THEMA: Serengeti in der Regenzeit / Ist das noch Urlaub?
24 Feb 2016 20:47 #421005
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  • Wilson96 am 24 Feb 2016 20:47
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Als mehr und mehr Safari-Fahrzeuge auftauchten, machten wir uns auf den Weg zur Sopa Lodge. Die Sopa Lodge liegt recht abseits am östlichen Kraterrand. Wir fuhren ca. 45 Minuten durch üppige Vegetation dicht am Kraterrand entlang. Vereinzelt trat die Sonne durch die Wolken und wir konnten immer wieder einen Blick in den Krater erhaschen.
In der Lodge angekommen begrüßte uns sofort Richard, der Freund unseres Rangers, herzlich. Es sagte das Frühstücksbuffet sei noch nicht abgebaut und wir sollten doch erst mal in Ruhe frühstücken, bevor wir unser Zimmer bezögen. Wir gingen ins Restaurant und waren zusammen mit einem anderen Pärchen die einzigen Gäste. Das Restaurant hat eine große Fensterfront mit einem herrlichen Blick in den Krater. Wir nahmen einen Tisch am Fenster und genossen Aussicht sowie Frühstück. Der Service war ausgezeichnet und unser Kellner sehr freundlich.

Nach dem Frühstück zeigte uns Richard unser Zimmer. Das Zimmer war sehr groß und hatte eine Art Wintergarten mit direktem Blick auf den Krater. Wir gingen zurück zum Auto und holten unser Gepäck. Mittlerweile war die Sonne rausgekommen und es wurde spürbar wärmer. Wir öffneten das Dachzelt komplett und ließen unsere Matratze sowie unser Bettzeug trocknen. Währenddessen gingen wir auf unser Zimmer, duschten ausgiebig und holten etwas Schlaf nach. Als wir aufwachten schein noch immer die Sonne und wir verbrachten einen herrlichen Nachmittag im Garten mit Blick auf den Krater.











Beim Abendessen waren ca. 40 Gäste anwesend, die Lodge war zu ca. 15% ausgebucht. Trotz der Regensaison ist eine Auslastung von 15% sehr wenig. Wie uns viele Einheimische berichteten, litt Tansania (wie der Rest Afrikas) sehr unter der Ebola-Epidemie in Westafrika und einer falschen Berichterstattung. Das Essen war gut und es gab eine kleine Gesangs- und Tanz-Darbietung der Angestellten. Obwohl wir schon in Namibia das ein oder andere Mal in einem Tented-Camp übernachtet hatten, fühlten wir uns in dieser großen Lodge doch etwas fehl am Platz. Es ist einfach etwas ganz anderes mitten in der Natur zu campen und Gerüche sowie Geräusche viel intensiver wahrzunehmen. Wir nahmen noch einen Drink an der Bar und gingen früh ins Bett. Wir wollten ja am nächsten Morgen als erste im Krater sein. Generell hat uns der Aufenthalt in der Lodge gut gefallen, Camping oder zumindest ein Tented-Camp würden wir jedoch immer vorziehen, da man hier einfach viel näher in der Natur ist. Vor allem die Geräusche bei Nacht haben uns gefehlt.
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24 Feb 2016 20:58 #421008
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  • Wilson96 am 24 Feb 2016 20:47
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Hallo Uwe und Ruth,

der Vergleich mit dem Motorrad passt gut! Jedoch ist man mit dem Motorrad etwas flotter unterwegs B)
Schön das euch der Bericht gefällt. Einige Fotos sollten euch bekannt vorkommen ;)

Liebe Grüße

Philipp und Sarah
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24 Feb 2016 21:43 #421014
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  • BikeAfrica am 24 Feb 2016 21:43
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Wilson96 schrieb:
Trotz der Regensaison ist eine Auslastung von 15% sehr wenig. Wie uns viele Einheimische berichteten, litt Tansania (wie der Rest Afrikas) sehr unter der Ebola-Epidemie in Westafrika und einer falschen Berichterstattung.

... die Berichterstattung habe ich nicht als falsch in Erinnerung, eher die irrationale Angst der Leute, die gerade eine Reise irgendwo nach Afrika planten.
Eine Überschwemmung in Bangladesh würde niemanden von einer Reise in die Mongolei abhalten, aber sobald irgendwas in Afrika bedrohlich ist, streicht man gleich den ganzen Kontinent von der Reiseplanung.
Dabei war es vom Ebola-Herd nach Südeuropa weiter als bis Ost- oder Südafrika.
Ich habe es auch im Bekanntenkreis erlebt. Da wurde auch Südafrika wegen Ebola gestrichen ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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24 Feb 2016 21:47 #421015
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  • Botswanadreams am 24 Feb 2016 21:47
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Hallo Philipp

Ich habe mich natürlich auch noch in den alten Defender gemogelt. Es macht Spass, Eure Eindrücke mit zu erleben.

Zwei kleine Fragen hätte ich:

1. Wo wart Ihr denn genau 20 km ausserhalb von Moshi? Der Blick auf den Kili kommt Ihr sehr bekannt vor. Wir waren im Juni bis oberhalb des Dorfes Shimbwa. War das auch Eure Richtung?

2. Eure Gebühren für Ngorongoro kann ich nicht ganz verstehen, denn wir waren ja nach Euch dort. Im Juni 2015 und ich weiss von einem Südafrikaner von Juli 2015, dass wir folgendes bezahlt haben
- Parkfee US$ 50 pP
- Camping Simba US$ 30 pP
- Auto TZ-Kennzeichen TZS 35.000
- Kratergebühr US$ 200
Es war zwar lange die Rede von einer Erhöhung auf US$ 300 für den Krater, doch definitiv galt diese nicht im Juni und Juli 2015. Ist irgendwie komisch.

Ich freu mich auf die Fortsetzung Deines Berichts.

LG
Christa
www.botswanadreams.de

"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
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24 Feb 2016 22:07 #421020
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  • Wilson96 am 24 Feb 2016 20:47
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Hi Christa,

schön, dass Du mitfährst. Das Dorf in dem wir waren heißt Mdawi.

Zum 1.04.2015 würden die Gebühren für den Krater offiziell von 200 USD auf 300 USD angehoben! Da diese Erhöhung jedoch schlecht kommuniziert wurde und es einige Aufregung gab, wurde die Erhöhung nachträglich zurückgenommen. Da wir seitdem nicht mehr in Tansania waren, wissen wir nicht, wie die Preise jetzt sind. Die von Dir angegebenen Preise decken sich dann ungefähr mit unseren (vor der dann wieder zurückgenommenen Erhöhung). Wir haben Krater Fee + Auto und Park Fee zusammengerechnet. Camping Gebühren haben wir nicht mit eingerechnet.

LG

Philipp
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24 Feb 2016 22:31 #421024
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  • Wilson96 am 24 Feb 2016 20:47
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Hi Wolfgang,

da hast Du recht. Die Berichterstattung in Europa bzw. in Deutschland war nicht falsch. Meine Aussage bezog sich auf die Darstellung der Lodge-Angestellten, die von hohen amerikanischen Stornierungsquoten sprachen und diese auf eine undifferenzierte Berichterstattung in den USA zurückführten.

LG

Philipp
Letzte Änderung: 24 Feb 2016 22:32 von Wilson96.
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