Hallo zusammen,
hier folgt in Kürze ein Reisebericht von einer früheren Radreise durch ein Land, das nie auf meiner Wunschliste stand, welche aber dennoch sehr spontan zustande kam und wie so oft in meinem Leben spielten dabei eine Reihe Zufälle eine Rolle.
Im Herbst 2005 druckte eine dänische Zeitung eine Serie von Mohammed-Karikaturen, woraufhin in der islamischen Welt eine Reihe von gewalttätigen Ausschreitungen stattfanden. Alleine in Nigeria kamen dabei innerhalb weniger Tage über 120 Menschen ums Leben.
Im Januar 2006 wurden einer arabischen Zeitung weitere Karikaturen zugespielt, die angeblich aus der gleichen Quelle kämen (was jedoch nicht stimmte). Jetzt eskalierte die Lage völlig.
Ich hatte seinerzeit noch eine kleine private Website und ich war sporadisch in einem MTB-Forum aktiv.
Anfang März bekam ich ein Mail von einer Britta aus dem erwähnten MTB-Forum, die mich fragte, ob ich nicht spontan mit nach Jordanien kommen wolle. Sie hatte sechs interessierte Reisepartner, die alle der Reihe nach aus Angst vor Unruhen absprangen und auf meiner Homepage hatte sie gelesen, dass ich auch Radreisen mache.
Ich hatte, vom Zufall bereits akribisch vorbereitet, noch Resturlaub aus dem Vorjahr und das Auswärtige Amt berichtete, dass die Lage in Jordanien entspannt sei. Ich signalisierte Interesse und wir telefonierten mal.
Während ich keinerlei Ahnung hatte vom Land und ihr das natürlich auch sagte, meinte sie, das wäre kein Problem, da sie sich ja schon seit Monaten drum gekümmert habe und zudem seit drei Jahren Arabisch lerne. Das sollte sich später manchmal noch als hilfreich rausstellen.
Sie hatte über irgendwelche Kontakte 10 kg zusätzliches Freigepäck für den Flug bekommen, eine Unterkunft am Zielort und einen Transport dorthin organisiert. Jetzt klingen 30 kg Freigepäck erst mal ganz ordentlich, aber wenn man 18 kg fürs verpackte Fahrrad und dazu Zelt, Schlafsack und Isomatte abzieht, bleibt davon nicht mehr allzu viel übrig. Egal, es reichte.
Am Flughafen sahen wir uns Anfang April zum ersten Mal, erkannten uns aber auf Anhieb. So viele Passagiere mit Fahrrädern standen beim Check-In ja nicht rum. Außer uns waren es genau null und ich habe extra nochmal nachgezählt.
Um der Reise unvoreingenommen, offen, neugierig und gewohnt ahnungslos wie fast immer entgegenzutreten, hatte ich mich auch zwischenzeitlich nicht weiter informiert. So weit also erst einmal ein ganz normaler Reiseauftakt …
Gruß
Wolfgang
hier folgt in Kürze ein Reisebericht von einer früheren Radreise durch ein Land, das nie auf meiner Wunschliste stand, welche aber dennoch sehr spontan zustande kam und wie so oft in meinem Leben spielten dabei eine Reihe Zufälle eine Rolle.
Im Herbst 2005 druckte eine dänische Zeitung eine Serie von Mohammed-Karikaturen, woraufhin in der islamischen Welt eine Reihe von gewalttätigen Ausschreitungen stattfanden. Alleine in Nigeria kamen dabei innerhalb weniger Tage über 120 Menschen ums Leben.
Im Januar 2006 wurden einer arabischen Zeitung weitere Karikaturen zugespielt, die angeblich aus der gleichen Quelle kämen (was jedoch nicht stimmte). Jetzt eskalierte die Lage völlig.
Ich hatte seinerzeit noch eine kleine private Website und ich war sporadisch in einem MTB-Forum aktiv.
Anfang März bekam ich ein Mail von einer Britta aus dem erwähnten MTB-Forum, die mich fragte, ob ich nicht spontan mit nach Jordanien kommen wolle. Sie hatte sechs interessierte Reisepartner, die alle der Reihe nach aus Angst vor Unruhen absprangen und auf meiner Homepage hatte sie gelesen, dass ich auch Radreisen mache.
Ich hatte, vom Zufall bereits akribisch vorbereitet, noch Resturlaub aus dem Vorjahr und das Auswärtige Amt berichtete, dass die Lage in Jordanien entspannt sei. Ich signalisierte Interesse und wir telefonierten mal.
Während ich keinerlei Ahnung hatte vom Land und ihr das natürlich auch sagte, meinte sie, das wäre kein Problem, da sie sich ja schon seit Monaten drum gekümmert habe und zudem seit drei Jahren Arabisch lerne. Das sollte sich später manchmal noch als hilfreich rausstellen.
Am Flughafen sahen wir uns Anfang April zum ersten Mal, erkannten uns aber auf Anhieb. So viele Passagiere mit Fahrrädern standen beim Check-In ja nicht rum. Außer uns waren es genau null und ich habe extra nochmal nachgezählt.
Um der Reise unvoreingenommen, offen, neugierig und gewohnt ahnungslos wie fast immer entgegenzutreten, hatte ich mich auch zwischenzeitlich nicht weiter informiert. So weit also erst einmal ein ganz normaler Reiseauftakt …
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...