THEMA: Mit den Adventurecars durch Boliviens Weiten 2019
15 Nov 2021 22:18 #630120
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  • Katma1722 am 15 Nov 2021 22:18
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Malbec schrieb:
Hi Judith!
Oh ja!!! Tolle Bilder auch von dir! Wahnsinn, dass ihr diese tollen Boote gesehen habt - witzigerweise waren wir diesen Sommer in Norwegen und dort in Oslo im Thor Heyerdal-Museum. Ich hoffe, auch wieder nach Südamerika zu kommen - dann will ich unbedingt auch dorthin!
La Paz ist wirklich ein Kapitel für sich - absolut faszinierend, für Selbstfahrer aber schon schweißtreibend ;) Davon gibt es später noch mehr.
Für mich persönlich gehört Südamerika zum faszinierendsten was ich bisher gesehen habe!
Viele Grüße und schön, dass du noch mitfährst,
Kathrin
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16 Nov 2021 19:27 #630230
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  • Katma1722 am 15 Nov 2021 22:18
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Rumhängen in und um Copacabana

Heute morgen sind wir noch alle bester Laune. B) Im vegetarischen Hostal gibt es zum Frühstück Müsli mit Obst und Hafermilch… :dry:
Da die Zeit etwas knapp ist und wir keine Lust auf Stress haben, haben wir schon im Vorfeld beschlossen, die Isla del Sol für diesesmal auszulassen. Wir machen stattdessen eine kleine Fahrt am Ufer des Titicacasees entlang in Richtung Yampupata. Hier ist kein Mensch unterwegs.


Unterwegs kommen wir an einer Höhle vorbei, die eine Art Wallfahrtsort zu sein scheint. Überall liegen Berge von Plastikmüll herum – vielleicht gehört das zum Heiligtum??? :unsure:

Wir bleiben nicht um das herauszufinden.

Auf der Weiterfahrt haben wir immer wieder wunderschöne Ausblicke auf den See











und eine alte Inkastraße....


Es sind Kühe, Schafe, Esel und Indigénas mit bunten Tüchern und Hüten unterwegs.


Wir kommen an kleinen Dörfern....


... und einem gefräßigen Schwein vorbei! B)


An einem Acker entdecken wir Caracaras aus nächster Nähe – toll! :)
Am späten Vormittag kehren wir nach Copacabana zurück und spazieren in das quirlige Städtchen.
Wir kommen an vielen Läden, Restaurants und den allgegenwärtigen Straßenständen vorbei. Wir kaufen ein paar Strickjacken und Pullover als Souvenirs und Mitbringsel, als wir im Getümmel einen blonden Haarschopf über die Menge ragen sehen – Mario ist mit dem Bus aus La Paz eingetroffen. Er ist noch nicht ganz wieder hergestellt und auch Anna hat die Magenkrankheit erwischt – die Arme – und das auf einem 15h Heimflug!!! :sick: :sick:
Beim Kaffeetrinken in einem kleinen netten Café merke ich, dass mir auch nicht so ganz wohl ist… :pinch: Egal – hopp oder topp – ein Kaffee muss her!
Anschließend bestaunen wir die wuchtige Basilica de la Virgende la Candelaria, mit deren Bau zwar bereits 1605 begonnen, die aber erst 1820 fertiggestellt wurde.









Der Altarraum ist überreich mit Gold und Silber ausgeschmückt, die wundertätige Madonna können wir jedoch nicht entdecken – naja – als evangelische „Heiden“ glauben wir sowieso nicht an Wunderheilungen. :whistle:
Am Wochenende nach dem 5. August findet jedes Jahr eine berühmte Prozession mit einer Autosegnung statt. Dementsprechend reihen sich vor der Kathedrale Stände über Stände voll mit Plastikblumen, Girlanden und anderem bunten Zeugs, mit dem die Autos geschmückt werden.




Wir spazieren zum Hafen um die berühmten und vielgelobten „Truchas“, frische Forellen aus dem Titicacasee zu probieren. Schmeckt sehr lecker, mein Magen wird davon aber nicht gerade besser und auch Mario isst für seine Verhältnisse eher sparsam… :sick:


Da wir sonst nichts vor haben, beschließen wir eine Bootsfahrt zu den „Islas flotantes“, schwimmende Holzinseln mit Stroh bedeckt… zu machen.


Die Fahrt ist dazu angetan, dass der Magen nun auch noch seekrank werden kann…. :sick: :sick:

Wir spazieren von den schwimmenden Inseln zum Playa blanca,



entdecken einen Reiher...

wo wir in der angenehmen Sonne ausruhen,


während Lena, die in solchen Dingen beinhart ist, sich in die eiskalten Fluten des Titicacasees stürzt! :woohoo:


Wieder zurück in Copacabana wanke ich in unser Zimmer, das dummerweise im obersten Stock liegt und zu dem nur eine halsbrecherische Wendeltreppe führt. :pinch: Ich verkrieche mich im Bett und leide stumm, während es sich der Rest von uns im Garten des Hostals gemütlich macht.
Das Abendessen muss ich leider ausfallen lassen und den Großteil der Nacht verbringe ich auf der in Stefans und Gabis Zimmer (unter unserem „Loft“) liegenden Toilette. :sick: :sick: :sick: Zum Glück muss von den anderen niemand dorthin – man kann sich kaum umdrehen und es ist eiskalt.

Fortsetzung folgt...
Letzte Änderung: 16 Nov 2021 19:45 von Katma1722.
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19 Nov 2021 16:43 #630453
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Liebe Kathrin
Wow sooo schöne Bilder, ich wusste gar nicht , dass die Umgebung von Copacabana so interessant ist.
Magen und Darm Probleme sind sehr unangenehm, vor allem wenn man nachts in der Kälte raus muss und tagsüber unterwegs ist.
Da war der Sonnenstich von unserem Sohn auf der Sonneninsel direkt harmlos.....und selbstverschuldet :S

Schade, schade,
Liebs Grüessli
Judith
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21 Nov 2021 18:58 #630534
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Malbec schrieb:
Liebe Kathrin
Wow sooo schöne Bilder, ich wusste gar nicht , dass die Umgebung von Copacabana so interessant ist.
Magen und Darm Probleme sind sehr unangenehm, vor allem wenn man nachts in der Kälte raus muss und tagsüber unterwegs ist.
Da war der Sonnenstich von unserem Sohn auf der Sonneninsel direkt harmlos.....und selbstverschuldet :S

Hi Judith!
Wem sagst du das... wobei ein Sonnenstich auch nicht gerade lustig ist :pinch:
Die Umgebung von Copacaban würde denke ich noch einiges hergeben - aber man nimmt sich eben immer viel zu wenig Zeit!
Im Nachhinein hätte ich auch nicht sagen können, was ich weggelassen hätte - war alles so spannend und interessant! :)
Jetzt geht es noch nach La Paz und in den bolivianischen Regenwald!
Liebe Grüße, Kathrin
Letzte Änderung: 21 Nov 2021 18:59 von Katma1722.
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21 Nov 2021 19:05 #630535
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  • Katma1722 am 15 Nov 2021 22:18
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Über den Dächern von La Paz – 146 km

Nach den Schrecken der Nacht laufe ich heute nur im „Energiesparmodus“. :( Auch Mario ist noch nicht ganz wieder hergestellt. Also kein Müsli und keine Hafermilch sondern nur Tee zum Frühstück. :pinch:
Wir packen unsere Siebensachen in die Jeeps und nehmen die letzte Fahretappe unter die Räder. Es geht durch die morgendliche Landschaft zurück zur Fähre.



Der Blick zurück auf Copacabana ist wunderschön… B)




...ebenso die dunstigen Hügel und der tiefblaue See…




Bei der Überfahrt begleiten uns wieder Möwen, Rallen und ein Taucher!

Die meiste Zeit liege ich mehr oder weniger auf der Rücksitzbank :( , Mario erklärt sich bereit, die Navigation zu übernehmen.
Wir arbeiten uns von El Alto aus ins Zentrum vor...

Es staut sich an allen Ecken und Enden und wir kommen nur langsam vorwärts. Zum Glück sind die Männer souveräne Fahrer und schaffen es - dank Marios erstklassiger Navigation :woohoo:
ohne Schrammen bis zu unserem Hotel „Nuevo Sol“, das nur einen Katzensprung vom berühmten Hexenmarkt entfernt mitten im Zentrum von La Paz liegt. B)

Exkurs La Paz:
La Paz ist der höchstgelegene Regierungssitz der Welt und erstreckt sich auf einer Höhe von rund 3000 m (La Sur) bis auf gut 4100m (El Alto) im tief eingeschnittenen Tal des Rio Choqueyapu. Mit rund 2.000.000 Einwohnern ist La Paz die größte Stadt Boliviens.


Die Autos finden Platz in einem Hinterhof und während die anderen sich auf die Suche nach etwas Essbarem machen ruhe ich eine Runde im Hotelzimmer aus.



Wenigstens den brauchen wir nicht! :whistle:


Der Blick aus unserem Fenster ist auch nicht schlecht.

Bis die anderen von ihrem verspäteten Mittagessen zurückkommen fühle ich mich auch wieder in der Lage zu einer kleinen Erkundungstour. Mario, der ja schon mit Anna hier war übernimmt die Führung und wir machen zunächst eine Stadtrundfahrt mit der 2014 eröffneten supermodernen Seilbahn „Teleférico“.


Für einen Spottpreis schweben wir über den Dächern von La Paz herum. Die verschiedenen Linien sind farblich unterschiedlich und wir drehen eine große Runde hinauf nach El Alto und in einem großen Kreis wieder zurück. Es ist einfach nur genial!!!! :woohoo: :woohoo:















Die Ausblicke auf die Stadt sind atemberaubend. B)








Unter uns sind enge Gassen, Busse und Autos fahren kreuz und quer, Frauen bieten ihre Waren an, wobei sie meist auf dem Boden sitzen, manchmal direkt auf der Straße… Es ist absolut faszinierend – eine absolut verrückte Stadt. B)
In der einen Straße gibt es Bananen, in der nächsten Kraut, dann wieder Frisöre, Zahnärzte, Metzger usw….. alles schön getrennt! Über dem Gewusel schweben majestätisch und praktisch lautlos die farbigen Gondeln, die die Bewohner von La Paz, von denen sie aufgrund des billigen Preises benutzt werden von A nach B bringen – und das ganz ohne Stau! Super Einfall! :woohoo:

Nach dieser besonderen Stadtrundfahrt machen wir uns zu Fuß auf den Weg.







Wir spazieren zum Plaza Murillo mit dem dem Präsidentenpalast,



dem Parlamentsgebäude


und der Kathedrale, die – wie kann es anders sein – mal wieder zu ist.




Massenweise stinkende Tauben haben den Platz in Beschlag gelegt – sehr zur Freude der Bolivianer… :laugh:

Am Obelisken vorbei spazieren wir zurück zum Hotel, wo wir an der Ecke in ein Irish Pub(!) einkehren. Tee und Kaffee dauern ewig – naja im Pub sollte man vielleicht auch eher Bier bestellen… :whistle:
Egal – das buntgemischte Publikum zu beobachten wird nicht langweilig. Nach einer weiteren kurzen Rast auf unseren sehr ordentlichen Zimmern spazieren wir durch die Straßen, bis wir ein ziemlich schickes vegetarisches Restaurant entdecken. Sieht gut aus und schmeckt auch so! Eine kleine Suppe kann mein Magen schon wieder verkraften und nach dem Essen spazieren wir unbehelligt zurück und fallen todmüde in die Betten.

Nächtlicher Blick aus dem Fenster

Fortsetzung folgt...
Anhang:
Letzte Änderung: 21 Nov 2021 21:54 von Katma1722.
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  • Sabine26 am 24 Nov 2021 19:45
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Hallo liebe Kathrin,

Oh je, hast Du Dir eine Lebensmittelvergiftung eingefangen?
Das hatte ich mal in Botswana und konnte nichts - noch nicht einmal Wasser - eine Nacht und einen Tag bei mir behalten und das bei fast 40 Grad Celsius. Alles ging „oben“ sofort wieder raus, mir war höllisch schlecht. Da wurde mir schon etwas mulmig. Einen Tag später ging es mir schon wieder besser, aber hatte noch ein paar Tage damit zu kämpfen, war recht schlapp.

Ich bewundere Euch, dass Ihr in La Paz selbst gefahren seid. Nein, niemals hätten wir das gewollt. So konnten wir entspannt im Auto sitzen und immer nur ungläubig zuschauen, was sich dort auf den Straßen so abgespielt hat. Man kann es nur beschreiben, aber ich glaube, man muss selbst in dieser Stadt gewesen sein, um es zu verstehen. Nur von den Bildern kann man sich sicherlich nicht diese Faszination erklären. Ich glaube, nur von Fotos würde ich sagen, na ja, keine schöne Stadt, was soll ich dort.

La Paz/El Alto - faszinierend, genau das trifft es. Nicht schön, keinesfalls schön, aber ich würde sofort noch einmal hin. Für uns war auch der Höhepunkt die Fahrt in der Seilbahn, wir sind, glaube ich, 4 Linien gefahren. Das hätte ich einen ganzen Tag lang machen können, wenn wir mehr Zeit gehabt hätten.

Wir waren ja auf der Sonneninsel, ich muss sagen, es war interessant, aber es ist auch nicht so tragisch, dass Ihr dort nicht gewesen seid, wie ich finde. An der „Werft“ für die Schilfboote haben wir auch gehalten. Fand ich wie Malbec auch hoch interessant.

Ich freue mich jetzt, was Du vom Madidi berichtest und welche Tiere Ihr so gesehen habt. Vom Park habe ich bisher keine Bilder / Bericht gesehen, soweit ich mich erinnere und bin schon seeehr gespannt.

Für nächstes Jahr werde ich (hoffentlich) nach Argentinien reisen, in die Puna Catamarca. Hach, ich freue mich, auch wenn ich es alleine machen werde mit Fahrerguide.

Viele Grüße
Sabine
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