THEMA: Die Eulenmuckels auf Pad von Küste zu Küste
10 Mär 2013 17:13 #280077
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Liebe Fomis,
unsere letzte Reise durch das südliche Afrika führte uns im Juli und August 2012 von Namibia durch Südafrika, Mosambik, Zimbabwe und Botswana. Hier sind nun unser Reisebericht sowie einige Fotos. Eine Feststellung vorab: Selbst für uns war die Strecke diesmal etwas zu weit. Wir haben wieder viel gesehen und erlebt – Schönes und Schreckliches.



Es wird sicherlich einige Wochen dauern, bis wir alle Tage hier eingestellt haben. Bitte gebt uns eine kurze Rückmeldung. Ist der Text zu ausführlich, sind es zu viele oder zu wenige Fotos?

Viel Spaß,
Ruth und Uwe
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10 Mär 2013 17:14 #280078
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Freitag, 6. Juli 2012 – Abreise

Dieses Jahr ging die Reise wieder so früh wie möglich los: am letzten Schultag, unmittelbar nach der Verabschiedung von Ruths vierter Klasse. Letztes Jahr hatte das ja auch wunderbar geklappt. Zwar mit viel Stress, wenn zu Hause noch tausend Dinge erledigt werden müssen, aber dafür wurde jeder Ferientag ausgenutzt. Dieses Mal war es ähnlich anstrengend, aber darum soll es nun gar nicht gehen. Wir hatten etwa ein halbes Jahr mit Vorbereitungen verbracht – Route überlegen, uns mit Freunden abstimmen, die wir treffen wollen und einige Buchungen vornehmen. Unsere von Jahr zu Jahr schlimmer werdende Afrika-Sucht leugnen wir schon lange nicht mehr. Unsere Freunde und Verwandten haben sich mit unserer Abwesenheit im Sommer abgefunden, und so konnte es endlich losgehen. Uwes Eltern brachten uns ohne Stau nach Frankfurt und leisteten uns nach dem Check-In noch ein wenig Gesellschaft, denn wir hatten noch viel Zeit am Flughafen.
Nachdem wir uns verabschiedet hatten, ging es zur Pass- und Handgepäckkontrolle. Wir schafften es zwar, sämtliche Metallgegenstände abzulegen, nicht jedoch, ohne Sprengstoffkontrolle bei wenigstens einem Objektiv zu passieren. Als wir dann pünktlich im Flugzeug saßen, teilte uns der Pilot mit, dass es eine Verspätung von etwa einer Stunde gebe. Den Grund haben wir nicht genau verstanden, es schien jedoch nichts mit dem Flugzeug, sondern eher etwas Organisatorisches zu sein. Nach dem Start verlief der Flug wie gewohnt. Es gab Abendessen, und anschließend versuchte jeder, so gut es ging zu schlafen. Es gelang einigermaßen.
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10 Mär 2013 17:18 #280080
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Samstag, 7. Juli 2012 – Wieder in Afrika!



Nach einem Frühstück landeten wir bei Dunkelheit in Windhoek. Die Luft war zwar frisch, jedoch nicht eisig. Die Einreise ging schnell. Es dauerte jedoch ziemlich lange, bis wir alle Taschen beisammen hatten. Wieder einmal verstanden wir andere Reisende nicht, die sich, ohne Rücksicht zu nehmen, unmittelbar in erster Reihe an das Gepäckband stellen. Als gehe es um einen Wettbewerb, will jeder scheinbar der erste sein und versperrt anderen damit die Sicht. Würde jeder einfach etwas mehr Abstand lassen, könnten viel mehr Leute gleichzeitig das Band im Auge behalten und auch schnell ihr Gepäckstück wegnehmen.
Ein Fahrer von Savanna wartete bereits auf uns und brachte uns zusammen mit einer schweizer Familie in die Stadt. Die Autoübernahme dauerte heute länger als sonst. Das Permit für die anderen Länder musste noch ausgestellt werden. Wir ließen uns das Dachzelt zeigen und stellten fest, dass die von uns ausdrücklich bestellte, dicke Matratze nicht im Zelt lag. Gerade die war uns aber sehr wichtig, da wir in diesem Urlaub fast ausschließlich im Zelt übernachten werden. Auf unsere Nachfrage behauptete Heinz, der uns den Wagen übergab, dass es keine anderen Matratzen gäbe. Wir wollten diese Aussage schon fast akzeptieren, als im Rahmen einer anderen Fahrzeugübergabe ein weiteres Dachzelt aufgeklappt wurde und eine dickere Matratze zum Vorschein kam. „Genau so eine wollen wir auch!“, forderte Ruth. Plötzlich war es doch möglich, und eine neue Matratze wurde aus dem Lager geholt. Wir hatten noch ein paar andere Extrawünsche: ein zweites Warndreieck für Mosambik und Zimbabwe, zwei Decken, ein zweites Bettlaken, eine zusätzliche Vorratskiste, zwei Spanngurte. Das Auto machte einen sehr guten Eindruck. Seit einigen Jahren haben wir mal wieder einen Diesel gemietet, da Savanna den großen Benziner nicht mehr im Angebot hat. Auf jeden Fall werden wir dieses Jahr weniger Treibstoff benötigen.
Jetzt konnten wir mit dem erst gut ein Jahr alten Wagen los. Es ging in die Innenstadt, wo Uwe Bargeld besorgte. Anschließend wollten wir nach Klein-Windhoek. An einer roten Ampel standen wir hinter einem Golf, als plötzlich ein Polizeiwagen mit Blaulicht überholte, sich schräg auf die Kreuzung stellte und fünf Polizisten ausstiegen. Sie umringten den Golf, holten Fahrer und Beifahrer aus dem Wagen, ließen sie die Hände über den Kopf heben und durchsuchten sie. Es sah aus wie im Fernsehen. Es fehlte nur noch eine Schießerei, zu der es glücklicherweise nicht kam. Dennoch wurde Ruth immer kleiner hinter dem Armaturenbrett. Nachdem auch der Kofferraum durchsucht war, setzten sich drei Polizisten zu den Durchsuchten in den Golf und fuhren davon. Wir standen sprachlos da und hofften, niemals in so eine „Verkehrskontrolle“ zu geraten.



In Klein-Windhoek tankten wir und kauften an der Tankstelle noch Brot und ein paar Getränke. Dann statteten wir unserem Lieblingsmetzger einen Besuch ab und erstanden zwei Stücke Oryx-Rauchfleisch. Schließlich hatten wir in Windhoek alles erledigt, durchquerten die Stadt und verließen sie nach Westen auf der C28. Bald endete die Teerstraße, und wir kamen auf eine der schönen Schotterpisten Namibias. Sie führte durch das Khomas Hochland und war heute kaum befahren.











Auf der gesamten Strecke bis kurz vor Swakopmund begegneten wir weniger als fünf anderen Autos. Trotz Sonnenschein war die Luft recht kalt. Vormittags hatten wir nur etwa 10 Grad. Die Strecke wand sich wunderschön und kurvig durch die Berge. In der Ferne waren ein paar Wolken am Himmel. Immer wieder hielten wir an, um den grandiosen Ausblick in alle Richtungen zu genießen. Dies ließ uns die Anstrengungen der letzten Tage vergessen und bereits jetzt vollkommene Urlaubsfreude aufkommen. Vor Glück, wieder im schönen Namibia zu sein, kullerten Ruth sogar ein paar Tränchen über die Backen.

Letzte Änderung: 17 Apr 2013 20:05 von Eulenmuckel.
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10 Mär 2013 17:21 #280082
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Am Boshua-Pass machten wir eine Pause und aßen Brot mit Rauchfleisch. Es schmeckte herrlich. Dazu gab es Guavensaft und Grapetiser. Uwe schraubte den Kühlschrank fest, der sich wohl durch die holperige Fahrt von seiner Verankerung gelöst hatte. Ruth krabbelte einer kleinen Gottesanbeterin hinterher, die immer wieder zwischen Gräsern und Büschen verschwand. Ruth ließ sich jedoch nicht abschütteln.





Auf dem folgenden Wegstück entdeckten wir drei Klippspringer hinter einer Kurve neben der Straße. Schnell sprangen sie auf einige Felsen und schauten zu uns herunter. Wir freuten uns sehr. Die flinken Kletterer hatten wir schon länger nicht mehr gesehen.





Bald endeten die Farmzäune entlang der Straße, und wir erreichten den Namib-Naukluft-Park. Schon kurz zuvor hatten wir die ersten Springböcke auf der Ebene entdeckt. Nun sahen wir zusätzlich Oryx, Strauße und Zebras im goldenen Gras stehen. Sogar eine Gruppe von fünf Löffelhunden streifte auf Nahrungssuche umher. Von einem Hügel aus beobachteten uns zwei Erdmännchen, die jedoch schnell davonflitzten, als wir anhielten. Dann fotografierten wir eben die Köcherbäume – immer wieder fotogen und können nicht weglaufen.



Die Strecke zog sich dahin, und wir erreichten Swakopmund später als geplant gegen fünf Uhr. Eigentlich wollten wir noch unsere Ausrüstungskiste abholen. Leider war die Besitzerin der Garage, wo wir sie letztes Jahr deponiert hatten, telefonisch nicht erreichbar. Nun müssen wir wahrscheinlich bis Montag auf die Ausrüstung warten.
Klaus und Meike begrüßten uns herzlich. Nach vielen Besuchen bei ihnen ist Meikes Guesthouse für uns wie ein kleines Zuhause. Nach einer Dusche fühlten wir uns wohler und setzten uns ein wenig zu den beiden in die Küche. Es gab viel zu erzählen, und so machten wir uns mit etwas Verspätung auf zum Abendessen. Wir hatten den schönsten Tisch im Tug mit Blick auf den Atlantik. Trotz Dunkelheit konnten wir die Wellen beobachten, die unter uns an den Strand brandeten. Es gab Tomatensuppe und anschließend scharf gewürzten Fisch mit leckerem Wein. Wir genossen den ersten Abend unseres Urlaubs.
Zurück im Zimmer rief Ruth ihre Schwester an, um ihr zum Geburtstag zu gratulieren. Uwe packte ein paar Sachen aus und stellte fest, dass wir in der Disziplin „alle Ecken eines ordentlichen Pensionszimmers möglichst schnell mit den eigenen Sachen voll zu stellen“ nach wie vor ungeschlagen sind. Müde und glücklich schliefen wir ein.

Tageskilometer: 336

zum nächsten Tag
Letzte Änderung: 17 Apr 2013 20:05 von Eulenmuckel.
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10 Mär 2013 17:29 #280086
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  • Anita40 am 10 Mär 2013 17:29
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Hallo ihr Zwei
Wir freuen uns auf euren Bericht und die Fotos
Danke das wir wieder daran teilhaben dürfen
A&a
ab 23.April für immer nach Namibia
unser Blog: www.outinafrica.com.na
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10 Mär 2013 17:39 #280089
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  • Clax am 10 Mär 2013 17:39
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Hallo Ruth, Hallo Uwe,
ja so hab ich mir das vorgestellt :lol: selber gerade fertig mit unserem RB kann ich mich jetzt entspannt zurück lehnen und bei Euch einsteigen und mitreisen :woohoo: ich hoffe, Ihr nehmt mich mich ;)
Geht ja schon mal schön los. Wie lange wart Ihr denn unterwegs ? 6 Wo. SoFe B) ist ja ein ganz schöner "Schlenker"

Liebe Grüße
Claudia
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