mal was anderes machen. Und ich wollte/musste unbedingt Lufthansa fliegen! 😄

Das Auto haben wir diesmal bei Bushlore gemietet.

Die Reise bestand aus neuen Zielen (Südafrika, Tuli Block, Khama Rhino), Zielen, die wir vor zwei Jahren nicht anfahren konnten (Bains Baobabs, Magotho), und bekannten Zielen, die wir unbedingt wieder sehen wollten (Boteti, Maun, Mbudi, Third Bridge).

Anfang / Mitte diesen Jahres, als bekannt wurde, dass üppige Regenfälle in Angola im Okavango, speziell rund um Third Bridge, für “Herausforderungen” sorgten, wurde ich etwas unruhig. Wir haben alle keine Erfahrung mit Wasserdurchfahrten, und da ich nicht riskieren wollte, mit dem Leihwagen abzusaufen, lag ich ständig Bele in den Ohren, wie denn jetzt die aktuellen Stände sind, ob es schon Empfehlungen gibt (völliger Blödsinn, wer kann das ein viertel Jahr vorher wissen!) etc. Sorry, Bele, wenn ich da etwas nervig war. Ich mache mir über solche Dinge immer viel zu viele Gedanken, mir fehlt das Wird-schon-klappen-Gen. 😕

Kurz vor der Reise hatte ich noch einen sehr netten Austausch mit Holger (Sawadi) und Michel (falcon) hier aus dem Forum. Michel hatte sich nach langen Überlegungen gegen Third Bridge entschieden und noch einen Platz im South Gate Camp ergattert. Da wir genau an dem Tag auf dem Weg nach Third Bridge sein wollten, bot er uns an, mit auf seinen Platz zu kommen, falls wir es nicht bis nach Third Bridge schaffen sollten. Wir haben uns sehr über die Einladung gefreut! Nochmals vielen Dank, Michel!

Spoiler: Wir mussten das nette Angebot nicht annehmen, konnten uns damit aber leider nicht persönlich kennen lernen.

Vielen Dank auch an Holger, der uns auch von unterwegs mit aktuellen Meldungen versorgte. Leider hatten wir nur selten Internetzugang, so dass wir die wichtigsten Nachrichten erst bei unserer Rückkehr nach Maun bekamen.

Wir haben das erste Mal eine eSIM für Botswana genutzt. Und das war eine echte Entdeckung! Keine langes Anstellen bei den Läden im Land, einfach aktivieren, geht. das werden wir wohl in Zukunft immer so machen.

Claudia und ich habe wieder eine ziemlich umfangreiche Kameraausrüstung mitgeschleppt. Ergänzt wurde die Ausrüstung diesmal durch eine Wildkamera.

So, genug der Vorgeschichte, damit kann es losgehen.

Herzliche Grüße
Martin
Im Land der grünen Wiesen! - Namibia 2018 Wir sehen uns am Boteti! - Namibia/Botswana 2021 Botswana 2025 - Erholungsurlaub mit der Familie
zuletzt bearbeitet 27. Sept. 2025
1'055 Beiträge · seit 201623. Sept. 2025 · #2
Hallo Martin , da fahre ich doch gerne mit . Ich bin sehr gespannt , wie der Moremi im August so war . Wir waren Ende Mai dort und da hielt es sich mit dem Wasser noch in Grenzen .
Liebe Grüße Conny
Namibia zum 1. Elefantenrunde Abschied für immer Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?") [url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
Themenstarter898 Beiträge · seit 201623. Sept. 2025 · #3
11.+12.08.2025 - Abflug nach Johannesburg und Marula Cottage - fast wäre es schief gegangen!

Unser Untermieter für die Betreuung des Stubentigers ist angekommen, eingewiesen, und herzlich verabschiedet. Der Flug von Hamburg nach Frankfurt verläuft unspektakulär.
Mit reichlich Zeit machen wir uns auf den langen Weg zu Gate Z. Das zieht sich! Und derjenige, der die Laufbänder eingebaut hat, bekommt einen Kaffee spendiert - mindestens! 🤩

Am Gate treffen wir auf Anne und Rolf, dann warten wir auf den Abflug unserer Maschine nach Johannesburg. Wir fliegen das erste Mal 747-800. Der Brocken steht schon vor der Tür. Was für ein Gerät!

Pünktliches Boarding, dann passiert nichts mehr. Abflugzeit vergeht - nichts. Dann die Durchsage. Ca. 70% aller Toiletten seien ausgefallen, und damit könne man nicht fliegen. Gut 400 Passagiere mit 4 Toiletten, das wird eng! 😣 😣

Die Techniker wuseln durch das Flugzeug, wir nähern uns der Flugverbotszeit. Wieder Durchsagen, man bemühe sich um eine Sondergenehmigung. Es wird 23:30, da kommt die Durchsage, dass die Toiletten wieder gehen, und dass wir fliegen dürfen! Uff, Glück gehabt. Das wäre ja ein vergurkter Auftakt für unsere Reise geworden, Notübernachtung in Frankfurt! Genau meine Vorstellung von Abenteuerreise! 😄

Wir sind total müde, wollen nur noch schlafen, aber wir sind hier nicht bei “wünsch’ dir was”, wir sind hier bei “so isses!”, hier wird gnadenlos das Programm durchgezogen! Verspätung? Na und? Jetzt wird erstmal gegessen! 😈
Dabei erzählt die Stewardess, dass wir nur deshalb eine Sondergenehmigung bekommen haben, weil wir Organtransporte an Bord haben! Ohne die würden wir jetzt einen Drink an der Bar eines Frankfurter Notfallhotels nehmen. Autsch, das war knapp! 😣 😣

Auf den Nachtisch verzichten wir, es muss auch mal gut sein! Die Nacht ist unspektakulär, ich bekomme sogar ein paar Stunden Schlaf. In Johannesburg kommen wir dann logischerweise gut eine Stunde später an. Einreise, lange Schlangen (von ca. 20 Schaltern sind bummelich 5 oder 6 offen. Fachkräftemangel, oder so.). Es zieht sich. 😵

Gepäck abholen und raus. Draußen warten schon Britto von Bushlore und verfrachtet uns ins Parkhaus und in den Quantum. Dann geht es gut 20 Minuten zur Bushlore-Station.

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Dort das Übliche, Einweisung in die Autos (Anne und Rolf haben einen HiLux mit Dachzelt, wir einen HighLux Bushcamper (HilCam 2(A)). Unser Auto hat gerade mal gut 34.000 km auf der Uhr. Alles wirkt noch neu, die Reifen sind quasi neu.

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So ganz nebenbei erfahren wir, dass wir auf den Autobahnen in Südafrika Maut zahlen müssen! Uff, davon höre ich definitiv das erste Mal, das ist komplett an mir vorbei gegangen, Asche auf mein Haupt! Haben wir noch so viel RAND?

Nachdem alles verhackstückt, unterschrieben und eingeladen ist, fahren wir erstmal zu einer Mall und erleichtern den ATM um ein paar Hunderter. Sicher ist sicher. Dann ab auf die N1 nach Norden.

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Gut, dass ich etwas geschlafen habe. Der Hilux mit Automatik fährt sich super, so fällt die Eingewöhnung auf dem Autobahngewusel in und um Johannesburg leicht. Aber ungewohnt ist es trotzdem wieder am Anfang, ich muss mich konzentrieren.
Dann die erste Mautstelle, nach der zweiten fahren wir bei Bela Bela von der N1 runter.

Jetzt geht es über lange und langweilige Strecken durch ebenso lange und langweilige Baustellen, in denen man nur langsam fahren darf, erst Richtung Westen, dann nach Norden. Es wird schon dunkel als wir Thabazimbi erreichen. Kurz danach ist unser heutiges Ziel, Marula Cottage, ausgeschildert und es geht die letzten paar Kilometer über eine enge Piste zur Lodge.

Dort werden wir herzlich von Monika und Dave willkommen geheißen. Wir beziehen unsere Zimmer, die wunderbar geräumig und gemütlich sind, dann geht es zum Essen. Das Haus ist sehr nett und gemütlich eingerichtet, es gibt eine riesige offene Küche und einen sehr schönen Aufenthalts- und Essraum. Viel Holz, das Dach ist mit Reet gedeckt - hier gefällt es uns. Und es wuseln mindestens sechs Hunde rum, vielleicht mehr 😁 . Monika und Dave haben ein Herz für Problemhunde und nehmen immer wieder Hunde auf, die sonst getötet worden wären. Das Gewusel ist ein großer Spaß für Hundefans! 🤩

Nach einem letzten Windhoek Lager geht es dann früh ins Bett. Das war doch ein recht anstrengender Tag.

Morgen geht's weiter nach Norden!

Herzliche Grüße
Martin
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zuletzt bearbeitet 23. Sept. 2025
Themenstarter898 Beiträge · seit 201623. Sept. 2025 · #4
CoM schrieb:Hallo Martin , da fahre ich doch gerne mit . Ich bin sehr gespannt , wie der Moremi im August so war . Wir waren Ende Mai dort und da hielt es sich mit dem Wasser noch in Grenzen .
Liebe Grüße Conny
Moin Conny,
willkommen an Bord, ich freue mich, dass Du dabei bist!

Liebe Grüße
Martin
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241 Beiträge · seit 201623. Sept. 2025 · #5
TinuHH schrieb:Moin allerseits!
Wir haben das erste Mal eine eSIM für Botswana genutzt. Und das war eine echte Entdeckung! Keine langes Anstellen bei den Läden im Land, einfach aktivieren, geht. das werden wir wohl in Zukunft immer so machen.
Hallo Martin,

Welchen eSIM-Anbieter hast Du genommen? Welches Netz hast Du genutzt? Wie war jeweils die Netzabdeckung?

Viele Grüße

Thomas
2010 - 2024 Nam, Nam/Bot, SA, Nam/Bot, Bot/SA, Nam/KTP, Nam/Bot
Themenstarter898 Beiträge · seit 201623. Sept. 2025 · #6
ThF schrieb:
Welchen eSIM-Anbieter hast Du genommen? Welches Netz hast Du genutzt? Wie war jeweils die Netzabdeckung?
Moin Thomas,

wir haben uns für Orange entschieden. Und wir haben einen Misch-Tarif mit Internet, SMS und Telefon gekauft.
Die Netzabdeckung war gut, soweit wir das beurteilen können. Orange hatten wir schon mit einer physischen SIM, wir konnten keinen Unterschied erkennen, allerdings fehlt da auch der direkte Vergleich.

Herzliche Grüße
Martin
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zuletzt bearbeitet 23. Sept. 2025
405 Beiträge · seit 202123. Sept. 2025 · #7
Moin Martin,
da geht es schon los mit deinem Bericht, freue mich von euch zu lesen!
Tja, ohne irgendwelche Zwischenfälle geht ein Urlaub ja eigentlich nie ab. Irgendwas is immer!
Aber dass es gleich die Toiletten sein mussten 😄 .

Jedenfalls freue ich mich über Infos aus den Ecken, die wir ja auch noch auf dem Schirm haben wie den Tuli Block und Khama Rhino. Obwohl wir gerade sehr wahrscheinlich von Botswana auf Sambia umgeschwenkt sind, wie du vielleicht gelesen hast. Mal schauen.

Jedenfalls habe ich schon die Marula Lodge notiert; die können wir auf jeden Fall nochmal gebrauchen.

Nun kommt ihr hoffentlich ohne Platten oder dergleichen zügig vorwärts 🙂 !
Liebe Grüße Claudia
Themenstarter898 Beiträge · seit 201623. Sept. 2025 · #8
clawi schrieb:
Tja, ohne irgendwelche Zwischenfälle geht ein Urlaub ja eigentlich nie ab. Irgendwas is immer!
Aber dass es gleich die Toiletten sein mussten 😄 .
Moin Claudia, schön, dass Du dabei bist!
Ja, irgendwas geht immer mal schief. Ob nun ein verspäteter Zubringerflug, der uns ins Schwitzen bringt, oder eben defekte Toiletten. Beides nervig!
clawi schrieb:Obwohl wir gerade sehr wahrscheinlich von Botswana auf Sambia umgeschwenkt sind, wie du vielleicht gelesen hast. Mal schauen.
Sambia? Ihr Lieben, wir müssen reden! 😉
clawi schrieb:
Nun kommt ihr hoffentlich ohne Platten oder dergleichen zügig vorwärts 🙂 !
Liebe Grüße Claudia
Spoiler: Jupps, danach gab es keine Probleme oder Ausfälle mehr! Total langweilig! 🤩

Liebe Grüße
Martin
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zuletzt bearbeitet 23. Sept. 2025
634 Beiträge · seit 202323. Sept. 2025 · #9
Ich bin auch dabei! Freue mich auf die Reise 😎
8'672 Beiträge · seit 201023. Sept. 2025 · #12
🤩 🤩 🤩 Das war wohl Gedankenübertragung: vorhin auf der Rückfahrt von der Schule hab ich noch überlegt, wann der Martin wohl mit seinem Reisebericht beginnt 😐 (und nein, ich habe nicht mit meinem Zaunpföschdle gewunken, auch wenn du ja der festen Überzeugung bist, aber das hat dir dein schlechtes Gewissen nur vorgegaukelt 😗 ).

Dass dein Schwager Schwabe ist, finde ich sehr sympathisch - ich freue mich schon auf die Untertitel 🤪 und werde sie natürlich notfalls korrigieren 😛 .
TinuHH schrieb: Wir haben alle keine Erfahrung mit Wasserdurchfahrten, und da ich nicht riskieren wollte, mit dem Leihwagen abzusaufen, lag ich ständig Bele in den Ohren, wie denn jetzt die aktuellen Stände sind, ob es schon Empfehlungen gibt (völliger Blödsinn, wer kann das ein viertel Jahr vorher wissen!) etc. Sorry, Bele, wenn ich da etwas nervig war.
😮 Du warst doch nicht nervig! Es gibt kaum ein Thema über das ich mich lieber unterhalte als Wasserstände im südlichen Afrika 🤪 . Überhaupt fand ich dieses Fastdabeisein durch die Kommunikation zwischen dir und auch Holger vor Ort und mir daheim sehr schön, das war schon fast wie Urlaub!

Jetzt freue ich mich aber auf den ausführlichen Bericht mit hoffentlich vielen gewohnt schönen Fotos, von Stellen, die ich kenne und liebe und von den Zielen, die wir nächstes Jahr zum ersten Mal ansteuern werden!

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 23. Sept. 2025
Themenstarter898 Beiträge · seit 201623. Sept. 2025 · #13
Kornado schrieb:
da hast Du mich jetzt doch fast auf dem falschen Fuß erwischt. Mal kurz nicht im Forum, und schon muss ich auf Seite 2 einsteigen. Aber ich werde aufholen.
Moin Peter,
wir sind noch ganz am Anfang. Freue mich, dass Du mit dabei bist!

Herzliche Grüße
Martin
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Themenstarter898 Beiträge · seit 201623. Sept. 2025 · #14
Moin Bele,
Champagner schrieb:🤩 🤩 🤩 Das war wohl Gedankenübertragung: vorhin auf der Rückfahrt von der Schule hab ich noch überlegt, wann der Martin wohl mit seinem Reisebericht beginnt .
Hihi, das passt doch! Ich musste mich selber etwas unter Druck setzen, sonst kommt immer irgendwas dazwischen.
Champagner schrieb:
Dass dein Schwager Schwabe ist, finde ich sehr sympathisch - ich freue mich schon auf die Untertitel 🤪 und werde sie natürlich notfalls korrigieren 😛 .
Danke, aber das meiste bekomme ich mittlerweile hin.
Champagner schrieb:
😮 Du warst doch nicht nervig! Es gibt kaum ein Thema über das ich mich lieber unterhalte als Wasserstände im südlichen Afrika 🤪 . Überhaupt fand ich dieses Fastdabeisein durch die Kommunikation zwischen dir und auch Holger vor Ort und mir daheim sehr schön, das war schon fast wie Urlaub!
Fein, dann bin ich beruhigt!

Bis gleich, liebe Grüße
Martin
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546 Beiträge · seit 201223. Sept. 2025 · #15
Hallo Martin,

bei deinem Reisebericht bin ich natürlich auch dabei!
Es war ja lustig, dass wir gerade zur selben Zeit bei Bushlore waren für die Autoübergabe. Aber wir haben den Kreis bis Maun gerade „andersrum“ gemacht und somit hat sich unser Weg nicht mehr gekreuzt. Schade, dass bei Bushlore mehr als ein kurzes Kennenlernen nicht möglich war.
Ich freue mich auf deinen Bericht und bin gespannt, was ihr alles erlebt habt. Mit meinem Reisebericht dauert es noch etwas, wir sind ja auch erst seit einer Woche zu Hause….

Herzliche Grüße und gute Zeit,
Sue
2025 Aktueller Reisebericht Johannesburg bis Maun: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/306515-in-5-wo-von-joburg-nach-maun-im-aug-sept-25.html?start=0 2023 Reisebericht Johannesburg bis Kapstadt: https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/304305-in-42-tagen-von-joburg-nach-kapstadt-okt-nov-23.html 2022 Reisebericht Westküste bis Etosha: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/302652-kapstadt-etosha-retour-bitte.html 2017 Reisebericht Richtersveld: https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/294971-richtersveld-richtersveld.html
zuletzt bearbeitet 24. Sept. 2025
Themenstarter898 Beiträge · seit 201623. Sept. 2025 · #16
13.08.2025 - Auf zur Limpopo River Lodge - Wie kommen wir über die Grenze?

Wir haben wie ein Stein geschlafen! Trotzdem wachen wir schon vor Sonnenaufgang auf. Das Zimmer sieht aus als ob hier die Vandalen gehaust hätten 🤩 . Überall Taschen, sortierte Klamotten und Ausrüstung etc. Wir haben gestern noch die Reisetaschen leer gemacht und begonnen alles in kleinere Taschen für den Camper zu sortieren. Das ist nur bedingt gelungen. Aber wir haben ja auch im Limpopo River Camp noch Zeit. Immerhin habe ich die ersten Unterkünfte in Lodges geplant, da bleibt Zeit für den ganzen organisatorischen Krämpel.

Uns hält es aber nicht lange im Zimmer. Der Sonnenaufgang, die traumhafte Lage der Lodge, all das treibt uns raus um Fotos zu machen.

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Dann ab zum Frühstück. Wieder ist es einfach wunderbar gemütlich, das Frühstück reichlich, nette Gesellschaft mit Monika und Dave, wuselnde Hunde - einfach ein gelungener Start in den Tag!

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Fazit Marula Cottage
Für uns eine echte Entdeckung! Wunderschön gelegen, schöne Zimmer, sehr herzliche Betreuung durch Monika und Dave.
Hier sollte man mehr als eine Nacht bleiben, zumal die Umgebung einiges zu bieten hat.

Eigentlich wollen wir heute über Platjan Border Post, bis dahin sind es noch ein paar Stunden Fahrt. Und Monika und Dave warnen uns vor der R572. Diese soll voller brutaler Schlaglöcher sein, so dass man dort richtig langsam fahren muss 😵 . Das hört sich nicht gut an, jetzt läuft uns so langsam die Zeit weg, wir müssen ja noch einkaufen. 🙁

Wir verabschieden uns herzlich aber endgültig, und machen uns auf den Weg nach Thabazimbi. Hier wird nur das nötigste eingekauft, haben wir doch in unseren nächsten Unterkünften “full board”. Böser Fehler, davon aber später 😣 .

Dann geht es auf die Piste. Da es so langsam gegen Mittag geht, bitte ich Claudia mal zu recherchieren, wann denn Platjan schließt. Platjan ist ja ein sehr kleiner Grenzübergang, und ich könnte mir vorstellen, dass die früher schließen als z.B. Martin’s Drift.

Tja, und da startet unsere heutige Herausforderung! Im Internet findet Claudia genau zwei Angaben über die Öffnungszeiten. Eine sagt was von 16:00, die andere von 18:00. 16:00 wäre schon arg knapp 😵 . Das Navi korrigiert zwar die Ankunft ständig zu unseren Gunsten (nein, wir sind nicht zu schnell gefahren!), aber weiß das Navi von der Schlaglochpiste? Schlaglöcher sind ja eher ein variabler Faktor 😗 .

Claudia telefoniert mit Monika, aber die weiß auch nicht mehr und spricht nur von 16:00. Jetzt ist guter Rat teuer. Wenn wir zu spät bei Platjan ankommen und dann zurück zu Martin’s Drift müssen, wird das alles viel zu spät. Claudia versucht telefonisch in Platjan am Grenzübergang jemanden zu erreichen. Zwecklos. 😈

Auf einem Supermarktparkplatz beraten wir und einigen uns auf “Martin’s Drift”. Sicher ist sicher. Glücklich bin ich mit der Entscheidung nicht, habe ich doch viel von dem vollen und wuseligen Grenzübergang gelesen und gesehen. 😕

Am Grenzübergang erwartet uns die bekannte elend lange Schlange von LKWs, an der wir bis ganz nach vorne vorbei fahren. Die Ausreise aus Südafrika geht schnell, dann geht es zur Einreise nach Botswana.

Als wir uns an der Immigration anstellen wollen, werden wir darüber informiert, dass wir erstmal zum Gesundheits-Check müssen. Ein kleines Gebäude in zweiter Reihe, kein Schild, muss man wissen. Geht ja auch schnell, nur schnell die Körpertemperatur messen, dann haben wir einen Schnipsel mit Stempel, mit dem wir uns wieder anstellen.

Das dauert! Und dauert! Zwischendurch werden wir darüber informiert, dass es Probleme mit dem Netz gibt, und dass es daher länger dauert. Ja, nee, is klar, das ist wohl mehr eine Beruhigung für die glasfaserverwöhnten Touris, das Netz ist sicher immer so langsam 🤩 . Egal, nach knapp einer Stunde sind wir dran. Erstaunlich ist, dass wir hier kein Formular ausfüllen müssen. Ein paar Infos werden mündlich abgefragt (warum muss der Typ hinter der Glasscheibe nur so leise nuscheln, ich muss ständig nachfragen 😐 ), dann haben wir die Stempel im Pass. Noch schnell bezahlen (Kartenzahlung funktioniert!), dann sind wir wieder im Auto und los.

Die Einfahrt auf die Brücke über den Limpopo gestaltet sich dann wieder schwierig. Es gab wohl mal ein Ampelsystem. Jaja, dass das funktioniert, daran erinnert sich sicher kaum noch jemand. Immer wenn wir auf die Brücke fahren wollen, kommt uns ein wüst blinkender LKW entgegen. Zurück, an die Seite fahren, warten. Nach 20 Minuten steigt Claudia aus und geht zu Fuß über die Brücke. Sie will uns mit dem Funki Bescheid geben, wenn wir los können.

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Brücke über den Limpopo nach Botswana

Ach ja, von Abraham, unserem Guide im Limpopo River Camp, erfahren wir später, dass Platjan bis 18:00 geöffnet hat. Hätte also dicke gereicht. 🤩

Drüben angekommen versuchen wir uns zu orientieren und die Straße nach Osten zu finden. Das Navi hat hier nämlich das einzige Mal auf dieser Reise einen Aussetzer. Wenn ich die Lodge als Ziel eingebe, will das Navi immer zurück über die Grenze um untenrum über die Strecke zu fahren, die wir ja nicht fahren wollten. Aus Gründen. Auch Rolfs TomTom stellt sich bockig. 😈

Wir orientieren uns an der Papierkarte und fahren erstmal nach Norden. Dann gibt es den Abzweig nach Osten, und irgendwann spielt dann auch das Navi wieder mit. Man muss nur hartnäckig sein! 😄

Die Strecke zieht sich, das Licht wird wunderschön, was wir nur teilweise genießen können. Nach einem Abzweig treffen wir nach kurzer Strecke auf eine Sandpiste, danach kommt ein Tor zum Nationalpark. Wir werden nach dem Wohin gefragt, dann bekommen wir eine Chipkarte. Man erklärt uns, dass wir die bei der Ausfahrt wieder abgeben müssen. Man will so kontrollieren, dass auch alle, die rein gefahren sind, wieder raus fahren. Na gut, so soll es sein.

Die Strecke wird holpriger, wir ziehen wieder lange Staubschleppen hinter uns her. Dann verlassen wir den Park (Ja, Karte abgeben, auslesen, prüfen, abhaken) und fahren weiter auf der Piste. Auf einmal kommt eine Stimme aus dem Funki “sagt mal, ist das da vorne ein Nashorn?”. Tatsächlich, da steht ein prachtvolles Breitmaul-Nashorn am Straßenrand und wittert misstrauisch in unsere Richtung. Einfach dran vorbei fahren? Hm, keine Ahnung, ich habe beim Kurs “Nashorn-Verhalten für Anfänger” gepennt. Da das in dem schönen Licht sowieso ein tolles Motiv ist, machen wir erstmal den Motor aus und beobachten. Ein weiteres Auto gesellt sich dazu, traut sich auch nicht vorbei.

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Als das Nashorn dann Richtung Busch abdreht, fahren wir langsam vorbei. Ein netter Einstand, das geht doch gut los!

Die Strecke wird schlechter und es wird dunkel. Die Rezeption des Limpopo River Camps erreichen wir in völliger Dunkelheit. Wir bekommen einen Schlüssel für’s Tor, und man teilt uns mit, dass das Abendessen noch auf uns wartet. Super, wir haben nämlich Hunger! 😵

Wir finden das Tor, dann geht es auf schmaler Piste einige Kilometer durch die Dunkelheit. Zwischendurch gibt es ein paar auf Steine gepinselte Hinweise, man kann sich also kaum verfahren. Wir erreichen die Lodge und werden sehr herzlich von der Mannschaft begrüßt. Wir transportieren unsere Klamotten in unser Hütten, dann geht es in den Aufenthaltsbereich, wo noch das schon etwas abgekühlte Abendessen auf uns wartet. Hier stellt sich auch unser Guide Abraham vor, der uns die nächsten drei Tage betreuen wird. Nono, die Köchin, wird uns mit allem versorgen, was wir zum Überleben benötigen.

Denken wir. Als wir nämlich nach etwas zu trinken fragen, sagt uns Abraham, dass das Wasser, das hier auf dem Tisch steht, zwar für SIE trinkbar ist, aber es kommt halt aus dem Fluss und ev. wäre das für uns ein Problem. Etwas anderes gibt es nicht! Kein Wein, Bier, Tonic, geschweige denn Gin, Softdrinks, oder prophanes Wasser aus dem Supermarkt - nada! Uff, jetzt sind wir doch etwas konsterniert! 🙄 😊

Ja, wir haben Wasser in Südafrika gekauft, aber…. Im Nachhinein habe ich auf der Internetseite der Lodge im Kleingedruckten erfahren, dass wir zwar Full Board gebucht haben, dass das aber keine zusätzlichen Getränke außer Kaffee und Tee beinhaltet, bzw. man diese dort kaufen könnte. Das wusste auch unser Reisebüro nicht. 😛

Ok, das muss man wissen, war auch unser Fehler, wir machen das Beste daraus. Am nächsten Tag trifft noch ein Paar aus Deutschland ein, und sie teilen ihre Vorräte an Wein großzügig mit uns. Ganz herzliche Dank dafür!

Vor dem Aufenthaltsbereich brennt noch ein nettes Lagerfeuer. Für uns geht es heute aber früh in die gemütlichen Hütten.

Herzliche Grüße in die Runde
Martin
Im Land der grünen Wiesen! - Namibia 2018 Wir sehen uns am Boteti! - Namibia/Botswana 2021 Botswana 2025 - Erholungsurlaub mit der Familie
zuletzt bearbeitet 23. Sept. 2025
Themenstarter898 Beiträge · seit 201623. Sept. 2025 · #17
Sue.ch schrieb:
bei deinem Reisebericht bin ich natürlich auch dabei!
Hallo Sue, das ist ja riesig, dass Du dabei bist! Willkommen!

Es hat uns sehr gefreut, dass wir uns wenigstens kurz kennenlernen konnten. Leider war die Übergabe der Autos ja in vollem Gange, wir hätten gerne noch etwas länger mit Euch geklönt.
Vielleicht erzählt Ihr ja auch noch etwas von Eurer Reise?

Liebe Grüße
Martin
Im Land der grünen Wiesen! - Namibia 2018 Wir sehen uns am Boteti! - Namibia/Botswana 2021 Botswana 2025 - Erholungsurlaub mit der Familie
768 Beiträge · seit 201724. Sept. 2025 · #18
Hallo Martin, ich möchte auch gerne mitreisen und bin gespannt, was ihr alles erlebt habt.
Liebe Grüsse Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
1'712 Beiträge · seit 201624. Sept. 2025 · #20
Hallo ihr Lieben,

das seid ihr ja flott dran mit eurem Reisebericht, sehr schön! Nach knapp drei Wochen arbeiten in Köln sind wir nun erst einmal drei Wochen in netterer Mission in der Welt unterwegs, wie ihr wisst, und freuen uns dann seeeehr auf ein Wiedersehen. Im RB können wir uns ja auch aus der Ferne auf dem Laufenden halten, wie es diesmal für euch in BOT gelaufen ist, wie schön! Bis demnächst in Hamburg,

viele liebe Grüße,
Betti und Thomas
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