THEMA: Mit dem Reisebus zum Nordkap.
12 Jun 2020 22:47 #590278
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  • Bobu am 12 Jun 2020 22:47
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Super gut geschrieben. Du solltest mal Bücher veröffentlichen (falls Du das nicht sowieso schon machst).

Aber für mich wäre die Reise der absolute Horror:
Ich mag keine Busfahrten.
Ich mag keine nervigen Mitmenschen.
Ich mag kein vorgegebenes Einheitsessen.
Ich bleibe an interessanten Orten gerne sehr lange.

Vermutlich hätte ich schon in Oslo den Rückflug angetreten (oder die nächste Fähre zurück, wenn fliegen nicht gehen würde). Bin aber trotzdem gespannt wie es weitergeht.

Viele Grüße

Boris
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13 Jun 2020 08:26 #590287
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  • ANNICK am 13 Jun 2020 08:26
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Coucou Dieter,

Die Kälte ist nicht unbedingt mein "cup of tea". Noch weniger Busreisen...... :pinch:

Aber dein Schreibstil nimmt einfach Einen mit ohne dass man es bemerkt. Und auf einmal ist man dabei und freut sich auf die Fortsetzung..... :lol:

I love it! :)

Es grüsst
Annick
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13 Jun 2020 16:37 #590318
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@panther
@Bobu
Das mit dem Bücher schreiben lassen wir mal. Das sollen Leute machen, die Ahnung davon haben. Das ist nichts für mich.

@panther
Hallo Ralf + Martina
Vielen Dank für Euren netten Beitrag. Dann bleibt dabei und lest bitte weiter mit!

@tigris
Hallo Simone,
Deine Schilderungen erinnern ein wenig an „Hummeldumm“ ~ nur diesmal am Nordkapp
Das scheint dann an der Art des Reisens zu liegen.

@Bobu
Hallo Boris,
Aber für mich wäre die Reise der absolute Horror:
Ich mag keine Busfahrten.
Ich mag keine nervigen Mitmenschen.
Ich mag kein vorgegebenes Einheitsessen.
Ich wollte so was auch nie machen. Aber wie eingangs geschrieben: „Manchmal wird man zu etwas Neuem gezwungen. …………………, sodass man nicht mehr das machen kann, was man gerne machen möchte.
Der Mensch ist in der Lage, sich neuen Situationen anzupassen.

@ANNICK
Hallo Annick,
danke, dass Du mitliest. Kälte ich auch nicht mein Ding. Und es wurde während der Fahrt noch ganz schön kalt. Brrrr.

LG
Dieter
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13 Jun 2020 16:53 #590319
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Tag 4

Der Tag begann mit einem Frühstück ab 6.30 Uhr. Da heute sowieso eine ausgiebige Stadtrundfahrt anstand, verzichtete ich auf meinen morgendlichen Rundgang. Um 8 Uhr hieß es Koffer verladen und eine Viertelstunde später starteten wir. Es war frisch heute Morgen. Um nicht zu sagen – es war kalt. Und zwar richtig kalt. Rund 10 Grad kälter als gestern. Dazu wehte ein heftiger Wind.

Die erste Sehenswürdigkeit am heutigen Tage war das Stockholmer Stadthaus. Jürgen ließ uns hier gegen 9 Uhr für eine Besichtigung ausstiegen.







Zunächst nahmen wir wieder unsere Empfangsgeräte entgegen, um die Erklärungen von Sören drahtlos hören zu können. Dann zahlte Sören die Eintrittsgelder für unsere Gruppe. Wir waren angemeldet und bekamen einen Stadthausführer, der uns beim Rundgang durch das Gebäude recht kurzweilig allerlei Wissenswertes erklärte. Hier im Stadthaus werden jährlich am 10. Dezember die Nobelpreisträger bekanntgegeben und die Preise verliehen. Die Führung dauerte rund 45 Minuten.

Wir fuhren zur nächsten Sehenswürdigkeit. Gegen halb 11 Uhr erreichten wir das Vasa-Museum. Einen Film über die Bergung des Schiffes hatten wir ja bereits gestern im Bus anschauen können. Sören besorgte an der Kasse erneut Eintrittskarten für uns und verteilte diese.

In einem Nebenraum des Museums konnte man einen zwanzigminütigen Film über die Vasa anschauen, der inhaltlich zwar in vielen Dingen dem Film von gestern ähnelte, der aber auch einige interessante Neuigkeiten bot.

1625 gab König Gustav II. Adolf den Auftrag zum Bau dieses Schiffes. Die Vasa sank bereits bei Ihrer Jungfernfahrt am 10.8.1628, weil sie angeblich durch die Last der Kanonen und der Besatzung schlichtweg zu schwer war.

333 Jahre später (für die, die nicht rechnen wollen – 1961!) wurde das Schiffswrack geborgen und restauriert und kann nunmehr im Vasa-Museum besichtigt werden.

Laut Eigenwerbung des Museums ist die Vasa eine der größten Touristenattraktionen der Welt.
Letzte Änderung: 13 Jun 2020 17:15 von Papa Kenia.
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13 Jun 2020 17:03 #590322
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13 Jun 2020 17:07 #590323
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Nach dem Museumsbesuch fuhren wir durch die Stadt nach Stadsholmen; so heißt die Insel, auf der das königliche Schloss liegt. Und genau hier endete vorerst unsere Stadtrundfahrt. Jürgen ließ uns vor dem Schloss aussteigen, um anschließend den Bus weg-zufahren. Parken für einen längeren Zeitraum war hier nicht gestattet.

Die Reisegruppe hatte nun dreieinhalb Stunden zur freien Verfügung. Hier merkte man die ersten Grüppchenbildungen innerhalb der Reisegruppe. Claudia, Peter, Hermann und ich blieben zunächst zusammen.

Das erste Highlight war die Wachablösung vor dem Schloss. Danach schlenderten wir über den Schlosshof Richtung Gamla Stan (Altstadt).



Nun ging es vorbei an der Nikolaikirche und am Nobelmuseum zur Västerlånggatan, welches wohl die Haupteinkaufsstraße sein dürfte.







Um die Mittagszeit setzte der kleine Hunger ein. Da kam uns ein Bistro genau richtig. Nach einem Hot Dog und einem Bier fühlten wir uns besser. Das Bezahlen ging nur per Kreditkarte. Schweden gilt ja als Vorreiter des bargeldlosen Bezahlens. Viele Geschäfte oder Restaurants verweigern die Annahme von Bargeld. Was wir aber sowieso nicht hatten. Denn für ein paar Stunden Stockholm hatte niemand in Schwedische Kronen getauscht.

Die Wolkendecke war mittlerweile wieder aufgerissen. Die Sonne zeigte sich häufig und die Temperaturen lagen immerhin bei 25 Grad. Wir hatten allerbeste Urlaubsstimmung und gingen auf dem Rückweg über den Paradeplatz am Schloss zum vereinbarten Treffpunkt. Es dauerte noch ein paar Minuten, bis unser Bus vorfuhr.



14.30 Uhr war die gesamte Truppe an Bord und Jürgen fuhr zum Hafen runter.

„Hille, wie war’s? Auch einen Bummel durch die Stadt macht?“

„Was meinst du, wieviel Stadtbummel ich schon gemacht habe. Das ist doch immer das Gleiche. Im erstbesten Café habe ich mir ein Stück Kuchen mit Schlagsahne bestellt und einen Kaffee getrunken. Dann gab es ein Eis und zum Schluss noch zwei Glas Sekt. Jetzt geht’s mir gut.“

Hille, du alte Spritbacke!



Nach der Ankunft im Hafen ging Sören zum Büro der Viking Line, um dort unsere Bordkarten entgegen zu nehmen. Als er zurück war, erklärte er uns, wo heute Abend gegessen wird. Er wies uns auch mehrmals darauf hin, dass es morgen ab 7 Uhr Frühstück gibt. Und dass wir um 9.15 Uhr in Helsinki einlaufen. Und zwar jeweils nach finnischer Zeit. Die Finnen sind uns noch eine Stunde voraus. Und so kamen wegen der Uhrumstellerei die üblichen Fragen. Vor? Zurück? Oder wie?
Letzte Änderung: 13 Jun 2020 17:13 von Papa Kenia.
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