Reisebericht

Botswana 2025 - Erholungsurlaub mit Familie

von TinuHH · begonnen 23. Sept. 2025 · 27 Teile

Teil 123. Sept. 2025
Moin allerseits!

Nachdem hier schon die ersten Reiseberichte aus dem August diesen Jahres reintrudeln, komme ich so langsam in Zugzwang. Also, ich tippe dann mal etwas über unsere diesjährige Reise nach Botswana zusammen.

Wie immer -
Vorgeschichte

Eigentlich bin ich nach unserer letzen Botswana-Reise 2023 (nein, davon gibt es keinen Reisebericht, wird es auch nicht geben) davon ausgegangen, dass das das letzte Mal war, dass wir in Botswana waren. Die beste aller Ehefrauen hatte einfach die Nase voll. Zu viel Camping, zu viel Ärger mit dem Auto. 😵

Trotzdem fing ich Anfang 2024 an, an möglichen Reiseplänen zu schrauben. Schon das macht ja bekanntlich viel Spaß, auch wenn keine konkrete Reise ansteht, und man kann ja noch träumen 🤩 . Wie überrascht war ich dann als Claudia irgendwann sagte, ich solle mal planen, wir könnten ja mal drüber reden. YESS! Bingo! 🤩 😄

Wir habe viel geredet, ich habe geplant, verworfen, neu geplant, mit netten Menschen aus dem Forum über Empfehlungen für Unterkünfte und Strecken gemailt und gesprochen. Dann kamen wir spontan auf die Idee, dass es nett wäre wenn meine Schwester nebst Ex-Verlobtem wieder mit dabei wären. Sie waren 2023 als Afrika-Ersttäter das erste Mal mit von der Partie, und mit ihnen hat es richtig Spaß gemacht. Wir wussten nur nicht ob sie das finanziell nochmal wuppen wollten und konnten.

Auf unsere Signal-Anfrage, ob für sie das Thema “Afrika” durch wäre, kam die lapidare Antwort “wir können Euch doch nicht alleine fahren lassen, ihr verhungert doch!”. Frechheit 😈 ! Aber wir haben uns riesig gefreut! Also zu viert planen! 🤪

Erklären muss ich noch, dass Schwager Rolf a) echter Schwabe ist, was hin und wieder den Wunsch nach Untertiteln aufkommen lässt, und b) begeisterter Hobbykoch auf dem offenen Feuer ist. Schon 2023 hat er uns wunderbar bekocht, und wer sind wir, dass wir so unhöflich wären und uns bei seinen Aktivitäten in den Vordergrund drängeln würden? 😗

Dadurch, dass die beiden mitfahren wollten, waren wir leider zeitlich etwas eingeschränkt. Berufsbedingt musste meine Schwester spätestens Anfang September wieder zurück sein, sonst wäre es teuer für sie geworden.

Letztendlich wurde die Reise so “beste-aller-Ehefrauen-kompatibel” wie möglich gebaut. Weniger Nächte im Camper, und dafür deutlich mehr in festen Unterkünften. Weiterhin wollten wir diesmal in Johannesburg starten, weil ich unbedingt in den Tuli Block wollte. Da wir weiterhin mit Khwai planten, wäre eine Rückfahrt bis Johannesburg arg weit geworden, wir entschieden uns für eine Rückgabe der Autos in Maun, und einen zusätzlichen Flug von Maun nach Johannesburg. Einfach mal was anderes machen. Und ich wollte/musste unbedingt Lufthansa fliegen! 😄

Das Auto haben wir diesmal bei Bushlore gemietet.

Die Reise bestand aus neuen Zielen (Südafrika, Tuli Block, Khama Rhino), Zielen, die wir vor zwei Jahren nicht anfahren konnten (Bains Baobabs, Magotho), und bekannten Zielen, die wir unbedingt wieder sehen wollten (Boteti, Maun, Mbudi, Third Bridge).

Anfang / Mitte diesen Jahres, als bekannt wurde, dass üppige Regenfälle in Angola im Okavango, speziell rund um Third Bridge, für “Herausforderungen” sorgten, wurde ich etwas unruhig. Wir haben alle keine Erfahrung mit Wasserdurchfahrten, und da ich nicht riskieren wollte, mit dem Leihwagen abzusaufen, lag ich ständig Bele in den Ohren, wie denn jetzt die aktuellen Stände sind, ob es schon Empfehlungen gibt (völliger Blödsinn, wer kann das ein viertel Jahr vorher wissen!) etc. Sorry, Bele, wenn ich da etwas nervig war. Ich mache mir über solche Dinge immer viel zu viele Gedanken, mir fehlt das Wird-schon-klappen-Gen. 😕

Kurz vor der Reise hatte ich noch einen sehr netten Austausch mit Holger (Sawadi) und Michel (falcon) hier aus dem Forum. Michel hatte sich nach langen Überlegungen gegen Third Bridge entschieden und noch einen Platz im South Gate Camp ergattert. Da wir genau an dem Tag auf dem Weg nach Third Bridge sein wollten, bot er uns an, mit auf seinen Platz zu kommen, falls wir es nicht bis nach Third Bridge schaffen sollten. Wir haben uns sehr über die Einladung gefreut! Nochmals vielen Dank, Michel!

Spoiler: Wir mussten das nette Angebot nicht annehmen, konnten uns damit aber leider nicht persönlich kennen lernen.

Vielen Dank auch an Holger, der uns auch von unterwegs mit aktuellen Meldungen versorgte. Leider hatten wir nur selten Internetzugang, so dass wir die wichtigsten Nachrichten erst bei unserer Rückkehr nach Maun bekamen.

Wir haben das erste Mal eine eSIM für Botswana genutzt. Und das war eine echte Entdeckung! Keine langes Anstellen bei den Läden im Land, einfach aktivieren, geht. das werden wir wohl in Zukunft immer so machen.

Claudia und ich habe wieder eine ziemlich umfangreiche Kameraausrüstung mitgeschleppt. Ergänzt wurde die Ausrüstung diesmal durch eine Wildkamera.

So, genug der Vorgeschichte, damit kann es losgehen.

Herzliche Grüße
Martin
Teil 223. Sept. 2025
11.+12.08.2025 - Abflug nach Johannesburg und Marula Cottage - fast wäre es schief gegangen!

Unser Untermieter für die Betreuung des Stubentigers ist angekommen, eingewiesen, und herzlich verabschiedet. Der Flug von Hamburg nach Frankfurt verläuft unspektakulär.
Mit reichlich Zeit machen wir uns auf den langen Weg zu Gate Z. Das zieht sich! Und derjenige, der die Laufbänder eingebaut hat, bekommt einen Kaffee spendiert - mindestens! 🤩

Am Gate treffen wir auf Anne und Rolf, dann warten wir auf den Abflug unserer Maschine nach Johannesburg. Wir fliegen das erste Mal 747-800. Der Brocken steht schon vor der Tür. Was für ein Gerät!

Pünktliches Boarding, dann passiert nichts mehr. Abflugzeit vergeht - nichts. Dann die Durchsage. Ca. 70% aller Toiletten seien ausgefallen, und damit könne man nicht fliegen. Gut 400 Passagiere mit 4 Toiletten, das wird eng! 😣 😣

Die Techniker wuseln durch das Flugzeug, wir nähern uns der Flugverbotszeit. Wieder Durchsagen, man bemühe sich um eine Sondergenehmigung. Es wird 23:30, da kommt die Durchsage, dass die Toiletten wieder gehen, und dass wir fliegen dürfen! Uff, Glück gehabt. Das wäre ja ein vergurkter Auftakt für unsere Reise geworden, Notübernachtung in Frankfurt! Genau meine Vorstellung von Abenteuerreise! 😄

Wir sind total müde, wollen nur noch schlafen, aber wir sind hier nicht bei “wünsch’ dir was”, wir sind hier bei “so isses!”, hier wird gnadenlos das Programm durchgezogen! Verspätung? Na und? Jetzt wird erstmal gegessen! 😈
Dabei erzählt die Stewardess, dass wir nur deshalb eine Sondergenehmigung bekommen haben, weil wir Organtransporte an Bord haben! Ohne die würden wir jetzt einen Drink an der Bar eines Frankfurter Notfallhotels nehmen. Autsch, das war knapp! 😣 😣

Auf den Nachtisch verzichten wir, es muss auch mal gut sein! Die Nacht ist unspektakulär, ich bekomme sogar ein paar Stunden Schlaf. In Johannesburg kommen wir dann logischerweise gut eine Stunde später an. Einreise, lange Schlangen (von ca. 20 Schaltern sind bummelich 5 oder 6 offen. Fachkräftemangel, oder so.). Es zieht sich. 😵

Gepäck abholen und raus. Draußen warten schon Britto von Bushlore und verfrachtet uns ins Parkhaus und in den Quantum. Dann geht es gut 20 Minuten zur Bushlore-Station.

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Dort das Übliche, Einweisung in die Autos (Anne und Rolf haben einen HiLux mit Dachzelt, wir einen HighLux Bushcamper (HilCam 2(A)). Unser Auto hat gerade mal gut 34.000 km auf der Uhr. Alles wirkt noch neu, die Reifen sind quasi neu.

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So ganz nebenbei erfahren wir, dass wir auf den Autobahnen in Südafrika Maut zahlen müssen! Uff, davon höre ich definitiv das erste Mal, das ist komplett an mir vorbei gegangen, Asche auf mein Haupt! Haben wir noch so viel RAND?

Nachdem alles verhackstückt, unterschrieben und eingeladen ist, fahren wir erstmal zu einer Mall und erleichtern den ATM um ein paar Hunderter. Sicher ist sicher. Dann ab auf die N1 nach Norden.

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Gut, dass ich etwas geschlafen habe. Der Hilux mit Automatik fährt sich super, so fällt die Eingewöhnung auf dem Autobahngewusel in und um Johannesburg leicht. Aber ungewohnt ist es trotzdem wieder am Anfang, ich muss mich konzentrieren.
Dann die erste Mautstelle, nach der zweiten fahren wir bei Bela Bela von der N1 runter.

Jetzt geht es über lange und langweilige Strecken durch ebenso lange und langweilige Baustellen, in denen man nur langsam fahren darf, erst Richtung Westen, dann nach Norden. Es wird schon dunkel als wir Thabazimbi erreichen. Kurz danach ist unser heutiges Ziel, Marula Cottage, ausgeschildert und es geht die letzten paar Kilometer über eine enge Piste zur Lodge.

Dort werden wir herzlich von Monika und Dave willkommen geheißen. Wir beziehen unsere Zimmer, die wunderbar geräumig und gemütlich sind, dann geht es zum Essen. Das Haus ist sehr nett und gemütlich eingerichtet, es gibt eine riesige offene Küche und einen sehr schönen Aufenthalts- und Essraum. Viel Holz, das Dach ist mit Reet gedeckt - hier gefällt es uns. Und es wuseln mindestens sechs Hunde rum, vielleicht mehr 😁 . Monika und Dave haben ein Herz für Problemhunde und nehmen immer wieder Hunde auf, die sonst getötet worden wären. Das Gewusel ist ein großer Spaß für Hundefans! 🤩

Nach einem letzten Windhoek Lager geht es dann früh ins Bett. Das war doch ein recht anstrengender Tag.

Morgen geht's weiter nach Norden!

Herzliche Grüße
Martin
Teil 323. Sept. 2025
13.08.2025 - Auf zur Limpopo River Lodge - Wie kommen wir über die Grenze?

Wir haben wie ein Stein geschlafen! Trotzdem wachen wir schon vor Sonnenaufgang auf. Das Zimmer sieht aus als ob hier die Vandalen gehaust hätten 🤩 . Überall Taschen, sortierte Klamotten und Ausrüstung etc. Wir haben gestern noch die Reisetaschen leer gemacht und begonnen alles in kleinere Taschen für den Camper zu sortieren. Das ist nur bedingt gelungen. Aber wir haben ja auch im Limpopo River Camp noch Zeit. Immerhin habe ich die ersten Unterkünfte in Lodges geplant, da bleibt Zeit für den ganzen organisatorischen Krämpel.

Uns hält es aber nicht lange im Zimmer. Der Sonnenaufgang, die traumhafte Lage der Lodge, all das treibt uns raus um Fotos zu machen.

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Dann ab zum Frühstück. Wieder ist es einfach wunderbar gemütlich, das Frühstück reichlich, nette Gesellschaft mit Monika und Dave, wuselnde Hunde - einfach ein gelungener Start in den Tag!

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Fazit Marula Cottage
Für uns eine echte Entdeckung! Wunderschön gelegen, schöne Zimmer, sehr herzliche Betreuung durch Monika und Dave.
Hier sollte man mehr als eine Nacht bleiben, zumal die Umgebung einiges zu bieten hat.

Eigentlich wollen wir heute über Platjan Border Post, bis dahin sind es noch ein paar Stunden Fahrt. Und Monika und Dave warnen uns vor der R572. Diese soll voller brutaler Schlaglöcher sein, so dass man dort richtig langsam fahren muss 😵 . Das hört sich nicht gut an, jetzt läuft uns so langsam die Zeit weg, wir müssen ja noch einkaufen. 🙁

Wir verabschieden uns herzlich aber endgültig, und machen uns auf den Weg nach Thabazimbi. Hier wird nur das nötigste eingekauft, haben wir doch in unseren nächsten Unterkünften “full board”. Böser Fehler, davon aber später 😣 .

Dann geht es auf die Piste. Da es so langsam gegen Mittag geht, bitte ich Claudia mal zu recherchieren, wann denn Platjan schließt. Platjan ist ja ein sehr kleiner Grenzübergang, und ich könnte mir vorstellen, dass die früher schließen als z.B. Martin’s Drift.

Tja, und da startet unsere heutige Herausforderung! Im Internet findet Claudia genau zwei Angaben über die Öffnungszeiten. Eine sagt was von 16:00, die andere von 18:00. 16:00 wäre schon arg knapp 😵 . Das Navi korrigiert zwar die Ankunft ständig zu unseren Gunsten (nein, wir sind nicht zu schnell gefahren!), aber weiß das Navi von der Schlaglochpiste? Schlaglöcher sind ja eher ein variabler Faktor 😗 .

Claudia telefoniert mit Monika, aber die weiß auch nicht mehr und spricht nur von 16:00. Jetzt ist guter Rat teuer. Wenn wir zu spät bei Platjan ankommen und dann zurück zu Martin’s Drift müssen, wird das alles viel zu spät. Claudia versucht telefonisch in Platjan am Grenzübergang jemanden zu erreichen. Zwecklos. 😈

Auf einem Supermarktparkplatz beraten wir und einigen uns auf “Martin’s Drift”. Sicher ist sicher. Glücklich bin ich mit der Entscheidung nicht, habe ich doch viel von dem vollen und wuseligen Grenzübergang gelesen und gesehen. 😕

Am Grenzübergang erwartet uns die bekannte elend lange Schlange von LKWs, an der wir bis ganz nach vorne vorbei fahren. Die Ausreise aus Südafrika geht schnell, dann geht es zur Einreise nach Botswana.

Als wir uns an der Immigration anstellen wollen, werden wir darüber informiert, dass wir erstmal zum Gesundheits-Check müssen. Ein kleines Gebäude in zweiter Reihe, kein Schild, muss man wissen. Geht ja auch schnell, nur schnell die Körpertemperatur messen, dann haben wir einen Schnipsel mit Stempel, mit dem wir uns wieder anstellen.

Das dauert! Und dauert! Zwischendurch werden wir darüber informiert, dass es Probleme mit dem Netz gibt, und dass es daher länger dauert. Ja, nee, is klar, das ist wohl mehr eine Beruhigung für die glasfaserverwöhnten Touris, das Netz ist sicher immer so langsam 🤩 . Egal, nach knapp einer Stunde sind wir dran. Erstaunlich ist, dass wir hier kein Formular ausfüllen müssen. Ein paar Infos werden mündlich abgefragt (warum muss der Typ hinter der Glasscheibe nur so leise nuscheln, ich muss ständig nachfragen 😐 ), dann haben wir die Stempel im Pass. Noch schnell bezahlen (Kartenzahlung funktioniert!), dann sind wir wieder im Auto und los.

Die Einfahrt auf die Brücke über den Limpopo gestaltet sich dann wieder schwierig. Es gab wohl mal ein Ampelsystem. Jaja, dass das funktioniert, daran erinnert sich sicher kaum noch jemand. Immer wenn wir auf die Brücke fahren wollen, kommt uns ein wüst blinkender LKW entgegen. Zurück, an die Seite fahren, warten. Nach 20 Minuten steigt Claudia aus und geht zu Fuß über die Brücke. Sie will uns mit dem Funki Bescheid geben, wenn wir los können.

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Brücke über den Limpopo nach Botswana

Ach ja, von Abraham, unserem Guide im Limpopo River Camp, erfahren wir später, dass Platjan bis 18:00 geöffnet hat. Hätte also dicke gereicht. 🤩

Drüben angekommen versuchen wir uns zu orientieren und die Straße nach Osten zu finden. Das Navi hat hier nämlich das einzige Mal auf dieser Reise einen Aussetzer. Wenn ich die Lodge als Ziel eingebe, will das Navi immer zurück über die Grenze um untenrum über die Strecke zu fahren, die wir ja nicht fahren wollten. Aus Gründen. Auch Rolfs TomTom stellt sich bockig. 😈

Wir orientieren uns an der Papierkarte und fahren erstmal nach Norden. Dann gibt es den Abzweig nach Osten, und irgendwann spielt dann auch das Navi wieder mit. Man muss nur hartnäckig sein! 😄

Die Strecke zieht sich, das Licht wird wunderschön, was wir nur teilweise genießen können. Nach einem Abzweig treffen wir nach kurzer Strecke auf eine Sandpiste, danach kommt ein Tor zum Nationalpark. Wir werden nach dem Wohin gefragt, dann bekommen wir eine Chipkarte. Man erklärt uns, dass wir die bei der Ausfahrt wieder abgeben müssen. Man will so kontrollieren, dass auch alle, die rein gefahren sind, wieder raus fahren. Na gut, so soll es sein.

Die Strecke wird holpriger, wir ziehen wieder lange Staubschleppen hinter uns her. Dann verlassen wir den Park (Ja, Karte abgeben, auslesen, prüfen, abhaken) und fahren weiter auf der Piste. Auf einmal kommt eine Stimme aus dem Funki “sagt mal, ist das da vorne ein Nashorn?”. Tatsächlich, da steht ein prachtvolles Breitmaul-Nashorn am Straßenrand und wittert misstrauisch in unsere Richtung. Einfach dran vorbei fahren? Hm, keine Ahnung, ich habe beim Kurs “Nashorn-Verhalten für Anfänger” gepennt. Da das in dem schönen Licht sowieso ein tolles Motiv ist, machen wir erstmal den Motor aus und beobachten. Ein weiteres Auto gesellt sich dazu, traut sich auch nicht vorbei.

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Als das Nashorn dann Richtung Busch abdreht, fahren wir langsam vorbei. Ein netter Einstand, das geht doch gut los!

Die Strecke wird schlechter und es wird dunkel. Die Rezeption des Limpopo River Camps erreichen wir in völliger Dunkelheit. Wir bekommen einen Schlüssel für’s Tor, und man teilt uns mit, dass das Abendessen noch auf uns wartet. Super, wir haben nämlich Hunger! 😵

Wir finden das Tor, dann geht es auf schmaler Piste einige Kilometer durch die Dunkelheit. Zwischendurch gibt es ein paar auf Steine gepinselte Hinweise, man kann sich also kaum verfahren. Wir erreichen die Lodge und werden sehr herzlich von der Mannschaft begrüßt. Wir transportieren unsere Klamotten in unser Hütten, dann geht es in den Aufenthaltsbereich, wo noch das schon etwas abgekühlte Abendessen auf uns wartet. Hier stellt sich auch unser Guide Abraham vor, der uns die nächsten drei Tage betreuen wird. Nono, die Köchin, wird uns mit allem versorgen, was wir zum Überleben benötigen.

Denken wir. Als wir nämlich nach etwas zu trinken fragen, sagt uns Abraham, dass das Wasser, das hier auf dem Tisch steht, zwar für SIE trinkbar ist, aber es kommt halt aus dem Fluss und ev. wäre das für uns ein Problem. Etwas anderes gibt es nicht! Kein Wein, Bier, Tonic, geschweige denn Gin, Softdrinks, oder prophanes Wasser aus dem Supermarkt - nada! Uff, jetzt sind wir doch etwas konsterniert! 🙄 😊

Ja, wir haben Wasser in Südafrika gekauft, aber…. Im Nachhinein habe ich auf der Internetseite der Lodge im Kleingedruckten erfahren, dass wir zwar Full Board gebucht haben, dass das aber keine zusätzlichen Getränke außer Kaffee und Tee beinhaltet, bzw. man diese dort kaufen könnte. Das wusste auch unser Reisebüro nicht. 😛

Ok, das muss man wissen, war auch unser Fehler, wir machen das Beste daraus. Am nächsten Tag trifft noch ein Paar aus Deutschland ein, und sie teilen ihre Vorräte an Wein großzügig mit uns. Ganz herzliche Dank dafür!

Vor dem Aufenthaltsbereich brennt noch ein nettes Lagerfeuer. Für uns geht es heute aber früh in die gemütlichen Hütten.

Herzliche Grüße in die Runde
Martin
Teil 424. Sept. 2025
14.-16.08.2025 - Limpopo River Lodge

Ich fasse hier mal die drei Tage unseres Aufenthaltes in der Limpopo River Lodge zusammen.

Die Limpopo River Lodge liegt direkt am Limpopo, die Hütten wurden entlang des Ufers gebaut. Sie haben einen Raum mit viel Platz und großem Doppelbett. Einfach, aber gemütlich eingerichtet. Die große Glastür zum Fluss bietet einen wunderbaren Blick auf den Fluss.

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Chaos im Zimmer

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Aufenthalts- und Essbereich

Die Ablutions sind ca. 20m entfernt, man muss also raus. Sie sind auch einfach, aber sauber. Gewöhnungsbedürftig ist, dass sie zur Flussseite komplett offen sind. Zwei kleine Bambus-Rollos sind eher Feigenblatt denn Sichtschutz. Hat was! Uns hat’s gefallen! Ein ganz neues - äh - Dusch-Erlebnis! 🤩

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Ablutions. Das Foto wurde mit Fisheye Objektiv gemacht, daher die verbeulte Form

Die nächsten drei Tage beginnt der Tag sehr früh. Abraham will um 7:00 aufbrechen 😣 . Wir starten um 06:30 mit einer Tasse Kaffee am Feuer und werden langsam wach. Es ist noch dunkel und kühl, so um die 7-8°C. Gut, dass wir genug dabei haben, wir ziehen uns nach dem Zwiebelprinzip an. Sogar Mützen haben wir eingepackt.

Abraham erweist sich als echter Schatz! Er ist seit ca. 40 Jahren Guide und Ausbilder, und was der Typ alles über Spuren, Verhalten der Tiere, Pflanzen etc. weiß, ist enorm! Und er plaudert auch nicht einfach so während der Fahrt, was man spätestens in Reihe 2 auf dem Auto nicht mehr richtig versteht, sondern er hält an, macht den Motor aus, und fängt dann an zu erzählen und zu erklären. Für uns absolut klasse! 😎

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Die Gegend im Tuli Block ist für uns neu, das kennen wir noch nicht. Überall gibt es kleinere und größere Erhebungen aus rotem Sandstein. Eine wirklich tolle Landschaft mit viel Abwechslung.

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Im Laufe der Gamedrives (einer morgens, einer abends) sehen wir so einiges an Tieren. Viele Vögel, Elefanten, klar, Antilopen, Zebras, etc. pp. Nur Raubtiere machen sich rar.

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Go-away-birds beim Turteln

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Wasserloch. Nur die Elefanten fehlten

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Da sind sie!

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African Hoopoe

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Steinböckchen

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Baobab in den Felsen

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Starling

Nach dem Morgen-Drive gibt es Frühstück. Nicht üppig, aber absolut ausreichend. Leider geht bereits am zweiten Tag der Kaffee aus, was wieder durch das andere Paar mit ihren eigenen Beständen kompensiert wird. Neuen Kaffee irgendwo besorgen, das scheint nicht vorgesehen zu sein. Ok, keine Frage, da scheint noch Optimierungsbedarf bei der Planung zu bestehen.

Nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen (sehr lecker!), bevor es wieder zum Gamedrive geht. Nach der abendlichen Ausfahrt gibt es Abendessen. Einfach, aber lecker und reichlich.

Am Eingang zur Lodge, ca. 100m von unserer Hütte entfernt, gibt es sogar brauchbares WLAN. Leider reicht es nicht ganz bis runter zu unseren Hütten, aber wir haben ja tagsüber Zeit und laufen hin und wieder rüber, um mal die lieben Daheimgebliebenen mit Berichten und Bildern zu versorgen.

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Marico Sunbird Weibchen

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Marico Sunbird Männchen

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Crested Barbet

Auf dem Gelände hält sich eine Bushbock—Mutter mit ihrem Nachwuchs auf. Sie liegen direkt neben dem Weg in einem Busch und lassen sich nicht von uns stören. Dann und wann streifen sie über das Gelände, untersuchen die Feuerstelle, Stühle etc. Wir werden zwar beäugt, aber offenbar als ungefährlich bewertet. Wir freuen uns an ihrer Gesellschaft.

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Die darf natürlich nicht fehlen

... Ich reiche noch ein paar Fotos nach, hier wurden sie abgeschnitten 🙄

Fazit Limpopo River Lodge

Dass man hier hinsichtlich der Getränke weitgehend auf dem Trockenen sitzt, muss man wissen! Wir haben nicht damit gerechnet. Also nächstes Mal vorher einkaufen!
Sonst ist die Lodge prima! Wunderschön gelegen, einfache, aber gemütliche Hütten. Und das Personal ist großes Kino. Abraham ist Freelancer, daher kann ich nicht sagen ob er immer dort ist. Wenn man das Glück hat mit ihm zu fahren, dann wird man mit sehr detaillierten Informationen über Flora und Fauna versorgt.
Trotz der Getränkeknappheit - wir kommen gerne wieder!

Morgen geht's in's Serolo-Camp

Herzliche Grüße
Martin
Teil 524. Sept. 2025
Hier noch ein paar Ergänzungsfotos


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Zebra-Manguste

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Das müsste ein Long-tailed Paradise Whydah sein

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Typische Landschaft im Tuli Block

Herzliche Grüße
Martin
Teil 625. Sept. 2025
16.08.2025 - Serolo Camp

1. Teil

Das Serolo Camp liegt nur eine knappe Stunde Fahrt von der Limpopo River Lodge entfernt. Wir können uns also Zeit lassen und machen den Gamedrive am Morgen noch mit. Anschließend gemütlich frühstücken, dann die Autos beladen.

Julie von Serolo hatte im Vorfeld darum gebeten, dass wir nicht vor 12:00 Uhr auflaufen. Am 16.8. verlässt wohl eine größere Gruppe das Camp, daher braucht man ausreichend Zeit um alles wieder zu richten. Wir lassen uns also viel Zeit. 🙂

Wir tauschen noch Informationen mit Abraham aus, mit dem wir gerne in Kontakt bleiben wollen. Dann verabschieden wir uns herzlich und machen uns auf den Weg.

Bei der Ausfahrt aus dem Lodge-Gelände öffnet und schließt man das Tor noch mit dem Schlüssel, den wir ja nach wie vor haben, dann wirft man einfach den Schlüssel in eine kleine grüne Box am Tor.

Auf nach Serolo! 🤩 🤩

Nach kurzer Fahrt kommen wir an den Abzweig, an dem es rechts nach Platjan geht. Ja, das wäre wirklich ungleich kürzer gewesen. Schade, dass das nicht wie geplant geklappt hat. 😵

Nach wirklich kurzer Fahrt erreichen wir das Serolo Camp. Hier werden wir von Jou willkommen geheißen. Er wird uns in den nächsten drei Tagen als Guide betreuen. Dann kommt noch Chef Kennedy dazu, er wird hier für unser leibliches Wohl sorgen.

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Das Serolo Camp ist im Vergleich zur Limpopo River Lodge eine ganz anderen Hausnummer. Die Hütten, die wir beziehen, sind quasi neu 🤩 ! Im Internet sieht man noch die Zelt-Hütten, auch gemütlich und schön, aber gegen das, was wir jetzt finden, kein Vergleich! Große Holzhütten, sehr hell und modern, ein riesiges modernes Bad, schöne Deko an den Wänden - einfach gigantisch! Jou weist uns noch darauf hin, dass auch dieses Camp nicht eingezäunt ist, und dass wir unbedingt auf unangemeldete Besucher achten sollen.

Die Bilder sind mit einem Fish-Eye gemacht, daher wirken sie etwas "bauchig" 🤪 . Die Wände sind gerade, definitiv! 😉

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Sorry, für das Chaos

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Wir räumen die Autos aus und stellen sie oben auf den Parkplatz, dann geht es in den Aufenthaltsbereich. Die Tische, an denen wir essen werden, stehen unter einem riesigen Baum. Von dort hat man einen Blick auf ein Wasserloch. Es gibt auch einen überdachten Bereich mit ein paar Sofas und Sesseln, sowie einen Tisch mit Stühlen. Hier gibt es auch einen Kühlschrank mit allen Getränken, die man sich so wünschen kann. Man schreibt einfach auf was man nimmt, und rechnet das hinterher ab. Kaffee und Tee ist immer da und kostet nicht extra. Klasse! 🤩

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Auch hier gibt es täglich zwei Gamedrives. Vor der Ausfahrt am späten Nachmittag gibt es noch einen leckeren Snack, den Chef Kennedy serviert.

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Dann geht es auf den Landcruiser. Wir sitzen gemeinsam mit Laura und Marco aus Italien auf dem Auto. Die beiden erweisen sich als echter Gücksgriff! Sie sind einfach knuffig und nett, und sie haben die gleiche “Macke”, was das Fotografieren angeht, wie wir 😏 🤪 . Nichts ist nerviger, als wenn beim Fotografieren genörgelt wird, weil sich die nicht so fotoverrückten Mitfahrer langweilen und weiter wollen. Laura und Marco können sich auch stundenlang vor ein paar Bienenfressern aufhalten, weil das nächste Foto sicher noch besser wird, als die 100 davor 🤩 😗 . Sie sind auch noch drei Tage da und werden auch die nächsten drei Tage mit uns fahren. Super!

Jou ist ein ganz anderer Typ als Abraham. Auch er hat viele Jahre Erfahrung als Guide, aber er ist nicht so redselig. Und man kann ihn hinten schlecht verstehen. Aber er ist trotzdem gut! Wir haben in den drei Tagen wirklich viel gesehen, abenteuerliche Fahrten erlebt, und viel Spaß mit ihm gehabt.

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Am Limpopo

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Meyer's Parrot

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Krokodil

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Bienenfresser

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Impalabock

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Gaukler, leider nur im Gestrüpp

Wir sind hier nicht alleine unterwegs, hier fahren mehrere Fahrzeuge, die Guides stehen untereinander per Funk in Verbindung. Damit wird die Chance, etwas besonders zu sehen, enorm verbessert. Gleich bei unserer ersten Ausfahrt sehen wir eine junge Leopardin, die sich in schönstem Abendlicht vor uns präsentiert.

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Nachdem sie sich dann irgendwann ins Buschwerk verdrückt, bekommt Jou über Funk die Mitteilung, dass Löwen gesichtet wurden 🤩 . Er fragt uns, ob wir auch hin wollen, das wäre allerdings eine Dreiviertel Stunde Fahrt. Kurze Abstimmung unter uns sechs - wir bleiben! 🤩 Löwen kommen später. Goldrichtige Entscheidung!

Mehr in Teil 2!

Herzliche Grüße
Martin
Teil 725. Sept. 2025
16.08.2025 - Serolo Camp

2. Teil

Jou folgt der Leopardin ins dichte Buschwerk. Wege sind was für Anfänger. Jou ist kein Anfänger! 😈 Das ist echtes Offroad. Wir sind eifrig damit beschäftigt die Zweige der Büsche, durch die wir fahren, von uns fern zu halten 😵 . Aber wir finden die Leopardin wieder, gerade als sie einen Angriff auf ein Baumhörnchen startet 🤩 !

Das Buschwerk ist so dicht, dass wir uns nicht vorstellen können, dass sie Erfolg haben könnte. Falsch gedacht! Ein kurzes Chaos, wildes Ästeknacken dann ein Fiepen - Ende 😣 . Nichts für sensible Gemüter, aber so ist die Natur hier. Das Hörnchen wird sofort an Ort und Stelle zu Gulasch verarbeitet und verdrückt. Ist ja eh nur ein Snack. Die anderen Hörnchen, die auf den Bäumen sitzen, schimpfen heftig. 🙁

(Die Bilder sind durch dichtes Buschwerk bei sehr dämmrigem Licht gemacht. Sorry, wenn hier oder da ein Ast im Bild ist.)

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Und dann sehen wir eine zweite Leopardin, deutlich größer als die erste. Sie versucht der kleinen den Snack streitig zu machen und wir befürchten schon, dass sie gewinnt, weil größer und stärker 😊 . Weit gefehlt! Ein kurzes Gefauche, dann ist Ruhe, die Fronten sind geklärt, die zweite sitzt verschüchtert hinter einem Baum. 🤩

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Nur wenige Minuten später kreuzt ein Rudel Mangusten nichtsahnend auf. Böser Fehler 😵 😈 ! Die Leoparding sprintet los, wieder Chaos im Busch, dann ein Quieken, und eine Manguste wird auch zum Snack verarbeitet 😵 . Wir sind total geflasht und beobachten das Geschehen staunend. Klar, hier im dichten Buschwerk ist das alles nur schemenhaft zu erkennen, außerdem wird es langsam dunkel, aber trotzdem ist das für uns ein einmaliges Erlebnis.


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Als sich die Leos langsam in die Dunkelheit verdrücken, machen wir uns auf den Heimweg. Wir sind total begeistert von dem, was wir auf der ersten Ausfahrt schon alles erlebt haben. 🤩 Auch wenn es etwas martialisch zuging.

Unser Abendessen unter dem riesigen Baum ist wunderbar. Im Baum hängen sehr hoch oben große schöne Lampen, die die Szene in warmes, weiches Licht tauchen. Drei Gänge, dazu leckere Getränke - man kann den Tag wirklich schlechter ausklingen lassen! 🤩 😛

Bist zur nächsten Folge, herzliche Grüße
Martin
Teil 827. Sept. 2025
Guten Morgen allerseits!

17.08.2025 - Serolo Camp

1. Teil

Hier geht es noch früher auf Gamedrive. Um 6:00 Uhr gibt es Kaffee, um 6:30 sitzen wir auf dem Geländewagen 😣 . Es ist zwar recht windig, aber mit 15°C nicht so kalt wie an den vorherigen Tagen.

Wir fahren erst am Limpopo entlang, dann erfährt Jou über Funk, dass ein Löwenrudel gesichtet wurde. Offensichtlich das gleiche, das gestern Abend schon Thema war. Jetzt aber los, Jou schätzt die Dauer bis dorthin auf ca. 45 Minuten. Und ab geht die wilde Fahrt! Wir werden ordentlich durchgeschüttelt.

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Am Ufer des Limpopo

Die Landschaft ist wieder ganz anders. Riesige Ebenen mit spärlichen Baum- oder Buschbestand, große Elefantenherden, abenteuerliche Abfahrten, die das ganze Können von Jou fordern und die ich zu Fuß kaum bewältigt hätte. Im Auto ist das “next level” 🤪 .

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Wir kommen am Mohave Camp vorbei, das ja auch zu Serolo gehört. Dort hätte ich auch gerne gebucht, aber man kann das Camp nur komplett mieten, und es ist für 10 Personen vorgesehen. Zu viert leicht zu teuer.

In der Ferne taucht Eagles Rock auf, dann erreichen wir das ausgetrocknete Flussbett des Motloutse River. Dort sind schon zwei andere Safari-Fahrzeuge, und dort sehen wir auch die Löwen!

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Ca. 8-10 Löwen, ein paar ältere Löwinnen und ca. 6 Halbstarke, kommen auf uns zu. Wir können sie in aller Ruhe ausgiebig fotografieren. Augenscheinlich haben sie in der Nacht einen Riss gehabt, die Bäuche sind dick und rund. Bald legen sich die älteren Löwen hin, um in Ruhe zu verdauen. Die Joungster tollen noch etwas rum.

(Es wird jetzt etwas löwenlastig... 🤩 )

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Den schwarzen Fleck am Rücken des Löwen konnte uns auch Jou nicht erklären. Ev. eine Pigmentstörung.

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Die anderen Safari-Fahrzeuge drehen einer nach dem anderen ab, so dass wir irgendwann ganz alleine bei dem Rudel sind.

Weiter in Teil 2

Herzliche Grüße
Martin
Teil 927. Sept. 2025
17.08.2025 - Serolo Camp

2. Teil

Als die Löwen nach einiger Zeit über die Böschung verschwinden, machen wir uns, mit einer kleinen technischen Pause unterwegs, auf den Weg zum Camp. Unterwegs halten wir noch bei einigen Elefanten.

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In einer kleinen Gruppe Giraffen sind zwei Joungster dabei, ihre kämpferischen Fähigkeiten zu üben. Noch ist es wohl nur Training, aber wenn das mal Ernst wird, können diese Kopfstöße richtig heftig werden.

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Im Camp erwartet uns ein ausgiebiges Frühstück. Das war eine äußerst erfolgreiche erste Ausfahrt!

Wir verbringen den Tag mit ein Wenig Datenhygiene und etwas Organisation im Camper.

Dann gibt es wieder Kaffee und Kuchen, anschließend machen wir uns auf die nächste Ausfahrt. Bis in die Dämmerung fahren wir in der Nähe des Limpopo herum und haben viele Sichtungen, hauptsächlich Vögel, aber auch Impalas, Elands etc. Bei einigen Büschen, auf denen die Bienenfresser immer wieder auf Beutefang los fliegen, bleiben wir einige Zeit stehen und versuchen die Vögel im Flug zu erwischen. Das klappt zwar immer besser, aber irgendwann lassen wir es dabei bewenden und fahren weiter.


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Bennett's Woodpecker

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Bienenfresser

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Gabelracke

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Bienenfresser

Als es dämmert fährt Jou mit uns zu einer Felsformation, in deren Höhlen Schabrackenhyänen ihren Bau haben sollen. Die Hyänen, die wohl hauptsächlich nachts aktiv sind, lassen sich leider erst sehen, als es schon fast komplett dunkel ist. Nur im Schein unserer Taschenlampen können wir sie zwischen den Büschen ausmachen, zu einem einigermaßen brauchbaren Bild reicht es nicht. 😕

In völliger Dunkelheit geht es zurück zum Camp. Zum Abendessen gibt es Gegrilltes mit Gemüse und Papp. Wir stoßen mit Gin-Tonic auf die Reise an.

Zum Nachtisch gibt es Elefanten am Wasserloch zu sehen. Wir werden anschließend vom Personal zu unseren Hütten gebracht. Sicher ist sicher. 🙂

Ein toller Tag geht zu Ende!

Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende
Martin
Teil 1029. Sept. 2025
18.08.2025 - Serolo Camp

Nach dem Frühstück geht es erstmal wieder an den Limpopo. Nachdem wir hier eifrig fotografiert und beobachtet haben, machen wir uns nochmal auf den Weg zu dem ausgetrockneten Flussbett des Motloutse. Vielleicht sind die Löwen ja wieder da.

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Marabu

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Und tatsächlich, sie sind da, liegen aber oben auf der Böschung. Hier darf Jou nicht hoch, das Gelände gehört zu einer anderen Konzession. Aber auch so können wir sie nochmal ausgiebig beobachten.

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Auf dem Rückweg können wir ganz kurz einen Bat-Eared Fox sehen, ein Foto gelingt uns nicht. Wir machen eine kurze Kaffeepause, in der Jou den Kühlerschutz als Campingtisch umbaut. Sogar eine Tischdecke gibt es! 🤩

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Schabrackenschakale, Giraffen, Warzenschweine und eine Gruppe von über 30 Elefanten runden den Vormittag ab.

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Zurück im Camp räumen wir schonmal ein Wenig das Auto ein, jetzt können wir das ganz in Ruhe machen.

Beim nachmittäglichen Gamedrive sind wir nur zu viert. Laura und Marco machen einen Game-Walk mit einem anderen Guide mit.
Am Limpopo finden wir erstmal die üblichen Verdächtigen, aber auch ein paar bisher noch nicht gesehene Vögel.

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Krokodil

Dieser Kingfischer war nicht dazu zu überreden, mal hinter dem dichten Buschwerk raus zu kommen. Aber für ein Beweisfoto reicht es.

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Grey-headed Kingfisher oder Brown-hooded Kingfisher. Danke, Bele

Dann macht uns Jou auf eine Eule aufmerksam, die leider sehr tief im Geäst sitzt und gleich weiter fliegt. Das weckt den Jagdinstinkt von Jou! Vorsichtig fährt er in die Richtung, in die die Eule geflogen ist. Und tatsächlich, wir finden sie hoch oben in einem Baum, diesmal ist sie in schönstem Licht gut zu sehen. Eine “Pel’s Fishing Owl”, wie uns Jou erklärt. Die hat er auch noch nicht so oft gesehen.

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Pel’s Fishing Owl

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Giant Kingfisher

Jou möchte nochmal zum Bau der Schabracken-Hyäne fahren. Gestern war es ja schon zu dunkel, außerdem kamen die Hyänen sehr spät aus dem Bau. Vielleicht haben wir ja heute mehr Glück. 🙂

An den Felsen angekommen sehen wir eine Hyäne oben auf den Felsen liegen. Sie döst, wird aber auf uns aufmerksam und schaut hin und wieder zu uns runter. Wir freuen uns sehr, dass wir dieses schöne Tier hier beobachten können, für uns ist das eine Erstsichtung! 🤩

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Wir bleiben bis es dunkel wird, dann machen wir uns auf den Weg zurück. Ständig leuchtet Jou mit dem Scheinwerfer, vielleicht finden wir ja noch etwas interessantes. Und wir haben Glück, kurz nach dem Hyänen-Bau finden wir eine Ginsterkatze! Sie sitzt in den Felsen und wir können sie kurz im Licht der Scheinwerfer sehen. Für ein kurzes Foto reicht es, dann lassen wir sie in Ruhe.

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Auf dem Weg zurück ins Camp biegen wir um eine Kurve im Wald, und wir stehen vor einem mit Kerzen und einem Lagerfeuer erleuchteten Platz mitten in der Wildnis. Gedeckte Tische, Stühle - unglaublich, man hat ein Bushdinner für uns vorbereitet! 🤩
Es gibt eine “Busch-Waschschüssel” in der man sich die Hände waschen kann, eine Bar mit allen Getränken, und einen Tisch, an dem die Gerichte ausgegeben werden. Wir sind total überwältigt, das ist einfach großartig! Ein wirklich brauchbares Foto haben wir leider nicht zustande gebracht. 🙁

Julie begrüßt uns mit der ganzen Mannschaft, wir setzen uns zusammen und genießen die Stimmung bei gutem Essen und leckeren Getränken. Heute ist der letzte Abend mit Laura und Marco, und wir freuen uns sehr, dass wir ihn gemeinsam erleben können. Ringsum hören wir Elefanten, weit weg brüllen Löwen. Was für eine Stimmung!

Als Vorspeise gibt es Kürbissuppe, zum Hauptgang eine Art Gulasch mit Gemüsebeilage, und zum Nachtisch einen Pudding.
Anschließend sitzen wir noch eine Weile mit Jou und Ursula, einer Angestellten, die erst neu dabei ist, und die sehr spannend erzählt, am Lagerfeuer, bis Jou uns gegen 21:00 Uhr zurück ins Camp fährt.

Dieses Buschdinner rundet unseren tollen Aufenthalt in diesem wunderbaren Camp ab! 😄

Damit endet unser Aufenthalt im Serolo Camp. Am nächsten Morgen geht es nach Nord-Westen, wir wollen zum Boteti und machen Zwischenstation im Khama Rhino Sanctuary.

Fazit Serolo Camp
Für uns ein HighLight der Reise.
Wunderschöne moderne Hütten, eine tolle Anlage, großartige Betreuung, sowohl durch Jou als Guide, als auch durch Chef Kennedy und das ganze Team.
Die Ausfahrten waren großartig. Wir haben deutlich mehr erlebt und gesehen, als es uns als Selbstfahrer möglich gewesen wäre.
Serolo ist sicher kein Schnäppchen, aber für uns jeden Pula Wert.
Wir kommen wieder!

Herzliche Grüße
Martin
Teil 1129. Sept. 2025
Der nächste Tag ist schnell erzählt, es gibt vergleichsweise wenige Bilder, daher schiebe ich den gleich hinterher.

19.08.2025 - Khama Rhino Sanctuary - einige Dinge sollte man sich wirklich sparen!

Wir verzichten auf den morgendlichen Gamedrive, frühstücken nochmal ausgiebig, verabschieden uns herzlich von Jou, Chef Kennedy und der ganzen Crew. Dann packen wir die Autos und machen uns auf den Weg.

Wir fahren zurück bis zu der Kreuzung, an der es links nach Platjan geht, biegen aber rechts ab und kommen schon bald auf Asphalt. Hier gibt es nicht viel erzählenswertes, die Straße ist unspektakulär. Auf Empfehlung von Julie machen wir einen Umweg nach Palapye und kaufen dort in der große Mall ein. Anne besorgt sich noch eine SIM-Karte bei Orange, ihr Handy kann noch nicht mit eSIMs umgehen. Anschließend tanken wir voll, dann geht es weiter.

Gegen kurz vor vier kommen wir am Eingang des Khama Rhino Sanctuary an. Der Empfang ist etwas holprig und mühsam, aber alle sind nett und bemühen sich. Ich habe dort zwei “Chalets” gebucht. Hmja, das hätte ich mir wohl lieber sparen sollen. 😵

Mann, bin ich frustriert, als wir unser “Chalet” betreten! 😈 😵 Klar, Serolo hat uns “versaut”, aber trotzdem ist das, was wir hier vorfinden, ganz schön heftig, finde ich. Total runtergerockt, kaputt und oll, das macht überhaupt keinen Spaß. 🤢 Später erfahre ich, dass wir besser die Campsites genommen hätten. Die entsprechen wohl dem üblichen Standard.

Wir starten erstmal zu einem kleinen Gamedrive über das Gelände. Hier bekommen wir das erste Mal sowas wie Tiefsand unter die Räder. So können wir mal schauen, wie die Automatik im Tiefsand reagiert und wie sich das anfühlt. Ich bin zufrieden, das klappt alles ohne Probleme.

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Crowned Lapwing

Wir fahren ein paar Aussichtspunkte an und sehen tatsächlich ein paar Nashörner. Nicht viele, aber immerhin.

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Dann noch Giraffen, die üblichen Impalas. An einer Kurve stehen ein paar Autos im Weg. Der Grund sind zwei Nashörner, die ziemlich dicht am Weg stehen und entspannt fressen. Klar, hier müssen wir auch einen Moment bleiben. Dann wird es langsam dunkel und wir fahren zu unseren “Chalets” zurück.

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Abends wollen wir im Restaurant essen. Das macht einen recht neuen Eindruck, obwohl es laut Auskunft der Angestellten schon 10 Jahre alt ist. Viel ist nicht los, zwei Gruppen Holländer und Südafrikaner sind noch zum Essen gekommen. Die Bedienung ist etwas überfordert, aber es gelingt uns im zweiten Anlauf für alle Burger zu bestellen. 🤩

Etwas ernüchternd sind dann wieder die Ablutions, die so garnicht zum recht modernen Ambiente des Restaurants passen. Die WC-Türen haben alle einen Riegel, aber in der Mauer gibt es kein Gegenstück, man kann nicht abschließen. Gut, ist auch nicht unbedingt nötig, aber was war die Intention bei der Konstruktion? Ich frage für einen Freund… 😗

Ein Wasserhahn ist komplett nach außen gedreht, so dass das Wasser über den Rand des Waschbeckens laufen würde, wenn man auf die Idee kommen würde, den falschen Hahn auf zu drehen. Warum kommt nur niemand auf die Idee, sowas mal zu reparieren? 😕

Egal, ab in die Kiste, vielleicht bekommen wir ja etwas Schlaf.

Fazit Khama Rhino Sanctuary
Eine tolle Location um Nashörner zu beobachten. Der Park ist gut ausgeschildert und man kann eine Karte bekommen. Teilweise kommt man den Tieren recht nah.
Die “Chalets” empfanden wir als Zumutung. Das hat keinen Spaß gemacht. Wenn wir hier nochmal auf der Durchreise einen Zwischenstop brauchen, dann nur noch auf der Campsite. Die Chalets sind für uns rausgeschmissenes Geld.

Herzliche Grüße
Martin
Teil 1229. Sept. 2025
20.+21..08.2025 - Auf zum Boteti River Camp.

Ich bin gerade im Fluss, da mache ich gleich mit den nächsten beiden Tagen weiter. 😄

Wir haben uns früh zum Frühstück verabredet. Wir verzichten auf das Frühstück im Restaurant, werfen lieber unseren Kocher im Auto an und machen Kaffee. Gemütlich sitzen wir vor dem “Chalet” von Anne und Rolf.

Dann wird eingepackt, es geht erstmal nach Letlhakane in die Mall. Die Fahrt ist langweilig und ohne nennenswerte Erlebnisse. In der Mall kaufen wir noch ein paar Kleinigkeiten ein, dann geht’s weiter.

Bei Khumaga biegen wir ab und kommen durch den Ort. Hier kennen wir uns aus. An genau der gleichen Stelle wie zwei Jahre zuvor finden wir Feuerholz und kaufen genügend für die nächsten Tage (25,- Pula das Bündel finde ich sehr günstig). Die Bündel schnallen wir bei Anne und Rolf auf’s Dach. Bei uns ist nur ein schmaler zusätzlicher Dachgepäckträger vorhanden, da passt nicht mehr viel drauf. Bei Rolf und Anne dagegen ist jede Menge Platz. Dann geht’s ins Camp.

Wir bekommen wieder Campsite 5, die haben wir jetzt schon zum dritten Mal 🤩 !
Etwas klein und eng, aber man kommt klar und es ist nicht weit zu den Ablutions. Die Campsites im Boteti River Camp sind alle etwas eng beieinander. Ungewohnt, wenn man die üblichen weitläufigen Campsites in Botswana gewohnt ist. Dafür ist das Camp eingezäunt, was den einen oder anderen auch beruhigen mag.

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Heute wollen wir nicht mehr los. Wir bauen auf, Rolf kümmert sich um ein Feuer, wir kochen Kaffee, inspizieren die Ablutions, duschen. Hier wurde was getan, die Duschvorhänge sind neu, alles ist nach wie vor gut in Schuss und sehr schön geräumig. Und es gibt eine Camp-Katze, die uns Gesellschaft leistet. Nein, sie bettelt nicht. Nein, wirklich nicht. Sie ist nur da!

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Wir machen uns einen Sundowner, dann wird gegessen. Wie üblich fallen wir recht zeitig ins Bett. Die Campsites sind gut besucht, es ist noch einiges los. Egal, wie schlafen wie die Murmeltiere.

Am nächsten Morgen wird nur schnell eine Tasse Kaffee getrunken, dann machen wir uns auf in den Park. Wir wollen das frühe Licht nutzen.

Ich hatte ja darauf gehofft, dass Wasser im Boteti ist, aber die detaillierten Informationen von Bele haben schon recht früh alle Hoffnungen zunichte gemacht. Der Boteti ist knochentrocken, die Fähre liegt nach wie vor mitten im Flussbett. Genau wie 2023. Schade, das Erlebnis einer Fährfahrt über den Boteti hätte ich Anne und Rolf gegönnt.

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Wir melden uns an und bezahlen 2.700,- Pula Eintritt für drei Tage, zwei Autos und vier Personen. Kartenzahlung geht!

Dann geht’s ab in den Park. Es ist schön wieder hier zu sein! Wir wollen zu den Hippo-Pools. Erstmal geht es oben durch dicken Sand, wir sehen Zebras, Kudus, Gnus, ein paar Geier und andere Vögel.

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Am Stretching Point machen wir Halt und genießen den Blick auf den Boteti, oder das, worin er fließen würde, wenn genug Wasser da wäre. Nur ein paar Pools sind zu sehen, die von Zebras und Gnus bevölkert werden.

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Dann geht es runter zum Boteti. Auch hier gibt es wieder viele Zebras, Gnus, ein paar Elefanten sind auch da. Es ist einfach wunderschön hier!

An den Hippo-Pools fällt uns als erstes ein Hippo auf, dass recht weit außerhalb des Wassers liegt und sich kaum rührt. Die Sonne brezelt ganz schön und alle anderen Hippos stecken kaum Nase und Ohren aus dem Wasser. Macht keinen guten Eindruck!

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Am Pool bleiben wir einige Zeit stehen und fotografieren Hippos, Krokos und ein paar Wasservögel, dann geht es so langsam zurück, wir haben Hunger!

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Seit dem wir vom Tuli Block hoch an den Boteti gekommen sind, ist es spürbar wärmer geworden. Lagen die Temperaturen im Tuli Block nachts bei ca. 8°C und die Tagestemperaturen bei knapp 30°C, sind es jetzt nachts 12-15°C und tagsüber bis 38°C.

Den Rest des Tages verdösen wir faul auf der Campsite. Leute, daran muss sich was ändern, so kann das nicht bleiben!

Herzliche Grüße
Martin
Teil 1301. Okt. 2025
22.08.2025 - Baines Baobabs

Um kurz nach 9:00 sind wir auf der Piste. Wir haben noch die Brennholzvorräte aufgestockt, ein paar Flaschen Bier gebunkert. Wir wollen durch den Park nach Norden fahren, nicht außen rum über die Asphaltstrecke. 🤩

Am Gate werden wir dringend davor gewarnt die Strecke bis zur nördlichen Ausfahrt durch den Park zu fahren. Es hätten sich schon einige im tiefen Sand festgefahren.
Als der Rangerin dann sieht, dass wir mit zwei Autos unterwegs sind, relativiert sie ihre Warnung. Wir könnten uns ja gegenseitig helfen. Alles klar, so machen wir das! 🤩 🤩

Die Strecke oberhalb des Boteti ist wieder ein Traum! Wir könnten alle paar Minuten zum Fotografieren anhalten.

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Rolf erweist sich als wirklich guter "Spotter". Er sieht Tiere, die wären uns nicht aufgefallen. Als er plötzlich ruft "Echse auf 2 Uhr"!, sehen wir das:

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Auch 'ne Erstsichtung, keine Ahnung was das genau ist. 😎

Dann geht es schräg rechts ab Richtung Norden. Die Strecke sind wir 2021 schon mit Mara und Robin gefahren. Durch das dichte Mopane-Buschwerk ist kaum ein Tier zu entdecken. Die Piste ist tiefsandig, aber nicht schwierig. Ich habe den Plan, dass wir das Wasserloch, das uns Robin damals gezeigt hat, nochmal besuchen. Die Elefantensichtungen waren spektakulär!

Wir finden den Abzweig und sind zwei Minuten später am Wasserloch! Was für eine Enttäuschung! Kein Wasser, keine Elefanten. 😵 🙁
Zwei einsame Elis haben wir kurz vorher gesehen, sie sind ab ins Dickicht gelaufen. Sehr schade, so drehen wir um und fahren weiter.

Und dann wird es so richtig tiefsandig! Ein paar Mal habe ich die Befürchtung, dass wir uns jetzt doch festfahren, so tief ist der Sand. Aber alles klappt, wir kommen mühsam, aber doch ohne echte Probleme durch. 🤪

Am Gate treffen wir noch zwei Holländer, die in die Gegenrichtung zum Boteti wollen und nach der Strecke fragen. Wir warnen sie vor dem Tiefsand und wünsche viel Spaß. Wir werden sie wiedersehen! 😁

Wir melden uns ab, zurren nochmal das Holz auf dem Dachgepäckträger nach, dann fahren wir die 11km bis zum Gate zum Nxai Pan National Park. Auf’s Aufpumpen der Reifen verzichten wir, wir fahren langsam und vorsichtig.

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Am Gate melden wir uns bei einem schneidigen Ranger an . Als die Formalitäten erledigt sind, werden wir erstmal mit allem vertraut gemacht, was man sich in der Gegend ansehen könnte. An Hand der Tinkers Map wird uns genau erklärt, wo wir unbedingt noch hin müssen, was wir auf keinen Fall verpassen dürfen. Und die Früchte der Baobabs werden uns ausführlich erklärt, und wie wir sie zubereiten sollen. Alles klar, Chef, wir tun unser bestes! So gebrieft kann ja nichts mehr schief gehen, wir können guten Gewissens los! 🤩

Die Piste Richtung South Camp kennen die meisten ja. Ziemlich tiefsandig und elend hoppelig. Auch nach dem Abzweig zu den Baines Baobabs bleibt es anstrengend. Die Strecke ist wohl einer der Gründe, warum viele der Meinung sind, dass die anstrengende Fahrt dorthin für nur eine Übernachtung bei Baines Baobabs nicht lohnt. Wir sehen das etwas anders, aus unserer Sicht lohnt die Mühe.

Wir erreichen die Pfanne und kurz danach die Baobabs. Dieser Ort ist magisch! Hier müssen wir unbedingt bei schönem Licht fotografieren. Da wir bis dahin noch eine Stunde Zeit haben, fahren wir erstmal rüber zu Campsite 1 und bauen Tische und Stühle auf. Dann gibt es Kaffee und Kekse, wir genießen die Weite, die Aussicht - es ist einfach großartig hier. 🤩

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Dann wird es Zeit, wir fahren nochmal rüber zu den Baobabs. Wir verbringen mindestens eine Stunde an den Baobabs und lassen die Stimmung auf uns wirken. Das Licht, die riesigen Bäume, die Pfanne - wir freuen uns, dass wir den Weg gemacht habe.

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Jetzt wird es aber Zeit für’s Abendessen, es wird schon dunkel. Auf der Campsite bereiten wir die Zelte vor, machen Feuer, dann genießen wir die abendliche Stimmung in absoluter Ruhe. Hier ist abends absolut nichts zu hören!

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Der Sternenhimmel ist wieder gigantisch! 🤩 Und diesmal ist auch kein Mond zu sehen, was den Blick auf die Milchstraße erleichtert. Wir gehen schnell noch ein paar Schritte auf die Pfanne und machen ein paar Bilder von der Milchstraße.

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Fazit Baines Baobabs Campsite
Absolut basic! Ein Longdrop-WC, eine Eimerdusche, das war’s. Alles, auch Wasser, muss mitgebracht werden.
Die Lage ist großartig! Wir empfehlen Campsite 1, die hat einen tollen Blick auf die Pfanne und die Baobabs. Aber auch Campsite 3 wurde uns empfohlen.
Die Einsamkeit, die absolute Stille, all das macht die Campsite für uns zu einem magischen Ort.

Morgen geht's nach Maun!
Herzliche Grüße
Martin
Teil 1402. Okt. 2025
23.08.2025 - Maun

Klar, dass wir sehr gut geschlafen haben! In der Morgendämmerung wachen wir auf, und gleich müssen ein paar erste Bilder gemacht werden. Dazu brauchen wir nichtmal das gemütliche Bett verlassen, wir machen einfach die Moskitonetze auf und fotografieren aus der Schlafposition. Luxus pur!

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Dann wird Kaffee gekocht, und als dann alle wach sind, gibt es Frühstück. Zur Feier des Tages mache ich Rührei! Die Eier haben tatsächlich die Rüttelpiste überlebt!

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Gäste!

Und hier nochmal einen kurzen Eindruck der Ablutions.

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Wir freuen uns, dass wir diesen Ort noch einmal besucht haben, und dass wir das alles Anne und Rolf zeigen konnten. 🤩

Heute geht es nach Maun. Wir machen uns auf den Weg und reiten die Piste zum Gate ab. Unterwegs kreuzen sogar noch ein paar Giraffen den Weg. Davon haben wir aber kein Bild machen können.

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Am Gate melden wir uns ab. Der schneidige Typ ist heute in Räuber-Zivil! Und dann kommt eine echte Überraschung! Als er hört, wo wir nach Maun hinfahren weden (Moremi, Khwai), schnappt er sich die Tinkers Map vom Moremi und es gibt die nächste Lektion. Andächtig lauschen wir. 😎

Wir haben keine Ahnung ob der Typ das Ernst meint, oder ob wir hier großflächig veräppelt werden, aber er erklärt uns folgendes.

Wenn wir im Moremi Löwen sehen wollen, dann müssen wir auf *blätter* *raschel* Seite 17-18 schauen, Dort ist ein Löwe abgebildet. Und wenn wir den sehen wollen, müssen wir nach Third Bridge fahren, dort finden wir sie, wie ja deutlich in der Map zu sehen ist. 🙄

Wenn wir aber kleine Löwen sehen wollen, dann müssen wir uns *blätter* *raschel* Seite 21 ansehen. Dort ist ein kleiner Löwe abgebildet und wenn wir die sehen wollen, müssen wir logischerweise an den Khwai zwischen Sable Alley Bridge und Sable Alley fahren. So einfach ist das! 😄 🤪

Wie gesagt, keine Ahnung ob das Touri-Verarsche oder Ernst war. Er erklärte uns das alles jedenfalls mit sehr ernsthafter Mine. Wir nicken beflissentlich und bedanken uns für die Aufklärung, ohne die wir nie Löwen gesehen hätten. Jupps! 😗 🤩

Dann dürfen wir uns in den Schatten des Gates stellen, wo wir die Reifen wieder auf Normaldruck aufpumpen.

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Über die Fahrt nach Maun gibt es nicht viel zu berichten. Wir kommen an den bekannten Vet-Fence, den wir aber ohne Kontrolle passieren dürfen. Wir fahren in die richtige Richtung.

Dann erreichen wir die Außenbezirke von Maun mit ziemlich chaotischem Verkehr.
Wir erreichen das Discovery und werden von Carol begrüßt. Wir kennen sie schon seit 2021. Das dritte Mal sind wir jetzt hier.

Wir beziehen die Rondavels ganz am Ende des Geländes. Die Rondavels sind renoviert, wie uns René später erzählt. Gemütlich, etwas schummrig, hier kann man es aushalten.

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Im Café, das von Carol betrieben wird, bekommen wir Milchkaffee und Bananenbrot. Hier gibt es WLAN. Und wir treffen Marije und René, die Eigentümer. Jetzt wird erstmal ausgiebig geklönt. Es ist wieder ziemlich heiß geworden und wir sind froh, dass wir hier im Schatten sitzen können.

Wir haben uns hier wieder zum Abendessen angemeldet. Wir finden das hier immer sehr nett, alle sitzen an einem großen Tisch zusammen, es wird geklönt, Erfahrungen werden ausgetauscht, Tipps gegeben. Auch hier holt man sich Getränke am Kühlschrank und schreibt sie auf eine Liste. Gezahlt wird zum Schluss.

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Maggy, die Köchin, erklärt das heutige Essen. Es gibt Seswaa, das heute Vormittag am Lagerfeuer im Botje langsam gegart wurde. Dazu gibt es Papp und Chakalaka, zum Nachtisch einen kleinen Kuchen.

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Wir sitzen mit 13 Gästen zusammen. Und die beiden Holländer (Vater und Sohn), die wir bei der Ausfahrt am Gate des Makgadikgadi Parks getroffen haben, sind auch dabei! Sie erzählen von Ihren Erlebnissen im Park und am Boteti. Sie haben die Tiefsandstrecke auch problemlos bewältigt und hatten eine gute Zeit am Boteti.

Wir setzen uns noch mit den beiden zu einem Gin-Tonic ans Lagerfeuer, dann geht es bald ins Bett.

Herzliche Grüße
Martin
Teil 1505. Okt. 2025
24.08.2025 - Maun, Hubschrauberflug und Elefantenbabys

Wir haben uns um 7:00 zum Frühstück angemeldet. Gemütlich sitzen wir an den Tischen im offenen Aufenthaltsbereich. Das Frühstück ist nicht außergewöhnlich, aber reichlich und gut.

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Dann machen wir uns auf den Weg in die Stadt. Als echter Optimist habe ich mich auf das verlassen, was im Internet beim DWNP in Maun als Öffnungszeiten steht. Da steht, dass die auch Sonntags geöffnet haben. Tja, det war wohl nix 🤩 ! Der Typ am Tor sagt uns, dass wir am Gate zahlen sollen. Naja, vielleicht kommen wir morgen nochmal vorbei.

Von da aus geht es in die Mall of Maun. Die ist für uns total neu. Auf einem Sonntag Vormittag ist natürlich wenig los, aber der Supermarkt hat offen. Wir kaufen alles ein, was wir in den nächsten sechs Tagen brauchen könnten. Ok, der Liquor Store hat auch zu, das müssen wir dann auch morgen noch erledigen. 😐

Auf dem Weg zum Discovery Bed & Breakfast haben wir übrigens massenhaft Stände mit Feuerholz gesehen. Da werden wir uns morgen auch noch mit eindecken. 🙂

Heute Nachmittag wollen wir ja einen Hubschrauberrundflug machen. Marije hat uns empfohlen, lieber nochmal nachzufragen, ob es bei dem Termin bleibt und wir auch abgeholt werden. Wir fahren also nochmal zum Flughafen und schauen bei Helicopter Horizons vorbei. Uns tatsächlich, statt um 15:00 werden wir schon um 14:00 Uhr abgeholt 😮 ! Das wäre ja hektisch geworden! Gut, dass wir gefragt haben! Aber warum buchen wir einen Flug für 16:00 wenn das Licht gut wird, und werden dann auf 15:00 Uhr umgebucht? Das ist uns jetzt schon das zweite Mal passiert. 😈

Nun haben wir Hunger. Hilary’s hat leider Sonntags geschlossen, Marc auch, wir versuchen es im “The Duck”. Dort bekommen wir einen guten Kaffee und eine Kleinigkeit zu essen. Hier scheint ein zentraler Treffpunkt für Backpacker und andere Abenteurer zu sein. Jede Menge bunte Typen, in allen möglichen Sprachen wird laut palavert. Ein witziger Ort! 🤩
Hier kann man auch ins Internet, das Passwort für das WLAN steht bei den Angestellten hinten auf den Shirts: “quackquack”. 🤩 🤩

Im “The Duck” gibt es auch noch einen Souveniershop mit sehr netten Sachen, die uns aber alle reichlich überteuert sind.

Zurück im Discovery packen wir alles zusammen, was wir für den Flug brauchen (Pässe nicht vergessen!). Pünktliche um 14:00 Uhr werden wir abgeholt. Bei Helicopter Horizons werden die Formalitäten erledigt, dann geht es in den Flughafen zur ganz normalen Abfertigung, also Gepäckkontrolle, Passkontrolle etc. Nach kurzer Wartezeit werden wir zu unserem Helikopter gebracht. Wir haben dieses Mal nicht nur den einstündigen Rundflug gebucht, sondern die Kombination mit einem Besuch bei “Elephant Havens Wildlife Foundation”.

Nachdem wir beim letzten Mal paarweise in je einem Robinson 44 geflogen sind, ist es diese Mal ein BELL 505, in den wir alle vier reinpassen. Anne erklärt sich bereit in der Mitte zu sitzen. James, unser Pilot, stellt sich vor und macht uns mit den Sicherheitsbestimmungen vertraut.

Dann schnallen wir uns an, James startet das Triebwerk und wir warten ein paar Minuten auf den Abflug. James scheint sich ein Hobby daraus zu machen, extrem sanft abzuheben. Wir merken es kaum.
Trotz der etwa früheren Startzeit ist das Licht toll! James fliegt mit uns eine Stunde lang über die Landschaft, wir sehen Elefanten, Zebras, Hippos etc., die Perspektive ist wunderbar. Und wir sehen deutlich mehr Wasser als beim letzten Mal! Sowohl der Hubschrauberflug selber, als auch die spektakuläre Aussicht begeistern uns total!

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Aus dem Hubschrauber ↗



Dann kommt das Gelände von “Elepant Havens” in Sicht und wir landen auf einem Außenbereich. Dort werden wir von einer Mitarbeiterin abgeholt, die uns willkommen heißt und uns erstmal ausführlich das Projekt erklärt. Dann werden wir zu dem Bereich geführt, in dem uns die Elefanten-Waisen vorgestellt werden sollen. Sie erklärt uns ausführlich das Projekt.

Die Elefanten-Waisen werden fünf Jahre in der Station betreut. Danach werden sie in eine andere Station gebracht, wo sie wieder fünf Jahre bleiben, dort allerdings nach und nach von Menschen entwöhnt werden. Sie sollen allein zurecht kommen und ausgewildert werden.

Für uns hört sich das alles sehr spannend an.
Dann bekommen wir das Zeichen, dass die Kleinen jetzt auf dem Weg zu uns sind. Kurz danach kommen ca. 20 kleine Elis angelaufen, angeführt von zwei Mitarbeitern der Station.

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Alle Elefanten kennen offensichtlich “ihre” Box, in die sie laufen und auf Futter warten. Jeder der kleinen Elis wird uns vorgestellt, wo er her kommt, wie alt er ist, und warum er zum Waisen wurde, soweit das bekannt ist. Dann dürfen wir füttern. Es gibt Pellets und Äpfel.

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Anfangs sind wir alleine in dem Areal, leider nicht für lange. Es gibt zwei Mal täglich offizielle Führungen, und gerade ist wieder eine große Gruppe angekommen. Viel Gewusel, man hat kaum Ruhe um sich etwas mit den Elis zu beschäftigen oder ein paar mehr Infos zu bekommen. 😵

Star der kleinen Eli-Bande ist ein kleiner, kaum 9 Monate alter Elefant, der ganz eng von seinem Betreuer gekuschelt und gefüttert wird. Er braucht wohl noch viel Zuwendung. Aber auch uns gegenüber ist er aufgeschlossen, und es ist schon ein sehr spezielles Erlebnis, diesen kleine Eli hautnah zu erleben.

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Dann wird es Zeit zum Aufbruch. Wir besuchen noch kurz den administrativen Bereich an, schauen in den winzigen Shop, und treffen noch den Leiter der Station, der uns alle unsere Fragen beantwortet.

Zurück am Heli steigen wir ein und James fliegt uns, diesmal ohne Umwege, auf direktem Wege zurück zum Flughafen.
Das war wieder ein sehr spezielles Erlebnis, sowohl der Flug, als auch die Elis!

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Zurück im Discovery sind wir noch ganz voll von den vielen Eindrücken. Bald gibt es Abendessen, diesmal Beefstew mit Kartoffelpüree und Gemüse. Der Kuchen zum Nachtisch ist lecker und seeehr gehaltvoll! Wir sind anschließend total genudelt!

Den Plausch am Lagerfeuer lassen wir heute aus, die Eindrücke waren schon vielfältig genug. 🙂

Morgen geht's an den Khwai! 🤩

Herzliche Grüße
Martin
Teil 1605. Okt. 2025
25.08.2025 - Auf an den Khwai, Magotho in Sicht!

Heute gibt es nicht so viele Bilder, daher hänge ich den Tag gleich mal an. Die nächsten werden dann aber etwas dauern. 🙁

Nach dem Frühstück zahlen wir unsere Rechnung, kaufen noch ein paar selbstgemachte Armreifen, die Maggy erstellt hat, dann setzen wir uns noch kurz in Carol’s Café um das letzte Mal für die nächste Tage WLAN zu nutzen und Mails zu verschicken. Ein Kaffee geht auch noch! 🤩

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Auf dem Weg zum DWNP tanken wir voll, beim DWNP können wir problemlos die Parkgebühren zahlen. Nur Third Bridge liegt innerhalb des Parks, Magotho und Mbudi außerhalb. Trotzdem zahlen wir für drei Tage, vier Personen und zwei Autos 3.600 Pula.

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Dann geht es in das kleine Einkaufszentrum um die Ecke, wo wir unsere Getränkevorräte für die nächsten Tage aufstocken.

Jetzt aber los! Auf dem Weg nach Shorobe halten wir noch an einem Stand für Feuerholz und packen 12 Bündel Holz auf das Dach von Rolfs Auto. Der Händler macht uns einen guten Preis, für die 12 Bündel zahlen wir 250 Pula. 🤩

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Die Strecke bis Shorobe ist ja asphaltiert, aber das ist nur ein geringer Trost. Was da an Schlaglöchern auf den unbedarften Touri wartet, ist schon amtlich. Einheimische und erfahrene Fahrer nutzen vielfach den Sandstreifen neben der Straße. Nachdem es bei uns das eine oder andere Mal heftig gerumst hat, machen wir es ihnen nach. 😈

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In Shorobe geht es in die bekannte Sandpiste über. Wir lassen Luft aus den Reifen und fahren dann auf der üblen tiefsandigen, mit tiefen Löchern übersäten Hoppelpiste weiter - man wird “geschüttelt, nicht gerührt”. 🤢

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Wir erreichen den Abzweig zum South Gate, fahren aber weiter Richtung Mababe. Die Straße bleibt bescheiden. Bei Mababe kommt die bekannte Umleitung, die zum großen Teil extrem tiefsandig ist. 😵

Ach ja, Tiere sehen wir so gut wie keine! Aber wir treffen das holländische Vater-Sohn Gespann wieder, das wir das letzte Mal in Maun getroffen haben. Sie sind auf dem Weg nach Savuti. 🤩

Hinter Mababe wird es noch heftiger. Wir sind hier ja schon zwei Mal gefahren, und, ja, das ist schon ein paar Jahre her. Mag sein, dass mich meine Erinnerung im Stich lässt, aber sooo schlecht habe ich die Strecke da oben nicht in Erinnerung! Kann es sein, dass die heftigen Regenfälle die Strecke ausgewaschen haben? Die ganze Strecke bis Khwai Village bzw. bis zum Gate ist total ausgewaschen und extrem holperig. Tiefe Wannen und Löcher wechseln sich mit sehr tiefsandigen Stellen ab. Oft sind nicht mehr als 10 oder 15km/h drin. Oder irre ich mich und die Strecke war schon immer so schlecht? 😵

Egal, wir erreichen die Abfahrt zur Magotho Campsite. Wir folgen schmalen kurvigen Wegen, man sieht die ersten Campsites, aber wir erkennen keine Rezeption oder irgendjemanden, der Interesse an uns haben könnte. Dann treffen wir tatsächlich Menschen die wir mal fragen können. Und sie können uns den Weg zur Rezeption erklären! 🤪

Der Mitarbeiter heißt uns freundlich willkommen, dann fährt er bei uns mit, um uns unsere Campsite zu zeigen. Die ist neu (8 new) und liegt direkt am Khwai. Sehr schön, die gefällt uns! Einziger Nachteil ist, dass der “Hauptweg” am Fluss entlang genau vor unserer Campsite verläuft. das stellt sich aber als problemlos heraus, so viel ist hier doch nicht los. Zu den Ablutions ist es zwar weit, eine ist 500m weg, die andere 1km, aber fahren müssen wir eh, das ist egal.

Rolf fährt den netten Mitarbeiter zurück zur Rezeption, dann bauen wir auf und richten uns ein. Eine klein Ausfahrt in die Umgebung ist zwar sehr schön, wir sehen aber kaum Tiere. Spoiler: das soll sich in den nächsten Tagen ändern! 🤩 🤩

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Zurück im Camp machen wir Feuer, Rolf kocht wieder lecker, es gibt einen Sundowner, dann Wein für Anne und Rolf, und Windhoek Lager für Claudia und mich.

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Bevor jemand fragt: in den blauen IKEA-Taschen haben wir das Brennholz verstaut. So lässt es sich deutlich besser auf dem Dach verzurren.

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Wir suchen uns noch einen Platz für die Wildkameras. Mal sehen was heute Nacht so über die Campsite läuft.
(jetzt muss es mir nur noch gelingen, ein Video einzubinden. Geduld, ich übe! 😏 )

Ein anstrengender Fahrtag geht zu Ende! Wir sind zufrieden, es hat geschmeckt, jetzt ab in die Falle, wir wollen morgen früh raus!

Herzliche Grüße
Martin
Teil 1707. Okt. 2025
26.08.2025 - Magotho Campsite - Katzenalarm!

1. Teil

Wir sind schon vor Sonnenaufgang wach und lauschen den Geräuschen. Auch die Nacht war unruhig. Klickende Frösche, grunzende Hippos, Elefanten, Löwengebrüll - hier wird echt was geboten! 🤩

Ich kann die Wildkamera bequem vom Bett aus checken, sie hat WLAN. Wir sehen eine Hyäne, die wenige Minuten, nachdem wir ins Zelt verschwunden sind, durch unser Lager läuft. Später in der Nacht ist ein großer Elefant durch unser Lager gelaufen. Hat doch was, so ’ne Wildkamera! . 🤩

Wir brechen bei Sonnenaufgang zur Pirschfahrt auf. Es geht am Fluss entlang nach Westen. Die Landschaft am Khwai ist einfach klasse! Wir sehen Hippos, alle möglichen Antilopenarten, Wasserböcke, Büffel, die verrückten Perlhühner… Nach knapp zwei Stunden geht’s zurück, dann machen wir Frühstück.

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Wir nennen sie Klodeckel-Antilopen!

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Yellow-billed stork

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Flying peperoni

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Nach dem Frühstück wird abgewaschen, dann fahren wir zum Duschen zu den Ablutions. Bei den Ablutions, die etwas näher an unserer Campsite liegen, ist noch das alte Dusch-/Klohaus aktiv. Neue sind im Bau, nur hier sind sie noch nicht fertig und nicht freigegeben. Das alte hat zwei Duschen/WCs, die linke ist in erbärmlichem Zustand, die rechte geht so.

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Die weiter entfernt liegenden Ablutions sind schon neu und in Betrieb. Die sind richtig gut!

Zurück im Camp klappen wir das Sonnensegel aus und entspannen. Erholungsurlaub! Is klar, ne? 🤪

Fortsetzung im 2. Teil!

Herzliche Grüße
Martin
Teil 1807. Okt. 2025
26.08.2025 - Magotho Campsite - Katzenalarm! Jetzt aber wirklich!

2. Teil

Am späten Nachmittag geht es wieder auf Pirsch am Khwai entlang. Wir erreichen den breiten Bereich am Ufer des Flusses. Und dort fallen uns ein paar Autos auf, die recht dicht beieinander stehen. Verdächtig! 🙂 Und siehe da, ein Löwenrudel liegt schlafend unter einem großen Busch! Jetzt ist natürlich Essig mit Rumfahren, jetzt bleiben wir! 🤩 🤩

Zuerst bekommen wir durch die anderen Fahrzeuge kaum einen Blick auf die Bande, aber bald fahren einige wieder los und wir können die Lücken nutzen.

Wir schätzen, dass es 4-5 ausgewachsene Löwinnen und ca. sechs Jungtiere sind. Die Kleinen sind nicht mehr so ganz klein, aber sie bedienen sich noch an der Milchbar.

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Die nächste halbe Stunde passiert nicht viel. Immer, wenn ein Auto an- oder abfährt, wird der Kopf gehoben und die Lage gepeilt, dann wird wieder gepennt.

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Die Kleinen sind da etwas aktiver, sie beäugen uns mit einer Mischung aus Interesse und Langeweile. Etwas später löst sich die Gruppe so ganz langsam auf, man beginnt sich zu strecken und interessiert in der Gegend herum zu blicken.

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Jetzt muss doch noch Teil 3 folgen, ich bekomme hier nicht so viele Bilder eingebunden.
Teil 1907. Okt. 2025
26.08.2025 - Magotho Campsite - Katzenalarm! Jetzt aber wirklich!

3. Teil


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Bei fortschreitender Dämmerung machen wir uns dann auch auf den Weg zurück. Was für eine Sichtung, wir sind total begeistert!

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Jetzt schnell die Bilder sichern, dann wird das Feuer entfacht und es gibt einen Sundowner auf den tollen Tag!

Der nächste Teil wird leider ein paar Tage dauern!

Herzliche Grüße
Martin
Teil 2014. Okt. 2025
27.08.2025 - Die weite Reise von Magotho Campsite nach Mbudi 🤩

1. Teil

In der Nacht gibt es wieder reichlich Lärm. Die Löwen hören sich an, als ob sie gleich um die Ecke liegen, Hippos grunzen, Frösche klicken - wieder das volle Programm. 😄
Heute gibt es nur Katzenwäsche und eine Tasse Kaffee, wir wollen nochmal los, vielleicht finden wir die Löwen wieder.

Rolf übernimmt die Führung und fährt diesmal in die andere Richtung, nach Osten Richtung Cutline. Und schon nach wenigen Minuten kommt der aufgeregte Hinweis aus dem Funki - “Ein Löwe am Weg!”. 🤩 🤩
Und tatsächlich, da liegt er. Ganz alleine, nicht mehr ganz jung, er hat schon ein paar Schrammen eingefangen. Trotzdem ist das ein wunderschöner Löwe! Und diesmal haben wir ihn für uns ganz alleine. Er liegt höchstens 5-6m vom Auto entfernt und versucht verzweifelt uns zu ignorieren, was ihm auch ganz gut gelingt, naja, meistens zumindest 😄 .

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Nach einer guten halben Stunde hat er wohl keine Lust mehr. Er steht auf und trottet gemütlich ins Unterholz.

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Na, der Tag hat ja so richtig gut angefangen! 🤩

Auf dem Rückweg beobachten wir noch ein paar Hippos, die sich im Wasser kabbeln, dann geht’s zum Frühstück.

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Auf der Campsite hören wir immer mal wieder ein tiefes Grollen, das man leicht für den V8-Motor des aufgemotzten Offroad-Fahrzeuge halten kann, das die Südafrikaner auf der Nachbar-Campsite fahren. 😉
Damit jagen sie gerne durch den Uferbereich des Khwai, der auch gut überschwemmt ist. Rolf tippt auf Elefant, wir auf V8. Rolf gewinnt! 🤩

Plötzlich kommen drei Elefanten, zwei alte und ein Jungtier, aus den niedrigen Bäumen an unserer Campsite und fressen die Blätter und Äste. Wir gehen erstmal in Deckung und sehen uns an, was sie zu tun gedenken. Sie beobachten uns zwar sehr genau, aber sie lassen sich nicht stören.

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Ganz vorsichtig laufen wir um die Autos und fangen an, die Sachen ins Auto zu packen, immer mit einem Blick auf die Elis. Sie kümmern sich überhaupt nicht darum, was wir tun. Aber sie beobachten uns ständig. Selbst das Aufladen der Holzbündel auf das Autodach kümmert sie nicht. Ganz gemütlich können wir im Angesicht der mampfenden Elefanten einpacken. Dann fahren wir langsam los. Was für ein Erlebnis! Und seit dem nennen wir Elefanten immer “V8”. 😄

Schnell noch zu den Ablutions, Geschirr abwaschen, dann machen wir uns auf den Weg nach Mbudi.

Fazit Magotho
Das Areal ist sehr groß, die Campsites teilweise sehr weit verstreut. Das Gelände ist meist recht wild, es gibt nur zwei Ablutions, man muss also etwas weiter fahren.
Ja, kein Komfort, kein Wasser an den Campsites (jedenfalls nicht auf denen, die wir gesehen haben), keine weitere Infrastruktur.
Aber die Gegend ist große Klasse! Man kann da stundenlang Pirschfahrten machen, findet immer wieder tolle Sichtungen. Uns hat es dort sehr gut gefallen, wir kommen gerne wieder.

Fortsetzung im 2. Teil

Herzliche Grüße
Martin
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