THEMA: Mit Bus, Matatu und Liemba durch Ostafrika
27 Aug 2014 19:59 #351587
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Kibuye – Gisenyi – Ruhengeri (Musanze)

Am 9. Dezember 2013 machen wir uns früh auf den Weg nach Ruhengeri, einem Städtchen zu Füßen der Virunga Vulkane im nordwestlichen Ruanda. Es ist ein klarer, kühler Morgen. Die tiefstehende Sonne färbt die Wölkchen über dem Lake Kivu zartrosa, als wir kurz nach 7 Uhr das Home-Saint-Jean verlassen.


Abschied vom Lake Kivu - Ruanda

Einmal täglich um 8 Uhr soll es eine Verbindung von Kibuye nach Gisenyi geben. Der Bus beginnt seine Fahrt an einer kleinen Tankstelle an der Hauptstraße. Als wir dort ankommen wirkt der Platz verlassen. Lediglich eine schläfrig wirkende Frau fegt gemächlich den Müll und den Straßenstaub von einer Seite zur anderen. Wir fragen sie nach dem Gisenyi Bus, aber die Verständigung ist nicht einfach. Es kommt auch in Ruanda öfters vor, dass die Leute weder Englisch noch Swahili sprechen - und wir sprechen bloß ein paar Brocken Französisch. Immerhin verstehen wir so viel, dass der Bus noch irgendwo repariert wird und etwas später kommen soll.

Nach und nach treffen weitere Reisende mit ihrem Gepäck ein. Das lässt mich hoffen, dass der Bus noch kommen wird. Eine ältere Frau bietet kleine Bananen zum Kauf an. Als wir ein Bündel kaufen, lacht sie uns zahnlos freundlich an. Die Bananen sind süß und lecker und ersetzen glatt ein komplettes Frühstück.

Gegen 10 Uhr ist immer noch kein Bus in Sicht. Ich verspüre wenig Lust endlos an dieser Tankstelle herumzusitzen und auf einen Bus zu warten, der vielleicht gar nicht kommt. Wir überlegen, ob es nicht besser wäre, einen weiteren Tag am Lake Kivu zu verbringen. Auch die anderen Reisenden werden allmählich ungeduldig. Eine Frau, die öfters auf dieser Strecke unterwegs ist, hat die Nummer des Fahrers in ihrem Handy gespeichert und ruft ihn schließlich an.

„The Bus is coming soon“ sagt sie zu uns, als wir sie fragend anblicken.


Der Gisenyi-Bus ...


... ist nicht mehr der neuste ;)

Kurz darauf tauchen tatsächlich zwei verbeulte und ziemlich verschlissene Busse der Onatracom-Gesellschaft auf. Einer der beiden fährt nach Gisenyi. Erleichtert steigen wir ein und da wir die ersten sind, bekommen wir die Plätze ganz vorne neben dem Fahrer.


Ohne Telefon funktioniert kein Bus in Ruanda


Irgendwo zwischen Kibuye und Gysenyi

Die fünfstündige Fahrt entlang des Lake Kivu führt durch eine der landschaftlich schönsten Gegenden dieser Reise. Die Erdstraße schlängelt sich bergauf und bergab durch lichte Pinien- und Eukalyptuswälder und über sonnige, grüne Bergrücken. Rechts und links der Straße bestimmen ausgedehnte Tee- und Kaffeeplantagen das Landschaftsbild. Und als wäre das noch nicht genug, dürfen wir uns immer wieder über die phantastischen Ausblicke auf den von steilen terrassierten Hügeln umgebenen Kivusee freuen. Man könnte alle paar Kilometer ein postkartenreifes Foto schießen, wenn, tja wenn der Bus mal anhalten würde…


Wackelvideo ;) 5 Stunden für 100 km

Die Strecke ist auch ein Teil des Congo-Nile-Trails, der sich über ca. 230 Kilometer entlang des Kivu-Sees von der Stadt Cyangugu im Süden bis nach Gisenyi im Norden erstreckt. Man kann den Trail zu Fuße erwandern, oder mit dem Mountainbike, oder einem geländetauglichen PKW befahren. Wenn ich das nächste Mal nach Ruanda komme, wird der Trail ganz oben auf meiner To-Do-Liste stehen, entweder zu Fuß, oder mit dem Mountainbike.

The Congo Nile Trail is an exciting ten day hiking experience, which covers a wide range of fascinating attractions on Lake Kivu shores, with a distance of 227 Kilometers stretching from Rubavu to Rusizi via Karongi and Nyamasheke districts.
The trail offers among other attractions the best coffee and tea experiences, with sceneries beautiful beyond imagination
The Congo Nile trail includes eight amazing base camps, two extra ordinary paths and four bonus diverse sub trails, which are all, added value that make up this breath taking hiking experience a life time one.
The 10 days hiking trail can be also covered in 5 days cycling and 3 days 4x4 Driving

The Congo Nile Trail



Die fünfstündige Fahrt nach Gisenyi …


… ist landschaftlich eine der schönsten Strecken, die wir auf dieser Reise zurücklegen.

In Gisenyi halten wir uns nicht lange auf sondern steigen in den nächsten Bus nach Ruhengeri (Musanze). Die Fahrt dauert noch einmal eineinhalb Stunden, jetzt aber flott auf geteerter Straße. Zum ersten Mal sehen wir kurz die Silhouette der Virunga Vulkane im Nachmittagsdunst auftauchen.

Der Virunga- sowie der Volcanoes Nationalpark sind Heimat der Berggorillas und letzterer ist ehemalige Wirkungsstätte der Zoologin Dian Fossey, die in den siebziger Jahren für das Überleben der Gorillas kämpfte und schließlich dort ermordet wurde.


Virunga Vulkane

Ruhengeri (Musanze) – Twin Lakes

Ruhengeri, welches auch Musanze genannt wird, ist ein überschaubares Städtchen im Dreiländereck Ruanda, Uganda und Kongo. Touristisch ist es als Ausgangspunkt zum Volcanoes Nationalpark und zu den Virunga-Vulkanen von Bedeutung, zu deren Füße Ruhengeri liegt. Bei unserer Ankunft verstecken die sich allerdings wieder hinter dicken Wolken.

Gleich nachdem wir den Busbahnhof verlassen haben und noch ein wenig orientierungslos durch die Straßen laufen, spricht uns ein Guide an, der Ausflüge in den Nationalpark und zu den Gorillas vermitteln möchte. Ich frage den Guide nach einem preiswerten Hotel woraufhin er uns zum Tourist Rest House bringt, einer einfachen Lodge nur ein paar hundert Meter vom Busbahnhof entfernt.

The good news is that the Tourist Rest House doesn’t charge much. The bad news is that they believe guests should get what they pay for. The rooms here are small, a little grimy and the concrete walls have that aged patina that suggests dampness. The bathrooms do have hot water but the light bulbs were so dim they appeared to be powered by little more than wishful thinking. (Lonely Planet review) ;)



Tourist Rest House in Ruhengeri

Da mir das Gorilla Tracking zu teuer ist, ein kurzer Besuch soll 1500 USD für zwei Personen kosten, verabschiede ich den Guide. Wir beschließen stattdessen für den morgigen Tag zu den nahe gelegenen Twin-Lakes zu fahren, die laut Reiseführer einen Besuch wert sein sollen.

Lake Ruhondo

Die Twin Lakes liegen etwa auf halbem Weg zwischen Ruhengeri und der Grenze zu Uganda. Der Lake Ruhondo ist der kleinere und schönere der beiden Seen. Dass die Gegend touristisch eher schwach frequentiert ist, merken wir, als wir uns auf den Weg zum Lake Ruhondo machen.

Die Fahrt zum Lake Ruhondo (aus den Aufzeichnungen meiner Freundin):

We went back to the bus station from one booking office to the next asking for transportation to Lake Ruhondo. Surprisingly, not even one bus went to Lake Ruhondo. Luckily we found a guy in one of the booking offices who took us to a minibus which could take us to the direction we were heading to.

It was not easy getting information from the people we found standing near the minibuses. They spoke neither English nor Swahili. The guy from the booking office had a long discussion with them, then he finally told us that one of the minibuses was heading to Cyanika (a town bordering Rwanda and Uganda) but will drop us to the village where the Lake Ruhondo is. We thanked the guy and got inside the minibus.

We paid 600 Francs to the minibus conductor when we got to this village. To get to the lake Ruhondo we had to connect with two motorcycles through the village to reach the Lake Ruhondo, it was a distance away from the main road. The language barrier came to play once again. The motorcyclists could not speak English or Swahili. So Gu Ko had to write down the name of the lake and use sign language to ask how much they wanted. One of them wrote 3000 RWF per person going and 3000 RWF per person coming back. We said it was ok.

That was the worst motorcycle ride that I have ever had. The road was rough and we had to put on the heavy helmets. The motorcycle that Gu Ko was on, was leading the way followed by the one I was on. It was a very long ride. I never thought that we could come to the end of infuriating ride. Along the road we met women with firewood on their heads or huge buckets of water and some with children on their backs. They all turned and stared at us. Some called out “Mzunguuu!!! Mzunguuu!!!,” looking at Gu Ko with children pointing fingers.

We finally came to the lake Ruhondo. Some small canoes were at the shores and one big boat



Lake Ruhondo


Lake Ruhondo

Am Ufer liegen ein paar Boote und Kanus. Einer der Bootsleute deutet auf ein größeres Holzboot und gibt uns zu verstehen, dass wir mit seinem Boot eine Fahrt auf dem See machen können. Während wir mit dem Mann über den Preis verhandeln, was hauptsächlich per Zeichensprache funktioniert, versammeln sich nach und nach die Bewohner der kleinen Ansiedlung um uns und verfolgen mit neugierigen Blicken jede Bewegung die wir machen. Nach einer Weile komme ich mir vor wie ein Alien und auch meine Freundin meint später, sie hätte sich bei so viel ungeteilter Aufmerksamkeit komisch gefühlt.

Nachdem wir mit dem Bootsbesitzer über den Preis einig geworden sind, klettern wir in das Boot. Unsere Boda-Boda Fahrer und ein paar der Dorfbewohner nutzen die Gelegenheit für eine kleine gratis Bootsfahrt und kommen ebenfalls an Bord. Der Kahn ist ziemlich schwer als wir ablegen und der Ruderer kommt schon bald ins Schwitzen.

Während wir allmählich vom Ufer wegtreiben, blicke ich zurück auf die von kleinen Farmhäusern und Bananenplantagen gesäumten Ufer, auf weidende Kühe und weiße, dicht über die Wasseroberfläche gleitende Vögel, auf eine friedliche und weltabgeschieden wirkende Landschaft - und dann reißt plötzlich die Wolkendecke auf und gibt uns den Blick auf die spitzen Kegel der Virunga Vulkane frei. Ein tolles Panorama.

Wir lassen uns noch ein bisschen auf dem See herumpaddeln, unterhalten uns mit den Leuten und genießen die malerische Landschaft, bevor es wieder zurückgeht.


Lake Ruhondo


Lake Ruhondo
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27 Aug 2014 20:11 #351591
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Nach Uganda

Am nächsten Morgen sitzen wir in einem Matatu Richtung Cyanika, der Grenzstadt zu Uganda. Die Fahrt dauert etwa eineinhalb Stunden. Unterwegs haben wir immer wieder schöne Ausblicke auf die Vulkane, die sich noch teilweise in Wolken und Nebel eingehüllt, im frühen Morgenlicht zeigen.


Plastiktüten sind in Ruanda unerwünscht

Cyanika ist ein kleines Kaff mit ein paar Geschäften und Wechselstuben. Auf den ungeteerten Seitenstraßen haben sich große, schlammige Pfützen gebildet, in denen, eher ungewöhnlich für Ruanda, Plastikflaschen und allerlei Müll schwimmt. Bei einem Moneychanger tausche ich unsere überzähligen Ruanda Francs in Uganda Schillinge, während meine Freundin in einem der Shops ein paar Süßigkeiten ersteht, um, wie sie sagt, den Tag besser überstehen zu können.


Cyanika


Cyanika-Kids


Ruanda-Uganda Border

Und wieder mal gehen wir zu Fuß über die Grenze. Auf ugandischer Seite müssen wir uns zuerst bei einem Polizeiposten präsentieren. Drei Uniformträger sitzen hinter einem wackeligen Schreibtisch. Der erste checkt unsere Pässe, der zweite fragt uns, wo wir herkommen, wo wir hinwollen, warum wir durch diese Gegend reisen, welche Berufe wir haben, in welcher Beziehung wir zueinander stehen und noch andere für ugandische Bürokraten wissenswerte Dinge.

Wir beantworten geduldig alle Fragen und nachdem der dritte die gewonnenen Informationen handschriftlich in eine Liste eingetragen hat, bekommen wir Zettelchen mit Nummern drauf, die wir zusammen mit unseren Pässen bei der Immigration in einem anderen Gebäude abgeben sollen. Dort wird mein Visum gegen eine Gebühr von 50 USD in den Pass geklebt, während meiner Freundin der Einreisestempel gratis eingestempelt wird. Die gesamten Grenzformalitäten sind in einer halben Stunde erledigt, alle sind sehr freundlich und relaxed und so heißt es schon bald: „Welcome to Uganda“.



Und dann stehen wir wieder an der Straße. Kein Bus oder Minibus ist zu sehen. Überhaupt scheint es, abgesehen von ein paar LKWs die einsam am Straßenrand stehen, keinen motorisierten Verkehr zu geben. Zu allem Überfluss fängt es wieder zu regnen an. Ein paar Motorradfahrer, die uns schon seit dem ruandischen Grenzposten beharrlich gefolgt sind, wollen uns nach Kisoro, der nächstgelegenen Stadt, fahren. Direkt von der Grenze gibt es keinen Bus, meinen sie.

Da es immer stärker regnet habe ich überhaupt keine Lust auf ein Motorrad zu steigen. Wir laufen ein Stück die Straße lang, während uns die Motorradfahrer beharrlich in der Hoffnung folgen, doch noch ein Business zu machen. Als ich genauso beharrlich ablehne, meint einer der Männer schließlich, er könne uns ein Taxi besorgen, das würde uns für 20000 UGX nach Kisoro fahren. Er eilt davon und kommt kurz darauf mit einem PKW wieder. Wir steigen ein, froh endlich von der Grenze weg zu kommen und froh im Trockenen zu sitzen.

In Kisoro vermittelt uns der Fahrer an ein Sammeltaxi weiter, das nach Kabale fährt (15000 UGX/Person). Dazu ruft er per Handy irgendwo an und kurze Zeit später kommt uns das Sammeltaxi entgegen. Als wir einsteigen sitzt lediglich eine Uganderin vorne auf dem Beifahrersitz. Wir machen es uns auf den Rücksitzen gemütlich und ich freue mich auf eine bequeme Fahrt.

Doch der Fahrer kreuzt noch eine Weile in Kisoro herum um weitere Fahrgäste aufzulesen. Schließlich sind wir acht Personen in dem PKW, fünf auf der Rückbank, drei auf den Vordersitzen. Trotzdem hält der Fahrer immer wieder und versucht weitere Passagiere zu gewinnen. Glücklicherweise sind auch die Ugander der Ansicht, dass das Fahrzeug voll ist und als keiner mehr zusteigen will, geht’s endlich los Richtung Kabale. Unterwegs gibt es noch eine kleine Zwangspause, als einer der Reifen platzt. Der Schaden ist schnell behoben und wir erreichen leicht gequetscht, aber ansonsten wohlbehalten gegen 15 Uhr 30 Kabale.

Lake Bunyonyi
„Der Bunyonyi-See liegt sieben Kilometer von der Stadt Kabale entfernt, im Distrikt Kabale im Südwesten Ugandas. Er ist 25 Kilometer lang, sieben Kilometer breit und bedeckt eine Fläche von 6100 Hektar. Der See liegt 1950 Meter über dem Meeresspiegel und ist von Hügeln umgeben, welche von 2200 bis 2478 Meter reichen und stark kultiviert sind.“ (aus Wikipedia)

Der Bunyonyi-See ist landschaftlich sehr schön gelegen. Das Wasser hat Badequalität und ist frei von Bilharziose und Krokodilen. Viele Reisende bezeichnen den See als ein „Must-See“ in Uganda. Im mittleren Teil befinden sich 29 Inseln und auf einer davon wollen wir zwei oder drei Tage kampieren.


Lake Bunyoni in Uganda

Das Byoona Amagara Project ist nach eigenen Angaben eine „Not-for-Profit Organization“ deren Einnahmen zu 100% in lokale Projekte der Bildung und Alphabetisierung, der ökologischen Landwirtschaft, der einheimischen Forstwirtschaft und der Förderung des Kulturaustausches fließen. Das Zentrum der Anlage bildet ein Restaurant auf einem Hügel mit schönem Blick auf den See. Über die Insel verteilt befinden sich Unterkünfte unterschiedlicher Preisklassen. Man kann Geodoms, Cabins oder Cottages mieten. Für Backpacker und Low Budget Traveller gibt es Dormitories und Gelände zum kampieren.

Byoona Amagara Project

Bevor wir uns Richtung See aufmachen, brauchen wir ugandisches Geld und etwas zu essen. Seit wir heute Morgen Ruanda verlassen haben, gab es lediglich ein paar süße Kekse zu knabbern. Meine Freundin kommt damit ganz gut klar, ich als verwöhnter Mitteleuropäer brauche mindestens einmal am Tag etwas anständiges zu beißen. Ein Geldautomat an der Hauptstraße spuckt brav ugandische Schillinge aus und ein paar Meter weiter finden wir ein Restaurant in dem wir uns erst mal zum lunchen niederlassen.

Ich frage einen der Restaurantangestellten wie wir am besten zum Lake Bunyonyi kommen. Das ist kein Problem, der Mann besorgt uns ein Taxi, welches uns die sieben Kilometer zum Seeufer fährt. Dort finden wir ein kleines Büro des Byoona Amagara Projects. Man muss sich in dem Büro anmelden und kann dann mit einem Boot zur Insel übersetzen. Wahlweise mit einem Kanu (kostenlos), oder, wenn es schneller gehen soll, mit einem Motorboot (7 USD/Person).

Mit einem Einbaum den Lake Bunyonyi befahren, das hört sich romantisch an und macht sicher auch mehr Spaß. Wir bekommen Paddel in die Hände gedrückt und schon bald gleitet das Kanu fast geräuschlos über die glatte Wasseroberfläche.

Hinten im Kanu sitzt der Bootsmann, der die Richtung angibt und die meiste Paddelarbeit verrichtet, in der Mitte meine Freundin und vorne ich. Für uns, das merken wir bald, ist die ungewohnte Paddelei ganz schön anstrengend. Ich muss immer wieder kurze Päuschen einlegen, während der Bootsmann das Kanu gleichmäßig und ohne sichtbare Anstrengung in Bewegung hält.


Lake Bunyoni in Uganda

Der Lake Bunyonyi ist von steilen, terrassierten Berghängen umgeben. Auf den zahlreichen kleineren und größeren Inseln wachsen Bananenstauden und Eukalyptusbäume, vereinzelt sehe ich landwirtschaftlich genutzte Flächen. Insgesamt scheinen aber nicht viele Menschen auf den Inseln zu wohnen.

Die Fahrt dauert gut eine Stunde. Wir steuern durch ein Gewirr von Inselchen, Buchten und Halbinseln. Manchmal kreuzten Seebewohner in ihren Einbäumen unseren Weg und winken oder rufen uns etwas zu. Endlich kommt unsere Insel in Sicht und als wir näher kommen erkenne ich einen kleinen Anlegesteg und das Schild des Byoona Amagara Projects.


Lake Bunyoni in Uganda


Lake Bunyoni in Uganda


Anlegestelle des Byoona Amagara Island Retreat


Vom Restaurant aus hat man einen schönen Blick über den See


Zelten am Lake Bunyonyi

Es wird schon dunkel und ein kalter Nieselregen hat eingesetzt, als wir unser Zelt aufbauen. Wir müssen uns beeilen, wollen wir noch trocken in den Schlafsack kommen. Jetzt erst sehe ich, dass das Überzelt im Bereich des Einganges während der Reise gelitten hat. Einige Verklebungen der Nähte und das Fenster haben sich gelöst. Es sieht aus, als wäre der Schaden durch Hitzeeinwirkung entstanden. Auf einer der Busfahrten in Tansania hat mein Packsack mit dem Zelt neben dem Fahrer auf der Abdeckung des Motors gelegen und ich vermute, dass die Hitze den Schaden verursacht hat.

Ein Gewitter zieht auf. In der Nacht schüttet es aus allen Kübeln. Ich wache mehrmals auf weil ich fürchte, dass das Zelt nicht mehr dichthält. Die Temperaturen in unseren dünnen Schlafsäcken sind sowieso schon an der Fröstelgrenze und eindringende Nässe ist so ziemlich das Letzte was wir jetzt brauchen. Tatsächlich spritzt etwas Wasser durch das kaputte Fenster, aber das lässt sich notdürftig mit einer Plastiktüte abdichten. Gottseidank bleibt der Zeltboden trocken und während das ugandische Unwetter über uns tobt verbringen wir eine halbwegs angenehme Nacht.

Die Speisekarte im Byoona Amagara ist eine echte Überraschung. Alleine die Chapati-Variationen lassen mir das Wasser im Munde zusammenlaufen. Wenn ich recht erinnere gab es sogar welche mit Schokofüllung. B)

Den folgenden Tag verbringen wir mit essen, spazieren gehen, baden, lesen, die zahlreichen Vögel beobachten. Meine Freundin schreibt Reisetagebuch, während ich vor allem nichts tue. Ein schöner Ort um Ruhe, Natur und Abgeschiedenheit zu genießen.

Gerne wären wir noch einen oder zwei Tage geblieben, aber gegen Abend beginnt es wieder zu regnen und zusätzlich fegt ein kalter Wind über den Lake Bunyonyi. Bevor wir uns in die Schlafsäcke verkriechen ziehen wir alles an, was wir an wärmender Kleidung dabei haben. Trotzdem wird es nicht richtig warm in den dünnen Schlafsäcken.

Am nächsten Morgen erwartet uns ein bleigrauer Himmel und leichter Nieselregen. Nach dem Frühstück sieht es nicht viel besser aus und so beschließen wir weiter zu ziehen. An der Rezeption bestellen wir ein Kanu für die Rückfahrt. Das soll in etwa einer Stunde kommen.

Wieder dauert die Fahrt über den See etwa eine Stunde. Es regnet nicht mehr und da wir zu dritt paddeln kommen wir ganz gut voran. Der Bootsmann erzählt ein bisschen von dem Leben der Seebewohner. Die meisten sind Bauern und leben in einfachen Häusern rund um den See. Das Kanu ist für alle normales Fortbewegungsmittel, schon die Kinder benutzen es um in die Schule zu kommen. Natürlich erzählt er auch die Geschichte von Punishment Island, einer kleinen unbewohnten Insel, auf der früher ‚in Schande geratene‘ unverheiratete, schwangere Frauen ausgesetzt und ihrem Schicksaal überlassen wurden. Manche starben, oder ertranken beim Versuch an Land zu schwimmen, wenn sie Glück hatten, holte sie ein Mann, der zu arm war um einen regulären Brautpreis zu bezahlen und heiratete sie. Sozusagen gratis... ;)

Als wir uns der Anlegestelle nähern, sehen wir dutzende Kanus am Ufer liegen. Es ist Markttag und viel Bewohner des Sees sind gekommen um sich mit Waren einzudecken.


Markt Lake Bunyonyi


Lake Bunyonyi

Die Leute vom Byoona Amagara helfen uns noch ein Fahrzeug Richtung Kabale zu finden. Ein Matatu oder Sammeltaxi lässt sich nicht auftreiben, dafür zwei Boda Boda (Motorradtaxis).

Die Fahrt bis Kabale ist der Hammer. Die Erdstraße ist durch den Regen aufgeweicht. Rötliche Schlammpfützen wechseln sich mit knietiefen Schlaglöchern und Spurrillen ab. Die beiden Motorradfahrer wollen offenbar einen Geschwindigkeitsrekord aufstellen und rasen wie die Irren die schlüpfrige, steile Straße entlang. Zeitweise fliegt das Motorrad mehr durch die Luft, als dass es Bodenkontakt hätte. Ich habe alle Mühe mich mit dem Packsack hinten auf dem Moto zu halten und befürchte jeden Moment, dass das Motorrad den Gesetzen der Schwerkraft folgend auf der rutschigen Oberfläche wegrutschen könnte. Ich klopfe dem Fahrer immer wieder auf die Schulter und sage: „Slow please“ „Dont hurry, we have enough time“ woraufhin er einen Moment die Geschwindigkeit reduziert, mich verständnislos anschaut und dann gleich wieder mit Vollgas durchstartet.

So beschreibt meine Freundin die Fahrt:

The ride with those two motorcycles was the worst motor ride ever!!! Even the one we had when going to Lake Ruhondo was much better. The rough road made the speeding motorcycles even worse and scary. By the time we reached Kabale, my face and my white Pullover were all covered with mud and splashing dirty road water. GU Ko had to keep reminding the guy riding him to reduce the speeding. The one riding me was literally flying. I was scared I could fall off the Motorcycle. It reached a point where he realized that he had gone so far and had to wait for his friend riding Gu Ko. When he saw his friend’s motorcycle coming, he drove off once again with full speed. Overtaking other Motorcycles on the slippery rough road made me feel like I was going to die. He never wanted other motorcyclists to pass him. It was like he was competing with them all. These guys were riding like crazy not considering the bad condition of the road and the pedestrians. In addition the ride was very uncomfortable we were being thrown up and down as we rode because of full speed. I was very glad when we finally reached Kabale

In Kabale erwischen wir einen Bus Richtung Masaka. Unser nächstes Ziel sind die Ssese Islands im Viktoria See. Nicht weit von Masaka gibt es eine Fähre nach Bugala-Island, der größten und Hauptinsel der Ssese-Inseln. Ein bisschen habe ich die Hoffnung, dass wir das heute noch schaffen könnten, allerdings fährt die letzte Fähre um 18 Uhr und das wird auf jeden Fall knapp.

Ich kopiere mal wieder aus dem Tagebuch meiner Freundin, man muss ja nicht alles doppelt schreiben ;)

The ride to Masaka was not a smooth one. The Gateway bus that we boarded was old, loud, dirty, very slow and made many stops along the way. The road was rough halfway through the journey. Every time the bus made a stop, hawkers selling insects, onions and other foodstuff rushed into the bus. They pushed their way in, all trying to sell before the bus started. We bought some chapattis which were fresh and tasted so good. At one stop many hawkers selling onions jam-packed the bus, the whole bus smelled of onions. I almost fell sick from the onion smell. We later came to learn that those insects that were being sold in the bus were grasshoppers. I wondered where all those insects came from, since they were being sold in large amounts at every stop. Each seller fried the insects and sold them in transparent plastic bags

Der Bus, dessen Fernziel Kampala ist, hält nicht direkt in Masaka. Wir müssen an einer Umgehungsstraße in einem heruntergekommen und schmutzig wirkenden Ort unweit Masakas aussteigen. Sofort werden wir von Boda Bodas umringt und belabert. Nach einigen Verhandlungen über Fahrtziel und Fahrpreis besteigen wir mitsamt unserem Gepäck ein Motorrad und lassen uns Richtung Zentrum bringen. Drei Personen und zwei Gepäckstücke auf einem Motorrad, in Uganda ist das nicht ungewöhnlich. Manchmal sieht man sogar vier oder fünf Personen auf einem Boda Boda.

Für die Fähre ist es allerdings zu spät und so lassen wir uns zu einem kleinen Hotel im Zentrum Masakas bringen. Für 30000 Uganda Schillinge bekommt man im Buudu Hotel ein einfaches Zimmer mit Dusche und TV.

Masaka ist ein quirliger, geschäftiger Ort, aber ohne jeden Charme. Wir spazieren abends noch ein bisschen durch die Straßen, schauen in die kleinen Shops, die den üblichen Ramsch anbieten, Kleider, Elektronik und gelegentlich Lebensmittel. Wir besorgen uns ein paar Samosas zum Abendessen und gehen bald schlafen.
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Ssese Islands

„Um zur Bukakata-Ferry auf die Ssese Islands zu kommen, müsst ihr zuerst mit dem Taxi zu einem Ort namens Nyendo fahren, von dort gibt es Minibusse oder Sammeltaxis zur Fähre.“ Diese Info bekommen wir am nächsten Morgen von einer Hotelangestellten, als wir uns auf den Weg machen.

Nyendo ist derselbe Ort, in dem wir gestern mit dem Bus vom Lake Bunyonyi ankamen. Auch heute wirkt er heruntergekommen und chaotisch. Zunächst stehen wir in dem Chaos aus Menschen und Fahrzeugen ein bisschen verloren herum, es gibt zwar jede Menge Busse und Matatus, aber die fahren alle entweder Richtung Kampala oder in die Richtung aus der wir gestern gekommen sind.

Wir fragen Leute auf der Straße und in den umliegenden Shops nach der Bukakata Ferry, aber sie starren uns nur verständnislos an. Schließlich scheint eine Lady zu verstehen was wir wollen und deutet eine Straße hinunter. Wir laufen los, froh aus dem Gedränge und Gehupe herauszukommen. Obwohl die Straßen in der Mitte geteert sind, liegen an den unbefestigten Rändern jede Menge Schutt und Abfall herum.

Plötzlich riecht es verlockend gut, mir läuft sofort das Wasser im Munde zusammen. An einem Stand werden frische Chapati zubereitet. Mal ehrlich, gibt es ein köstlicheres Frühstück als frisch gebackene, knusprige Chapati?


Chapati in Nyendo - Uganda

Ein paar Meter weiter an einer kleinen Tankstelle steht ein alter PKW. Der Fahrer winkt uns schon von weitem zu und als wir näher kommen, fragt er, ob wir nach Kalangala auf Ssese Island wollen. Natürlich wollen wir. Es ist ein Sammeltaxi und ein paar Leute sitzen schon drin. Der Preis bis Kalangala Town ist 10 000 UGX pro Person.

Heute lernen wir, dass ein ugandisches Taxi erst mit neun Personen voll ist. Auf der Rückbank sitzen wir zu fünft, die zwei vorderen Sitze teilen sich vier Personen. Zusätzlich ist der Kofferraum mit zahlreichen Gepäckstücken vollgestopft. Immer wieder erstaunlich, was in so einen ‚normalen‘ PKW alles reinpasst.

Vor der Fähre steht schon eine Autoschlange. Ein Pickup ist mit weißen Säcken beladen. Während wir auf die Fähre warten sehe ich, wie ein Vogel ein Loch in den obersten Sack pickt, etwas grünes herauszieht und verspeist. In den Säcken befinden sich Grashüpfer.

Auf der Busfahrt nach Masaka habe ich fliegende Händler gesehen, die frittierte Grashüpfer verkaufen. Sie werden oft in kleinen Tüten aus Zeitungspapier oder in Plastikbeutel verpackt, als Snack angeboten. Auch wenn die Tierchen ernährungsphysiologisch wertvoll sein sollen, konnte ich mich noch nicht zu einem Testessen überwinden.


Fähre zu den Ssese Islands - Uganda


Fähre zu den Ssese Islands - Uganda

Auf der Fähre unterhalten wir uns ein bisschen mit einem Inder und seiner ugandischen Freundin. Sie kommen aus Kampala und wollen das Wochenende auf den Ssese inseln verbringen. Sie sind in einem geräumigen SUV unterwegs und haben dasselbe Ziel wie wir, Kalangala Beach.

Ihr Angebot mit ihnen zu fahren nehmen wir gerne an. Im Vergleich zu dem Sammeltaxi ist die Fahrt von nun an der reinste Luxus. Perfekt gefedert schaukelt der SUV über die Unebenheiten der Schotterpiste während wir in bequemen Sitzpolstern entspannt den Klängen aus dem mp3 Player lauschen.


Ssese Islands - Uganda


Ssese Islands - Uganda

Fast bedauere ich es, als die Fahrt nach etwa eineinhalb Stunden im Pearl Garden Beach Hotel in der Lutoboka Bay endet. Die schöne Anlage liegt direkt am Seeufer und bietet Unterkünfte in verschiedenen Preiskategorien.

Die Rezeptionistin drückt mir eine Preisliste in die Hand. Man kann Suites, Cottages, Guesthouses oder Furnished Tents mieten. Auf der Liste steht aber nirgends, wieviel es kostet das eigene Zelt aufzuschlagen. Ich erkläre der jungen Frau, dass wir ein eigenes Zelt dabei haben und frage sie wieviel das kampieren kostet. Statt einen Preis zu nennen fragt sie mich, was ich denn bereit wäre zu bezahlen. Ich überlege kurz und antworte: 10000 UGX pro Person? Sie sagt sie müsse erst den Manager fragen. Der Manager findet den Preis ok und somit ist das geklärt. Sie wollen sogar jemand schicken, der das Zelt für uns aufbaut, aber ich winke ab, das machen wir lieber selber.


Zelten auf den Ssese Islands - Uganda

Kurze Zeit später haben wir uns unter einem schattigen Baum nur wenige Meter vom Ufer des Victoriasees entfernt eingerichtet. Das Gelände endet in einem schönen Sandstrand und auch das Wasser sieht recht verlockend aus. Wasser, Strand, Sonne - jetzt wäre ein erfrischendes Bad angesagt, wenn, tja wenn der Victoriasee bilharziosefrei wäre. Manche Ugander scheint die Infektionsgefahr nicht zu stören, ich sehe sogar Eltern mit ihren kleinen Kindern in den Wellen plantschen. Oder bin ich, der Europäer, übervorsichtig?

Aber auch ohne Badespaß ist der Ort wunderschön. Wir bleiben zwei Tage, gehen spazieren, beobachten die zahlreichen Vögel, wandern durch Palmenwäldchen, entdecken einsame Buchten und Strände und lassen uns mit frischem Fisch aus dem See kulinarisch verwöhnen.


Ssese Islands - Uganda


Boda Boda - Ssese Islands - Uganda


Ssese Islands - Uganda


Ssese Islands - Uganda


Boda Boda - Ssese Islands - Uganda


Boda Boda - Ssese Islands - Uganda


Boda Boda - Ssese Islands - Uganda


Boda Boda - Ssese Islands - Uganda


Ssese Islands - Uganda

Bei einem Grashüpferhändler erstehe ich ein Tütchen goldgelber Hüpfer. Etwas befremdlich sehen sie schon aus mit ihren schwarzen Glotzaugen und den langen Fühlern und Antennen. Aber irgendwie erinnern sie auch an Shrimps und diese Vorstellung erleichtert es mir meine Abscheu zu überwinden, als ich meinen ersten Grasshopper verspeise. Ich kann nicht behaupten, dass er wirklich gut geschmeckt hätte aber er ist auch nicht übel.


Grasshopper Snack - Uganda

Abends sitzen wir am Strand, und wenn die untergehende Sonne den Victoria See in goldenes Licht taucht, kommt ein bisschen Karibikfeeling auf. Lediglich die Stechfliegen nerven, aber das gehört wohl auch zum Karibikfeeling.


Ssese Islands - Uganda

Man kann von der Lutoboka Bay mit einer direkten Fähre nach Entebbe übersetzen. Das ist doppelt praktisch, einerseits weil wir nicht dieselbe Strecke nach Masaka zurück müssen und dabei mindestens einen Tag verlieren und andererseits weil die Fähre nur ein paar Meter von unserem Zeltplatz entfernt ablegt. Jeden Nachmittag kommt sie von Entebbe, spuckt eine Ladung Menschen und Fahrzeuge aus, ankert über Nacht in der Lutoboka Bay und fährt am nächsten Morgen zurück Richtung Entebbe/Kampala.


M.V. Kalangala - Fähre nach Entebbe

Am frühen Morgen des zweiten Tages packen wir unsere Rucksäcke und machen uns auf den Weg zur Fähre. In der Nähe des Anlegeplatzes gibt es ein paar Hütten, Minishops, winzige Restaurants und Verkaufsstände. In einem werden frische Chapati Rolex zubereitet. Rolex ist wohl die Kurzform für „Rolled Eggs“. Rühreier werden auf einer heißen Platte gebraten und anschließend in ein Chapati eingerollt. Sehr lecker.

Nach drei Chapati Rolex fühle ich mich gestärkt und wir gehen Richtung Fähre. Tickets gibt es in einem kleinen Häuschen vor einer Absperrung. Dann wieder Gepäckkontrolle und wir dürfen auf die MV Kalangala. Das Schiff füllt sich rasch mit Menschen und Fahrzeugen. Die PKWs werden so eng aneinander gestellt, dass sie sich beinahe berühren. Kaum zu glauben, dass das ohne Kratzer abgeht.


Fähre nach Entebbe

Die Ssese Islands verblassen allmählich im Morgendunst. Während die MV Kalangala Richtung Entebbe tuckert, drängen sich die Passagiere im Aufenthaltsraum. Aber irgendwie bekommt jeder einen Sitzplatz und schon bald verfolgen alle gebannt die Videoclips auf dem großen Flachbildmonitor.
Letzte Änderung: 27 Okt 2015 19:34 von Gu-ko.
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25 Okt 2014 14:58 #358893
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  • Nangami am 25 Okt 2014 14:58
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wann geht es endlich weiter? ;-)
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25 Okt 2014 16:24 #358905
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  • KarstenB am 25 Okt 2014 16:24
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Hallo Nangami,

willkommen im Forum!
Du scheinst ja hier schon länger mitzulesen, wenn Du Dich nach dem Ergehen von Gu-kos RB erkundigst. Auch ich warte sehnsüchtig auf die Fortsetzung!

LG aus dem grauen HH,

Karsten
RB Kenia 2020 www.namibia-forum.ch...pt-2020.html?start=0
Reisebericht Südtanzania 2013 www.namibia-forum.ch...lft-nicht-immer.html
Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 www.namibia-forum.ch...wochen-nam-bots.html
Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis www.namibia-forum.ch...tage-gefaengnis.html
Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha www.namibia-forum.ch...e-bush-ha-ha-ha.html

Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB www.namibia-forum.ch...imitstart=0&start=12]
Walking Safari Zimbabwe 97 www.namibia-forum.ch...ri.html?limitstart=0
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26 Okt 2014 09:03 #358962
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  • Gu-ko am 27 Aug 2014 19:59
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@KarstenB Das ist meine Reisegefährtin, sie hat sich extra angemeldet um mir beim Reisebericht schreiben ein bisschen Dampf zu machen ;)

Ich stelle heute noch den letzten Teil unserer Reise online, es tut mir leid, dass es so lange gedauert hat.
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