THEMA: From dawn till dusk - Namibia im Mai 2012
25 Jun 2012 11:55 #240674
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  • Otji am 25 Jun 2012 11:55
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Hallo Steffi, hallo Gabi!

Ihr seid mir ja zwei! :D Schade dass ich Euch verpasse.

In Etosha gibt es einige Wasserlöcher die man bevorzugt anfahren sollte, Gembsbokvlakte und Olifantsbad (der Name sagt es schon) sind meiner Erfahrung nach besonders gut um viele Tiere respektive Elefanten zu sehen.

Ich wünsche Euche gute Pad bis Etosha und freue mich schon auf den nächsten Bericht mit Fotos. :)

Übrigens, in Etosha gibt es auch viele Elefanten, die einfach so über die Straße watscheln und kein Problem mit Autos haben... sofern man sich anständig verhält. ;)

LG

Otji
Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst Du nur das Zauberwort.
- Joseph von Eichendorff
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25 Jun 2012 14:01 #240687
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  • baobab2 am 25 Jun 2012 14:01
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Hallo Steffi und Gabi,

Namibia steht auf meiner Wunschliste auch ganz weit oben und wir wollen in Familie als Selbstfahrer hin. Die Männer müssen leider mit ;), weil ich zwar Auto fahren kann, aber ansonsten nichts mit Auto am Hut habe, was den technischen Kram betrifft - dann auch noch Linksverkehr. Ich hätte die ganze Zeit Schiss, mit einer Panne liegen zu bleiben. Der Beginn liest sich mal wieder überaus vielversprechend, die ersten Fotos - dito. Also schnell weiter schreiben.
LG Ina
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25 Jun 2012 17:03 #240715
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  • Steffi82 am 25 Jun 2012 17:03
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Guten Abend liebe Mitreisende, :)

@ina: Schön, dass du zu uns gefunden hast :) . Den Linksverkehr in Namibia finde ich recht harmlos, da meistens eh kaum Verkehr ist und man sich eher wie ein freischaffender Künstler im Auto vorkommt - immer auf der Suche nach der Seite der Pad, die am Besten zu befahren ist ;) . Und was Pannen angeht ... dazu werden wir im Laufe ds Reiseberichts noch ausführlich kommen B) !

@otji: Jetzt nimm doch nicht alles vorweg *psssst* ;) !

Nun aber geht's weiter ... alle ab in die Peggy, wir fahren in den Etosha! :)

11. Mai 2012
Frans Indongo Lodge – Etosha Nationalpark (Namutoni)
oder auch: „Willkommen zu Gabis rüsselndem Wunschkonzert!“
Teil 1: „Töröööö!“


Der 11. Mai war ein sehr besonderer Tag in unserem Urlaub! Denn es war der einzige, ja wirklich der einzige Tag, an dem wir mit voller Absicht den Sonnenaufgang verschliefen! Das sollte so in den kommenden Tagen nicht mehr vorkommen (absichtlich wie unabsichtlich ;) ), an diesem ersten vollen Urlaubstag in Namibia genehmigten wir uns aber bis kurz nach sieben Uhr zu schlafen (gell, wir sind schon Langschläfer! :whistle: ).

Unser Morgenprozedere sah an diesem Tag jedoch genauso aus wie an den nachfolgenden. Ich beschreibe es einmal exemplarisch ;) : Ich sprang höchstmotiviert noch vor Klingeln des Weckers aus dem Bett, ließ Gabi erst einmal links liegen und wuselte ins Bad. 15 Minuten später wuselte ich zurück ins Zimmer und fand dort entweder

a) eine grimmig grunzende Gabi, die vor sich hin grummelnd durchs Zimmer schlürfte
oder
b) eine grimmig grunzende Gabi, die vor sich hin grummelnd noch im Bett lag

Variante a) war recht harmlos ;) , Variante b) aber war so eine Art Selbstmordkommando, denn auf motivierte „Guten Morgen! Es ist Aufstehzeit!“-Grüße meinerseits erntete ich meist einen totesverachtenden Blick :angry: , gefolgt von einer Grummeltirade, wie man den mitten in der Nacht schon so gut drauf sein könne :angry: , während Grummelgabi sich langsam des Bettes erhob und ins Bad schlürfte. :P

An diesem schönen Morgen durfte uns, wie gesagt, die Sonne aber erst ein wenig später anlachen. Nachdem auch Gabi so langsam aber sicher wach war, saßen wir kurz vor acht Uhr beim Frühstück, sattelten dann unsere Peggy und machten uns auf Richtung Etosha.

Unterwegs übte sich diesmal auch Gabi fleißig im Scheibenwischen :laugh: und wir stellten fest, dass die Polizei in Namibia ziemlich perfide Überwachungsmethoden zur Einhaltung von Stoppschildern einsetzt.

Ich darf vorstellen: Der neue Hilfssheriff :woohoo:



(das tolle Etosha-Tierbestimmungsheft sagt im Übrigen, dass das ein Weißbürzel Singhabicht ist :) )

Die Fahrt zum Etosha verbrachten wir gut gelaunt damit laut und extrem falsch Beatles-Lieder mitzusingen B) . Achja, und Gabi verbrachte einen Teil der Zeit auch noch mit Wünschen.

Nachdem Gabi bei ihrem Besuch 2011 im Krüger NP gefühlte 20 Leoparde in 2 Tagen gesehen hatte (tatsächlich waren es wohl „nur“ 5 oder 6 :woohoo: :pinch: :woohoo: ), aber nur einen Löwen von hinten, war einer von Gabis Wünschen:
- ein Löwe von vorne :laugh:
Dazu wünschte sie sich für den heutigen Tag ein paar Elefanten (sozusagen als Garnierung ;) ).
Ich hatte da ja wesentlich bescheidenere Wünsche für unsere Namibia-Reise :whistle: :
- einen fotogenen Leoparden
- ein fotogenes Eland
- überhaupt einmal einen Klippspringer sehen;
Ich nehm’s gleich einmal vorweg: Ich hab nichts davon bekommen! :S Scheinbar war die Tiersichtungsglücksfee zu sehr mit Gabis Wünschen beschäftigt, um sich auch noch um meine Wünsche kümmern zu können. ;)

Gegen Mittag waren wir dann auch endlich im Etosha angekommen. Da unser Zimmer noch nicht frei war, beschlossen wir eine erste Runde um die Fisher’s Pan zu drehen. Gabi übernahm damit das Kommando als erste Peggy-Lenkerin, während ich meine zu vorderste Zuständigkeit als Dokumentatörin mit der Kamera in der Hand nachging und für die nächsten paar Tage nur noch nebenberuflich an Peggys Lenkrad durfte. ;)

An der Fisher’s Pan konnten wir dann gleich einmal mit der ersten Lehrstunde von „Gabi lernt Antilope“ loslegen, denn neben einigen Zebras, konnten wir auch Springböcke, Oryx-Antilopen und vereinzelte Impalas sehen. Da man ja immer konstruktiv Kritik äußern soll, fangen wir mal mit dem Positiven an: :)

Gabi erkannte das Impala richtig! :woohoo: Und: Gabi erkannte auch, dass die anderen keine Impalas sind. :woohoo:

Allerdings sah sie nach 10 Minuten an der Fisher’s Pan plötzlich überall Steinböcke! :S Hhhmm ja :blink: … 20 weitere Steinböcke weiter, einigten wir uns darauf die lieben Springböcke zukünftig nur noch Bockis zu nennen :laugh: – das war ein Kompromiss, der uns beiden entgegenkam!

In diesem Sinne: Ein Bocki...



Für den Oryx war uns bisher noch keine Lösung eingefallen – zu diesem Zeitpunkt lief er noch unter „großes hübsches Tier mit Hörnern“. B)

Und dann waren da noch die Giraffen. Uns ist immer noch ein gewisses Rätsel, woran es lag, aber an diesem 11. Mai wimmelte es um Namutoni herum nur so vor Giraffen.



Interessant ist, dass auch die Giraffen scheinbar das Problem haben, dass das was besonders lecker ist, immer genau da hängt, wo Giraffe schwer hinkommt… :laugh:



Einige Marabus, Zebras, Gabelracken (die schienen sich mit den Giraffen verabredet zu haben und saßen an diesem Tag auf jedem zweiten Strauch! ;) ) waren wir mit unserer Runde um die Fisher’s Pan fertig. Da unser Zimmer erst nach zwei Uhr fertig sein sollte, wir aber immer noch zu früh dran waren, beschlossen wir zum Wasserloch Tsumcor zu fahren – dort soll es ja häufig Elefanten zu sehen geben und Gabi hatte sich ja Elefanten gewünscht…

Gemütlich tuckerten wir also dorthin, als wir einige hundert Meter hinter der nördlichen Einfahrt zum Wasserloch Klein Okevi zwei Autos am Rand stehen sahen. Wir stellten uns flugs daneben und spähten angestrengt in die Büsche – und tatsächlich: Gaaaanz weit hinten erkannte man mit viel Fantasie einen der großen Dickhäuter. :woohoo: Und – nochmaliges angestrengtes Spähen später –sogar einen kleinen Baby-Elefanten! :woohoo: Während die beiden Wägen vor uns in Richtung Tsumcor weiterfuhren, grübelten wir, was wir nun tun sollten. Die beiden Elefanten-Schemen in den Büschen gingen definitiv in die Gegenrichtung, also Richtung Groot bzw. Klein Okevi. Allerdings waren sie natürlich tief im Buschwerk versteckt, und ob sie sich in absehbarer Zeit in Richtung Straße kommen würden – großes Fragezeichen! Wir beschlossen jedoch dass ein echter Elefant im Busch besser ist als „vielleicht“-Elefant am Tsumcor-Wasserloch, und dass besagter Elefant im Busch ganz sicher auf dem Weg zu einem erfrischenden Bad an einem der Okevi Wasserlöcher sei. :laugh: Was sollte so ein Elefant an diesem schönen Nachmittag auch sonst im Sinn haben? B)

Wir drehten also um und beschlossen die kleine Runde zum Wasserloch Klein Okevi zu fahren. Am Wasserloch angekommen, gegrüßten uns einige Giraffen und eine kleine Herde weiblicher Kudus (oder in Gabis Worten: große hübsche Antilope ohne Hörner), aber keine Elefanten.



Also wieder zurück an die Stelle, wo wir den Elefant mit Baby im Busch gesehen hatten – aber: Kein Elefant mehr! Das konnte nun aber wirklich nicht sein! :pinch: Also noch einmal kehrtgemacht (ich glaube wenn man unsere Route an diesem Nachmittag mit einem bunten Stift auf der Etosha-Karte aufmalt, sähe das bestimmt lustig aus ;) ) und ganz, ganz langsam zur Einfahrt Groot Okevi zurückgefahren – irgendwo musste der doofe Elefant ja sein!

Als wir langsam in die Einfahrt Groot Okevi einrollten, überrollten wir vor lauter Spähen ins Gebüsch fast einen einsamen Springbock, der schmatzend mitten auf der Straße stand. :woohoo: Oops! Das Kerlchen nahm es uns aber nicht übel, sondern schmatzte fröhlich neben unserem Auto weiter. Und siehe da: Der Elefant war wieder aufgetaucht und hatte sich tatsächlich genähert. Hurra –das machte doch Mut. :laugh: Wir beschlossen an Ort und Stelle unser Lager aufzuschlagen und abzuwarten. Wobei, doch nicht ganz an Ort und Stelle – denn wie wir feststellten, parkten wir gerade auf einem recht breiten Elefantenpfad :huh: – dort wollten wir dann doch nicht stehen, sollte der Elefant entscheiden, in unsere Richtung zu kommen.



Und so standen wir da und warteten. Und warteten. Die Elefantendame stand derweil hinter ihrem Busch und tat augenscheinlich gar nichts. Irgendwann jedoch sahen wir hinter ihr im Gebüsch weitere Elefanten schemenhaft umherstreifen. Woah – das waren sogar gleich viele Elefanten. :woohoo: Und Gabi war sich sicher: Die wollen Baden! B)

Während sich Gabi also in Sachen Fernhypnose an den Elefanten versuchte, schauten wir gebannt die Elefantenkuh in der Ferne an und die Elefantenkuh in der Ferne sah gelangweilt uns an, oder vielleicht auch den Strauch vor sich ;) … das war so genau nicht zu erkennen. Dann plötzlich setzte sie sich in Bewegung – und zwar in unsere Richtung. Und mit ihr der ganze Busch hinter ihr … nicht ein, nicht zwei, nicht drei Elefanten schoben sich aus dem Dickicht auf die freie Ebene vor uns, sondern eine ganze Herde mit mindestens 30 Tieren und die liefen alle genau auf uns zu! :woohoo:



Während wir und unser einsamer Springbock gebannt dem Schauspiel vor unseren Augen folgten, näherte sich die Elefantentruppe uns immer mehr.



...
Letzte Änderung: 17 Jul 2013 15:07 von Steffi82.
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25 Jun 2012 17:10 #240716
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  • Steffi82 am 25 Jun 2012 17:03
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...

Sicherheitshalber legten wir schon einmal den Rückwärtsgang ein – aber die Elefanten störten sich kein bisschen an uns und überquerten tatsächlich direkt vor unserem Auto die Straße. :)



Nicht nur dass: Scheinbar war das Gras an dieser Stelle sehr saftig und die generelle Lage so schön, denn ein Teil der Herde verweilte ein bisschen bei uns, mampfte Gras und säugte die Jungtiere. :)



(für alle die sich wundern - yap, das schwarze Teil da auf der rechten Seite ist unser Außenspiegel ;) )



Das Ganze sah im Auto dann so aus:



Und vor uns auf der Straße so:



Dann schob sich die Elefantenpopokarawane irgendwann weiter ins Gestrüpp auf der anderen Seite!



Wow! So viele Elefanten mit Babys und das gleich am ersten Tag! :woohoo:

Allerdings: Wollten die Elefanten nicht eigentlich baden? :huh: Und hatte sich Gabi nicht auch noch einen Löwen gewünscht? :whistle:

Die Antwort auf diese Fragen gibt es in Teil zwei des Berichts dieses Tages ;) !

LG
Steffi
Letzte Änderung: 17 Jul 2013 15:07 von Steffi82.
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  • Champagner am 25 Jun 2012 17:39
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Steffi82 schrieb:

Die Antwort auf diese Fragen gibt es in Teil zwei des Berichts dieses Tages ;) !

Und der wäre wo??? :whistle:

Bitte schnell weiterschreiben - ich bin grad etwas gehandicapt (Hand geprellt - arbeiten im Haushalt nahezu unmöglich - wie schööööön ;) - nur dumm, dass es auch niemand anderes macht....:angry: ) - also was bleibt mir Armen anderes übrig als hier zu sitzen und zu lesen (tippen geht auch soweit...). Wobei ich ja eigentlich Etosha-Berichte mit Tiersichtungen aus Prinzip nicht lesen will - aber bei Euch beiden mach ich aus Frauensolidaritätsgründen mal eine Ausnahme :silly: !

LG Bele
Letzte Änderung: 25 Jun 2012 17:42 von Champagner.
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25 Jun 2012 17:57 #240732
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  • Otji am 25 Jun 2012 11:55
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Super Bericht mal wieder, Steffi! B) :laugh:

Ich habs ja gesagt - die Elefanten kommen auch ganz nah wenn man lieb ist. :)

Klasse, die Nahaufnahmen. :)

Freue mich schon auf die nächste Episode.

LG

Otji
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