THEMA: Wie aus einem Floh im Ohr eine Rundreise wurde !
25 Mär 2017 19:14 #468988
  • Ernst54
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  • Ernst54 am 25 Mär 2017 19:14
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Hallo liebe Fomis!
WIr beide (meine Gattin und ich) sind bereits wieder von der Rundreise zurück, Fotos sind gesichtet, Videos geschnitten, irgendwie die Reise mental verdaut. Meine bessere Hälfte meint nun, ich könnte doch auch einen Reisebericht in´s Forum stellen! Tja, warum eigentlich nicht.
Blenden wir mehr als ein Jahr zurück. Bei unserem Besuch in Johannesburg sind wir mit unserem Freund Abendessen gegangen, in Werners Bistro & Lodge. Mit Werner (Krassnitzer - ein Kärntner) sind wir dann in´s Gespräch gekommen und er hat uns den Tip gegeben, besucht doch einmal Namibia. Namibia ????
Aus diesem Floh im Ohr (darum der TItel dieses Threads) ist dann nach langer Planung tatsächlich eine 13-tägige Rundreise geworden - die klassische EInsteiger Tour.
Begonnen hat dann alles am 3. Jänner 2017. Nach einem kurzen Flug von JNB sind wir Mittags in WDH gelandet. Frank, unser Autovermieter, hat uns vom Flughafen abgeholt und zu seiner Station gebracht. Nach der Übernahme des Mietautos, Toyota Hilux Double Cab, sind wir dann zu unserer ersten Unterkunft gefahren. Das Vondelhof Guesthouse entpuppte sich als sehr gut gelegen, Mitarbeiter freundlich und das Zimmer (unter dem Dach) hatte eine große Dachterrasse, auf der wir uns als erstes einmal Entspannten - WIR SIND IN NAMIBIA!!! Und was nun? Da wir noch einige Sachen besorgen wollten, sind wir als Erstes in das Wornhill gefahre. SIm Karte besorgen, Sleep Well besorgen usw. Was wir nicht gefunden hatten, war ein Shop, in dem wir zweckmäßige Hüte kaufen konnten. Laut Reiseführer bekämen wir diese im Holtz Safari Land. Gesucht (Independance Avenue rauf und runter gefahren), nicht gefunden. Schön langsam wurden wir hungrig - lt. Reiseführer sollten wir unbedingt Joe´s Beerhouse aufsuchen. Ein absolutes Highlight in Windhouk. Gesucht und dann tatsächlich gefunden. Na Ja, das Oryx Schnitzel (paniert) war nicht schlecht, aber das Lokal doch etwas zu stark, sagen wir einmal, dekoriert. Ein zweites Mal muss ich dort nicht mehr hin.
Zurück in´s Guesthouse und die ersten Eindrücke verabeiten.
Tag 2 / 4. Jänner.
Los gehts! (Wer jetzt noch einsteigen möchte, auf der Hinteren Sitzbank ist noch genug Platz)
Entlang der C26 sind wir über den Kupferbergpass Richtung Solitaire unterwegs. Die Gegend ist einfach wunderschön.



Erster Kontakt mit den Gravel Pads, aber es geht ganz gut. Weiter auf den Spreegtshoogte Pass und dann das große AHA Erlenbis.



Die fast unwirkliche Stille und Menschenleere hat uns beide tief beeindruckt. Wir waren wie erschlagen. Dass es so etwas noch gibt. Wir haben diese Eindrücke förmlich in uns aufgesaugt. Da wir in den Alpen Wohnen (Arlberg Gebiet) war die Abfahrt nicht so schwer und eigentlich unproblematisch. Weiter - Solitaire war unser nächstes Ziel. Man hat ja von dem fantastischen Apfelkuchen gehört, ich habe trotzdem mit einem Burger meinen Hunger gestillt.



Was mich verwundert hat, fast keine Menschen (Touristen) unterwegs. Oft eine halbe Stunde kein Auto. Tanken, kurze Autokontrolle und weiter zu unserem Tagesziel, der Desert Homestead Lodge.




Dierkt vor unserer Unterkunft ein Wasserloch, das von vielen Tieren Abends und vor allem Morgens besucht wurde.



Nach dem Abenessen, ein gutes Glas Wein und dann ab in´s Bett, am nächsten Tag wartet Sossusvlei auf uns.
3x Südafrika, 3x Namibia und die vierte Reise demnächst im Dezember.
Reiseberichte: www.namibia-forum.ch...rundreise-wurde.html
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25 Mär 2017 19:19 #468989
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  • Yoda911 am 25 Mär 2017 19:19
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Juhu, mal wieder eine Ersttätertour. Die lese ich am liebsten, da ich auch einer bin bzw.. sein werde. Wir kommen gern mit auf Tourm, wir haben nämlich auch diesen Flohschaden und starten in 96 Tagen. Uns reicht ein Platz im Beiwagen.
Christoph
Ersttätertour Aug/Sep2017 mit Galerie und Blog
geplante Zweittätertour Juli/Aug 2019 mit Blog
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25 Mär 2017 19:59 #468993
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  • Ernst54 am 25 Mär 2017 19:14
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Tag 3. / 5. Jänner
Ich begrüße die Mitreisenden, zum Glück sind wir beide keine Frühaufsteher und so gehrt es erst nach einem ausgiebigem Frühstück wieder auf die Gravels. Was haben wir nicht alles vor der Reise gelesen, die Wirklichkeit lässt sich einfach nicht in Worte fassen. Wieder einmal fast keine Reisenden, keine Busse, Permit war in 5 Minuten erledigt und Überraschung!, geteerte Straße. Die Dünen rücken im Laufe der Zeit immer näher an die Straße und da ist sie dann:



Düne 45

Wiederum nur 2 Autos, sonst nichts. Meine bessere Hälfte ist dann noch auf die Düne gekraxelt, hat ihr riesen Spass gemacht.



Da ich kein Ornithologe bin, weiß ich nicht, was das für ein Vogel war, aber er war jedenfalls sehr neugierig.



Weiter geht es Richtung Sossusvlei. Auf dem Parkplatz waren dann doch 3 oder 4 Autos (keine Busse) und ich machte unser Gefährt für die letzten Kilometer sandtauglich.



Luft aus den Reifen, Untersetzung, Sperre und los gehts.



Dann ein kurzer Zwischenstopp, bevor wir an das Ende kommen.



Sossusvlei. Was hier die Natur in Jahrmillionen geschaffen hat, entzieht sich jeder Beschreibung. Man kann es nicht annähernd in Worte fassen. EInzig störender Faktor war eine Chinesische Reisegruppe mit einer Drohne, die sich ausserdem wunderten, dass hier kein WLAN zur Verfügung stand (Kein Scherz!!).
Nachdem wir das gesehene zu vielen Eindrücken, Fotos und Videos verarbeitet hatten, ging es wieder zurück. Reifen auf dem Parkplatz wieder aufpumpen (ja, das Auto hatte 2 elektrische Kompressoren an Bord) und zurück Richtung Eingang. Kurz davor beginnt eine damals extrem schlechte Pad zum Sesriem Canyon. Auto parken, den Einstieg zum Canyon suchen und dann Abstieg in den Canyon.


Im Canyon



Geschätzte 40° Grad und relativ feucht.

Dann wieder zurück, Abendessen (hervorragend, wie auch am Vortag), Sundowner mit Gin-Tonic und ab ins Bett. Am nächsten Tag wartet Swakopmund.
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Letzte Änderung: 25 Mär 2017 20:02 von Ernst54.
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25 Mär 2017 20:27 #468997
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Hallo Ernst,
Auch ich begleite euch gerne auf eurer Erstlingstour.
Euer neugieriger Piepmatz ist ein Schildrabe, die sieht man dort recht oft.
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25 Mär 2017 22:24 #469004
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  • Ernst54 am 25 Mär 2017 19:14
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Tag 4 und 5 / 6. und 7. Jänner
Heute erwartet uns ein längere Etappe. Von der Home Stead Lodge nach Swakopmund. Erster und ganz wichtiger Punkt: Ausreichend Frühstücken mit einem letzten Blick auf die umgebende Szenerie. (Und schön langsam füllt sich das Auto mit den Mitfahrern)



Einfach traumhaft.

Weiter geht es auf der C19 zurück nach Solitair und weiter zum Gaub Pass. Hier passieren wir auch den Wendekreis des Steinbocks.



Bevor wir aber Walvis Bay erreichen, haben wir noch den Cuiseb Canyon vor uns.



Dieser Punkt wird oft als Kuiseb Pass bezeichnet, aber eigentlich fährt man von der Hochebene in einen Canyon runter und auf der anderen Seite wieder hinauf. (Da nach unten auf dem Foto muss man hin, und dann geht es wieder aufwärts)

Und jetzt ? Endlose Weite auf der C 14 Richtung Walvis Bay durch den Namib Naukluft Park



Endlich, Walvis Bay mit der Flamingo Kolonie.



Aber das Tagesziel ist noch nicht erreicht: Swakopmund. In dieser von den Deutschen Kolonialbesetzern gegründeten Stadt spürt man heute noch den Geist des beginnenden 20. Jhd. Alles ist sauber, gepflegt und entspricht voll und ganz dem Klischeé der Deutschen Gründlichkeit.



Hier der ehemalige Bahnhof, errichtet um 1900, aber heute ist das ein Hotel mit Casino. Mit einem Kuriosum :



Das hatte ich einmal als Rätsel in das Forum gestellt. So what!
Nach einem hervorragenden Abendessen in der Jetty (am Ende des Piers), Kauf von handgenähten Kudu Lederschuhen in der Fabrik und zwei Nächten im Cornerstone Guesthouese wartete die nächste Etappe auf uns.
3x Südafrika, 3x Namibia und die vierte Reise demnächst im Dezember.
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Letzte Änderung: 26 Mär 2017 09:19 von Ernst54.
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25 Mär 2017 23:07 #469005
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  • Giraffen-Lisa am 25 Mär 2017 23:07
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Na, die Giraffe fährt auch gerne mit und schaut oben zum Dachfenster raus :woohoo: :whistle:
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia:
1978 / 1979 - Job Farm am Waterberg, 1980 – Arbeiten im Schülerheim in Otjiwarongo - Besuch Missionsstation Andara / Caprivi, 1981 – Rundreise mit Bulli: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia, 1983 - Farm Otjikaru am Waterberg
lange Pause
2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia
nächste Tour ist für 2018 geplant
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