THEMA: 5711 km Namibia Abenteuer (große Ersttäter Runde)
02 Jun 2019 18:08 #557894
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21. Tag/10.10.2018 Emanya@Etosha Lodge
295km

Wir fuhren nach einem kurzen Frühstück bereits um 07:30 Uhr wieder aus Halali raus. Die Straße am scheinbar aktiven Nuamses Wasserloch war schlichtweg schlecht und tierlos.
So genossen wir die Fahrt entlang der Etosha Pfanne. Nur am Etoshas Lookout kann man etwas in die Pfanne hneinfahren und der Anblick auf die trockene Weite mit Nordseebüschel ist einzigartig. Ein Mann war dort aus dem Auto gestiegen- ist das dort eigentlich offiziell erlaubt? Letztendlich gibt es ja keinen Schutz für den Menschen.





Wir genossen den Morgen und sahen eine Kuhantilope und Strausse. Wir liebten es, immer wieder zur Pfanne zu schauen, einzelne Bäume und Büsche wirkten sehr kunstvoll.







Am Batia Wasserloch war zwar nicht los, aber in der Nähe des Wasserloches sahen wir viele Gnus, Zebras und Kuhantilopen, die die Gnus zu ärgern schienen, denn diese jagten daraufhin die Kuhantilopen, die actionreich in die Luft sprangen.







Auf dem schönen Weg nach Okerfontein erblickten wir hinter Bäumen zwei Elefanten. Viele fuhren an ihnen vorbei, aber wir erfreuen uns immer noch über Tiersichtungen am Wegesrand. Immer wieder sahen wir auch Zebras oder auch Elefanten fotogen durch die Pfanne laufen, Wir waren begeistert von der Landschaft und schon allein deswegen lohnte sich die Fahrt, auch wenn es nicht so mega tierreich war. Das Okerfontein Wasserloch war tierlos, aber in der Nähe waren wieder einige Gnus und auch Zebraherden, die in aller Gemütsruhe die Strasse querten oder schmusten. Die Kleinen tranken bei der Mama.

















Jetzt musste ich aber wirklich dringend auf Toilette und das mitten im Etosha. Und als Greg etwas schneller um die Ecke fuhr, bremste ich ihn durch ein lautes „Stoooooppppp“!!! Direkt vor der Toilette querte doch tatsächlich ein Elefant die Straße und blieb direkt am Wegesrand stehen.



Na hoffentlich bleibt er da hinten und zerlegt meine Toilette nicht. Ich hatte ja einige Horrorgeschichten gelesen und die Toilette war zwar zugegebenermaßen kein Augenschmaus, aber mit Hygienetüchern lassen sich auch ein fehlendes Waschbecken und fehlende Seife leichter ertragen.

Wir fuhren am tierleeren Ngobib einem Wasserloch vorbei und stoppten auf der Straße hinter einen PKW. Elefanten ruhten sich direkt an der Strasse unter einem Baum aus und der Vordermann wagte es tatsächlich und fuhr los. Uns stockte der Atem und wir beobachteten das Geschehen. Das Auto fuhr langsam vorbei, es wurde aus dem Auto eifrig fotografiert und die Herde gefilmt.



Diese erhob sich und kam uns zügig auf der Straße direkt mit bedrohlich wehenden Ohren entgegen. Ups. Panisch sagte ich:“Greg sie kommen!!!Versuch zu wenden!!!“ Greg blieb erstaunlich ruhig. Da wir alleine waren, konnte Greg problemlos rückwärts fahren und lenkte uns kurvig hunderte Meter sicher aus der Gefahrenzone. Glücklicherweise gab es keine Schlaglöcher. Ja, jeder kuscht vor den Elefanten, auch wir. Daheim stellte ich erstaunt fest, dass die Beifahrerin aus dem Vorderauto verrückterweise ausgestiegen ist und unsere Flucht fotografierte. Das Aussteigen ist im Park aus Sicherheitsgründen für Mensch und Tier verboten und bereits am Parkeingang sind Verhaltensregeln angebracht. Im Forum sagte man mir, dass ich das am besten gleich im Park gemeldet hätte und es daheim dafür zu spät sei. Schade- ich fand deren Verhalten leichtsinnig und unmöglich.






Die Elefanten verließen die Fahrstrasse durch ein leicht bewaldetes Gebiet Richtung Wasserloch und wurden von neugierigen Schwarznasenimpalas aus dem sicheren Schatten der Bäume beobachtet




Wir warteten immer noch voller Adrenalin auf die Fantis am Wasserloch. Ein weiteres Auto war am Wasserloch und die Insassen behaupteten, dass sich Löwen versteckt hätten, die wir aber nicht sahen. Die Elefantenherde kam anmarschiert und der erste Elefant trötete furchterregend. Die zwei Löwen kamen aus ihrem Versteck und trollten sich gemächlich unter einen Schattenbaum.




In Kalkheuwel waren Zebras zu sehen.

Das Chudop Wasserloch hat eine fotogene Riedgrasinsel, wo auf der einen Seite 4 Elefanten tranken und sich auf der anderen Seite auch viele trinkende Zebras, Steinböckchen und Kudus aufhielten.





In Koasaneb Wasserloch sahen wir unter einem grünen Baum, etwas entfernt eine Löwenfamilie im Schatten ausruhen und bekamen diese leider nicht so richtig vor die Linse.



Greg hatte Hunger und so fuhren wir weiter nach Namutoni, wo wir sogleich den Shop stürmten. Wir reihten uns mit 2 Magnum Peppermints ein, als plötzlich von hinten eine Stimme ertönte:„ Silke?“ Ich schaute etwas verdutzt drein und konnte so schnell gar nicht begreifen, wer mich hier kennen könnte. Natürlich war es Gabi aus dem Forum- es gab ein großes Hallo. Vor der Reise hatten wir festgestellt, dass wir meist dieselbe Route mit teils den gleichen Übernachtungen fuhren- nur waren wir ihnen meist einen Tag voraus. Wir waren uns sehr sympathisch und verschoben den Plausch auf abends in der Emanya Lodge, da wir alle 4 im Tierfieber waren.

Wir schauten uns das von deutschen Schutztruppen in den Jahren 1902/1903 errichteten weiße Fort an. Am Wasserloch war nur ein großer Vogel, der sich mit seinem Schnabel im Gefieder kratzte und daher nicht sehr fotogen war.



Wir fuhren Richtung Twee Palms und sahen einige Palmen. Am sumpfigen Wasserloch selbst stehen 2 Palmen und ein Elefant und ein Zebra versanken richtiggehend im Loch.





In Tsumcor waren unendlich viele Tiere da- ca 12 Giraffen, Kudus, Zebras, Oryxe, Elenantilopen und zwei Elefantenherden. Wir waren völlig geflasht. Hier tranken sogar Zebras, Giraffen und Elefanten gemeinsam. Um 15:20 Uhr rissen wir uns schweren Herzens los. Die Fahrt zum Adoni Wasserloch dauerte uns dann letztendlich zu lange, so dass wir wendeten und erneut am Tsumcor vorbeischauten, um eine größere Elefantenherde zu beobachten.













In Groot Okevi und Klein Okevi war wenig los.

Greg musste in Namutoni auf Toilette und ich fotografierte die zahmen Mangusten mit ihren roten Näschen.





In Klein Namutoni waren eine Giraffe, Oryxe und Schwarznasenimpalas. Es waren einige Autos da und wir hörten, wie sie untereinander auf deutsch per Mikro kommunizierten. Anscheinend wurde ein Leo gesichtet und auf einmal fuhren alle weg, fanden den Leo aber augenscheinlich doch nicht.


Beim Dik Dik Drive sahen wir die kleinen 5-6kg schweren Antilopen. Die Päarchen leben bis zu ihrem Tod beisammen, nur wenn der Partner stirbt, suchen sie einen neuen.



Wir machten erneut einen Abstecher nach Klein Namutoni. Dort standen mittlerweile einige Autos und eine Elefantenherde gab ein richtiges Schauspiel. Die Kleinen waren mal wieder zuckersüß, erfreuten sich am Wasser und tauchten öfters mal unter.











Landschaftlich und tiermäßig gefiel uns der Tag sehr. Heute hatten wir den Fanti Rekord gebrochen und auch 54 Giraffen gezählt- allein in Tsumcor gab es 12.

Um kurz nach 17:30 Uhr fuhren wir los- schließlich mussten wir heute leider den Park verlassen. Am Gate waren die Mitarbeiter des Parks bestens gelaunt, fragten uns, woher wir kämen. Ihr „Bis morgen“, mussten wir leider verneinen. Auf der Teerstraße rollten mir traurig die Tränen runter.

Wir sahen noch einige Wildschweine und kamen gegen 18:30 Uhr in der Emanya Lodge an.







Wir whatsappten mit Gabi und Fridolin und verabredeten uns zum Abendessen. Netterweise wurden die zwei für uns gedeckten Einzeltische zusammengestellt. Wir verstanden uns auf Anhieb, quatschten wild drauf los und verbrachten so einen schönen unkomplizierten Abend mit einem wirklich leckeren Essen. Der „ Amarula-Song“ der Angestellten brachte uns aber eher zum Schmunzeln.
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03 Jun 2019 19:21 #557966
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Fazit ETOSHA:
Mit 22.700 ha entspricht der Park etwas mehr wie die Fläche der halben Schweiz. Die beste Zeit für Tierbeobachtungen ist von Juni bis Oktober, da in der Trockenzeit die Tiere auf die künstlichen Wasserstellen angewiesen sind.

Wir durchquerten den Park innerhalb von 3,5 Tagen von West nach Ost und nächtigten in 3 staatlichen Camps mit Wasserlöchern. Dolomite Camp im Westen, Okaukuejo im Mittelteil, Halali im Osten und direkt vor den Toren Etoshas in der Emanya@Etosha Lodge. So bekam man einen hervorragenden Einblick in alle Ecken Etoshas und wir nutzten die Wegstrecken als Gamedrives. Für Ersttäter fanden wir das die beste Option. Die Camps im Park sind zwar einerseits überteuert, aber die Wasserlöcher in Halali und Okaukuejo waren natürlich unschlagbar. Vielleicht sind uns unbekannte Lodges wie Hobatere, Etosha Village oder auch Onguma gute Alternativen. Für 2020 haben wir das Etosha Village und Halali gebucht und verzichten dieses Mal auf Okaukuejo.
Wo wir im Ostteil übernachten werden, ist noch unklar- ich finde Onguma als kurzen Übernachtungsstop echt zu schade.

Wir waren begeistert, so nah an die Tiere ranzukommen und mit dem eigenen PKW durch den Park zu fahren. Es hatte etwas Entschleunigendes das Tierverhalten zu beobachten:
• geräuschlose fürsorgliche, gutgelaunte, kuschelnde, badende, respektvolle Elefanten. Sie sind eindeutig die Obersten in der Hierarchie- selbst Löwen kuschten vor ihnen
• aufmerksam und am Geschehen interessierte und beobachtende Giraffen
• behäbige, meditative, ruhige Nashörner
• angsteinflössende Löwen, die immer für eine Grundspannung am Wasserloch sorgten
• die ängstlichen Zebras, die eine Opferrolle einnahmen


22. Tag/11.10.2018 Okonjima Plains Camp

338km

Heute konnten wir fast ausschlafen und frühstückten um 07:30 Uhr mit Gabi und Fridolin.
Ich besuche gerne spezielle Städteevents in verschiedenen Ländern und sie erzählten mir vom spannenden Kuhkampf im Wallis und dem Schwingerfest. Die Streetparade und den Basler Morgenstraich kenne ich ja bereits. Vielleicht schaffen wir es ja, uns bald bei einem dieser Events oder im Schwarzwald / der Schweiz zum Fotobuchaustausch wiederzusehen. Es passte einfach zwischen uns und die Stimmung war sehr harmonisch.

Wir verquatschten uns etwas und fuhren nach einem gemeinsamen Abschiedsfoto gegen 09:15 Uhr los. Wir legten einen Zwischenstop am Otjikoto See ein und bezahlten die 100 NAD Eintritt. Als sich die deutsche Schutztruppe 1915 zurückziehen musste, versenkte sie den Grossteil Ihrer Ausrüstung im See, um diese nicht den nachrückenden südafrikanischen Truppen zu überlassen. Nur einige Stücke wie beispielsweise ein Munitionstransporter, Maschinengewehre, Kanonen und unzählige Waffen wurden geborgen, während der Geldsafe unbekannten Inhalts noch verschollen ist Naja, eine weitere Z Sehenswürdigkeit. Sehenswert waren die Phyton Bäume-ein Baum verästelt sich so in einen weiteren Baum, umschlingt diesen, bis er diesen abtötet. Auch gibt es dort die ungewöhnlichen Bäume mit grünem Stamm, deren Namen ich nicht kenne.











Manchmal liefen Menschen mitten auf der Strasse, aber ansonsten war die Teerstraße einfach öde und langweilig. Wir tankten und meldeten uns am ersten Gate von Okonjima an. Okonjima ist Sitz der African Foundation, eine Organisation, die 1992 gegründet wurde, um Namibias Raubtiere vor der Ausrottung zu bewahren und ihre Verhaltensweisen zu studieren. Heutzutage gibt es weltweit 7000 Geparden, 2.500 leben in Namibia und davon nur 5 Prozent in geschützten Nationalparks. Africat versucht in Gesprächen mit Farmern, diesen Alternativen aufzuzeigen, statt die Tiere zu töten. Auf Pirschfahrten kann man Leoparden und Geparden, die meist ein Funk Halsband zur Aufenthaltsortbestimmung tragen, näherkommen. Nach dem zweiten Gate sahen wir Geparden und Leoparden-Warnschilder- da wurde uns schon ein wenig mulmig. Nach dem dritten Gate sahen wir Warzis, mehrere Giraffen, Zebras, Kudus und Steinböckli. Die Fahrt zum Hauptgebäude zog sich und wir wurden vom Personal sehr freundlich und lustig empfangen. Wir entschieden uns gegen den vorgeschlagenen Cheetah Drive/Walk am Nachmittag, da wir ja bereits Cheetahs erleben durften. Stattdessen buchten wir den Morning-Leopard Drive für 700NAD.





Bis zur gebuchten Garden Lodge fuhren wie weitere Minuten. Wir richteten uns ein und waren über das fehlende Moskitonetz erstaunt.






Zum Ausgangspunkt der Wanderung musste man leider fahren - Greg war es zu heiß und ich wollte nicht alleine losziehen.
Wir liefen zurück zum Hauptgebäude und genossen unsere vorerst letzte Kaffee und Kuchen Time. Greg las entspannt in der Lounge und ich saß erwartungsvoll in der prallen Sonne vor dem Wasserloch- Warzis, Wild Dogs und Steinböckchen gaben sich die Ehre









Wir blieben hier entspannt bis zum Sundowner mit Savannah Light und einem Malawi Shandy.



Danach gab es ein leckeres, immer schön angerichtetes Abendessen. (Greg hat die Speisekarte mitgenommen). Die Bedienungen waren wieder superfreundlich.





Der Heimweg zu Fuß war aufgrund der schlechten Beleuchtung gar nicht so einfach- zudem versagte der Handy Akku und somit unsere Lichtquelle. Wir hatten nicht erwartet, dass wir nicht mehr zwischenrein zurück in das Zimmer kommen und hatten die Taschenlampe vergessen. Das war ein bisschen nervig. Im Zimmer- sorry- tötete Greg zwei Riesenspinnen und ich ging auf Moskitojagd. Das Surren nervte- eine bekam ich, die andere nicht und hoffte darauf, dass sie keine Malaria überträgt.
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03 Jun 2019 20:26 #557978
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@ Laura: Wow, das erste Mal Sossusvlei, das war mir gar nicht so bewusst. Ihr werdet es bestimmt lieben! Genießte es und ich freue micih schon auf den Bericht;-). Ich versuche diesen Bericht bis zum Freitag zu Ende zu bringen.

@ Netti: Wieso Übergewicht? Das müsste doch klappen- Laura nimmt einen zweiten 23kg Koffer mit und Mama Flash auch;-)
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03 Jun 2019 21:58 #557987
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So, iich möchte endlich fertig werden und schiebe daher gleich den nächsten Morgen hinterher.

23. Tag /12.10.2018 Abflugstag morgens
275 km

Um 05:15 Uhr klingelte erst unser Wecker und zusätzlich klingelte uns um 5:30 Uhr unser Telefon- Wake Up Call aus den Federn. Um 6:00 Uhr frühstückten wir mit anderen Gästen Kaffee und Muffins. Wir waren etwas verschrocken über die wachsende Teilnehmeranzahl am Leo Drive und erwarteten missmutig eine Massenabfertigung. Aber wir wurden sogleich positiv überrascht, denn wir waren nur zu sechst mit schweizerischen Reisebustouris im Jeep und jedes Auto fuhr zudem in eine andere Richtung davon, so dass wir bei einem Sichtungsglück doch alleine wären.
Unser Führer Mathew hielt erstmal an, um den Zauber des Sonnenaufgangs zu genie0en.

Dann klärte er uns auf, dass wir nur eine 50% Chance hätten, Leos zu sehen, da das Gebiet mit 22000ha riesig sei und auch nicht alle Leos ein Funkband besitzen. Er machte uns auf Vögel, Kudus und Impalas aufmerksam und ich fotografierte und freute mich bereits an dem, was ich sah.







Eine verächtliche Stimme tönte von hinten: „Sie sind wohl erst hier angekommen in Namibia?!!“
Greg erwiderte:“Nein, wir sind schon länger hier.“
Und ich fügte schnippisch hinzu:“ Ja, und wir können uns immer noch über jedes Tier freuen.“
Der Ton macht einfach die Musik und so reagierte ich dementsprechend. Und zugegebenermaßen hatte sich während des Urlaubs eine gewisse Aversion gegen Bustouris gesteigert- aber egal.

Mathew fuhr durch die weite Landschaft, ab und zu stieg er mit seiner Wünschelrute auf die Motorhaube und nahm die Piling auf.



Links vermutet er Leos und je näher wir einem der 6 getrackten Leos kämen, desto stärker würde das Signal und das damit verbundene Geräusch werden. So ein wenig erschien mir das schon als Humbug, aber nach kurzer Zeit wurde das Signal tatsächlich stärker und die 10 jährige Saskia sollte in der Nähe sein. Echt krass- wir fuhren in der völligen Wildnis einige Sträucher und Busche um, teilweise schlug er diese auch mit seinem Stock nieder und meinte, dass man hier eh vorhatte, das Gebiet zu entbuschen- also warum nicht gleich;-). Na dann geht’s los –„Achtung links- Ast- ducken!“;-). Es war schon ein bissel abenteuerlich, Das Signal wurde lauter, aber der Leo schien sich zu bewegen und so stieg die Spannung. Wir drehten um und sahen sie ganz versteckt im Dickicht liegen. Mathew war das nicht nah genug und fuhr gnadenlos weitere Bäumchen um, damit wir sie besser sahen. Saskia ließ sich kurz fotografieren, hatte aber sichtlich keine Lust auf uns und lief davon. Mathew meinte, dass es hier eigentlich sinnlos ist, da das Gebiet zu unwegsam sei. Naja, wenigstens einen Leo hatten wir gesehen.




Wir fuhren weiter und Mathew bekam relativ schnell ein neues Signal. Noah, der 18 monatige Sohn Saskias, sei in der Nähe und wir spürten ihn recht schnell auf, da er ungeschützt da lag. Noah war schlichtweg ein Traum, ein richtiger Poser, wie er im Bilderbuch steht- mal legte er verträumt den Kopf auf seinen Pfoten ab, mal streckte er sich ausgiebig, mal lag er auf dem Rücken, mal wälzte er sich, mal legte er sich zur Seite. Wie ein Topmodel wechselte er seine Pose und ließ uns genug Zeit für Fotos. Ich ahnte nicht, dass Leos so beweglich sind und war völlig hingerissen von dem kleinen Leo, der auf uns ganz tiefenentspannt wirkte und sich ungestört fühlte. Es war wirklich ein besonderes Erlebnis, einem Leo in ca 8-10 m Abstand zu begegnen und selbst völlig ungeschützt zu sein.























Leider mussten wir wieder zur Lodge zurück. Bevor wir das Gate der Lodge passierten, sahen wir ungeschützte Arbeiter im Leo Bereich. Hm- naja, es muss ja erledigt werden, aber sind diese wirklich vor den Leos sicher? Die Gates Sperren erinnerten Greg ein wenig an Jurassic Park- hier war es eben der Leo Park. Im Bereich des Lodgegeländes hielt Mathew nochmal an, damit wir eine Zebrafamilie sowie Oryxe, Warzis und Vögel beobachten konnten- der Abschied aus dem tierreichen Afrika fällt mir immer schwerer.











Pünktlich um 09:30 Uhr erreichten wie die Lodge, frühstückten ausgiebig und waren richtig traurig, später am Tag abzufliegen. Im Zimmer stellten wir fest, dass die Putzfrau bereits das Zimmer gereinigt hatte, obwohl wir ja abreisten und noch nicht fertig gepackt hatten. Seltsam, aber ich kann es nun auch nicht ändern und wir packten alles zusammen. Meine Jeans ließ ich im Zimmer- vielleicht freut sich ja noch jemand darüber. Wir waren 15 Minuten über der Check out Zeit und mussten aber trotz eindringlicher Warnung keine Konsequenzen spüren. Wir fuhren um 10:45 Uhr wieder die 23 km zur Hauptstraße raus und sahen letzte Affen. Tschüüüüßßßß Afrika- wir kommen wieder!!!







Fazit Okonjima.
Das Gelände und die Lodge ist groß und die Wege lang, so dass man selbst bei Wanderungen ein Auto benötigt. Im Zimmer war zwar Peaceful Sleep vorhanden, aber kein Moskitonetz, was ich bei der Preiskategorie schon erwartet hätte. Die Mitarbeiter waren supernett und lustig und das Essen wirklich super. Es ist recht grün und auf dem Gelände sind einige Tiere. Der Leo Drive hat uns super gefallen, war spannend und wir können hier einen Besuch auch weiterempfehlen.

Good n8
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03 Jun 2019 23:30 #557992
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  • Gabi-Muc am 03 Jun 2019 23:30
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Hallo,

schade, dass Dein Bericht bald zu Ende ist. Ich bin gerne mit Dir gereist. Und Deine Leo-bilder erinnern mich an unseren Okonjima-Aufenthalt vor 2 Jahren. Wir sind auch so nah an die Leo's rangekommen. Von dem Erlebnis erzählen wir noch heute.

LG

Gabi
08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute von Kapstadt zum Addo Elephant Park
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04 Jun 2019 09:02 #558003
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  • Netti59 am 04 Jun 2019 09:02
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Superfanti schrieb:
@ Netti: Wieso Übergewicht? Das müsste doch klappen- Laura nimmt einen zweiten 23kg Koffer mit und Mama Flash auch;-)

:whistle: :whistle: stimmt, so wie ich das mitbekommen habe, sind jetzt sogar 30 kg möglich, also …. wir treffen uns am Flughafen ;) :)

Liebe Silke - du Superfanti,
ich hoffe es gibt noch ein Fazit von dir, da du aber schon wieder gebucht hast (oder dabei bist :laugh: :laugh: ) gehe ich davon aus, das ihr begeistert ward. Das jedenfalls konnte ich bei deiner Berichterstattung spüren. Danke für den sehr informativen Reisebericht. Die Sichtungen, davon träumt doch jeder Ersttäter, waren grandios. Ich habe gerne im Auto gesessen, bin jetzt aber auch froh wieder auf die Couch zu können. 5711km ….. puuuhhhhh das war ein Monstertrip :woohoo:

LG und danke sagt die Netti :kiss:
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