THEMA: From dawn till dusk - Namibia im Mai 2012
20 Jun 2012 16:54 #240009
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  • Steffi82 am 20 Jun 2012 16:54
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Hallo zusammen! :)

Die nachfolgend zu beschreibende Reise ist eigentlich nur Gabis Schuld. Die Verfasserin dieser Zeilen ist daran völlig unschuldig (vööööllllig…), … nein, anders formuliert … ihr blieb gar nichts anderes übrig, als Gabi auf eine Reise nach Namibia zu begleiten … :whistle:

Aber von Anfang an: Alles fing eigentlich damit an, dass mein Göttergatte und ich im Januar 2011 zwei Wochen lang durch Namibia reisten und schwerst begeistert davon zurückkamen. Wenige Zeit später bereiste meine Freundin Gabi für zwei Wochen den nördlichen Teil von Südafrika. Irgendwann saßen wir beieinander, tauschten Urlaubserlebnisse aus und seufzten uns in Erinnerungen schwelgend durch die Fotos, als meinem Mann und mir etwas Schockierendes auffiel:

Gabi kann keine Antilope! :woohoo:

Kein Quatsch, das ist mein völliger Ernst. Die liebe Gabi konnte keine Antilope. D.h. eine Antilope konnte sie schon: Sie konnte Impala! Aber nur Impala! :blink:

Das Ganze wurde natürlich einem ausgiebigen Test unterzogen. Aber egal welches Foto wir Gabi, egal von welcher hübschen Antilope vorlegten, die Antwort war immer dieselbe: „Impala!“ :S ... wahlweise auch gefolgt von: „Die sehen doch eh alle gleich putzig aus!“ :woohoo: ... oder auch „Egal, Hauptsache sie schmeckt lecker als Steak!“ :pinch:

Das konnten wir so nicht natürlich nicht durchgehen lassen. Und so keimte in mir die Idee, mit Gabi Antilopen üben zu gehen. Liegt ja auch nahe, oder? :laugh: Der Übungsort war schnell gefunden: Namibia bot sich an, konnte man Gabi, die bekennende Wüstenliebhaberin ist, doch hervorragend einfach von diesem Land überzeugen! B)

Alles völlig nachvollziehbar bis hierhin, gell? :laugh:

Gabis Widerstand war dann auch verschwindend gering … also eigentlich gar nicht vorhanden …eher im Gegenteil :) ! Der beste Ehemann überhaupt willigte zähneknirschend irgendwann auch ein :woohoo: , mich ohne ihn alleine in den Urlaub (ja eigentlich Bildungsreise *hust* :whistle: ) zu lassen: Der Weiberreise nach Namibia stand also nichts mehr im Weg! :woohoo:

Und so kam es, dass die Welt Anfang September um zwei Grinsekuchenpferdegesichter reicher war, als Gabi und Steffi ihre gemeinsame Weiberreise nach Namibia geplant und gebucht hatten. :)

Gabi wird das alles wahrscheinlich gaaaanz anders sehen und euch irgendetwas von Afrikareisesucht meiner Person erzählen :whistle: … was auch nicht so ganz von der Hand zu weisen ist ... trotzdem finde ich meine Version in der Gabi ganz alleine Schuld ist schöner … B)

In den nachfolgenden Beiträgen werde ich also den Text und die Fotos liefern und Gabi (die genötigt wurde, sich hier auch anzumelden ;) ) die Meinung und evtl. die verwackelten Dokumentationsvideos (wobei das Verwackeln nicht Gabis schuld ist, sondern eher meiner Unfähigkeit zu Filmen geschuldet ist :blush: ).

Bevor wir aber loslegen unsere Reiseroute zur besseren Nachverfolgung:

(Neuzugänge und Nachzügler können einfach auf die Sonne rechts oben klicken und landen dann bei den Reiseberichtsteilen ohne Kommentare:) )


9.Mai Abflug
10.Mai Ankunft und Weiterfahrt bis zur Frans Indongo Lodge bei Otjiwarongo
11.Mai Frans Indongo Lodge – Etosha NP (Namutoni Restcamp)
12.Mai Etosha NP (Halali Restcamp)
13.Mai Etosha NP (Halali Restcamp)
14.Mai Etosha NP (Okaukuejo Restcamp)
15.Mai Etosha NP – Erongo (Hohenstein Lodge)
16.Mai Erongo – Spitzkoppe – Cape Cross – Swakopmund (Orange House)
17.Mai Swakopmund, Living Desert Tour (Orange House)
18.Mai Swakomund – Sesriem (Sossus Dune Lodge)
19.Mai Sesriem, Sossusvlei (Sossus Dune Lodge)
20.Mai Sesriem – Tirasberge/ D707 (Farm Kanaan)
21.Mai Tirasberge / D707 (Farm Kanaan)
22.Mai Tirasberge/ D707 – Solitaire (Solitaire Guest Farm)
23.Mai Solitaire – Windhoek (Ondekaremba Guest Farm)
24. Mai Heimflug

Was erwartet euch also in den nächsten Tagen und Wochen in diesem Reisebericht?

- Viel Gequake von zwei lustigen Weibern, die eine bekennender Morgenmuffel (Gabi), die andere ein angebliches „Frühmorgens-Ritalin-Männchen“ (das wäre dann ich), die mit ihrem „Peggy“ getauften Toyota Hillux die Pisten Namibias unsicher machen

- Wunderschöne Landschaften und tolle Tiererlebnisse

- Viel zuviele Fotos davon :whistle:

- Natürlich: Gabi lernt Antilope :laugh:

- Außerdem: Steffi lernt Federvieh :laugh: (ich hab mich ja in meinem Tansania-Reisebericht was Vogelerkennung angeht nicht wirklich mit Ruhm bekleckert :blush: und gelobe für den nachfolgenden Reisebericht Besserung!)

- Und: Wir alle lernen Dieselwasserfilterpumpe! B)

Da wir völlig diszipliniert bis auf zwei Tage frühmorgens den Sonnenaufgang „mitgenommen“ haben und die Tage wirklich bis zum letzten Sonnenstrahl ausgenutzt und genossen haben,entstand die Idee zum Titel dieses Reiseberichts.

Euch laden wir ganz herzlich ein, uns nun zu begleiten und unsere Reise noch einmal mit uns zu erleben!



Bitte alle Aufsitzen: Peggy fährt bald los! :)



LG
Steffi
Letzte Änderung: 06 Mär 2015 10:57 von Steffi82.
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21 Jun 2012 15:45 #240167
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Hallo zusammen,

schön, dass ihr alle mitfahrt - und natürlich dürfen auch Männer mitfahren :) - ein bisschen ausgleichendes Moment ist immer gut ;) !

Heute müsst ihr noch auf Bebilderung verzichten, aber ab dem nächsten Teil, gibt's dann auch wieder Fotos :) !

Und natürlich wird es spannend werden ... und wie: Wir werden uns verfahren, werden ausgeraubt, von Elefanten umzingelt und von Löwen angegähnt. Außerdem werden wir in luftige Höhen aufsteigen, uns auf Dünen einen abfrieren und an der "Missing-People-Tour" teilnehmen! B) Volles Programm also (Gabi musste ja ausgiebig belehrt und gequält werden ;) )

In diesem Sinne: Los geht's! :)

LG
Steffi

9. Mai 2012 - Urlaub wir kommen!
oder auch: Achtung Löwe auf der Autobahn! B)

Vorurlaubsstimmung ist ja immer so eine Sache. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich grinse mir immer Monate vorher beim Gedanken an anstehende Reisen einen ab. So drei Monate vorher lässt das bei mir jedoch schlagartig nach und der Alltag überholt mich. Und das bleibt dann tatsächlich bis kurz vor dem Abflug so.

Und so prallte die arme Gabi – bei der die Urlaubsvorfreude einige Tage vorher einsetzte – in den Tagen vor der Reise kolossal an mir ab, wenn auf einen begeisterten „Wir fahren nach Namibia!“-Gabiausruf ein lethargisches „Boh, und es ist noch soviel bis dahin zu tun. Bin ja noch so gar nicht in Stimmung! Und Packen muss ich ja auch noch!“ zurückkam. :blink:

Dann aber zwei Tage vor Abfahrt war es soweit. Beim Blumengießen kam es: Das Reisevorfieber! :woohoo: Irgendwie ist es ja gut, dass es so spät erst einsetzte, denn ich dürfte in den nächsten zwei Tagen so ziemlich jeden leicht grenzdebil angegrinst haben und mich Dingen zugebrabbelt haben, die kaum einer verstanden hat … das Vorurlaubs-Ritalin-Männchen zuzusagen! :laugh:

Während dieses Euphorieschubs fand ich dann auch endlich die Muße zum Packen und weil mir der Gedanke, so gut gefiel, dass endlich ich einmal mit dem großen Koffer unterwegs sein könnte, schnappte ich mir die schöne große Reisetasche des Göttergatten und befüllte sie vergnügt :) (… wie sich im Laufe der Reise noch herausstellen sollte, eine nicht ganz durchdachte Idee angesichts von gut 80cm „Größe“ der aufgestellten Reisetasche bei nur 1,59m Körpergröße der Befüllerin :whistle: … Gabi kann ein Lied davon singen … aber hey, wenigstens war die Tasche verhältnismässig leicht mit 17 Kilo! :P ).

Dann noch schnell dem Göttergatten versucht zu erklären, dass auch Pflanzen ein Recht auf Leben haben und in meinen 16-Tagen Abwesenheit nicht nur einmal sondern gleich mehrmals gegossen werden möchten :whistle: . Gleiches versucht ihm in Bezug auf die vier Kater zu vermitteln, mich im Geiste schon von meinen Kräutern verabschiedet (bei den Katern war ich mir sicher, dass die irgendwann lautstark auf sich aufmerksam machen, aber beim Basilikum sah ich ehrlich gesagt zappenduster :S …) … und los konnte es gehen… :)

Am Morgen des 9. Mai verabschiedete ich mich also mit leicht schlechtem Gewissen von Mann und Katern und tuckerte zu Gabi. Bepackt mit einer Reisetasche die halb so groß war wie ich und meinem sechs Kilo Fotorucksack stand ich gegen Mittag vor ihrer Tür und wurde erst einmal ungläubig gefragt, ob ich das mit den Taschen ernst meine :blink: (ich muss wohl etwas untergegangen sein zwischen den Taschen B) …). War es natürlich :P … und bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich ja auch keine Probleme mit dem Gepäck gehabt, aus meinem Fiesta ging es noch problemlos heraus :whistle: . Gabi lud mich und das Gepäck dann in ihr Auto um und los ging es in Richtung Frankfurt.

Die Fahrt zum Flughafen war wenig spektakulär … bis ich plötzlich den Löwen sah! :woohoo: Ich muss gestehen, es war vielleicht nicht die beste Idee mitten auf der A3 als Beifahrerin plötzlich laut loszuquäken: „Da, ein Löwe!“ Gabi aber reagierte, wie man sich das von einer langjährigen Freundin vorstellt: Sie vollführte keine Vollbremsung, sondern sah mich stattdessen mit einem entrückten Gesichtsausdruck an, der gleich zweierlei zum Ausdruck brachte :blink: :

1. Ist die liebe Steffi jetzt völlig gaga? :blink:

und

2. Will ich mit sowas wirklich die nächsten zwei Wochen verbringen? :S

Viel zielführender wäre es jedoch gewesen, wenn Gabi sich auf die Straße konzentriert hätte ;) , denn dann hätte sie auch gesehen, dass uns tatsächlich soeben ein LOE-WE überholt hatte, weiß und ein Audi und wie wir später recherchierten im Kreis Lörrach in Baden-Württemberg zuhause :) . Das dürfte damit dann wohl das Fleckchen in Deutschland sein mit der größten Wahrscheinlichkeit Löwen auf der Straße zu sehen. ;)

Gabi brauchte allerdings etwas um die Signifikanz dessen, was da vor ihr fuhr zu erkennen. Dann war sie aber genauso begeistert wie ich! :woohoo: Auch wenn sie natürlich noch getadelt wurde, weil sie den Löwen so spät erst erkannte … da müssen wir im Etosha wirklich dran arbeiten … ;)

Und so hatten wir unsere erste Löwensichtung in diesem Urlaub tatsächlich Stunden bevor wir überhaupt in den Flieger gestiegen sind.

Viel zu früh waren wir dann am Flughafen, wo Gabi beim Ausladen des Wagens behauptete, dass ich beim Versuch meine Reisetasche aus ihrem Wagen zu wuchten zu Gefahr für Auto, Leib und Leben werden würde (gar nicht waaaahr… :whistle: ) … und mir wurde kurzerhand die Kompetenz entzog die Tasche irgendwohin zu wuchten, bevor ich nicht mindestens 10 Zentimeter gewachsen oder aber die Tasche 10 Zentimeter geschrumpft sei. (...menno... :unsure: ). Die Stunden bis zum Einchecken und danach bis zum Abflug verbrachten wir dann mit Lesen, Frauengesprächen und allgemeiner Vorfreude und um viertel nach acht Uhr abends hob unsere Maschine pünktlich gen Namibia ab!

Urlaub wir kommen! :) - und es stellt sich die Frage:
Wir sind auf den Urlaub vorbereitet, aber ist der Urlaub auch auf uns vorbereitet? :evil:
Letzte Änderung: 17 Jul 2013 15:05 von Steffi82.
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24 Jun 2012 09:40 #240468
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  • Steffi82 am 20 Jun 2012 16:54
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Hallo zusammen,

uih, wir werden ja immer mehr :) . Schön, dass ihr alle mit dabei seid!

Heute geht die Fahrt dann auch endlich richtig los. :)

Alles bitte auf die Plätze, wir starten!

10. Mai 2012
Windhoek - Frans Indongo Lodge (Otjiwarongo)
oder auch: "Es hintert"
B)

Ich mag Reisen! Nicht nur, wenn ich mittendrin bin (da sowieso ;) ) – nein, auch schon im Vorfeld plane ich alles recht akribisch, wälze alles Mögliche an Informationsmaterial und habe dabei tierisch viel Spaß! Auch hierzu kann Gabi wieder ein Lied singen :whistle: !

Interessanterweise hat mir unser erster Urlaubstag tatsächlich bei der Planung am meisten Kopfzerbrechen gemacht. Wir wollten nämlich nach unserer Ankunft am Flughafen in Windhoek gleich das Auto übernehmen und noch zur Frans Indongo Lodge fahren.

Dies hatte folgende Gründe:

- wir hatten nur 16 Tage Zeit für unsere Reise und mussten diese so geschickt verplanen, dass wir all das sehen konnten, was wir uns vorstellten, aber gleichzeitig uns nicht wie auf der Flucht fühlten und an manchen Punkten ein bisschen Verweilen konnten,

- wir sind beide keine wirklichen Fans von Städten,

und so fiel die erste Übernachtung in Windhoek unserer Planung zum Opfer.

Voraussetzung war allerdings, dass an diesem ersten Fahrtag nach dem Nachtflug nur Teer gefahren wird. Verspätung des Flugs, Probleme bei der Wagenübernahme und eine ausgiebige Super-Spar-Shoppingaktion in Otjiwarongo mit eingeplant, trauten wir es uns zu an diesem ersten Tag noch bis zur Frans Indongo Lodge ca. 40 Kilometer außerhalb von Otjiwarongo zu fahren.

Meine größte Befürchtung war ehrlich gesagt, dass der ganze Flug ausfällt :pinch: – denn dann wären wir mit unserer Planung für den ersten Tag baden gegangen. Meine zweite große Befürchtung war, dass neben mir im Flugzeug jemand sitzen könnte, der die ganze Zeit über quasselt oder laut Musik hört :S . Denn ich gehöre zu den glücklichen Menschen, die, wenn ungestört, bei einem Nachtflug tatsächlich und ohne große Probleme mehrere Stunden schlafen können (irgendwo müssen die 1,59 Meter Körper ja auch von Vorteil sein… :laugh: ).

Beides klappte aber hervorragend :) und so landeten wir am Morgen des 10. Mais tatsächlich überpünktlich in Windhoek am Flughafen. Dann allerdings stellten wir uns reichlich dämlich an und schafften es irgendwie uns

a) nicht nur an der längsten Einreiseschlange, sondern

b) auch an der langsamsten anzustellen. B)

Egal – wir waren im Urlaub und durch die überpünktliche Ankunft hatten wir nun ja auch genügend Zeit. Die Zeit des Schlangestehens verwendeten wir zum Gespräch mit zwei netten Rentnerehepaaren, die eine 2-wöchige Rundreise bei einem großen Reiseveranstalter gebucht hatten und uns begeistert davon erzählten, dass sie nun mit 35 anderen Leuten erst eine Woche in Namibia unterwegs seien und dann eine Woche in Südafrika :woohoo: . Puh, … das löste bei uns nur durchs Zuhören schon einen kleinen Stressanfall aus :blink: . Die vier schauten uns dann auch etwas ungläubig an, als wir leise einwarfen, dass uns ein derartiges Programm selbst fast zu stressig wäre …hhhmmmm … ich glaube, dass wirklich viele die Dimensionen dieses Landes völlig unterschätzen…! Jedenfalls waren wir nach diesem Gespräch recht froh allein unterwegs zu sein und für die Tour, die vor uns lag 14 Tage Zeit zu haben und nicht nur 6! :)

Während wir auf das Schrumpfen der Menschenschlange vor uns Warteten, schauten wir zudem neugierig dem Treiben am Waffendeklarationsschalter zu. Sehr zu empfehlen, kann ich nur sagen :) ! Nicht nur, weil es fürchterlich interessant ist, was da an Waffen über den Schalter geht, sondern auch wer die da an- und abschleppt. Vielleicht sollte irgendwer mal ein Buch über die Typologisierung des Jägers schreiben – wir hatten nach 10 Minuten Begutachtung schon mehrere Typen ausfindig gemacht: den Anzug-Jäger, den Hippie-Jäger (mit FlipFlops) und nicht zu vergessen den darin aufgehenden „Ich reise bereits im Jagdmontur“-Jäger. :laugh:

Letzten Endes hatten wir dann aber auch unseren Stempel im Reisepass, fischten unser Gepäck vom Gepäckband, wackelten damit zum Geldwechselschalter und dann standen wir auch schon vor dem Europcar-Schalter und wurden sofort bedient! Hey, mit einem solch problemlosen Durchkommen hatten wir nun wirklich nicht gerechnet. :)

Auf dem Parkplatz von Europcar stand sie dann auch schon: Unsere Peggy! (zu diesem Zeitpunkt aber noch namenslos). Unser fahrbarer Untersatz für die nächsten zwei Wochen stellte mich aber sogleich vor eine kaum zu lösende Aufgabe: Wie bitte soll ein 1,59-Meter-Mensch seine 80cm hohe Tasche in dieses Auto kriegen, wenn die Laderampe gefühlte 1,80m hoch ist? :blink: Tatsächlich sind’s wahrscheinlich nur 1,10m oder so … aber mein etwas pikierter Blick :S , der zwischen Laderaum und Reisetasche hin und her schweifte sorgte bei Gabi für den ersten Lachanfall des Urlaubs :laugh: . Gabi ernannte sich so zwangsläufig zum Gepäckkaptain des Urlaubs und war fortan dafür zuständig das Gepäck ins Auto zu befördern und wieder heraus (ich hab’s einmal versucht, aber es war weder elegant noch zweckmäßig :whistle: und wurde dann unter schallendem Gelächter des Gepäckraums verwiesen)…

Der Europcar-Mensch fand uns zu diesem Zeitpunkt schon reichlich seltsam, glaube ich! ;) Nach einer Einweisung zum Reifenwechseln, in den Allrad und zu sonstigen Autofunktionen tuckerten wir um kurz nach sieben Uhr morgens vom Flughafenparkplatz und standen sogleich vor der ersten Herausforderung: Ein Kreisverkehr! :woohoo:

Ich muss ja sagen: Linksverkehr mit anderen Autos zur Orientierung finde ich recht simpel. Linksverkehr ohne andere Autos zur Orientierung lässt zuweilen mein Hirn rauchen – so auch hier. Also erst einmal den Scheibenwischer eingeschalten :whistle: – was liegt auch näher? (ich weiß, selbst in Deutschland blinkt man nicht, wenn man in einen Kreisverkehr einfährt, aber wenn frau nicht weiß was sie tun soll, dann blinkt sie halt… ;) ). Unter leichtem hysterischen Gekreische von Fahrerin und Beifahrerin manövrierte uns Peggy aber problemlos in den Kreisverkehr hinein und wieder heraus. Noch einmal Abbiegen und Scheibenwischen später waren wir auf dem Weg nach Windhoek… Yeah! :)

So ein Toyota Hilux ist im Übrigen ein echt schönes Auto und fährt sich echt klasse! Ich würde Namibia nie wieder ohne einen bereisen wollen.

Vor Windhek bzw. unsere Durchfahrt durch Windhoek hatten wir ziemlichen Respekt. Aber auch die war problemloser als angenommen. Dank Gabis guter Navigation waren wir um kurz vor acht Uhr auf der B1 Richtung Otjiwarong unterwegs … irgendwie doof … kaum hatte ich das mit dem Blinken und Scheibenwischer etwas im Griff, geht’s nur noch gerade aus… ;)

Einige kleine Pausen später waren wir zur Mittagszeit in Otjiwarongo angekommen. Hier enterten wir den Super Spar und kauften Proviant für die nächsten Tage ein. Auf das Einkaufen will ich nicht näher eingehen … nur soviel: Wenn ich müde bin, bin ich absolut entscheidungsunfähig und tendiere ohne festgelegtes Ziel orientierungslos umherzuwandern :dry: . Ist in einem Supermarkt eher schlecht… :whistle: . So viel uns dann später im Auto auch auf, dass wir zwar jede Menge Sachen zum Essen gekauft hatten, aber dummerweise die Pappteller vergessen hatten *uups*…

Bevor wir aber weiterfuhren genehmigten wir uns bei Wimpys noch eine große Cola und ein Mittagessen. Danach ging es uns beiden wieder viel besser – ich war auch wieder wach und die letzten 40 Kilometer konnten in Angriff genommen werden. :)

Auf den letzten paar Kilometern Farmpad zur Frans Indong Lodge kam dann auch endlich richtiges Afrika-Urlaubs-Feeling auf: Neben der Straße sahen wir unzählige Warzenschweine mit Nachwuchs, Perlhühner und eine Horde Zebramangusten wuselte direkt vor uns über die Straße. Schöööööön! :)

Um 14 Uhr waren wir an der Lodge angekommen und wurden supernett mit einem Glas frischen, kalten Minzetee begrüßt! Die Zimmer der Frans Indongo Lodge sind wirklich sehr schön, überhaupt ist die ganze Anlage mit viel Liebe zum Detail angelegt. Hat uns sehr, sehr gut gefallen.

Unser Zimmer:



Über einen Steg gelangt man dann zu einer Aussichtsplattform mit Sicht auf ein Wasserloch hinter dem sich einige Antilopen tummelten. Was uns etwas wunderte: Man hält hier eher untypische Antilopenarten bzw. Antilopenarten, die ich hier eher nicht verortet hätte: Blesböcke, schwarze Springböcke, Roan- und Säbleantilopen und Wasserböcke. Schön anzusehen waren sie aber allemal.

Nachdem wir uns etwas auf der Aussichtsterrasse und im Zimmer entspannt hatten, buchten wir (um nicht aus Versehen vor dem Abendessen einzuschlafen ;) ) die Farmrundfahrt am Abend.

Das Wild hier hatte tatsächlich eine Recht hohe Fluchtdistanz, nichtsdestotrotz sahen wir doch recht viele Tiere – wenn auch viele nur von hinten. B)

Neben vielen Oryx- und Kuduhintern sahen wir

Steinböckchen…



…. ein paar Kapgeier im Abendlicht … (ich hoffe meine Vogelidentifikation ist richtig… ;) )



…. Weißschwanzgnus, auch eine Tierart, die ich hier nicht verortet hätte, die aber eine ganz tolle Nasenfrisur hat :laugh:



…tatsächlich auch mal einen Kuduhintern mit Gesicht :laugh:



… und diese hübsche Gabelracke:



Mit Versinken der Sonne hinter dem Horizont wurde es recht schnell frisch. Ziemlich frisch sogar. Wir hatten zwar alle dicke Jacken dabei, trotzdem war es auch dem Wagen recht frostelig. Glücklicherweise machte sich unser Guide mit Sonnenuntergang aber auch auf dem Rückweg zur Lodge … bis … ja, bis wir den Nashornhintern sahen :woohoo: .

Irgendwie ein krönender Abschluss des Tages, dass nach unzähligen Oryx- und Kuduhintern auch noch ein Nashornhintern vor uns davonläuft :pinch: – dummerweise weckte besagter Hintern jedoch den Ehrgeiz des Guides, der uns nun noch ein ganzes Nashorn zeigen wollte. Und so spähten wir schlotternd ins Gestrüpp. Mit viel Fantasie konnte man dort auch drei Nashörner ausfindig machen – allerdings hatten die keinerlei Interesse daran uns noch einmal ihren Hintern zu zeigen, geschweige denn sich ganz zu zeigen. Und so froren wir und spähten in die einsetzende Dämmerung, bis unser Guide irgendwann auch die Segel strich …. Wärme wir kommen! :)

Das Essen war sehr lecker (es gab ein dickes, saftiges Gnu-Steak :) ) – allerdings waren wir nach diesem langen Tag zum Umfallen müde, sodass wir zielgerichtet nach dem Essen ins Bett fielen.

Alles in allem ein sehr schönes ereignisreicher erster Tag in Namibia! :)

Ziel für den morgigen ersten Tag im Etosha: Oryx auch mal von vorne sehen! B) Und achja, Gabi wünscht sich Elefanten! :) (und wir werden lernen, was sich Gabi wünscht, geht tatsächlich auch meist in Erfüllung :) )

LG
Steffi
Letzte Änderung: 17 Jul 2013 15:06 von Steffi82.
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25 Jun 2012 17:03 #240715
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Guten Abend liebe Mitreisende, :)

@ina: Schön, dass du zu uns gefunden hast :) . Den Linksverkehr in Namibia finde ich recht harmlos, da meistens eh kaum Verkehr ist und man sich eher wie ein freischaffender Künstler im Auto vorkommt - immer auf der Suche nach der Seite der Pad, die am Besten zu befahren ist ;) . Und was Pannen angeht ... dazu werden wir im Laufe ds Reiseberichts noch ausführlich kommen B) !

@otji: Jetzt nimm doch nicht alles vorweg *psssst* ;) !

Nun aber geht's weiter ... alle ab in die Peggy, wir fahren in den Etosha! :)

11. Mai 2012
Frans Indongo Lodge – Etosha Nationalpark (Namutoni)
oder auch: „Willkommen zu Gabis rüsselndem Wunschkonzert!“
Teil 1: „Töröööö!“


Der 11. Mai war ein sehr besonderer Tag in unserem Urlaub! Denn es war der einzige, ja wirklich der einzige Tag, an dem wir mit voller Absicht den Sonnenaufgang verschliefen! Das sollte so in den kommenden Tagen nicht mehr vorkommen (absichtlich wie unabsichtlich ;) ), an diesem ersten vollen Urlaubstag in Namibia genehmigten wir uns aber bis kurz nach sieben Uhr zu schlafen (gell, wir sind schon Langschläfer! :whistle: ).

Unser Morgenprozedere sah an diesem Tag jedoch genauso aus wie an den nachfolgenden. Ich beschreibe es einmal exemplarisch ;) : Ich sprang höchstmotiviert noch vor Klingeln des Weckers aus dem Bett, ließ Gabi erst einmal links liegen und wuselte ins Bad. 15 Minuten später wuselte ich zurück ins Zimmer und fand dort entweder

a) eine grimmig grunzende Gabi, die vor sich hin grummelnd durchs Zimmer schlürfte
oder
b) eine grimmig grunzende Gabi, die vor sich hin grummelnd noch im Bett lag

Variante a) war recht harmlos ;) , Variante b) aber war so eine Art Selbstmordkommando, denn auf motivierte „Guten Morgen! Es ist Aufstehzeit!“-Grüße meinerseits erntete ich meist einen totesverachtenden Blick :angry: , gefolgt von einer Grummeltirade, wie man den mitten in der Nacht schon so gut drauf sein könne :angry: , während Grummelgabi sich langsam des Bettes erhob und ins Bad schlürfte. :P

An diesem schönen Morgen durfte uns, wie gesagt, die Sonne aber erst ein wenig später anlachen. Nachdem auch Gabi so langsam aber sicher wach war, saßen wir kurz vor acht Uhr beim Frühstück, sattelten dann unsere Peggy und machten uns auf Richtung Etosha.

Unterwegs übte sich diesmal auch Gabi fleißig im Scheibenwischen :laugh: und wir stellten fest, dass die Polizei in Namibia ziemlich perfide Überwachungsmethoden zur Einhaltung von Stoppschildern einsetzt.

Ich darf vorstellen: Der neue Hilfssheriff :woohoo:



(das tolle Etosha-Tierbestimmungsheft sagt im Übrigen, dass das ein Weißbürzel Singhabicht ist :) )

Die Fahrt zum Etosha verbrachten wir gut gelaunt damit laut und extrem falsch Beatles-Lieder mitzusingen B) . Achja, und Gabi verbrachte einen Teil der Zeit auch noch mit Wünschen.

Nachdem Gabi bei ihrem Besuch 2011 im Krüger NP gefühlte 20 Leoparde in 2 Tagen gesehen hatte (tatsächlich waren es wohl „nur“ 5 oder 6 :woohoo: :pinch: :woohoo: ), aber nur einen Löwen von hinten, war einer von Gabis Wünschen:
- ein Löwe von vorne :laugh:
Dazu wünschte sie sich für den heutigen Tag ein paar Elefanten (sozusagen als Garnierung ;) ).
Ich hatte da ja wesentlich bescheidenere Wünsche für unsere Namibia-Reise :whistle: :
- einen fotogenen Leoparden
- ein fotogenes Eland
- überhaupt einmal einen Klippspringer sehen;
Ich nehm’s gleich einmal vorweg: Ich hab nichts davon bekommen! :S Scheinbar war die Tiersichtungsglücksfee zu sehr mit Gabis Wünschen beschäftigt, um sich auch noch um meine Wünsche kümmern zu können. ;)

Gegen Mittag waren wir dann auch endlich im Etosha angekommen. Da unser Zimmer noch nicht frei war, beschlossen wir eine erste Runde um die Fisher’s Pan zu drehen. Gabi übernahm damit das Kommando als erste Peggy-Lenkerin, während ich meine zu vorderste Zuständigkeit als Dokumentatörin mit der Kamera in der Hand nachging und für die nächsten paar Tage nur noch nebenberuflich an Peggys Lenkrad durfte. ;)

An der Fisher’s Pan konnten wir dann gleich einmal mit der ersten Lehrstunde von „Gabi lernt Antilope“ loslegen, denn neben einigen Zebras, konnten wir auch Springböcke, Oryx-Antilopen und vereinzelte Impalas sehen. Da man ja immer konstruktiv Kritik äußern soll, fangen wir mal mit dem Positiven an: :)

Gabi erkannte das Impala richtig! :woohoo: Und: Gabi erkannte auch, dass die anderen keine Impalas sind. :woohoo:

Allerdings sah sie nach 10 Minuten an der Fisher’s Pan plötzlich überall Steinböcke! :S Hhhmm ja :blink: … 20 weitere Steinböcke weiter, einigten wir uns darauf die lieben Springböcke zukünftig nur noch Bockis zu nennen :laugh: – das war ein Kompromiss, der uns beiden entgegenkam!

In diesem Sinne: Ein Bocki...



Für den Oryx war uns bisher noch keine Lösung eingefallen – zu diesem Zeitpunkt lief er noch unter „großes hübsches Tier mit Hörnern“. B)

Und dann waren da noch die Giraffen. Uns ist immer noch ein gewisses Rätsel, woran es lag, aber an diesem 11. Mai wimmelte es um Namutoni herum nur so vor Giraffen.



Interessant ist, dass auch die Giraffen scheinbar das Problem haben, dass das was besonders lecker ist, immer genau da hängt, wo Giraffe schwer hinkommt… :laugh:



Einige Marabus, Zebras, Gabelracken (die schienen sich mit den Giraffen verabredet zu haben und saßen an diesem Tag auf jedem zweiten Strauch! ;) ) waren wir mit unserer Runde um die Fisher’s Pan fertig. Da unser Zimmer erst nach zwei Uhr fertig sein sollte, wir aber immer noch zu früh dran waren, beschlossen wir zum Wasserloch Tsumcor zu fahren – dort soll es ja häufig Elefanten zu sehen geben und Gabi hatte sich ja Elefanten gewünscht…

Gemütlich tuckerten wir also dorthin, als wir einige hundert Meter hinter der nördlichen Einfahrt zum Wasserloch Klein Okevi zwei Autos am Rand stehen sahen. Wir stellten uns flugs daneben und spähten angestrengt in die Büsche – und tatsächlich: Gaaaanz weit hinten erkannte man mit viel Fantasie einen der großen Dickhäuter. :woohoo: Und – nochmaliges angestrengtes Spähen später –sogar einen kleinen Baby-Elefanten! :woohoo: Während die beiden Wägen vor uns in Richtung Tsumcor weiterfuhren, grübelten wir, was wir nun tun sollten. Die beiden Elefanten-Schemen in den Büschen gingen definitiv in die Gegenrichtung, also Richtung Groot bzw. Klein Okevi. Allerdings waren sie natürlich tief im Buschwerk versteckt, und ob sie sich in absehbarer Zeit in Richtung Straße kommen würden – großes Fragezeichen! Wir beschlossen jedoch dass ein echter Elefant im Busch besser ist als „vielleicht“-Elefant am Tsumcor-Wasserloch, und dass besagter Elefant im Busch ganz sicher auf dem Weg zu einem erfrischenden Bad an einem der Okevi Wasserlöcher sei. :laugh: Was sollte so ein Elefant an diesem schönen Nachmittag auch sonst im Sinn haben? B)

Wir drehten also um und beschlossen die kleine Runde zum Wasserloch Klein Okevi zu fahren. Am Wasserloch angekommen, gegrüßten uns einige Giraffen und eine kleine Herde weiblicher Kudus (oder in Gabis Worten: große hübsche Antilope ohne Hörner), aber keine Elefanten.



Also wieder zurück an die Stelle, wo wir den Elefant mit Baby im Busch gesehen hatten – aber: Kein Elefant mehr! Das konnte nun aber wirklich nicht sein! :pinch: Also noch einmal kehrtgemacht (ich glaube wenn man unsere Route an diesem Nachmittag mit einem bunten Stift auf der Etosha-Karte aufmalt, sähe das bestimmt lustig aus ;) ) und ganz, ganz langsam zur Einfahrt Groot Okevi zurückgefahren – irgendwo musste der doofe Elefant ja sein!

Als wir langsam in die Einfahrt Groot Okevi einrollten, überrollten wir vor lauter Spähen ins Gebüsch fast einen einsamen Springbock, der schmatzend mitten auf der Straße stand. :woohoo: Oops! Das Kerlchen nahm es uns aber nicht übel, sondern schmatzte fröhlich neben unserem Auto weiter. Und siehe da: Der Elefant war wieder aufgetaucht und hatte sich tatsächlich genähert. Hurra –das machte doch Mut. :laugh: Wir beschlossen an Ort und Stelle unser Lager aufzuschlagen und abzuwarten. Wobei, doch nicht ganz an Ort und Stelle – denn wie wir feststellten, parkten wir gerade auf einem recht breiten Elefantenpfad :huh: – dort wollten wir dann doch nicht stehen, sollte der Elefant entscheiden, in unsere Richtung zu kommen.



Und so standen wir da und warteten. Und warteten. Die Elefantendame stand derweil hinter ihrem Busch und tat augenscheinlich gar nichts. Irgendwann jedoch sahen wir hinter ihr im Gebüsch weitere Elefanten schemenhaft umherstreifen. Woah – das waren sogar gleich viele Elefanten. :woohoo: Und Gabi war sich sicher: Die wollen Baden! B)

Während sich Gabi also in Sachen Fernhypnose an den Elefanten versuchte, schauten wir gebannt die Elefantenkuh in der Ferne an und die Elefantenkuh in der Ferne sah gelangweilt uns an, oder vielleicht auch den Strauch vor sich ;) … das war so genau nicht zu erkennen. Dann plötzlich setzte sie sich in Bewegung – und zwar in unsere Richtung. Und mit ihr der ganze Busch hinter ihr … nicht ein, nicht zwei, nicht drei Elefanten schoben sich aus dem Dickicht auf die freie Ebene vor uns, sondern eine ganze Herde mit mindestens 30 Tieren und die liefen alle genau auf uns zu! :woohoo:



Während wir und unser einsamer Springbock gebannt dem Schauspiel vor unseren Augen folgten, näherte sich die Elefantentruppe uns immer mehr.



...
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  • Steffi82 am 20 Jun 2012 16:54
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...

Sicherheitshalber legten wir schon einmal den Rückwärtsgang ein – aber die Elefanten störten sich kein bisschen an uns und überquerten tatsächlich direkt vor unserem Auto die Straße. :)



Nicht nur dass: Scheinbar war das Gras an dieser Stelle sehr saftig und die generelle Lage so schön, denn ein Teil der Herde verweilte ein bisschen bei uns, mampfte Gras und säugte die Jungtiere. :)



(für alle die sich wundern - yap, das schwarze Teil da auf der rechten Seite ist unser Außenspiegel ;) )



Das Ganze sah im Auto dann so aus:



Und vor uns auf der Straße so:



Dann schob sich die Elefantenpopokarawane irgendwann weiter ins Gestrüpp auf der anderen Seite!



Wow! So viele Elefanten mit Babys und das gleich am ersten Tag! :woohoo:

Allerdings: Wollten die Elefanten nicht eigentlich baden? :huh: Und hatte sich Gabi nicht auch noch einen Löwen gewünscht? :whistle:

Die Antwort auf diese Fragen gibt es in Teil zwei des Berichts dieses Tages ;) !

LG
Steffi
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Guten Abend,

alle an Bord? Dann kann es ja weiter gehen :) !

@uschisiggi: Willkommen auf der Peggy! Schön, dass du auch mit vn der Partie bist! :)

11. Mai 2012
Frans Indongo Lodge – Etosha Nationalpark (Namutoni)
oder auch: „Willkommen zu Gabis rüsselndem Wunschkonzert!“
Teil 2: „Plansch!“


Als auch der letzte Elefantenpopo im Gestrüpp verschwunden war, grinsten wir uns ersteinmal wie zwei kleine Honigkuchenpferde an. Das war schööööön gewesen! :laugh: Und wir hatten uns die Elefanten ja auch nur mit unserem einsamen Springböck teilen müssen… :)

Aber was nun? Noch ans Tsumcor Wasserloch fahren? Oder nach Namutoni zurück und einchecken? Wir entschieden uns für Variante drei ;) : Wir fuhren einfach kurz auf die Hauptstraße zurück, fuhren dann bis zur Abzweigung Groot Okevi, bogen dort ab und beschlossen am Wasserloch unsere verspätete Mittagspause zu verbringen. Ob dort oder in Namutoni war ja egal und vielleicht, vielleicht wollten die Elefanten ja wirklich noch Baden. Die Wahrscheinlichkeit hielten wir zwar für recht gering, aber wir hatten mittlerweile richtig Hunger – daher gab’s jetzt erst einmal Thunfisch-Keks-Picknick im Auto :cheer: . Am Groot Okevi Wasserloch war derweil gar nichts los. So richtig gar nichts! Nur Vogelgezwitscher begleitete uns während unseres Picknicks – von Elefanten und sonstigem Getier weit und breit nichts zu sehen … oder anders formuliert: Von Elefanten und sonstigem Getier konnten wir weit und breit nichts sehen… :whistle:

So saßen wir in unserer Peggy, mampften vor uns hin und ließen unsere tolle Elefantenbegegnung von eben noch einmal Revue passieren. Als wir fertig mit Essen und Quasseln waren, meinte Gabi halb Spaß, halb Ernst, dass wir doch auch mal hinter dem Auto Ausschau halten sollten, nicht dass sich zum Schluss die Elefanten an uns anpirschen… Also beide Köpfe zum Fenster rausgestreckt und nach hinten geguckt B) .... – und wie bestellt marschierte in diesem Moment eine Elefantenkuh 30 Meter hinter uns aus dem Busch :woohoo: !

Das Bild wie wir verdutzt die Elefantenkuh und die Elefantenkuh verdutzt uns ansah, war wahrscheinlich zum Brüllen komisch :blink: . Nach wenigen Sekunden war die Überraschung auf beiden Seiten aber verarbeitet: Während wir innerlich vor Begeisterung überquellten, ließ uns die Elefantenkuh im wahrsten Sinne des Wortes links liegen und trabte beschwingt zum Wasserloch und hinter ihr folgte – tatatata: die ganze Herde. :woohoo:



Und dann folgten 30 Minuten exklusives Elefantenbaden live am Groot Okevi Wasserloch :) , denn obwohl wir keine 300 Meter von der Hauptstraße entfernt waren, gesellte sich abermals niemand anderes zu uns. Wir hatten unsere Elefanten ganz für uns alleine!



Ehrlich gesagt, ich kann euch nicht sagen, wieviele Elefanten es insgesamt waren – nur, dass es immer mehr wurden und die Tiere irgendwann links und rechts und hinter uns aus dem Busch brachen und allesamt vergnügt an uns vorbei zum Wasserloch schlenderten. Was für ein Erlebnis! :woohoo:



Nachdem der erste Durst gestillt war, erlaubten die Mütter ihren kleinen Kälbern auch ein bisschen abseits von Mami umherzutollen. So ein kleiner Elefant ist ja sowas von niedlich!



Noch ein paar Impressionen gefällig? ;)



Gerüssel B)





und vom Auto aus gesehen :) ...



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