Overlanding Tour Afrika. Kosten ´/Route Reisemobil

6 Antworten · 1'351 Aufrufe · gestartet 27. Sept. 2025 von Levin Rieber
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Themenstarter1 Beiträge · seit 202527. Sept. 2025 ·
Hallo, Ich bin levin neu hier und habe einen grossen Traum dazu aber bisher noch wenig ahnung.
Mein Plan ist nun nach dem Ich nach dem Abi viele Reisen gemacht habe und nicht genug bekommen kann ein grösseres Abenteuer zu starten. Ich will mir etwas Geld ansparen, mir dann ein passendes Fahrzeug für die Reise anlegen und dann aus Deutschland über die Westroute jenachdem bis Südafrika reisen.
Ich habe ein paar Fragen dazu und freue mich auf jegliche Antworten:
Was für ein Reismobil soll ich mir Kaufen? Ich denke einen Düdo oder an so etwas wie einen Toyota Landcruiser.
Budget sollte da bei etwa 4-5 Tausend liegen. Das es dann kein Highperformer ist sondern eher was zum basteln weis ich.

Was soll ich an restlichen Kosten einplanen? Ich bin auf jedenfall Low Budget unterwegs. Schlafe hauptsächlich im Dem dann ausgewählten Gefährt und Essen sollte sich nicht so teuer darstellen. Wie sieht es aber mit Visakosten aus und weiteren Kosten...

Ist es auch eine Möglichkeit in Afrika ein Auto zu kaufen. Oder aber auch kann ich wenn ich aus deutschland fahre mein Auto in Südafrika verkaufen.

Also zusammengefasst. Wie viel Geld soll ich ansparen. Was für Ein Mobil erweist sich im Preisleistungsverhältnis am besten....
viele Grüsse
2'542 Beiträge · seit 200727. Sept. 2025 ·
Hi,

für die Fahrt entlang der Westküste von Afrika brauchst du keinen Landcruiser (den du auch nur halbwegs brauchbar nicht um 4-5000 Euro bekommst), das kannst du mit praktisch jedem Fahrzeug machen. Je mehr du in das Fahrzeug investierst, desto sicherer wird die Reise. Mit einem Schrotthaufen wirst du halt immer mit Reparaturen entlang der Strecke rechnen müssen.

Wenn du selber basteln und reparieren kannst, wird alles einfacher, kannst du das nicht, wird's halt teurer.

Du wirst kaum in Afrika ein Fahrzeug kaufen können und das in Deutschland gekaufte Fahrzeug wirst du nicht in Südafrika verkaufen können, ohne vorher Zoll bezahlt zu haben.

Du wirst für das Fahrzeug ein sogenanntes Carnet de Passage benötigen, das du beim deutschen Automobilclub bekommst. Das ist - vereinfacht gesagt - ein Zolldokument, wo der Club den Behörden garantiert, dass das Fahrzeug wieder ausgeführt wird. Für diese Garantie musst du dem Club natürlich eine Sicherheit hinterlegen. In der Regel ist das der Gesamtwert des Fahrzeugs.

Weißt du einmal das Fahrzeug und weisst du ungefähr den Verbrauch, kannst du dir anhand der zurückzulegenden Kilometern (ich würde mal grob von 17.000-18.000 ausgehen) den Spritverbrauch ausrechnen. Da schlage nochmal ~ 15% drauf zur Sicherheit. Und kalkuliere einmal mit 1,30 Euro Spritkosten um einen ungefähren Anhaltswert zu haben.

Visagebühren kommen natürlich auch dazu, wie hoch die sind, wirst du dir über die Länderseiten des auswärtigen Amtes heraussuchen können.

Und dann kommt die Rückfahrt aus Südafrika. Oder du verschrottest das Fahrzeug dort unter der Aufsicht der südafrikanischen Behörden, die dir das dann im Carnet de Passages bestätigen. Nur so bekommst du die Sicherheitsleistung wieder zurück, wenn du wieder in Deutschland bist.

Alles in allem nix, was man "von 0 weg" mit 10.000 Euro bewerkstelligen kann.
Aus dem Bauch heraus (ohne wirklich ins letzte Detail überlegt oder das je gemacht zu haben), inkl, Fahrzeugkauf und Sicherheitsleistung würde ich folgendermaßen rechnen:

Fahrzeug: 12.000 Euro
Sicherheitsleistung: 10.000 Euro
Ausbau Fahrzeug (Schlafmöglichkeit, Stauraum, Ersatzteile, etc.): 3000 Euro
Sprit: 3000 Euro
Verpflegung/Schlafen (300km/Tag, 18.000 Kilometer, 60 Tage á 80 Euro): 5000 Euro
Visakosten (reine Schätzung meinerseits): 1500 Euro
Unwägbarkeiten am Weg (zB. Reparaturen, Ersatzteile, Ölwechsel, etc.): 5000 Euro

Und dann kommen sicher noch zig Sachen dazu, an die ich jetzt gar nicht gedacht habe.
Rückflug bzw. Rücktransport des Fahrzeuges noch obendrauf.

Ich würde also mal grob von 35.000-50.000 Euro ausgehen. Vielleicht kommt ja jemand anderer auf ganz andere Zahlen.

Es gibt aber zig Seiten, die sich mit dem Thema mehr beschäftigen, als das Namibia Forum hier. "Overlander" wäre da ev. ein Stichwort.

lg Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
56 Beiträge · seit 201927. Sept. 2025 ·
Ehrliche Meinung. Mit deinem Budget würde ich versuchen das mit dem Fahrrad zu machen.
Wenn du wenig Budget und viel Zeit hast kommst du da vermutlich besser hin.
Vgl.
https://www.wiebkeluehmann.com/AFRICA/FREIBURG-TO-CAPE-TOWN/
Namibia Apr. 2017, Botswana Nov. 2021, Namibia Nov. 2022, Nam/Bots/KTP Nov&Dez.2024, Cape Town - Windhoek, Nov 2026
6'383 Beiträge · seit 201128. Sept. 2025 ·
Hoi Levin

Bei dem Budget halte ich das für absolut unrealistisch.
Da in Westafrika Frankreich die meisten Länder beeinflusst hat (Kolonialzeit) würd ich mir ein französisches Auto zulegen, z.B. einen Renault Kangoo 4x4 oder etwas entsprechendes von Citroen oder Peugeot.
Die findet man für das Budget, und die bieten zumindest in den längeren Versionen auch Platz um sich darin halbwegs einzurichten.
Fürs Einrichten empfehle ich Dir Dich bei www.womobox.de schlau zu machen.
Hast Du Afrika-Erfahrung, sprichst Du französisch, kannst Du am Auto schrauben?
Wenn nur eine Antwort 'Nein' heisst weisst Du dass Du noch was lernen musst.
Viel Glück.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 28. Sept. 2025
925 Beiträge · seit 201629. Sept. 2025 ·
Hi,

ich würde dir raten, dich mal bei Facebook (ich weiß, Boomer, Datenschutz etc) umzusehen, da gibt es diverse aktive Gruppen und vermutlich mehr Leute, die direkter dran sind. Einen fahrfähigen LC wirst du in Deutschland/Europa sicher nicht unter 20-30.000€ kriegen, beim DüDo sieht es anders aus, aber auch hier wirst du dein Budget mindestens verdoppeln müssen.

Die sonstigen Kosten wurden ja schon genannt - primär Carnet, Visa, Diesel u. Rückführung. Sonst hängt es viel davon ab, wie lange du planst zu reisen und wie viel Geld du unterwegs z.B. für Eintritte / Aktivitäten ausgeben willst. Auslands-KK ist auch nicht soo wenig.

Wenn du es nicht gerade als "ich suche mir was schrottreifes, restauriere es und fahre damit nach Südafrika"-Projekt sehen willst, sondern als "ich will in 1-3 Monaten nach Südafrika fahren", würde ich eher ein mehr oder weniger reisefertiges Fahrzeug in Europa kaufen, die Tour machen und dann entweder im Ausland (an einen Europäer) weiterverkaufen oder nach Rückverschiffung. Erfordert natürlich mehr Liquidität anfangs, dürfte in Summe aber nicht so einen riesigen finanziellen Unterschied machen und du hast ein ggf. besseres Fahrzeug mit mehr Möglichkeiten und weniger Ärger.
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
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