THEMA: Mit den Adventurecars durch Boliviens Weiten 2019
13 Apr 2021 14:55 #612502
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Auf nach Südamerika…

Wir sind erst einen Tag hier und die ersten Eindrücke sind einfach phantastisch… Wir sitzen mit Mario Andrade, dem Besitzer der Quinta Viktoria auf der Terrasse, leeren gemeinsam eine Flasche Rotwein und lauschen Marios Erzählungen über Land und Leute, seinen Job bei einem US-Ölkonzern, seiner daraus resultierende Verfolgung durch die bolivianische Regierung samt Gefängnisaufenthalt und die Nacht und Nebel Aktion, bei der seine Familie ins Exil in den USA fliehen musste…

Aber der Reihe nach… nach Wochen der Planung geht es endlich los! :)
Über die Anreise breiten wir den Mantel des Vergessens, ein Langstreckenflug in der Holzklasse ist nun mal kein Spaß! :pinch:
Wir landen pünktlich um 5.35 Uhr morgens auf dem Viru Viru Flughafen in Santa Cruz. Die üblichen Einreiseformalitäten sind schnell erledigt und in der überschaubaren Ankunftshalle warten schon Lewis und sein bolivianischer Kollege von Petita Rent a Car auf uns. Die Autoübergabe verläuft mehr als lässig… :whistle:
Wir schleppen unser Gepäck auf den Parkplatz, wo wir von zwei Nissan Allrad-Trucks der Kategorie „Uralt“ in stylischem grau-blauen Design und „Alt“ in blau erwartet werden… Hmmmm…. :dry: Während Lewis die Autos in den höchsten Tönen lobt und als „Adventurecars“ anpreist, steht sein Kollege freundlich lächelnd dabei… erst als wir einsteigen wünscht er uns „Good Luck“ - damals sind wir noch verwundert, später danken wir ihm seinen frommen Wunsch von Herzen!
Auf die Frage nach einem Kühlschrank klappt Lewis in „Uralt“ eine Klappe am hinteren Fenster auf, der Innenraum könnte mit viel gutem Willen vielleicht eine Flasche Bier aufnehmen – und behauptet, dieser Kühlschrank sei voll funktionsfähig!
Er deutet auf einen Haufen Kram, den er als Campinggear betitelt – pro Auto kostet das immerhin 250US$ extra!!! Das Zeug verdient den Namen Campinggear nur bedingt, wie wir später noch feststellen werden. :pinch:
Wie auch immer – wir sind müde und wollen los und so steigen wir nach einer knappen halben Stunde in die Adventurecars – M. und ich wählen „Uralt“ und überlassen Gabi und Stefan „Alt“ -und los geht es! Wir haben keine Fahrzeugpapiere, das fällt uns viel später auf – wir brauchen sie aber auch nicht…


"Uralt" auf dem Weg nach Santa Cruz

Mit Hilfe von maps.me steuern wir den ersten (und einzigen) Supermarkt unserer Reise an. Wir decken uns mit Vorräten, Bier, Styroporboxen für die Vorräte und anderem Gerümpel ein – wenn 8 Leute in 8 verschiedene Richtungen rennen und wahllos Zeug in den Einkaufswagen werfen ist dann schon die eine oder andere Überraschung dabei!
Außen vor dem Supermarkt befinden sich ungefähr 10 Geldautomaten… wir können keinen Unterschied erkennen und versuchen unser Glück. Mein Automat spuckt brav die ersten Bolivianos aus, Stefans Automat schluckt seine Kreditkarte. Er nimmt es gelassen – this is Bolivia – und ruft bei der Bank an um die Karte sperren zu lassen.
Auf dem Parkplatz lauert ein „Parkwächter“ - ganz wie in Windhoek auf Bakschisch – dafür hat er unsere Autos bewacht – ich vermute allerdings, dass nicht einmal ein Bolivianer solche Schrottkisten freiwillig klaue würde…

Als alles erledigt ist, machen wir uns auf in Richtung Stadtzentrum von Santa Cruz.

Kurzer Exkurs
Bolivien hat eine Landesfläche von knapp 1,1 Millionen qkm und ist damit 3mal so groß wie Deutschland. Im Jahr 2019 belief sich die Bevölkerungzahl auf gut 11 Millionen Einwohner. Während sich der Regierungssitz in La Paz befindet, ist die alte Kolonialstadt Sucre die konstitutionelle Hauptstadt. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung sind Indigenas, hauptsächlich Aymara, Quechua und Guarani. Die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe sind die Mestizen, Nachfahren von Europäern und Indigenas. Amtssprachen sind neben Spanisch auch Aymara und Quechua. Mit Evo Morales hatte Bolivien als erstes Land Südamerikas einen indigenen Präsidenten. 2020 wurde nach einigen Unruhen und einer umstrittenen Übergangsregierung Luis Arce, ein vertrauter von Morales. Bolivien zählt zu den ärmsten Ländern Südamerikas, obwohl es über gewaltige Bodenschätze verfügt.


Santa Cruz ist mit 1,4 Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes. Trotzdem ist alles recht übersichtlich und der Verkehr kein Problem. Wir schaffen es ohne Zwischenfälle ins Stadtzentrum, wobei wir nur einmal aus Versehen eine Einbahnstraße, von denen es zahlreiche gibt, befahren.
Wir parken die Jeeps in einer Seitenstraße und lassen sie in der Obhut eines weiteren Parkwächters zurück.
Als wir in Richtung Zentrum schlendern zieht uns das Flair der Stadt sogleich in seinen Bann.


Die Kolonialarchitektur hat schon reichlich Patina angesetzt…


Kabelsalat und Tillandsien die auf Dächern und Stromkabeln wachsen…


Indigenas mit bunten Gewändern und kleinen Kindern…


Schuhputzer und fliegende Händler…


Autos, die mit bunten Tüchern und Teppichen geschmückt sind…

Wir lassen uns zum „Plaza 24th de Septembre“ treiben, wo die schönsten Kolonialbauten zu finden sind. In rosablühenden Bäumen entdecken wir kleine grüne Sittiche. Leider ist es mir nicht gelungen ein Bestimmungsbuch für die Bolivianische Flora und Fauna aufzutreiben – so bleiben die Vögel namen- und wir ahnungslos.



Letzte Änderung: 13 Apr 2021 15:06 von Katma1722.
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13 Apr 2021 15:05 #612503
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Der Hunger treibt uns schließlich in das einzige Café weit und breit. Ich bestelle Reis mit knusprigen Fleischfetzen und Kochbananen, alles schmeckt sehr lecker, sogar der Kaffee, vor dem wir durch unseren bolivianischen Bekannten gewarnt worden waren.

Anschließend besuchen wir die aus Backstein erbaute Basilika de San Lorenzo, wo gerade der Sonntagsgottesdienst stattfindet. Leute kommen und gehen, Kinder laufen herum, vorne verteilt der Priester zum Klang von Panflöten und Gesang die Kommunion, wieder andere beten inbrünstig. Wir sitzen eine Weile in den Kirchenbänken und lassen den Zauber des Ortes auf uns wirken.


Blick über den Plaza 24th de Septembre zur Basilika


Turm der Basilika



Irgendwann reißen wir uns los und spazieren zurück zu unseren Jeeps, die noch an Ort und Stelle sind. Wir entlohnen den Aufpasser und machen uns auf den Weg in Richtung Porongo, wo wir die erste Nacht verbringen werden.

Nach einigen Baustellen erreichen wir die Brücke über den Rio Pirai, dann sind wir endlich auf dem Land. Es ist üppig grün, immer wieder sehen wir uns unbekannte Vögel, dazu Pferde, Rinder und sehr viele Hühner. In Porongo, eine lebhafte Ortschaft mit roter Sandstraße erwartet uns Mario Andrade. Nach einer herzlichen Begrüßung lotst er uns ein paar Kilometer weiter auf die Quinta Victoria, ein kleines Paradies!



Es gibt überall Sitzplätze und Hängematten die zum Verweilen einladen, tropische Früchte an Bäumen und in Schalen, die Mario überall hingestellt hat, dazu 9 Katzen, 2 Gänse und einen Pool. Mario zeigt uns alles und lädt uns ein, uns wie zuhause zu fühlen. Das fällt uns bei diesem Empfang nicht schwer. Mario wohnt mit seiner Familie auch hier, die Küche darf gemeinsam benutzt werden.


Unser kleines aber feines Zimmer


Als Willkommen presst Mario einen frischen Clementinensaft aus – das schmeckt himmlisch!

Nachdem wir ein bisschen ausgeruht haben und sich das abgehärtete Jungvolk im Pool erfrischt hat, machen wir noch einen kleine Spaziergang. Porongo ist eine sehr kleine Gemeinde mit verstreut liegenden Häusern.


Wir entdecken exotische Blumen … hier eine Ingwerblüte


exotische Vögel … hier einen Glattschnabelani


exotische Schmetterlinge der Gattung Argynnis incognita




jede Menge Hunde und viele dürre Hühner auf langen Beinen…

An einer kleinen Kirche, die mit Malereien und geschnitzten Säulen verziert ist kehren wir schließlich um.


Die Anstrengungen der vergangenen 2 Tage und die 6h Zeitverschiebung machen sich langsam bemerkbar. Nach einem Sundowner in Marios Paradiesgarten, einer deftigen Brotzeit und der bereits erwähnten Flasche Wein fallen wir schon um kurz nach 8 total erledigt ins Bett.

Fortsetzung folgt...
Letzte Änderung: 13 Apr 2021 15:08 von Katma1722.
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14 Apr 2021 17:25 #612633
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Von Porongo in den Amboro Nationalpark, 170km

Das morgendliche Konzert der Hähne macht Südafrika alle Ehre! :)
Wir haben gut geschlafen. Die Bedienung der Dusche ist etwas „tricky“, das Wasser wird aber wunderbar heiß. Solchermaßen erfrischt schmeckt das Frühstück in der wärmenden Morgensonne noch besser. :P Schließlich geht es ans Packen und Autos ordentlich beladen -Quinta Victoria war nicht zuletzt dank Marios Gastfreundschaft ein perfekter Start in den Urlaub. Hierher würden wir jederzeit wieder kommen!
Heute wollen wir zum Amboro Nationalpark fahren. Da der nicht sehr weit entfernt ist, haben wir viel Zeit, um uns durch die Gegend treiben zu lassen.


Ein grober Überblick unserer Route - old-fashioned, da ich mit google maps gar nicht kann :whistle:

Wir entschließen uns als erstes die Kirche von Porongo, San Juan anzusteuern. Eine Empfehlung von Mario.
Die Kirche ist in der für hier typischen Holzbauweise errichtet und stammt aus dem 17. Jhdt..


Als wir uns Porongo nähern sind auf den Straßen zahlreiche Menschen unterwegs.


Dann treffen wir die erste Straßensperre…

Das sieht nach einem Fest aus – das gefällt uns gleich noch viel besser. :cheer: Wir parken die Jeeps in einer Seitenstraße und schlendern ins Zentrum des Dorfes, wo schon die erste Feier anlässlich des morgigen Nationalfeiertages (6. August) toben.





Bunt gekleidete Männer, Frauen und Kinder musizieren, tanzen und singen auf dem Platz vor dem „Rathaus“. Wir mischen uns unter die vielen Leute und stellen bald fest, dass wir hier die einzigen Gringos (Touristen) sind.
Nach mehreren Vorführungen bummeln wir noch ein wenig herum und es ist schon recht spät, als wir uns auf den Weg machen.


Die Kirche mit dem freistehenden Glockturm besuchen wir natürlich auch noch!

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14 Apr 2021 17:35 #612635
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Wir müssen zunächst zurück in Richtung Santa Cruz, bzw. den Rio Pirai überqueren. Wir probieren die erste auf der Karte eingezeichnete Straße… die endet an einer Furt.


Das andere Ufer scheint doch beunruhigend weit weg. Ein kleiner Lastwagen mit viel Bodenfreiheit kommt und fährt durch die Furt. Das sieht ziemlich tief aus. :dry:
Die Männer sind unschlüssig und entscheiden sich aber schließlich kein Risiko einzugehen. Vor allem unser „Uralt“ ist wenig vertrauenerweckend! :dry: :dry:
Das bestätigt sich kurz darauf. M. will wenden, kommt dabei von der Straße in Richtung Sand – der nur auf den ersten Blick fest aussieht und schon hat sich unser „Adventurecar“ festgefahren… :evil:
Das ist uns bisher auf keiner unserer Reisen passiert. Der Allrad funktioniert gar nicht und Kraft hat „Uralt“ sowieso nicht.
Ich finde ein Brett, das wir unter den festgefahrenen Reifen schieben und mit vereinten Kräften schieben wir das Auto aus dem Sand. Gut dass das nicht im Wasser passiert ist!


Die anderen schieben, ich feuere sie an! :whistle:

Wir fahren gerade zurück Richtung Hauptstraße, Mario und Anna überlegen gerade, wie schön es doch wäre ein Faultier zu sehen … plötzlich ein Schrei von der Rückbank! M. bremst, Anna reißt die Tür auf (zum Glück ist hier kaum was los), fällt halb aus dem Auto und deutet überglücklich auf eine im Baum hängende alte Decke! :whistle: Quatsch! Sie hat tatsächlich ein Faultier entdeckt… :woohoo: Wenn das mal kein Zufall ist. Es hängt direkt neben der Straße im Baum und ist mit Fressen beschäftigt. Wir sind alle total begeistert!




Unser erstes Wildtier – und noch dazu ein Braunkehldreizehenfaultier! Es dreht uns zwar den Rücken zu, lässt sich aber ansonsten nicht von uns stören. B)

Während der Weiterfahrt sehen wir noch etliche Vögel, identifizieren können wir Truthahngeier, die es hier in großen Mengen gibt, Rabengeier, Glattschnabelanis und Guirakuckucke.


Dieser freundliche Herr rammt fast unser Auto :S

Auch die nächste Abzweigung endet an einer Furt. :pinch: Am gegenüberliegenden Ufer, das bestimmt 50 Meter entfernt ist, stehen schon einige Fahrzeuge. Alle scheinen ziemlich unschlüssig. Das Wasser ist von einem hübschen schlammigen rotbraun… Nach unserer „Anschiebeaktion“ überlegen wir nicht ernsthaft, da durchzufahren! ;)
O.K. dann eben zurück nach Santa Cruz und über die Brücke. Das ist ein ziemlicher Umweg und etwas lästig, aber das ist die einzige Brücke. In der Stadt ist heute sehr viel Verkehr und so dauert alles… Der Duft aus einer Bäckerei am Straßenrand erinnert uns daran, dass fast Mittag ist und wir halten kurz an um uns mit frischem Brot einzudecken. :P Der Duft strömt jetzt statt am Fenster vorbei durchs Auto.
Irgendwann lassen wir Santa Cruz dann hinter uns und die Fahrt führt durch kleine Dörfer nach Westen. Die Straße ist geteert und wir kommen zügig voran. Obwohl wir Ausschau nach einer möglichen Einkehr halten, entdecken wir nichts. Stattdessen kommen wir an eine Polizeikontrolle.:ohmy:
Der Beamte bedeutet uns anzuhalten. Wir lassen das Fenster runter, lächeln freundlich und grüßen in unserem besten Spanisch! Er lächelt freundlich zurück und sagt etwas, das wir natürlich nicht verstehen… Vielleicht will er unsere Papiere sehen??? :unsure: Wir reichen ihm die Pässe… er nimmt sie lächelnd entgegen, sagt aber nichts… Stefan, Gabi, Jonas und Lena steigen hinter uns aus und geben ihm auch ihre Pässe. Er nimmt sie entgegen und lächelt weiter freundlich… M. und Stefan holen ihre internationalen Führerscheine. Er nimmt sie entgegen und lächelt freundlich. Das halbe Dorf ist schon zusammen gelaufen und schaut – freundlich lächelnd – und neugierig zu, was hier so los ist. Der Beamte macht eine einladende Handbewegung – auch M. und ich steigen nun aus und folgen dem Mann in eine kleine Hütte, während Mario und Anna im Auto warten. In der Hütte sitzt ein zweiter freundlicher Beamter… wir grüßen, lächeln und warten, bis der erste Beamte sämtliche Pässe und Führerscheine fein säuberlich nebeneinander auf dem Tisch ausgebreitet hat. :laugh:
Der Beamte in der Hütte betrachtet die Papiere mit mildem Interesse, sammelt sie schließlich zusammen und übergibt sie uns wieder!
Freundlich lächelnd werden wir nach draußen gebeten und – tada – dürfen weiterfahren. :laugh:
Ich glaube wir waren für heute die Dorfbelustigung. Später lernen wir, dass es zahlreiche Zahlstellen gibt, wo man eine paar Bolivianos entrichtet und dafür eine Quittung bekommt. Die muss man unbedingt aufheben und an der nächsten Zahlstelle wieder vorzeigen. Entweder es passt oder man muss nachzahlen.
Inzwischen knurrt uns allen der Magen. Wir fahren entlang eines Flusses, als ich eine Schotterstraße entdecke, die tatsächlich zum Flussufer führt.


Es ist ein bisschen vermüllt, aber ansonsten ein perfekter Platz für ein wohlverdientes Picknick. Endlich kommt das duftende Brot dorthin, wo es hingehört, nämlich in unsere Mägen. :P


Auf der anderen Flussseite sind rosa Felswände, ein paar Truthahngeier vervollständigen die Szenerie.
Letzte Änderung: 14 Apr 2021 17:37 von Katma1722.
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14 Apr 2021 17:43 #612636
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Die Fahrt hinauf in die Berge des Amboro Nationalparks und zur Ecolodge Laguna Volcan führt über eine Schotterpiste und ist landschaftlich wunderbar.






Üppiges Grün wechselt mit bizarren roten Felsen und rosa blühenden Bäumen.

Die Lage der Lodge ist einmalig B) :


Das Personal an der Rezeption ist etwas desinteressiert, schließlich schaffen wir es aber einzuchecken und erhalten 2 Doppelzimmer im Haupthaus und 1 Bungalow am Ufer der Lagune.


Zum Sundowner treffen wir uns auf der Terrasse am Pool, der sehr einladend aussieht, für heute aber definitiv zu kalt ist.


Der Blick von dort ist aber super! Da schmeckt uns das bolivianische „Huari“ Bier gleich noch besser. :P

Nachdem wir heute doch recht lange im Auto gesessen sind unternehmen wir noch einen Spaziergang auf dem Lodgegelände und um die Lagune herum. Wir entdecken spannende Pflanzen, unbekannte Vögel und freuen uns an der Ruhe hier oben.





Als wir später ins Restaurant gehen ist nur eine andere Familie da – komisch – bei Booking com war die Lodge ausgebucht! Das Essen ist sehr reichlich mit Reis, den obligatorischen Kochbananen und jeder Menge Fleisch. Schmeckt aber alles lecker.
Nach diesem langen Tag sind wir alle rechtschaffen müde und ziehen uns ziemlich schnell in Zimmer und Bungalow zurück.

Fortsetzung folgt...
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16 Apr 2021 16:34 #612889
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Zu den Wasserfällen von Cuevas und ein Spaziergang à la „Mirador“

Da wir heute nur den Amboro Nationalpark und die nähere Umgebung erkunden lassen wir es ruhig angehen. Der Nationalpark hat eine Fläche von knapp 4500qkm und wurde 1983 gegründet. Zugänglich ist der Amboro von Süden und von Norden, wobei es wohl im Norden mehr Möglichkeiten gibt. In unseren Reiseplan hat allerdings „nur“ der Sector Sur gepasst. Das Refugio Los Volcanes liegt auf ca. 1100hm in besonders schöner Umgebung, direkt an der Nationalparkgrenze.
Während M. und ich etwas später aufstehen ist das Jungvolk schon vor Sonnenaufgang auf den Beinen und besteigt einen kleinen Aussichtshügel in der Nähe der Lodge – sie bringen wunderschöne Bilder mit! :kiss:









Das Frühstücksbuffet ist gigantisch – mehrere Sorten frische Fruchtsäfte, frisches Obst, auf Wunsch Eier, Wurst Käse und bestimmt 10 Sorten verschiedenstes Kleingebäck! :P Das Jungvolk findet den Sandwichmaker am besten. Ich ärgere mich immer noch, dass ich davon kein Foto gemacht habe. Naja, wieder mal nur ans Essen gedacht! :whistle: Wir frühstücken in der Morgensonne auf der Terrasse mit Blick auf den Pool und die Lagune. Dort sind einige Bläßhuhn-ähnliche Vögel, Ibisse und Kiebitze zu entdecken.


Whistling heron (Syrigma sibilatrix)

An der Rezeption entnehmen wir dem gestikulierenden Spanisch der Damen, dass eine Wanderung nur mit Guide erlaubt ist, also melden wir uns für einen geführten Nachmittagswalk zu mehreren „Miradors“ an. Um 14 Uhr soll es losgehen, wir haben also noch genug Zeit und entschließen uns die Wasserfälle von Cuevas zu besuchen. Die sind ein paar Kilometer entfernt, liegen auf Privatgrund (Eintritt) und werden im Rother Wanderführer wärmstens empfohlen. :)

Ein großer Parkplatz, ein nett angelegter Eingangsbereich mit vielen Blumen, ein kleiner Obolus und schon spazieren wir am Bachufer zu den Wasserfällen.




Die vielen exotischen Pflanzen, herumhuschende Vögel und bunten Schmetterlinge sind bezaubernd.


Mit dem hier legt man sich besser nicht an! :laugh:
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