THEMA: There and back again....
14 Feb 2013 16:40 #276189
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  • Topobär am 14 Feb 2013 16:40
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Wir sind den Trail mal Ende Oktober gelaufen. War unsere erste Afrika-Reise, wir waren ebenfalls mit zu wenig Wasser ausgerüstet und es war tierisch heiss. Bei uns war auch schon alles trocken und verdorrt, da hattet Ihr mit dem vielen Wasser eine viel schönere Umgebung.
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16 Feb 2013 13:46 #276502
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  • Max Power am 16 Feb 2013 13:46
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Sodala… heute also wie angesagt mit Kopfweh aufgewacht. So toll die Wanderung gestern war… man muss das besser machen als wir.
Heute Morgen habe ich den Nationalpark verlassen um Brot bei der Tankstelle zu kaufen. Das was es im NWR Shop gab war… na ja. Das bei der Tankstelle war offensichtlich frisch geliefert und echt lecker. Weiter zu empfehlen. Und besonders toll war es am Tor ohne Auto vorbeizulaufen. Der nette Herr am Tor hat mich nur dumm angeschaut und mich gefragt was ich hier mache ;-). Letztendlich hatten wir beide so recht viel Spaß bei der Sache. Auf dem Rückweg wurde nochmals gewitzelt.
So… nach dem Frühstück und Kopfweh-Ausschlafen sind wir um 14°° zum Canyon gefahren. Und dort angekommen sah das erst mal… na ja aus:



Die ersten Schritte in den Canyon waren genauso … na ja



Wenn ich so eine gemauerte Treppe in ein Flussbett sehe, drehe ich normalerweise um. Aber sonst gibt’s ja hier nicht so viel zu machen mitten in der Hitze des Nachmittags.
Aber nach ein paar Schritten kann ich nur sagen: Der Canyon ist sein Geld wert. Wäre ein eigenes Reiseziel. Und wenn man hier ist kann man auch noch zu den Dünen ^^.



In die eine Richtung sehr schmal – in die andere Richtung sehr weit und oftmals auch recht grün



Und je weiter man läuft, destwo weniger Menschen trifft man.



Hier sieht man auch schön, wie irgendwie alle den gleichen Weg finden ;-) Das war dann schon ein bisschen weiter weg. Je näher man der Treppe kommt, desto mehr Fußspuren im Sand findet man.
Nach langer Laufzeit (40 Minuten sagt der Foto) sind wir dann mal die Wände hochgestiegen an einer geeigneten Stelle. Und von oben schaut der Canyon einfach nicht so beeindruckend aus





Aber wir sind durch Zufall bei der Lodge hochgestiegen. Irgendwie bin ich gar nicht so neidisch. Ich dachte immer es ist eine Zwei Klassen Gesellschaft in Namibia. Lodge gegen Camper. Irgendwie ist es auch so. Aber irgendwie auch nicht. Beide beäugen sich immer ein wenig kritisch und mit nicht all zu viel Verständnis, habe ich das Gefühl, aber Kontakt hat man hauptsächlich mit seines Gleichen. Geht euch das nicht auch so? Entweder man quatscht mit anderen Campern oder nicht. Ich nehme an bei den Lodgebewohnern ist es auch so. Wie auch immer… ich bin sehr froh, dass wir Campen. Mir fehlt der Luxus bis jetzt nicht. Sogar auf unserer „Overflow Area“ fühle ich mich langsam wie zu Hause. Auch wenn der Weg zu den Toiletten SEHR weit ist.
So… nun ist es 16°° und wir fahren zu den Dünen vor ;-) Perfektes Timing. Jetzt sollte es nicht mehr so voll sein und wir ein paar Sonne geht bald unter Bilder machen können. Aber das muss später folgen – hab keine Zeit mehr ;-)
Außerdem. Hier gilt es gefühlt 500 Fotos durchzuforsten.
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17 Feb 2013 09:10 #276607
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Heute wird ein Tag sag ich euch…. Ich weiß ja nicht ob ihr es wusstet, aber heute gibt’s viele Fotos. Wir haben 16°°… der Tag ist also nicht mehr allzu lang. Dennoch werden in den nächsten 2 Stunden weit über 300 Fotos gemacht. Nach dem sortieren bleiben noch Stolze 176 übrig. Und hier soll ich nun für euch aussortieren???
Ja leck mi doch a Fiedle (wie der Allgäuer in mir da sagt – Word unterringelt das (dummes Word)).
Also nix wie los. Und dann der Schrecken. Das ist kein Individualtourismus mehr. Wir fahren im Konvoy in Richtung Wüste. Es sind immer 5-10 Autos um uns rum. Die meisten fahren weit über 100 km/h. Es ist regelrecht ein Rennen in die Dünen. Ich nehme an, dass liegt an der Urzeit. Aber sicher bin ich mir nicht?
NA ja… wir machen das Beste draus und stellen uns drauf ein, dass da hinten mindesten 100 Leute mit uns in den Dünen stehen. Ich bin jetzt schon enttäuscht.
Ich verstehe auch nicht ganz, wieso so viele SOOO schnell fahren. Der Weg zu den Dünen zwingt uns schon so oft zum Anhalten



Mein Lieblingsmotiv. Diese Berge (von denen ich leider den Namen nicht weiß) faszinieren mich. Deswegen poste ich sie gleich nochmal, obwohl sie heute Morgen aus einer anderen Perspektive schon mal da waren!
Was auffällt, dass der Sand die Farben wechselt und auch die Vegetation sich unterscheidet
Am Anfang, noch wunderbar unberührte Dünen mit reichlich Vegetation



Und weiter hinten



Auch schön ist hier, dass es immer noch Tiere gibt die sich nicht von uns Menschen verjagen lassen. Man merkt an diesem magischen Ort, dass Tod und Leben nah bei einander liegen.





Die zwei Bäume stehen nah beieinander. Einer hat aber noch Wasser, der andere nicht.



Dieses Bild konnte ich nicht aussortieren.
Die Piste ist übrigends der Wahnsinn. Best Road in Namibia Award goes to ….. Für den Weg braucht man wirklich keines der Hochgerüsteten Autos ;-). Ist irgendwie überraschend. Bis zum Nationalparkeingang führt eine PAD. Und keine gute PAD. Eine recht wellige PAD um ehrlich zu sein. Und im Nationalpark dann ein Highway??? Wenigstens bleiben die Touris so auf der Straße.
Jo… und dann die letzten berühmten 4km. Ich genieße sie. Gefahrloses Tiefsandfahren. Nicht zu tiefer Sand, ganz unproblematisch, aber so tief, dass ich meinen Spaß habe. Also für einen Anfänger und Nichtskönner wie mich ein wunderbarer Spielplatz. Ich würde am liebsten die Strecke mehrmals fahren ;-) Aber meine Freundin sieht da leider keinen Sinn drin. Ich spiele sogar kurz mit dem Gedanken vor der Rückfahrt irgendwas hinten zu „vergessen“ um es wieder holen zu müssen… aber trau mich nicht.



Ihr seht schon, die Schatten werden immer länger und deswegen machen wir uns auf den Weg. Wir sind endlich hinten angelangt – auf dem Parkplatz zum Deadvlei. Und wir haben 80 Minuten bis hinten gebraucht. Es ist also schon recht spät. Uns fällt auf, dass sehr viele Touristen uns entgegen laufen und eigentlich nur noch ein Pärchen mit uns zum Vlei läuft. PERFEKT!



So schaut der Weg aus. Relativ menschenleer (untypisch). Wie ihr an den Spuren im Sand seht.
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17 Feb 2013 09:13 #276608
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Unterwegs hält uns die Makrofotographie noch ein bisschen auf. Dank der Tour mit Chris fällt uns das „kleine“ Leben nun viel mehr auf und muss dokumentiert werden:



Diese Ameise beispielsweise mit dem Wespenartigen Hinterteil.
Oder diese Käfer, die es überall gibt



Und nicht z vergessen die vielen Blumen



Insgesamt gibt es wahnsinnig viele Spuren im Sand. Die Tourispuren (bahhh) und Insektenspuren (geil)



Und so kommen wir dann nach 30 Minuten Gehzeit am Vlei an. Der Weg ist in 5-10 Minuten locker zu schaffen. Aber Fotografieren.. schauen… staunen….
Auf jedenfall: MENSCHENLEER



Wir sind fast ein bisschen stolz ;-) Nach der Kolonne die nach hinten gefahren ist hatte ich anderes erwartet. Ich dachte ich stehe hier mit 100 anderen Leuten. Im Nachhinein gibt es nur 2 Lösungen
Lösung 1: Alle anderen sind um die Urzeit wo, wo es viel toller ist. Nur wir wussten davon nichts und sind deswegen im Deadvlei – alleine. Ist das so?
Oder Lösung 2: Alle anderen sind rechtzeitig zurückgefahren weil…. Weil? Keine Ahnung.
In beiden Fällen hätten wir stutzig werden sollen. Aber leider hatte ich dafür keine Zeit. Ich musste die Sache zu fest genießen. Und ich muss zugeben – wir waren leicht ausgelassen.



Meine Oppossumfreundin
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17 Feb 2013 09:16 #276610
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Dieses Bild ist NICHT falsch rum. Es wurde so geschossen – hier der Fotograf



Noch ein Oppossum.
Ich kann euch übrigends getrost versichern, dass kein Baum darunter leiden musste. Die Dinger halten was aus. Der einzige der wirklich unter dem Foto leiden musste war ich. Mein Bein sah danach aus wie vom Leopard zerfetzt. Der Baum hat das genommen wie ein Mann… ich wie ein Weichei.
Baum : Amos - 1:0
Aber die Sonne senkt sich unweigerlich –



- und wir sind gezwungen uns auf den Heimweg zu machen. Jetzt sind wir doch noch ein bisschen froh, dass es noch ein weitere Pärchen gibt, dass mit uns im Vlei war. Wir sind also nicht ganz die letzten.
Und die Abendsonne zeigt nochmal alles in einem neuen bild







Tjo… wie der Sausewind brausen wir nach Hause



Am Anfang noch schnell



Aber später dann relativ langsam. Wir sind nämlich wirklich in die Dunkelheit gekommen. Die letzten 20 km fahren wir bei Nacht. LANGSAM. Aber ich denke, dass ist ok. Zumindest erwartet uns kein schimpfender Torwächter.
Alles gut. Ende gut. Und so viele Eindrücke gesammelt, dass wir nicht wissen wohin damit. Heute Abend wird ausführlich GeBrait. Was auf der Overflowarea und dem Wind nicht leicht war. Und dann…. Früh ins Bett. Wir wollen ja wohl morgen bei Sonnenaufgang vorne sein. Das einzige Problem ist: Ich habe keine Ahnung wohin. Im Forum haben so viele geschrieben „Fahrt am Morgen unbedingt Da und Dort hin“. Aber ich habe keine Ahnung mehr, was der Tipp war. Der Reiseführer hilft uns auch nicht weiter. Und so stellen wir den Wecker früh und machen das morgen spontan.
Planung ist was für Weicheier und Kleingeister ;_).
Bis morgen in aller Frühe. Mit noch mehr Fotos.
Amos
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17 Feb 2013 09:57 #276618
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  • Susi65 am 17 Feb 2013 09:57
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Zitat von Amos (weiß leider nicht wie man anders zitiert :unsure: )
Am Anfang hatten wir echt ein bisschen Panik. Wir sind einfach nicht vorangekommen. Die ersten 4 KM haben weit über eine Stunde gebraucht. Eher 2 Stunden. Und da lief langsam das Arschwasser. 4 km = 2 Stunden  die gesamten 17km = SEHR lang.
Mit der Panik vor Augen sind wir sehr hektisch gewandert und haben den ersten Teil nicht genug genossen. Nach 2 Stunden haben wir dann 2 Personen (relativ älter, nicht unbedingt nur sportlich) getroffen. JUHUU, doch nicht die einzigen. Und die haben für die gleiche Strecke 50% mehr gebraucht. Ab da ging es wieder besser. Und der Weg wurde auch einfacher zu finden und wir kamen schneller voran.
Und schon war das Wandern angenehmer – wenn man weiß das hinter einem noch andere dumme Deutsche durch die Hitze laufen und langsamer sind und selbst wenn wir ins Dunkle kommen… die hinter uns sind noch ärmer dran. Klingt zwar echt blöd wenn ich das so jetzt schreibe und lese… aber das hat uns hier sehr den Tag gerettet.


Hallo Amos,

ich musste sooo schmunzeln, als ich euren Bericht über die Wanderung auf dem Waterkloof-Trail gelesen habe.
Wir sind 2010 auf dem Olive-Trail gewandert. Der ist zwar "nur" 11 Kilometer lang, aber uns ging es ähnlich wie Euch. Wir hatten zuerst natürlich auch ein bisschen "rumgetrödelt", viel rumgeguckt, viel fotografiert und haben dann festgestellt, dass wir für die ersten Kilometer schon ziemlich lange gebraucht haben. Wasser hatten wir zwar noch ausreichend dabei, aber ich habe dann doch so ein wenig "Zeitpanik" bekommen und war dann doch sehr "dankbar", als wir nicht viel später auf andere Wanderer getroffen sind, die noch vor uns gestartet waren. Obwohl es wirklich blöd klingt, war auch für mich das Wandern danach deutlich angenehmer.

Viele Grüße Susi
Letzte Änderung: 17 Feb 2013 09:58 von Susi65.
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