THEMA: Uganda 2019 - ein kurzer Rückblick
27 Jul 2019 10:52 #562990
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  • trsi am 27 Jul 2019 10:52
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Hallo Fidel,

danke für deine Ausführungen! Dann hatte ich also nicht einfach nur Pech :huh:

fidel schrieb:
Was dabei einfach extrem stört, sind die Begleitumstände, d.h. die nicht vorhandene Kommunikation was wann warum gemacht wird und das leichte Gefühl der Verarsche. Es kann ruhig weiterhin Chimp Habituation Experience geben, dann sollte jedoch (a) klar kommuniziert werden, dass die Sichtungschancen nahe Null sind und (b) auch tatsächlich nach Schimpasen gesucht werden und (c) wohl der Preis im Verhältnis zum normalen Tracking angepasst werden.

Das ist für mich der springende Punkt. Das Gefühl der Verarsche, weil nicht oder irreführend kommuniziert wird.

Zu einem Teil mag es auch den grossen Massen an Touristen geschuldet sein, die unterdessen die Schimpansen sehen wollten. Die Tracking-Gruppen werden in Massen durchgeschleust und zwei drei verwirrte Schimpansen rennen zwischen vielen Menschen rum - es lohnt sich wohl, sich nach alternativen Möglichkeiten umzusehen (die dann natürlich in absehbarer Zeit auch wieder überlaufen sind...).

VG trsi
Meine Afrika- und Wüstenerfahrungen: 2003 Tunesien und Libyen (2 Wochen) ¦ 2009 Namibia & Botswana (3 Wochen) ¦ 2011 Nambia, Sambia & Botswana (7 Wochen) ¦ 2016 Namibia & Botswana (4 Wochen) ¦ Oman (12 Tage) ¦ 2018 Kamerun (12 Tage) ¦ Namibia & KTP (5 Wochen) ¦ 2019 Uganda & Tansania (5 Wochen) ¦ 2020 Namibia (3 Wochen) ¦ 2021 Tansania (2 Wochen) ¦ Namibia (6 Wochen) ¦ 2022 Sabbatical in Südafrika und Namibia (6 Monate) ¦ Dazu immer wieder in den USA, im Kaukasus und im schönen Europa unterwegs
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27 Jul 2019 10:54 #562991
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  • trsi am 27 Jul 2019 10:52
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sphinx schrieb:
Sehr viele nützliche Infos, prägnant zusammengefasst. Ich werde mir in Zukunft Deinen Stil zum Vorbild nehmen.

Danke :blush: Aber eigentlich ist die "prägnante" Form vor allem meiner Faulheit geschuldet :laugh:
Meine Afrika- und Wüstenerfahrungen: 2003 Tunesien und Libyen (2 Wochen) ¦ 2009 Namibia & Botswana (3 Wochen) ¦ 2011 Nambia, Sambia & Botswana (7 Wochen) ¦ 2016 Namibia & Botswana (4 Wochen) ¦ Oman (12 Tage) ¦ 2018 Kamerun (12 Tage) ¦ Namibia & KTP (5 Wochen) ¦ 2019 Uganda & Tansania (5 Wochen) ¦ 2020 Namibia (3 Wochen) ¦ 2021 Tansania (2 Wochen) ¦ Namibia (6 Wochen) ¦ 2022 Sabbatical in Südafrika und Namibia (6 Monate) ¦ Dazu immer wieder in den USA, im Kaukasus und im schönen Europa unterwegs
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27 Jul 2019 11:08 #562994
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  • trsi am 27 Jul 2019 10:52
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Im Anschluss ging es weiter nach Tansania (zum Kurzbericht geht es hier) :kiss:
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Letzte Änderung: 27 Jul 2019 11:08 von trsi.
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03 Sep 2019 14:36 #566554
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  • fussohle am 03 Sep 2019 14:36
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uns gings genauso. Das hat nichts mit Afrika zu tun, dass ist Abschöpfen von Bodenschätzen etc.
Manchmal fühlten wir uns als hätten wir Urlaub auf der Baustelle gebucht. Das soll aber bitte niemanden abschrecken, nicht nach Uganda zu fahren, die Menschen, das Land braucht die Touristen dringend. Sobald man die Baustellen hintersich gebracht hat, eröffnet sich einem eine wunderschöne Natur, die bisher tatsächlich von anderen Ländern noch nicht übertroffen wurde. Uns hat der Kibale Forest und Bwindi NP sehr gut gefallen. Den Queen Elisabeth NP hätten wir nicht unbedingt gebraucht, aber wir wollten ja auch die baumkletternden Löwen im Ishasha Gebiet sehen. Ein wenig mulmig war es uns schon. Aber ist ja alles gut gegangen und die Touristin als auch ihr Guide sind wohlauf.
spirit-of-zambia.com
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23 Feb 2021 18:44 #608070
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trsi schrieb:
Strassenverhältnisse

Ein beliebtes Thema :laugh: So schnell erschreckt mich nichts, ich bin ganz schön abgehärtet B) Afrika mit Teerstrasse stört gewissermassen meine Romantik (wirtschaftliche Notwendigkeit von schnellen, zuverlässigen Verbindungen ist ein anderes Thema). Die wenigen gefahrenen Teerstrassen waren in gutem Zustand. Das Verkehrsaufkommen meist sehr übersichtlich. Die Erdpisten waren in sehr unterschiedlichem Zustand - wobei es auch sehr einen Unterschied machte, ob Regen oder nicht ... sobald es regnet, kann sich die schönste Erdpiste schnell in eine matschige Rutschbahn oder tiefen Morast verwandeln. Ich denke, vor allem für Selbstfahrer ist das bei der Etappenlänge wichtig im Auge zu behalten.

Was mich unglaublich schockierte, waren die vielen Baustellen. Bis auf wenige Ausnahmen war gefühlt eigentlich fast alles nur Baustelle. Fest in chinesischer Hand natürlich. Teilweise war das Vorankommen daher recht mühsam. Was ich wirklich entsetzlich fand, waren die Bautätigkeiten im südlichen Teil des Murchinson Falls NP. Wir reisten von Süden, über Masindi, an. Nach dem Gate war erst ein wunderschönes Strässchen durch märchenhaften Wald. Und dann ... bis zur Fähre mehr oder weniger eine Baustelle - die Chinesen scheine eine Autobahn zu bauen. Auch der Weg zu den Fällen ist Baustelle. Irgendwie müssen ja die Rohstoffe abtransportiert und die Baumaterial für den Staudamm reintransportiert werden ... :ohmy: Die Fähre ist wohl auch in absehbarer Zeit hinfällig, die Brücke ist schon recht weit fortgeschritten (nach meinem laienhaften Eindruck). Ich hoffe, dass der nördliche Teil des Nationalparkes keinen Strassenausbau erfährt - sicher bin ich mir aber nicht :(

Ende Februar 2020 war der Straßenbau im südlichen Murchison Falls NP schon weit fortgeschritten. Jetzt fertiger Asphalt oder sehr gute Erdstraße um die Bauabschnitte. Fahrzeit dadurch von Kichubanyobo Gate bis zum Ferry Point nur noch 75 Minuten. Auch die Brücke machte schon einen weit fortgeschrittenen Eindruck. Tja - das ist ein Teil der Ölstraße vom Nildelta nach Hoima! Wahrscheinlich dauert es noch ein paar Jahre bis tatsächlich Öl kommerziell gefördert wird. Auf absehbare Zeit ist das ugandische Öl für den Export jedenfalls nicht wettbewerbsfähig. Interessant aber für den einheimischen Bedarf. Ich finde die Asphaltsraße gut - die Staubentwicklung entfällt unmd die Vegetation erholt sich schnell. Die chinesische Baufirma hat übrigens ihr Konzept zur Minimierung der baubedingten Umweltbelastung im Kichubanyobo Checkpoint vorgestellt und erläutert - sogar auf englisch ;-)
Inzwischen ist auch die Straße von Masindi über Hoima nach Richtung Fort Portal endlich fertig. Zwischenübernachtung im völlig reizlosen Hoima kann man sich sparen - selbst wenn man morgens noch einen GD im M.F.N.P. macht, geht das jetzt locker z.B. von Pakuba bis Fort Portal in einem Rutsch.
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Letzte Änderung: 23 Feb 2021 18:52 von Lugawe.
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12 Mär 2021 12:32 #609579
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Wie ich soeben von einem befreundeten DriverGuide erfahren habe, ist die Straße Von Masindi zum Paraa Ferry Point im MFNP jetzt durchgehend asphaltiert. Gleiches gilt für den Abzweig zum Aussichtspunkt "Top of the Falls". Die neue Nilbrücke bei Paraa soll noch diesen Monat eröffnet werden.
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