THEMA: Reisebericht Sambia 2015/2016 - ab Johannesburg
29 Apr 2016 08:01 #429645
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  • marimari am 29 Apr 2016 08:01
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Danke Paulinchen! Bin gespannt, wie Euch Tlopi gefallen hat- sitze immer noch auf einer Doppelbuchung: Tlopi oder Bontle, das ist die Frage:-)
Lg M
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ab 21.08.- 17.10. 2022: Griechenland
2023: Panamericana
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29 Apr 2016 08:27 #429651
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  • Montango am 29 Apr 2016 08:27
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Hallo Paulinchen,

das hat ja so gerade noch gepasst mit Deinem Bericht bis zu unserem Abflug. Die letzte Seite lesen wir dann vielleicht von unterwegs. Dank Chrigu geht es ja nun auch vom Handy super.
Nochmal ganz lieben Dank für die schönen Fotos und den abwechslungsreichen Bericht.

LG

Montango
Botswana 2016
Sambia 2016
Zimbabwe 2016
KwazuluNatal 2015
KTP-Namibia-Kapstadt 2013
Zimbabwe 2012

Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
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03 Mai 2016 23:45 #430186
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  • paulinchen am 03 Mai 2016 23:45
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Tag 30

Nach einer ruhigen Nacht packen wir ein letztes Mal zusammen, das Dachzelt werden wir leider nicht mehr nutzen...etwas Wehmut beim Zusammenklappen... :(
Durch den Rangierbahnhof von Palapye schlängeln wir uns Richtung Hauptstraße, einkaufen müssen wir nichts mehr, wir haben wie immer eher Vorräte übrig.
Die Strecke nach Thabazimbi incl. des kleinen Grenzübergangs Stockpoort/Parr´s Halt ist identisch mit der Hinfahrt und ebenso problemfrei.

Bei der Buchung des Tlopi Camps wurde mitgeteilt, dass wir spätestens bis 17 Uhr anreisen sollen, wir kommen exzellent voran und erreichen das Marakele NP-gate um 15 Uhr.

Schön, so können wir bei nur 1 Übernachtung noch etwas den Tag genießen, unsere Sachen packen wir dann so nebenbei, und der Rückflug am nächsten Tag findet eh´ erst am Abend statt... :)
Wir werden schon erwartet, beim check-in hakt man eine Liste ab, wir sind wohl die letzten Anreisenden des Camps.
Alles geht schnell wie immer, wir bekommen die Schlüssel für das gate und das Zelt, noch die kurze Registrierung bei der Einfahrt ( und auch wie immer die Frage, ob wir Waffen dabei haben... ), schon sind wir im NP.
Im Bontle Camp waren wir schon oft und obwohl es uns dort sehr gut gefällt, ist heute mal das Tlopi Camp dran.

Zuerst müssen wir das gate zum anderen Teil des Parks passieren, erinnert irgendwie an 'Jurassic Parc'.... B)
Kurz danach geht es links ab zum Tlopi Camp, eine abschüssige Piste mit schönen Ausblicken geht hinunter zu dem kleinen Stausee und den Unterkünften.



Unser Platz heißt 'Jacana' und gefällt auf den ersten Blick...das war eine gute Entscheidung für den letzten Abend... :)


Auto abstellen und neugierig beäugen wir unser Heim, es besteht aus 2 separaten Hütten, einer Küchenzeile mit Glasschiebetür, und dem Schlafzelt mit Holztür und Bad.

Und die Aussicht von der großen Holzveranda mit integrierter Grillstelle erfordert noch vor dem Einräumen unbedingt einen Begrüßungs-Sundowner...


Dann geht es ans Auto ausräumen und nun startet das Affentheater.... :angry:
Beim check-in am gate wurden wir vor den Affen hier gewarnt, das ist ja nicht selten, aber was hier abgeht ist schon einsame Spitze.
Die Glasschiebetür zur Küche habe ich nur einen Spalt geöffnet und nur kurz aus den Augen gelassen...wieso ist da ein nasser Fleck auf dem Tisch? Hier ist es doch ansonsten sauber...da hat uns offensichtlich im Eiltempo ein Affe auf den Tisch gepinkelt...Reviermarkierung...unglaublich...
Nichts, aber auch wirklich nichts darf man unbeaufsichtigt und geöffnet hinterlassen, so schnelle und heimtückische Affen hatten wir noch nicht. Fast hätten sie es sogar geschafft, trotz geschlossener Tür ins Zelt zu gelangen.
Am Ende der Reise fehlt uns eine silberfarbene Taschenlampe ( glücklicherweise ein billiger Verlust... :( ), uns fällt keine andere Erklärung ein als dass die Affen sie geklaut haben. Also wer im Tlopi Camp abends ein Licht in den Bäumen sieht, das ist dann unsere Lampe.... :)


Ansonsten gefällt es uns hier echt gut, sehr idyllisch, eine herrliche Aussicht auf das gegenüberliegende Ufer und das dahinter liegende Bergmassiv. Die Hütten sind nicht alle belegt, direkt neben uns 'wohnt' ein junges Paar mit kleinem Jungen. Der steht immer wieder fasziniert vor unserem Landcruiser, die Eltern erzählen, dass er große Autos und Räder liebt, er wird wohl mal Truckfahrer.... B)
Endlich ist das Auto komplett leergeräumt und alles sicher bei geschlossenen Türen verstaut. Wir wollen unbedingt noch entspannt die tolle Lage genießen....
....schräg gegenüber sitzt ein Adler in den Bäumen, fliegt manchmal über´s Wasser....





....Vögel trinken während des Flugs, direkt gegenüber gibt es eine größere badende Kolonie....Libellen, schwarz-weiß-gestreifte Käfer, die eher einen fluguntauglichen Eindruck machen, umkreisen uns in Scharen, wir sitzen in der 'Einflugschneise' zum Baum, versuchen Zusammenstöße zu vermeiden... B)




Ansonsten ist heute Resteverwertung angesagt, wir haben noch Holzkohle, der einzige Zukauf ist ein Steak für Manni, wir versuchen aus den Resten das Beste zu machen...Käse, Knoblauch, Tomaten, daraus wird etwas Köstliches... B)

Das Packen der Klamotten wird nebenbei erledigt, eigentlich haben wir mal wieder ganz viel nicht benötigt, sind sehr schnell fertig mit dem Thema...


Den restlichen Abend genießen wir in entspannter Atmosphäre, schauen zu, wie die Sonne verschwindet und die Felsen zum Glühen bringt....
Lange sitzen wir auf der Terrasse, irgendwo weit entfernt rechts von uns wird noch leise gefeiert, man leuchtet mit starken Scheinwerfern die Ufer ab.
Die Grillkohle muss weg, wir geben alles.... B)


Wäre schön, noch einige Tage hier zu bleiben....um Mitternacht reißen wir uns los und gehen ungern schlafen....es war ein wunderschöner entspannter letzter Abend.... :)
Letzte Änderung: 04 Mai 2016 00:06 von paulinchen.
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04 Mai 2016 23:19 #430279
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Tag 31

Trotz des späten Schlafengehens sind wir früh auf, die Sonne strahlt vom meerblauen Himmel, als wäre dies nicht unser letzter Tag in Südafrika... :(
12 Uhr mittags ist check-out hier, wir müssen uns nicht beeilen, selbst bei einer Reifenpanne werden wir kein Problem haben, bis ca. 16 Uhr das Bushlore-Depot zu erreichen.
Frühstück auf der Terrasse mit diesem Ausblick, schade, dass kaum Tiere zu sehen sind...

...kaum ausgesprochen steht ein Elefant linksseitig am Seeufer...whow...schönes Abschiedsgeschenk...


...und noch einer...








Kauend beobachten wir, wie immer mehr Elefanten aus den Büschen sprudeln, am Ende steht eine größere Herde mit Jungtieren direkt in unserem Sichtfeld, die 'Wächterelefanten' etwas dahinter zwischen den Büschen....



....wir haben nicht damit gerechnet, hier so viele Elefanten zu sehen...toll...




Leider müssen wir uns auch auf´s Packen konzentrieren, immer wieder mit Blick auf die Tiere, die sich lange am Ufer aufhalten.




Vor allem müssen wir uns beim Beladen des Fahrzeugs so vorsichtig verhalten wie beim Auspacken...die Affen warten nur auf eine offene Klappe oder Tür. Trotz aller Anstrengungen muss ich irgendwann einen 'Klaubock' aus dem Fahrzeuginnenraum jagen...sie sind eine extreme Plage hier, bin im Nachhinein froh, nur die Taschenlampe zu vermissen. Nach der haben wir das gesamte Gelände mehrfach abgesucht, aber sie bleibt verschwunden... :angry:
Es ist geschafft, alles verstaut, Müll entsorgt, Kühlschrank fast leer.

Wir sind die letzten hier, als die Putzkolonne auftaucht....sie beginnen nebenan, lassen uns noch etwas Zeit... :)
Inzwischen sind die Elefanten verschwunden, aber lautes Brüllen ertönt immer wieder aus dieser Richtung. Ein Wachhabender mit Gewehr in der Hand steht neben unserer Hütte und bewacht das Putzpersonal. Auf unsere Frage nach dem Gebrüll erklärt er: "There are too much elefants here around". Ok, sie treten sich also auf die dicken Füße und maulen sich an... ;)
Schließlich sind wir startklar, los geht´s Richtung Johannesburg, tschüß an das Tlopi Camp, werden sicher noch mal hier übernachten... B)
Schnell erreichen wir Thabazimbi und die Straße nach Bela-Bela. Von dort geht es auf die N1 bis Jo-burg. Wir haben in der Vergangenheit auch mal die Strecke Richtung Rustenburg und N4 ausprobiert, aber die Straßenverhältnisse waren z.T. mühselig.
Unterwegs gibt´s ein kurzes Picknick, wir haben noch Brot, Käse und Milch.
So wird 16 Uhr bei Bushlore fast eine Punktlandung. Kurz vorher waren wir noch 3 Ecken weiter auf einem Supermarktparkplatz, haben uns etwas in eine Ecke verzogen, um die letzten Lebensmittel in einer Tüte zu verstauen und einen dankbaren Abnehmer zu finden...nichts leichter als das...ein Parkplatzwächter und seine Kollegen, die auch ein wachsames Auge auf uns hatten, bekommen den Zuschlag und freuen sich einen 'Wolf'...schön ist, dass wir noch beobachten können, dass sie wirklich alles teilen... :)
Johannesburg bleibt aber, was es ist...eine "aufregende" Stadt...ein paar Meter von unserem Standort entfernt auf dem Parkplatz findet eine Polizeiaktion statt, ein PKW wird durchsucht und die Besatzung ebenso...breitbeinig am Auto stehend mit Leibesvisitation und anschließender Personenkontrolle....fühle mich etwas unwohl....weiß ja keiner, was da abgehen kann...wir sind fertig und machen uns davon... B)
Bei Bushlore werden wir freudig begrüßt, ich glaube, die sind immer froh, wenn ein Fahrzeug heil zurückkommt...bis auf den Riss in der Windschutzscheibe haben wir nix zu melden.
Wie es auch ausgehen kann, sehen wir auf dem Parkplatz des Depots, dort steht ein LC wie unserer, der sich offensichtlich mehrfach überschlagen hat...das Dach völlig eingedrückt, einfach Schrott...puuh...übel...
Es waren wohl Schweizer, die ihn gemietet hatten, sind auch nicht unverletzt geblieben und befinden sich noch in Südafrika im Krankenhaus...was ist da schon eine kaputte Windschutzscheibe... :(
Der Flug geht abends um 21 Uhr, wir haben viel Zeit, werden direkt zum airport gebracht. Manni geht noch in die Ankunftshalle, wir haben einige Rand übrig, tauschen sie in USD, wissen nicht genau, wann wir wieder nach SA fliegen.
Hier steht auch noch der Weihnachtsbaum...gefühlt ist Weihnachten für uns schon lange vorbei...

Qatar Airways ist sehr auf Pünktlichkeit bedacht, der check-in beginnt früh, Start tatsächlich pünktlich nach Doha, wo wir den Flieger nach FRA besteigen.

Mach´s gut, südliches Afrika, wir kommen so schnell wieder wie´s geht, vielleicht schon im November...und Sambia ist mit Sicherheit wieder dabei... :)
Letzte Änderung: 04 Mai 2016 23:27 von paulinchen.
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04 Mai 2016 23:41 #430284
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  • marimari am 29 Apr 2016 08:01
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Herzlichen Dank Paulinchen für diesen schönen Bericht-Du weisst ja, ich habe mich sehr darauf gefreut ;)
Sag mal, wie lange braucht man vom Tlopi Camp bis zum Parkeingang? Frage mich immer noch ob wir vom Bontle aus nach Serowe fahren sollen oder vom Tlopi..das Tlopi reizt mich auch mehr ;)
Grüsse M.
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05 Mai 2016 01:23 #430290
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  • paulinchen am 03 Mai 2016 23:45
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marimari schrieb:
Herzlichen Dank Paulinchen für diesen schönen Bericht-Du weisst ja, ich habe mich sehr darauf gefreut ;)
Sag mal, wie lange braucht man vom Tlopi Camp bis zum Parkeingang? Frage mich immer noch ob wir vom Bontle aus nach Serowe fahren sollen oder vom Tlopi..das Tlopi reizt mich auch mehr ;)
Grüsse M.

Hi marimari,
Der Zeitfaktor sollte keine Rolle spielen bei deiner Entscheidung, Tlopi ist ca. 17 km vom gate entfernt und hat eine moderate Piste. Bontle ist zwar näher am gate, aber es sind vielleicht 30 min. länger....also kein entscheidender Faktor, denke ich.. :)

ich glaube, die Entscheidung hat u.a. stark mit der Reisezeit zu tun, wir haben im Bontle camp z.B. im März vor 2 Jahren ein Nashornerlebnis gehabt, das unvergleichlich war. Während wir abends am Fahrzeug saßen, rupften sie die Wiese im Abstand von ca. 4 - 6 Metern von uns ab, das war unglaublich...gefühlt mussten wir nur den Arm ausstrecken, um sie zu berühren...und sie waren überhaupt nicht nervös...das war bis heute ein unglaubliches Erlebnis...ist heute noch wie ein Film in meinem Kopf, da ich keine Ahnung hatte, das so etwas möglich ist...kenne nur nervöse Nashörner aus dem Etosha NP....
Im Dezember z. B. haben wir im Marakele keine Nashörner gesehen...
lg
paulinchen
Letzte Änderung: 05 Mai 2016 01:38 von paulinchen.
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