THEMA: Das erste Mal Namibia - unsere Unterkünfte
17 Okt 2010 15:32 #159364
  • bayern schorsch
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  • bayern schorsch am 17 Okt 2010 15:32
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Grüss Euch zusammen,

so, nachdem das mit den Bildern jetzt anscheinend ganz gut funktioniert, möchten wir hier in diesem tollen Forum auch mal einen KURZ-Bericht über unsere Unterkünfte in Namibia reinstellen.

Schon im Vorfeld unserer Planungen war uns dieses Forum eine große Stütze. Die vielen Tipps und Anregungen waren für uns sehr sehr wertvoll, so dass wir (auch Dank der Hilfe vieler Forumsmitglieder) einen wirklich wunderschönen Urlaub in diesem herrlichen Land Namibia verbringen konnten.

Wir würden uns freuen, wenn wir grad den Neulingen, die sich ja mit ähnlichen Fragen zu Namibia-Unterkünften rumplagen wie wir, eine kleine Entscheidungshilfe anbieten können. Wenn jemand zu den Unterkünften irgendwelche Fragen hat, bitte jederzeit und gerne.

Tja, dann legen wir mal los:

FLUG:mit air - berlin ab München im Direktflug nach Windhuk. Da haben wir schon mal Glück gehabt, da der Flieger etliche freie Plätze hatte und wir so in den Genuss einer Viererreihe für uns allein kamen. So war der Hinflug ganz gut auszuhalten, für den Rückflug (ein Tagflug) hatten wir dann XXL-Plätze für einen kleinen Aufpreis, was uns die vielen Stunden im Flugzeug dann doch recht erträglich machten. Bordservice war völlig in Ordnung, das Essen ordentlich, es gab nicht das Geringste zu beanstanden. Weder bei Hinflug noch beim Rückflug knapp drei Wochen später. Übrigens haben wir am Flughafen in MUC auch den Herrn Otjikoko (Christian) mit seiner Mutter, seinem Onkel und dessen San-Frau getroffen. Otji hat uns natürlich noch die letzten guten Tipps mit auf den Weg gegeben. Eine nette Familie ist das, liebe Grüsse an Euch bei der Gelegenheit.

AUTO:Gebucht hatten wir bei Der Tour/Hertz einen Daihatsu Terrios, erhalten haben wir zum gleichen Preis als upgrade einen 4x4 Toyota Hillux, eine wahres Monsterauto. Widerwillig übernahmen wir diese riesen Kiste am Flughafen in Windhuk, schließlich war ja kein Daihatsu vorrätig. Aber schon nach 3 Kilometern machten wir kehrt, da uns dieses Auto schlichtweg zu groß erschien und wir auf die Einhaltung unserer Reservierung "pochten". Als Resultat bekamen wir dann einen KIA Sportage mit Automatikgetriebe, ein wirklich feines Auto, HOCH genug, gut genug, groß genug - mit einem Wort: ein Klasse Auto. Also schon wieder Glück gehabt. Und schon ging´s los in Richtung Kalahari, in die Anbi Lodge.

Anib Lodge, 1 Nacht Diese Lodge wurde von mir im Vorfeld schon ein wenig zweiflerisch gesehen. Fast "zu billig" (es war im gesamten Urlaub unsere günstigste Unterkunft), dann auch der Game-Drive mit grad mal 245 ND, also ca 26 Euro pro Person, und das soll alles was taugen?
Gleich vorweg: wir haben diese Lodge in vollen Zügen genossen. Wir waren ja noch nie in Namibia, und dass die Vielzahl der Tiere mit dem Etosha-Park nicht vergleichbar ist, das ist ja klar. Aber für uns "Neulinge" war es ein wunderbarer Auftakt. Die ersten Springböcke, die ersten Oryx-Antilopen, die ersten Strauße, die ersten Zebras ... Wir waren hin und weg, es war einfach nur ein Traum. Wir haben nie zuvor eine solche Schönheit genießen dürfen, und dann gab´s zum Abschluß noch einen schön gedeckten Tisch mit Rotwein, Weißwein, Bier ..., und das mitten in der Kalahari auf einer roten Sanddüne, dazu der Sonnenuntergang, was will man mehr. So darf der Urlaub ruhig weitergehen. Aber es sollte ja alles noch viel viel toller kommen ...

Das Abendessen war sehr gut, Vorspreise, Springbock als Hauptgericht, was Süßes zum Dessert, ein guter Wein, ein noch besseres Bier, und was wir ganz witzig fanden: das Abendessen wurde dreisprachig "vorgestellt": in Englisch, in Afrikaans und in der Klick-Sprache. Wirklich nett.

Wir kennen die anderen Kalahari-Lodges nicht. Aber für uns passte das Preis-Leistungsverhältnis in der Anib-Lodge zu 100 %. Wir würden dort wieder hingehen, und auch ganz bestimmt wieder den Game-Drive mitmachen.



Das waren die ersten Tiere, die wir in Namibia gesehen gesehen haben (nach den Affen am Flughafen)



Und das war der Pool der Anib-Lodge.



Fish-River-Canyon Lodge, 2 Nächte

Was soll man sagen. Es ist einfach nur ein Traum! Was ist das nur für eine Landschaft, und was sind das nur für liebe und kleine "Hexenhäuschen". Wir hatten Bungalow Nr 10, angeblich der am meisten fotografierteste Bungalow in der Lodge (kann sein). Hier ist alles sehr beschaulich, die Leute sind extrem nett und freundlich, das Essen war erste Sahne (es gab Oryx-Antilopen-Steaks, Pig, Lamm, Kudu) mit allen möglichen Zutaten. Ein sehr sehr gutes Essen, da kommt Stimmung auf. Auch das Restaurant "innen" mit der großen Feuerstelle mittendrin, wirklich ein romantischer Platz.

Am Rand der Lodge dann noch ein "Scenic-Pool", aber schon ganz schön kalt. Da sind nur die ganz harten Brocken rein. Aber schön. Und dann die Pferde - alle in einem (zumindest für unseren Geschmack) guten Zustand. Es waren schöne Pferde!

Und dann noch der allabendliche Wander-Lehrpfad nach oben zum Felsen. Dort gab´s einen schönen sundowner, die Getränke (Bier, Cola ...) waren "frei". Schade, dass es zu unserer Zeit extrem windig war, aber selbst wenn uns der Wind weggeblasen hätte, wir konnten gar nicht genug von all diesen Eindrücken einsaugen. Und das am zweiten bzw dritten Tag unserer Reise. Ein Wahnsinn.

Dass wir dem Canyon auch einen Besuch abstatteten, ist klar. Wahnsinn, einfach nur gigantisch. Und die seltenen Bergzebras hatten sich wie bestellt im Canyon für uns versammelt. Also schon wieder Glück.

Die anderen Lodges in dieser Gegend haben wir auch gesehen. Canyon Village machte auf uns keinen soooo guten Eindruck. Zumindest von außen sah´s ein wenig düster aus, kann aber innen drin natürlich recht schön sein. Das wissen wir aber nicht. Das Canyon Roadhouse ist auch ganz nett (dort haben wir mal unsere e-mails mit zu Hause gecheckt), aber eher ist das was so zum anschauen. Die Übernachtung ist sicherlich in der Fish-River-Canyon-Lodge eine andere Liga.

Wir würden in "unsere" Fish-River-Canyon-Lodge sicherlich wieder fahren. Für uns hat das schon sehr gut gepasst.

Übrigens haben wir auf der Fahrt von der Anib-Lodge in den Fish-River-Canyon auch einen Abstecher in der Gariganus-Park gemacht. Die Köcherbäume sind schon eine Schau. Und außerdem haben wir uns auch den Naute-Staudamm angekuckt. Da waren wir am nachmittag die Zweiten Besucher dieses Tages.



Im Gariganus-Park



Unser "Hexenhaus" in der Fish River Canyon Lodge





Das war schon alles sehr romantisch, da baumelt die Seele schon fast von alleine!

Klein Aus Vista, Eagles Nest, 2 Nächte

Und weiter gehts vom Fish River nach Klein Aus Vista. Nur, dass wir nicht die "normale" Route genommen haben, sondern sozusagen "unten rum" über Außenkehr, Rosh Pinah, entlang des Oranjes. Haben wir uns im Vorfeld noch groß Gedanken gemacht, ob diese Strecke lohnt und ob die Strecke überhaupt befahrbar sei können wir heute sagen: keine Problem und ein absolutes MUST DO! Es war einfach nur schön. Die Fahrt entlang des Oranje-Flusses, eine tolle Landschaft, aber am meisten ist uns doch die Ortschaft Außenkehr in Erinnerung geblieben. Man stelle sich vor, dass in dieser "Strohhütten-Ortschaft" sage und schreibe 23.600 Menschen leben sollen, so ist das für uns unvorstellbar. (Die Einwohnerzahl hat uns der freundliche und sehr gesprächige Schrankenwärter gesagt, als wir in den Oranja-NP einfuhren) Dieser erklärte uns auch, dass in dem einzigen Supermarkt, den es in Außenkehr gibt, immer nur per Blockabfertigung rund 300 Menschen auf ein mal reindürfen, und nach 20 Minuten müssen die dann wieder draußen sein, damit die nächsten 300 Leute reinkönnen. Nicht auszudenken, aber wir haben die Menschentraube vor dem Supermarkt selbst gesehen und wussten im ersten Moment nicht, was wir davon halten sollten. Jetzt wissen wir es, Dank dem freundlichen Schrankenwärter. Aber vielleicht hat er uns ja auch nur ein Märchen erzählt.





Immer wieder schöne Ausblicke auf den Oranje.

Nun, die Fahrt war lang, aber was wir in Klein Aus Vista erleben durften, das war (auch im Nachhinein) unser absolutes Highlight dieses Urlaubs. Das ist ja gar nicht zu beschreiben, so unbeschreiblich schön wie das alles war.

Unser Haus, "THE ROCK". Und in der Tat, diese Häuschen sind mehr oder weniger derart geschickt in die Felslandschaft integriert, dass man aus der Ferne gar nicht erkennen kann, dass sich dort ein "Hotelzimmer" befindet. So was haben wir nie zuvor erlebt. Und dann das Essen: wir haben uns ja auch hier im Forum schlau gemacht und so wussten wir, dass in eagles nest BRAAI angesagt ist. Gesagt, getan und so haben wir per e-mail für die beiden Tage unsere Braai-Pakete bestellt. Sensationell!!!
Du musst das erlebt haben. Das ist ein derartig großer Fetzen an Rindersteak, dann Lamm, Würstl, Kartoffeln, der Salat fix und fertig geschnippselt, das Dressing in einer Flasche schon vorbereitet, und der Tisch ist bereits wunderbar gedeckt. Im offenen Kamin ist das Holz aufgeschlichtet, man braucht nur noch anzuzünden. Mann, war das alles eine Schau. So gut und lecker haben wir schon lange nicht mehr gegessen.
Ja, und dann hätt ich beinah vergessen: das Häuschen "The Rock" innen: unbeschreiblich, da hätte mit Sicherheit jeder Innenarchitekt hierzulande seine wahre Freude dran.







Das eagles Nest war eine wunderschöne Unterkunft. Für uns ein paradiesischer Platz !


Natürlich haben wir vom eagles nest aus auch einen Ausflug nach Lüderitz, zur Kolmannskuppe und zu den Wildpferden gemacht.

Lüderitz hat uns gut gefallen, man könnte dort bestimmt auch ein paar Tage verbringen. Ganz schlimm der Wind, das war schon heftig. Vielleicht ein Tipp (natürlich nicht für die "alten Hasen", die wissen das wahrscheinlich längst): Austernessen, das haben wir uns in der Austern-Bar in der Shark-Bay reingezogen. Wir denken, frischer geht´s nicht mehr, dazu ein paar Schöpperl Weißen, das hat schon sehr gut geschmeckt.Und das Ganze direkt am Hafen. Und zum Diaz-Point sind wir auch noch rüber gefahren. Interssant, windig, gut ...

Kolmannskuppe: nun, wenn man eh schon in Lüderitz ist, dann gehört das einfach dazu. Wir haben eine Führung mitgemacht. Das war schon sehr interessant, was uns der ältere Herr alles so über die alten Zeiten erzählt hat. Tolle Sache!


Desert Homestead, Sossusvlei, 2 Nächte

Eine schöne und angenehme Fahrt über die D707 hoch in Richtung Sossusvlei. Eigentlich ist diese Straße schon ganz gut zu befahren, aber für uns, die ja nun mit Sandpisten nicht die geringste Erfahrung haben, war das schon so eine "kleine" Herausforderung. Manchmal dachten wir, hoffentlich bleiben wir nicht im Sand stecken, aber unterstützt mit ein paar Stoßgebeten kamen wir doch ganz gut durch. Landschaftlich grandios, und Tiere haben wir wirklich sehr viele gesehen.



Wunderschön, die Strecke auf der D 707
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Reiseberichte Bayern Schorsch
Letzte Änderung: 31 Jul 2013 19:46 von bayern schorsch.
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17 Okt 2010 16:15 #159372
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  • engelstrompete am 17 Okt 2010 16:15
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Hallo bayern schorsch,

das fängt schon toll an. Die Beschreibung und die Bilder sind sehr gut gelungen.Bin gespannt auf die Fortsetzung.
Lieben Gruß
Cécile :)
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
namibia-forum.ch/for...hrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
www.namibia-forum.ch...eiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html[/size]
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
[/url]
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
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17 Okt 2010 16:32 #159378
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  • joli am 17 Okt 2010 16:32
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Hallo Schorsch,
es ist schön, den Bericht von Erstbesuchern zu lesen. Ihr habt doch in vielen Dingen eine andere Sichtweise und Dein Bericht macht sehr anschaulich deutlich. Schön vor allem, dass es Euch so gut gefallen hat.Ohne die Fortsetzung zu kennen - eines glaube ich Dir schon jetzt versprechen zu können: es gibt noch Steigerungsmöglichkeiten zu dem, was Ihr bisher erlebt habt.
Gruß Joli
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17 Okt 2010 16:44 #159383
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  • Butterblume am 17 Okt 2010 16:44
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Hallo Schorsch,

vielen dank für Deinen Bericht der sich bis jetzt zu 100 % mit unserem Bericht deckt.

Ist schon sensationell gewesen, gell?

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit

www.butterblume-in-afrika.de
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17 Okt 2010 17:16 #159399
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  • bayern schorsch am 17 Okt 2010 15:32
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Hallo Cecile,
hallo Joli,
hallo Marina,

danke für Euer "Lob". Es macht aber auch Spaß, so einen Bericht ins Forum zu stellen. Ja, und dass wir "Ersttäter" oftmals eine andere Sichtweise haben, das ist gut so. Beim 10ten mal Namibia wird sich das ändern, denke ich.

Cecile: danke Dir nochmals ganz herzlich für Deine Unterstützung in puncto Bilder hochladen. Du machst das schon viel besser als Dein Silberadler mit seinen Mini-pictures.

Also dann,
Euer bayern schorsch
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17 Okt 2010 17:39 #159404
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  • bayern schorsch am 17 Okt 2010 15:32
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Und weiter geht´s im Bericht, nämlich

Desert Homestead, Sossusvlei, 2 Nächte

Also bei dieser Lodge ist es sicher so, dass der ganz große Vorteil die relative Nähe zu Sossusvlei ist. Um mal ganz ehrlich zu sein: eigentlich war die Desert Homestead nicht umbedingt das, was wir erhofft haben. Zwar waren die Angestellten alle sehr freundlich und zuvorkommend, aber irgendwie hat die gesamte Anlage auf uns nicht so den total prickelnden Eindruck gemacht. Die Bungalows waren zwar nett, aber auch nicht mehr. Und der Propeller an der Decke kam mit den 40 Grad, die im Raum waren, auch nicht unbedingt klar. Der Pool war so einigermaßen o.k., aber unter sauber und einladend stellt man sich was anderes vor.

Ebenso das Essen: am ersten Abend gab´s zur Hauptspeise Gulasch, am zweiten Abend Schweinekotlet. Beides war bestimmt nicht schlecht, trotzdem wär das auf einer Speisekarte wahrscheinlich nicht unsere erste Wahl. Da hätten wir uns einfach mehr erwartet.

Unter´m Strich passte dort das Preis-Leistungsverhältnis nicht, wir würden in die Desert homestead nicht mehr fahren.



Die desert-homestead in der Abenddämmerung

Sossusvlei: Klare Sache, dass man Sossusvlei besucht. Das ist schon sehr beeindruckend, wenn man sich diese hohen Sandberge mal aus der Nähe anschaut. Schade nur, dass wir uns ein klein wenig anstecken ließen von der allgemeinen Hektik, die am Eingangstor herrschte. Als ob´s nicht wirklich vollkommen egal wäre, ob man jetzt 10 Minuten früher oder später das Eingangstor passiert. Da haben wir uns über uns selbst schon ein bisschen geärgert, da haben wir uns einfach anstecken lassen. Das war doof ...

Aber dann die Dünen: was für eine Sache. Die Düne 45 war unser erklärtes Ziel, und da waren wir auch bald oben. Später sind wir dann noch mit dem Shuttle ins Dead-Vlei, tolle Sache ...

Was immer ganz lustig war: Du triffst ja auf so einer Rundreise immer so die gleichen Leute. Ganz lieb war eine Gruppe aus Rosenheim, die waren vom Alpenverein. Und da denkst Du an nichts Schlechtes, und plötzlich läuft der ganze Alpenverein von Rosenheim uns im Dead-Vlei entgegen. Das war schon eine Gaudi und ein großes Hallo. Wir haben da auch immer ein wenig profitiert, denn die Alpenkameraden hatten einen einheimischen Guide dabei, sehr gut deutsch sprechend, ein netter Mensch. Und dann war da noch ein Paar aus Nürnberg, zwei Sparkassenbeamte, immer wieder getroffen, genauso wie ein Unternehmerpaar, deren Wege sich mit den unseren auch immer wieder mal kreuzten. Nett!



(die Düne 45 in Sossusvlei)





(wir Zwei, kurz vor dem Gang ins Todestal)



Auf geht´s nach Swakopmund

Ein langer Schlauch steht uns bevor, wir fahren über Solitaire hoch nach Swakopmund an die Küste. Solitaire, für jeden Namibiareisenden, der in dieser Gegend unterwegs ist, ein willkommener Stop. Tankstelle, eine kleine Lodge, zwei Häuser, eine Bäckerei, ein Tante Emma Laden, das war´s. Aber ein Ort, der in keiner Landkarte fehlt, den man einfach gesehen haben muss. Und Gott sei Dank gibt´s diese Tankstelle, denn die Jungs konnten zum Glück unseren Reifen richten, denn wir hatten einen mords Platten, den wir nicht mal bemerkt hatten. Für die Herren von der Tanke kein Problem, mit 250 ND war die Sache erledigt, und wir hatten Gelegenheit, Schwarzwälder-Kirsch-Torte (aber vom Feinsten) zu genießen.
Solitair, ein völlig unrealistischer Fleck irgendwo im nowhere.



(hier gibt´s die beste Schwarzwälder Kirsch Torte "on earth")
Anhang:
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Letzte Änderung: 31 Jul 2013 19:46 von bayern schorsch.
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