THEMA: Mit den Adventurecars durch Boliviens Weiten 2019
04 Nov 2021 20:51 #629413
  • Sabine26
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  • Sabine26 am 04 Nov 2021 20:51
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Hi Kathrin,

zugegebenermaßen habe ich hier ja schon fast nicht mehr an eine Fortsetzung geglaubt :whistle: , umso mehr freue ich mich, dass es weitergeht. Zwischenzeitlich bin ich mit Berichten aus Gegenden, die nicht „allzu weit“ entfernt sind, hier in die Bresche gesprungen :woohoo: … und arbeite jetzt tatsächlich an einer eigenen Website :laugh:

Das Lama/Alpaka (die beiden kann ich nie auseinanderhalten) sieht sehr süß aus und was für wunderbare Fotos aus dem Sajama. Wir haben ja nur eine kleine Stippvisite in den Park machen können.

Das erste Bild im letzten Post sieht aus wie einer der Pools aus Wai-o-tapu in Neuseeland, nur im Mini-Format.

Super, dass es weitergeht. Ich bin natürlich dabei.

Liebe Grüße
Sabine
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05 Nov 2021 19:59 #629457
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  • Katma1722 am 05 Nov 2021 19:59
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Liebe Sabine!
Das ist ja schön, dass du dich nochmal auf die staubige Rückbank zwängst und den Rest der Reise miterleben willst!
Ja - im Frühling einen Reisebericht zu beginnen war nicht die schlaueste Idee von mir ;) Im Sommer gibt es einfach zu viel zu tun und ein bisschen Urlaub war ja auch noch! Jetzt, wo das neue Schuljahr mal angelaufen ist und die Tage kürzer werden schaffe ich es hoffentlich endlich, den Bericht abzuschließen....
Schön, dass du noch dabei bist!
Viele liebe Grüße, Kathrin
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06 Nov 2021 10:00 #629469
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Vom Sajama nach Tiwanaku – es geht nach Norden – ca. 250km

So schön die Landschaft hier ist, so atemberaubend und menschenleer, das Aufstehen in der Früh ist immer wieder eine Qual. Das Wasser ist eiskalt, mehr als eine Katzenwäsche ist da nicht drin! :pinch: Zum Frühstück als erstes einen heißen Tee, auch zum Finger wärmen. Statt Brot mit Karamelcreme gibt es heute Pfannkuchen mit selbiger! Schmeckt nicht schlecht.
Auch heute springen beide Autos ohne Mucken an. Wir werden noch richtig gute Freunde! :woohoo:
Die Fahrt nach Norden führt – den Sajama immer im Blick – durch großartige, tundraähnliche Landschaft mit vielen Wasserflächen.



Wir entdecken Puna-Ibisse (im Bild), Andengänse, Vizcachas und sogar einen Specht, der neben der Straße nach Futter sucht. Leider ist er blitzschnell weg!
Auch heute geht es wieder durch eine Vielzahl abwechslungsreiche Gegenden – ein wahres Feuerwerk an Farben und Steinformationen:

Drei 6000er im Blick: Nevado Sajama (6542m), Parinacota (6348m) und Pomerape (6286m)




Es gibt bizarre Felsen...


... Canyons ...




... bunte Berge ...

... idyllische Täler




und mäandernde Flüsse – einfach nur grandios.
Das Ganze – menschenleer… nur ab und zu ein Haus oder eine kleiner Hof.

Am späten Vormittag erreichen wir Curahuara de Carangas.



Hier steht die „Sixtinische Kapelle der Anden“ - so heißt es zumindest im Reiseführer. Die kleine Adobekirche stammt aus dem Jahr 1608 und ist komplett mit Fresken ausgeschmückt.


Wir haben Glück – der Guide einer kleinen französischen Touristengruppe !! hat bereits dafür gesorgt, dass aufgesperrt wird und so können wir die Kirche besichtigen.




Die Fresken sind überaus beeindruckend!


Sankt Martin in Gestalt eines spanischen Konquistadors


die Heiligen Drei Könige mit Lamas und beim letzten Abendmahl liegt – zumindest identifizieren wir es als solches – ein gebratenes Meerschweinchen auf dem Teller!
Nach so viel Kultur brauchen wir erstmal einen Kaffee :P – gut dass wir immer eine große Kanne heißes Wasser dabei haben! Auf dem Dorfplatz sitzend beobachten wir das Treiben, bestaunen die Kirche von außen und entdecken eine wunderschöne Lama-Statue.



Gut gestärkt machen wir uns wieder auf den Weg.
Richtung Patacamaya wird die Landschaft zunehmend flacher, mit vielen Höfen, Viehherden und Menschen. Das sind wir gar nicht mehr gewöhnt.
Letzte Änderung: 06 Nov 2021 10:09 von Katma1722.
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Nach dem Picknick in einem ausgetrockneten Flusstal stoppen wir noch an ein paar Chullpas.



Chullpas sind traditionelle Begräbnistürme, wie sie verschiedene Gruppen der Aymara errichtet haben. Manche stammen aus der Zeit der Inka, andere wurden bereits zwischen dem 6. und 10. Jahrhundert während der Tiwanaku Kultur erbaut. Der Eingang wies stets nach Osten und wurde an hohen Feiertagen geöffnet um die begrabenen Ahnen zu ehren. Heute sind die Türme allerdings leer.
Schließlich kommen wir schon in die Nähe von La Paz, das wir großräumig umfahren. Leider sind wir jedoch trotzdem im Einzugsgebiet der Großstadt:

Baustelle folgt auf Baustelle, es staubt und rumpelt und der Verkehr ist ziemlich dicht. Wir kommen nur langsam vorwärts und erreichen ziemlich entnervt am späten Nachmittag Tiwanaku, 70km westlich von La Paz. Hier wollen wir die rund fünf Quadratkilometer große Anlage besichtigen, die als eine der wichtigsten prähispanischen Stätten Boliviens gilt. Doch dazu morgen mehr…
Wir sind geschafft und da dies der einzige Ort ist, an dem wir keine Unterkunft reserviert haben machen wir uns erstmal daran eine zu organisieren. Das ist ziemlich einfach.

Ein großes Hotel, das "Akapana" steht keine 500m von den Ruinen entfernt, und da es ordentlich aussieht und es sonst sowieso nichts gibt, fragen wir nach Zimmern, die wir auch bekommen.


Anschließend spazieren wir zum Museum, kaufen ein paar Souvenirs (jaaa, hier gibt es Souvenirs!) und trinken in einem kleinen Café Kräutertee und natürlich für die Süchtigen – Kaffee! :whistle:
Abends genießen wir im Hotel eine wohltuende warme Dusche und ein leckeres Essen, bestehend aus Lama und Huhn. Nach den obligatorischen Schafkopf Runden und dem Genuß einer Tasse Munje-Tee (haben nicht so genau verstanden, was das genau für eine Pflanze ist, war aber lecker), fallen wir todmüde in die Betten. Wir sind nur noch auf rund 3800 Metern und es ist endlich nicht mehr so eisig! :)

Fortsetzung folgt...
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06 Nov 2021 17:04 #629492
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  • Sabine26 am 04 Nov 2021 20:51
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Liebe Kathrin,

ich kann mich nur wiederholen. Für mich ist das eine absolute Traumreise, die Ihr gemacht habt!!!

Die Kirche von Carangas stand bei uns auch auf dem Programm, leider wurde das nichts wegen unseres Guides („Guidin“). Für den Bereich La Paz hatten wir eine dritte, nachdem die beiden anderen super waren, hat sich diese Dame keinen Euro Trinkgeld verdient … morgens verschlafen, wir mussten einen Umweg fahren, um sie abzuholen, dann wollte sie noch irgendwo gemütlich frühstücken (da haben wir dann ein großes Veto eingelegt) und wir mussten an diesem Tag von La Paz nach Arica … so fiel ein ausgiebiger Besuch des Sajama NP ins Wasser, ebenso die Kirche. An den beiden Tagen zuvor hatte ich mich auch schon mehrmals über die Dame geärgert :evil:

Jetzt, wo ich Deine Bilder sehe, bin ich echt traurig.

In Tiwanaku waren wir auch. Hast Du noch Bilder vom Hotel innen?

Liebe Grüße
Sabine
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09 Nov 2021 19:31 #629667
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Liebe Sabine!
Du hast recht, es war einfach ein Traumurlaub! So absolut authentisch habe ich bisher noch kein Land empfunden!
Vor allem in den momentanen Zeiten bin ich auch echt dankbar, dass der Traum von Südamerika kein Traum geblieben ist. Hoffe trotzdem, irgendwann wieder dorthin zu reisen!
Habe leider gar keine Bilder vom Inneren des Hotels - war sauber und ordentlich aber ziemlich nichtssagend.
Sajama war wirklich ein Traum, allerdings von den Unterkünften her am kältesten und einfachsten!
LG Kathrin
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