THEMA: A coldfront is coming... Namibia im Winter 2011
16 Jul 2011 13:10 #195743
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  • Beate2 am 16 Jul 2011 13:10
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03.Juni 2011 - endlich war es soweit: Wir sind wir für 5 Wochen nach Namibia gefahren!!!
Nach langer Vorbereitung mit Fragen über Fragen - auf die ich hier im Forum geduldige und hilfreiche Antworten bekam... :cheer:
Dem Sammeln von Informationen von allen Seiten... :silly:
Dem Lesen von unzähligen Reiseberichten - wie oft bin ich in den letzten Monaten schon in Namibia unterwegs gewesen... :cheer: :cheer:

Vorweg noch mal ein ganz herzliches Dankeschön an alle Fomis, die uns und anderen mit ihrem Input die Möglichkeiten und auch Unmöglichkeiten eines Namibiaurlaubs nahebringen! :kiss:

Unser Auto hat uns 7184 km brav und ohne Pannen oder Platten über pads sämtlicher „Güte“ geschaukelt. Wir brauchten weder Kabelbinder noch Klebeband - nur eine sehr intensive Reinigung nach unserer Rückkehr.

Was wir nicht ahnten: Es sollte einer der kältesten Winter in Namibia seit vielen Jahren werden. Immer wieder hiess es „a coldfront is coming...“, „so kalt war es hier seit 6, 10 oder 20 Jahren nicht mehr...“ :ohmy:
Und dafür sind die meisten Unterkünfte in Namibia nun mal nicht ausgelegt. Im Sommer freut man sich über den kühlen Luftzug, der nachts vielleicht durchs Zelt oder Cottage weht - im Winter sieht das bei Nachtfrost anders aus. Unser Bedarf an natürlichen Lüftungen und Außenduschen ist jedenfalls erst einmal gedeckt. :S

Daher fällt unsere Bewertung mancher Unterkunft, die ihr in guter Erinnerung habt, sicher anders aus. So wird es aber vielleicht ein runderes Jahreszeitenbild - und zukünftige Winterreisende können diese Aspekte mit berücksichtigen.

Auch war unsere Freude und Entspannung auf Grund diverser Unpässlichkeiten zeitweise arg limitiert und ich habe mehrmals gedacht „ich will sofort nach Hause...“ :sick: Das beeinflusst natürlich auch die Wahrnehmung und unter normalen Umständen hätten wir manche Situation wohl auch anders verarbeitet.

Wir hatten aber auch tolle Tage mit schönen Erlebnissen. :) :)
Die Landschaften haben uns beeindruckt. Wir haben immer wieder versucht uns vorzustellen, wie es unter normalen Umständen, sprich ohne all die Gräser und das Grün, wohl aussieht. Und irgendwann fahren wir sicher auch noch mal hin.
Aber wir wissen auch, dass das Namibia-Virus gegen das Südafrika-Virus bei uns keine Chance hat. :whistle:

Ok, los geht‘s!

03. Juni 2011
Vom Kap führt uns unsere erste Etappe bis nach Springbok. Nach 7 Stunden und 611km kommen wir gegen 16.00 bei angenehmen 19° dort an. Die Fahrt verläuft unspektakulär, es ist wie üblich wenig Verkehr auf der N7. Lediglich am Piekenierskloofpass südlich von Citrusdal gibt es eine 11km lange Baustelle. Wir kommen mit 2 kurzen Wartezeiten aber zügig durch. Nähere Infos dazu hier:
www.namibia-forum.ch...austelle.html#195037

Die Orangenbäume zwischen Citrusdal und Clanwilliam hängen voller Früchte, die ersten Wildblumen blühen bereits, die Sonne lacht - was will man mehr!
Am Clanwilliam Damm machen wir Mittagspause. Der Damm ist nur zu 31% gefüllt. Heute vor einem Jahr war er zu 78% gefüllt. Da muss es also noch ordentlich regnen, um für den nächsten Sommer genügend Wasser zu haben.

Wir übernachten im „Mountainview Guesthouse“, im Africa Room. Der ist für 1 Nacht ok. Toll sind die beiden Katzen Maya und Boris, zwei Perser-Chinchilla Mischlinge. Was für Fellbündel! Ganz majestätisch halten sie Nachmittags Hof und hoffen auf ganz viele Streicheleinheiten der Gäste...

Wir machen noch einen kurzen Spaziergang durch die „Metropole des Nordens“ - nachdem wir im letzten Jahr schon dort waren wissen wir, was uns erwartet. Aber für ein bisschen Bewegung tut es gut.

Zum Dinner gehen wir wieder ins beste Restaurant des Ortes, das „Tauren“. Letztes Jahr war ich sehr enttäuscht, aber sie sollen eine zweite Chance bekommen. Und unsere heutige Auswahl ist gut! Da wir in den nächsten Wochen wohl noch genügend Steak & Co bekommen werden, bestellt mein Schatz eine Pizza Mexicana - ein Wagenrad, kross, gut belegt und scharf. Eint Teil davon geht ins doggy bag als lunch für Morgen. Ich entscheide mich für Kalamari und bitte die Bedienung, sie ohne die üblichen Gemüsebeilagen zu bringen. Dafür bestelle ich einen Greek Salad extra. Aus der Portion Kalamari machen andere Restaurants glatt zwei - sie ist riesig! Zudem knusprig und zart - sehr lecker! Der Salat ist gut gemischt, nicht nur Eisbergsalat und die Sauce kommt separat. Dazu ein Bier und wir sind rundum zufrieden. Angenehm überrascht bin ich, dass mein Salat nicht extra berechnet wird. Eine nette Geste und nicht selbstverständlich. :)
Der Weg den Berg hoch sorgt noch mal für Bewegung und es heißt „Augen auf“, denn nur die Hälfte der Straßenbeleuchtung funktioniert und die Straßen selbst haben ihre guten Zeiten schon lange hinter sich. Den complementary Port nehmen wir als Gute Nacht Schluck und fallen früh ins Bett.

04. Juni 2011
Die erste Nacht im fremden Bett ist immer ungewohnt und wir wachen recht früh auf. Das Frühstück ist ok, aber nicht besonders. In Annie‘s Cottage ist die Auswahl um einiges größer (die Zimmer sind dort aber auch einiges teurer).
Um 09.15 Uhr fahren wir bei 8° ab. Die Landschaft in Richtung Grenze ist karg, lediglich auf den Masten am Straßenrand sitzen viele kleine Raubvögel in der Sonne.
Die Grenze erreichen wir um 10.30. In Südafrika durchlaufen wir 4 Stationen, an jeder muss ein Papierschnipsel abgestempelt werden. Das Einreiseformular für Namibia haben wir zu Hause schon mal geübt. Das war hilfreich, denn zeitgleich mit uns trifft in dem office eine Truppe Namibier auf Heimreise ein, die ein lautstarkes Durcheinander verursacht. Unsere Autopapiere will keiner sehen, wir müssen nur etliche Angaben zum Wagen machen. Alle sind sehr freundlich und noch vor 11.00 sind wir in Namibia.
Die Berge am Orange River beeindrucken uns, der schmale Grünstreifen am Fluss entlang und die Weinfelder von Aussenkehr. Danach wird die Landschaft sehr karg, nur die Gräser, die im Wind wehen, bringen etwas Abwechslung.

Um 13.45 erreichen wir nach 484 km Keetmanshoop. Angenehme 23° begrüßen uns. Die „Pension Gessert“ finden wir nach kurzem Suchen. Hendrik öffnet uns, heißt uns willkommen, aber irgendwie haben wir das Gefühl, dass er unsere Buchung nicht so richtig auf dem Schirm hat und/oder wir gerade stören... Haus und Garten sind sehr verwinkelt und für unseren Geschmack zu voll mit Diesem und Jenem. Wir bringen unsere Sachen in unser Zimmer Nr 4 - und kriegen knapp die Tür noch zu. Zimmer und Bad sind sehr klein und auch ohne uns und unser Gepäck schon eng. Also nur das Wichtigste auspacken und den Rest geschickt stapeln. Dafür ist es eine günstige Unterkunft und für eine Nacht wird es gehen. Bevor wir zum Giant‘s Playground aufbrechen noch einmal kurz ins Kopfkissen lauschen und dann kann Namibia beginnen.
Um 15.00 holen wir uns unser ticket für die Besichtigungen und freuen uns, dass wir am Giant‘s Playground die einzigen Besucher sind. Was für eine Stille, es ist angenehm warm, ein leichter Wind weht und lässt die Gräser wunderschön leuchten. Und die gestapelten Bauklötze sind natürlich genial! Da haben die Riesen wohl wirklich ihren Spass gehabt!







Wir machen unzählige Fotos aus allen Perspektiven, freuen uns wie die Kinder und bestaunen die Dassie Familien mit ihrem Nachwuchs, die sich auf den warmen Felsen sonnen.



Aber was macht der der Himmel??? Die bisher leichten Schleierwolken werden dichter.
Wir müssen uns sputen, um zum Sonnenuntergang beim Köcherbaumwald zu sein. Die Wintertage sind halt kurz und das Licht ist anfangs gar nicht schön für Fotos! Aber um16.40 klart es wieder auf und es wird ein phantastischer Sonnenuntergang. 17.10 ist die Sonne dann weg. Auch hier ist wenig los, wir paar Besucher stehen uns nicht im Weg.















Die Fahrt im Dunkeln nach Keetmanshoop geht problemlos. Kurz machen wir einige Tagebuchnotizen, dann fahren wir ins viel gelobte „Schützenhaus“ zum Dinner. Wow, was für eine Atmosphäre, was für ein Abend!!! Der Saal erinnert uns an eine Mischung aus Landgasthof in den 60ern und Bahnhofsrestaurant derselben Ära. Aber das Essen soll gut sein und das Restaurant ist ziemlich voll. Hendrik wollte für uns reservieren, aber die Bedienung gut uns doch etwas zweifelnd an, wo sie uns denn wohl platzieren soll. Darüber gibt es unter den Kolleginnen auch eine Diskussion mit Fingerzeigen hierhin und dorthin, aber das soll nicht unser Problem sein. Wir sitzen also zu zweit an einem 6er Tisch, ok. Während wir auf die Speisekarte warten, werfen wir schon mal einen Blick in die Runde - das Vereinsleben der Stadt scheint sehr wichtig zu sein. Ich entscheide mich für Rouladen, mein Schatz möchte in diesem urdeutschen Ambiente ein Eisbein, sprich: gegrillte Haxe. Nein, die solle er nicht nehmen, die wäre zu klein... Dann möchte er Schnitzel. Nein, das wäre nichts für einen Mann... Er solle doch XYZ nehmen. Will er aber nicht, er will jetzt Schnitzel. Nein, kein Schnitzel für ihn! Dieses Hickhack geht einige Male hin und her, bis er sich genervt :angry: für Kasslerkotelett entscheidet. Ok, das wird von der Bedienung endlich akzeptiert, mittlerweile ist sicher eine Viertelstunde vergangen und ich bin von meinem Bier schon müde.
Während wir ewig auf unser Essen warten, machen wir Restaurant-TV. Sehr interessant, was da abgeht!
Einige Vereinsbrüder kommen aus der Bar rüber und finden keinen freien Tisch mehr. Ihre Blicke, die uns zwei an dem großen Tisch treffen, sprechen Bände... :pinch: Ich sehe, dass an mehreren Tischen insgesamt 6 oder 7 Essen zurück in die Küche gehen - oh,oh... :woohoo: Als musikalische Untermalung ertönen in der Endlosschleife „Ein Bett im Kornfeld“ & Co. Ein Einheimischer feiert Geburtstag mit 10 Gästen. Sie benehmen sich wie die Axt im Walde und schlagen jede 30er Busgruppe um Längen!!! Der Gipfel aber ist, dass das Geburtstagskind im Restaurant rauchen muss. Dafür muss die Tür weit geöffnet werden und wir sitzen mitten im Durchzug. :evil: Einen Aschenbecher gibt es auf dem Tisch nicht - ist in Namibia in Restaurants nicht eigentlich auch Rauchverbot? - also nimmt er den großen: Mit ausgestrecktem Arm wird auf den Fussboden geascht. Ich frage mich wirklich, wo wir hier gelandet sind?! Die Bedienung fragt zwischendrin, ob alles ok ist - nein, wir haben Hunger, warten seit fast einer Stunde auf unser Essen und es ist kalt. Sie schliesst die Tür, eine andere Bedienung macht sie wieder auf: „Sorry, but he wants to smoke.“ Hallo, geht‘s noch?? :evil: :evil: Nach meiner dritten Beschwerde fruchten die Blicke, die ich Richtung Bedienung und Geburtstagskind schicke, endlich und die Tür wird geschlossen. Zwischendrin kommt unser Essen. Hätten wir nicht so lange gewartet und hätten wir die Wahrscheinlichkeit, an einem späten Samstagabend in diesem Kaff noch etwas anderes zu finden, höher eingeschätzt - wir wären sofort gegangen! Vom gelobten zarten namibischen Rindfleisch ist die Roulade Lichtjahre entfernt. Die wenige Millimeter dicken Kasslerkoteletts können nur mühsam mit dem Steakmesser in Happen zersägt werden, es ist knochentrocken. Dafür kommt die Rechnung dann schon, während mein Schatz sich noch mit seinem Fleisch abmüht. Auf das Wechselgeld warten wir dann noch mal gut 10 Minuten. Es kommt erst auf Nachfrage - das hatte man doch glatt vergessen... Ihr kriegt von uns aber nichts geschenkt! :angry:
Eine klitzekleine Genugtuung gibt es für mich dann aber doch noch: Auch das Geburtstagskind schickt sein Steak zurück in die Küche... :whistle:
Abgenervt fahren wir in unsere Unterkunft, schmeissen die Heizung an und gehen ins Bett. Wir sind noch ganz am Anfang unserer Reise und es kann eigentlich nur besser werden...
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16 Jul 2011 15:36 #195758
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05. Juni 2011
Wir haben beide recht gut geschlafen und sind schon vor der verabredeten Zeit beim Frühstück. Und das ist wirklich so gut, reichhaltig und liebevoll bereitet, wie es überall beschrieben wird. Wir lassen es uns schmecken und schwatzen nebenbei mit 2 anderen Gästen, die gestern Abend auch im Schützenhaus waren. Sie können noch einige ähnliche Geschichten beisteuern und fanden die Raucheraktion genau so daneben wir wir. Insgesamt gingen wohl ein Dutzend Essen zurück... Hendrik berichtet von etlichen schlechten Erfahrungen dort in letzter Zeit. Das Canyon Hotel soll derzeit aber auch nicht besser sein. Wer also ein gutes Restaurant eröffnen will - in Keetmanshoop ist derzeit scheinbar Bedarf!!! :laugh:

Um 09.15 fahren wir bei 9° los in Richtung „Kalahari Anib Lodge“. Die C17 bis Koes ist recht eben, streckenweise liegt obenauf viel loser Sand und Gravel. Aber insgesamt ist sie gut zu fahren. Die weite, flache Ebene ist ziemlich eintönig, auf den Masten sitzen viele Pale Chanting Goshawk (leider alle gar nicht fotogen). Die Strecke zwischen Koes und Wegdraai gefällt mir dann aber - Achterbahnfahren quer zu den Dünen, klasse! Das Gras wird dichter, die Farben sanft pastellig, dazwischen das Rot der Dünen. Super!





Hier treffen wir erstmals auf sehr viele der beliebt - berüchtigten Sattelschrecken, die auf der pad unterwegs sind. Bilder gibt es später, da haben wir sie noch besser vor die Linse bekommen. Die C15 am Auob River entlang ist dann ja wieder ganz anders: Ein breites Tal, sanfte Hänge, das Gras steht hoch und schillert in gelb-silber-grün.





Begeistert sind wir von den riesigen Webervogelnestern in den Bäumen. Sie sehen aus, als ob man Decken in die Bäume gehängt hätte.



Erschreckt sind wir allerdings über die vielen überfahrenen Tiere auf dieser Strecke: 2 Schakale, 1 Fuchs, 1 Stachelschwein, Mangusten, Squirrel, und 1 Hund...

Das Stück auf der geteerten C20 genießen wir und um 14.45 kommen wir endlich nach 399 km auf der „Kalahari Anib Lodge“ an. Wir werden sehr freundlich mit einem leckeren Saft empfangen und auf dem Weg zu unserem Zimmer wird uns die Anlage gezeigt und alles erklärt. Dafür ist genügend Zeit, denn wir sind in der hintersten Reihe untergebracht, ich glaube in Nr 37, mit Blick in die Kalahari.



Das Zimmer ist nett und zweckmäßig, hat aber etwas zu wenig Ablagemöglichkeiten und zu wenig Beleuchtung.
Wir haben gerade noch Zeit um unser Gepäck ins Zimmer zu bringen, denn um 15.30 startet der sundowner drive. Wir sind zu neunt auf dem Wagen, ich sitze in der Mitte, was für Fotos immer ein unglücklicher Platz ist. Leider sind die Tiere auch alle weit weg. Die 5 Giraffen hatten wir schon auf dem Hinweg am äußersten Ende des Lodgegeländes am Zaun gesehen, das war‘s hier zum Thema Giraffen. Ansonsten begegnen wir u.a. Wildebeest, Oryx, Springböcken, Zebras, Yellow Mongoose und einer Spotted Eagle Owl. Fotos dazu schenke ich mir jetzt mal.

OK, fangen wir also heute beim sundowner mit der Malariaprophylaxe an: Gin-Tonic. Ist nicht unbedingt mein Lieblingsgetränk, es wirkt aber. Auf die Frage, ob ich noch einen zweiten Drink möchte lautet meine Antwort: „Yes, please - just a little bit of Tonic and lots of Gin...“ Oh, wie peinlich :blush: :blush: Michelle, unsere guide, nimmt‘s mit Humor...

Der Sonnenuntergang über den roten Dünen ist dann herrlich kitschig. Die Wolken am Himmel schaffen eine besondere Stimmung. Sie zaubern ein wunderschönes Licht.









Bei unserer Pause erzählt Michelle, im vergangenen Sommer hätte es auf der Anib Lodge 900mm Regen gegeben, normal wären 150mm. Und für die nächsten Tage wäre ein Kaltfront angekündigt, mit „Kalahari Snow“. :woohoo: Nachdem die Sonne weg ist, wird es auch schnell sehr kalt. Gut dass wir entsprechend ausgerüstet sind. Auf der Rückfahrt freue ich mich dann über meinen Platz in der Mitte: Von recht und links werde ich etwas gewärmt und ich kann meine Hände mit unter die Decke stecken und mich einfach anlehnen.

18.30 gibt es Dinner. Es wird uns in der Klicklautsprache, auf Englisch und Deutsch vorgestellt: Kalahari Truffles, Pumpkin Soup, Oryx Stroganoff mit Reis und Gemüse. Als Dessert Appletart mit Vanillesauce. Alles ausgesprochen lecker und liebevoll serviert. Der Service ist überhaupt sehr angenehm und aufmerksam. Auch die Atmosphäre im Restaurant gefällt uns an diesem Abend gut: 2 Busgruppen mit 12 bzw. 16 Personen und 3 einzelne Paare. Alle genießen, es wird gelacht und erzählt - in moderater Lautstärke. Ein Paradies im Gegensatz zu gestern.
Im Zimmer machen wir mal wieder die Heizung an, denn es ist empfindlich kalt dort. Das Geschepper der air con lässt uns aber nicht sonderlich gut schlafen.
Anhang:
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17 Jul 2011 17:37 #195992
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06. Juni 2011
Das Bett war etwas zu kurz für uns, insgesamt war die Nacht aber OK. Duschen, Auto beladen, auschecken und um 08.15 kommen wir als Letzte beim Frühstück an, die Gruppen sind schon weg. Von allen werden wir wieder sehr freundlich begrüßt. Erstaunlich: Das umfangreiche Buffet ist noch vollständig und komplett aufgebaut. Oft sieht es nach dem großen run ja ziemlich abgefressen aus, aber hier fehlt nichts! Ein dickes Kompliment! :cheer: Wir langen richtig zu und lassen uns Zeit. Wir werden umsorgt, es wird noch mal frischer Kaffee für uns gekocht, alle sind gut drauf. Wissend, dass wir schöne Landschaften auslassen, haben wir beschlossen, heute die faule Variante über die B1 zu fahren. Also haben wir genügend Zeit. Nach dem Frühstück machen wir noch einen Gang durch die Anlage, die uns ganz gut gefällt. Die Gelegenheit für Fotos, da alle Gäste bereits weg sind... aber der Wind ist uns zu kalt, also husch, husch.





Die Anib Lodge wird hier im Forum ja sehr kontrovers diskutiert. Ich kann gut mir vorstellen, dass es laut wird, wenn es voll ist. Wir waren mit der Lodge und dem Preis-Leistungs-Verhältnis aber sehr zufrieden. Bei den Angestellten hatten wir den Eindruck, dass sie gut angelernt sind und es auch eine funktionierende Kommunikation zwischen den Ebenen gibt. Das Essen war mit eins der Besten auf unserer Reise. Auch auf die Gefahr hin, dass es voll und laut werden kann - wir würden wiederkommen!

09.15 sind wir auf der pad. Unser Thermometer zeigt 05°, kein Wunder, dass ich in meinen Sandalen kalte Füsse habe! :dry:
Die B1 ist in der Tat langweilig, erst hinter Rehoboth wird es mit den Bergen interessanter. Leider ist es diesig, kein schönes Licht für Fotos. Und es ziehen etliche Wolken auf, die wir in Deutschland als Schönwetterwolken einstufen würden. Um 11.00 haben wir mollige 23°.
Unterwegs treffen wir wieder auf viele Mastenbewohner - ich hoffe, dass ich mit meiner Identifizierung als Pale Chanting Goshawk richtig liege?



Um 12.30 erreichen wir nach 283 km entspannter Fahrt unser Ziel, die „Casa Piccolo“ in Windhoek. Claudia begrüßt uns und bittet uns um etwas Geduld, denn unser Zimmer ist noch nicht fertig. Wir sehen uns solange um und sind ganz zufrieden: Schlicht aber neu und sauber. Die Nr 15 ist schön groß, hell, neu eingerichtet, mit vielen Ablagemöglichkeiten. Das Zimmer gefällt uns, wir machen uns breit und nehmen eine kurze Siesta (die Betten sind lang und gut, die Decken mollig).

Danach fahren wir um die Ecke in ein Café, das mitten in einer Gärtnerei liegt. Der Kuchen ist OK, der Cappucino gut und auf geht es in die Stadt. Auf dem Parkplatz vor der Touri-Info stehen wir aber unentschlossen wie „Pik 7“ rum und wissen nicht so recht, was wir eigentlich machen wollen. :unsure: Wir stellen gerade fest, dass wir gar nicht in der Stimmung auf Stadt sind. Ups! Ein bisschen ziellos laufen wir durch die Gegend und außer den wenigen typisch deutschen Häusern ist Windhoek für uns recht nichts sagend. Es weht ein kalter Wind. Wir gehen zum Craft Market - der bietet für uns aber wenig Neues. Salatbesteck, Giraffen, Straußeneier... haben wir schon zu Hause. Die meisten der Geschäfte gibt es auch in Südafrika. Ich habe keine Lust, Fotos zu machen. Und es wird kälter...

Schlag 17.00 leeren sich die Straßen und da wir nicht noch viel fahren wollen, gehen wir schon auf einen Aperitif ins „Restaurant Gathemann“. Hm, Campari-Orange, lecker! Wir sind so früh die einzigen Gäste, sehen uns im schön dekorierten Restaurant um, studieren Reiseführer und Speisekarte und sind jetzt ganz zufrieden. Mein Schatz entscheidet sich für ein Wildschnitzel, für mich Fischfan gibt es Seezunge mit Prawns. Oh, wie fein!!! :) 2 riesige, zarte Schnitzel munden vorzüglich. Und meine Seezunge ist groß, saftig, und fleischig. Nur die Sauce zu den Prawns ist mir zu salzig. Dazu Bier und Weißwein... Sehr gute und feine Küche, angenehmes Ambiente - aber auch teuer!
Zurück in unserem Zimmer untersuchen wir die Lüftung in der Decke und versuchen, ihr Wärme zu entlocken. Ein Anruf bei Claudia schafft Klarheit: Es ist nur eine Kühlung für den Sommer. Na denn: Noch einen heißen Tee kochen, die Wärmflaschen füllen und schnell ab unter die doppelten Decken. Im Zimmer ist es mittlerweile unangenehm kalt.
Claudia sagte vorher noch, dass Wolken in Windhoek im Winter kein gutes Zeichen wären. Das bedeute Kälte! :huh:
Letzte Änderung: 20 Jul 2013 13:37 von Beate2.
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21 Jul 2011 15:01 #196737
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07. Juni 2011
Gut ausgeschlafen wachen wir auf und während ich mich noch mal in die Decke kuschle überlege ich, ob wir nicht die Betten auf‘s Auto schnallen und für den Rest des Urlaubs mitnehmen könnten? :whistle: Wer weiss, wann es wieder so gute Betten geben wird?! Im Zimmer ist es temperaturmäßig wie zu Hause, winterlich kühl. Das Thermometer draußen zeigt 05°. Na, es ist ja noch früh, da ist noch Potential drin...

Das Frühstück ist Durchschnitt, nicht eines der üppigsten und die junge Angestellte steht meist etwas verloren in der Ecke rum. Sie fragt nicht, ob wir Eier möchten, auch sonst isst niemand Eier... Egal, wir wollten eh einen Ei-freien Tag machen. Am nächsten Tag bekommen wir mit, dass es Eier scheinbar nur auf ausdrückliche Bestellung gibt.
Um 9.00 brechen wir auf in die Stadt. Bei immer noch 05°. Wir fahren hoch zur Heinitzburg. Der Besuch dort fällt leider sehr kurz aus, da ein eisig kalter Wind um den Turm pfeift. Im Sommer ist das zum sundowner sicher ein genialer Platz. Uns tun die Angestellten leid, die dort oben in Hemd und Weste stehen und die Gäste begrüßen sollen, denn sie klappern mit den Zähnen. Jacken gehören scheinbar nicht zum Outfit. :(
Da es uns draußen zu kalt ist und wir keine Lust auf Shopping Malls haben, entschließen wir uns für Bildung: Wir steuern das Nationalmuseum in der Alten Feste an. Und sind ziemlich entsetzt, denn beides ist in einem katastrophalen Zustand. :ohmy: Die Alte Feste kann man nicht mehr „fest“ nennen: Überall bröckelt der Putz, man muss auf Stolperfallen achten, die Fenster fallen auseinander. Das Haus wirkt extrem ungepflegt. Die Vitrinen sind eingestaubt, Texte umgekippt und nicht mehr zu lesen. Alles ist irgendwie chaotisch, wir finden keinen roten Faden und geben schnell entnervt auf. Hinzu kommt, dass wir für viele Exponate auf die Knie gehen müssen, weil sie so tief ausgestellt sind. Der Bereich der Bushmen Paintings wird dann ganz absurd. Er ist einer Höhle nachempfunden, in der es aber so stockdunkel ist, dass man sich wirklich an den Wänden entlang tasten muss. Erkennen, geschweige denn lesen, können wir nichts. Ich suche nach einem Lichtschalter - es würde ja Sinn machen, wenn hier nicht den ganzen Tag das Licht brennt. Den finde ich aber nicht. Und bei einem Blick an die Decke des Raumes stelle ich fest, dass es zwar Deckenlampen gibt - aber ohne Glühlampen drin... :S Tja, das wird dann hier wohl nichts mit der Geschichte und Kultur der Ureinwohner... Später erfahren wir, dass der ultramoderne Klotz, der nebenan gerade gebaut wird, das neue Museum beherbergen soll. Na, da müssen sie aber auch die Ausstellung noch heftig aufpolieren. So geht das auf keinen Fall zusammen.
Draußen ist es noch immer bitter kalt. Am Auto tausche ich Sandalen gegen Wanderschuhe und nehme ein dickere Jacke. Die Stadt macht bei dem eisigen Wind aber absolut keinen Spass und wir versuchen immer mal wieder, uns in einer windgeschützten Ecke in der Sonne aufzuwärmen.
Die permit für den Welwitschia Drive bekommen wir recht schnell. Damit ist das „must do program“ eigentlich abgehakt, denn Souvenirs brauchen wir nicht. Da mir mittlerweile Hals und Ohren weh tun biegen wir bei Pick‘n‘Pay ein und kaufen uns ein paar Kleinigkeiten zum lunch. Im Laufschritt geht es zurück zum Auto: "Nein Schatz, ich will keine Fotos machen, ich will mich in der Casa Piccolo erst mal aufwärmen..." Es ist nun 12.00 und das Thermometer zeigt immer noch 05°!!! :woohoo: Nun ist klar, warum wir so frieren. Ich sage nur: The coldfront is there!!! :woohoo: :woohoo:
In der Unterkunft organisiere ich einen extra Vorrat an Hot Chocolate und Milch, dazu gibt es Sandwich und Kuchen. Die Stühle werden an die große Tür gerückt und in der Sonne sitzend tauen wir langsam wieder auf. Allerdings läuft meine Nase und Hals und Ohren tun immer noch weh. Oh,oh...

Claudia kommt und verteilt Wärmflaschen. Sie berichtet von Durchsagen, dass die Farmer auf ihre Schafe und das Federvieh aufpassen sollen - es könne so kalt werden, dass die Tiere auf den Weiden einfach umkippen können. Na, das ist aber auch eine Aufgabe. Und heute morgen sein ein Gast um 04.30 bei -02° gejoggt... Jedem das Seine! :dry:
Wir wollen nicht noch mal raus in die Kälte und entschliessen uns zu einer Siesta mit Wärmflasche und Erkältungstropfen. Das tut gut. Danach ist es empfindlich kalt im Zimmer, denn die Sonne ist hinter dem Haus verschwunden. Wir versuchen dem mit langen Unterhosen, 2 Paar Socken und viel Tee zu begegnen. Das klappt nur begrenzt. Claudia ruft an und fragt, ob bei uns Alles in Ordnung ist. Abgesehen von der Kälte - ja, danke. In der Hoffnung auf ein geheiztes Restaurant entschliessen wir uns, wieder früh zum Essen zu fahren. Mittlerweile sind es noch 03°. „The Gourmet“ ist unser Ziel. Und ja, dort steht ein großer Gasheizer und glüht. Die Bedienung will uns in eine Ecke des Raumes setzten. Wir fragen, ob der Tisch in der Mitte noch frei sei, denn der steht direkt unter dem Heizer. Ja, Glück gehabt - endlich können wir uns wärmen.
Die Pizzen klingen verlockend und so bestellen wir beide eine. Ich weiss nicht mehr, für welche wir uns entscheiden. Aber dies sind mit Abstand die besten Pizzen, die wir seit Jahren gegessen haben. :) :) Sie sind sehr lecker, saftig, mit dünnem Boden und krossem Rand. Und das Beste ist, dass sie sehr lange warm bleiben. Köstlich! Dazu ein Glas Rotwein, ein Espresso hinterher - jetzt geht es uns wieder gut! Den Pizzabäcker würde ich neben den Betten auch gerne mitnehmen... :whistle:
Draußen und im Zimmer ist es, wie zu erwarten, noch ungemütlicher. Und so gehen wir gleich mit 2 Wärmflaschen und Erkältungstropfen ins Bett und gucken noch bis kurz vor 21.00 TV. Dann fallen uns die Augen zu.
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21 Jul 2011 15:26 #196744
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08. Juni 2011
Wir haben wieder gut geschlafen. In der Nacht muss es ziemlich gefroren haben. Das Dach ist weiss und aus den Regenrinnen hängen die Eiszapfen. :S Beim Frühstück ist es kalt, da auch der Raum nicht geheizt ist. Ansonsten ist das Frühstück wie gehabt, aber heute mit Eiern. Dazu gibt es Erkältungstropfen.

Erst zu Hause fällt mir auf, dass ich weder von unserer Unterkunft noch von Windhoek Fotos gemacht habe. Die Meisten von euch kennen es aber ja auch...

Windhoek als Stadt haut uns nicht vom Hocker. Rückblickend hätte uns eine Nacht dort gereicht.
Die Casa Piccolo empfanden wir als nichts Besonderes aber OK. Ruhig und gut gelegen, gute Betten, sauber, große Zimmer. Durchaus empfehlenswert.

Um 08.45 fahren wir los, bei 02°! :woohoo: Das Thermometer im Auto blinkt, was soll uns das jetzt sagen? Das hatten wir noch nicht und wir hoffen, dass es bitte nicht den Geist aufgeben möge. Später kommt uns die Idee: Das war die Warnung vor Bodenfrost, denn bei 05° hört es auf zu blinken. Wieder was gelernt!
Und noch etwas lernen wir in diesem Urlaub an unserem Auto sehr schätzen: Die Sitzheizung! :P Bisher habe ich mich ja immer gefragt, warum ein Auto, dass in Südafrika ausgeliefert wird, eine Sitzheizung braucht?! Jetzt weiss ich es und finde das ein sehr nützliches Zubehör...

Also, besagte Sitzheizung auf Stufe 2 und schnell raus aus Windhoek. Wir sind nur wenige Kilometer auf der B1 gefahren, als wir den ersten roadblock erreichen. Da habe ich ja einige Geschichten gelesen - nette und weniger ermutigende. Ich sammele schon mal unsere Autopapiere zusammen. „Good morning officer!“ begrüßen wir den jungen Mann fröhlich und freundlich. Seine Antwort kommt sehr leise durch zusammen gebissene Zähne zurück. Schreiben wir das mal der Kälte draußen zu. :unsure: Er wirft erst einmal einen ausführlichen Blick in unser Auto. Ansonsten: Schweigen... „Where do you come from?“.„Windhoek“. „Where do you go to?“. „Waterberg“. „Hmmm.“ Noch ein Blick ins Auto. „Ok, you can pass. But drive carefully!“ „Yes, Sir, we will. Thanks and enjoy your day“. Das war‘s. Ich kann alle Papiere unbesehen wieder einpacken. :)

Die Sonne lacht, es gibt einige dicke weisse Wolken am Himmel und das Thermometer klettert langsam bis auf 15°. Auf der B1 ist kaum -nein, eigentlich kein - Verkehr und wir kommen gut voran. In Okanhandja machen wir einen Tankstop und ich gehe in den Supermarkt, um noch ein paar Kleinigkeiten zu kaufen. Leider finde ich nirgends eine öffentliche Toilette. Also gehe ich noch mal in den Supermarkt zurück und frage, wo ich denn fündig werden könnte. Die junge Kassiererin überlegt angestrengt - oh, offensichtlich habe ich da eine schwierige Frage gestellt. :huh: Dann bedeutet sei mir, ihr zu folgen, quer durch den ganzen Supermarkt. Hinten gehen wir durch den Vorhang in den für Besucher gesperrten Bereich. Und immer weiter gehen wir... Wir begegnen etlichen Angestellten, die mich alle freundlich grüßen und erreichen schließlich den Aufenthaltsraum und die Toilette für die Mitarbeiterinnen. „Please, Ma‘am. Will you find the way back?“ „Yes, thanks, of course!“
Mit einem fröhlichen „Bye, bye, have a nice trip“ werde ich dann noch von allen verabschiedet. Na, wenn das kein Service ist! ;)

Unser nächstes Ziel ist die „WABI Game Lodge“ am Waterberg. Die C22 und D2512 sind gut zu fahren und auf den Masten und Leitungen sitzen wieder viele Vögel: Pale Chanting Goshawk, Lilac-breasted Roller, Glossy Starling, Grey Lourie sowie Yellow-billed und Bradfield‘s Hornbill. Die Fotoausbeute ist nicht der Rede wert, gerade die Hornbill weigern sich hartnäckig... Dann kreuzt noch eine dicke grünliche Puffotter den Weg. Bis wir die Kamera gezückt haben und in Position stehen, ist aber nur noch ihr Schwanz zu sehen. Die hat es aber eilig... Leider ist es ziemlich diesig, so dass auch die Fotos vom Waterberg wenig hergeben. Aber es ist schon ein imposantes Massiv, das da aus der Ebene ragt.
Um 13.50 erreichen wir das gate der „WABI Game Lodge“. Das gate ist geschlossen und ein Schild weist mehrsprachig darauf hin, dass von 12.00 bis 14.00 Mittagsruhe sei. Dies sei ja auf der Buchungsbestätigung bereits angekündigt worden und man möge sich doch bitte gedulden. :S Daran kann ich mich zwar nicht erinnern, die 10 Minuten werden wir aber sicher schaffen. Ich habe zu Hause dann noch mal alle Unterlagen durchgesehen - die Schließung wurde nirgends erwähnt...:( Hätten wir dort 1 oder 2 Stunden vor verschlossenem Tor gestanden, wären wir wahrscheinlich gleich zu Beginn stinksauer gewesen.
Um uns herum flattern einige Crimson-breasted Shrike und über uns ziehen 3 Cape Vulture ihre Kreise. Es gibt also genug zu gucken. Pünktlich wird das gate geöffnet und wir fahren durch zur Rezeption. Juliana begrüßt uns sehr freundlich mit Saft und kalten Tüchern und zeigt uns dann die Lodge. Das Kaminzimmer mit all den ausgestopften Trophäen ist ja nicht so unser Ding.



Die Gartenanlage ist nett gemacht und es gibt einen schönen pool, den der Rottweiler ausgiebig für sich nutzt. Wir sind für die 2 gebuchten Nächte die einzigen Gäste und sind in Bungalow Nr 6 untergebracht. Je 2 Bungalows teilen sich einen gemeinsamen Eingangsbereich, der ist schon größer als die meisten Zimmer, in denen wir je sein werden. WABI war bis vor 5 oder 6 Jahren eine Jagdfarm und in den Bungalows ließen es sich die Jagdgesellschaften gut gehen. Unsere Nr 6 ist jedenfalls riesig. Es besteht aus einer großen Lounge mit einem Einzelbett und einem Etagenbett.



Bei meiner ersten Anfrage hatte ich nach der Länge der Betten gefragt und Christine, die Besitzerin, hatte angeboten, uns eine Verlängerung zu basteln, wenn die Betten zu kurz sein sollten. Das hatten sie auch gemacht und das fanden wir sehr aufmerksam.



Und das Bad ist ein Saal...





Wir machen es uns mit Tee und Keksen auf unserer Terrasse gemütlich, schreiben Tagebuch, gucken den Vögeln zu und genießen die Sonne. Urlaub! Mit meiner aufziehenden Erkältung wird es besser, es scheint, dass ich glimpflich davon kommen werde.
Bei einem weiteren Rundgang über die Lodge begegnen wir Christine. Wir schwatzen nur kurz, denn sie packt die Koffer für den Urlaub und wird morgen früh abfahren. Aber Juliana würde für uns da sein. Sie gibt dann noch einen für unseren Geschmack ziemlich unpassenden Spruch zum Besten und verabschiedet sich.

Beim Dinner ist der Tisch liebevoll für uns gedeckt und wir sind gespannt auf das Essen. Macarius, der Koch, heißt uns ebenfalls willkommen und serviert die Vorspeise: Tuna-Cocktail. Sehr lecker, das fängt gut an. Allerdings riecht die Butter zum Toast ranzig, die lassen wir mal lieber weg.
Als Hauptgericht gibt es Hausmannskost: Schweinesteak, Spätzle, Blumenkohl und Rote Beete. Leider ist das Essen völlig versalzen (ist er so doll in seine Juliana verliebt???) und die Sauce ist ein eindeutiges geschmacksverstärktes Tütenprodukt. Das Fleisch ist knochentrocken und über alles ist eine zu intensive Gewürz-Kräuter-Mischung gestreut. Auf Macarius‘ Frage, ob es uns schmeckt, bekommt er eine ehrliche Antwort: Nein... :( Wir bitten ihn, am nächsten Tag weniger zu salzen und die Sauce und Kräutermischung ganz weg zu lassen. Er stutzt zwar, will es aber machen.
Als Dessert gibt es eine Vanillecreme. Die schmeckt leider nur nach saurer Milch und Tüte. Auch nicht lecker. Unterm Strich bleibt eine ernüchternde Bilanz und wir sind auf das für morgen bestellte Game-Fondue gespannt. :unsure: Das kostet immerhin den stolzen Preis von 365 NAM$ pro Person... :woohoo: Ich gebe zu, ich habe nicht nach dem Preis gefragt, als ich es bestellte. Mit 250-270$ hatte ich gerechnet, aber nun sind wir doch perplex.

Auf unserem Zimmer machen wir die air con noch mal an, kniffeln eine Runde und liegen um 21.00 im verlängerten Bett. Und das ist nett!
Letzte Änderung: 20 Jul 2013 13:37 von Beate2.
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23 Jul 2011 17:27 #197121
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  • Beate2 am 16 Jul 2011 13:10
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09. Juni2011
Die Betten sind gut, die Decken warm und bis zum Morgengrauen habe ich gut geschlafen. Dann wache ich auf und mein Abendessen steht mir Oberkante Unterlippe. :( Die Sauce fährt Fahrstuhl und beim Gedanken an ein Frühstück wird mir übel... :( :( Beim Geschmack der Sauce wird mir ganz übel... :( :( :( Was soll denn das jetzt?!? Ich habe keine Lust aufzustehen, drehe mich um und versuche noch mal einzuschlafen. Das klappt aber nicht richtig. Mir ist übel und mein Gedärm rumort... :ohmy:
Um 7.00 klingelt der Wecker, denn wir hatten für 8.15 einen „Extended scenic and game drive to the Waterberg Plateau“ gebucht. Bingo! Ich kann mich nicht richtig entscheiden, was ich will: Eigentlich im Bett bleiben; Eigentlich losfahren, denn wir sind ja im Urlaub und wollen was sehen... Wir beschliessen erst mal zum Frühstück zu gehen und dann zu sehen. OK.
Für uns war ein ganz liebevolles, kleines aber feines Frühstücksbuffet gedeckt. Es fehlt soweit an nichts. Aber dass die Eier extra zu zahlen sind finden wir ziemlich daneben, zumal auf der Farm etliche Hühner herum laufen. :S
Mein Schatz lässt es sich schmecken. Da er der Müsli-Mann ist, kann er gut auf die extra Ausgabe für Eier verzichten. Ich nehme nur Tee und trockenen Toast. Nicht mal mein geliebter Morgenkaffee hat eine Chance. :(
Wir erzählen Juliana und Macarius, dass es mir nicht gut geht und ich mir das Fondue am Abend gerade gar nicht vorstellen könne und es absagen möchte. Ich wäre ja nicht mal sicher, ob ich überhaupt den drive machen könne. Wir werden beruhigt: Erst einmal sollen wir frühstücken und dann würden wir weiter sehen. Da wir die einzigen Gäste seien wäre das gar kein Problem. Das hört sich gut an. Mir geht es nach Tee & Toast nicht besser, aber wir beschliessen, den drive zu machen. Zur Not kehren wir halt um.

Vor der Rezeption wartet unser Fahrer auf uns und das Auto finde ich etwas merkwürdig. Es gibt eine geschlossene Fahrerkabine und oben die offenen Sitze für die Gäste. Wie kommuniziert man da miteinander während der Fahrt?!? :unsure: Das übernimmt Juliana, die uns begleitet. Aha, öfter mal was Neues. Bevor es richtig los geht halten wir noch am Schuppen und Juliana holt Decken für uns. Wie mir erst später richtig klar wird, war meine Decke offensichtlich das Nachtlager von einem Teil der 47 Hauskatzen, die zur Farm gehören. Echt Naturhaar... :whistle: So lange sie Floh und Laus frei ist - na ja, nicht gerade prickelnd, aber wir sind nun schon unterwegs.

Die Fahrt geht erst einmal durch die Ebene und dann hinauf auf das Plateau der WABI Concession. Juliana erklärt uns so gut und viel sie kann an Flora und Fauna. Unser Fahrer fährt - er ist offensichtlich Fahrer und kein Guide oder Ranger, denn von ihm hören wir kein Wort. :S Und wenn er fährt, dann hält er von sich aus auch nicht an. Wir sagen Stop, wenn wir einen Vogel sehen, fotografieren oder etwas wissen möchten. Juliana klopft dann auf‘s Dach. Bis er anhält sind wir natürlich dran vorbei. Also zurück - und der Vogel ist weg. Meinem Schatz schwillt der Kragen, so sauer wird er. :angry:
Die Fahrt auf das Plateau dauert ca. 90 Minuten, in denen es nicht viel zu sehen gibt. Das Buschwerk steht hoch und dicht direkt neben dem schmalen Weg, da drin ist nichts zu erkennen. Es ist ein ziemliches Gerumpel. Mir ist übel und ich habe immer noch das Gefühl, das Abendessen gerade zu mir genommen zu haben, so voll bin ich. Und die Sauce... :( Aber mein Magen hält sich wacker.
Ab und zu gibt es einen kurzen Ausblick auf den Waterberg und die weite Ebene. An einem Wasserloch stehen etliche Oryx und Kudu. Sie laufen aber weg, als wir noch gut 100 Meter entfernt sind. Die Tiere sind ausgesprochen scheu hier. Wir halten an (unser Fahrer hält von sich aus an!!! :) ) und klettern auf den hide in der Nähe des Wasserlochs. Ganz leise sind wir, nicht laut niesen, nur flüstern und warten... Nach einiger Zeit kommt ein Kudu vorsichtig um die Ecke und guckt zu uns herüber. Psssssst!



Und was macht unser Fahrer: Er schnappt sich einen Zweig und schlägt lautstark den Staub vom Kühlergrill. :woohoo: Das Tier dreht sich auf dem Huf um und ist weg. Ihr erinnert euch an das HB-Männchen??? Mein lieber Mann ist ja ein sehr zurückhaltender, aber wenn er wütend wird... :evil: :sick: :evil:
Wir stapfen, nun auch nicht mehr leise, die Leiter wieder herunter, und er muss seinen Frust erst einmal loswerden: Was ist das für ein drive auf dem nicht angehalten wird und was soll der Lärm??? :evil: Juliana entschuldigt sich und will mit dem Fahrer reden.

Der Rückweg geht für eine weitere Stunde durch dichtes Gestrüpp, Tiere sind nicht zu sehen. Wir sind sauer, mir ist schlecht. :( Möchtet ihr was trinken? Nein, danke. Denn: Getränke auf den drives, inklusive Wasser, sind extra zu zahlen... :angry:
Unten in der Ebene angekommen sehen wir endlich Tiere. Von Weitem. Sowie sie unser Auto wahrnehmen machen sie sich aus dem Staub. Juliana muss immer wieder auf‘s Dach klopfen... Mit dem Fernglas erkenne ich Blesbok, Black und Blue Wildebeest, Waterbuck, Springbok, Impala, Warthog. Alle vieeeel zu weit weg für Fotos. Wir sehen die durch den Regen zerstörte Mauer des großen Hippo-Dams. Darin klafft ein riesiges Loch, der dam ist ausgelaufen.
Lediglich eine Gruppe Waterbuck ist nahe genug für einige Fotos.





An einem kleineren Dam in der Nähe entdeckt Juliana etwas auf der hinteren Böschung. Unser Fahrer hat mal wieder nichts mitgekriegt, steigt aus, erkennt immer noch nichts :dry: - und fragt uns, ob wir ein Fernglas haben. :S Haben wir, aber erst mal gucke ich :P
Selber Schuld, wenn du kein Fernglas dabei hast! :whistle:
Da hat Juliana in der Tat ein Hippo auf der anderen Seite des dams entdeckt. Respekt! Dem schauen wir ein ganze Weile zu. Durch das Fernglas sieht es so aus, als ob dem Hippo eine Träne übers Gesicht läuft.



Ich könnte auch heulen. :( :(
Kurz bevor wir die Lodge wieder erreichen begegnen wir noch 3 Giraffen am Weg.



Um 12.00 sind wir zurück an der Lodge. Ein irrer drive! :woohoo: :woohoo: Fast 4 Stunden waren wir unterwegs, haben kaum etwas gesehen und zahlen dafür jeder satte 450 NAM$ :evil: :sick:
Juliana entschuldigt sich später noch für den Fahrer: Ihm sei nicht klar gewesen, dass wir Fotos machen wollten. Er mache ja sonst nur die game drives mit den Gästen... :pinch:
Darauf fällt uns nichts ein. :S

Zum lunch hatten wir einen Greek Salad bestellt, der ist mittelmäßig. Juliana und Macarius erkundigen sich noch mal, wie es mir geht: Nach wie vor nicht besser und das Fondue am Abend kann ich mir nicht vorstellen. Und mein Schatz möchte alleine auch kein Fondue essen. Wir sollen ihnen bis 16.00 Nachricht geben, was wir essen möchten, das würde reichen. OK, wenn sie meinen...

An eine eigene Fahrt zum Waterberg Park ist nicht zu denken. Wir legen uns erst einmal hin und versuchen zu schlafen, was bei dem Lärm im Gedärm nicht leicht ist. Und ich esse immer noch die Sauce von gestern Abend. Jetzt kommt die ganz Magen-Darm-Palette der Reiseapotheke zum Zuge.
Gegen 14.30 ist klar: Kein Fondue, der Bauch krampft, ich bin randvoll und habe null Appetit. :( Ich mache mich dann auf die Suche nach Juliana und gehe über unsere Terrasse in Richtung Rezeption. Nach dem kühlen Zimmer ist es schön warm in der Sonne. Im alleräußersten Augenwinkel nehme ich irgendetwas wahr und friere automatisch ein. Als ich in die Richtung blicke sackt mir das Herz in die Hose: :woohoo: :woohoo: Da liegt eine Kobra in der Sonne und fühlt sich offensichtlich gestört. Vielleicht 2 m von mir entfernt richtet sie sich züngelnd auf und breitet ihren Schild aus. :ohmy: :ohmy: Ganz ruhig, Mädchen, keine Panik - aaaaaahhhhh, Nichts leichter als das!!!!!!! :whistle:
Nicht bewegen, Lage checken - sie hat zu beiden Seiten und nach hinten ausreichend Platz. Wenn ich gaaaaaaaaaanz vorsichtig und gaaaaaaanz langsam zurück gehe, dann sollte das hoffentlich gut ausgehen?!? Ok, einen winzigen Schritt zurück. Sie bleibt, wo sie ist. Noch einen winzigen Schritt zurück. Sie bleibt, wo sie ist und warnt mich weiterhin. Noch ein Schritt und noch ein Schritt. Nach ich weiss nicht wie vielen Schritten drehen wir uns dann beide um. Ich flitze in unser Zimmer, schreie „Kobra“ - und jetzt mir ist richtig schlecht. Mein Herz schlägt Purzelbäume, mein Kreislauf rotiert. :silly: :silly: Und mein Schatz fragt ruhig: „Kobra? Was ist mit einer Kobra...?“ „Na da, auf unserer Terrasse...“.„Wo???“. „Mann, da!“ „Wo?“ Mittlerweile ist nur noch ihr Schwanz zu sehen, sie kriecht bereits die Böschung hinab.
Leute, die war so gut getarnt: Auf einem Bodenbelag aus unregelmäßigen Fliesen in unterschiedlichen Farbtönen, mit unregelmäßig breiten Fugen und die schon recht tief stehende Sonne wirft zusätzlich noch den Schatten vom Terrassengeländer darauf. Sie muss sich bewegt haben und wurde damit von einer Fuge zu „da ist was im Augenwinkel“. Sie war noch recht klein, vielleicht 60 cm lang und in dem Licht kaum zu sehen. Und ehrlich gesagt - ich habe zu dem Zeitpunkt nicht mit einer Schlange dort gerechnet, weil den ganzen Nachmittag die 3 Esel mit viel Getrampel um unser Haus herum den Rasen gemäht haben. Nachdem ich den Schrecken halbwegs verdaut habe, suche ich - ALLES GENAU SCANNEND - wieder nach Juliana. Auf ihre Frage, wie es mir geht, erzähle ich ihr von meiner Begegnung. „Oh, they often come onto the terrasse in winter to warm up. You should close the door to the terrasse, that they cannot come into your room.“ Wow, danke, gut dass wir darüber sprechen! Den Hinweis hätte ich gerne schon ein bisschen eher bekommen, wenn die Situation so deutlich ist. :dry:
Ich bestelle nun also endgültig unser Fondue ab. „Oh, but Macarius already prepared a lot and the meat is thawed...“ Hm, können wir nun bis 16.00 absagen oder nicht? Ich finde die Situation gerade ziemlich blöde. Wir einigen uns darauf, dass für den Mann das Fleisch irgendwie anders zubereitet wird. Das sollte bei Fonduefleisch ja kein Problem sein. Und ich möchte nur Kartoffeln und Gemüse - „plain, without anything, even without salt“.
Bis zum Sonnenuntergang sitzen wir dann doch noch auf unserer Terrasse, da wir aber ständig in alle Richtungen schielen, ist das auch nicht so entspannend. Ich lege mich noch einmal hin, der Schatz schreibt Tagebuch und um 18.30 gehen wir zum dinner.
Unser Tisch ist wieder liebevoll gedeckt und wir sind gespannt, was heute serviert wird. Ich bestelle mir erst mal einen Kräutertee. Als Vorspeise serviert Macarius Tomatensuppe. Die mag ich ja eigentlich sehr gerne und teste eine Löffelspitze voll. Oh, das geht völlig daneben - direkt aus der Tüte, Geschmacksverstärker und wieder diese Kräuter-Gewürz-Mischung obenauf. :angry: Eine totale Aversion gegen Essen macht sich bei mir breit. Mein Schatz mag sie auch nicht, löffelt sie aber tapfer weg. Zum Brot gibt es wieder ranzig riechende Butter. Als Hauptgang bekomme ich mein Gemüse - ohne Salz aber mit der Kräuter-Gewürz-Mischung. :angry: :angry: Eine baby potato und eine baby carrot schaffe ich mir Mühe, dann gebe ich auf. Mein Schatz bekommt 4 undefinierbare Fleischscheibchen - wo ist das ganze Fonduefleisch? :S - Kartoffeln und Gemüse. Genau so salzig und mit derselben Sauce wie gestern. :angry: :angry:
Da ist wohl einiges nicht angekommen. :evil:
Als dessert gibt es dann ein Stückchen Fertigkuchen. Das auf der website gepriesene Schlaraffenland ist es nun nicht gerade. Wir sind schnell fertig mit diesem dinner und verschwinden in unser Zimmer.
Um 19.45 liege ich mit Konzert und Krämpfen im Bauch im Bett. :( :(

10. Juni 2011
Kurz vor 7.00 stehen wir auf, es geht mir noch nicht besser. Das Frühstück ist, wie gehabt, lieb angerichtet. Für mich gibt es wieder nur Tee & trockenen Toast.
Beim Auschecken bekommen wir dann die Rechnung: Mark, der Besitzer, hätte gesagt, dass wir den Aufschlag für das Fondue zahlen müssten. Denn wir hätten es bestellt, er hätte die ganzen Vorbereitungen im Kühlschrank gesehen und wir hätten es zu spät abgesagt. Und das Fleisch müsse ja schon am Vorabend aufgetaut werden. Das widerspricht nun den gestrigen Angaben - es sei alles kein Problem, wir könnten uns bis 16.00 Zeit lassen etc. - völlig und zeigt für uns ein ziemliches Kommunikationsdefizit zwischen Management und Angestellten. :sick: :angry:
Juliana entschuldigt sich, sie führe ja nur die Anweisungen aus...
Was uns hierbei am meisten ärgert ist, dass der Besitzer der Lodge offensichtlich anwesend war, und diese Anweisung ausgab, ohne sich bei uns vorzustellen oder das Verfahren mit uns zu besprechen: "Sorry, tut mir leid, aber...". :evil:
Und wenn er sie schon bezahlen soll, dann hätte wenigstens mein Mann etwas von all den vorbereiteten Dingen serviert bekommen sollen. Mein Teebeutel in einem Becher Wasser zum dinner schlug auch mit satten 8NAM$ zu Buche. (Die Teebeutel auf unserem Zimmer hatten ein MHD bis März 2010... :whistle: )

Unser Fazit kurz und knapp:
Gesamteindruck: Einmal und nie wieder.
Und von einem Lodgebesitzer erwarten wir da ein anderes Verhalten, zumal wenn von den beiden einzigen Gästen einer krank ist. :sick: :sick:
Letzte Änderung: 20 Jul 2013 13:39 von Beate2.
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