THEMA: Von Elefanten zu Zistensängern - 3.5 Wochen
13 Mär 2022 15:07 #639401
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Liebe Elvira
Sehr gerne bin ich mit dabei und freue mich an deinen schönen Bildern. Der Anblick löst bei mir Wunschdenken aus. Kenia ist soooo schön und interessant. Laikipia und Samburu möchte ich gerne nochmals erleben……..mit viel GRÜN.
Liebs Grüessli
Judith
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14 Mär 2022 15:06 #639481
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  • Bushtruckers am 14 Mär 2022 15:06
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Liebe Judith
sei willkommen auf der Safari!
Fuer Laikipia in gruen musst Du etwas warten. Im Moment ist es arg heiss und sehr trocken, also braun.
Liebe Gruesse
Elvira
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14 Mär 2022 15:11 #639484
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9.2. Samburu zu den Aberdare
Frühstück und Losfahrt um 07.30 Uhr. Vom Elephant Bedroom bis zu Archer’s Post schauen wir klar Tiere und können dem schön im Licht sitzenden Raubadler / Twany Eagle nicht widerstehen.



Am Ausgang gehe ich meiner Liebe für Sukkulenten nach – Desmidorchis acutangua aus der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Die Blüten stinken und ziehen somit Fliegen zur Bestäubung an. Wäre ich nicht mehr so lange unterwegs, hätte ich Ableger mitgenommen.





Wüstenrosen (Adenium obesum) gehören ebenfalls zu den Hundsgiftgewächsen. Wilderer können mit dem Gift die Pfeile vergiften.



Wiederum geht es auf der Teerstrasse durch Isiolo und über die ziemlich zahlreichen Bumps. Danach die Strasse hoch bis vor Timau, wo unser Herr Gast seinen echt guten Espresso bekommt. Ich darf leider nicht, sonst schlafe ich nachts nicht. Der Schildrabe / Pied Crow ist zwar häufig und kommt auch in meinem Garten vor, aber ihn gut im Licht zu nicht hoch oben zu bekommen, ist anders. Joseph muss nun halt das Auto nochmals stoppen und schaut mich nur verwirrt an. Schildraben ernähren sich nebenbei von Abfall und vermehren sich deshalb lokal zu arg. Sie werden dann zur Bedrohung von anderen Vögeln, deren Nester sie plündern. Noch schlimmer ist die Indische Hauskrähe an der Küste, die leider immer mehr ins Inland vordringt. Man versucht sie zu dezimieren, indem man Eier aus deren Nestern holt – vergeblich.



Durch Nanyuki und an Nyeri vorbei bis zum Aberdare Country Club, wo das Mittagessen auf uns wartet. Es war Tellerservice und schmeckte gut. Was nun? Vögel jagen! Und die Nektarvögel sind sicherlich nicht die einfachsten. Doch einer gelingt recht gut – Nandinektarvogel (früher Preussnektarvoge) / Northern Double-collared Sunbird (Cinnyris reichenowi reichenowi – früher Nectarinia preussi kikuyuensis). Man sehe, die Wissenschaftler sind an der Arbeit….



Wenn man bei den Aberdare Bergen ist, fällt ein Baum besonders auf, wenn er in Blüte ist. Alle Baumkronen sind grün und mittendrin leuchtet es rosa. Cape Chestnut / frei übersetzt Kapkastanie (Calodendrum capense, Familie Rautengewächse)



Beim Treetops Gate (Eingang zum Aberdare Nationalpark) beobachte ich nach dem Einchecken diese Wespe. Als ich sie fotografierte, schauten mich die Ranger verwundert an. Was für ein Wildtier, die wohl entdeckt hat… Potter Wasp / Solitäre Faltenwespe – ich finde keinen besseren Deutschen Namen auf Internet – besser wäre Töpferwespe

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14 Mär 2022 15:21 #639487
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Bis zum The Ark sehen wir nicht viel. Ich bringe nur kurz mein Gepäck aufs Zimmer und nutze da Licht und die Ruhe auf dem Steg. Nun ein Wunsch geht in Erfüllung! Oliventaube / Olive Pigeon



Und eine unerwartete aber nicht unbekannte Art…. Gelbbartbülbül / Yellow-whiskered Greenbul / Eurillas latirostris. Das Foto war bei der 2. Sichtung, bei den ersten kam der gelbe Bart nicht so klar raus



Nektarvögel haben halt ihren Reiz. Hochland-Nektarvogel (früher Fülleborn-Nektarvogel) / Eastern Double-collared Sunbird (Cinnyris mediocris). Endemisch in Kenia Hochland und Nordtansania.



In dem seichten See, den man/Frau (habe gelernt, das ist nun üblich in Deutschland, dass alle Geschlechter einbezogen werden müssen) von den Plattformen aus gut übersehen kann, ist immer etwas los. Teichhühner / Common Moorhen (Gallinula chloropus meridionalis) sind immer present und suchen nach Nahrung.



Auf die Bekassine / Common Snipe (Gallinago g. gallinago) treffen wir nicht nur hier. Sie verbringen den Nordwinter in Afrika.



Und dann kommen die schwarzen Riesenwaldschweine (Hylochoerus m. meinertzhageni). In Kenia und Nordtansania kommt die grösste der 3 Unterarten vor. Ihr Begleiter, die Madenhacker, scheuen nicht davor zurück auch in Wunden zu bohren, um das Blut zu trinken. Riesenwaldschweineber können ein Stockmass von bis zu 1.1 m erreichen und bis zu 275 kg wiegen.





Riesenwaldschwein mit Madenhacker

Und so sieht es vor der The Ark Lodge aus



Man hört sie oft rufen und sieht gelegentlich eine grosse Zahl an Tüpfelhyänen. Hier werden sie nicht von Löwen bedroht, da es keine hat. Sie suchen nach günstigen Gelegenheiten ein Büffelkalb oder Buschbock zu reissen.



Vor Büffeln haben auch die Riesenwaldschweine Respekt!



Eine nette Kletterpflanze auf die man oft trifft – Black-eyes Susan (Thunbergia alata)



Turakos gehören zu den schönsten Vögeln in Afrika! Je nach Gebiet ändert die Art. Oft sitzen sie leider im Schatten oder fliegen, wobei die tolle rote Flügelunterseite zur Geltung kommt. Also ist ein guter Ort beim Vogelfütterungsplatz auf dem Steg. Seidenturako / Hartlaub’s Turaco



Nach dem Abendessen muss ich natürlich nochmals auf die offene Plattform. Die Flutlichter ziehen eine riesige Menge an Faltern und anderen Insekten an. Fledermäuse fliegen um mich herum und unter sind die Grossfleck-Ginsterkatzen, die sich gütlich tun.



Ab ins Bett.
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16 Mär 2022 18:32 #639683
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10.2. Aberdare Nationalpark
Wer es nicht scheut, morgens rechtzeitig aus den Federn zu kriechen, kann dies erleben. Es war aber nur an dem Morgen so toll, dann die nächsten beiden leider nicht mehr
6.38 Uhr Mount Kenia



6.53 Uhr



6.54 Uhr



6.55 Uhr



Es liegen viele tote Falter und andere Insekten rum und das holen sich die tagaktiven Vögel wie die Kapstelze / Cape Wagtail / Motacilla capensis wellsi



Nach dem Frühstück starten wir die Pirsch. Im Wald sehen wir noch kaum Tiere. Das die Stelle wo die Strasse sich verzweigt und links hoch in Hochmoor geht und da wollen wir hin.



An einem Ort, wo wir schon etliche Nektarvögel und auch ein VonHoehnel Chamäleon gefunden hatten, halten wir. Wenigstens ein Schmetterling Medea Sylph – Dickkopffalter und ein paar Blütenpflanzen



Beim idyllischen Teich, wo schon etliche Hochmoorpflanzen vorkommen, fotografieren wir kurz



Wo es zum Chania Fall runtergeht (zu Fuss, aber nicht für mich) fliegen 2 Bergbussarde über uns. Leider ist meine Kamera zu langsam für Flugaufnahmen. Dafür Schmetterlinge – African Migrant (Catopsilia florella – Familie Weisslinge / Pieridae). Erst das Männchen und dann African clouded Yellow (Colias electo). Die Blume ist Hebenstretia dentata, eine Hochlandpflanze







Die herrliche Landschaft der Aberdare Berge (Lesatima 4.001 m) für diejenigen, die gut zu Fuss sind



Durch den Märchenwald geht es zur Fishing Lodge. Es kommen uns so viele Schmetterlinge des African Migrant entgegen, sieht fast so aus, als ob Schneeflocken treiben. Fishing Lodge sind ähnlich der Alphütten und Selbstversorger. Also Essen, Trinken mitbringen. Küche und Küchenutensilien, sowie ein gemütlicher Essraum sind da. Es ist herrlich da oben, auch wenn es gelegentlich unter 0 Grad gehen kann

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16 Mär 2022 18:47 #639685
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Wer würde auf 2.920 m einen Blutschnabelweber / Red-billed Quelea erwarten? Ich sicherlich nicht…. Aber es war einer



Wir geniessen unser Mittagessen auf der Terrasse der Fishing Lodge. Nicht gegessenes, aber noch eingepacktes Mittagessen bekommt der Ranger. Die Aepfel sind für Joseph
Langsam geht es wieder Richtung The Ark. Aber erst habe ich noch riesiges Glück und kann den Aberdare Zistensänger fotografieren. Mein erstes anständiges Bild. Die Art ist endemisch und leider gefährdet.



Ich habe R versprochen wir finden Jacksons Frankoline / Jackson’s Spurfowl, also langsam fahren, denn oft sind am Wegesrand



Bei einer Gruppe Weisskehlmeerkatzen / Stuhlmann’s Blue Monkey / Cercopithecus mitis stuhlmanni verweilen wir eine Zeit. Sie sind grade intensiv mit Fressen beschäftigt. Die Blue Monkeys, wie sie im Englischen genannt werden, sind auch eine der komplexeren Gruppen. Aber mittlerweile gibt es gute Forscher, die das auch auf einer Karte einzeichnen, welche Unterart wo vorkommt.



Viel sehen wir nun nicht mehr und sind bald in der The Ark Lodge, die wir vom Weg aus fotografieren. Ich muss natürlich sofort wieder auf die Plattform und den Steg, ich könnte ja was verpassen. Ein stattlicher Buschbock kommt auf die Lichtung.



Büffel Mama mit Kalb kommen zum Trinken. Auf die Jungen haben es die Tüpfelhyänen abgesehen….



Ein gutes Abendessen und ins Bett

11.2. Aberdare Nationalpark
Der Morgen ist nicht grandios und eher trübe. Somit gibt es von der Morgenpirsch auch nur das Foto von dem Elefantenbullen, der sich bei der Körperpflege auf dem Weg nicht stören liess. Dass der Baum dem Druck standhält…





So flach ist der Tümpel, dass die Gelbschnabelenten / Yellow-billed Ducks den Untergrund aufwirbeln



Herr Buschbock, tested seine Weibchen auf Empfängnisbereitschaft





Einige Büffel haben lustige Hornformen



Nun auf den Steg und siehe da ich finde wieder eine neue Vogelart für mich! Dickschnabelgirlitz / Thick-billed Seedeater / Crithagra burtoni albifrons, die Unterart in den Hochlandwäldern in Kenia östlich des Grossen Grabenbruchs



Man kann sehen, es sind ein paar Regentropfen gefallen, aber nicht so, dass ich mich hätte verkriechen müssen. Goldschwingen Nektarvogel – Golden-winged Sunbird, Weibchen



Die Verstrebungen an der Brücke sind ganz eklig angebracht und die Brüstung ist für mich zu hoch. Lehnt man sich aber fest dagegen, dann wird die Kleidung dunkel von der Imprägnierung. Dennoch die Grossfleckginsterkatze und das Suni bringe ich mit Verrenkungen aufs Bild





Wuselig, nach Insekten suchend und klein ist der Kikuyu Brillenvogel / Kikuyu White-eye (früher Montane White-eye) / Zosterops kikuyuensis



Mit dem Regenbogen sage ich gute Nacht für heute

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Letzte Änderung: 16 Mär 2022 18:48 von Bushtruckers. Begründung: Fehler korrigiert
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